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Weiterbildungsstipendium FiSi


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Hallo zusammen,

Ich habe im Juli meine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration erfolgreich abgeschlossen. Im August habe ich einen Brief erhalten, dass ich durch meine Leistung bei der Abschlussprüfung die Möglichkeit habe mich für ein Weiterbildungsstipendium zu bewerben. Diese Möglichkeit möchte ich gerne wahrnehmen. Einreichung ist bis Ende September möglich.

Daher habe ich mich in letzter Zeit hier im Forum umgesehen, welche Möglichkeiten es gibt und bin letztendlich immer wieder auf die zwei selben Möglichkeiten, die meiner Meinung nach für mich in Frage kommen, gestoßen: Zertifizierung (hier v. a. MCSA bzw. später MCSE) oder Operative Professional. Als „bessere“ Alternative zum OP wird immer wieder das Studium genannt. Dieses ziehe ich aber nicht in Erwägung, da es einerseits nicht zu mir passt (habe mich ganz bewusst für eine Ausbildung und gegen ein Studium entschieden) und auch kein passendes Studium für mich gibt. Ich möchte v. a. nicht programmieren.  

Ich bin aktuell Systemadministrator (für alles ein bisschen, aber v. a. für Microsoft Produkte, daher auch MCSA?). Für meine aktuelle Position wären wahrscheinlich Zertifizierungen passender, aber ich möchte auch in die Zukunft denken, weshalb ich für ein mögliches Weiterbildungsstipendium eher den OP in Betracht ziehe. Das Gehalt in meinem aktuellen Job ist höchstens Durchschnitt, daher würde ich nach dem OP über einen AG-Wechsel nachdenken.

Sollte das mit dem Weiterbildungsstipendium nicht funktionieren, werde ich beim AG nachfragen, ob er mich (finanziell) bei MCSA unterstützen würde. Das wäre ja auch in seinem Interesse. Ansonsten werde ich nächste Woche mit meinem Vorgesetztem, der immer ein offenes Ohr hat, darüber reden, was er von der ganzen Sache hält.

Was sagt ihr dazu? Hat schon mal jemand ein Weiterbildungsstipendium genießen dürfen? Wie waren die Erfahrungen? Zur Info noch: Ich wohne und arbeite im Eck Nürnberg, Fürth, Erlangen, falls das relevant ist.

Vielen Dank für eure Meinungen und eure Hilfe.
 

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Bei den Zertifizierungen kann ich dir leider keinen Rat geben. Was ich hingegen zu bedenken geben würde ist, dass der Operative Professional einen ähnlich hohen Zeitaufwand wie ein Studium kostet, aber nicht mal im Ansatz eine gleichwertige Anerkennung genießt, weil der OP einfach zu unbekannt ist. Darüber hinaus beinhaltet beispielsweise ein Wirtschaftsinformatik Studium nur sehr wenige Module in denen du programmieren musst. An der Iubh im Wirtschaftsinformatik Fernstudium sind es beispielsweise nur zwei Stück. Und mehr als ein paar Übungsaufgsben sind das ja auch nicht. Es geht eher um solide Grundketnnisse. 

Ich will dich nicht vom Studium überzeugen, aber ich würde dem OP nicht aus Angst vor Programmierung dem Studium vorziehen. Allgemein solltest du dich vor diesem Thema nicht abschrecken lassen. Gerade nicht wenn du dich im Microsoft Umfeld bewegst. Microsoft verfolgt eine Cloud First Strategie und hat bereits mehrmals in den Microsoft Academy Videos gesagt, dass die Gui-Only Admins mitziehen oder umschulen müssen werden. Du wirst also über kurz oder lang mit Powershell Programmierung und Themen wie Infrastructure as Code konfrontiert werden und solide Basis Kenntnisse, wie sie dir im Studium vermittelt werden, sind da unerlässlich.  Du kannst die Powershell nicht vernünftig bedienen, wenn du keine soliden Kenntnisse in Objektorientierter Programmierung hast. Ich denke das wird dir sonst über kurz oder lang auf die Füße fallen, wenn du da dicht machst. 

Bearbeitet von Konketea
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vor 9 Stunden schrieb Konketea:

Was ich hingegen zu bedenken geben würde ist, dass der Operative Professional einen ähnlich hohen Zeitaufwand wie ein Studium kostet

Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen.

Mal zum Vergleich ein B.Sc in Wirtschaftsinformatik hat ca. 180 ECTS. Ein ECTS soll ca. 25-30 Arbeitsstunden entsprechen, was einen Gesamtaufwand von 4500 bis 5400 Stunden ergibt. Den IT-OP schafft man in ca. 700-1000 Stunden Gesamtaufwand. Ich musste bei meinem IT-OP über 1,5 Jahre, außer zur Prüfungszeit, nicht mehr als 10 Stunden pro Woche investieren, teilweise sogar sehr viel weniger. Das wird man in einem Studium, welches man nebenberuflich auch nicht mal annähernd in 1,5 Jahre durchziehen wird, nicht schaffen.

Wobei ich dir recht geben, dass der IT-OP nicht so anerkannt wird wie ein Studium. Was bei dem Unterschied des Workloads aber auch völlig ok ist und trotzdem kann man mit dem IT-OP einen ordentlichen Schub bekommen.

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Hallo, ich bin Stipendiatin bei der SBB (Aufstiegsstipendium) und kann Dir einige Infos geben.

Mit dem Weiterbildungsstipendium hast Du ein Budget, das Du für beliebig viele Weiterbildungen ausgeben darfst, bis es alle ist. Da gehören auch Zertifizierungen dazu, aber auch das berufsbegleitende Studium an privaten FHs.

Ein ITSK vom Aufstiegsstipendium hat z.B. den IT-Projektleiter (OP) gemacht.

Die SBB kümmert sich um ihre Stipendiaten und ich genieße die zahlreichen Zusatzangebote mit Seminaren und Regionalgruppen neben dem Studium. Wer sich mit dem Weiterbildungsstipendium entsprechend weitergebildet hat, wird meistens anschließend auch für das Aufstiegsstipendium vorgeschlagen. Ich kenne einige, die das so gemacht haben.

 

P.S. Ich komme auch aus Nürnberg.

Bearbeitet von SaJu
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vor 25 Minuten schrieb OkiDoki:

Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen.

Mal zum Vergleich ein B.Sc in Wirtschaftsinformatik hat ca. 180 ECTS. Ein ECTS soll ca. 25-30 Arbeitsstunden entsprechen, was einen Gesamtaufwand von 4500 bis 5400 Stunden ergibt. Den IT-OP schafft man in ca. 700-1000 Stunden Gesamtaufwand. Ich musste bei meinem IT-OP über 1,5 Jahre, außer zur Prüfungszeit, nicht mehr als 10 Stunden pro Woche investieren, teilweise sogar sehr viel weniger. Das wird man in einem Studium, welches man nebenberuflich auch nicht mal annähernd in 1,5 Jahre durchziehen wird, nicht schaffen.

Wobei ich dir recht geben, dass der IT-OP nicht so anerkannt wird wie ein Studium. Was bei dem Unterschied des Workloads aber auch völlig ok ist und trotzdem kann man mit dem IT-OP einen ordentlichen Schub bekommen.

Also aus der Praxis kann ich nur berichten, dass die ECTS Stundenzahlen als Referenzwert halt nicht realistisch sind. Die orientieren sich an einer 1.0, der Aufwand steigt aber exponentiell zur 1.0, so dass man auch mit erheblich weniger Aufwand eine 1.x erreichen kann. 

Ich habe mein Wirtschaftsinformatik Studium mit 1.x abgeschlossen. Im Schnitt hat ein Modul 7-10 Credpoints. Das wären laut dieses Referenzwertes 200-300 Arbeitsstunden. Ich behaupte das ich für ein Modul nie mehr als 100 Stunden investieren musste, um eine gute bis sehr gute Note zu erreichen. Manche Module habe ich sicherlich auch in weniger als die Hälfte geschafft. Man braucht halt keine 100 Stunden für eine 20 seitige Seminararbeit und Präsentation. 

Sicherlich ist das Studium ein Mehraufwand gegenüber dem OP. Allerdings kostet er eben dann im Vergleich zum Studium dann doch so viel Zeit, dass der Mehraufwand beim Studium dann auch nicht mehr weh tut. Daher sehe ich da einfach keinen echten Vorteil. 

Bearbeitet von Konketea
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vor 49 Minuten schrieb Konketea:

Ich habe mein Wirtschaftsinformatik Studium mit 1.x abgeschlossen. Im Schnitt hat ein Modul 7-10 Credpoints. Das wären laut dieses Referenzwertes 200-300 Arbeitsstunden. Ich behaupte das ich für ein Modul nie mehr als 100 Stunden investieren musste, um eine gute bis sehr gute Note zu erreichen. Manche Module habe ich sicherlich auch in weniger als die Hälfte geschafft. Man braucht halt keine 100 Stunden für eine 20 seitige Seminararbeit und Präsentation.

Dann bist du halt ein Überflieger mit schneller Auffassungsgabe hattest entsprechende Vorbildung oder das Studium war nicht ganz so anspruchsvoll bzw. gibt es ja auch noch inhaltliche Unterschiede je nach Anbieter etc. Verallgemeinern kann man das demnach nicht.

Am Ende hast du den Wisch für den IT-OP, zumindest laut OkiDoki, nach 1 1/2 Jahren in der Hand, deine Bachelorurkunde erst nach 3-5 Jahren. Und dann noch die Frage ob man das zeitlich überhaupt unter einen Hut bekommt. 1 1/2 Jahre sind halt einfacher zu planen als 3-5 Jahre.

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vor 36 Minuten schrieb eneR:

Dann bist du halt ein Überflieger mit schneller Auffassungsgabe hattest entsprechende Vorbildung oder das Studium war nicht ganz so anspruchsvoll bzw. gibt es ja auch noch inhaltliche Unterschiede je nach Anbieter etc. Verallgemeinern kann man das demnach nicht.

Das sehe ich genauso. Ich habe ja bis vor wenigen Tagen auch noch Wirtschaftsinformatik studiert. Vorbildung war meine Ausbildung zum FISI. Dass sich da verschiedene Themen doppeln oder man über Transferwissen nicht alles zu 100% neu erlernen muss, ist vollkommen logisch. Das Studium war bei mir jetzt auch nicht so hart und ich habe sicherlich nicht soviel Zeit pro CP erbringen müssen, wie das bei anderen Studierenden der Fall war.

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Wenn man das Weiterbildungsstipendium mit dem IT-OP macht und hinterher mit dem Aufstiegsstipendium studieren geht, hat man den Vorteil, dass man sich oft nicht nur das Praxissemester anrechnen lassen kann, sondern auch Projektmanagement (beim IT-Projektleiter) sich anrechnen lassen kann. Das hat jemand bei uns gemacht.

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vor 10 Stunden schrieb eneR:

Am Ende hast du den Wisch für den IT-OP, zumindest laut OkiDoki, nach 1 1/2 Jahren in der Hand, deine Bachelorurkunde erst nach 3-5 Jahren. Und dann noch die Frage ob man das zeitlich überhaupt unter einen Hut bekommt. 1 1/2 Jahre sind halt einfacher zu planen als 3-5 Jahre.

Na gut das lass ich von der Dauer bis zum Abschluss gelten. Da hast du recht. Ich sehe es dennoch so, dass 1 1/2 Jahre schon ordentlich investierte Zeit ist. Wenn der Zeinvest, wie oben ausgeführt wurde, im Durchschnitt bei 10h pro Woche liegt, dann sehe ich da zum Studium keinen großen Unterschied mehr. Ich sehe es dann eher aus der Brille: Wenn man schon soviel Bürde auf sich nimmt, dann lieber noch 3 Semester länger die Zähne zusammenbeißen, und dafür dann den akademischen Grad mit nach Hause nehmen.

Es gibt durchaus gute Gründe sich gegen ein Studium zu entschieden. Angst vor 2 Programmiermodulen halte ich hingegen für keinen wirklich guten, um dann auf die sich dann ergebenen Vorteile zu verzichten.

vor 10 Stunden schrieb eneR:

Dann bist du halt ein Überflieger mit schneller Auffassungsgabe hattest entsprechende Vorbildung oder das Studium war nicht ganz so anspruchsvoll bzw. gibt es ja auch noch inhaltliche Unterschiede je nach Anbieter etc. Verallgemeinern kann man das demnach nicht.

Sollte bei Anbietern, deren Schwerpunkt ein nebenberufliches Studium ist (also nicht einfach das reguläre Präsenzstudium auf halbtagsbasis wie an der FUH), kein Problem sein. Aber das Thema hatten wir ja schon an anderer Stelle diskutiert.

Bearbeitet von Konketea
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Hallo zusammen,

Vielen Dank für die zahl- und hilfreichen Beiträge. Ich versuche jetzt mal möglichst alles einzugehen.

Für was auch immer ich mich entscheide, es soll auf jeden Fall berufsbegleitend sein. Ich möchte weiterhin arbeiten. Damit einhergehend ergibt sich auch die Zeit, welche ich noch für eine Weiterbildung aufwenden kann. Wenn beim OP ca 10 bis 15 Stunden ausreichend sind, ist das kein Problem für mich. Aber ich bezweifle, dass dieser Zeitaufwand für ein Studium reicht? Wie würde das dann ablaufen bezüglich Ausbildung „anrechnen lassen“? Ich muss zugeben, dass ich vom Studium noch keine Ahnung habe und mich noch nicht wirklich damit befasst habe.

Habt Ihr Erfahrung mit Stellen, an denen man ein berufsbegleitendes Studium Wirtschaftsinformatik machen kann?

Danke.

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Am 5.9.2019 um 21:34 schrieb TI_Admin:

Ich möchte v. a. nicht programmieren. [...]

aber ich möchte auch in die Zukunft denken, weshalb ich für ein mögliches Weiterbildungsstipendium eher den OP in Betracht ziehe. Das Gehalt in meinem aktuellen Job ist höchstens Durchschnitt, daher würde ich nach dem OP über einen AG-Wechsel nachdenken.
 

Als Admin kleinere Script schreiben zu können ist ein entschiedener Vorteil. Wenn man als Admin Automatisieren kann, dann ist man deutlich besser als der 0815-Klicki-Bunti-Admin ;)

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vor 18 Stunden schrieb TI_Admin:

Wenn beim OP ca 10 bis 15 Stunden ausreichend sind, ist das kein Problem für mich. Aber ich bezweifle, dass dieser Zeitaufwand für ein Studium reicht? Wie würde das dann ablaufen bezüglich Ausbildung „anrechnen lassen“? Ich muss zugeben, dass ich vom Studium noch keine Ahnung habe und mich noch nicht wirklich damit befasst habe.

10 bis 15 Stunden die Woche ist außerhalb der Prüfungsphase vollkommen ausreichend für den IT-OP. Ich muss dazu sagen, dass ich in meinem Studium, nebenberuflich, gerade aber auch nicht sehr viel mehr Zeit als 15 Stunden die Woche investieren muss. Auf den IT-OP kannst du dir die Ausbildung gar nicht anrechnen lassen, weil dieser hierauf aufbaut. Je nach Uni bzw. Hochschule kannst du dir die Ausbildung aber auf ein Studium anrechnen lassen, meist jedoch aber nur auf den praktischen Teil d.h. das Praktikum und ggf. auf ein bis zwei Grundlagenmodule.

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