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Hallo liebes Forum!

Ich schließe gerade den schulischen Teil meiner Umschulung zum FIAE in der nähe von München ab. Im November gehts mit dem 9-monatigen Praktikum los.

An unserer Schule werden Integratoren und Entwickler gemeinsam unterrichtet. Das heißt 6 Monate Systemintegration (2 Lehrer, einer die Windows Schiene, der andere Linux) und 6 Monate Anwendungsentwicklung (2 Lehrer, der eine PHP und Java Script, der andere  C, Python und Java).

Der Schulleiter hatte mich vorgewarnt; als Anwendungsentwickler würde es schwieriger werden. Ich müsse auf jeden Fall auch zuhause in meiner Freizeit Projekte machen.

Ich hatte damals bereits etwas Erfahrung mit Wordpress, PHP und Java Script. Meine Brüder sind keine ITler haben sich aber damit hier und da immer mal wieder was dazu verdient, weil sie das in ihren Jobs mal als Mädchen-für-alles lernen mussten.

Deshalb dachte ich mir, dass ich dann schon etwas tiefer gehen müsste und habe letztes Jahr einen Kurs von der Duke University in C-Programmierung gemacht, an Coding-Challenges teilgenommen und zuhause mit Arduinos rumexperimentiert. Ohne Website ging es dann aber nicht, deshalb habe ich eine Seite über AWS, Nodejs/Express gemacht. Chat mit WebSockets, FIAE/FISI Quizz mit Java Script. Habe meine Arduino Wetterstation/Kräuterbewässerungsanlageüber Rest und Sockets mit der Seite, Chatbot verbunden.

Nun weiß ich überhaupt nicht mehr wo ich hingehöre. Hardwarenahe ist natürlich cool. Aber mein Schulleiter meint, es wäre als Umschüler nahezu unmöglich da reinzukommen. Und ich denke, nach Recherche, dass Arduino auch nicht als Hexenwerk angesehen wird. Da hätte ich wohl mehr mit professionellen Boards machen müssen.

Ansonsten ist es so, dass ich bisher am wenigsten Freude an Java hatte. Mir gefällt C, weil es sich mit meiner Vorstellung, wie ein Computer funktioniert deckt. Sehr intuitiv. Java Script und Co. sind toll, weil man schnell viel schaffen kann.

Java hat immer diese riesigen boiler-plates, man weiß überhaupt nicht mehr was wo wie eingreift und wenn man es falsch anguckt, geht alles kaputt.

Derzeit denke ich irgendwas mit C oder hardwarenahe (IoT Steckdosen, Lampen, Lichtschalter oder so) oder mit Java Script. Aber vielleicht bin ich zu eingebildet? Vielleicht muss ich sehen, dass ich überhaupt etwas bekomme?

 

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Hallo,

vor 2 Minuten schrieb Schnuggenfuggler:

Mir gefällt C[..] Sehr intuitiv.

findest du? Ich empfand C im Vergleich zu den anderen Sprachen, mit denen ich in Berührung gekommen bin, immer als das Gegenteil von intuitiv. ^^
 

Die Frage, wo du "hingehörst" kann man meiner Meinung nach noch gar nicht beantworten, da du in Richtung Berufserfahrung noch nicht wirklich etwas vorweisen kannst. Es gibt einfach zu viele Unterschiede zwischen dem, was man privat so gemacht hat bzw. macht, und dem, was einen tatsächlich in der Arbeitswelt erwartet.
Du schreibst, dass du den schulischen Teil nun abschließt. Heißt das, dass du jetzt noch einen praktischen Teil in einem Betrieb vor dir hast, wo du dann auch dein Abschlussprojekt durchführst?
Wenn ja: Hast du schon einen Betrieb? Denn dann müsstest du dich eh daran orientieren, was dort entwickelt wird bzw. womit dort gearbeitet wird.
Falls du noch keinen Betrieb hast, kannst du natürlich schauen, dass du bei einem unterkommst, der deinen Wünschen nahe kommt und z.B. in C entwickelt. Wenn der Betrieb dann auch noch die Option gibt, nach erfolgreichem Abschluss dort angestellt zu werden, hast du damit schon einmal einen Füß in der Tür zur hardwarenahen Entwicklung.

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Hardwarenahe Programmierung würde ich an deiner Stelle vergessen. Die meisten Stellenanzeigen sind ausgeschrieben für Akademiker. Du als Umschüler wirst es da sehr schwer haben irgendwie Fuß zu fassen.

Als Entwickler wirst du meist so oder so nicht nur mit einer Programmiersprache zu tun haben sondern mit mehreren. Also ich würde mich da an deiner Stelle nicht nur auf eine Sprache festlegen.

Du kannst auch in den Stellenanzeigen von Unternehmen in deiner Nähe mal schauen. Dort siehst du ja in welchem Bereich Entwickler gesucht werden und kannst ja schauen mit welchen Sprachen diese Unternehmen entwickeln und ob dir diese Sprachen auch gefallen.

Bearbeitet von ocseolbap

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vor 2 Minuten schrieb ocseolbap:

kannst ja schauen mit welchen Sprachen diese Unternehmen entwickeln und ob dir diese Sprachen auch gefallen.

Ich finde es schwer, zu sagen, ob einem eine Sprache gefällt oder nicht, ohne dass man darin wirkliche praktische Berufserfahrung gesammelt hat.

Mal als Beispiel beim TO: So einen Arduino zu programmieren ist oft sehr spielerisch und privat macht man ja auch damit eher das, woran man Spaß hat. Einen Chip für eine Waschmaschine zu programmieren kann da schon wesentlich komplexer sein. Wenn man dann auch noch die ganzen elektrotechnischen Probleme berücksichtigen muss, ist es extrem anspruchsvoll und ggf. auch frustrierend.

Bei Java kann es anders herum sein. Wenn man nicht alles autodidaktisch lernt, wo man gerade am Anfang vom Umfang der Sprache und der IDE erschlagen wird, sondern ein Unternehmen hat, was einen gut einarbeitet und den genutzten Umfang eingrenzt, dann kann man da auf sehr positive Erfahrungen sammeln.

Ich würde als erstes Mal schauen, die Umschulung herum zu bekommen und für das Abschlussprojekt ein gutes Unternehmen zu finden. Die Erfahrungen, die man dort sammelt, interessieren zukünftige Arbeitgeber vermutlich mehr als die privaten "Spielereien" mit einem Arduino oder einer Internetseite.

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Embedded Dev für Umschüler / FIAE ist nahezu unmöglich.  Habe ich Jahrelang versucht.  Keine Chance.  Akademiker lernen Grundsätzlich breiter und mehr in die Tiefe als ein IHK FI. 

Wenn dann bräuchtest du an die ca 5-10 Jahre Berufserfahrung als C++ Dev um dann in die Embedded Schiene Wechseln. So ca 90 % der Embedded Leute im Raum München haben immer einen Akademischen Abschluß. Diese Leute werden Grundlegend bevorzugt.

Allerdings ist Raum MUC ein High tech Cluster mit Unternehmen und Branchen von A bis Z. Man hat sehr viel Auswahl.

Arduino oder Rasp sind ja ganz nett, aber das wird als Argument fürs Bewerben max. für eine Praktikastelle ausreichen.

 

 

 

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Ich hatte 2015 Einblick in ein Unternehmen aus dem Bereich Smart Metering. Es ist so, wie andere bereits sagten, dass technische Entwickler eher Akademiker waren (E-Technik, Informatiker, Ingenieure usw.). Allerdings hat dieses Unternehmen auch ausgebildet.

Sofern es Dir also gelingt ein Unternehmen zu finden, welches in einem solchen Bereich tätig ist und auch selbst ausbildet, könnte dies auch ein Einstieg in hardwarenahe Entwicklung sein. Es gibt auch Startups in diesem Bereich - vielleicht mal schauen, ob es da was in Deiner Region gibt.

Mitunter sind die Möglichkeiten ansonsten dadurch geprägt, welche Unternehmen ansässig sind, wo man seine Ausbildung / Umschulung macht. Oder man muss sich eben nach einer anderen Region orientieren und ggf. einen Umzug in Kauf nehmen.

Ich weiß allerdings auch, dass viele Unternehmen, Produktionen ins Ausland verlegt haben, was hardwarenahe Entwicklung angeht. Da wäre dann die Frage, ob man auch bereit wäre, später im Ausland zu arbeiten oder zu pendeln.

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Manchmal hängt es auch mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt ab.

Ich habe 2012 minen FISI in der Tasche gehabt und bekam auf der Messe Embedded World Angebote Embedded Entwickler zu werden.

Es gäbe nicht genug Hochschuladsolventen und wir würden als Fachinformatiker auch die Grundlagen lernen. Man sei dazu bereit mich in die Embedded Entwicklung (für Automotive) einzuarbeiten. Ich war da zuerst auch etwas verdutzt.

Im Vorstellungsgespräch hieß es dann aber auch noch, dass ich kein Studium berufsbegleitend absolvieren dürfte, weshalb ich dann das Angebot nicht angenommen hatte.

Während Corona werden die Unternehmen nicht so viel einstellen. Wenn das Praktikum aber bei einem solchen Unternehmen absolviert wird, hat man vielleicht den Fuß in der Tür zur hardware-nahen Entwicklung. Unmöglich ist es nicht.

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Für mich hört sich das ein wenig chaotisch an, deshalb versuche ich, ein bisschen Ordnung in das Chaos zu bringen. Auf der einen Seite haben wir JavaScript (client- und serverseitig) und auf der anderen Seite Embedded. Daran ist erst mal nichts verkehrt, jedoch geht das in eine gewisse Richtung von "Full Stack", von dem ich persönlich immer nicht ganz so viel halte, da hier oft viele eher schlecht als recht, statt eine Sache professionell entwickeln (Ausnahmen gibt es natürlich immer, würde hier aber keinen Anfänger dazu zählen). Im Hobbybereich ist das ja auch eine tolle Sache, im professionellen Bereich ist dieser Stack (JavaScript Client + Server + C embedded) eher selten anzutreffen. In Unternehmen sind die Rollen dann auch anders verteilt, hier gibt es dann die Embedded Profis, die Backend Profis und die Frontend Profis. Wenn man sich also spezialisieren möchte, würde ich hier auf eines den Fokus setzen (aus den Antworten davor ist ja herauszulesen, dass es im Embedded Bereich am schwierigsten sein wird). Was nicht heißt, dass man nicht privat auch Daten von nem Embedded Device an ne API schicken kann und dann über ein JS Frontend die Daten darstellt. Aber wie gesagt: im Berufsleben wird man diesen Stack so eher nicht antreffen (wenn man nicht gerade in nem IoT Startup arbeitet).

Am 31.7.2020 um 13:08 schrieb Schnuggenfuggler:

Aber vielleicht bin ich zu eingebildet? Vielleicht muss ich sehen, dass ich überhaupt etwas bekomme?

Eingebildet würde ich nicht behaupten, aber du kennst die IT Branche halt noch nicht gut genug (was nicht schlimm ist, wir helfen ja gerne). Wenn dein Traum wirklich Embedded ist, wirst du deinen Weg sicherlich finden. Aber der kann dann auch sehr frustrierend sein. Ich kenn ja deine Situation auch nicht, musst du schnell viel Geld verdienen weil du eine Familie versorgen musst oder ob du genug Zeit hast dich selbst in alles einzuarbeiten und es dir leisten kannst, irgendwann mal n Job in dem Bereich zu finden.

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