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Projektantrag: Aufbau einer vom Produktivnetz abgekapselten Virtualisierungsumgebung

Empfohlene Antworten

Hallo zusammen,

ich möchte mir gerne auch einmal externes Feedback einholen zu meinem Projektantrag. Intern läuft das bei uns leider nicht so rund.

Meine größte befürchtung ist, dass ich das schon viel zu detailliert beschrieben habe und demnach der Antrag zu lang ist. Auch würde ich gerne wissen, ob der Zeitplan so überhaupt realistisch ist:

1. Thema der Projektarbeit

Aufbau einer vom Produktivnetz abgekapselten Virtualisierungsumgebung auf Basis von VMware vSphere/vCenter zur direkten Erprobung neuer Systeme auf Hypervisor-/VM-Ebene sowie als Desaster-Recovery-Option für die Produktivsysteme, unter Wiederverwendung vorhandener Server-Hardware.

1.1 Geplanter Bearbeitungszeitraum

12.10.2026 – 13.11.2026 (gesamter Bearbeitungszeitraum, 40 Stunden)

2. Projektbeschreibung

2.1 Unternehmensbeschreibung

** Hier ein generischer Text der mir so vom Ausbildungsbetrieb vorgeschrieben wurde **

2.2 Ausgangssituation (Ist-Analyse)

Neue Systeme, Anwendungen und Konfigurationen werden in der IT-Abteilung bislang ohne eine dedizierte, vom Produktivbetrieb getrennte Testumgebung eingeführt. Getestet wird dabei auf Bestands-Produktivsystemen in abgetrennten Netzwerkbereichen – dabei drohen Betriebsstörungen, Datenverlust und ungeplante Ausfallzeiten, denn die Tests laufen auf derselben physischen Infrastruktur und teilen sich Rechenleistung, Speicher und Netzwerk mit dem Produktivbetrieb. Fehlkonfigurationen – etwa IP-Adresskonflikte oder falsch zugeordnete VLANs – können so unmittelbar auf produktive Dienste durchschlagen. Vor allem Auszubildende haben aktuell keine Möglichkeit, Systeme eigenständig aufzusetzen und dabei auch Fehler machen zu dürfen, ohne den Produktivbetrieb zu gefährden.

Zusätzlich verfügt die IT-Abteilung aktuell über keine Ausweichkapazität für den Fall eines Ausfalls der produktiven Virtualisierungsumgebung: Bei einem größeren Störfall stünde kein eigenständiges Notfall-Cluster zur Verfügung, auf dem kritische Systeme kurzfristig weiterbetrieben werden könnten.

Gleichzeitig lagern im Unternehmen mehrere ungenutzte Server (HP ProLiant DL360 der Generationen 6 bis 9), mehrere Ethernet- und SAN-Switches (u. a. Cisco Catalyst 3560G und Fibre-Channel-Switches) sowie verschiedene Netzwerkspeicher (Network Attached Storage, NAS; u. a. Thecus N8800SAS und HP MSA 2040), deren Wiederverwendung zusätzliche Anschaffungskosten erspart. Die Auswahl der konkret einzusetzenden Komponenten aus diesem Bestand ist Teil des Projekts. Diese Hardware bildet dabei nur die physische Basis; die eigentliche Virtualisierungsumgebung (Hypervisor-Schicht) darauf muss im Projekt erst noch aufgebaut werden.

2.3 Projektziel (Soll-Konzept)

Ziel ist das Schaffen einer eigenständigen Virtualisierungsumgebung (Hypervisor-Struktur), auf der neue Systeme und Programme unabhängig vom Produktivbetrieb direkt auf Hypervisor-/VM-Ebene gestartet und getestet werden können. Die Umgebung ist vollständig vom Produktivnetz getrennt und übernimmt zugleich die Funktion einer Desaster-Recovery-Option: Im Ernstfall können auf ihr essenzielle Systeme der Produktivumgebung ausweichsweise weiterbetrieben werden. Die Wiederherstellung erfolgt dabei über das bestehende, netzseitig getrennte Backup (Air-Gap-Backup): Im Störfall wird kontrolliert eine physische Netzverbindung hergestellt, die essenziellen Systeme werden aus dem Backup auf die neue Umgebung zurückgespielt und dort weiterbetrieben. Im Regelbetrieb bleibt die Umgebung vollständig isoliert.

Vorgabe des Ausbildungsbetreuers und der Abteilungsleitung ist dabei, vorhandene, aktuell ungenutzte Hardware wiederzuverwenden sowie auf VMware als Virtualisierungsplattform zu setzen. Beides ist als Rahmenbedingung gesetzt: Wiederverwendung, weil die Server bereits im Bestand sind und keine Neuanschaffung nötig ist; VMware, weil im Unternehmen bereits entsprechendes Know-how vorhanden ist und die Produktivsysteme selbst ebenfalls auf VMware laufen. Zwar ließen sich VMware-basierte VMs grundsätzlich auch auf andere Plattformen übertragen, das erfordert im Ernstfall jedoch zusätzliche Konvertierungsschritte und schafft Reibungspunkte, die weitere Komplikationen einbringen können – bei einer plattformgleichen Umgebung können die Workloads dagegen ohne Anpassung übernommen werden.

Innerhalb dieser Rahmenbedingungen liegen die wesentlichen fachlichen Entscheidungen bei mir:

          Hardware-Auswahl: Auswahl der einzusetzenden Komponenten aus dem Gerätebestand – u. a. Entscheidung für die DL360 Gen9 als neueste verfügbare Servergeneration (ESXi-Kompatibilität, Leistung und Energieeffizienz gegenüber Gen6–Gen8).

          Storage-Anbindung: Entscheidung für iSCSI statt Fibre Channel (FC), da die für FC benötigten Komponenten (u. a. passende SFP-Module) nicht vollständig im Bestand vorhanden sind und Mehrkosten verursachen würden; die Bewertung beider Varianten erfolgt per Nutzwertanalyse in Phase 1.

          Storage-Redundanz: Konfiguration des NAS im RAID-6-Verbund, sodass der gleichzeitige Ausfall von bis zu zwei Festplatten ohne Datenverlust toleriert wird – bei Bestandsplatten gleichen Alters ein relevantes Risiko.

          Netzdesign: eigenständiges VLAN-Konzept, angelehnt an das Schema des Produktivnetzes, jedoch in einem separaten Nummernkreis – so bleibt die Umgebung für Administratoren wiedererkennbar und zugleich eindeutig vom Produktivnetz unterscheidbar.

          Rollen- und Berechtigungskonzept: wird von mir eigenständig ausgearbeitet und umgesetzt.

Die Versionswahl von ESXi/vCenter ist durch die Kompatibilität der Bestandshardware und die vorhandenen Lizenzen weitgehend vorgegeben und wird in der Dokumentation nachvollziehbar begründet.

Wirtschaftlichkeit: In Phase 1 wird eine Kosten-Nutzen-Betrachtung erstellt. Den Projektkosten – im Wesentlichen 40 Stunden Arbeitszeit sowie die laufenden Stromkosten der Server – steht die vermiedene Neuanschaffung einer vergleichbaren Test- und Notfallumgebung (zwei Server, Switch, Storage; Wiederbeschaffungswert im unteren fünfstelligen Eurobereich) gegenüber. Hinzu kommt schwer bezifferbarer, aber wesentlicher Nutzen: vermiedene Betriebsstörungen durch Tests auf Produktivsystemen sowie eine Notfallreserve, die ungeplante Ausfallzeiten im Störfall verkürzt.

2.4 Projektumfeld

Das Projekt entsteht in der IT-Abteilung **des Unternehmens**; sie ist zugleich interner Auftraggeber und späterer Betreiber der Umgebung. Betrieblicher Ansprechpartner und Projektbetreuer ist **Ausbilder**.

Nutzerkreis: Auszubildende der IT-Abteilung als primäre Anwender (eigenständiges Aufsetzen und Testen von Systemen), Administratoren der IT-Abteilung als Betreiber.

Standort: Die Hardware wird final in Halle 3 im Lager am Standort Kamp-Lintfort aufgebaut.

Prozessschnittstellen:

          Einstieg: Auftrag und Anforderungen durch die IT-Abteilung; Freigabe der Bestandshardware zur Wiederverwendung.

          Während der Durchführung: Abstimmung mit dem Projektbetreuer zu Standort, Stromversorgung und Rollenkonzept.

          Ausstieg: Übergabe an die IT-Abteilung inkl. Einweisung und Betriebshandbuch.

Abgrenzung: Die Umgebung ist bewusst netzseitig isoliert; eine Anbindung an das Produktivnetz ist nicht Gegenstand des Projekts. Die Bewertung der Virtualisierungsplattform erfolgt auf VMware-Basis; eine mögliche spätere Migration in Richtung Microsoft Hyper-V ist strategischer Zukunftskontext, jedoch nicht Projektinhalt.

Eigenleistung: Planung, Konfiguration (Switch, Hosts, Storage, vCenter) sowie Test und Dokumentation führe ich eigenständig durch. Kollegen sind nur an der Freigabe zu Standort, Stromversorgung und Rollenkonzept beteiligt (s. Prozessschnittstellen).

2.5 Projektphasen mit Zeitplan

Phase 1 – Analyse & Konzeption (7h)

          Ist-Analyse und Anforderungen klären

          Soll-Konzept erstellen (Plattform, Netz, Storage)

          Wirtschaftlichkeit und Plattformwahl bewerten

Phase 2 – Planung (4h)

          Hardware- und Zeitplanung

          Netz- und Storage-Planung

          Rollenkonzept planen

Phase 3 – Realisierung (18h)

          Einrichtung der Hosts

          Einrichtung Switch

          Einrichtung Storage

          Cluster und Rollenkonzept umsetzen

Phase 4 – Test & Qualitätssicherung (5h)

          Testkonzept erstellen

          Funktionstests durchführen

          Abnahme mit dem Auftraggeber

Phase 5 – Projektabschluss & Dokumentation (6h)

          Übergabe und Einweisung der IT-Abteilung

          Projektdokumentation erstellen

          Soll-Ist-Vergleich und Fazit

Gesamt: 40h

3. Dokumentation der Projektarbeit

Die Projektdokumentation erfolgt als prozessorientierter Projektbericht im Portable Document Format (PDF) und beschreibt Ausgangssituation, Zielsetzung, Umsetzung, Tests, Ergebnisse und Nutzen.

Vorgesehene Anlagen:

          Kosten-Nutzen-Betrachtung (Wirtschaftlichkeit)

          Netz- und Storage-Diagramme, Cluster-Übersicht

          Screenshots der Konfiguration

          Testprotokolle/Abnahmeprotokoll

          Kurzes Betriebs-/Übergabehandbuch für die IT-Abteilung

          Offenlegung eingesetzter Werkzeuge mit Künstlicher Intelligenz (KI) gemäß Vorgabe der IHK

4. Verwendete Hard- und Software (Auswahl)

          Hardware: 2× HP ProLiant DL360 Gen9 (Bestand); Thecus N8800SAS als iSCSI-Storage im RAID-6-Verbund (Bestand); Cisco Catalyst 3560G als Layer-3 (L3)/VLAN-Switch (Bestand)

          Software: VMware ESXi, VMware vCenter Server Appliance (VCSA), HPE iLO/Firmware-Tools

Bearbeitet von mapr

Mal provokativ gefragt:

Was für Entscheidungen triffst du denn, wenn du unter 2.3 lang und breit erklärst das eigentlich alles vorgegeben ist?

Kürze das ganze den so detailliert gehören Ist-Analyse und Soll-Konzept nicht in den Antrag sondern in die Doku.

Bei den Phasen und der Zeitverteilung, verteile die Zeit ruhig auf die einzelnen Unterpunkte.

vor 1 Stunde, Vugas hat gesagt:

Die Bewertung der Virtualisierungsplattform erfolgt auf VMware-Basis; eine mögliche spätere Migration in Richtung Microsoft Hyper-V ist strategischer Zukunftskontext, jedoch nicht Projektinhalt.

Genau das wäre DEIN Thema. wie cortez schon ausführte. So seh ich für eine Zulassung schwarz, wir würden das ablehnen

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