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MrTony

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  1. Rückblickend auf meine Ausbildung würde ich folgende Dinge ansprechen, angefangen mit dem, was ich für das wichtigste halte: 1. Einen Sinnvollen Rahmen vorgeben. Ja, es gibt einen Ausbildungsrahmenplan und das ist auch gut und wichtig. Er enthält allerdings deutlich zu wenig um gut auf das Berufsziel als Entwickler (ausgehend von FIAE) vorbereitet zu sein und dafür an anderer Stelle viel zu viele BWL Themen, die das Schulgesetz vorschreibt, die man sehr wahrscheinlich nie braucht und insbesondere gemessen an anderen Skills nur sehr, sehr nachrangig braucht. Darüber hinaus sei angemerkt, wenn man die rechtlichen oder wirtschaftlichen Themen doch mal braucht, dann meistens in einem Umfang, in dem der Berufsschulunterricht nicht mal annähernd in Breite und Tiefe ausreicht, weshalb man sich ohnehin von Grund auf neu einarbeiten muss oder eben gleich einen Fachmann zu Rate zieht. Aus dem Grund fände ich insbesondere einen technischen Rahmen in der Ausbildung sehr sinnvoll. Am Anfang prasseln sehr viele Technologien auf einen FIAE-Azubi ein und jeder behauptet natürlich, dass sein Thema das Beste und schnellste ist und am ende ist man total erschlagen. Ich denke eine gute, moderne Ausbildungsfirma sollte vor allen Dingen im Dschungel der Technologien einen Rahmen schaffen bzw. einen Pfad vorgeben, den der Azubi in drei Jahren beschreiten kann und bei dem er am Ende einfach eine sinnvolle, runde und solide Grundlage für den späteren Beruf hat. Die Basis kann und wird natürlich an den jeweiligen Technologiestack des Unternehmens angepasst sein. Es sollte nur vermieden werden, dass der Azubi, wie es leider oft der Fall ist, im Technologiejungle untergeht und am Ende in 100 Frameworks von Testing über DevOps bis Embedded und alle drei Monate in nem neuen JavaScript Framework "mal was gesehen" hat, aber keine eigentliche Kernkompetenz hat mit der er selbstständig etwas auf die Beine stellen könnte. Ich finde gerade heute ist noch wichtiger, dem Azubi im großen Bild Kontexte und Wege aufzuzeigen, als ihm im kleinsten Detail Dinge zu zeigen. 2. Wobei es natürlich ebenfalls wichtig ist dem Azubi einfach auch die technischen Details "korrekt" beizubringen und vor allen Dingen die Grundlagen bzw. auf dem richtigen Niveau. Ich weiß eine der größten Hürden war für mich im ersten Jahr, mich zu der Antwort durchzufragen, die ich gebraucht habe. Bei einer grundlegenden Frage zu Java wurden mir nach 5 Sekunden schon wieder Frameworks, Streams, Threats etc. um die Ohren gehauen und ich hab oft viele Anläufe gebraucht, bis wir an dem ganz grundlegenden Punkt waren, warum meine Schleife das Array nicht korrekt verwendet. 3. Auf den Detailfragen sollte sinnvoll aufgebaut werden. Wenn man 2. eine Weile korrekt gemacht hat ist der Azubi denke ich sehr flott so weit, dass er die Grundlagen kann/versteht und sich weitere Grundlagen auf dem Niveau selbst aus den Docs holen kann. Ab hier wäre es wichtig dass man auch etwas auf der "Meta" -Ebene lernt und nicht weiter in den Details versinkt (ausgenommen evtl in Bereichen wie Embedded oder außerhalb von Hochsprachen, wo Detail und Meta gern Hand in Hand gehen). Sprich wie gehe ich an häufige Problemstellungen heran, wie entwickle ich eine ganze "Architektur" und wie entwickle ich Lösungen die modern, sicher, effizient und am Ende einfach professionell sind. Ich denke die schon angesprochenen Code-Reviews oder Pair-Programming können dafür gute Werkzeuge sein. 4. Der Betrieb sollte einfach modern ausgestattet sein. Viele mögen jetzt sagen junge Menschen bzw Azubis wollen immer den geilsten, neusten Scheiß der garnicht nötig ist und das stimmt auch. Allerdings habe ich selbst erlebt und auch von unglaublichen vielen Azubis gehört, dass auch das andere Extrem oft der Fall ist. Die PCs sind total veraltet und haben nicht mal eine SSD und brauchen entsprechend ewig. Virtuelle Maschinen und Docker-Container sollen auf einem Arbeits-Laptop mit 4GB-RAM betrieben werden und brauchen ewig, wenn sie nicht direkt abstürzen. Monitore auf denen Designs und Layouts gemacht werden, haben nicht mal Full-HD-Auflösung. Zum Testen von Apps stehen nur sehr alte oder gleich garkeine Testgeräte zur Verfügung. Nein, es muss nicht immer der neueste Scheiß sein, aber sehr oft erlebe ich einfach, wie "IT-Unternehmen" mit Hardware arbeiten, die einfach schon lange nicht mehr adäquat ist. Die Unternehmen suchen bei Azubis aber oft junge Menschen, die sich sehr für Technologie begeistern. Dass die dann von ihrem Handwerkszeug eben alles andere als begeistert sind, sollte jedem klar sein.
  2. Die Angaben auf Stepstone, oder die 63k im Schnitt für Frontend? Darf ich nach deinem Technologiestack fragen?
  3. Bezug nehmend auf den Welt Artikel scheint mier hier einiges doch etwas unplausibel: Frontend-Entwickler im Durchschnitt 63k? Das scheint doch wirklich sehr hoch angesetzt. Vergleichbar mit dem hier: https://www.stepstone.de/gehalt/Frontend-Entwickler-in.html (Auch keine sehr belastbare Quelle, aber zur orientierung reicht es) Mobile-Entwickler mit 73k im Schnitt über dem IT-Leiter mit 70k? Wo gibts das denn? Klar, Durchschnittsgehälter alles schön und gut. Aber an einigen Stellen kommt es mir ein bisschen so vor, als hätte man hier amerikanische Gehälter recherchiert (die ja gern etwas offener liegen, als in Deutschland) und einfach die Dollar durch Euro ersetzt und nicht mal umgerechnet... Übrigens zum Thema Bluecard: "Leider" ist eben auch ein ausländischer Facharbeiter in der lage sich auszurechnen, dass er mit 35k bzw. 39k in München/Hamburg etc. zu den hiesigen Lebenshaltungskosten wohl einfach am Ende wohl kaum was raus hat. Und dafür dann noch weg von Freunden und Familie und die deutsche Mentalität ertragen? Da wundert es mich nicht, wenn die zwei jungen Spanier aus der ARD-Reportage wieder nach Hause gegangen sind. Gehalt ist eben nicht gleich Lebensqualität und auch nicht Lebensstandard. Es soll ja ALG II Empfänger geben, die im ländlichen Bereich mit deutlich mehr Luxus leben, als Entwickler mit 50 Stunden-Woche in Hamburg/München/Frankfurt. (Dies sei ausdrücklich keine Kritik am ALG II Empfänger, sondern eher am schlechten Lohn/Lebenshaltungskostenverhältnis in den Deutschen Großstädten)
  4. Bin mir sehr sicher, dass es auf dem Abschlusszeugnis stehen wird. War bei mir auch so und es macht auch keinen Sinn über zwei Jahre Noten zu schreiben um diese dann unter den Tisch fallen zu lassen.
  5. Ich denke der Hinweis ist gut und richtig, aber man sollte es nicht zu eng sehen. Die Frage ist natürlich auch, was macht der Betrieb vom TE denn überhautpt. Welche Projekte und Dienstleistungen werden angeboten? Ganz blöd gesagt, wenn ihr ein kleiner Hardware-Laden seid, dann kann man zur Not auch sagen man baut ein kleines Buchhaltungs-System. Einen kleinen Online-Shop (im Ansatz natürlich nur wg. Zeit). Evtl auch einfach nur etwas, was auf einem Server oder einem PC Batchläufe durchführt und irgendwelche Arbeitsgänge verbessert/beschläunigt. Es kann auch etwas sein, was man aktuell noch nicht im Einsatz hat, was (vielleicht unter Umständen) in Zukunft mal im Einsatz sein soll, woraus man dann irgendwann mal ein Produkt für die Kunden entwickeln könnte, oder oder oder. Wie gesagt, so lange du zeigst, dass es betrieblich/wirtschaftlich sinnvoll ist wird die IHK dir meiner Erfahrung nach eher nicht in die Parade fahren. Vor allen Dingen auch wenn du Stempel und Unterschrift vom Ausbilder drauf hast, dass das schon so passt. Für nach der Ausbildung würde ich ebenfalls mal keine Panik schieben. Meiner Meinung nach solltest du zwar deinen jetzigen Arbeitgeber schleunigst verlassen, weil mir das geschilterdte einfach unseriös und unprofessionell erscheint. Allerdings suchen viele, gerade auch kleinere und/oder mittelständische Firmen einfach nur "Fachinformatiker" und nicht so selten auch FiAEs für eigentlich Systemintegrationsthemen. Sprich wenn du das Know-How aus dem FiSi-Bereich mitbringst ist der Abschluss als FiAE erst mal kein so großes Hinderniss um erst mal wo anders rein zu kommen. Wichtig ist, dass du dir nebenbei auch mal gedanken machst, in welche Richtung du dann tatsächlich gehen willst und wie @zelosq schon gesagt hat, dann auch schaust, dass du dich in die Richtung weiter entwickelst.
  6. Übrigens wird gerade aktuell ja auch wieder Fachkräftemangel oft in Verbindung mit Ausländischen Arbeitskräften genannt. Interessant auch der Teil in der Reportage der Sagt, dass es das konzept schon sehr lange gibt, EU-Weit, genannt Blue-Card. Nur ist die Nachfrage danach einfach sehr gering. Mich persönlich wundert das nicht. In einer ehemaligen Firma von mir wurden vermehrt ausländische Entwickler eingestellt. War für das Unternehmen viel Papierkram und die Sprachbarriere war auch ein Problem. Dennoch kann ich nichts gegen die Mitarbeiter sagen, sie waren freundlich, motiviert und kompetent. Das Problem war allerdings, dass alle nach ein oder zwei Jahren wieder gegangen sind (ähnlich wie die Spanier in video) oder sich ein besser bezahlte Stelle gesucht haben. Der Grund dafür lag oft auf der Hand: Unternehmen stellen sich vor mit geringen Löhnen Personal aus dem Ausland zu locken, wo das Lohn-Niveau noch deutlich schlechter ist. Dann leben die Personen aber bier in Deutschland zum deutschen Preisniveau und stellen fest: Die Kombination an geringem Einkommen und hohem Preisniveau in Deutschland sorft dafür, dass sie in Deutschland noch schlechter leben, als in der Heimat. Darüber hinaus sind Freunde und Familie weit weg und die Mentalität hier gefällt auch nicht jedem (gefällt mir als Deutschem ja schon oft nicht). Da kann es durchaus sein, dass der Tantstellenjob in Spanien auch rein rechnerisch durchaus die bessere Wahl ist. Das Problem gibt es ja nicht nur International. Ein Bekannter von mir ist Entwickler in Thüringen und verdient auf dem Papier vergleichsweise unterdurchschnittlich. Mitte 20, 3er BMW, Mesonettewohnung und am Ende des Monats bleiben Rücklagen. Währenddessen wohnen gleichaltrige Entwickler mit 10K mehr in München, die ich kenne, noch bei Mutti oder in einer WG, weil allein schon die Miete für eine zwei bis drei Zimmer-Wohnung das Monatsgehalt auffressen würde. An Auto oder Rücklagen ist nicht zu denken. Wundert auch nicht weiter, denn abgesehen davon, dass der Mehrverdienst den ortsbedingten Mehraufwänden oft deutlich nachhinkt, kommt bei mehr Verdienst ja zunächst einmal die Steuer daher. Dabei gehen Lohnsteuer etc. natürlich davon aus, dass du bei mehr Verdienst auch mehr übrig hast und mehr abgeben kannst. Ortsbedingte Mehraufwände wegen höherere Lebenshaltungskosten kennt man kaum bis garnicht.
  7. Ich sehe schon, der TE hat mal wieder die breite Auswahl an inhaltslosen Kommentaren... Du könntest auf jeden Fall versuchen auf den Ausbilder zugehen. Ich sehe die Chancen hier allerdings als gering an. Eine Firma, die die Ausbildung so organisiert, meint das FiSi und FiAE effektiv das Gleiche sind und dich auch nicht wirklich ausbilden, die hat vom Berufsbild wohl keine Ahnung und dir einfach entweder nicht helfen können und/oder wollen. Wenn deine Berufsschule nicht für den Ofen ist (was einige ja leider sind) kannst du auch da nach Ideen für ein Projekt fragen oder mal hier im Forum schauen. Darüber hinaus lass dir folgendes sagen: 1: Ich würde wegen des Projektes erst mal ganz ruhig durchatmen und mir mal ein Wochenende Zeit nehmen und schauen, was die IHK in deinem Gebiet genau von dir haben möchte. In vielen Ecken möchten sie ja "nur" die Dokumentation haben und danach zur mündlichen Prüfung einer Präsentation. Sprich sie wollen dann garnicht dein Projekt auf Datenträger und sich da genau in alle Feinheiten einlesen. Abgesehen davon spielt in der Doku ja auch das Wissen aus der Schule eine große Rolle. Schau dir mal die 100% Dokus aus dem Internet an. Es geht viel darum wie wurde das Projekt geplant, wie wurde es umgesetzt, WARUM wurde welche Entscheidung getroffen und war das ganze wirtschaftlich. Ich kenne Prüflinge die haben ihr Projekt gerade mal 50% fertig gehabt und an jeder Ecke war ein bisschen was vorhanden, konnten damit aber trotzdem den technischen Teil der Doku gut füllen. Halt dich an die Prüfungsordnung und nahe an der 100% Doku. Dann wirst du meistens feststellen, dass du jedes Thema sowieso nur kurz und exemplarisch anscheiden kannst, weil dort, wie schon gesagt, sowieso so viele andere Aspekte noch erwartet werden. Wenn du die alle berücksichtigst, deine Rechtschreibung und dein Layout gut aussehen und du alle Formerfordernisse zusammen hast, ist es sehr unwahrscheinlich, dass irgendwer kommt und die technische Seite deines Projektes auseinander nimmt. Und selbst wenn - wenn der Rest stimmt hast du immer noch genug Punkte für ein sicheres Bestehen gesammelt. 2: Schau dir in der Prüfungsordnung ebenfalls mal an welche Art Projekte überhaupt genehm sind oder ruf im Zweifelsfall auch mal bei der IHK an. Viele IHKs sind echt freundlich und kennen sich inhaltlich auch aus. Du musst nicht unbedingt eine mega Applikation programmieren. Es gibt zum Beispiel Frontend-Entwickler, die eigentlich "nur" ein Design mit CSS und Frameworks gebaut haben. Ich kenne auch zwei Prüflinge aus München, die haben tatsächlich für ihr Projekt nur ein Lastenheft erstellt. Schau mal, was am ehesten noch in die Richtung geht, in der du Erfahrung hast und wo dir dein Unternehmen ggf. auch helfen könnte. Auch FiSis scripten heute ja ne Menge egal ob mit Python oder sei es "nur" Bash. Mach dich also mal schlau, was alles geht und such dir das raus, was für dich passt.
  8. Ich habe nur mal die Suchfunktion bemüht, konnte aber nich sehen, dass das Video hier schon mal gezeigt wurde: (Falls es schon mal verlinkt wurde sorry, konnte jetzt auch nicht alle 100 Seiten durchsehen XD) Finde ich sehr schön recherchiert und zeigt einige (plausible) Zusammenhänge auf. Heute habe ich in der Zeitung von der IHK gelesen, dass Fachkräftemangel 2020 für sie das größte Thema sein wird. Angesichts dessen, was die Reportage zeigt, was ich selbst schon erlebt habe und mir von Kollegen (m/w) zugetragen wurde und was hier immer wieder berichtet wird, kann ich das nicht verstehen. Gut, wenn ein Unternehmen davon redet, dann mag da hintergründige Interessen haben und mehr Marketing sein. Aber warum springt die IHK auf den Zug auf? Ein bisschen Ahung sollten die doch auch haben, dass der Fachkräftemarkt eben nicht "leergefegt" ist, sondern viele Fachkräfte einfach keine Stelle passend zu ihrer Qualifikation und dem zu erwartenden Gehalt finden können.
  9. Ich denke du solltest deine aktuelle Motivation nutzen um deine "Haben-Seite" zu erweitern. Sprich du solltest dir selbst eine vernünftig weit gefasste Perspektive suchen und dir in der Zeit selbst Kompetenzen aneignen, so weit es dir möglich ist. In der IT wird viel Wert darauf gelegt, was für konkrete Fähigkeiten du mitbringst. Fähigkeiten sind neben beispielsweise Programmiersprachen auch Problemlösungskompetenzen etc. Ich denke viele doktorn unnötig viel an der Formulierung von diesem und jenem herum. Und klar man kann das was man hat auch gut und schlecht verkaufen. Aber deutlich wertvoller wirst du für Unternehmen, wenn du einfach mehr zu verkaufen hast. "Be so good they cant ignore you" Anstatt dann dein Leben im Text hin und her zu biegen kannst du mehr Platz des Anschreibens damit füllen, welche Skills du hast und welche Probleme du damit lösen kannst. Und wenn das erst mal einen gewissen Umfang erreicht hat (Umfang kann auch heißen dass du im Web-Stack HTML, CSS, JS und eine Hand von Frameworks ganz grundlegend beherrschst) hast du im Anschreiben sowieso nicht mehr wirklich Platz für andere Dinge.
  10. @InTheVoid Hast du denn in deiner Bewerbung oder im Gespräch deine Gehaltsvorstelluingen mal angesprochen? In Betrieben ohne Tarifvertrag und/oder ohne Betriebsrat ist der Arbeitgeber ja an nichts gebunden. Also wird er sicher nicht von sich aus mit einem hohen Gehalt kommen. Ich würde erst mal ganz konkret ansprechen, dass deine Gehaltsvorstellungen bei X(wie liegen deine Vorstellungen egtl?) für eine normale 40 Stunden-Woche liegen. Danach noch anmerken, dass an Hand der Überstunden-Regelung wohl eher mit 43,5 Stunden pro Woche zu rechnen ist und du entsprechend nochmal 9% Aufschlag für angemessen hältst. Vielleicht sagen sie nein, aber das ist dann ja auch nicht mehr wild. Das Grundproblem ist aber einfach, dass manche Firmen deine Arbeit wertschöpfend nutzen können und andere nicht so richtig. In einer Agentur ist die Webseite oder die App nun mal "nur der Rahmen" für das eigentliche Marketingprodukt. In einem kleinen Unternehmen in dem du und drei Kollegen "die IT" sind seid ihr auf dem Papier nur eine Kostenstelle (die dem Unternehmen noch viel größere Kosten spart, aber das liest sich aus den Zahlen leider nicht so eindeutig heraus). Entsprechend versuchen derartige Firmen oft mit den Gehältern zu knausern, weil ihnen IT-Fachkräfte erst mal wenig "wert" sind. Abgesehen von der Firmengröße wird dir das bei Siemens, Microsoft etc. einfach aus dem Grund weniger passieren, weil du 1. ganz konkret und in Zahlen messbar eine Leistung für den Kunden erbringst die 2. sehr teuer (oder zumindest deutlich teurer als eine Webseite für die keiner viel zu zahlen bereit ist) an den Kunden verkauft wird.
  11. Selbstständiges lernen ist auf jeden Fall wichtig. Man muss aber auch bedenken, dass das Feld IT und auch Anwendungsentwicklung extrem breit ist. Für Open Source Programmiersprachen gibt es extrem viel Material. Bei einigen proprietären Sprachen gibt es aber extrem wenig weshalb verfügbare Materialen oft ne Stange Geld kosten. SAP und SAP-Entwicklung beispielsweise im Selbststudium zu lernen ist extrem schwer allein schon weil du zu Hause wohl kaum so ein System haben wirst und auch im Betrieb (leider) oft keine Test-Systeme vorhanden sind wo man mal was probieren könnte. Abgesehen davon geht es ja nicht nur um Syntax und grundlegende Konzepte. Es geht ja oft auch um Best-Practices, Design-Patterns und einfach sehr komplexe Konzepte die alle ineinander greifen. Sowas ist im Selbststudium ebenfalls extrem schwer sonst müsste keiner mehr für ein Informatik-Studium in die Uni. Abgesehen davon gibt es auch immer wieder Technologien und Frameworks die einfach neu sind und/oder sich so schnell ändern, dass nicht mal die offizielle Dokumentation hinterher kommt. In meiner alten Firma haben wir Angular sehr früh adaptieren wollen, sind letztlich aber an einer gewissen Grenze gescheitert, so dass wir letztlich doch ein teures, mehrtägiges Seminar für die Mitarbeiter buchen mussten. Es hat also alles irgendwo seine Grenzen.
  12. Glückwunsch erst mal! Kannst ja irgendwann nochmal posten wie es so weiter gegangen ist. Von Agenturen hört man ja auch viel schlechtes.
  13. Ich selbst hatte tatsächlich noch nie einen Probearbeitstag. Ich wurde wenn dann immer direkt eingestellt ? Das Problem ist eher, dass viele vielleicht einen Probearbeitstag als Arbeitnehmer mitgemacht haben und sich dann allerhand Zeug zusammenreimen und auch missverständliches auffassen und dann viele Halbwahrheiten weitergeben weil sie glaube, sie sprechen aus der Praxis. Ich war bereits mehrfach im Betriebsrat und in der Juingedvertretung tätig und habe Probearbeitstage bereits auf Arbeitgeberseite mitorganisiert, damals allerdings noch nicht im IT Bereich. ( Der Vollständigkeit halber: ich bin kein Anwalt für Arbeitsrecht!). Aber dazu nochmal folgendes: Viele Arbeitnehmer kennen und verwenden die Begriffe synonym. Tuen leider auch einige Firmen und Personaler, wobei letzteres schon ein schlechtes Zeichen ist. Rechtlich gesehen sind Schnuppertag(e) bzw. Praktika abgegrenzte Begriffe von Probearbeit. Der Unterschied ist das, was ich schon angesprochen hatte: bei Probearbeit ARBEITET man, man wirkt wertschöpfend im Unternehmen mit oder erledigt im Zweifelsfall einfach Tätigkeiten, die auch ein normaler Angestellter erledigt. Hier ist es absolut empfehlenswert für den Tag einen irgendwie gearteten Vertrag abzuschließen, denn die Tätigkeit muss vergütet werden, ggf. bei der Berufsgenossenschaft angemeldet werden und der Arbeitgeber haftet versicherungstechnisch wie bei einem Angestellten (ausgenommen ggf. Personen im ALG I / II Bezug das ist immer etwas besonders). Schnuppertage/Praktika, fallen unter sogenannte Anbahnungsverhältnisse. Die sind nicht vergütungspflichtig und du bist auch nicht über den AG versichert sondern über deine PRIVATE Unfallversicherung(so du eine hast!) Und klar, so lange nichts passiert hat man auch kein Problem mit Unkenntnis und Nachlässigkeiten. Aber falls nun auf dem Arbeitsweg und während des Tages etwas passiert schaut die Versicherung im Zweifel sehr genau auf den Versicherungsfall. Wenn du beim Unfallhergang dann Schnuppertage und Probearbeit durcheinander wirfst fragt die Versicherung im aller günstigsten Fall nochmal genau bei dir nach, wenn du Pech hast lehnt sie den Fall einfach ab und verweist dich auf die Versicherung vom Arbeitnehmer oder die vom Arbeitnehmer auf deine private Unfallversicherung. Oder du wirst nicht verwiesen und die Versicherungen versuchen kaspern das über Monate (oder Jahre) untereinander aus und so lange wartest du auch auf die Leistung. Vielleicht ist auch ein Kollege in der neuen Abteilung der innerlich schon gekündigt hat und mal beim Zoll anfragt, ob dein Probearbeitstag denn angemeldet war weil er hat gesehen dass du dieses und jenes ja schon gemacht hast und das muss ja sicher bezahlt worden sein.... Und beim Thema Schwarzarbeit und Steuern, wo dem Staat ja Geld entgehen könnte sind die auf einmal sehr genau. Klar sind das jetzt alles viele WENNs und WENN nichst passiert merkst du davon garnichts. Aber WENN was passiert hast du meistens schon genug Probleme und wenn dann Versicherung, Zoll oder sonst wer kommen und von dir Erklärungen wollen die ganz genau formuliert sein wollen und du dann erst merkst, dass du die Hintergründe nicht wirklich kennst kanns sehr schnell sehr blöd ausgehen und ggf. landet man bei nem Anwalt mit exorbitantem Stundenlohn. Darum wäre mein Tipp: Wenn dir nicht gesagt wird was genau an dem Tag gemacht wird, aber der Arbeitgeber konkret sagt "Probearbeit" dann würde ich von Probearbeit auch ausgehen, nochmal das Gespräch mit dem Arbeitgeber/Personaler suchen und für den Tag um einen Probearbeitsvertrag bitten.
  14. Nicht prinzipiell, da ja auch nicht sicher ist, ob du wirklich produktiv etwas tun musst/sollst. Darüber kann man sich dann Gedanken machen, wenn es wirklich dazu kommt und ggf. auch danach. Wichtig ist nur, dass du dann einen Nachweis hast, was du an diesem Tag getan hast. Was aber wirklich ein Problem ist, ist das Fehlen eines Vertrages, denn im Nachhinein kann das für die Versicherung (Weg von- und zur Arbeit, Arbeitsunfall etc.) wichtig sein und ggf. auch Probleme mit Berufsgenossenschaften und sonstigem bringen falls hernach Fragen auftauchen.
  15. Ich bin damals im 3. Lehrjahr von München nach Erlangen an die Berufsschule gewechselt. Das Gebäude fällt zwar fast zusammen und die alte Mensa habe ich sehr vermisst, aber ich habe Erlangen als sehr kompetente, freundliche und kulante Schule in Erinnerung behalten. Thematisch hatte bei mir das 3. Lehrjahr wenig Bezug zum 2. In AP wurde PHP und später SQL gemacht. PHP war wohl auch schon im 2. Lehrjahr ein Thema. Man sollte wohl schon mal einen XAMPP-Server bedient haben. Im Bereich VS ging es um Rounting sowohl mit Cisco Hardware, als auch unter Linux. Im 2- Lehrjahr wird hier wohl schon öfter mit dem Cisco Packet Tracer gearbeitet. Wenn du dir den für zu Hause schon mal runterlädst und dir anschaust dann wird dir das sicherlich helfen. In Deutsch geht es hauptsächlich um eine fachliche Präsentation mit viel Feedback, was beim späteren IHK-Vortrag auf jeden Fall sehr helfen kann. Ansonsten ist das eigentlich fast alles neuer Stoff der nicht zwingend auf dem vom 2. Lehrjahr aufbaut. Entsprechend hatten wir auch keine Zusammenfassungen nochmal erhalten.

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