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Faire Behandlung oder doch eher Ausbeute


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Hallo Community,

ich bin neu hier und hätte da mal ein paar Fragen bezüglich meiner beruflichen Zukunft.

Was haltet ihr von meinem verdienst? Ist dies zu wenig? Findet ihr es angemessen?

Könnt ihr mir weiterhelfen ich bin aktuell eher unzufrieden mit meiner Lage. Ich war eigentlich der Meinung nach Abitur und Ausbildung könne man mit einem höheren Brutto Gehalt rechnen.

Ich wäre sehr dankbar für Anmerkungen eurerseits.

Alter: 23

Wohnort: Nähe Frankfurt

letzter Ausbildungsabschluss (als was und wann): 2010 FISI

Berufserfahrung: 14 Monate

Vorbildung: Abi

Arbeitsort: Großraum Frankfurt

Grösse der Firma: 25

Tarif: n/a

Branche der Firma: IT

Arbeitsstunden pro Woche laut Vertrag: 40

Arbeitsstunden pro Woche real: 50-55

Bereitschaftsdienst am Wochenende

Jeden ersten Samstag im Monat ebenfalls arbeiten

Gesamtjahresbrutto: 19.800 €

Anzahl der Monatsgehälter: 12

Anzahl der Urlaubstage: 24

Sonder- / Sozialleistungen: n/a

Variabler Anteil am Gehalt: n/a

Verantwortung: n/a (tendenziell wohl mehr da kleiner Betrieb)

Tätigkeiten (Aufgaben/Aufgabenbereich): 2nd Level Support für Serversysteme, Webhosting

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Hallo Silencio1988,

auch ohne eine genaue Tätigkeitsbeschreibung zu haben kann man sagen: Bloß weg da.

20k im Jahr sind eine absolute Unverschämtheit, mit Blick auf die Region kann man sagen: Du wirst ********t. Bitte tu dir selbst den Gefallen und such dir was anderes. Die Anstellung kann man ja gut nutzen um ohne Zeitdruck eine neue Stelle zu suchen. Weniger wird dir niemand bieten, weniger Urlaub und Sozialleistungen kannst du auch nicht erhalten. Es geht also nur nach oben. :D

Da du recht jung bist könntest du die Gedanken vielleicht in Richtung Vollzeit-Studium kreisen lassen. Jedenfalls sind die 1150€, Steuerklasse I vorausgesetzt, wirklich ein Lohn, den du auch als ungelernter erwirtschaften kannst, aber eben typisch für die kleinen Unternehmen.

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Oha. 1650.- ist wirklich ein geringes Gehalt und betrachte

ich zudem deine zeitliche Leistungserbringung kann ich deine Unzufriedenheit

vollauf verstehen.

Bitte betrachte das nachfolgende nur als Denkanstoß.

Meines Erachtens nach stehst Du bereits im Konflikt mit dem Arbeitszeitgesetz.

In Ausnahmefällen 10 Stunden pro Tag dürfen nicht überschritten werden.

Bei dir ist der Ausnahmefall bereits der Normalfall.

Zudem verstehe ich die Regelung nicht. 40 Wochenstunden plus 1 Samstag im Monat zusätzlich.

Wird dieser Samstag auf deine Wochenstunden angerechnet?

Bereitschaftsdienst ist keine Arbeitszeit aber wenn Du Einsätze hast,

zählen diese als Arbeitszeit und werden vergütet?

Es gäbe da noch einige andere Fragen bezüglich des Sonntages, aber ...

Bedenke bitte, daß die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes gewährt aber auch gefordert werden muss.

Du stehst hier ebenfalls in der Schuld. Dies ist jedoch nur bei evtl. Gefährdung 3. von Interesse.

Solltest Du im Falle der Nichteinhaltung der Pausenzeitregel

Freitagnacht bei Einsatz im Rahmen des Bereitschaftsdienstes einer dritten Person Schaden

zufügen (z.B. Autounfall) wirst AUCH DU in der Verantwortung stehen(Ich denke und hoffe, daß diese Gefahr nicht besteht)

Ansonsten liegt die Einhaltung des Arbeistzeitgesetzes nur in deinem persönlichen

Interesse, hat aber im folgenden noch evtl. Konsequenzen/Vorteile.

Du leistest die Arbeit von zweien erhälst das Geld eines Halben.

Suche dir still und leise eine andere Stelle. Alles andere ist in meinen Augen sinnlos.

Der Arbeitgeber zahlt dir wissentlich ein unterdurchschnittliches Gehalt,

lässt dich wissentlich über Gebühr Stunden kloppen, kurz gesagt er beutet dich wissentlich aus.

Dies hat seinen Grund und den wirst Du nicht abstellen können. Aus diesem Grunde

ist es in meinen Augen nicht möglich überhaupt eine Vertrauensbasis

aufzubauen oder erneut aufzubauen. Es mag möglich sein, daß beim AG Sachzwänge

vorherrschen(25 Mitarbeiter ist ned viel) aber diese sollten dich nicht interessieren.

Ich hoffe, daß deine Kündigungsfrist nicht allzu hoch ist und wünsche dir schnell und viel Erfolg.

Sollte deine Kündigungsfrist wirklich lang sein(komischerweise ist das in solchen Fällen oft der Fall),

so kannst Du die Karte "fristlose Kündigung" aufgrund "Verstösse gegen das Arbeitszeitgesetz" ziehen.

Diese Verstösse musst Du evtl. belegen können(siehe Tipp).

Lediglich eine Abmahung an den Arbeitgeber muss erfolgt sein(Ein Gespräch über deine Arbeitsbelastung

mit geäussertem Wunsch nach Verbesserung ist meist ausreichend).

Noch ein Tipp: Notiere dir akribisch und schriftlich alle Überstunden. Du könntest diese auch rückwirkend einfordern.

Etwaige Passagen wie "sind mit dem Gehalt abgegolten" sind ungültig.

Verstehe das nicht falsch. Verlasse einfach das Unternehmen. Streit im laufenden Prozess der Stellensuche hilft dir nicht wirklich.

Inwiefern Gespräche deine Situation verändern können, kannst nur Du beurteilen.

Bearbeitet von WWetterwachs
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