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Probleme im Ausbildungsbetrieb


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Hallo lieber FIs,

vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps für meinen Azubikollegen und mich ...

Wir befinden uns seit August 07 in Ausbildung und werden eigentlich grundsätzlich nur für Handlangerarbeiten und Support missbraucht.

Unsere Firma ist Ende 07 pleite gegangen und wurde von einem anderen Unternehmen gekauft. Eine Besserung ist bisher nicht eingetreten. Von ursprünglich 10 Azubis in verschiedenen Bereichen sind wir beide die letzten, die

noch nicht gewechselt haben.

Seit Anfang des Jahres haben wir eigentlich bisher nur folgende Arbeiten getätigt.

Inventarisierung per Hand (unter jeden Rechner kriechen und die SN aufschreiben)

Rechner angeschlossen, Kabel verlegt, Software installiert, Mäuse und Tastaturen ausgetauscht, mehrere Wochen Hardware von A nach B und dann wieder von B nach A rumgeschleppt (fast jeden Tag), das RZ aufgeräumt (grundsätzlich jede Woche, da die restlichen Kollegen nur schlampen), demnächst müssen wir den Keller ausmisten usw.

Alles alles grundsätzliche Sachen, die jeder kann, wer einen PC zu Hause hat.

Arbeiten an der AD, Konfig der Cisco Hardware, ASAs usw... rein garnichts!

Dazu nöllt unser Chef uns an, dass wir nichts tuen würden, und wenn mal nichts zutun ist dann müssen wir eben die Tischen im RZ wischen, staubsaugen oder Kabel ordentlich drehen.

Uns wurde eine Teststellung gegeben, aber an der wurde bisher kaum was getan, da wir dauernd eingeplant werden und wir Azubis die einzigen in der Abteilung sind, die Support für über 350 MA machen und dauernd für andere Tätigkeiten eingeplant werden.

Unser neuer Chef ist erst seit ein paar Monaten Cheffe und möchte anscheinend alles besser als gut machen. Selbst wenn wir teilweise tagelang den Laden selbst geschmissen haben weil er entweder krank ist oder Nachschicht gemacht hat (und die AEs sowieso nur coden ;) würd sich dauernd über Arbeit beschwert ("Ihr habt zwar eure Aufgabe (Rechner umbauen) erfüllt, aber ihr müßt die perfekt erfüllt haben" (???!). Schulungen oder sonstige Unterweisungen gibt es nicht.

Hinzu behauptet unser Chef dauernd Sachen vor unseren Ausbildungsleiter, die wir nie gesagt haben.

Jetzt haben wir gerade zum Wochenende noch ne Mail bekommen, wa ich auf Grund unserer Leistungen (auch objektiv gesehen) eine echte Sauerei finde:

"Hallo zusammen,

ich möchte von euch beiden ab Montag bis auf weiteres ein Minutenprotokoll für jeden Tag haben. Dabei dokumentiert ihr minutengenau und detailliert euren Tagesablauf inklusive Pausenzeiten. Diese Protokolle gebt ihr kurz vor Feierabend bei mir zur Kontrolle ab und ich werde diese abzeichnen. Bevor die Dokumente nicht unterschrieben sind, geht keiner von euch nach Hause.

Dies ist eine Anweisung und keine Bitte! Abweichungen oder bewusste Falschinformationen werde ich dabei nicht dulden."

Irgendwelche Tipps?

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Also das mit dem Tagesprotokoll könnt ihr nichts machen. Nur das ihr vor unterzeichnung dieses Protokoll nicht gehen dürft würd ich jetzt mal anzweifeln am besten an die IHK wenden.

Wenn du meinst, das ihr zu wenig für die Ausbildung macht wie Konfiguration von Hardware (Router, Swichte etc.) dann wendet euch einfach an die IHK die wird euch dann sagen was ihr da machen könnt. Problem dabei ist, der Chef wird sagen er wird sich bessern, nur passiert dies in 1 von 1000 Fällen.

Also tretet mit euer IHK in Verbindung und schildert denen euer Problem die können euch da sicherlich weiterhelfen

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hi....

ihk anrufen > beschweren und neuen ausbildungsbetrieb suchen würde ich mal sagen.. die spinnen doch..

Hab ich auch schon überlegt.

Ich meine, ist selbstverständlich das mal solche Arbeiten anfallen. Wir haben uns auch nie beschwert, aber das geht jetzt schon knapp ein Jahr so. Das frustriert wirklich nur noch. Besonders wenn man dann solche Vorwürfe hört oder solche Mails bekommt, die wirklich nur darauf abzielen uns irgendwie zuärgern :/

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Also das mit dem Tagesprotokoll könnt ihr nichts machen. Nur das ihr vor unterzeichnung dieses Protokoll nicht gehen dürft würd ich jetzt mal anzweifeln am besten an die IHK wenden.

Wenn du meinst, das ihr zu wenig für die Ausbildung macht wie Konfiguration von Hardware (Router, Swichte etc.) dann wendet euch einfach an die IHK die wird euch dann sagen was ihr da machen könnt. Problem dabei ist, der Chef wird sagen er wird sich bessern, nur passiert dies in 1 von 1000 Fällen.

Also tretet mit euer IHK in Verbindung und schildert denen euer Problem die können euch da sicherlich weiterhelfen

Also ich empfinde das wirklich als Demütigung (auch vor dem Rest der Mitarbeiter) wenn ich konstant mit einem Block rumlaufen muss, und minutengenau notiere, was ich wo mache.

z.B. 14:30 - 14:35 Uhr Toilettengang

Tageszusammenfassungen. Kein Ding... aber minutengenau?!

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also bei der ihk ausheulen bringt erstmal garnichts. das sind auch nur bürokraten und mehr nicht (selbst erfahren).

ich würde mal behaupten, dass das alles reine schikane ist um euch beide "los zu werden". der arbeitgeber kann und darf euch nicht kündigen also sollt ihr von euch aus gehen. ist anscheinend sehr offensichtlich.

da euer ausbildungschef/abteilungsleiter oder was auch immer das sein mag, genau weiß das ihr das protokoll nicht zu 100% genau machen könnt und dann aus seiner sicht seine aufgaben nicht erfüllt habt könnte er so fieß sein und euch eine abmahnung ausstellen. nach der zweiten ist glaube ich eh die möglichkeit einer kündigung gegeben?! vielleicht wird im moment darauf spekuliert.

gibt es denn bei euch keinen betriebsrat oder sowas?

und mal eine kritische frage nebenbei: ihr seid die letzten beiden? wieso habt ihr nicht mitgewechselt? schon bewerbungen geschrieben?

mit der ihk würde ich nicht mit der tür ins haus fallen, bringt euch nur nachteile wenn ihr keine möglichkeit des wechsels habt! rache ist blutwurscht, somit spart euch diesen effekt so lange auf, bis ihr nicht mehr dort arbeiten müsst!

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Ich würde mir das auf keinen Fall so einfach bieten lassen. Falls ihr eine Rechtsschutzversicherung habt bzw. über eure Eltern Mitversichert seid, solltet ihr euch auf jeden Fall bei einem Anwalt Informieren inwiefern das rechtmäßig ist.

Des weiteren unbedingt genau in euren Bereichtsheften und "Tagesprotokollen" genau auflisten was ihr gemacht habt (bei letzterem auch die schon genannten Toilettenbesuche, Naseschneuzen was auch immer) um bei einer evtl. Klage beweismaterial zu haben.

Des weiteren würde ich mir auf jeden Fall einen anderen Ausbildungsbetrieb suchen. Zum einen werdet ihr dort sicherlich nicht übernommen (und wollte es vermutlich auch nicht), zum anderen kommt auch irgendwann die Abschlussprüfung in der ihr auf das, was ihr eigentlich hättet lernen sollen, angewiesen sein werdet.

Sprich: Zweigleisig fahren und sich zum einen um die eigene Zukunft kümmern, zum anderen dafür sorgen, dass diese Saftsäcke nicht einfach so davon kommen.

Eine gute Methode ist es auch, zu gegebenem Zeitpunkt Öffentlichkeit herzustellen. Es gibt genügend Lokalzeitungen, die sich für einen "Überwachungs/Mobbingskandal und Azubi Ausbeutung" interessieren dürften.

Was immer ihr auch macht: Auf jeden Fall jeden eurer Schritte genau überlegen und sich vor allem nicht alles bieten lassen.

Dim

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Moin moin,

das Ihr Minutenprotokolle schreiben sollt ist zwar auf den ersten Blick ärgerlich, auf den berühmten Zweiten jedoch ist es Eure Chance nachzuweisen, dass in dem Betrieb offensichtlich auf Ausbildung, so wie sie eigentlich vorgesehen ist, fast gänzlich verzichtet wird.

Da Euer Chef täglich die Protokolle unterschreiben möchte, kann er dann jeweils ein zweites Exemplar für Eure Unterlagen unterschreiben. Darauf würde ich sogar bestehen. Es gibt auch keinen vernünftigen Grund Euch dieses zu verweigern.

Wenn dieses Spielchen dann einige Zeit gespielt wurde, habt Ihr exelente Unterlagen, die dann auch Eure zuständige IHK interessieren dürften.

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in welcher firma arbeitet ihr eigentlich.. wenn ich mal fragen darf? :)

Ich denke mal jeder hier kann nachvollziehen, wenn ich die Firma hier (noch) nicht beim Namen nenne. Alles zu seiner Zeit :)

Den Teamleiter zum Chef zumachen war ein eindeutiger Fehler. Ich werde morgen früh konstant jeden blöden Gedanken und jede noch so mickrige Tätigkeit (Rechner einschalten, Schluck Wasser trinken usw) aufschreiben.

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Moin moin,

das Ihr Minutenprotokolle schreiben sollt ist zwar auf den ersten Blick ärgerlich, auf den berühmten Zweiten jedoch ist es Eure Chance nachzuweisen, dass in dem Betrieb offensichtlich auf Ausbildung, so wie sie eigentlich vorgesehen ist, fast gänzlich verzichtet wird.

Da Euer Chef täglich die Protokolle unterschreiben möchte, kann er dann jeweils ein zweites Exemplar für Eure Unterlagen unterschreiben. Darauf würde ich sogar bestehen. Es gibt auch keinen vernünftigen Grund Euch dieses zu verweigern.

Wenn dieses Spielchen dann einige Zeit gespielt wurde, habt Ihr exelente Unterlagen, die dann auch Eure zuständige IHK interessieren dürften.

Wir haben bisher auch Tagesberichte geschrieben, was auch sinnvoll war, da man diese direkt ins Berichtsheft übernehmen konnte (was wir übrings aus zeitgründen auch zuhause machen).

Aber dieses Aktion ist anscheinend nur dazu gedacht uns irgendwie zunerven. Ich habe wirklich keine Ahnung, welche idiotische Motivation dahinter steckt.

Ja, Bewerbungen sind geschrieben. Sieht sehr gut aus.

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  • 2 Wochen später...
freut mich für dich!

na dann... bei welcher firma bist du denn momentan? :)

Na, die Firma ist eigentlich kein Ausbildungsbetrieb. Auch wenn es so aussieht, als würden sie z.Zt. daran arbeiten (leider zuspät ;)

Deswegen wäre es nicht fair, wenn die Firma jetzt diskreditieren würde. Besonders wo keine akute Gefahr für zukünftige Azubis besteht.

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hehe so drastisch hätte ich das nicht formuliert, allerdings in angemessener form, dass ich solche kontrollen für unangebracht finde.

nichts desto trotz glückwunsch zum neuen betrieb, habe am 1.9. dann auch meinen wechsel vollzogen.

hätte mich auch stark interessiert, wie der betrieb heisst :)

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  • 2 Wochen später...
  • 6 Monate später...

Ach, um mal den alten Thread aus dem Grabe zu holen.

Ausbildung im neuen Betrieb (Computacenter Kerpen) ist soweit super! Kann ich nur jedem empfehlen. Die Firma arbeitet konstant an Verbesserungen bei der Ausbildung. Man merkt an jeder Ecke, dass selbst die Geschäftsführung hinter dem Konzept der Ausbildung steht.

Habe am Freitag erfahren dass mein alter Chef (auf den ich hier letztes Jahr eingegangen hier bin) fristlos gekündigt wurde. Anscheinend gibt es doch noch ein bisschen Gerechtigkeit in dieser Welt ;)

So far,

Ray

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Moin,

freut mich zu hören! Wünsche Dir alles Gute.

Magst Du uns jetzt sagen bei welchem Betrieb du vorher warst? ;)

Die Firma heißt TheBEECompany und ist in Krefeld, Düsseldorf und Mannheim vertreten.

Alle von mir getätigten Aussagen beziehen sich auf fachliche Fehler während der Ausbildung. Es werden keine Namen genannt noch wird die Firma auf einer professionellen Ebene defamiert.

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