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Carwyn

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Über Carwyn

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  1. Carwyn

    Nr. 352 - von Broten, Serien und Hulkwyn

    Hat man an Deinem IG-Feed gesehen.
  2. Carwyn

    Nr. 352 - von Broten, Serien und Hulkwyn

    Morgen. Hmpf! Tanzprobe morgen fällt aus, weil die Räumlichkeiten spontan belegt sind. Dabei hab ich mich so darauf gefreut.
  3. Carwyn

    Nr. 352 - von Broten, Serien und Hulkwyn

    Einen temporären Auslandsaufenthalt könnte ich mir auch gut vorstellen, ja. :)
  4. Carwyn

    Nr. 352 - von Broten, Serien und Hulkwyn

    Dies. Ich hänge inzwischen so an Düsseldorf, dass Wegziehen mir nur sehr schwer fallen würde. Da müsste schon besonderes passieren, dass ich weit aus der Gegend wegziehen würde.
  5. Carwyn

    Nr. 352 - von Broten, Serien und Hulkwyn

    Wäre am Ende trotzdem kein gewinnbringender Trade-Off für mich. :D
  6. Carwyn

    Nr. 352 - von Broten, Serien und Hulkwyn

    Morgen! @LiLSista1988Kanada klingt schön. Wohin? In den francokanadischen Raum oder in den anglokanadischen? @abby Feiertag? So einen Schweinskram gibt's hier in NRW nicht!
  7. Carwyn

    Diskriminierung, Abgrenzung und Schubladen

    Wow, okay, halt, halt, halt! Ich habe den Thread getrennt, nicht jk86 - und meine Überschrift scheint bei einigen von Euch gleich Beißreflexe auszulösen. jk86s Frage hierzu war gerechtfertigt und auch völlig in Ordnung, sie in dieser Weise im Forum zu stellen. Ich habe den Thread damals extra abgetrennt, weil er ein neues Topic innerhalb des Vorstellungsgespräche-Topic war, aber legitim war. Zudem es auch für andere spannend sein kann, zu überlegen, was man dort tun kann. Ich möchte hier eine vernünftige Diskussion sehen und kein Bashing, sonst ist der Thread schnell wieder zu! Ich dachte eigentlich, hier könnte man erwachsen diskutieren. Abgesehen davon ist jk86 hier NICHT alleine trans* in diesem Forum und die Vermutung dass nicht noch andere hier wären, liegt unter anderem an Reaktionen wie Deiner, Arvi, weil sie genau vor solchen Reaktionen Angst haben. Das Herunterspielen des Problems, die Annahme, man würde es den Leuten geradezu aufdrängen, die Erwähnung der Menge an trans* Menschen im Vergleich zur Mehrheitsgesellschaft. Ich versuche es mal zu erläutern, indem ich Dinge aus meinem Erfahrungsschatz mit einbringe. Fangen wir mal mit dem Anfang an: Zahlen sind schwierig zu erfassen, die Statistik ist da schwierig. Man geht in Deutschland von einer Prävalenz von 0,6% an Personen aus, die trans* sind. Das sind in etwa 490.000 Menschen. In einer Großstadt wie Düsseldorf wären das bei 600.000 Einwohnern alleine 3600 Menschen. Ich halte das nicht für wenig. Die Menge an Anträgen zur Vornamens- und Personenstandsänderungen steigt in den letzten Jahren deutlich an. Auch das Vorkommen von trans* Kindern in Schulen ist weitaus häufiger zu beobachten als es in den Jahren zuvor der Fall war. Trans* Personen (und gerade trans* Frauen) haben im Vergleich zu Schwulen und Lesben noch eine weitere Problematik - gerade im Beruf. Sie müssen es kommunzieren. Als ich meinen sozialen Wechsel in der Firma hatte, war es notwendig, dass alle Bescheid wissen. Damit sie mich richtig ansprechen. Damit sie nicht verwirrt sind und sich überrumpelt fühlen, wenn ich von dem einen Tag auf dem anderen in anderer Erscheinung in der Firma auftrete und damit keine andere Frau einen Rappel kriegt, wenn ich auf einmal auf der Damentoilette auftauche. Wir müssen die Leute mitnehmen - und das ist alles andere als schön. Weil man eigentlich selber kein großes Ding daraus machen möchte. Aber das ist kein Aufdrängen, das ist Schadensvermeidung. Oft wissen Firmen gar nicht, wie man so etwas strukturiert unterstützt. Nicht jeder Mensch hat so viel Glück wie ich, dass ich das Ganze mit Rückendeckung von der Firmenleitung kommunizieren konnte. Im Büroalltag wurde ich gerade zu Anfang durchaus auch von Kolleginnen und Kollegen gefragt, ob ich die Operation schon gemacht habe oder ob ich sie will. Das ist Neugierde, ja. Aber es wurde da von meinen Geschlechtsteilen geredet, die im Büro nicht zur Debatte stehen sollten. Im Fahrstuhl glotzte eine Kollegin aus einer anderen Abteilung schamlos auf meine Brüste, lächelte und sagte: "Hey, da kommt ja schon was!" Eine Kollegin hatte mit einer anderen Kollegin ein Gespräch, wo es um mich ging und die andere meinte, ich würde mich ja gar nicht "wie eine richtige Frau" anziehen. In allen Fällen habe nicht ich das zum Thema gemacht, sondern die anderen. Mir war eher wichtig, wieder die Arbeit zum Thema zu machen, weil ich auch von meiner Seite den Eindruck vermitteln wollte, dass bis auf Name, Pronomen und Erscheinungsbild alles wie bisher ist. Was ich will ist nicht, dass man das alles sofort versteht und nicht nachfragt. Aber ein Mindestmaß an Menschenverstand zu verstehen, dass ich, wenn da auf der Bewerbung Fr. Carwyn steht, auch als Frau angesprochen werden sollte. Dass keinerlei Fragen zu meinem Körper gestellt werden und nicht meine geschlechtliche Zuordnung im Vordergrund steht, sondern meine Kompetenzen. Wenn man sich nicht vorstellen kann, dass sowas getan wird, dann liegt das vor allen Dingen daran, dass man selber nicht davon betroffen ist. Ihr wollt nicht wissen, welche Fragen teilweise Rollstuhlfahrer*innen in Bewerbungsgesprächen kriegen. Was sich fremdländisch aussehende anhören müssen. Ja, es ist egal ob ich asiatisch bin, im Rollstuhl sitze oder trans* bin (oder die Kombination aus den unterschiedlichen Dingen), es werden Fragen gestellt werden auf Grund unserer Normabweichung. Aber die bitte in Grenzen, die dem gesunden Menschenverstand entsprechen. Dann komme ich auch gerne mit dem Verständnis entgegen, dass einfach Unwissen da ist, was ich gerne helfe, auszuräumen. Bis hierhin war es auf Bewerbungen und/oder den Arbeitsalltag bezogen. Jetzt würde ich gerne mal aus meinem Alltag erzählen. Ich lade gerne ein, mir einen Tag lang hinterher zu laufen. Ca. 5-10m Abstand. Hört Euch bitte die Menschen an, was sie sagen, schaut Euch an, wie sie mich wertend angucken oder von oben bis unten tuscheln. Wenn Ihr Glück habt, kriegt Ihr mit, wie ich ganz offen auf der Straße beleidigt werde von einem wildfremden Menschen. Ihr könnt Euch dann auch gerne ein Bild davon machen wie "krass anders" ich aussehe (Spoiler: Ich sehe ziemlich langweilig aus, halt nur ein klein bisschen widersprüchlich und habe eine Tenorstimme - wer da genaueres wissen will, mich kennen einige aus dem Forum persönlich und dürfen gerne ihre Eindrücke hier schildern). Oder wenn ich am Pförtner einer Einrichtung meinen Personalausweis vorlege, damit er mich in die Anwesenheitsliste für den Termin einträgt und trotz weiblichen Namen im Personalausweis zuerst doch Hr. Carwyn hingeschrieben wird. Wenn Ihr das einen Tag mitgemacht habt und die Gespräche, die ich mit Fremden habe, gehört habt, die mich als erstes fragen ob ich einen Penis hätte - dann werde ich Euch sagen, dass es mich vergleichsweise milde trifft und es bei anderen, mit weit weniger guten Voraussetzungen deutlich übler trifft. Ich bin kein Opfer. Ich weigere mich eins zu sein. Ich weiß mich oft verbal zur Wehr zu setzen und die üblen Sprüche prallen inzwischen bei mir ab, weil ich die Motivation dafür kenne. Ja, ich provoziere durchaus auch damit, dass ich nicht 100%ig eindeutig bin. Aber ich kann das ab, habe mir ein dickes Fell angearbeitet und sehe meinen Auftrag auch darin, Sichtbarkeit zu zeigen. Das geht mit dem Bewusstsein einher, dass ich dafür auch mal Dinge erlebe, die man nicht braucht. Ich habe aber auch den Rückhalt, die Sicherheit und das Selbstbewusstsein, mehr davon auszuhalten, als viele andere. Zumal ich auch leicht dafür sorgen kann, dass ich in der Masse untergehe und weit mehr Ruhe bekomme(Zumindest von Transphobie und Homophobie. Dafür bekomme ich dann Sexismus ab. Auch schön.). Das bedeutet aber auch ein Anpassen und damit in vielen Fällen auch ein Verstellen und ein Verkleiden. In vielen Fällen kleide ich mich so, dass ich "passe", aber mich auch dabei wohlfühle. Das ist aber ein Luxus, den nicht jede trans* Person hat. Andere können sich aus vielen unterschiedlichen Gründen nicht so geben, dass die "Andersartigkeit" nicht auffällt. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht ärgere, dass Leute es als legitim erachten, mir so etwas zu sagen oder mich so etwas zu fragen. Das heißt nicht, dass ich mich ärgere wie unfassbar schnell das Urteil fällt, dass man sich über mich lustig machen darf oder dass ich ein potentiell schwaches Opfer sei, an dem man sein angeschlagenes Selbstbewusstsein hochziehen kann. (Was übrigens immer spannende Effekte nach sich zieht, wenn sie merken, dass sie falsch damit lagen. *g*) Im Büro oder bei Bewerbungen kommen dann noch Machtverhältnisse dazu, die dafür sorgen, dass Du Dir manchen Spruch verkneifen musst. Wichtig hierbei: In allen Fällen habe ich trans* oder gar meine Geschlechtsteile nicht selbst zum Thema gemacht. Ja, ich weiß, wenn ich normabweichend aussehe, muss ich mich nicht wundern wenn Leute gucken oder im Gespräch verwirrt sind. Das ist mir bewusst. Aber eben auch da gibt es Grenzen. Ein kurzes, neugieriges Schauen ist völlig im Rahmen und ich verstehe nichts mehr als das, weil mir so etwas natürlich selber passiert. Ein Nachfragen, weil meine Stimme so tief ist, ob etwas mit mir wäre? Klar, warum nicht? Kurze Antwort, Thema durch. Alles andere fällt unter "Würdest Du das jeden anderen auch fragen?". Nein? Gut, dann frage es auch nicht. Zur Ausgangsfrage mit der alles anfing: jk86 wollte wissen, ob es andere im Forum gibt, die auch trans* sind und wie sie es in genau dieser Branche bei Bewerbungsgesprächen gehandhabt haben. Mit dem Ziel zu wissen, wie am sinnvollsten beiden Seiten das Gespräch einfacher machen kann, um dann auf das Wesentliche zu kommen: Die Bewerbung auf eine Stelle und die Kompetenz der bewerbenden Person.
  8. Ich würde sagen, dass die Schnitte anders sind. Wenn ich mir einen Hosenanzug auf Maß anfertigen würde, dann wäre der Blazer vom Schnitt schon anders als das Jacket eines Mannes. Hüftbetonter, mehr die Sanduhrenform wiedergebend, nicht so weite Ärmel, engere Hose. Das ganze dann so angepasst, dass meine durch die Geburt männlichen Körpermerkmale (breitere Schulter, kleineres Becken) versteckt werden und die Silhouette weiblicher wirkt. Gleiches kann man beim beim Kauf eines Männeranzugs auf Maß bei weiblichem Körperbau annehmen - nur umgekehrt eben.
  9. Carwyn

    Diskriminierung, Abgrenzung und Schubladen

    Kein Problem. Themen getrennt, hier könnt Ihr nun weitaus freier diskutieren.
  10. Moderative Anmerkung: Die Seitenstränge der Diskussion wurden herausgezogen und in den hier verlinkten Thread verschoben. Hier bitte on Topic bleiben was Bewerbungsgespräche als trans*/inter*/nicht-binäre Person angeht und weiteres im verlinkten Thread diskutieren.
  11. Carwyn

    Diskriminierung, Abgrenzung und Schubladen

    Moderative Anmerkung: Der Thread wurde aus einem anderen Thread erstellt, um eine Seitendiskussion herauszuschneiden und ihr den eigenen Raum zu geben. Ursprungsthread: Bitte Diskussionen, die dort nicht on Topic sind hier weiter führen.
  12. Meistens folgt auf eine Antwort wie "Sprockhövel" dann ein "Nein, wo kommst Du WIRKLICH her?". Das ist der Punkt an der Sache. Und sie kriegt die Frage weit öfters gestellt als bspw. ich. Aber damit machen wir noch ein anderes (durchaus wichtiges) Thema auf, was eher einen Seitenstrang zur Diskussion hier darstellt.
  13. Ich kenne Dich aber auch, wir haben eine freundschaftliche Beziehung und ich weiß im Zweifel, dass Du nachfragst und warum Du nachfragst. Das ist was anderes, als wenn mich jemand fremdes das gleiche gefragt hätte. Das schwierige dabei ist glaube ich, zu sehen aus welcher Intention etwas kommt und wie man damit umgeht. Ich gehe im ersten Moment von Unwissen aus und der Möglichkeit, es zu klären. Eskalieren kann das immer noch, wenn mir dann klar wird, dass die Fragen zu persönlich werden und die Person das eher aus Ignoranz oder Ablehnung macht. Tatsächlich der Schnitt und die Passform und was darüber auch kommuniziert wird. Einen Hosenanzug trage ich gerne mal. Einen Männeranzug würde ich nicht anziehen wollen (Bühnensituationen jetzt mal ausgenommen). Alleine schon, weil ich darüber das falsche kommuniziere.
  14. "The more you know" Das Dilemma ist auf beiden Seiten. Der Wunsch der Wertschätzung und das nicht erklären müssen auf der einen Seite, die schiere Menge an Dinge über die Kolleg*innen, Personalkräfte Bescheid wissen müsste (neben trans*/inter*/nicht-binär) auf der anderen. Die erste Zielgerade für mich wäre erst einmal, dass sowohl die Personen, die sich bewerben, ein Verständnis aufbringen, dass nicht alles auf der anderen Seite schon bekannt sein muss und man ggf. proaktiv einen Rahmen schaffen muss, während die andere Seite eine Sensibilität mitbringen muss, zu wissen, welche Fragen und Behauptungen nun schon grenzüberschreitend sind - und da gehört eigentlich einfach nur gesunder Menschenverstand dazu. Ihr glaubt allerdings nicht, wie viele den nicht zu haben scheinen oder ihn einsetzen. Die in vielerlei Variation gestellte Frage ob ich meinen Penis noch hätte habe ich eigentlich schon in jeder Situation gestellt bekommen. Meist ohne einen sinnvollen Grund zu haben, das zu fragen außer "Ich bin nur neugierig". Das gleiche gilt auch für die asiatisch aussehende Freundin von mir, die sowohl immer wieder gefragt wird, wo sie wirklich her kommt wie auch Komplimente dafür bekommt, dass sie ja so gut Deutsch kann. Sie ist in Deutschland geboren und aufgewachsen... Ich würde liebend gerne Sensibilisierungsworkshops für Unternehmen machen, in denen Basics vermittelt werden und so die Leute darauf vorbereitet sind, ohne sich selbst damit zu beschäftigen, welche Lektüre geeignet ist oder sich privat dazu weiter fortzubilden. Auch Broschüren zu dem Thema können hilfreich sein, die direkt an Unternehmen gerichtet sind. Auch hier ist allerdings der Haken dabei, dass die Unternehmen dann anfragen müssten, was als ersten Schritt bedeutet, das auch für sich als notwendig anzusehen. Da ist es dann meist der "Kind in dem Brunnen"-Effekt, wie wenn eine Schule sich erst dann meldet, wenn eine trans* Person als Schüler*in da ist und man erst dann merkt, dass sie Hilfe brauchen. Das ist zwar gut, aber für eben jene trans* Person im Zweifel schon zu spät, nachdem sie Mobbing sowohl durch Mitschüler*innen wie Lehrkräfte erfuhr.
  15. Ganz wichtiger Punkt, den ich auch vorhin schonmal heraushob. Es kommt am Ende immer auf die Person an. Wir sind unglaublich verschieden und ich spreche Dir bspw. auch nicht Deine Erfahrungswelt und Deine Perspektive ab. Ich weiß allerdings, dass wir mit anderen Augen darauf schauen, unsere Biographien sich stark unterscheiden und auch andere Bedarfe daraus entstehen. Da ich auch beruflich mit unterschiedlichen Personen aus dem Spektrum der geschlechtlichen Vielfalt zu tun habe, sehe ich diese unterschiedlichen Bedarfe, die unterschiedlichen Biographien sowie Nöte und Zwänge, die sich daraus ergeben und die ich ggf. gar nicht habe und sehen würde - was unglaublich bereichernd ist.

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