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Hallo erst mal,

ich habe 2006 mein duales Abitur abgeschlossen und mich dann dazu entschieden, es mit einem Studium (Informationstechnik an der Uni und später Informations- und Kommunikationstechnik an der FH) zu versuchen. Am Anfang war das Studium vor allem dafür gut, dass ich möglichst weit von zu Hause weg kann. Aber mit den Vorkursen hat es wirklich angefangen mir spaß zu machen, doch ich befürchte, ich habe zu lange gebraucht um mit der Höheren Mathematik klar zu kommen, weshalb ich sowohl an der Uni nach 3 Semester, als auch an der FH nach 6 Semestern durch Mathe bzw. Messtechnik raus geprüft wurde.

Ich stehe jetzt also ohne Studium da und bin am überlegen wie ich weiter machen soll. Ich habe während des Abiturs eine Ausbildung zur Technischen Assistentin für Informatik gemacht, was zwar schön und gut ist, mir aber meines Wissens auf dem Arbeitsmark nicht viel bringt. Ich habe aufgrund der Ausbildung zwei Praktika gemacht, eines davon war freiwillig, das andere pflicht. Neben dem Studium hab ich mir mein Geld als SHK im administrativen Bereich (Systemadmin und Webadmin) verdient.

Da mir diese Arbeit sehr viel Spaß macht und ich wirklich Interesse daran habe, würde ich gerne eine betriebliche Ausbildung als Fachinformatikerin - Systemintegration machen. Leider sind die letzten Prüfungsergebnisse sehr spät raus gekommen, weshalb ich für dieses Jahr nur noch auf einen frei werdenden Platz hoffen kann.

Doch meine Befürchtung ist, selbst wenn ich mit den zweimal raus geprüft im Studium zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werde, muss ich es so rüber bringen, dass ich nicht gleich die Damen und Herren die dem Vorstellungsgespräch beiwohnen, vor den Kopf stoße oder ihnen einen Grund gebe mich direkt wieder vor die Tür zu setzen.

Sollte ich für dieses Jahr keine Ausbildungsstelle kriegen, stehe ich noch vor einem anderen Problem, soll ich dann versuchen für nächstes Jahr noch einen Ausbildungsplatz zu bekommen? Hab ich überhaupt eine Chance gegenüber denen die Jünger sind, bessere Noten haben usw.? Und wie bestreite ich bis dahin meinen Lebensunterhalt. Sicher ich könnte mich auf die faule Haut legen und sagen, naja meine Freundin verdient genug, dass wir wenn wir ein wenig sparen über die Runden kommen, aber das möchte ich nicht. Ich möchte zumindest etwas zu unserem Lebensunterhalt beitragen.

Ich habe mitbekommen dass hier viele Leute sind die solche Dinge aus den verschiedenen Perspektiven beleuchten können, weshalb ich mich schlussendlich entschieden habe doch mal einen Thread auf zu machen, nachdem ich eine ganze weile, nur mit gelesen habe. Meinungen würden mich von allen interessieren, egal ob selbst Auszubildender, selbst Suchender, Ausbildern, Prüfern, evtl. sind hier ja sogar Leute bei, die selbst Auszubildende einstellen und wissen worauf man achten sollte.

Alles in allem wäre ich euch jedenfalls sehr dankbar, wenn ihr mir eure Meinungen mitteilen würdet.

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Jetzt sofort bewerben anfangen, klar bist du inzw. bisschen spät dran, aber ich hab vor 2 Jahren meine Ausbildung auch erst Mitte Oktober angefangen (und inzw. auch schon abgeschlossen ;) ) und hatte auch 8 Semester studiert ohne nen Abschluss zu haben.

Bewerb dich es sind noch Stellen frei, erklär den Leuten beim Vorstellungsgespräch was schief gelaufen ist und ab geht die Post :)

Du bist nicht zu alt und es ist noch nicht zu spät...

Die Vorkenntnisse wiegen die verlorene Zeit zwar nicht 100% auf, aber natürlich hast du super Chancen - du musst aber aktiv werden und das so schnell wie möglich :)

Viel Erfolg und lass mal von dir hören wies gelaufen ist

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Die ersten Bewerbungen sind bereits draußen, mittlerweile ist auch die erste Absage da. Das ich aktiv sein muss ist mir klar, es ging mir vor allem drum einen gewissen Eindruck davon zu bekommen wie Sinnvoll es ist, das mit der Ausbildung wirklich zu versuchen. Bin nach einem Gespräch im Chat gestern, am überlegen, dass ich für den Fall das ich jetzt nichts mehr kriege, versuche irgendwo in ein Praktikum rein zu kommen und mich für nächstes Jahr halt zu bewerben. Wenn das Praktikum bezahlt ist, sollte es möglich sein, damit ein Jahr zu überbrücken.

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Alles ist besser als rumsitzen, und denk immer dran: Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht - blos nicht den Kopf hängen lassen ;)

Kannst du in weitem Umkreis suchen bzw. bist du überhaupt nicht Ortsgebunden?

Falls ja würd ich mich bundesweit mal informieren, ich habe von vielen (auch größeren - großen) Firmen gehört, dass sie dieses Jahr nicht alle Azubi Plätze besetzen konnten, es sind also noch Stellen da, musst sie nur finden :)

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Du wirst in einem Vorstellungsgespräch sicherlich mit einigen Fragen zu deinen beiden Studiums-Versuchen konfrontiert werden (gerade weil du es an der FH ja bis ins 6. Semester geschafft hast), aber da du das ja entsprechend begründen kannst, sollte das nicht das Problem werden. Schwieriger dürfte es schon beim Thema "Flexibilität" werden; du schreibst du bist relativ ortsgebunden aber hast keine näheren Angaben gemacht wo du nun überhaupt beheimatet bist...

Im etwas fortgeschrittenerem Alter noch eine Ausbildung machen ist heutzutage wohl durchaus usus, ich habe im Kollegenkreis beim Kunden (SAP-Umfeld) selbst jemanden kennengelernt, der mit Ende 30 gerade seine Ausbildung bei seinem AG abschließt.

Prinzipiell finde ich deine Einstellung jedoch sehr lobenswert (kein Ausruhen in der sozialen Hängematte & Praktikumssuche als Fallback-Möglichkeit zur Überbrückung), Chapeau an der Stelle dafür!

Gibt es denn die Möglichkeit, deine Kontakte aus der studienbegleitenden Tätigkeit zu den Unternehmen für die du damals tätig warst hier zu nutzen?

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Ortsgebunden heisst bei mir Dortmund und Ruhrgebiet, wäre so das was noch drinne ist. Was Kontakte anbelangt, die können zwar beim dem Anschreiben usw. helfen, aber derzeit hab ich keinen direkt der mir über Vitamin B zu nem Ausbildungsplatz verhelfen könnte. Hätte das mit dem Studium geklappt wäre es vermutlich einfacher irgendwo nen Job zu kriegen aber so, bringt es mir leider nicht viel.

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Ich denke, wenn es dein Wunsch ist, solltest du es machen.

Ich habe auch zwei nicht abgeschlossene Studiengänge hinter mir (Elektrotechnik bis zum Vordiplom und Sozpäd im vierten Semester - ging einfach finanziell nicht, kein BAföG und der Nebenjob hat zu viel Zeit weggenommen, so dass die Vorlesungen öfter mal nicht besucht worden sind) und habe mit meinen 27 Jahren Mut gefasst, das zu machen was ich früher eigentlich schon machen hätte sollen.

Ich habe auch etliche Bewerbungen geschrieben und hatte auch Einladungen zu Vorstellungsgesprächen, so dass ich meiner Meinung nach den besten Betrieb (für mich) aussuchen konnte. Ich denke mal deine zukünftigen Arbeitgeber werden schnell deine Qualitäten erkennen. Die da sind: Gewisse Reife, mehr Lebenserfahrung als ein/e 18jährig/e, die Erkenntnis, dass es Zeit wird was zuende zu bringen - mit allen Mitteln ;)

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Ich habe einen recht ähnlichen Werdegang hinter mit, auch 2006 Abi gemacht, Bundeswehr, Praktikum etc.. und dann erstmal studiert (kein IT-Studiengang). Hab dann nach 4 Semestern gewechselt und nach nochmal 3 Semestern abgebrochen und nach einem Ausbildungsplatz gesucht. War auch erfolgreich, seit Juli diesen Jahres hab ich meinen Ausbildungsplatz.

Mir wurde oft gesagt, Studienabbrecher sind sehr gerne gesehen, allerdings sind meine Erfahrungen da zwiegespalten. Besonders große Unternehmen haben mir auf Nachfrage dann recht deutlich gesagt, dass fachfremdes Studium + viele Semester bei ihnen eher ein Ausschlußkriterium ist(Einzige Außnahme war hier CSC, die mir vor kurzem sogar noch einen Ausbildungsplatz angeboten haben). Mittelständische und kleine Unternehmen hingegen schienen mir wirklich sehr interessiert an Studienabbrechern, dort habe ich dann auch einige Angebote bekommen und auch mein jetziger Ausbildungsplatz ist bei einem eher kleineren Unternehmen (~40 Leute).

Als sehr wichtig habe ich die Bewerbung an sich empfunden, weil du halt erstmal zu einem Gespräch eingeladen werden musst, um die Leute von deinen Qualitäten/Beweggründen zu überzeugen. Das passt leider seltenst auf seine Seite Anschreiben. Deswegen habe ich mir hierfür mehr oder weniger professionelle Hilfe gesucht die nochmal über die Bewerbung geschaut hat und mir mit Tipps zu Formulierungen etc. gegeben hat.

Ansonsten wirst du sicherlich etwas finden wenn du dich reinhängst, auch für dieses Jahr noch probieren, es gibt viele Firmen bei denen Azubis zum Ausbildungsbeginn nicht aufgetaucht sind, oder nach den ersten paar Wochen festgestellt haben, dass es nicht das richtige für sie ist.

Solltest dir auf jeden Fall im klaren darüber sein, dass du ja doch schon einiges an Know-How, Lebenserfahrung im Gegensatz zu einem "Frischling" mitbringst (Wissen wahrscheinlich wesentlich mehr als ich^^) und dich dementsprechend nicht unter Wert verkaufen.

Bearbeitet von rny
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Naja du bringst ja auf jeden Fall schon Wissen mit (liest sich zumindest im ersten Post so) und das solltest du auch entsprechend rüberbringen. Keinen Mist erzählen ist logisch, aber sicheres Auftreten und Wissen um seine eigenen Stärken/Schwächen sollte auf jeden Fall da sein.

Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg, und lass dich nicht unterkriegen.

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