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Nach der Ausbildung...


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Hi Leute,

ich mache mir wie jeder Gedanken was ich nach der Ausbildung tun soll und würde mir gerne von euch einen Rat holen.

Was ich momentan mache:

Ich arbeite in einer ~10 Mann Firma in Hamburg, welche RZ-Kunden betreut und ihren Fokus aufs Outsourcing legt. Nebenprojekte sind von uns natürlich auch gerne gesehen.

Projekte darf ich selber leiten und alle Ressourcen ebenfalls selber einteilen. Wenn kein Projekt ansteht, oder eine Ruhephase während eines Projektes besteht, verbringe ich meinen Tag mit dem typischen Abarbeiten von Tickets oder der internen IT.

Ich würde sagen, dass 65% Ticketarbeiten sind. 25% Projekte und 10% Beratung von Kunden.

Wo ich später machen möchte:

Ich möchte nach der Ausbildung eine beratende Tätigkeit (Junior IT-Consultant?) ausführen. Ich weiß, dass mir das Reden und Beraten Spaß macht und das ich das gut kann. Ich habe stets positives Feedback bekommen, was meine Kommunikation mit den Kunden angeht.

Das supporten bringt mir zwar auch Spaß, aber wenn ich ehrlich bin möchte ich später eine Richtung einschlagen, welche mich "persönlich" UND "Entgeldtechnisch" zufrieden stellt. Und da sind die Beratungs- und (Projekt)Leitungspositionen im Vordergrund.

Der Weg dahin:

Mein jetziger Chef möchte mich übernehmen und sagte mir das bereits des öfteren. Ich würde, da ich im November meine schriftliche Prüfung habe und gerne früh Bescheid haben möchte, ob ich mich anderweitig bewerben muss im Oktober in die Verhandlung gehen. Haltet ihr das für richtig?

Ich würde mit 36k in die Verhandlung gehen und mich auf 32k runterdrücken lassen, aber darunter möchte ich ungern.

Ich würde gerne in Absprache mit meinem Chef den "Operative Professional" in der Fachrichtung des IT-Beraters oder des IT-Projektleiters machen. Das wird auch in Hamburg angeboten.

Ich weiß das der OP nicht von allen Firmen als Qualifikation oder Ähnliches angesehen wird, aber es gibt Firmen, die den kennen und schätzen. Mir geht es hauptsächlich um das Lernen an sich und um die persönliche Weiterbildung, der Schein ist das I-Tüpfelchen.

Tipps:

Würdet ihr mir etwas anderes empfehlen? Was würdet ihr machen, wenn der Chef nein zu 32k sagt? Gleich eine Junior Consultant oder IT-Projektleiter "Stelle" suchen, obwohl ich für die Projektleiterstelle zu wenig "Berufserfahrung" hätte denke ich...? Den OP ohne Arbeitgeber machen (wird teuer...) ?

Falls ihr Fragen habt fragt nach :)

Mir gehts hierbei nur darum einen Plan zu haben für die Zeit nach der Ausbildung.

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Moin,

wenn Du übernommen werden solltest wäre das doch schonmal gut. Würde dir den Bewerbungsstress ersparen. Ob die von dir geforderten 36k€ gerechtfertigt sind, kann ich so nicht sagen. Aber das wäre als Einstieg überdurchschnittlich gut. Und du musst dem natürlich auch gerecht werden. Sprich: dem Unternehmen soviel bzw. das Doppelte einbringen.

Als Einsteiger wird man dich sicherlich nicht in eine leitende Position stecken. Dazu gehört schon etwas Berufserfahrung und ggf. Erfahrung im Leiten eines Teams.

Wenn dir jetzt dein Wunschgehalt nicht gezahlt wird, willst du also gleich abhauen? Was ist mit Boni? Gefällt es dir in der jetzigen Firma? Muss man ja alles erstmal abwägen.

Du kannst dich natürlich auch als Junior Consultant bewerben. Bedenke aber das auch hier ein Einstiegsgehalt von 36k€ mit Ausbildung selten ist (denke ich mal).

Ich kann ja mal von mir erzählen: Ich habe in (m)einem Thread 3 Angebote gepostet, die ich bekommen habe. Davon waren 2 Angebote auf 12 Monatsgehälter runter gerechnet unter 30k€. Das 3. war ein Ausreißer und persönlich habe auch gar nicht gedacht das ich soviel bekomme. Was ich damit sagen will: Viele Firmen / Personaler drücken einen ziemlich runter mit dem Gehalt. Eine Firma sogar ganze 10k€. Aber: es gibt ja auch Ausnahmen.

Zum Operative Professional kann ich gar nicht soviel sagen. Ich weiß nur das er nicht sonderlich bekannt ist und sich mir die Frage stellen würde ob sich das überhaupt lohnt. Warum nicht lieber Zertifikate machen oder noch besser: Ein (Wirtschafts-) Informatikstudium?

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Hi,

deine Ansprüche sind nicht gerade klein, auch wenn Hamburg recht teuer ist, halte ich 32k€ als fast nicht machbar. So wie du deine Aufgabenbereiche beschrieben hast, klingt das erstmal nach stinknormalen 1st- bzw. 2nd-Level-Support mit einem bisschen Dienstleistungsprojekte machen und diese Stellen werden idR wahrlich nicht gut bezahlt..

Eine Consultingstelle ohne Bachelor (so ist jedenfalls meine Erfahrung!) ist nicht so einfach zu bekommen. Meist bestehen die Firmen auf mind. Bachelor, eher Master. Solltest du aber die Chance bekommen so eine Stelle zu bekommen, sind 32k€ (abhängig der Reisetätigkeit) fast schon zu wenig.

OP ist erst nach einem Jahr Berufserfahrung nach der Ausbildung möglich. Also hast noch mind. ein Jahr, bis du starten kannst. Billig ist der Kurs natürlich nicht. Es kann daher gut sein, dass dein Chef eine gewisse Absicherung haben will, dass er dir nicht nur den Kurs bezahlt und du danach gleich wieder abhaust. Meistens wollen die Firmen dann, dass du dich vllt. für ein paar Jahre verpflichtest dort zu bleiben (ob das rechtlich überhaupt hinhaut, weiß ich garnicht.. :)) oder ansonsten das Geld wieder zurück zahlen musst. Das musst du dir halt überlegen, ob dir das Wert ist. Wenn er aber ohne all den Aufwand den Kurs bezahlt - warum nicht? Schaden kann es nicht.

Hättest du theoretisch die Möglichkeit nochmal ein Studium zu machen? Es würde definitiv (aktuell) mehr Sinn machen, als der OP.

Von der Projektleiterstelle kannst du dich schon einmal verabschieden.. keiner wird jemanden die Leitung großer Projekte (+ evtl. Budgetverantwort, was dann schon Teamleiter/'Head of'-Züge annimmt) übertragen. Dazu fehlt einfach die Erfahrung. :)

VG

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Danke ihr beiden für Eure Antworten :)

Zu dem Studium muss ich sagen, dass ich es nichts für mich wäre. Ich habe damals ein paar Vorlesungen besucht und für mich war es einfach viel zu theoretisch. Anschließend habe ich bei Compers (bildet OPs aus) in Hamburg ein 6 Monate Praktikum absolviert, wo ich natürlich auch im Unterricht der OPs mitmachen durfte und dort hat es mir Spitze gefallen. Ein perfekter Mix aus Theorie und Praxis. Ist komisch gesagt, aber den OP zu besitzen ist schon so ein kleiner Wunsch von mir...

Daher der Vorzug des OP gegenüber des Studiums. Das eine Jahr Berufserfahrung habe ich komplett vergessen! Aber das ist ja theoretisch kein Problem, da mich mein Chef ja übernehmen möchte.

Was würdet ihr mir raten, um in die Berater oder Projektleitungsschiene ohne Studium zu kommen?

Fest steht, dass ich den OP machen werde!

Soll ich das eine Jahr bei meiner Firma machen, oder versuchen eine Junior IT-Consultant Stelle zu bekommen?

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Wenn du die Möglichkeit hast eine Stelle als Consultant zu bekommen und keine Scheu vom vielen rumreisen hast, würde ich es definitiv versuchen. Consultingstellen sind gut bezahlt und man lernt sehr viel. (Wenn ich mich richtig erinnere war das Verhältnis 3:1 was das neue Wissen im Vergleich zu einer Inhouse-Stelle betrifft)

Ob du dann aber noch deinen OP Kurs dazwischenquetschen kannst, bezweifel ich.

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Yes, das wäre mir nicht eingefallen. Danke für das Öffnen meiner Augen :cool:

Dem TE scheint das nicht eingefallen zu sein, ich lese zumindest nichts davon, dass die Bewerbungen abgelehnt worden sind und er/sie deshalb nach Weiterbildungen sucht, sondern sich vorher schon Gedanken macht statt einfach mal zu versuchen, ob ne Junior Stelle nicht auch so schon drin ist.

Nicht das ich das für komplett falsch halte, es ist immer gut zu schauen, dass man so gut wie möglich für eine Bewerbung dasteht. Aber statt jetzt unbedingt auf die Weiterbildung zu pochen und dann erst die Traumkarriere zu starten wäre in meinen Augen der sinnvollere Ansatz wohl versuchen direkt Fuß in der Tür zu fassen, im ersten halben Jahr bekommt man meist eh erstmal vernünftiges Training, denn auch Studenten haben KEINE Ahnung von der realen Welt, wenn sie den Weg Abi -> Studium gehen.

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32k Einstiegsgehalt sind in Hamburg in einem wirtschaftlich gesunden Unternehmen durchaus realisierbar.

Ich suchte auch vor 2 Monaten in Hamburg. Nach vorher nur 10 Monaten bei dem AG nach meinem Abschluss habe ich ebenfalls weiterhin nach Einstiegsstellen gesucht (auch, weil ich bei dem 10-Monats-AG nichts Relevantes machen konnte und eher Wissen verloren statt aufgebaut habe).

Am Ende hatte ich 3 Zusagen, das geringst vergütete Angebot war bei ca. 34k.

MfG

SR

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Ok, danke für die ganzen Antworten :)

Würdet ihr euch denn jetzt bereits bewerben? Ich habe meine schriftliche Prüfung ja erst im November und meine mündliche erst im Januar. Ich möchte nur nicht "zu spät" agieren...

Ich würde noch das Zeugnis des zweiten Lehrjahres abwarten (kommt ja je nach Bundesland in den nächsten paar Wochen) und dann schleunigst bewerben.

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32k Einstiegsgehalt sind in Hamburg in einem wirtschaftlich gesunden Unternehmen durchaus realisierbar.

Ich suchte auch vor 2 Monaten in Hamburg. Nach vorher nur 10 Monaten bei dem AG nach meinem Abschluss habe ich ebenfalls weiterhin nach Einstiegsstellen gesucht (auch, weil ich bei dem 10-Monats-AG nichts Relevantes machen konnte und eher Wissen verloren statt aufgebaut habe).

Am Ende hatte ich 3 Zusagen, das geringst vergütete Angebot war bei ca. 34k.

MfG

SR

Hey SR,

wobei man dazu sagen muss, die 10 Monate zählen zur Berufserfahrung (auch wenn du da nicht viel mitgenommen hast) und das ist dann schon knapp 1 Jahr, da wird natürlich auch gleich mehr gezahlt :)

Ok, danke für die ganzen Antworten :)

Würdet ihr euch denn jetzt bereits bewerben? Ich habe meine schriftliche Prüfung ja erst im November und meine mündliche erst im Januar. Ich möchte nur nicht "zu spät" agieren...

Bedenke: Mit bestandener mündlicher Prüfung (ggf. Anfang/Mitte Januar) hast du ausgelernt! Das bedeutet, du musst dich ggf. auch schon im November / Dezember Arbeitssuchend melden (vorsichtshalber).

Und dann würde ich Ende November, Anfang Dezember anfangen mich zu bewerben, dann hast du ein gutes zeitliches Polster!

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***Klickerklacker***

Betriebliche und schulische Ausbildungen sind von der Meldepflicht ausgenommen. Auszubildenden, die wissen, dass sie nach der Ausbildung nicht in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden, wird allerdings empfohlen, sich bei einer Agentur für Arbeit frühzeitig arbeitsuchend zu melden und die Dienstleistungen zur Unterstützung der Vermittlung zu nutzen.

Basiert auf SGB III § 38

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