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ISP-Vertrag wg. Nichterfüllung kündigen - Wie vorgehen?


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Folgende Situation:

Im Oktober 2004 sind wir umgezogen. Wir haben ISDN + DSL mit 2Mbit/s beim rosa Riesen genutzt, weil andere ISP zu diesem Zeitpunkt an unserem Wohnort nicht verfügbar waren. Die DSL-Leitung lief immer stabil, nie Probleme.

Im Dezember 2005 haben wir dann den ISP gewechselt. ISDN + DSL mit 6 Mbit/s. Umschaltung war am 23.12.2005. Ab diesem Tag hatten wir jeden Tag ab 16:00 Uhr keinen Zugriff mehr aufs Internet. Wir haben bis zur Woche nach Neujahr täglich mit der Hotline telefoniert, mehrere Tickets aufmachen lassen (teilweise wurden Tickets ohne Rückmeldung einfach geschlossen). Diese Störungen und Telefonate haben wir protokolliert.

Nach Neujahr wurde eine Technikerin vorbeigeschickt. Die Dame hat unsere Wohnung noch nicht einmal betreten, sie hat meinem Freund nur an der Tür erklärt, dass die Leitung für 6MBit/s nicht geeignet wäre und man uns auf 4MBit/s runterstufen würde, dann würde es funktionieren. Damit waren wir auch einverstanden.

Die DSL-Leitung lief danach auch erstmal stabil. Auffällig war nur, dass der Reconnect nach der täglichen Zwangstrennung unglaublich lange dauerte. Beim Telekom-Anschluss dauerte es keine Minute, beim neuen ISP durchaus schon mal 10-20 Minuten, bis wir das Internet wieder nutzen konnten. Ich glaube, mein Freund hat deswegen auch ein Ticket öffnen lassen, ich bin mir aber nicht sicher.

Seit Ende März gibt es wieder massive Probleme. Wieder abends ab 17:00 kein Internet. Also haben wir wieder ein Ticket beim ISP aufgemacht. Dieser hat wieder die Technikerin vorbeigeschickt. Diesmal ist sie sogar reingekommen und hat die Leitung durchgemessen. Beim Anstecken ihres Messinstruments musste auch sie ewig warten, bis sie einen Connect hatte (wie unsere Reconnect-Probleme nach der Zwangstrennung). Sie hat die Telefondose ausgetauscht und uns dann erklärt, dass mehr als 768KBit/s auf dieser Leitung nicht funktionieren würden, das wäre technisch nicht möglich. Da frage ich mich nur, warum der Telekom-Anschluss mit der gleichen Leitung 2MBit/s verträgt und unser direkter Nachbar eine störungsfreie 6MBit/s-Leitung auch bei der Telekom hat? Vielleicht kann mir das ja mal jemand verständlich machen.

Mit einer so geringen Bandbreite wollen wir nicht leben, zumal uns eine 6Mbit/s zugesagt wurde und wir diese bisher auch bezahlt haben.

Wie kommen wir jetzt am schnellsten aus diesem Vertrag raus? Unsere Meldung wurde angeblich (laut Hotline) ans Beschwerdemanagement weitergeleitet, wir haben eine Frist von 15 Tagen gesetzt und mit dem Rechtsanwalt gedroht, aber bisher noch keine Reaktion bekommen. Wie sollen wir weiter vorgehen?

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<vermutung>

Versatel.

</vermutung>

Post mal die Leitungsdaten vom DSL Modem was diese über die Leitung aussagt. Interessant währe der Signal Rauschabstand. Wurde mal ein anderes Modem gestestet? Du könntest auch darum bitten das dein Anschluss auf einen anderern Port gesteckt wird. Die Hardware scheint nicht für den "Kundenansturm" ausgelegt worden zu sein, daher auch die Wartezeit bei erneuter einwahl und evtl. Probleme zu den Peak zeiten. Wenn ich fragen darf, um welchen Ort geht es denn?

Aus dem Vertrag kommst du leider nicht so einfach raus, da die 6Mbit ja als "bis zu" beworben werden also als "es kann muß aber nicht". Ein kleinen Trick gibbet noch aber das kann der Anwalt besser als ich und dieser wird dafür noch bezahlt. :P

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Mit einer so geringen Bandbreite wollen wir nicht leben, zumal uns eine 6Mbit/s zugesagt wurde und wir diese bisher auch bezahlt haben.

Wie kommen wir jetzt am schnellsten aus diesem Vertrag raus? Unsere Meldung wurde angeblich (laut Hotline) ans Beschwerdemanagement weitergeleitet, wir haben eine Frist von 15 Tagen gesetzt und mit dem Rechtsanwalt gedroht, aber bisher noch keine Reaktion bekommen. Wie sollen wir weiter vorgehen?

Erstmal 15 Tage warten. Nur wegen einer Frist oder einem Anwalt reagieren die dann nicht an einem Tag ;)

Ansonsten musst du halt mal nachsehen, was genau in eurem Vertrag genau steht. Sind die 6MBit wirklich zugesichert oder steht im Vertrag was von "Bis zu...", "wenn möglich..." o.ä.? Wie sie beworben werden und was dann im Vertrag steht sind ja 2 unterschiedliche Dinge. Da steht aber bestimmt was in der Art drin.

Habt ihr die 6MBit auch bezahlt als ihr runtergestuft wurdet? Dann würd ich da nochmal anrufen, ihr bezahlt ja mehr, als ihr bekommt.

Und wenn euer Nachbar 6MBit hat, dann liegt es vielleicht doch an der Leitung, und zwar an der, die in eure Wohnung führt. Ihr solltet die Verkabelung mal prüfen lassen, vom Hausverteiler bis zu eurer Wohnung.

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Setzt der Firma schriftlich (und ich meine einen Brief, keine Mail) eine Frist von 14 Tagen dir die auflösung des Vertrages wegen der Nichterfüllung von deren Seite zu bestätigen (mit ausführung der Gründe, am besten so schön ausführlich wie das was du hier gepostet hast).

Darin sagt ihr außerdem, dass ihr den Vertrag als gekündigt anseht, sofern der ISP keine Reaktion zeigt (er es also Stillschweigend hinnimmt).

Wiederruft außerdem eine evtl. Einzugsermächtigung ausdrücklich.

Wenn sie diese ohne Reaktion verstreichen lassen, setzt ebenfalls schriftlich eine Nachfrist von 10 Tagen.

Wenn der dann immnoch nichts von sich hören lässt, dann wartet ihr ab. Sofern noch Rechnungen kommen, werden diese nicht bezahlt/Einzüge werden zurückgebucht. Wenn ihr möchtet könnt ihr jede Rechnung mit einem hinweis auf eure Briefe beantworten.

Falls sie dann penetrant werden, dann geht auf jeden Fall zu einem Anwalt der für euch das ganze nochmal macht und außerdem seine Kosten dem ISP in Rechnung stellt.

Btw: Ich würde übrigens, falls das nicht zu teuer ist, gleich zu einem Anwalt gehen...

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Wenn ich Solches lese, bin ich immer mehr davon überzeugt, dass es richtig ist, für mich und meine bessere Hälfte 30€/Monat in eine Rechtsschutzversicherung bei der Ali-Hans anzulegen...

Dann geht man nur noch zum Anwalt und der Rest geht von allein...

Sie hat die Telefondose ausgetauscht und uns dann erklärt, dass mehr als 768KBit/s auf dieser Leitung nicht funktionieren würden, das wäre technisch nicht möglich. Da frage ich mich nur, warum der Telekom-Anschluss mit der gleichen Leitung 2MBit/s verträgt und unser direkter Nachbar eine störungsfreie 6MBit/s-Leitung auch bei der Telekom hat? Vielleicht kann mir das ja mal jemand verständlich machen.

Du hast völlig Recht: wenn die Telekom 2MBit/s durch die Leitung jagen kann, dann kann das auch jeder andere ISP!

Dass Dir eine 6Mbit/s-Leitung zugesagt wurde, und man danach trotzdem zurückrudern musste, ist allerdings nicht ungewöhnlich, selbst bei größeren Anbietern (T-Online, NetCologne, Arcor).

Deswegen ist mein Daddy inzwischen auch wieder beim Magenta-T... Mit denen hat man Ärger ohne Ende, bis der Anschluss steht bzw. man eine Änderung tatsächlich durch hat, aber wenn es läuft, läuft es wenigstens meist ohne Probleme (was man leider von den meisten Marktbegleitern nicht sagen kann, so sie überhaupt verfügbar sind).

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Was wohl hauptsächlich daran liegen wird, dass die Marktbegleiter fast alle auf die Hardware vom Magenta-T angewiesen sind (also die Leitungen, das Umschalten, evtl. Änderungen etc.) ;)

und die leitungen (die TAL) für den magenta riesen nen abfall produkt sind und dementsprechend vom magenta riesen auch so entstört werden ;)

jedenfalls wenn man im zuständigkeitsbereich köln, ffm, münchen wohnt. in berlin kommt zusätzlich hinzu, dass dort erfahrungsgemäss nur die halbe bandbreite geht wie sie bei selber leitungscharakteristika in hamburg zum beispiel möglich wäre ;)

was die 6mbit deines nachbarn angeht:

- zum einen kann es wirklich an der verkabelung APL <-> TAE liegen

- zum anderen: schonmal gecheckt ob irgendwelche elektrischen verbraucher in der nähe des dsl modems stehen (wlan adapter, router, mikrowelle, wasserkocher, drucker .....)

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  • 2 Wochen später...
Was wohl hauptsächlich daran liegen wird, dass die Marktbegleiter fast alle auf die Hardware vom Magenta-T angewiesen sind (also die Leitungen, das Umschalten, evtl. Änderungen etc.) ;)

Das stimmt... daher ist es leider so, dass man in Gebieten, die noch nicht durch andere erschlossen sind meist ärgerfreier mit dem Riesen selbst fährt. Sicherlich von diesem so beabsichtigt, aber es geht hier ja erstmal nur um die Sicht des Kunden...

In der Stadt direkt habe ich auch einen NetCologne-Anschluss, der fehlerfrei und schnell läuft.

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