11. März11. Mar Am 8.3.2026 um 16:20, Qwee hat gesagt:Der CV ist ja nicht mal das Problem, sondern eher, dass ich keine Erfahrung habe. Hatte sogar in meinem letzten StudAlso ich denke dein Studium kann sich in jedem Fall lohnen und du solltest weder wütend noch frustriert über den aktuellen Arbeitsmarkt sein. SIeh es mal so: Du hast viel theorhetisches Wissen, du kannst das mit der Praxis verknüpfen, vielleicht sogar ein Zertifikat erwerben und dich weiterhin bewerben. Die Situation ist nicht schön, aber du kannst nur eine Sache ändern und zwar wie Du damit umgehst und in Zukunft umgehen wirst.
11. März11. Mar vor 5 Stunden, Eratum hat gesagt:Ich habe FiSi und B.Sc. WInf (FH), private Fernuni. Für die reguläre Administrationstätigkeit hätte es letzteres definitiv nicht gebraucht.Das kommt jetzt nicht ganz überraschend, denn ein Bachelor in Wirtschaftsinformatik soll üblicherweise nicht auf Administratortätigkeiten vorbereiten. Viele Leute die ich kenne, ohne dir das zu unterstellen, wählen die Wirtschaftsinformatik nicht aus dem besonderen eigenen Interesse an der Verknüpfung Informatik mit der Betriebswirtschaft, sondern weil sie "Respekt" vor dem Studium der reinen Informatik haben. Insbesondere was die Anteile an Mathematik angeht. Diese Abschlüsse sind anders und bereiten auf ganz andere Themen vor. Natürlich ist jeder schlecht beraten, der ein Studium dafür absolviert, hinterher der Tätigkeit eines Fachinformatikers nachzugehen. Wenn drei Jahre Studium keinen Mehrwert gebracht haben, dann waren die drei Jahre defintiiv schlecht angelegt, was dann aber eher an der Studien(ein)richtung liegt.vor 35 Minuten, CtrlAltAudrey hat gesagt:Und dann erlebt man, dass Leute aus der Ausbildung schneller in Verantwortung kommen, früher praktische Erfahrungen sammeln und teilweise sogar früher „Senior“ genannt werden. ☹️Und dennoch gibt es deutlich mehr Leute, die nach der Fachinformatiker Ausbildung noch über ein Studium nachdenken, als es Personen mit Informatikbachelor gibt, die noch eine Ausbildung anhängen möchten. Wie auch immer das in Zukunft weiterlaufen wird, aber Theoriewissen und die Herausforderungen eines intensiven Studiums rentieren sich eher langfristig als kurzfristig. Ich glaube, dass insbesondere das Thema "KI" dazu führt, dass Leute mit oberflächlichem Wissen weniger gefragt sind, als Leute, die tiefergehendes Verständnis haben um Ergebnisse bewerten zu können. Bearbeitet 11. März11. Mar von Schliepi
11. März11. Mar vor 4 Stunden, Dakta hat gesagt:Eben, ich glaube keiner zweifelt dass man für die Prüfungen im Studium mehr büffeln muss. Aber ich kann mich nicht erinnern, wann ich im letzten Jahrzehnt die Neumann Architektur oder die Turing Maschine gebraucht hätte. Oder irgendwas anderes von den 3 ganzen Tafelbildern, die uns der Prof pro Stunde hat abschreiben lassen.Nur weil du es nicht gebraucht hast, heißt das noch lange nicht, dass es keine Leute gibt die das brauchen. Der Bachelor soll eine breite Grundausbildung darstellen, und die Themen sind durchaus für einige Felder relevant. Natürlich brauchst du nie alles, aber für jeden Teilbereich gibt es Leute, die das brauchen:Low-Level Architekturen (Neumann, Harvard, irgendwelche Mischformen, ...) sind durchaus relevant, wenn man Low-Level Performance Tuning betreiben möchte, z.B. bei Cache-OptimierungDie verschiedenen TCP Arten, Header, MTU-Größe und so weiter ist alles relevant, wenn man Netzwerktechnik machtTuringmaschinen sind relevant für Theorem Prover und Formale Verifikation, was gerade in Zeiten von AI ja wieder interessanter wirdKontextfreie (und seltener Kontextsensitive) Grammatiken sind relevant für den CompilerbauAnalysis brauchst du für Numerische SimulationLineare Algebra und Stochastik brauchst du für Statistisches Lernenund und undMit dem Argument "brauche ich nicht" kann man auch Großteile des Schulstoffes wie z.B. Kurvendiskussion oder Stochastik abschaffen. Nur weil du das nicht braucht, heißt das noch lange nicht, dass dein Kumpel neben dir, der Ingenieur werden will, das nicht braucht.Der Fachinformatiker hingegen behandelt wirklich nur das Allernötigste, das wirklich JEDER braucht. Wenn du dein Studium verwendest um hinterher Sysadmin oder Webdev zu werden... selber Schuld.
17. März17. Mar Am 11.3.2026 um 11:58, Schliepi hat gesagt:Das kommt jetzt nicht ganz überraschend, denn ein Bachelor in Wirtschaftsinformatik soll üblicherweise nicht auf Administratortätigkeiten vorbereiten. [...]Generell: Danke für den Blickwinkel, bin manchmal etwas festgefahren in meiner persönlichen Erfahrung ;-)Hab tatsächlich WInf. gewählt, weil ich das näher an meiner gewünschten Administrationstätigkeit und am FISI sehe als theoretische Informatik. Von daher aus dem Blickwinkel im KMU-Admin-Bereich eventuell einen besseren Stand zu haben ist der WInf. imho eine gute Wahl (wenn es halt sein muss). Klassische Informatik sehe ich da eher im Bereich "F+E".Am 11.3.2026 um 11:58, Schliepi hat gesagt:Und dennoch gibt es deutlich mehr Leute, die nach der Fachinformatiker Ausbildung noch über ein Studium nachdenken, als es Personen mit Informatikbachelor gibt, die noch eine Ausbildung anhängen möchten.Ich denke, egal welche Fachrichtung man studiert hat, die generelle Motivation ist wahrscheinlich eher gering, sich nochmal 2-3 Jahre in eine niedrig bezahlte Ausbildung zu begeben (wobei das so manchem Absolventen allein zur "Erdung" gut tun würde), wenn man ein ewig langes Studium hinter sich hat.
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