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Ausbildung durchziehen?


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Guten Abend liebe Fachinformatiker/innen.

Zu meinem Problem:

Ich bin momentan 23 Jahre alt und stehe nach knapp zweieinhalb Jahren kurz vor meiner Abschlussprüfung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Eine Übernahme von meinem Betrieb habe ich auch bereits in der Tasche. Dennos zweifle ich daran, ob ich diese Ausbildung wirklich durchziehen möchte.

Nun werden sicherlich viele die Arme über den Kopf zusammenschlagen und sich fragen: "Hat er sie denn noch alle?! Warum fällt ihm das denn erst so spät auf?". Nunja, um ganz ehrlich zu sein.. dasselbe frage ich mich auch. Ich habe mich am Anfang super über diesen Ausbildungsplatz gefreut. Doch dann schnell gemerkt, dass es nicht wirklich meiner Zukunftsvorstellung entspricht. Ich stand auch schon einmal kurz davor aber meine Familie hat sehr auf mich eingeredet und so bin am Ball geblieben. Wahrscheinlich habe ich mir einfach nur selber einreden wollen, dass es bestimmt im 2. oder 3. Ausbildungsjahr besser wird. Nun habe ich in einem halben Jahr meine Abschlussprüfung und überlege ernsthaft, ob ich es nicht einfach lassen soll. Es macht mir einfach keinen Spaß und in meinem Betrieb habe ich (im Vergleich zu meinen Klassenkameraden) wirklich wenig Berufsbezogenes gelernt. Das liegt aber generell an der schlechten Ausbildung in diesem Unternehmen. Ich habe einfach für mich gemerkt, dass ich nach meiner Ausbildung nicht jeden Tag am PC hängen und programmieren möchte. In mir schlummert einfach sehr viel Kreativität und für meine Zukunft könnte ich mir so etwas auch viel eher vorstellen. Vielleicht etwas in Richtung Mediendesigner oder Film/Schnitt/Audio.

Nun stell ich mir halt die Frage, was ich machen soll. Was bringt es mir die Ausbildung durchzuziehen und danach einen Abschluss als Fachinformatiker in der Tasche zu haben, wenn ich danach eh nie wieder etwas in der Richtung machen möchte? Meine persönliche Meinung.. Nichts. Wenn ich mich als Mediengestalter etc. bewerben möchte, interessiert es den Betrieb wohl kaum, ob ich bereits eine Ausbildung zum Fachinformatiker hinter mir habe. Zumindest denke ich so. Ich könnte mir auch ein Studium vorstellen. Jedoch werde ich auch nicht jünger und wäre nach einer erneuten Ausbildung schon um die 26/27.

Deswegen würde ich gerne mal andere Meinungen dazu hören. Vielleicht haben ja einige von Euch auch so eine Situation durchlebt.

Liebe Grüße

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Zum einen kannst Du dann schon mal eine abgeschlossenen Ausbildung vorweisen und zum anderen macht es sich nicht besonders gut im Lebenslauf wenn man kurz vor der Prüfung die Ausbildung abbricht. Ein potentieller neuer Ausbildungsbetrieb könnte dann denken, warum soll ich Zeit und Geld investieren wenn der wieder kurz vor der Prüfung tschö sagt und weg ist er. Es soll ja auch Firmen geben die für den eigenen Bedarf ausbilden.

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Was bringt es mir die Ausbildung durchzuziehen und danach einen Abschluss als Fachinformatiker in der Tasche zu haben, wenn ich danach eh nie wieder etwas in der Richtung machen möchte? Meine persönliche Meinung.. Nichts.

Trotzdem solltest Du einen Abschluß haben. Es bringt schon etwas, eine abgeschlossene Berufsausbildung zu haben.

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Wenn du nachher nicht in dem Beruf arbeiten möchtest mag eine abgeschlossene Ausbildung zwar sinnlos erscheinen, ist sie aber ganz und gar nicht. Aus folgenden Gründen:

1) Falls du jetzt hinschmeißt, hast du über 2 Jahre verschwendet. Du hast Zeit und Nerven investiert und stehst am Ende doch mit leeren Händen da. Auf der anderen Seite bringt ein halbes Jahr Zähne zusammen beißen einen fertigen Abschluss.

2) Wenn du dich mit einer abgebrochenen Ausbildung für eine neue Ausbildung bewerben möchtest, was denkst du, wie sieht das aus? Wäre ich Chef würde ich vielleicht denken "Der hat schon mal kurz vor Schluss hingeschmissen, macht er vielleicht wieder".

Es ist wirklich kein Problem, nach einer Ausbildung zu sagen, das man in dem Beruf langfristig nicht glücklich wird. Aber kurz vor der Ziellinie hinzuschmeißen wird deinen Lebenslauf immer schlecht aussehen lassen.

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Ich würde die Ausbildung durchziehen, eine abgebrochene Ausbildung sieht im Lebenslauf schlecht aus. Im IT-Bereich kannst du sehr viel machen, ich bin selber FIAE aber programmiere sogut wie garnicht, da es mir irgendwie nicht zusagt. Ich habe das Glück eine Ausbildung zum SAP-Berater zu machen wo ich viel mit Projekten zu tun habe und sozusagen die Schnittstelle zwischen dem Fachbereichen und der IT bin.

Was ich damit sagen will ist, eine Ausbildung zum Fachinformatiker öffnet dir den Weg in die IT und du lernst viele Grundlagen. in welche Richtung du dich weiterentwickelst ist ganz alleine dir vorbehalten. Es gibt in der IT doch sehr viele Bereiche (Webdesign, IT-Security, Administrator, SAP,...)

Mein Tipp: Zieh die Ausbildung durch, auch eine schlecht abgeschlossene Ausbildung ist besser als gar keine.

Gruß,

smite

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Gast Gesperrt_61948

Zieh die Ausbildung auf jeden Fall durch. Die paar Monate sind doch auch kein Problem mehr für dich.

Danach kannst Du mit der Ausbildung auch noch super in die Bereiche rein rutschen, die dir Spaß machen.

Das schaffst Du, da bin ich mir sicher!

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Auf jeden Fall die paar Monate noch durchziehen - und auch genug Energie in die Abschlussprüfung hineinstecken.

Egal ob Du später in diesem Beruf arbeitest oder nicht - mit einer abgeschlossenen Ausbildung stehst Du auf jeden Fall besser da, als mit einem Makel im Lebenslauf.

In manche Berufe kannst Du dann auch einfach "reinrutschen" - und in anderen wird Dir die Ausbildung mit berücksichtigt.

tsg

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Hi,

Kreativität kann man auch auf andere Weise bezeugen als über eine Ausbildung. Wenn du wirklich kreativ bist, dann mache was Kreatives und erwähne/zeige es in deiner Bewerbung. Man kann zeichnen, Malen, Webseiten designen etc. Das technische KnowHow kann dir keiner mehr nehmen, und der Rest liegt an dir.

Ich habe ähnliche Gedanken gehabt, aber meine kreative Ader lebe ich meinen Hobbys aus und die technische Seite habe ich zum Beruf gemacht. So kann ich prima leben, und falls ich irgendwann tatsächlich mal von meine Kreativität leben können sollte, kann ich immer noch umschwenken.

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