3. September 20214 j Hallo allerseits, Ich mache im Moment meine Ausbildung zum FIAE im dritten Lehrjahr und bin mir unsicher, ob das im Moment wirklich alles optimal verläuft. Ich hab in den 2 Jahren, seit denen ich mich in meinem aktuellen Betrieb befinde lediglich an einem Kundenprojekt teilgenommen (Dauer: 3 Monate) und wurde ansonsten mit kleinen internen Projekten abgespeist, welche teilweise gar keinen wirklichen Nutzen haben und eher genutzt werden, um mich eben zu beschäftigen. Jetzt hatte ich mein Jährliches Mitarbeitergespräch mit meinem Teamleiter (welcher zugleich mein Ausbilder ist) und hab das ganze angesprochen. Er meinte ich hätte eben einen sehr ungßnstigen Zeitpunkt fßr die Ausbildung erwischt, da die Auslastung im Team ßber die letzten Monate/Jahre konstant niedriger wurde und es wohl tatsächlich einfach keine Kunden gäbe, bei denen er mich einsetzen kann. Zeitgleich hat er dann angesprochen, dass mein aktueller Wissensstand zwar "ok" wäre, aber durchaus ausbaufähig und Azubis normalerweise ab dem zweiten Lehrjahr nur noch Kundenprojekte machen, was ebene fßr eine steile Lernkurve sorgt. Ich habe jetzt aus dem Gespräch fßr mich das Fazit gezogen, dass ich mit meinem Wissensstand hinterher hänge (was mir eigentlich schon vorher klar war) und mir erstmal keine Hoffnung auf Kundenprojekte machen kann. Daher hätte ich an euch mal die Frage, wie ich diese Wissenslßcken kompensieren kann, ich habe vor ein paar Monaten bereits angefangen in meiner Freizeit Fachbßcher zu lesen und ein paar kleine Nebenprojekte in Angriff zu nehmen, bezweifel aber, dass das wirklich mit 40h Arbeit die Woche mithalten kann. Ich wßrde den Ausbildungsbetrieb auch gerne nach der Ausbildung wechseln, bin aber auch dort unsicher, ob das klappt, wenn ich auf Nachfrage, was ich denn im Ausbildungsbetrieb gemacht hab, nur interne Kleinigkeiten/ein Kundenprojekt vorweise kann.
3. September 20214 j vor 16 Minuten schrieb tom0707: Zeitgleich hat er dann angesprochen, dass mein aktueller Wissensstand zwar "ok" wäre, aber durchaus ausbaufähig und Azubis normalerweise ab dem zweiten Lehrjahr nur noch Kundenprojekte machen, was ebene fĂźr eine steile Lernkurve sorgt. Und das lässt er dann einfach so im Raum stehen? Kommt es ihm nicht in den Sinn - als dein Ausbilder - dagegen aktiv etwas zu tun? Liest sich fĂźr mich ein wenig so, als wolle er die Verantwortung fĂźr deinen "ausbaufähigen Wissensstand" allein auf dich schieben. vor 16 Minuten schrieb tom0707: Ich habe jetzt aus dem Gespräch fĂźr mich das Fazit gezogen, dass ich mit meinem Wissensstand hinterher hänge (was mir eigentlich schon vorher klar war) Und welches Fazit zieht dein Ausbilder? Gar keins? Oder wird er sich darum kĂźmmern, dass er seiner Pflicht nachgeht, dich auszubilden und etwaige WissenslĂźcken mit Informationen zu fĂźllen? Selbst wenn er aktuell keine Kundenprojekte hat, in denen du eingebunden werden kannst muss er dennoch dafĂźr sorgen, dass du die notwendigen Inhalte vermittelt bekommst.  Und wenn das dann eben auch nur vor 16 Minuten schrieb tom0707: kleinen internen Projekten sind. vor 16 Minuten schrieb tom0707: welche teilweise gar keinen wirklichen Nutzen haben und eher genutzt werden, um mich eben zu beschäftigen Lernst du denn dabei etwas neues, oder sind das repetitive Aufgaben mit immer gleichem Inhalt?  NatĂźrlich musst du auch dafĂźr Sorge tragen, dass du die zu vermittelnden Inhalte lernst. Aber es ist die Pflicht deines Ausbilders, sie dir zu vermitteln und dafĂźr geeignete MaĂnahmen zu planen. Irgendetwas ist hier doch nicht stimmig, meiner Meinung nach. Â
3. September 20214 j Guten Morgen Tom, leider meine ich hier einen Teufelskreis erkennen zu kĂśnnen. Wenn ich das richtig verstanden habe, mĂśchte dein Teamleiter / Ausbilder dich nicht einsetzten da A: Die Auslastung es nicht hergibt B: Dein Wissensstand nicht hinreichend ist Aber ohne an tatsächlichen Projekten zu arbeiten, wirst du ja deinen Wissensstand nicht verbessern kĂśnnen. Das eine fĂźhrt zum anderen. Es geht ja darum, dass du ausgebildet wirst. Also solltest du im besten Fall einen Gesellen bei seiner Tätigkeit in der wirklichen Wirtschaft unterstĂźtzen. Von anderen lernt man dann in der Regel nochmal viele best Practices / Do's and Dont's. Wie sieht es denn bei dir in der Berufsschule aus? Kommst du da weitestgehend klar? In jedem Fall: Ja du solltest auch selber schauen, wie du dein Fachwissen verbessern kannst. Eine gute Anleitung wäre wohl der Ausbildungsrahmenplan. Da kannst du dir die Inhalte anschauen, welche du auf jeden Fall nach deiner Ausbildung kĂśnnen solltest. Gerade als Entwickler ist Ăbung super wichtig. Versuche diverse Aufgabenstellungen zu lĂśsen und mach dich dabei nicht von einer Programmiersprache abhängig. Du kĂśnntest ein Problem z.B. in multiplen Sprachen lĂśsen. Denn nach deiner Ausbildung wirst du es, je nach stand, schwer haben die Probezeit in einem anderen Betrieb zu bestehen. Was du auch versuchen kannst: Den Ausbildungsbetrieb JETZT zu wechseln. Da solltest du dir aber vorher im klaren sein, ob es eher an dir liegt oder an den Betrieb.  Bleib am Ball und lerne, Schrei als erster bei neuen Aufgaben "Hier" und bring dich ein. Irgendwas stimmt in eurer Aubildungsbeziehung nicht. PrĂźfe ob ihr das Korrigieren kĂśnnt, wenn nicht, ziehe Konsequenzen. Â
3. September 20214 j Autor vor 4 Minuten schrieb mlwhoami: Und das lässt er dann einfach so im Raum stehen? Kommt es ihm nicht in den Sinn - als dein Ausbilder - dagegen aktiv etwas zu tun? Ich wĂźrde jetzt gerne was anderes antworten, aber ja, das hat er dann so stehen lassen. Er hat ja auch die nicht vorhandene Auslastung beim Kunden als Problem benannt, meinte dann aber im selben Atemzug, dass man da eben nichts machen kann...  vor 6 Minuten schrieb mlwhoami: Und welches Fazit zieht dein Ausbilder? Gar keins? Oder wird er sich darum kĂźmmern, dass er seiner Pflicht nachgeht, dich auszubilden und etwaige WissenslĂźcken mit Informationen zu fĂźllen? Ich weiĂ ehrlich gesagt nicht, ob er wirklich etwas ändern mĂśchte. Ich muss auch zugeben, dass ich gar nicht mehr nachgefragt habe, da ich die Hoffnung aufgegeben habe. Ich hab auch das GefĂźhl, dass er die Schuld neben den nicht vorhandenen Kundenprojekten bei mir sieht, so nach dem Motto: Du kĂśnntest dich ja auch einfach mal mehr anstrengen, dann bräuchtest du sowas wie Kundenprojekte gar nicht. Wenn ich dann wiederrum eine Code Review zu einer meinen Aufgaben habe, hat er natĂźrlich immer ein paar Tipps zur Verbesserung, meint aber ansonsten, dass ich das gut gemacht hätte. Was mich dann wiederrum auch irtiiert.  vor 12 Minuten schrieb mlwhoami: Lernst du denn dabei etwas neues, oder sind das repetitive Aufgaben mit immer gleichem Inhalt? Was neues lernt man ja immer, aber es sind eben meistens ähnliche Aufgaben. Was an und fĂźr sich ja auch ok ist, da ich so sicherer in der Sprache werde, ich merk aber eben, dass ich dadurch nicht so einen Wissensschub erhalte, wie damals bei dem Kundenprojekt. Â
3. September 20214 j Autor vor 18 Minuten schrieb Alaric: Wenn ich das richtig verstanden habe, mĂśchte dein Teamleiter / Ausbilder dich nicht einsetzten da A: Die Auslastung es nicht hergibt B: Dein Wissensstand nicht hinreichend ist Die Theorie hatte ich auch schon und hab es auch bereits vor ein paar Monaten angesprochen, da hieĂ es dann wiederrum, dass es wirklich nur an der Auslastung liegt und wenn ich mir meine ausgelernten Kollegen anschaue glaube ich das auch, da die teilweise froh sind, wenn sie auf 12-16h Auslastung die Woche kommen. vor 11 Minuten schrieb Alaric: Wie sieht es denn bei dir in der Berufsschule aus? Kommst du da weitestgehend klar? Die Berufsschule ist kein Problem, da hab ich durchweg sehr gute bis gute Noten. vor 14 Minuten schrieb Alaric: Denn nach deiner Ausbildung wirst du es, je nach stand, schwer haben die Probezeit in einem anderen Betrieb zu bestehen. Das befĂźrchte ich auch und bereitet mir am meisten Sorge, da ich eben Stand jetzt nur hoffen kann, dass entweder mehr Kundenprojekte fĂźr mich kommen, oder die Weiterbildung in der Freizeit ausreicht, um nächstes Jahr was neues zu finden.  vor 16 Minuten schrieb Alaric: Was du auch versuchen kannst: Den Ausbildungsbetrieb JETZT zu wechseln. Da solltest du dir aber vorher im klaren sein, ob es eher an dir liegt oder an den Betrieb. Das kommt leider nicht in Frage, da ich mir nicht vorstellen kann, dass mein Betrieb bereit ist, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, noch, dass ich hier auf die schnelle einen passenden Betrieb finde.  Ansonsten Danke fĂźr deine Ratschläge, werde ich umsetzen. Â
3. September 20214 j vor 39 Minuten schrieb tom0707: Die Theorie hatte ich auch schon und hab es auch bereits vor ein paar Monaten angesprochen, da hieà es dann wiederrum, dass es wirklich nur an der Auslastung liegt und wenn ich mir meine ausgelernten Kollegen anschaue glaube ich das auch, da die teilweise froh sind, wenn sie auf 12-16h Auslastung die Woche kommen. Eigentlich fßr dich perfekt, was machen die den lieben langen Tag dann so? Dein Ausbilder kÜnnte nun einen der nicht so ganz ausgelasteten Kollegen dazu verdonnern sich intensiv um dich zu kßmmern. Man kann zu Lernzwecken auch alte Projekte noch mal durchgehen, den Code und die Herangehensweise erklären... Natßrlich kann dein Ausbilder nichts fßr die Auftragslage, aber das soll und darf nicht dein Problem sein. Dann muss er sich halt was ausdenken wie man dich anders sinnvoll ausbilden kann. Ich finde es nicht ganz so pralle Azubis ab dem 2. LJ Kundenprojekte zu ßberlassen. Jaja, dA lErT eR wEnIgStEnS wAs... Der Azubi kann mitarbeiten, aber fßr ein Kundenprojekt verantwortlich sein find ich dann doch etwas too much. Zumal es natßrlich dem Ausbilder erspart wirklich ausbilden zu mßssen.
4. September 20214 j Autor Am 3.9.2021 um 10:51 schrieb Maniska: Eigentlich fßr dich perfekt, was machen die den lieben langen Tag dann so? Dein Ausbilder kÜnnte nun einen der nicht so ganz ausgelasteten Kollegen dazu verdonnern sich intensiv um dich zu kßmmern. Man kann zu Lernzwecken auch alte Projekte noch mal durchgehen, den Code und die Herangehensweise erklären... Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Werde ich nächste Woche mal ansprechen, danke.
4. September 20214 j Autor Jetzt muss ich mich nochmal zu Wort melden. Ich bin eben mal die Sachliche und zeitliche Gliederung fĂźr die Ausbildung durchgegangen und muss sagen, dass ich da relativ wenig im Bezug auf die Entwicklung herauslesen konnte. Mal abgesehen davon, dass die kaufmännischen Themen schon fast Ăźberwiegen, sind die Angaben im Bezug auf Anwendungsentwicklung vergleichsweise kurz und sehr allgemein verfasst. Gibt es vielleicht noch andere Dokumente, die da konkreter drauf eingehen? Ich wĂźrde schon gerne wissen, was genau ich den im Moment kĂśnnen sollte, bzw. mit Abschluss der Ausbildung, um in einer anderen Firma unterzukommen. Ich les mir auch immer wieder mal Stellenanzeigen fĂźr Junior Webentwickler durch, wenn da dann beispielsweise steht "Erfahrung mit Angular und Typescript", oder "Gutes Verständnis von Objektorientierung und Datenmodellierung", wĂźrde ich pauschal schon sagen, dass das zutrifft, es ist aber schwer zu sagen, in welchem Umfang von diesen "Erfahrungen" und "Verständnis" die Rede ist.Â
4. September 20214 j Bis auf Abschlussarbeiten wirst du nichts konkretes finden. Es hat schon seine GrĂźnde, warum der Ausbildungsrahmenplan so allgemein verfasst wurde. Jedes Unternehmen ist anders und setzt einen anderen Fokus. Eine Firma entwickelt vielleicht mehr Stored Procedures in der Datenbank und dann liegt der Fokus mehr auf SQL, eine andere Firma verwendet vielleicht eine NoSQL-Datenbank und da kann durchaus kein SQL verwendet worden sein. etc. Der Ausbildungsrahmenplan bietet nur einen groben Ăberblick, was alles gelehrt werden sollte. Die Firmen kĂśnnen aber dennoch davon etwas abweichen. Welche Programmiersprachen gelehrt werden soll, wird ja auch nicht vorgegeben, da man nicht davon ausgehen kann, falls es vorgeschrieben wird, die Firma auch das Know-How besitzt. Wenn du also die Abschlussarbeiten anschaust und die Aufgaben lĂśsen kannst, dann bist du doch gut dabei und ja, mich als Ausbilder kotzt es mich auch an, dass der Fokus eher auf dem Kaufmann liegt, da es heutzutage nicht mehr der Realität entspricht. Zum Thema "Gutes Verständnis von Objektorientierung und Datenmodellierung": Ich wĂźrde behaupten, dass selbst die meisten erfahrenen Softwareentwickler Objektorientierung nicht richtig verstanden haben. Der Vorteil von Objektorientierung liegt in der Umkehrung der Abhängigkeit und nicht, wie vielfach behauptet wird, in der Vererbung und Polymorphie, denn das kann auch C, auch wenn es nicht so komfortabel ist. Bei Datenmodellierung sehe ich auch, dass viele es falsch angehen. Oft wird Datenmodellierung gleichgesetzt mit "ER-Modell erstellen". So sehe ich das auch immer in hier den vorgestellten Abschlussprojekten. Objektorientierung und relationale Datenbanken passen aber nicht so recht zusammen. Deswegen muss man umständlich mit einem O/R-Mapper hin- und hermappen. Mit einer Datenbank, die zur Objektorientierung passt, wie z.B. dokumenbasierte Datenbanken, ist so ein Mapping nicht nĂśtig und bietet sogar auch Vorteile. Warum stellt man also die Datenbank so in den Vordergrund? Die Datenbank ist doch nur fĂźr die Persistenz zuständig und es sollte doch egal sein, wie die Datenbank die Daten speichert. Wenn ich eine Liste von Key-Value-Pairs in die Datenbank speichern mĂśchte, dann mĂśchte ich das tun und sie nicht umständlich in eine Tabelle umwandeln. Ob man jetzt fĂźr einen Job geeignet ist, oder nicht, wird dir auch keiner beantworten kĂśnnen. Wenn aber ein Junior-Entwickler mit Wissen in Angular gesucht wird und man hat Wissen in Angular, dann ist man schon ein potenzieller Kandidat und wenn der Rest einen zusagt, dann sollte man sich einfach bewerben. Mehr als Nein kĂśnnen sie ja nicht sagen.
16. September 20214 j Am 4.9.2021 um 12:30 schrieb tom0707: Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Werde ich nächste Woche mal ansprechen, danke. Und? Was kam raus?
20. September 20214 j Autor Am 16.9.2021 um 09:41 schrieb Maniska: Und? Was kam raus? Wir haben uns jetzt darauf verständigt, dass mich ein anderer Entwickler, welcher auch eine sehr geringe Auslastung hat, intensiver betreuen wird und man eventuell mal schaut, ob man mich temporär in einem anderen Team einsetzen kann, um meine Auslastung hochzuschrauben (da sind die Chancen auf Erfolg aber eher mäĂig, da die HR wohl etwas dagegen hat). Ich muss aber trotzdem sagen, dass die fast täglichen Code Reviews mit dem anderen Entwickler schon einiges ausmachen und ich mich jetzt schon etwas wohler fĂźhle. Ein Traum wäre es natĂźrlich trotzdem, auch mal an Kundenprojekten mitarbeiten zu kĂśnnen, aber da muss ich mich wohl weiter gedulden ¯\_(ă)_/ÂŻÂ Danke noch einmal fĂźr die Hilfe hier im Forum
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