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Vom Studium zum Fachinformatiker


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Hallo,

ich bin 24 Jahre alt und studiere derzeit Informatik an einer Universität und befinde mich im 4. Semester. Ich werde wohl auch noch 4 weitere Semester benötigen um den Grad eines Bachelor zu erlangen.

Leider bin ich finanziell sehr stark von meinen Eltern abhängig (bekomme kein BAföG). Da ich mir nicht ganz sicher bin das Studium innerhalb der gesetzten Zeit tatsächlich abschließen zu können stelle ich mir nun ernsthaft die Frage mein Studium ruhen zu lassen und eine Ausbildung als Fachinformatiker zu beginnen. So wäre ich finanziell zunächst auf der sicheren Seite und könnte mein Studium nach der Ausbildung fortsetzen, ohne die bisherigen Leistungen zu verlieren.

Ich habe in einigen Artikeln gelesen, dass es möglich sein soll die Ausbildung stark zu verkürzen und in einigen Fällen sogar komplett auf die Berufsschule zu verzichten. Ich habe mein Abitur mit 2,2 abgeschlossen und habe - wenn ich ehrlich bin - keine Lust den ganzen Stoff erneut durchzumachen.

Wie sieht das in der Praxis aus? Mit welcher Ausbildungszeit könnte ich rechnen? Ist der komplette Verzicht auf die Berufsschule realistisch?

Vielen Dank.

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Das wäre, meiner Meinung nach, eine absolute Zeitverschwendung.

Wenn du nachher dein Studium abschließt interessiert sich doch niemand mehr für den IHK-Zettel, in den du dann zwei Jahre gesteckt hast.

Wenn es wirklich nur um die Finanzen und nicht um die Leistungen im Studium geht, dann such dir einen Studi- oder Kellner-Job oder nimm notfalls einen kleinen Kredit auf, aber verschwende keine zwei Jahre für ein Stück Papier das dich nachher nicht weiter bringt.

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Danke für die Antwort.

Ich muss gestehen, dass ich mir nicht sicher bin das Studium auch erfolgreich abschließen zu können. Ich habe zwar schon ein paar harte Brocken mit 60-80% Durchfallquote hinter mir, Zeug wie Theoretische Informatik, Automatisierungstechnik usw. allerdings auch noch vor mir. Es kann daher gut sein, dass mir eine der Veranstaltungen im weiterem Verlauf des Studiums das Genick bricht. Mit einer Ausbildung als Fachinformatiker hätte ich dann zumindest bereits etwas in der Hand.

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Dann würde ich nach Möglichkeit erst die unangenehmen Klausuren angehen, um Gewissheit darüber zu erlangen, ob man die ganze Sache packt. Bei Bestehen oder knappen Durchfallen, würde ich mit dem Studium weiter fortfahren und mir Gedanken um die Finanzierung machen. Ansonsten muss das Studium halt abgebrochen werden. Wenn es nur an der Theorie bzw. Mathe liegt, dann würde ich auch ernsthaft in Betracht ziehen die Hochschule oder das Studienfach zu wechseln.

Einen viel sinnvolleren Ratschlag kann man hier wohl nicht geben, da keiner einschätzen kann, wie die Chancen für einen erfolgreichen Abschluss des Studiums stehen. Ich würde jedenfalls auch nicht zu einem überhasteten Abbruch raten.

Bearbeitet von gimbo
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Da ich mir nicht ganz sicher bin das Studium innerhalb der gesetzten Zeit tatsächlich abschließen zu können stelle ich mir nun ernsthaft die Frage mein Studium ruhen zu lassen und eine Ausbildung als Fachinformatiker zu beginnen.

Also ich sehe das weniger kritisch als meine Vorredner.

Ich denke, die Zeit ist keinesfalls vergeudet. Selbst wenn Du die Zeit nur für Dich als Auszeit vom Studium nimmst, nur um 'mal andere Gesichter zu sehen und 'was anderes machen. Tapetenwechsel schadet keinem!

Wenn du nachher dein Studium abschließt interessiert sich doch niemand mehr für den IHK-Zettel, in den du dann zwei Jahre gesteckt hast.

Selbst wenn dem so wäre, so kann man auch nicht unbedingt sagen, dass der "Zettel" schadet.

Ich habe in einigen Artikeln gelesen, dass es möglich sein soll die Ausbildung stark zu verkürzen und in einigen Fällen sogar komplett auf die Berufsschule zu verzichten.

Ob das in Deinem Fall in Frage kommt, müsstest Du wohl mit der zuständigen IHK klären. Möglich wäre es.

Allerdings würde ich Dir nur bedingt dazu raten, die Berufsschule komplett wegfallen zu lassen. Das ein oder andere Prüfungsrelevante wirst Du ja da schon lernen. Und ich finde es bequemer, den Stoff im Unterricht mitzuverfolgen und ihn mir so anzueignen, anstelle ihn mir zu Hause noch neben der Arbeit anzueignen. Mal abgesehen davon, das ein bis zwei Nachmittage in der Woche um 15.00 Uhr Schluss finde ich auch nicht gerade unangenehm :]

Mal von den sozialen Kontakten und Interaktionen abgesehen.

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Da ich mir nicht ganz sicher bin das Studium innerhalb der gesetzten Zeit tatsächlich abschließen zu können stelle ich mir nun ernsthaft die Frage mein Studium ruhen zu lassen und eine Ausbildung als Fachinformatiker zu beginnen.

Das ist auch meiner Meinung nach, eine dämliche Idee.

Ich muss gestehen, dass ich mir nicht sicher bin das Studium auch erfolgreich abschließen zu können. Ich habe zwar schon ein paar harte Brocken mit 60-80% Durchfallquote hinter mir, Zeug wie Theoretische Informatik, Automatisierungstechnik usw. allerdings auch noch vor mir. Es kann daher gut sein, dass mir eine der Veranstaltungen im weiterem Verlauf des Studiums das Genick bricht.

Wenn dem so sein sollte, dann kannst du immernoch eine Lehre machen. Ein Studium (dessen Abschluss man tatsächlich anstrebt) ohne Not abbrechen ist und bleibt Unfug.

Bzgl Geld siehe lordys Anregungen.

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Der Stoff in der BS vermittelt wird hat nur wenig mit dem zu tun, was man Informatikstudium oder im Abitur macht. Also kannst du damit an Wissen dazugewinnen - gerade für den Netzwerkteil.

Einige Fächer werden zwar eher langweilig - wie Englisch oder Anwenungsentwicklung, aber sind auch Argumente, die für eine Verkürzung sprechen. Vielleicht kannst du in der BS gleich im 2. Lehrjahr einsteigen.

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In welcher Region lebst du?

Als Werkstudent kannst du bis zu 20 Stunden die Woche arbeiten. In den Semesterferien auch 40.

Bei mir ist es so, dass ich pro Monat 800 Euro brutto verdienen darf, davon gehen dann nur 9,8% oder so als RV weg. Ab den 800 Euro wird dann Lohnsteuer gezahlt (ist das so richtig? hab da irgendwie den Überblick verloren). Naja auf jeden Fall den Freibetrag eben beachten, den du hast und der bei ca. 8500+ im Jahr liegen dürfte.

Stundenlöhne für Informatik-Studenten sind in meiner Region (Südbayern) in der Regel so zwischen 10 und 14 Euro.

Ich kanns nur aus meiner Erfahrung sagen, aber eigentlich ist es kein Problem zu studieren und gleichzeitig (aufs Jahr gesehen) 600 - 750 Euro im Monat zu verdienen. Dafür hat man natürlich keinen Urlaub und das Studium kann schonmal ein paar Semester länger dauern (was sich durch die Kontakte, wie man als Werkstudent knüpft, aber wieder ausgleicht).

Und mit 650 Euro kann man im Monat schon ganz gut zurechtkommen.

Ist aber natürlich regional abhängig, das ist mir schon bewusst.

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@Bool

Ehrlich, mach das nicht. Zieh das Studium durch, und mach es normal zu Ende, ohne Unterbrechungen. Ganz abgesehen davon weiß ich nicht, ob es überhaupt möglich ist, sich für eine so lange Zeit vom Studium beurlauben zu lassen. Eine Beurlaubung für 1 oder 2 Semester ist i. a. problemlos möglich, aber so lange? Denke nicht, dass das funktioniert. Ansonsten schließe ich mich bigvic an, ich bin auch der Meinung, dass das nicht sinnvoll ist, was Du da vorhast. In deinem Eingangsposting schreibst Du ja nichts davon, dass Du mit dem Studium nicht zurechtkommen würdest oder dass dir dieses keinen Spaß mehr macht usw..., abso zieh es durch.

Gruß fach_i_81

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Danke für die vielen Antworten. Ich werde das Studium durchziehen. Sollte es aus irgendwelchen Gründen scheitern, kann ich mich ja noch immer als Fachinformatiker bewerben. Ich muss dann zwar weiterhin in den sauren finanziellen Apfel beißen, habe aber dann auch Chancen auf ein besseres Gehalt.

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Ich möchte hier nochmal was zum IHK-Abschluss im Zusammenhang mit dem Bachelor sagen.

Angenommen ich habe einen Bachelor UND einen IHK-Abschluss. Das wertet meinen Bachelor insofern auf, als das mir dieser "Zettel" attestiert, dass ich Praxiserfahrung habe und bereits produktiv entwickelt habe - was mit dem programmieren im Bachelor-Studium (ich habe auch schon eins abgebrochen ;)) nicht wirklich viel gemein hat. Es ist sicher nicht schlecht, als Absolvent eines eher theoretischen Studiengangs auch praktische Erfahrungen nachweisen zu können.

Von daher ist es imho falsch zu sagen, dass der Bachelor-Abschluss einen IHK-Abschluss im Verhältnis zum "Zettel" herabwertet.

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