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Dox

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  1. Das ist jetzt schon der zweite Thread, in dem ich schreibe, in dem ein Berufsschüler für selbstverschuldete Probleme extrem in Schutz genommen wird. Darum möchte ich nochmal die Faktenlage kurz klären: - Der Azubi ist im _dritten_ Lehrjahr als _FIAE_ - In der Klasse haben es 3-4 von 15 Schülern überhaupt geschafft irgendeinen Code hinzukriegen - Bei denen funktioniert der Kram dann nicht mal bei der Präsentation - Es wurde auch gar nicht erst vorher mal getestet auf den dortigen Rechnern (/facepalm) - Es geht um die Programmierung einer Webseite mit ner Datenbankabfrage (im dritten Lehrjahr müsste das trivial sein) - Ich wiederhole nochmal: drittes Lehrjahr FIAE Versetzt euch bitte mal in den Lehrer. Diese Aufgabe sollte ein FIAE-Azubi im dritten Lehrjahr - also kurz vor Schluss - einfach mal ordentlich gebacken kriegen. Wenn dann nur ein Drittel überhaupt was hat (pure Faulheit sich mal in nen simples API einzuarbeiten, oh bitte) und der Teil funktioniert dann nicht mal, dann kann man auch mal die Sechsen verteilen - meine Meinung. Aber natürlich ist es die Schuld vom bösen bösen Lehrer, der die bösen bösen Noten verteilt. Daher meine wirklich ehrlichen Tipps: 1) (Verhältnismäßig triviale) Programmieraufgaben sauber vorbereiten 2) Auf dortigen Rechnern testen 3) Wenn nicht im Unterricht ausführlich behandelt: Google, Wikipedia, Tutorials, Guides, Skripte, Fachbücher usw. 4) Erstmal vor der eigenen Haustür kehren bei Problemen 5) Bei echter, unverschuldeter Unfairness wehrhaft sein - aber ansonsten erstmal eigene Fehler ausräumen Ich komme weder aus Nordkorea, noch aus einem sonstigen Unrechtsstaat. Ich bin ein einfacher Student, der jede Woche verschiedene Abgaben auf Uni-Rechnern vorstellen muss, die bei Nicht-Funktionieren oder Schlampigkeit mit null Punkten bewertet werden. Deshalb ärgert mich die ganze Sache in dem Kontext etwas...
  2. Gelehrt in dem Sinne, dass du ansonsten gnadenlos untergehst, wenn du was nicht auf die Reihe bekommst - ja! Aber gelehrt wird das selbständige Arbeiten nicht, es wird einfach erwartet. Notwendigerweise eignet man sich mit der Zeit eine Methodik an, um sich selbst Dinge in annehmbarer Zeit beizubringen. Zumindest ist das bei uns so. Dennoch kann man von einem Azubi im 3. Lehrjahr erwarten, dass er/sie sich mal in ein API einarbeitet und ein Tutorial durcharbeitet. Es geht hier wie gesagt um eine _Webseite_ mit Datenbankzugriffen. Wenn 11-12 von insgesamt 15 Leuten in einer Berufsschulklasse einfach mal gar nichts hinbekommen bzw. gemacht haben, dann stimmt was an der Arbeitshaltung einfach nicht. Natürlich ist das mit der 6 ärgerlich und der Lehrer hätte vielleicht nochmal kurz darüber gucken können. Auf der anderen Seite hätte man das auch entsprechend vorbereiten können, damit es zeitlich punktgenau eben auch läuft.
  3. Also meiner Meinung nach muss man echt in der Lage sein sich das mal schnell selbst beizubringen. Ich will hier jetzt gar nicht auf die Pauke hauen, aber in einem Informatikstudium wirst du jede Woche in jedem Fach mit deutlich schwierigeren Themen gefordert, die du dir mehr oder weniger selbst beibringen musst. Da hält auch niemand Händchen und da muss die Abgabe eben auch funktionieren, wenn es so weit ist. Und das heißt dann auch im _Vorfeld_ dafür zu sorgen, dass der Kram dann auf den dortigen Rechnern läuft. Sich mal in ein API einzuarbeiten und ein Tutorial/Fachbuch durchzuarbeiten, darf einfach kein Problem darstellen. Eine Webseite mit Datenbankabfrage ist keine Atomphysik. Mir drehen sich echt die Fussnägel hoch, wenn ich hier was von Verklagen des Berufsschullehrers lese. Jungs, Ihr seid im 3. Lehrjahr, sowas muss sitzen.
  4. Wenn du besser als der Rest deiner Klasse bist, dann bilde dich halt nebenbei weiter. Nimm dir Fachbücher mit in den Unterricht. Aber dein Lehrer wird an einer Berufsschule eben nach dem Tempo der Allgemeinheit gehen. An der Uni ist es wieder genau umgekehrt. Da geben die Professoren und Tutoren den (schnellen) Takt vor und entweder lernst du schwimmen oder du wirst gnadenlos untergehen. Habe über Berufsschulen bisher leider nie was Gutes gehört. Teilweise schlafen die Leute da, gucken Filme und lernen einfach nicht viel dazu - zumindest wurde es mir so schon oft berichtet. Woran das liegt, kann ich nicht beurteilen. Aber das theoretische Fundament ist dadurch natürlich meist mehr als dürftig - außer bei Leuten, die sich darüber hinaus wirklich engagieren.
  5. Sieh es doch einfach mal ein, dass dein Verhalten auch nicht so ganz sauber war. Ich höre hier die ganze Zeit nur vom bösen, bösen Lehrer mit den bösen, bösen Methoden. Und mit "Take it like a man!" meinte ich, dass man für das eigene Verhalten auch die Konsequenzen tragen muss. Selbst, wenn sie unangenehm sind. Die Welt funktioniert einfach nicht so, dass man bestimmte Regeln missachtet und dann auch noch selbst das Strafmaß bestimmt. Ich verstehe einfach nicht, was das Problem ist. Du hast die Unterrichtseinheit zu früh verlassen, hast deine Aufgaben nicht nachgucken lassen und sollst die Unterrichtseinheit jetzt wiederholen. Die Konsequenz ist so gewählt, dass ein normaler Mensch keinen Bock hat das ganze nochmal so zu machen. Oder denkst du 3 Minuten länger bleiben wären in dem Sinne angemessen, als dass du einen "Lerneffekt" daraus ziehst? Wie auch immer, die Meinungen scheinen bei dem Thema ja recht weit auseinander zu gehen.
  6. Ich muss mich da leider auch auf die Seite von ChiefWiggum und fisof stellen. Auch wenn jetzt irgendwelche Diktaturvorwürfe kommen oder das Thema so hochgebauscht wird, dass der TE zum Freiheitskämpfer Deluxe erhoben wird. Letzten Endes gab es auf seiner Seite ein Fehlverhalten und da würde ich an seiner Stelle jetzt nicht so ein riesiges Fass aufmachen. Take it like a man! Ich kann an der Uni auch nicht aus meinen Seminaren/Praktikas rausgehen, wenn die Zeit noch nicht rum ist bzw. noch Abnahmen laufen. Wenn ich das dennoch tun sollte, dann muss ich eben auch mit den Konsequenzen leben. Das wäre sicherlich nicht Nachsitzen, aber könnte dazu führen, dass ich den "Spass" ein Semester später nochmal machen darf. Der Lehrer hat einfach das Recht selbst zu entscheiden, welche Maßnahmen er wann ergreift. Ich frage mich sowieso immer, was das für Zustände in den Berufsschulen sind. Ein befreundeter FISI-Azubi erzählt mir da immer die komischsten Dinge. Lernen ist da totale Nebensache und das Tempo, in dem Stoff durchgepaukt wird, ist der reinste Witz. Vielleicht mal ein bisschen weniger Che Guevara spielen und Kinderspielchen mit Schnee machen und mehr auf das Lernen konzentrieren... Ich kann sowieso nicht verstehen, wie hier wohl weitaus ältere Erwachsene einem 22 jährigen Buben einreden wollen, dass er hier die große Selbstgerechtigkeitsnummer abziehen soll - trotz eindeutigem Fehlverhalten. Und am Ende kriegt er dann die nächsten Jahre seiner Ausbildung eventuell dick eine reingewürgt. Wenn er jetzt völlig unschuldig an der Sache wäre, dann könnte ich das wirklich noch verstehen. Aber wenn er sich einfach seine Aufgaben nicht abnehmen lässt vom Lehrer und abhaut, dann kann er sich doch mal samstags 2 oder 4 Stunden auf den Bobbes setzen und die Fachbücher wälzen. Mein Gott, was für eine grausame Bestrafung. Samstags lernen. Buhuu. Darf ich im Studium jeden Samstag und Sonntag auch tun, damit ich vorwärts komme. Sorry für die "Aufregung", aber mir platzt manchmal echt der Hintern, wenn ich soviel Rebellion für solche selbstverschuldeten Pupsangelegenheiten sehe. Und diese Gerede von "geklauter Lebenszeit" - sorry, aber da weiß ich echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Dann nutze die Zeit, bilde dich weiter. Oh Lord!
  7. Hmm, da habe ich wieder ganz andere Erfahrungen gesammelt. Aber gut, jeder lernt auf seine eigene Art und Weise. Natürlich möchte man möglichst viel aus den Vorlesungen mitnehmen, damit man nicht "umsonst" die Zeit reininvestiert. Dennoch steckt der Löwenanteil an Arbeit einfach im Nachbereiten zu Hause. Gerade bei den Mathefächern und der Theoretischen Informatik versteht man während der Vorlesung selbst nur einen Bruchteil der Informationen, die dort auf einen einprasseln. Das läuft dort ja nicht wie in einer klassischen Schulstunde ab, wo im Prinzip jeder auf Nachfrage alles bis ins kleinste Detail erklärt bekommt. Man kann da natürlich schon mal was nachfragen, aber die Profs scheuen sich auch nicht davor, auf das Selbststudium zu Hause zu verweisen. Ich habe mich auch mehr an dem Begriff "Durchkauen" aufgehangen, da meiner Erfahrung nach niemand mit einem etwas von dem Stoff "durchkaut". Man kaut so oder so alles zu Hause im Selbststudium durch oder eben ab und zu mit Kommilitonen. Aber nichts für ungut und viel Erfolg im Studium, Dox
  8. Och, das tut im Prinzip auch keiner an einer Uni/FH im Präsenzstudium. Klar, man kann hier und da mal was nachfragen (Praktika/Seminare) und hört eben die Vorlesung, aber der absolute Monsteranteil eines Studiums ist einfach das Selbststudium zuhause. Von daher entgeht dir da nicht sooo viel, zumindest meiner Erfahrung nach.
  9. Das nenn' ich mal eine Kausalkette :-)
  10. Also ohne Fachabitur bzw. Abitur wirst du kein Studium aufnehmen können. Das was du bisher genannt hast, sind FernSCHULEN. Und ohne entsprechende Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen, wirst du kein richtiges Studium aufnehmen können. Teilweise werben auch andere private Bildungseinrichtungen mit irgendwelchen unakkreditierten Studiengängen. Die Zeugnisse sind dann aber nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Davon würde ich wirklich die Finger lassen.
  11. Wenn es Dir darum geht richtig viel Neues zu lernen, dann versuch das mit dem Studium auf die Reihe zu kriegen. Die theoretischen Inhalte aus den ITA/FISI/FIAE Ausbildungen sind nur ein kleiner Bruchteil der theoretischen Inhalte des Studiums, so dass Du nur sehr wenig doppelt zu hören bekommen würdest. Du hattest ja geschrieben, dass Du nicht alles doppelt lernen möchtests. Während dem Studium könntest du dich sicher auch recht schnell eine Stelle als Werkstudent finden, da Du ja schon die ITA-Ausbildung in der Tasche hast.
  12. Wenn Du ab nächstem Jahr Informatik studieren möchtest (so habe ich das verstanden), dann nutze die Zeit um dich schonmal in Mathematik einzuarbeiten. Wenn Du in Analysis, Lineare Algebra, Stochastik und Diskrete Strukturen schon ein gewisses Grundwissen mitbringst, hast Du wesentlich mehr davon im Grundstudium, als von irgendwelchen anderen Kursen. Das ist vielleicht nicht die schönste Beschäftigung, aber Du wirst es Dir selbst danken.
  13. Dann würde ich mich nochmal fleißig auf den Hosenboden setzen und das Jahreszeugnis verbessern...
  14. Ich verstehe Kwaiken, wenn er sagt, dass so ein generelles Lohndumping sich letztendlich negativ auf alle Beteiligten auswirkt. Aber wenn man mal betrachtet, was der TE für Aufgaben übernehmen soll, dann stell ich mir die Frage, ob er da echt mehr als 30€ pro Stunde verlangen kann. Das sind Aufgaben, bei denen man mit jedem webdesign-interessierten Schüler konkurrieren muss. Das sind mehr so Fummelarbeiten und nichts, wo ein etwas erfahrener Webdesigner/-programmierer wirklich Hirnschmalz einsetzen muss. Dementsprechend denke ich, dass der Stundensatz durchaus angemessen ist.
  15. Je mehr du von diesem "unnötigen Kram" beherrscht, umso höher sind deine Chancen auch mal an Aufgaben zu kommen, die dich nicht zu Tode langweilen und die auch besser bezahlt werden. Ich verstehe ja, dass man als praktisch orientierter Mensch vielleicht nicht so gerne Theorie hört, aber das ist schon ein derber und unnötiger Tiefschlag gegen das Studium.

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