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DerEntwickler

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  1. @allesweg Harte Aussage. Ich verstehe was du sagen willst und ja es gibt diese Fachidioten aber ich würde das nicht so Schwarz-Weiß sehen. Wenn ich als Firma wirklich eine komplexe Datenbankstruktur habe mit mehreren Instanzen, FailOver - Clustern, Hochverfügbarkeit, High - Performance etc. (z.B Big Data Analysen), dann würde ich da keinen Full Stack Entwickler / Allrounder / Generalist sitzen haben wollen, dann möchte ich auch diesen Spezialisten haben, gerade wenn das ganze System geschäftskritisch ist. Natürlich sollte man auch als solcher Spezialisiert vielleicht ab und zu auch mal eine Anwendungsschicht höher coden um einfach mal zu sehen wie es dort läuft um Rückschlüsse auf die eigenen Lösungen zu ziehen. Am Ende das Tages muss das Datenbanksystem ja mit anderen Teilen zusammenspielen. OffTopic: Ja klar sollte man bei mehren 100 Zeilen SQL - Code auch mal das Datenmodell hinterfragen aber Best Practice und Realität sind leider oft zwei verschiedene Sachen. Wir haben SQL Statements mit bis zu 5000 Zeilen Code. Nicht eine einzelne Query aber in einer Stored Procedure. Warum? 1. Weil da teilweise Daten für sehr komplexe Finance / Controlling Reportings aufbereitet werden. 2. Weil die Daten teilweise aus Fremdsystemen kommen. Und diese Fremdsysteme haben teilweise 200 Tabellen pro Datenbank. Auch wenn man wüsste wie das besser geht, man hat halt keinen Einfluss darauf also muss man sich die Daten aus 200 Tabellen zusammenziehen. Daraus entstehen dann solche SQL Codes. -> Ok, ich gebe zu man sollte die Stored Procedure nochmal in kleinere Teilen aufteilen aber trotzdem bleibt es ein zusammenhängendes Konstrukt.
  2. Danke für die interessanten Beiträge, wirklich schön mal zu hören wie es anderen geht. Viele würden sich scheinbar doch als Allrounder bezeichnen und reagieren flexibel auf Anforderungen aber es gibt auch die richtigen Spezialisten (in größeren Firmen bzw. bei spezialisierten Dienstleistern?) Ich finde aber auch die Diskussion scheitert etwas daran weil es keine eindeutige Begriffsdefinition gibt und sich vermutlich auch nicht finden lässt. Jeder versteht etwas anderes unter Allrounder, Full Stack etc. Hier mal meine Definition: Spezialist = Jemand der sich jahrelang mit genau einer Technologie beschäft hat. Ich habe solche Spezialisten kennengelernt, z.B auf einer SQL Server - Performance Schulung. Absoluter Wahnsinn was der zu erzählen hatte. So jemanden braucht man dann um mehrere 100 hoch verfügbare high - performance Datenbankinstanzen zu verwalten. Oder wenn es um SQL Abfragen mit mehreren 10.000 Zeilen -Code geht und das noch mit einer guten Performance. Naja, wie er dann die Daten dann mittels Entity Framework oder ähnliches in eine Anwendung bekommt wusste er aber nicht. Oder Front - End Entwickler die die schönsten Webseiten bauen können aber keine SELECT - Statements schreiben können. Das sind für mich Spezialisten die unheimliches Wissen in genau einem Bereich haben. Full Stack = Jemand der auf einem TechStack (z.B Angular/Typescript/Web API/MS SQL) komplett entwickeln kann. Dazu noch ein kleiner Anteil Projektmanagment. Allrounder / Generalist = Jemand der sich überhaupt nicht an einen TechStack bindet. Wenn eine Technologie gefordert wird dann wird sich eben eingearbeitet. Führt natürlich dazu das Wissen schnell veraltet weil man nie lange bei einer Technologie bleibt. So jemand hat schon mal in allen Bereichen was gemacht (Web/ Mobile / Desktop). Dazu kommt noch ein hoher Anteil Projektmanagement bzw. andere Aufgaben im Softwarelebenszyklus wie Testen / Support usw.
  3. Das würde mich mal näher interessieren. Die Begriffe "Allrounder", "Generalist", "Full Stack" sind ja doch recht schwammig wie wir bisher festgestellt haben. Wie sieht dein Arbeitsalltag konkret aus? Mit welchen Technologien arbeitest du? Wie groß ist deine Firma? Bist du reiner Programmierer und hast jemanden der dir den Projektmanagement-Kram vom Hals hält? Aus meiner Erfahrung würde ich auch widersprechen das in Softwarefirmen / Systemhäusern keine Generalisten gibt. Ich habe meine Ausbildung auch in einer Softwarefirma gemacht. Das war eine kleine 10 - Mann Agentur. Auch hier gab es nur "Full - Stack" - Entwickler und keine reinen Backend/Frontend/Datenbank etc. - Entwickler. Ich würde sogar sagen das hängt ganz stark von Firmengröße ab. Wenn es sehr flexible Kundenanforderungen gibt ist es als kleine Firma (< 100 Mitarbeiter, keine reine Sofwarefirma also nicht 100 Entwickler) doch meistens recht schwer seine Mitarbeiter zu spezialisieren. Es sei denn du stellst deine Firma nach außen so auf das du sagt wir machen z.B nur Webanwendungen mit Angular/Typescript/Asp.Ne Webapi. Wenn die Anforderung nach einer React App (weil der z.B Kunde gehört hat das wäre besser), mobile App, Deskptop Anwendung kommt dann musst das Projekt halt absagen. Aus meiner Erfahrung ist das für kleine Firmen aber auch Problematisch sich so stark einzuschränken. In kleineren Firmen ist der Programmierer auch oft zeitgleich der Projektmanager. Ich weiß nicht wie das bei euch ist aber ich sitze zu 50% in Meetings oder arbeite fachliche Konzepte aus. Wir haben keinen Requirements Engineer, könnten wir einfach nicht bezahlen und der Fachabteilung fehlt das technische Verständnis um die Konzepte detailliert ausarbeiten zu können. Ich stimme aber voll zu das es Bereiche gibt wo eine Spezialisierung unbedingt notwendig ist. Ich nenne da jetzt einfach mal Spielentwicklung, da kann ich etwas mitreden weil ich mich damit 5 Jahre lang als Hobby beschäftigt habe. Für mich unvorstellbar das man da nebenbei noch Webentwickler macht. Auch in der Anwendungsentwicklung gibt es sicherlich komplexe Themen wo ein Spezialist notwendig ist. Im B2B Umfeld bestehen die Kundenanforderungen aber doch meistens aus "CRUD - Applikationen" wo nicht unbedingt die technischen Anforderungen die Hürde sind sondern das fachliche dahinter.
  4. Aus meiner persönlichen Sicht würde ich nicht sagen FullStack - Entwickler = Allrounder. Aber es gibt doch erhebliche unterscheide zwischen reinen Frontend / Backend Entwicklern und eben FullStacks. Ein Fullstack ist ja an sich schon umfangreicher und kann sich daher auch weniger in die einzelnen Technologien vertiefen. Zumindest nicht im Berufsalltag, da muss man dann auch extrem privat hinterher sein. Alleine wenn ich mir nur Xamarin anschaue, da hat sich soviel in den letzten 2 Jahren getan aber ich komme da einfach nicht mehr hinterher weil mir die Zeit fehlt und ich eben auch noch mit anderen Technologien arbeiten muss. Klar könnte ich eine komplette App FullStack mit Xamarin samt Backend (z.b ASP.Net Core WebAPI) und Datenbank entwickeln. Ich habe aber auch schon mit einem Xamarin - Entwickler zu tun gehabt der damit FullTime arbeitet seitdem es das Framework gibt. Der kennt da Tricks und Kniffe in den tiefen des Frameworks, da fehlt mir als FullStack Entwickler einfach die Zeit. Ich muss dann immer Workarounds schreiben mit mehr Code weil ich nicht weiß das es auch anders geht. Das ist halt der Punkt, hat ein FullStack Entwickler eine Chance sich auf eine "Senior Xamarin Entwickler" - Stelle bewerben wenn seine reinen Xamarin Kenntnisse eher nur so Mittelmaß sind und vielleicht auch auf einem Framework - Stand von vor einem Jahr basieren? Angular ja das selbe Spiel, die Release Zeiträume des Frameworks sind so kurz so schnell können wir in der Firma gar nicht upgraden und mit neuen Features kommt man dann meistens erst 1 Jahr später in Kontakt wenn man sie mal braucht. Allrounder geht natürlich nochmal einen Schritt weiter, da gebe ich dir recht. Da kommt dann noch Projektmanagement, Requierments Engineering dazu etc. Gerade daher würde ich mich auch als Allrounder sehen in meinem aktuellen Job. Ich begleite Projekte von Anfang bin Ende und programmiere nicht nur. Wir sind eine kleine Firma da haben wir nicht extra einen der Projektmanagement, RE, Spezifikation etc. macht. Datenbankserver installieren, Hosting etc ist auch alles Teil meiner Aufgaben. Glaube ganz wichtig ist auch folgendes: Arbeitet man als FullStack - Entwickler auf einem TechStack oder mehreren? Es gibt ja Technologien die sehr gut zusammenpassen und oft zusammen eingesetzt werden: MEAN - Stack (NodeJs, Angular, Mongo) oder Angular/Bootstrap/ASP WebAPI...oder wechselt man zwischen völlig verschieden Stacks ständig hin und her bzw. wie kontinuierlich ist das ganze. Wenn ich ein halbes Jahr Angular machen darf aber dann 1 Jahr nicht mehr ist das auch nicht gerade hilfreich. Bleibt man bei einem TechStack kann man sich einfacher aktuell halten. Das spricht mir aus der Seele. Deswegen sage ich mir eigentlich auch immer das mein Jobprofil eigentlich auch nicht so außergewöhnlich sein kann. Wir sind auch eine kleine Firma. Wir können keinen extra Datenbankentwickler, Webentwickler, Azure Entwickler etc. anstellen. Dafür sind die Projekte zu breit gefächert. Gerade in kleinen Firma müssen solche Allrounder eigentlich die Regel sein statt die Ausnahme. Ich danke euch für eure ganzen Kommentare, das hat mir sehr geholfen. Es gibt natürlich viele Faktoren zu berücksichtigen (persönliche Ziele, Alter, Berufserfahrung) und wo man finanziell hin möchte. Natürlich ich mir klar das man als Allrounder nicht an der Gehaltsspitze steht wie ein KI - Spezialist oder jemand der noch die letzte Millisekunde Performance aus einem SQL - Server herausholen kann. Aber das ist auch okay für mich, solange ich allgemein attraktiv bin für den Arbeitsmarkt. Bei der Aussage "Es gibt viele offene Entwickler - Stellen" kam ich eben nur manchmal ins grübeln. Natürlich stehen wir mit unserem Beruf auf dem Arbeitsmarkt gut da, die Welt wird immer digitaler und Entwickler werden benötigt, auch jetzt in einer Wirtschaftskrise. Gleichzeit gibt es aber auch nicht den "Entwickler", der Beruf ist eben hochspezialisiert in unterschiedliche Themenbereiche. Was bringen mir 10 offene Java Stellen als PHP Entwickler? Die Firma muss ja bereit sein mir Zeit zu geben das ich die neue Programmiersprache lerne.
  5. Hallo, ich möchte gerne mal hören wie andere dieses Thema sehen. Ich weiß selber nicht was da richtig oder falsch ist daher bin ich offen für jede Meinung. Ich arbeite als Softwareentwickler und habe eine FIAE Ausbildung. In der Firma, in welcher ich beschäftigt bin, komme ich mit sehr vielen Technologien in Kontakt: C# (WinForms, ASP.Net, weitere Teile des .Net Frameworks), Xamarin, Azure, SQL, Angular / Typescript / Bootstrap, zudem bin ich Ausbilder für FIAE (mit IHK - Schein) Zudem studiere ich noch nebenbei Wirtschaftsinformatik und programmiere zuhause mit Java für Android. Das Problem, bzw. da wo ich immer etwas Bauchschmerzen habe, ist das ich mich in keiner der Technologien (außer C# die Sprache an sich) als Experten bezeichnen würde. Teilweise komme ich mit einer Technologie auch nur für ein Projekt in Kontakt. So geschehen bei Angular. 3 Wochen Angular / Typescript gelernt, 4 Monate ein Projekt umgesetzt und dann jetzt schon wieder 1 Jahr nichts darin gemacht. Somit auch wieder alles vergessen und ich kann AdHoc keine Zeile mehr in Angular schreiben. Manchmal schaue ich mir Stellenausschreibungen an aber traue mich gar nicht mich zu bewerben, weil Häufig ein Programmierer in einer bestimmten Technologie / Framework gesucht wird und da auch schon mehrere Jahre Erfahrung drin hat. Sprich auch mal 2 Jahre am Stück drin entwickelt hat. Was erwartet der Arbeitsmarkt? Stelle ich mich als Allrounder selber aufs Abstellgleis? Teilweise sehe ich meinen Werdegang auch als Vorteil. Ich hatte auch schon mit Entwicklern Kontakt die 10 Jahre nur Javascript gemacht haben oder 20 Jahre nur PHP mit einem bestimmten Framework. Die Fallen dann erstmal auf die Nase (meine Erfahrung, gilt natürlich nicht für alle!) wenn sie mit anderen Programmier / Framework - Konzepten konfrontiert werden. Ich bin es glaube ich gewohnt mich ständig in was neues einzuarbeiten. Allerdings schrecke ich dann vor Stellenanzeigen zurück wo ein "Senior Angular Entwickler" gesucht wird, weil meiner Meinung nach so jemand auch ein paar Jahre Erfahrung in der Technologie haben sollte. In heutigen Softwareprodukten rückt die eigentliche Programmiersprache auch immer mehr in den Hintergrund. Was ist es schon Wert wenn jemand reines C# kann? Ohne WinForms, WPF, ASP.Net, Xamarin etc. kommt man nicht weit, alles baut auf speziellen Frameworks auf. Gleichzeitig tue ich mich aber auch schwer mich auf was zu spezialisieren. Zum einen aus eigenem Interesse weil ich alle Technologien Interessant finde, anderseits aber auch weil man dann wieder seinen Kreis für Stellenangebote einschränkt. Wenn ich mich jetzt auf Angular / Typescript spezialisiere schließe ich wieder 95% der Stellenangebote aus und bin dazu noch gefährdet falls Angular mal nicht mehr so populär ist. Gerade im Web ist es ja ein kommen und gehen mit den Frameworks. Ich danke euch für eure Meinung
  6. Richtig. Mir ist das Thema ja nicht egal sonst würde ich das hier nicht diskutieren. Und solange man sachlich bleibt und mit Argumenten diskutiert bin ich gerne bereit meine Position zu verschieben. - Programmiertests haben wir wie gesagt bereits gestrichen. Es wurde in Erwähnung gezogen weil die meisten Vorkenntnisse besitzen. Es war von vorne hinein keine Anforderung also fragen wir es auch nicht ab. Bis auf das nachvollziehen von logischem Pseudocode (Logikaufgabe eben) - Praktikum / Probetage haben wir auch nochmal intern diskutiert. Alle bei uns waren der Meinung das die Bewerber dann erst recht "Tschüss" sagen. Alleine wenn ich mich in meine damalige Lage als Azubi - Bewerber zurückversetze. Ich hatte mich bei ca. 20 Firmen beworben und hatte bei über 50% Vorstellungsgespräche. Ich hätte mir schon wirklich EXTREM sicher sein müssen das ich da UNBEDINGT arbeiten möchte um soviel Freizeit, neben Schule, dafür aufzubringen. - Ich kann den Einwand absolut verstehen das es verdammt abhängig von der Firma ist wie sich ein Azubi entwickelt. Ich bin da der selben Meinung das in erster Linie WIR investieren müssen. Und ich bin mir sicher das wir eine gute Ausbildung bieten und nicht nur billige Arbeitskräfte suchen. Z.b wird er Schulungen finanziert bekommen während der Ausbildung.Um das vielleicht mal klar ausdrücken falls das bisher falsch rüber gekommen ist. Einen Azubi in Regress nehmen weil er etwas nicht kann tue ich auch nicht, er soll es ja lernen. Nur auf der anderen Seite möchte ich auch eine gewisse Sicherheit haben das sich eine Investition auszahlt (ja Risiko bleibt immer). Vor zwei Jahren habe ich auch noch etwas anders darüber Gedacht aber wenn man dann vielleicht man selbst derjenige ist der diese eventuelle Fehlentscheidung dann vor der Geschäftsführung rechtfertigen muss sieht man das vielleicht etwas anders. Zeit ist Geld (und Schulungskosten sind sogar echtes Geld) und aus betriebswirtschaftlicher Sicht reicht ein einfaches "Hallo guten Tag, was sind ihre stärken / schwächen" einfach nicht. Das mit der Probezeit ist ein guter Punkt, müsste man drüber nachdenken gleich zwei Azubis zu nehmen ansonsten steht man eventuell ohne da. Ein Berufsstarter ist kein Grundschüler mehr. Die Basics sollten einfach da sein. Das sind einfach zwei Welten die man vereinen muss. Auf der einen Seite eine GEWISSE Sicherheit für unsere Investition in einen Menschen aber auf der anderen Seite einen fairen Bewerbungsprozess. Ich sehe daher noch nicht wie wir um einen Test für eine grobe Vorauswahl drumherum kommen. Über das Präsentationsthema denke ich nochmal nach eventuell gibt es Alternativen. Vielleicht ist der Begriff "präsentieren" falsch gewählt. Er müsste sich nicht unbedingt vor einen Beamer stellen etc. aber sich in ein Thema einzuarbeiten und das anderen Personen verständlich rüber bringen zu können finde ich schon wichtig. Das zählt für mich zu den Basics...ich meine die Leuten haben mindestens 10 Jahre Schule hinter sich... und ja auch wenn das einige Leute nicht gerne hören aber sowas grundlegend jemand beizubringen wäre ich nicht dazu bereit. Mir geht es um die, meiner Meinung nach, Basics die man in seiner Schullaufbahn gelernt haben sollte und die grundsätzliche Eignung bzw. das Potential für einen IT - Beruf.
  7. Ich habe mir nochmal Gedanken zu dem Thema gemacht. Ich habe mich entschlossen klassische Programmieraufgaben vollständig weg zu lassen. Ich halte es mittlerweile auch für sinnvoller und fairer wenn alle die selben Aufgaben bekommen. Trotzdem wird es einen Test geben. Auch finde ich wichtig das der Test zu den Bedürfnissen des Unternehmens passt. Wenn ich einen haben will der von Morgen bis Abends nur Code - Zeilen tippt muss ich mir nicht anschauen wie das Potential ist auch mal was zu präsentieren. Bei uns ist es aber z.B so das er auch viel mit den Fachabteilungen in Berührung kommt. Da spielen Soft - Skills schon eine große Rolle. Grob wird es bei uns jetzt so ablaufen: Vor dem Vorstellungsgespräch bekommt der Bewerber ein fachliches Thema zugewiesen welches ohne Programmierkenntnisse und reiner Recherche lösbar ist. Dieses soll er beim Vorstellungsgespräch präsentieren. Getestet werden soll damit wie er präsentiert, ob er sich selbstständig in ein Thema einarbeiten kann und wie gewissenhaft er dabei vorgeht. Thema wäre z.B "Was sind Code - Konventionen, Vorteile, Wieso / Warum, Beispiele". Natürlich haben wir Verständnis wenn die Präsentation nicht perfekt ist! Aber ich denke man kann schon erkennen ob sich jemand dabei total unwohl fühlt oder ob da Potential drinnen steckt um es weiterzuentwickeln. Es ist einfach ein wichtiges Thema bei uns im Unternehmen. Dann beim Vorstellungsgespräch wird es noch einen kleinen MC - Test geben. Dieser ist noch nicht fertig definiert aber es wird eine Aufgabe mit Pseudo - Code geben. Er muss dazu keine Programmiersprache können. Da steht dann sowas wie "WENN WERT = 1 DANN xyz". Also einfach ob er logische Abläuft nachvollziehen kann. Über ein Schnuppertag / Pratikum diskutieren wir aktuell noch. Aber für eine grobe Vorauswahl wird das erstmal reichen.
  8. Hallo, vielen Dank für die ganzen Meinungen...auch wenn kaum einer auf meine eigentliche Frage eingegangen ist Sicherlich hat jede Meinung ihre Berechtigung und man kann das Thema von unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Daher hier nochmal mein Input zu einigen Punkten. - Praktikum für Bewerber: Ja an sich eine super Idee. Es bietet die besten Möglichkeiten um einen Bewerber zu "beleuchten". Aber nicht bei > 20 Bewerbern. Wenn nach der Vorauswahl 2 übrig bleiben und man kann sich nicht zwischen den beiden Entscheiden dann ja. Eine Vorauswahl muss aber erfolgen. - Alle sollten die gleichen Tests haben um eine Vergleichbarkeit zu erreichen: Ja das stimmt eigentlich. Aber auf der anderen Seite, sollte ich einen Realschul - Abgänger gleich behandeln wie jemanden der bereits 4 Semester Informatik studiert hat oder eine schulische zweijährige IT - Ausbildung abgeschlossen hat? Wenn jemand in seinen Lebenslauf schreibt "gute Kenntnisse in Java" dann würde ich das schon gerne mal sehen. Finde diesen Punkt aber sehr interessant und wichtig. Hat jemand weitere Meinungen hierzu? - Risiko das der Azubi trotz aller Tests nichts taugt: Ja lässt sich nicht vermeiden aber das Risiko lässt ich verkleinern. - Wenn man die Einstiegshürde künstlich hoch legt, braucht man sich über "Wir bekommen keine Azubis" nicht wundern. Absolut. Der Arbeitsmarkt im IT Bereich ist aktuell sehr Arbeitnehmer - Orientiert. Gerade als Entwickler hat man viele Optionen. Aber muss ich als Unternehmen deswegen gleich vor jedem Bewerber vor die Knie gehen und betteln das er bei uns arbeiten möchte? Fakt ist leider auch das es nach wie vor auch viele "weniger Leistungsstarke" Bewerber unter den potentiellen Azubis gibt. Als Unternehmen möchte ich doch natürlich zumindest jemanden aus dem oberen Bereich haben. Immerhin wirkt sich die Leistung der Mitarbeiter langfristig auch auf die Qualität und den Erfolg den Unternehmens aus. Zudem ist ein Azubi immer ein Investment der seinen ROI erst nach einer gewissen Zeit erreicht. Und ein Investment ist auch ein Risiko das man dann 3 Jahre lang betreuen muss. Um das vielleicht mal etwas aus der betriebswirtschaftlichen Sichtweise zu betrachten. Ich finde schon das man als Unternehmer das Recht und die Pflicht hat einen Bewerber zu beleuchten (über ein normales Bewerbungsgespräch hinaus). Das man das nicht übertreiben sollte mit 3 Gesprächsrunden etc. ist klar. Und ja... im Zweifel habe ich lieber keinen Azubi wenn keiner überzeugen kann. Es geht nicht darum den perfekten Azubi zu finden und das Risiko komplett zu vermeiden aber die Chance einen ROI zu erreichen sollte irgendwo da sein und es gibt leider genug Bewerber wo das sicherlich nicht der Fall ist.
  9. Moment mal! Ich habe es vielleicht etwas schlecht formuliert. Wir setzen es nicht voraus! Aber bei denjenigen die es bereits können kann man es vielleicht anwenden um die Problemlösungskompetenz zu überprüfen. Das wäre dann wenigstens Praxisnah und nicht irgendein abstraktes Gedankenspiel. Es kommen genauso Bewerber in Frage die noch nicht programmieren können. Für diese eignet sich das natürlich nicht aber da finden wir dann was anderes.
  10. Hallo, wir sind in der Auswahl für FIAE Azubis für das Jahr 2019. Wir möchten den Bewerbungsprozess natürlich nicht unnötig lang, kompliziert und abschreckend gestalten aber ein "normales" Bewerbungsgespräch halten wir auch nicht für ausreichend. Wir möchten schon gerne etwas abchecken ob wir ihn 3 Jahre lang bei uns haben möchten (und natürlich gerne auch darüber hinaus). Die meisten Bewerber haben bereits Vorkenntnisse im Bereich Programmierung. Daher wäre unsere Idee Programmieraufgaben zu stellen. Dabei geht es uns aber nicht darum eine spezifische Sprache abzufragen oder Wissen in einem konkreten Framework zu testen. Die Programmiersprache könnte der Bewerber frei wählen. Es geht mehr darum die Problemlösungskompetenz zu überprüfen. Hat jemand von euch vielleicht Ideen für kreative Programmieraufgaben? Wo man etwas grübeln muss? Natürlich auch nicht zu schwer Die Programmieraufgaben sollten mit einfachen internen Sprachmitteln lösbar sein (also nichts wofür man unbedingt Angular etc.benötigt). Eine Konsolenanwendung wäre völlig okay. PS: Wir setzen Programmierkenntnisse nicht voraus! Diese Art die Aufgabenstellung wäre aber vielleicht für diejenigen sinnvoll welche bereits Vorkenntnisse mitbringen. Für die anderen Bewerber finden wir andere Tests.
  11. Ich werde dann auf jeden Fall unser Ergebnis posten. Wir müssen das jetzt aber erstmal intern bewerten. Es hat uns aber schon mal die Augen geöffnet und viele Punkte stimmen auch wenn man mal etwas den Blickwinkel verschiebt.
  12. Wir werden ab nächstem Jahr ausbilden. Ein Schritt in die richtige Richtung, leider etwas zu spät. Danke an Alle für euren Input! Ich werde jetzt nicht einzeln auf die Punkte eingehen. Es ist einfach mal interessant wie externe das sehen. Oft hat man selber vielleicht einen Tunnelblick wenn man selber in dem Unternehmen ist welches sucht. Wir werden sicherlich über den ein oder anderen Punkt näher nachdenken.
  13. Hallo zusammen, es gibt hier ja schon einige Threads zum Thema Fachkräftemangel aber ich würde gerne mal spezifisch über unsere Situation diskutieren. Wir haben letztes Jahr einen Junior C# Entwickler eingestellt, viel Zeit investiert um ihn einzuarbeiten, jetzt wo er nahezu selbstständig arbeiten kann (und seine Arbeit auch wirklich gut macht) verlässt er das Unternehmen (private Gründe). Ist natürlich doof. Also sind wir wieder auf der Suche nach einem Junior Entwickler. Das Problem ist, es bewirbt sich keiner! Bereits für den jetzigen haben wir damals fast 12 Monate gesucht. Wir sitzen bei Frankfurt am Main also nicht ländlich wo man sagen könnte das sich deswegen keine Bewerber finden. Mittlerweile haben wir auch unsere Suche auf Werkstudenten ausgeweitet um die Lücke zu füllen aber selbst da sieht es eher schlecht aus. In den 1,5 Monaten wo die Stellenanzeige jetzt läuft gab es eine "halbwegs" brauchbare Bewerbung aus fachlicher Sicht. Leider hat es menschlich nicht gepasst (wollte mehr "chillen" statt arbeiten). Von Leuten die behaupten es gäbe keinen Fachkräftemangel höre ich immer folgendes: - Die Firmen sind doch selber schuld wenn sie so wenig bezahlen => Wir wären ja schon glücklich wenn sich jemand bewerben würde und wir eine Gehaltsverhandlung führen könnten - Ihr beschränkt euch nur auf Junior und schließt ältere aus => Ja aber das Aufgabengebiet ist eben für einen Junior. Sollen wir einen 45 Jährigen mit 25 Jahren Berufserfahrung einstellen der dann von einem 25 Jährigen diktiert bekommt was er zu tun hat? Mag sein das dies in Einzelfällen funktioniert aber in der Regel tut es das nicht und würde die Arbeitsatmosphäre im gesamten Team zerstören. - Euer fachliches Profil ist zu eng gesteckt / zu anspruchsvoll => Nein ist es nicht. Wir würden sogar Java Entwickler nehmen und auf C# umschulen. Deswegen mal die Frage in die Runde: Ist der Arbeitsmarkt an Entwicklern wirklich so leer oder könnt ihr uns Tipps geben was wir besser machen können / bzw. auf was man achten sollte? PS: Die Stellenanzeige schicke ich euch gerne per PN. Ich möchte hier nicht gerne das Unternehmen öffentlich mit reinziehen.
  14. Hallo @Goulasz dein beschriebener Ablauf ist korrekt. Was ich suche geht aber über eine einfache Geokodierung hinaus. Ich suche tatsächlich einen Dienst der eine Adresse standardisiert (also jegliche Schreibweise in eine einheitliche Form bringt) und prüft ob es diese Adresse auch gibt (z.B ob es die Hausnummer in der Straße überhaupt gibt). Solche Dienste gibt es. Sie werden von jedem Online-Shopping Unternehmen und Postdienstleister verwendet um die Zustellung von Paketen sicherzustellen. In der USA werden solche Dienste extra zertifiziert. (https://en.wikipedia.org/wiki/Coding_Accuracy_Support_System) Also kein Dienst der eine Adresse einfach in GPS - Daten umwandelt sondern wirklich in eine länderspezifische standardisierte Form bringt und auf existenz überprüft (Geodaten lieferen diese Dienste meistens als Beifang mit dazu). Als Beispiel kannst du dir das mal anschauen: https://smartystreets.com/ => Darauf verlassen sich DHL und Amazon
  15. Hallo, ich bin auf der Suche nach einem Anbieter welcher einen Webservice bereitstellt um Adressen zu standardisieren & validieren. Also das man im Prinzip eine Adresse in 25 unterschiedlichen Schreibweisen (Str. Straße, Strasse etc.) eingeben kann und immer das selbe zurück bekommt. Außerdem sollen fehlende Bestandteile ergänzt werden. Ich habe bereits eine Recherche durchgeführt und mehr als 20 Anbieter gefunden. Bevor ich diese näher prüfe, würde ich gerne mal in die Runde fragen welche ihr so kennt? Jede Nennung ist willkommen, auch wenn ich den Anbieter bereits in meiner Liste habe. Besonders interessiert bin ich an günstigen Anbietern. Es müssen 50.000 Anfragen pro Monat durchgeführt werden und der günstigste bisher lag bei 1.800€ im Monat. LG

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