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Problem: Ausbilder bildet nicht richtig aus - Allerdings etwas komplexeres Problem

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Moin Leute,

mich belastet aktuell eine Situation und ich frage mich, ob hier schonmal jemand eine solche Situation erlebt hat und vielleicht ein Tipp hat wie man damit umgeht.

Ich wurde hier in meinem Betrieb ausgebildet, jedoch verlief die Ausbildung nicht gerade wie bei einem Musterbeispiel. Ich arbeite in einem großen Unternehmen. Nach der Ausbildung habe ich für eine Weile die Firma verlassen, wurde allerdings zurückgeholt. Jetzt soll unser Bereich auch ausbilden, jedoch will der Ausbilder des Standorts diese 'Position' nicht teilen.

Fakt ist, er achtet bei der Auswahl der Auszubildenden schon darauf, dass die Leute mit vorwissen und einem gewissen Maß an 'Können' hier her kommen. Die ganze Ausbildung findet sozusagen im Eigenstudium statt. Der Ausbildungsrahmenplan wird nur als 'gutes Orientierungsdokument' betrachtet und wenn man die Punkte abhaken würde, würde man wahrscheinlich 30% abhacken können. Dadurch das die Leute jedoch schon eine gewisse Vorbildung haben (technisches Gymnasium, abgebrochenes Studium, oder oder) kam es bisher noch nicht zum Fall, dass jemand eine Abschlussprüfung nicht bestanden hat (außer in einem Fall).

Nun hatte ich vor mich in dem Ausbildungsbereich zu engagieren und wollte dafür sorgen, dass die Azubis die bei uns landen, dieses ******* Gefühl des 'nicht gebraucht werdens' nicht bekommen und wirklich alle Inhalte vermittelt kriegen. Allerdings fängt der Ausbildungsleiter an mir Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Schreibt Mails an Vorgesetzte, ich wäre nicht tauglich etc. Die Vorgesetzten sind teilweise Schulfreunde von ihm. Also könnte ich an die nächst höhere Stelle appellieren, jedoch würde diese Rückfragen und wenn die nächst niedrigere Ebene 'best Homie' mit dem Ausbildungsleiter ist,... naja wie sagt man: Eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus? Da mein direkter Chef (der ist dem Ausbildungsleiter unterstellt, weil der nicht nur Azubileiter sondern auch sone Art Bereichsleiter ist) Auszubildenden Bedarf angemeldet hat beim Personalchef, läuft jetzt die Bewerbungsphase und alle Bewerbungen und die Auswahl an sich landet bei dem Ausbilder auf dem Tisch. Mein direkter Chef ist jedoch seit einiger Zeit und die nächste Zeit nicht da und auch nicht erreichbar, also weiß er garnicht, dass wir nicht beteiligt werden. Der aktuelle Ausbilder legt nur Wert darauf, dass er Leute einstellt, die die Ausbildung absolvieren können und um die man sich nicht kümmern braucht (was quatsch ist, ich weiß), ich und mein Chef, wir wollen jedoch Leute die wirklich 'Bock' haben und die müssen nicht die perfekten Vorkenntnisse haben, sondern einfach den Willen und auch die zukünftige Vorstellung in dem Beruf Fuss fassen zu wollen und nicht schon ins Bewerbungsgespräch mit der Aussage auftreten 'ja ich mache die Ausbildung um den Beruf auszuprobieren und danach will ich xy ausprobieren' (hatten wir tatsächlich --> und wurde eingestellt..., dabei wollen wir vorallem für den Eigenbedarf ausbilden, aber dass ist dem Ausbilder *******egal, weil hauptsache er hat durch den Job des Ausbilders Anerkennung, läuft zwar alles *******e, aber das sieht ja keiner, weil die Azubis beschweren sich nicht, weil sie es nicht anders kennen und natürlich auch aus "Angst" und wenn die Ausbildung zuende ist, bestehen doch immer alle, kann doch also nicht so schlecht sein????)

Bin jedenfalls ziemlich ratlos. Das Problem ist, dass der Ausbilder auch in einer gewissen 'Position' (Bereichsleiter) ist und dadurch natürlich auch Druck auf mich ausüben könnte, wenn ich einen rechtlichen Weg einschlagen würde. Man muss sich vorstellen: Nach außen hin Anzug --> Guten Tag Liebe Kollegen und Kolleginnen, ich arbeite so gerne mit euch zusammen, ich tu alles für die Firma, ihr seid alle so toll und tatsächlich nur auf sein eigenen Vorteil bedacht.

Ich habe bereits mit der IHK telefoniert, was es da für Möglichkeiten gibt, sie haben mir berichtet, dass es solche Fälle ab und an gibt und das immer eine ganz schwierige Situation ist und man es eigentlich Anzeigen müsste, ja ich weiß, aber im Endeffekt bin ich dann der Dumme...

Da geht man an eine solche Situation ran um alles ein kleines Stück besser zu machen und dann kommt son Spaten und... nervig

Edit:

Hab auch schon versucht den Betriebsrat zu involvieren (JAV haben wir nicht)... allerdings reagiert da keiner so richtig drauf. Der Betriebsrat will mich ja auch nicht in die Pfanne hauen, also hat jener mit unseren Personalchef geredet, mit dem Ausbilder selbst etc... aber wie entkräftet man ein Argument 'Herr xy kümmert sich doch schon immer um die Auszubildenden und es hat immer funktioniert, noch nie hat sich wer beschwert und alle haben die Prüfung geschafft"

Als ich im anderen Betrieb war damals, hatte ich gewaltig zu kämpfen, wenn man plötzlich mit der realen Arbeitswelt konfrontiert wird, bei der es wirklich nach Leistung geht die auf Basiswissen basiert, was man sich zum Teil vielleicht selbst angeeignet hat, aber, wie soll ich sagen, nicht so angeeignet hat wie man es eigentlich erwartet.

Nur mal so als Beispiel, man kann sich beibringen zu programmieren, aber ob man dann wirklich vernünfitg pgroammieren kann, ist die andere Frage (objektorientiert, erweiterbar, vernünfitg geplant, testing etc. etc.)

bearbeitet von DerKoenig

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Pack mal die ganzen negativen Dinge zur Seite. Versuches auf eine andere Art. Biete ihm deine Mithilfe an. Bitte ihn, dich offiziell zum Ausbildungsbeauftragten zu ernennen, da du, wie er selbstverständlich, sehr engagiert bist. Mach ihm klar, dass ihr gemeinsam die Ausbildungsqualität nochmals im Sinne des Unternehmens steigern könnt.

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'Herr xy kümmert sich doch schon immer um die Auszubildenden und es hat immer funktioniert, noch nie hat sich wer beschwert und alle haben die Prüfung geschafft"

Ist das neuerdings etwas Besonderes, dass Azubis die Abschlussprüfung bestehen... sind die Leute wirklich so verblendet das als Argument zu benutzen?

@konkreten Fall: Idealisten habens in der Realität immer schwer, oder wie mein alter Chef zu sagen pflegte "life's a bitch!", sei freundlich zum Bereichsleiter und klau Dir nach und nach immer ein wenig mehr Verantwortung ;) Je mehr er Dir aufhalst, desto mehr Zeit hat er schliesslich zum Golfen!

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'Herr xy kümmert sich doch schon immer um die Auszubildenden und es hat immer funktioniert, noch nie hat sich wer beschwert und alle haben die Prüfung geschafft"

)

IMHO ist genau das dein Problem.

Bzw. Das Problem der oberen. Die können ja nur sehen das die Azubis die Prüfung schaffen. Wie und warum sehen sie erstmal nicht.

Ich glaube du musst es schaffen aktuelle Azubis dazuzubringen dem BR oder den oberen Chefs von den ausbildungs-Zuständen zu berichten. Erst dann wenn mehrere Personen davon berichten und Vorfällen welche die aktuell damit Zutun haben werden sich evtl. Die Augen öffnen.

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Ich glaube du musst es schaffen aktuelle Azubis dazuzubringen dem BR oder den oberen Chefs von den ausbildungs-Zuständen zu berichten.

Seh ich auch so, aber sehr vorsichtig!!!

Nicht dass man dein Engagement derart auslegen kann, dass du Stimmung gegen den Ausbildungsleiter machst.

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Bloß wie geht man sowas an.

Das Problem ist, ich bin ja für die aktuellen Azubis 'neu hier', da kommt ein Neuer und der will das ich die Wahrheit erzähl... ja klar... man reisst mir den Kopf ab bzw. ich werds dann auf andere Weise zu spüren bekommen.

Aber ich denke ihr habt Recht, dass wird wohl der einzige Weg sein -.-

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Was ist denn die Wahrheit? Du hast eine Sicht der Dinge und der Ausbilder hat eine andere. Gibt es wirklich keinen betrieblichen Ausbildungsrahmenplan? Ist der Ausbilder derjenige der Wissen vermittelt oder gibt es Ausbildungsbeauftragte? Du stellst Vermutungen anhand deiner eigenen Beobachtungen an. Das ist gefährlich.

Fahre den Weg den man dir hier schon empfohlen hat: kümmere dich nach deinen Möglichkeiten um die Azubis, vermittel Wissen und binde sie in Projekte ein. Halte deinen Abteilungsleiter & den Ausbilder über die vermittelten Ausbildungsinhalte auf dem Laufenden bzw. stimm dich mit ihnen ab.

Mit brachialen Methoden wirst du einfach auf die Schnauze fallen.

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MamiMembi deinen Beitrag ignoriere ich mal zum Teil, sorry, aber was du schreibst ist echt teilweise Mist. Natürlich weiß ich, dass es keine Beauftragten gibt, sonst gäbe es das Problem nicht. Es sind keine 'Vermutungen'. Es ist Fakt.

Das man mit brachialen Methoden nicht weiter kommt, dass denke ich ja auch, deshalb habe ich ja den Thread eröffnet, in der Hoffnung jemand zu finden, der solch eine Situation schonmal erlebt hat.

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du kannst ja dich mit den vorgesetzten und dem ausbildungsleiter mal zusammen setzen und einen fragebogen für die azubis vorschlagen. das die sich anonym über die qualität ihrer ausbildung auslassen können. das machen viele unternehmen im rahmen ihres qualitätsmanagements. soetwas kann man auch nur schwer schlecht reden falls der ausbildungsleiter das nicht will damit seine fehler auffallen. dann sehen die vorgesetzen auch wie es nun wirklich um die azubis steht.

falls denen die ausbildung so gefällt wenn sie hauptsächlich im selbststudium arbeiten dann is es halt so. gibt genug die so denken und die brauchen ja auch ne ausbildungsstelle :)

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