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Nebenberufliches Studium in den Lebenslauf?

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Moin zusammen,

eine Headhunterin hatte mich vor ein paar Tagen angeschrieben, wir haben telefoniert und die Stelle die angeboten wird, klingt ganz interessant. Ich soll ihr meinen Lebenslauf und Zeugnisse zusenden. An und für sich finde ich sowas nicht so schön, denn eigentlich könnte ich mich ja auch bei der Firma ohne die Headhunterin direkt bewerben.

Anyway, ich mache momentan seit 2 Jahren ein Nebenberufliches Studium in Medieninformatik und bin am überlegen ob ich das mit in meinen Lebenslauf nehme oder nicht. Meine jetzige Firma weiß davon nichts. Ich war bisher immer der Meinung, dass einem sowas auch negativ ausgelegt werden kann, weil man eventuell nicht mehr so viel Zeit für die Firma aufwendet (was an und für sich ziemlicher Quatsch ist).

Nun wird das Studium - wenn überhaupt - erst in 5-6 Jahren durch sein. Ich schaffe nur 2-3 Module pro Semester. Das bedeutet, das Studium ist dann noch immer nicht durch und ich bin mir auch gar nicht sicher ob ich es wirklich schaffe.

Darum: Mit in den Lebenslauf oder gar auch in ein zukünftiges Anschreiben und "Engagement" zeigen? Oder lieber nicht?

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vor 6 Minuten schrieb Gurki:

Ich war bisher immer der Meinung, dass einem sowas auch negativ ausgelegt werden kann, weil man eventuell nicht mehr so viel Zeit für die Firma aufwendet (was an und für sich ziemlicher Quatsch ist).

Nimms mit auf. Damit filterst du die Firmen die ein nebenberufliches Studium negativ auslegen direkt aus. 🤠

Ich hatte mein Fernstudium in Hagen auch eine Zeit lang im Lebenslauf, inzwischen nicht mehr - aber nur weil ich da zur Zeit viel zu wenig für mache. Wenn ich wieder aktiver daran arbeite, erscheint es auch wieder im Lebenslauf.

vor 8 Minuten schrieb Gurki:

Darum: Mit in den Lebenslauf oder gar auch in ein zukünftiges Anschreiben und "Engagement" zeigen? Oder lieber nicht?

Ich behaupte: Gute Arbeitgeber werden solche Dinge wertschätzen.

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Ich kann dir auch nur empfehlen, das Ganze aufzunehmen. Der Mehraufwand in der Freizeit kommt eigentlich immer wesentlich besser beim potentiellen Arbeitgeber an als dein Gegenargument, dass man zu wenig Zeit für die Firma aufwenden würde. War zumindest überwiegend meine Erfahrung.

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Ich hatte mein Studium in Hagen auch im Lebenslauf und das ist gut angekommen. So wurde mir immer Engagement und hohe Bereitschaft zur Weiterbildung zugeschrieben.

Nachdem ich ins Präsenzstudium gewechselt bin, habe ich meine Fachschaftstätigkeiten im Lebenslauf. Auch das kommt gut an.

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Ich studiere aktuell auch berufsbegleitend und fange bald auch eine neue Stelle an. In allen Vorstellungsgesprächen wurde mein Studium als positiv aufgefasst. Es zeigt, dass man motiviert ist mehr zu erreichen und auch bereit ist dafür seine private Zeit aufzuopfern. Wenn du Glück hast findet du sogar einen AG der dich im Studium unterstützt z.B Kostenbeteiligung, Freiräume schaffen etc. Du solltest allerdings nicht erwähnen, dass du den AG als Sprungbrett nutzen möchtest und nach dem Studium wechseln wirst.

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Wenn Du es aktiv verfolgst (und seien es nur 2 Fächer pro Semester), dann würde ich es in jedem Fall mitaufnehmen. Damit zeigst Du Interesse und gute Arbeitgeber wissen das zu schätzen. Ob Du es in 1, 2 oder 5 Jahren beendest ist dann nicht mehr ganz so relevant.

Ich würde es nicht aufnehmen, wenn Du es aktuell schleifen lässt. So würdest Du nur Erwartungen wecken, welche Du nicht halten kannst. Das ist dann natürlich negativ.

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vor 4 Stunden schrieb Errraddicator:

Ich würde es nicht aufnehmen, wenn Du es aktuell schleifen lässt. So würdest Du nur Erwartungen wecken, welche Du nicht halten kannst. Das ist dann natürlich negativ.

Schleifen nicht, aber ich bin mir nicht sicher ob ich das wirklich schaffe und durchziehe. Nachher ist dann die Erwartung vom Arbeitgeber, dass ich es schaffen muss. Tue ich es nicht, ist der Arbeitgeber nachher enttäuscht. Darum sage ich meistens, wenn ich davon erzähle "Ich versuche mich an einem Studium nebenbei und schaue wie weit ich komme". Ich möchte nämlich eigentlich keine Erwartungen schüren und damit für mich Druck aufbauen. Auch ein Grund wieso ich es meinem aktuellen Arbeitgeber noch nicht erzählt habe.

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vor 6 Minuten schrieb Gurki:

Darum sage ich meistens, wenn ich davon erzähle "Ich versuche mich an einem Studium nebenbei und schaue wie weit ich komme".

 

Das ist auch richtig! Wenn der Arbeitgeber das gut findet, soll er Dich auch mit den Arbeitszeiten dabei unterstützen.

Als ich mein Studium in Hagen hatte, habe ich zu einem AG gewechselt, der das so toll fand, dass er mich auch arbeitszeitmäßig dabei unterstützen wollte. Was ist passiert? Das waren leere Versprechen und ich hatte am Ende eine permanente 70Stunden-Woche und die Überstunden konnten nicht abgefeiert werden. Sorry! Wie soll man da nebenbei studieren?

Ich habe meinen Chef darauf angesprochen und mit einer Kündigung gedroht, weil das so nicht weiter ging. Anschließend bin ich ins Vollzeit-Studium gewechselt und das Aufstiegsstipendium beantragt.

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vor 10 Minuten schrieb SaJu:

Das ist auch richtig! Wenn der Arbeitgeber das gut findet, soll er Dich auch mit den Arbeitszeiten dabei unterstützen.

Als ich mein Studium in Hagen hatte, habe ich zu einem AG gewechselt, der das so toll fand, dass er mich auch arbeitszeitmäßig dabei unterstützen wollte. Was ist passiert? Das waren leere Versprechen und ich hatte am Ende eine permanente 70Stunden-Woche und die Überstunden konnten nicht abgefeiert werden. Sorry! Wie soll man da nebenbei studieren?

Ich habe meinen Chef darauf angesprochen und mit einer Kündigung gedroht, weil das so nicht weiter ging. Anschließend bin ich ins Vollzeit-Studium gewechselt und das Aufstiegsstipendium beantragt.

Und meinst Du nicht, dass dies beabsichtigt war? Ich hab da immer solche "Schwarzmalerei" Gedanken. In der heutigen Gesellschaft wird einem nicht mehr viel gegönnt.

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Das war nicht beabsichtigt. Zum Schluß habe ich sogar ein Empfehlungsschreiben von meinem Chef für das Stipendium erhalten. Es gab dann die Aussage, dass der Job doch nicht mit einem Studium kompatibel sei.

Während meiner Tätigkeit sind Kollegen langzeit-erkrankt und die Aufgaben wurden umverteilt (siehe anderer Thread über fehlende Arbeitskräfte wegen zu viel Arbeit und Umverteilung). Man hat mich gesehen, wie ich die Arbeit von vorher 2 Sysadmins qualifiziert alleine stemmen konnte. Also wollte man mich die Arbeit von am Besten 4 Leuten machen lassen. Schließlich kann ich die Arbeit mit Shell-Befehlen und Skripten auch schon reduzieren...

Meine Kollegen sollten das dann auch von mir lernen und haben dann (Anfänger-)Fehler gemacht, die ich gerade biegen sollte und weshalb ich Überstunden machen durfte. Das Arbeitstempo, das man bei mir sah, sollte trotzdem beibehalten werden (von der Geschäftsführung aus). Irgendwann habe ich das nicht mehr mitgemacht und gekündigt, weil mir etwas anderes versprochen wurde.

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Gast Malicious
vor 2 Stunden schrieb Gurki:

Schleifen nicht, aber ich bin mir nicht sicher ob ich das wirklich schaffe und durchziehe. Nachher ist dann die Erwartung vom Arbeitgeber, dass ich es schaffen muss. Tue ich es nicht, ist der Arbeitgeber nachher enttäuscht. Darum sage ich meistens, wenn ich davon erzähle "Ich versuche mich an einem Studium nebenbei und schaue wie weit ich komme". Ich möchte nämlich eigentlich keine Erwartungen schüren und damit für mich Druck aufbauen. Auch ein Grund wieso ich es meinem aktuellen Arbeitgeber noch nicht erzählt habe.

Ist doch egal, wenn du es nicht schaffst. Wenn du trotzdem in dem neuen Job performst, interessiert das doch kein Mensch mehr. Meinst du wirklich irgendjemand stell dich für den Job X ein, in der Hoffnung du bist darin erfolgreich, solange du dein Studium paralell weiter fortführst? Never ever.  Das Fernstudium ist dann vllt. das Sahnehäubchen on top und "verspricht" dem AG, hier "günstig" Potential einzukaufen. Und wenn's net klappt, juckt den auch net, solange dein aktueller Job läuft.   Daher würde ich das als guten Booster für einen selbst nutzen, es dann doch zu schaffen.

bearbeitet von Malicious

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Es kann durchaus eine Strategie im Fernstudium sein, möglichst allen von den Plänen zu berichten. Die damit (primär intrinsische) Erwartungshaltung an ein erfolgreiches Studium baut zwar Druck auf, ist aber auch eine super Motivation!

 

Bzgl. dem Arbeitgeber: Die Anzahl der AG die offen gegen Fortbildungen sind dürfte gegen Null gehen. Aber wenn man sich mal ehrlich macht, wollen die meisten AG belastbare AN die 100% ihrer Leistung dem Unternehmen widmen. Und nach dem Studium kommen die frischen Absolventen dann womöglich noch mit neuen gehaltswünschen, obwohl sie den gleichen Job machen. Oder sie wechseln direkt das Unternehmen. 

Ob man das also offen kommuniziert muss jeder selbst wissen. Das Argument, dass man so direkt AG aussortiert die das nicht wollen halte ich für valide. Aber wenn genau das der Job war der einen technologisch, hierarchisch, gehaltsmässig, etc. weiterbringt hat man u. U. eine Chance verpasst. 

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Wie hätte man das dann im Lebenslauf eingetragen?

2016 bis heute Technische Hochschule Lübeck, Bachelor-Studiengang Medieninformatik

So steht es momentan drin. Mit oder ohne "nebenberuflich" hinter oder vor dem Satz? (Natürlich ordentlich formatiert)

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vor einer Stunde schrieb Gurki:

Mit oder ohne "nebenberuflich" hinter oder vor dem Satz?

2016 bis heute Technische Hochschule Lübeck, berufsbegleitender Bachelor-Studiengang Medieninformatik

Dann geht direkt daraus hervor das du es "nebenbei" machst.

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Gast default1990
Am 21.11.2018 um 10:41 schrieb SaJu:

Ich hatte mein Studium in Hagen auch im Lebenslauf und das ist gut angekommen. So wurde mir immer Engagement und hohe Bereitschaft zur Weiterbildung zugeschrieben.

Als "Hagener", ab wie vielen Credits würdest du das aufnehmen?

Ich hab jetzt neben der Umschulung nur 40 Credits geschafft und für zwei Jahre ist das nicht sonderlich rühmlich.

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vor 2 Stunden schrieb jkcoding:

Ich hab jetzt neben der Umschulung nur 40 Credits geschafft und für zwei Jahre ist das nicht sonderlich rühmlich.

 

Das reicht meiner Meinung nach aus. Wenn Du dann noch Deine Immatrikulationsbescheinigung beilegst, ist das in Ordnung. Denk dran, dass Du wahrscheinlich in Teilzeit studierst. Das sind dann normalerweise ca. 15 ECTS pro Semester. Dass man dann noch irgendwo mal durch die Prüfung "rasselt", ist heutzutage (besonders in Hagen) normal. Also sind 40 ECTS schon ganz gut.

bearbeitet von SaJu

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Mein letzterArbeitgeber wollte sogar nur die Immatrikulationsbescheinigung und gar keine Übersicht der bestandenen Module haben. :D

Somit war es quasi fast egal, was ich bisher bestanden hatte. Man hat drauf vertraut, was ich über das Studium erzählt hatte. Die Immatrikulationsbescheinigung kann man auch noch nachreichen...

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