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Problem Berufsschule - Anwendungsentwicklung


sOL1d

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Hey Leute,

dachte mir ich schreibe mal schnell da ich ein bisschen gefrustet bin. Ich lerne IT-Systemkaufmann und bin mit meiner Ausbildung so wie mit meinem Betrieb zu 200% zufrieden. Es könnte nicht besser sein, wäre da nicht die Berufsschule und das Fach Anwendungsentwicklung.

Ich habe wirklich KEIN Vorwissen gehabt und habe mich darauf gefreut an dies Thema herangeführt zu werden. Jedoch kam für mich sehr schnell eine Ernüchterung. Los ging es mit Excel, was ich nicht weiter schlimm fand. Auch Strukogramme und Programmablaufpläne waren okay. Danach ging es dann zu C# über,...

In der ersten Stunde bekam ich einen Zettel auf denTisch gelegt auf dem der Quellcode von einem Taschenrechner drauf stand und der erste Satz meines Lehrers war: "Wie ihr ja alle wisst wird über den Construktor und die Klasse,..." Ich habe hier ein paar Jungs sitzen die es können, aus dem abgebrochenen Studium kommen oder es Hauptsächlich in der Firma machen. Ich jedoch habe noch nie damit zu tun gehabt und war nun dabei mich langsam in alles ein zu arbeiten. Das reichte jedoch nicht aus, da es mehr wie bei einer Wiederholung durch die Themen ging. Kontrollstrukturen, Arrays, Mehrdimensionale Arrays, Methoden, Klassen, Sortierferfahren, Bubble Sort, Vererbungen,... :(

Am Anfang bin ich ja noch ein bisschen hinterher gekommen aber nun habe ich den totalen Überblick verloren weil das Tempo immer so weiter geht,...ging es zufällig jemandem ähnlich? Ich bin echt gefrustet. Gerade weil unserer Lehrer auch immer wieder erwähnt wie "einfach" das ganze doch ist. Wenn ich dann gucke was für mich Prüfungsrelevant ist sehe ich nur Sachen wie Struktogramme etc.

Habe ich vielleicht falsche Ansichten was das angeht, oder könnt ihr mir eventuell ein bisschen Recht geben?

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Hallo,

bei uns ist es ähnlich, ich bin gerade dabei meinen Informatikkaufmann zu machen und SEA (wie es bei uns heißt) wird sehr Intensiv durchgenommen. Bei uns in Baden Württemberg sind der Informatikteile in der Prüfung recht schwer. In den meisten fällen ist das aber nur eine Aufgabe die abgefragt wird. Es gab aber auch Jahren in denen nur Strukturgramme abgefragt wurden.

Der Vorteil in den Prüfungen (gleich welches Bundesland) ist, das du die Aufgabenstellung in jeder dir bekannten OOP absolvieren kannst.

Es ist auch nicht Ziel das du an Schluss Programmieren kannst, sondern das du anhand einer OOP Dinge wie Methoden, Klassen, Vererbungen lernst.

Viele Grüße

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Das Problem ist ja, dass wir in Anwendungsentwicklung nichts anderes mehr machen. Aufgaben über Aufgaben zum Thema C#. Warum wir das Thema so stark ausgeweitet anstatt darauf ein zu gehen ALLE Schüler auf ein Niveau zu bringen. Das wundert mich eben und ist meiner Meinung nach total am Ziel vorbei. Mein Lehrer spricht auch so, als wäre Anwendungsentwicklung das "einzig-Wahre" und spricht über Systemadministration immer sehr herablassend.

Als erste Aufgabe sollten wir ja den Taschenrechner machen, wo ich drum gebeten haben doch erst mal mit "Hello World" anzufangen. Da wurde ich bloß angegrinst und bekam "Das ist unter meinem Niveau" zu hören. Nicht wirklich ermutigend.

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Klingt, so wie du ihn beschreibst, unglaublich pädagogisch begabt der Gute.

Das Gefühl "irgendwie fehlt mir da was" hatte ich während der Ausbildung im Bereich AE jedoch auch und lässt sich, wenn man sich den Rahmenplan mal anschaut und man ausserhalb der Berufsschule nichts mit AE zutun hat leider aber auch nicht vermeiden.

Zudem ich das "Glück" hatte in einen AE-Berufschulunterricht zu rutschen wo FiSis und AEs zusammen unterrichtet wurden und wo die Schere zwischen jenen, die damit täglich arbeiten und jenen, die das Ganze nur ein bis zweimal die Woche zu Gesicht bekommen dramatisch auseinanderging.

Da hilft dann, leider, nur Nachpauken. Compiler Zuhause ziehen, sich ein gutes Grundlagenbuch, dass nicht zu Tief in die Materie geht (man ist ja bemüht, überhaupt mal Anschluss zu finden), zu holen und die Grundlagen einzutrainieren.

Bei C# fängt man spätestens an zu schwimmen, wenn man geistig einem Unterrichtsthema hinterher hinkt. Und, egal ob Blockunterricht oder nicht, bei einigen Tagen "Inputpause" ist selbst das bisschen, dass man in den Kopf bekam wieder weg.

Ich habe zwar mit "Hello World" angefangen C# zu lernen, auf ein Niveau, bei dem man von einer produktiven Nutzung sprechen könnte kam das in unserem Berufschulunterricht aber leider auch insgesamt nie. Es bleibt bei den Grundlagen die, wie vieles, vor allem durch Praxis erst richtig sitzen.

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Habe ich vielleicht falsche Ansichten was das angeht, oder könnt ihr mir eventuell ein bisschen Recht geben?

Wie wäre es mit dem Naheliegensten: Bei den Lehrer gehen und ihm sagen, dass sein Stoff eben NICHT jeder kann und er sein Tempo etwas drosseln soll. Im Unterricht fragen, fragen, fragen. Notfalls zweimal erklären lassen. Nerven. Nicht locker lassen. Klassenkameraden, die ebenfalls Probleme haben, mit ins Boot nehmen. Zusammen fragen und nerven. Der Lehrer frisst euch nicht, er darf euch nicht mal beißen.

Wenn das alles nichts bringt und der Lehrer nix einsieht: Eine Instanz höher gehen und dort auf den Tisch hauen.

Du hast eine Ausbildung bekommen und dich im Bewerbungschaos durchsetzen können. Jetzt scheiterst du daran, vor einem Lehrer den Mund aufzumachen? :upps

Seid ihr verschreckte Karnickel mit Papiertüten überm Kopf oder vernünftige, erwachsene Menschen?

Es gibt da was ganz tolles, das sich Selbstvertrauen nennt. Solltest du mal ausprobieren, kommt immer gut.

Bearbeitet von Määhd Sheep
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Du hast eine Ausbildung bekommen und dich im Bewerbungschaos durchsetzen können. Jetzt scheiterst du daran, vor einem Lehrer den Mund aufzumachen? :upps

Seid ihr verschreckte Karnickel mit Papiertüten überm Kopf oder vernünftige, erwachsene Menschen?

Es gibt da was ganz tolles, das sich Selbstvertrauen nennt. Solltest du mal ausprobieren, kommt immer gut.

Ich war der jenige, der seinen Mund aufgemacht hat. Genau wie du es oben beschreibst habe ich es getan. Irgendwann hieß es ich würde mit dem Fragen den Laden aufhalten und auch meinem Lehrer habe ich gesagt das es zu schnell geht. Das hat ihn genau einen feuchten Dreck interessiert. Leider stehe ich wenn ich eine Instanz höher gehe recht alleine da. Wir sind 12 Berüfsschüler wovon 4-5 wie ich nichts verstehen. Aber KEINER von denen würde etwas sagen oder äußert sich dazu. Die machen den Mund nicht auf und ich kann sie dazu auch nicht motivieren. Habe ich alles schon versucht.

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Also erstens gehts ja nur um eine Berufsschulnote (halb so wild) und zweitens: Warum nimmst du dir nicht einen Crack aus der Klasse und lässt es dir von dem erklären? Ich hab damals auch ein paar anderen Nachhilfe in Programmieren gegeben. Nicht jeder versteht es so leicht und schnell wie andere.... da kannman sich doch untereinander helfen :) Dafür spendierst du halt das Bier. Und dann lass den Lehrer Lehrer sein, den siehst du eh nicht mehr wieder nach der Schule :) Also immer Positiv denken :)

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Ich bin noch Azubi zum IT-System-Kaufmann und ich hatte drei Jahre das gleiche Problem, ich bin zwar mit Hilfe mitgekommen im Unterricht alleine war ich hingegen aufgeschmissen.

Naja drei Jahre habe ich fast nur 4 - 5 in diesem Fach kassiert, aber ich hab die schriftliche Prüfung trotzdem mit ner 3 insgesamt geschafft. In der Firma hatte keine Berührungen mit Anwendungsentwicklung.

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Bin auch IT-Systemkauffrau im 3.Lehrjahr.

Ich habe das selbe Problem mit AE.

Im ersten Lehrjahr stand ich noch auf ner 3. Im 2.Lehrjahr auf ner 4 und jetzt wirds nur noch ne 5.

Ich komm einfach nicht mehr mit. Und auch unser Lehrer ist ein ***** vor dem Herrn. Gelernter Programmierer interessieren ihn die Kaufleute in der Klasse nen feuchten Dreck.

Ich habs aufgegeben. Für den einen Block im März werd ich mir den Buckel nicht mehr krumm machen.

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Ich habs aufgegeben. Für den einen Block im März werd ich mir den Buckel nicht mehr krumm machen.

Ich habe es auch schon aufgegeben. Ich habe ja nicht mal Blochunterricht, sondern jeden Montag. Da komme ich nach einer Woche in die Schule und habe in der Zeit genau NICHTS mehr damit zu tun gehabt und hatte auch nicht wirklich Zeit dafür. In meiner Firma habe ich auch gernau NICHTS damit zu tun. Die Zeit mich groß damit auseinander zu setzen fehlt mir auch.

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Die Zeit mich groß damit auseinander zu setzen fehlt mir auch.

Dann schaff dir Zeit und lern/wiederhohl zu hause evtl. mit Hilfe von jemanden der es kann. Als FIAE war der Unterrricht für mich ok, aber wir hatten auch Leute in der Klasse, die mit dem Tempo nicht mit kamen. Mal hat der Betrieb eine zusätzliche Schulung bezahlt oder Zeit zum Üben während der Arbeit eingeräumt. Andere haben Lerngruppen gebildet und zusammen gelernt.

In der jetztigen Weiterbildung zum staatl. gp. Betriebswirt, wird der IT-Unterricht für manche "zu schnell" durchgeführt. Wenn wir aber auf diese "warten" würden, dann gäbe es kein Vorran kommen mehr. Auch hier hat sich eine Lerngruppe gebildet und die zeigt Wirkung.

Du mußt von dir aus mehr tun, sonst wird das nichts.

Gruß Pönk

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Ich habs aufgegeben. Für den einen Block im März werd ich mir den Buckel nicht mehr krumm machen.

Ob das die richtige Einstellung ist, wage ich zu bezweifeln. Immerhin ist das dann ein Zeugnis, welches du in den ersten Jahren deines Berufslebens vorzeigen musst.

Im Endeffekt diene Entscheidung, aber ich würde mir nochmal überlegen, ob ich nicht doch nochmal mich reinhänge

Die Zeit mich groß damit auseinander zu setzen fehlt mir auch.

Dann muss man sich halt am Wochenende auch mal hinsetzen und lernen. Ist zwar doof, wenn die ganzen Freunde grad in die Disco gehen wollen, und man selbst daheim am Lernen ist - aber das ist DEINE Ausbildung. Damit bestimmst du dein zukünftiges Leben, also auch mal auf den Allerwertesten setzen.

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Dann muss man sich halt am Wochenende auch mal hinsetzen und lernen. Ist zwar doof, wenn die ganzen Freunde grad in die Disco gehen wollen, und man selbst daheim am Lernen ist - aber das ist DEINE Ausbildung. Damit bestimmst du dein zukünftiges Leben, also auch mal auf den Allerwertesten setzen.

Also ich mache am Wochenende eigentlich eh immer was für die Schule, halt auch für alle anderen Fächer. Es geht in darum, dass ich zu lernfaul bin, sondern das ich es nich kapiere. Selbst mit den Unterlagen die wir haben nicht. Ich sitze davor, weiß nicht genau wie ich das Programm aufbauen soll. Ich schreibe es so wie ich es denke und bekomme 20-30 Fehler angezeigt. Wenn ich dann hier und da was "Verbessere" werden es meist nur noch mehr. Nach ein paar Stunden werden die einfachsten Programme nichts. Außerdem kommen in meiner Abschlussprüfung maximal Sturktogramme und Co dran, mehr nicht. Von daher weiß ich nicht was es soll, dass unser Lehrer so übertreibt. Es ist von vornerein halt zu schnell an die Sache ran gegangen und viele bei uns haben den Einstieg nicht mitbekommen.

All meine anderen Noten sind sonst Top, von daher kann eas eher nicht daran liegen das ich zu faul bin.

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Bei uns in der Klasse sieht es nicht viel anders aus, obwohl wir alle Anwendungsentwickler sind.

Wir schreiben in der Schule C#, die meisten programmieren im Betrieb allerdings nicht mal objektorientiert.

Meine Mitazubis und ich hatten Glück gleich zu Anfang der Ausbildung eine private C#-Schulung vom Betrieb zu bekommen.

Der Lehrer versucht sein Möglichstes, den anderen zu helfen, trotzdem ist das Tempo einfach ziemlich schnell.

Wir helfen den anderen wo wir können und haben es so eingerichtet, dass 2-3 von uns "Erfahrenen" 1x die Woche länger bleiben und mit denen wiederholen, die wollen.

Zudem haben wir ein Klassenforum eingerichtet, wo die Erfahrenen Step by Step Tutoriale und Übungen schreiben, Befehle sammeln und erklären etc.

Manche wollen sich halt auch nicht helfen lassen, aber bisher liefs ganz gut.

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