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Orientierungslos - was tun?

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Hallo,

im Juni letzten Jahres habe ich meine Ausbildung zum FIAE erfolgreich abgeschlossen. Schon vorher war sicher, dass ich übernommen werde, so dass ich circa das letzte halbe Jahr der Ausbildung in meine derzeitige Position eingearbeitet wurde. Den Großteil der Ausbildung habe ich in der zentralen IT-Abteilung verbracht, das letzte halbe Jahr hingegen an einem Außenstandort, wo ich nun als Sachbearbeiter/IT-Koordiantor tätig bin. Meine Hauptaufgaben bestehen aus:

  • 1st/2nd Level Support
  • Wartung Telefonanlage sowie weitere, kleinere Server
  • Berechtigungskoordination (SAP, ADS, ...)
  • Pflege bestehender SAP Queries/Anlage neuer Queries (aktuell noch eher wenig, soll mal mehr werden)

Schon während der Ausbildung war es nicht ganz befriedigend, dass wir Anwendungsentwickler kaum programmieren. Außer etwas ABAP und in meinem Fall noch VBA war da nicht viel. Zusammen mit den Fächern aus der Berufsschule (Java, Webdesign mit HTML, CSS, Javascript, PHP) bin ich doch recht dünn ausgestattet. Das liegt natürlich in erster Linie daran, dass mein Unternehmen keine IT-Bude ist, sondern ein Produktionsunternehmen, in dem die IT größtenteils Support und Customizing übernimmt.

 

Mir machen die Tätigkeiten ehrlich gesagt keinen Spaß auf Dauer und nun mache ich mir ernsthafte Gedanken, mich neu zu orientieren. Mein größtes Problem ist dabei, dass ich als gelernter Anwendungsentwickler quasi keine Berufserfahrung vorzuweisen habe. Sämtliche Stellenausschreibungen für Entwicklerstellen erfordern allerdings genau diese. Vor der Ausbildung habe ich mich bereits an einem Studium in Richtung Wirtschaftsinformatik probiert. Dort habe ich aber schnell gemerkt, dass das nicht mein Fall ist bzw. mir der Praxisbezug fehlt.

 

Aktuell bin ich einfach nur orientierungslos und fahre jeden Morgen mit einem unguten Gefühl zur Arbeit. Ich überlege schon, vielleicht nochmal einen komplett neuen Weg einzuschlagen, etwas außerhalb der IT. Mit 25 Jahren ist es dafür sicherlich noch nicht zu spät.

 

Würde mich über Ratschläge freuen. Vielleicht war hier ja schonmal jemand in einer ähnlichen Lage.

Grüße

 

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1. Bewerben auf Junior Entwickler Stellen

2. Doch ein Studium, Informatik an einer guten FH (klar ist da auch Theorie, aber auch viel Praxis - Wo hast du W-Info studiert?)

3. Was ganz anderes, da kann ich nix zu sagen. Gibt ja 1001 Möglichkeit. Da musst du wissen was dir gefällt.

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vor 5 Minuten schrieb Graustein:

1. Bewerben auf Junior Entwickler Stellen

2. Doch ein Studium, Informatik an einer guten FH (klar ist da auch Theorie, aber auch viel Praxis - Wo hast du W-Info studiert?)

3. Was ganz anderes, da kann ich nix zu sagen. Gibt ja 1001 Möglichkeit. Da musst du wissen was dir gefällt.

W-Info habe ich in Paderborn studiert. Leider war ich nie der Überflieger in Mathematik, bedingt auch durch meine Faulheit mit Beginn der Mittelstufe damals. Da fehlen wir einige Grundlagen. Ganz ausschließen will ich ein Studium nicht, vielleicht wäre eine FH tatsächlich mal ein Blick wert.

 

Selbst bei Junior-Stellen werden ja teilweise schon abgeschlossene Bachelor-Studiengänge erwartet..

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vor 2 Minuten schrieb Fendor:

Selbst bei Junior-Stellen werden ja teilweise schon abgeschlossene Bachelor-Studiengänge erwartet..

Du sagst es, teilweise. Und selbst wenn. Trotzdem bewerben. Was kann schon passieren, außer, dass Du eine Absage kassierst?

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Wegen der "Flut" an Absolventen werden manche AG halt "gierig" und erwarten heute einen Bachelor.
Ob er nötig ist, auf vielen Stellen sicher nicht. Der öd erwartet ja auch schon oft für 0815 Admin Tätigkeiten einen Bachelor.

Wenn du interesse hast würde ich zum Studium raten. Ist heute nicht verkehrt.

Ansonsten halt die einschlägigen Portale nach Juniorstellen auch für FI durchsuchen. Je nach Region sollte man aber da auch umzugsbereit sein.

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vor 2 Minuten schrieb Fendor:

Ganz ausschließen will ich ein Studium nicht, vielleicht wäre eine FH tatsächlich mal ein Blick wert.

Hallo

seit, ich glaube, 2015 gibt es an der FH Südwestfahlen auch ein Verbundstudium angewandte Informatik. Vom Modulplan her sieht es sehr praxisorientiert aus und ist berufsbegleitend. Falls du dir über so etwas Gedanken machen möchtest.

Bei den Juniorstellen steht meist Bacherlor Studium oder vergleichbare Berufsausbildung. Versuchen sollte man es auf jeden Fall, auch wenn die Beschreibungen und Anforderungen nicht ganz passen.

Du solltest für dich selber erst einmal wissen, wohin du möchtest. Dazu würde ich dir raten vielleicht wirklich mal verschiedene Stellenangebote zu durchforsten und sich zu bewerben oder auch sich Informationen bezüglich diverser Studienangebote zu besorgen. Wenn du in eine andere Richtung gehen möchtest, schau dir an, was es gibt, was dich interessiert und ob es deinen Vorstellungen entspricht. Soweit ich weiß gibt es ja auch Berufsberatungsangebote bei beispielsweise der Agentur für Arbeit.

 

Liebe Grüße

Rienne

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Am 25.1.2017 um 09:15 schrieb Fendor:

Hallo,

im Juni letzten Jahres habe ich meine Ausbildung zum FIAE erfolgreich abgeschlossen. Schon vorher war sicher, dass ich übernommen werde, so dass ich circa das letzte halbe Jahr der Ausbildung in meine derzeitige Position eingearbeitet wurde. Den Großteil der Ausbildung habe ich in der zentralen IT-Abteilung verbracht, das letzte halbe Jahr hingegen an einem Außenstandort, wo ich nun als Sachbearbeiter/IT-Koordiantor tätig bin. Meine Hauptaufgaben bestehen aus:

  • 1st/2nd Level Support
  • Wartung Telefonanlage sowie weitere, kleinere Server
  • Berechtigungskoordination (SAP, ADS, ...)
  • Pflege bestehender SAP Queries/Anlage neuer Queries (aktuell noch eher wenig, soll mal mehr werden)

Schon während der Ausbildung war es nicht ganz befriedigend, dass wir Anwendungsentwickler kaum programmieren. Außer etwas ABAP und in meinem Fall noch VBA war da nicht viel. Zusammen mit den Fächern aus der Berufsschule (Java, Webdesign mit HTML, CSS, Javascript, PHP) bin ich doch recht dünn ausgestattet. Das liegt natürlich in erster Linie daran, dass mein Unternehmen keine IT-Bude ist, sondern ein Produktionsunternehmen, in dem die IT größtenteils Support und Customizing übernimmt.

 

Mir machen die Tätigkeiten ehrlich gesagt keinen Spaß auf Dauer und nun mache ich mir ernsthafte Gedanken, mich neu zu orientieren. Mein größtes Problem ist dabei, dass ich als gelernter Anwendungsentwickler quasi keine Berufserfahrung vorzuweisen habe. Sämtliche Stellenausschreibungen für Entwicklerstellen erfordern allerdings genau diese. Vor der Ausbildung habe ich mich bereits an einem Studium in Richtung Wirtschaftsinformatik probiert. Dort habe ich aber schnell gemerkt, dass das nicht mein Fall ist bzw. mir der Praxisbezug fehlt.

 

Aktuell bin ich einfach nur orientierungslos und fahre jeden Morgen mit einem unguten Gefühl zur Arbeit. Ich überlege schon, vielleicht nochmal einen komplett neuen Weg einzuschlagen, etwas außerhalb der IT. Mit 25 Jahren ist es dafür sicherlich noch nicht zu spät.

 

Würde mich über Ratschläge freuen. Vielleicht war hier ja schonmal jemand in einer ähnlichen Lage.

Grüße

 

Hi erstmal, 

ich verstehe wenn dich das wenig entwickeln etwas frustriert, aber du arbeitest eben für ein Unternehmen, dass im Schwerpunkt auf SAP setzt. Auch hier wird Entwickelt, aber eben nicht so wie in verschiedenen anderen Branchen. Das ERP, HCI, GTS und wie sie alle heißen sind eben schon erfunden und es wurden schon allerhand Enhancements programmiert.

Wie du weißt unterscheidet man im SAP Bereich häufig zwischen Modulberater und Programmierer. Erstere müssen den Prozess an sich immer verstehen und voll im Blick halten und nur die Stellschrauben drehen. Ich kenne sogar einige die absolut nichts mit ABAP (oder auch Java) am Hut haben. Manche können nur so viele, wie sie benötigen. Diese Gruppe findest du am häufigsten und du bist da nicht alleine mit. Hier gibt es reichlich Junior Stellen und wenn du in ein Beratungshaus gehst, kannst du viele spannende Projekte machen, allerdings ist es häufig mit Reisen verbunden.

Dann wäre noch die zweite Gruppe der Programmierer und ich rede von Schwerpunkt ABAP Entwicklern. Diese Entwickeln meist auf den Anforderungen von den Modulberatern oder Kunden. In kleinen bis Mittelständischen Unternehmen sind diese Posten aber oft leider nur auf 1 bis 2 Personen beschränkt. Bei Beratungshäusern findest du dagegen häufig Positionen zu. Meist musst du dafür aber auch (hohe) Reisebereitschaft haben, auch wenn du oft vom Standort aus Entwickeln kannst. 

Egal wie du dich von der Richtung entscheidest, es gibt hier viele Möglichkeiten und aktuell ist die SAP Branche noch solide und vom Gehalt akzeptabel. 

Natürlich kannst du Richtung und Programmiersprache nochmal wechseln. Dann würdest du allerdings die bisherigen Erfahrungen auch aus der Ausbildung heraus verlieren.


 

 

 

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vor 12 Stunden schrieb kylt:

Dann wäre noch die zweite Gruppe der Programmierer und ich rede von Schwerpunkt ABAP Entwicklern. Diese Entwickeln meist auf den Anforderungen von den Modulberatern oder Kunden. In kleinen bis Mittelständischen Unternehmen sind diese Posten aber oft leider nur auf 1 bis 2 Personen beschränkt. Bei Beratungshäusern findest du dagegen häufig Positionen zu. Meist musst du dafür aber auch (hohe) Reisebereitschaft haben, auch wenn du oft vom Standort aus Entwickeln kannst. 

Hallo,

also ich kann hier zwar nur für mich sprechen, aber ich arbeite als ABAP-Entwicklerin in einem mittelständischen Systemhaus. Die Reisen halten sich hier allerdings in Grenzen. Kann aber auch sein, dass es daran liegt, dass wir eine spezielle Niesche im SAP-Bereich bedienen und vor allem Eigenentwicklung betreiben. Und Anpassungen beim Kunden oft über VPN-Zugriffe stattfinden. Bei uns sind auch nicht nur ein bis zwei Entwickler sondern wir haben eine Abteilung mit ca. 20 Mitarbeitern und nochmal eine Beratungsabteilung, in der auch programmiert wird, mit ungefähr 10 Personen.

Aber ich muss gestehen, dass im Vergleich zu anderen Bereichen die ABAP-Programmierung echt trocken und öde ist. Wobei sich das mit HANA und FIORI vielleicht ja auch endlich etwas ändert. :D
Das Gehalt gleicht das jedoch auch wieder ein wenig aus. :P

Und wie schon vorher angemerkt, es gibt viele Möglichkeiten sich anders zu orientieren und auch wenn oft von einem Studium die Rede ist in einer Ausschreibung - einfach trotzdem bewerben! Mehr als ne Absage kann man ja nicht bekommen. :)

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Hallo,

erst einmal vielen Dank für eure Anregungen. Ich bin momentan damit beschäftigt, mir Firmen/Stellenangebote rauszusuchen. Desweiteren mache ich mir auch ernsthafte Gedanken, doch nochmal ein Studium anzugehen. Dort möchte ich mich aber intensiv über die verschiedenen Möglichkeiten informieren (duales Studium, berufsbegleitend oder doch Vollzeit (FH/Uni?)).

Wenn Studium, dann wohl eher in Richtung Wirtschaftsinformatik. Mir ist bewusst, dass ich auf Grund meiner Schulzeit in Mathe viel investieren muss, aber das wäre es schließlich wert.

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vor 6 Minuten schrieb Fendor:

Wenn Studium, dann wohl eher in Richtung Wirtschaftsinformatik. Mir ist bewusst, dass ich auf Grund meiner Schulzeit in Mathe viel investieren muss, aber das wäre es schließlich wert.

Also was Mathe angeht, gibt es in der Regel Vorkurse oder man sucht sich für die Zeit eine Nachhilfe. Der Umfang hält sich in Wirtschaftsinformatik auch in Grenzen. Hier im Verbundstudium haben wir zwei Mathemodule und später dann noch einmal "Wirtschaftsmathematik", was aber vermutlich keinen allzu hohes Niveau haben wird.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei deinem weiteren Werdegang. Du wirst schon das passende für dich finden! ^_^

bearbeitet von Rienne

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Hey,

ich schließe mich an. Würde mich auf Junior Entwickler Stellen bewerben. Auch, wenn in der Stellenanforderung ein abgeschlossenes Studium verlangt wird. Einfach probieren. Habe ich auch so gemacht.

Habe während der Ausbildung im SAP HCM Umfeld gearbeitet. Und ABAP gelernt. Nach der Ausbildung habe ich eine Stelle als SAP Berater/Entwicklerin gehabt. Im SAP Solution Manger Umfeld. Klar, hatte ich die Grundlagen der Programmierung, aber auch in das Modul musste ich mich natürlich rein arbeiten.

Jetzt arbeite ich als SAP Beraterin/Entwicklerin im SAP MM Umfeld. Also wieder ein anderes Modul. Das ist aber kein Problem. Man muss nur offen und ehrlich damit umgehen. Den meisten AGs ist klar, dass man nach der Ausbildung kein 'vollwertiger' Mitarbeiter ist und es noch Zeit zur Einarbeitung und zum Lernen bedarf. Wenn man aber zeigt, dass man das möchte, und sich auch mal etwas mehr reinhängt, ist das kein Problem.

 

Meiner Erfahrung nach werden vor allem ABAP Entwickler händeringend gesucht. Das machen halt nicht so viele Leute. Von daher würde ich einfach mal Bewerbungen schreiben und sehen, wie das Feedback ist.

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Kurzes Update:

Ich tendiere aktuell zu einem Fernstudium an der WINGS (Bachelor Wirtschaftsinformatik). Schaue mir dazu gerade Infomaterial an und werde damit mal zu meiner Teamleiterin gehen. Ich hatte Anfang der Woche ein Gespräch und dort das Thema schon mal angesprochen. Zeitliche Unterstützung bekomme ich auf jeden Fall, ob finanziell auch muss ich dann mal schauen. Inhaltlich würde das Studium sehr gut auf meine Themen in der Ausbildung aufbauen (gerade auch im kfm. Bereich). Mein Plan ist jetzt erstmal der, dass ich bis zu einem möglichen Studienbeginn am 01. September meine Mathekenntnisse komplett auffrische. Dazu richte ich mir feste Tage ein, an denen ich den Stoff aufarbeite.

 

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