11. September 20205 j Nach meiner FISI-Ausbildung ĂŒberlege ich nun mich fĂŒr ein VIT-Studium in einer Landes/Bundesbehörde zu bewerben. Auf der anderen Seite fĂ€nde ich auch ein Berufsbegleitendes Studium der Wirtschaftsinformatik nicht schlecht und weiĂ nun nicht so wirklich wie ich mich entscheiden soll... FĂŒr das Studium der Verwaltungsinformatik spricht fĂŒr mich vor allem das schnellere beenden des Studiums (3 Jahre statt 4 Jahre berufsbegleitend) und das man höchstwahrscheinlich um einiges mehr an Freizeit ĂŒber die Zeit hat, als wenn man 4 Jahre lange neben einem 40h Job studiert. DarĂŒber hinaus unterscheidet sich der Verdienst abzĂŒglich StudiengebĂŒhren nur um vielleicht etwa 300âŹ. Nach dem Studium wird man auch unbefristet als Beamter im gehobenen Dienst ĂŒbernommen. FĂŒr Wirtschaftsinformatik wĂŒrden meiner Meinung nach die etwas ansprechenderen Studieninhalte und wahrscheinlich auch ein besseres Ansehen bei Arbeitgebern die nicht im öffentlichen Dienst angesiedelt sind sprechen. Was meint Ihr dazu?
11. September 20205 j Dir ist schon klar, dass du dann fast an den öffentlichen Dienst binden wĂŒrdest? Denn darauf ist das Studium ausgerichtet. vor 7 Minuten schrieb Leahcim418: Nach dem Studium wird man auch unbefristet als Beamter im gehobenen Dienst ĂŒbernommen Was fĂŒr ein Beamter genau? Bearbeitet 11. September 20205 j von KeeperOfCoffee
11. September 20205 j Wenn du irgendwann die Chance haben möchtest auch in der freien Wirtschaft FuĂ zu fassen wĂŒrde ich eher zum Winf tendieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du in der freien Wirtschaft mit dem VIT viel anfangen kannst ... fĂŒr mich steckt also auch die Frage dahinter, ob du ein Leben lang in irgendwelchen Behörden arbeiten möchtest oder nicht. Ist natĂŒrlich alles etwas ĂŒberspitzt dargestellt, aber die Richtung meiner Aussage wird glaube ich klar.
11. September 20205 j Du musst dir halt im Klaren sein, dass dieses Studium nur bedingt viel mit "Informatik" zu tun hat. Du wirst mehr ĂŒber die Prozesse im ö.D. lernen, ĂŒber Recht und Gesetz, Datenschutz, WirtschaftsprĂŒfung, Ausschreibung etc. pp Nur weil da Informatik draufsteht, ist da nicht unbedingt viel Informatik drinnen. Wenn du gut in Gesetzestexten durchblĂ€ttern bist, dann ist das kein Problem.
11. September 20205 j vor 24 Minuten schrieb Leahcim418: Was meint Ihr dazu? Ich meine, deine BeweggrĂŒnde zu einem anschlieĂenden Studium sind ungĂŒnstig: - Vergleich des Zeitaufwands (mit deinem Hinweis auf vermeintlich mehr Freizeit in einem Studiengang klingt es nach Bequemlichkeit) - Kohle - Ansehen (so ein Ego-Ding?)  Ist denn ein Studium fĂŒr dich ĂŒberhaupt die richtige Wahl? Weshalb willst du ĂŒberhaupt studieren? Blende meine Kriterien oben mal ganz aus. Was spricht fĂŒr dich dann noch dafĂŒr, zu studieren? Wo willst du mal hin mit deinem Studium / ist es wirklich dafĂŒr die "richtige" Wahl?
11. September 20205 j Autor Mit so vielen Antworten in der kurzen Zeit habe ich garnicht gerechnet, schonmal vielen Dank dafĂŒr.Das ich im Normalfall nach so einem Studium auch im öffentlichen Sektor bleibe ist mir klar, sollte man doch irgendwann mal in den Privatsektor wechseln wollen hĂ€tte ich nicht gedacht, dass der Studiengang wirklich so miserabel in der Privatwirtschaft angesehen wird, klar ist es nur 50% it und 50% vwl mit vielen staatlichen BezĂŒgen, wĂ€re aber trotzdem davon ausgegangen das es etwas zĂ€hlt, den Bachelor bekommt man ja dort schlieĂlich auch nicht geschenkt.
11. September 20205 j Autor Ich meine, deine BeweggrĂŒnde zu einem anschlieĂenden Studium sind ungĂŒnstig: - Vergleich des Zeitaufwands (mit deinem Hinweis auf vermeintlich mehr Freizeit in einem Studiengang klingt es nach Bequemlichkeit) - Kohle - Ansehen (so ein Ego-Ding?)  Ist denn ein Studium fĂŒr dich ĂŒberhaupt die richtige Wahl? Weshalb willst du ĂŒberhaupt studieren? Blende meine Kriterien oben mal ganz aus. Was spricht fĂŒr dich dann noch dafĂŒr, zu studieren? Wo willst du mal hin mit deinem Studium / ist es wirklich dafĂŒr die "richtige" Wahl?Mich bewegt zu einem Studium zum einen natĂŒrlich die besseren Gehaltsaussichten, darĂŒber hinaus fĂŒhle ich mich aber auch etwas unterfordert, bin ĂŒberwiegend im 1st 2nd Level Support tĂ€tig, habe die Ausbildung mit 94 Punkten bestanden und möchte mich eben weiter bilden und es nicht nur beim Fachinformatiker belassen.
11. September 20205 j vor 4 Minuten schrieb Leahcim418: Mich bewegt zu einem Studium zum einen natĂŒrlich die besseren Gehaltsaussichten Was genau schwebt dir da vor. Als Verwaltungsinformatiker wĂ€rst du an den ö.D. gebunden. Dort wĂŒrdest du normalerweise nach Tarifvertrag besoldet. WĂ€hrend des Studiums wĂŒrdest du AnwĂ€rterbezĂŒge bekommen (so ca. 1200⏠brutto)
11. September 20205 j Autor Was genau schwebt dir da vor. Als Verwaltungsinformatiker wĂ€rst du an den ö.D. gebunden. Dort wĂŒrdest du normalerweise nach Tarifvertrag besoldet. WĂ€hrend des Studiums wĂŒrdest du AnwĂ€rterbezĂŒge bekommen (so ca. 1200⏠brutto)Einstiegsgehalt liegt je nachdem wo man das Studium absolviert und arbeitet bei ca. 2860⏠brutto -> ca. 2350⏠netto.AnwĂ€rterbezĂŒge variieren auch je nachdem welches Bundesland, oder ob es eine Bundesbehörde ist.
11. September 20205 j Die Wahl des Studiengangs des Geldes wegen zu treffen ist mMn. nicht zielfĂŒhrend. Warum wĂŒrde denn Wirtschaftsinformatik 4 Jahre dauern?
11. September 20205 j Autor Die Wahl des Studiengangs des Geldes wegen zu treffen ist mMn. nicht zielfĂŒhrend. Warum wĂŒrde denn Wirtschaftsinformatik 4 Jahre dauern?Ist auch nicht geplant diese des Geldes wegen zu treffen, es ist aber trotzdem ein Faktor der mit einflieĂt.Weil ich es wahrscheinlich nicht in 3 Jahren neben einem Vollzeitjob schaffen wĂŒrde.
11. September 20205 j WĂ€rst Du verbeamtet auf Lebenszeit? Direkt nach dem Studium mĂŒsstest Du x Jahre arbeiten? Ich wĂŒrde mich fĂŒr das entscheiden, was Dich persönlich mehr interessiert. NatĂŒrlich ist es schön, sich vermutlich den Rest seines Lebens keine Sorgen um einen Arbeitsplatz machen zu mĂŒssen. Das aber auch nur, wenn einem die Arbeit gefĂ€llt. GefĂ€llt Dir die Arbeit? Kannst Du dir vorstellen, dass auf Dauer zu machen? Einen anderen Grund sehe ich in der Verwaltungsinformatik gerade nicht. Ist die Regelstudienzeit 4 Jahre oder planst Du schon extra mehr ein? Bei 4 Jahren hĂ€ttest Du zwischendurch bestimmt genug vorlesungsfreie Zeit.
11. September 20205 j Autor WĂ€rst Du verbeamtet auf Lebenszeit? Direkt nach dem Studium mĂŒsstest Du x Jahre arbeiten? Ich wĂŒrde mich fĂŒr das entscheiden, was Dich persönlich mehr interessiert. NatĂŒrlich ist es schön, sich vermutlich den Rest seines Lebens keine Sorgen um einen Arbeitsplatz machen zu mĂŒssen. Das aber auch nur, wenn einem die Arbeit gefĂ€llt. GefĂ€llt Dir die Arbeit? Kannst Du dir vorstellen, dass auf Dauer zu machen? Einen anderen Grund sehe ich in der Verwaltungsinformatik gerade nicht. Ist die Regelstudienzeit 4 Jahre oder planst Du schon extra mehr ein? Bei 4 Jahren hĂ€ttest Du zwischendurch bestimmt genug vorlesungsfreie Zeit.2 Jahre nach dem Studium kommt die Verbeamtung auf Lebenszeit. Schwer zu sagen ob mir die Arbeit dann gefallen wird, es kann ja praktisch jeder Bereich sein in dem man eingesetzt wird oder werden kann.
12. September 20205 j Die Frage sollte wohl eher sein, Beamter oder nicht? Und erfĂŒllst du auch die sonstigen Anforderungen fĂŒr eine Verbeamtung? Und dann auch die Frage bzgl. der PKV. Wenn du gesund bist ist das kein Problem. Wenn nicht kommst du zwar ĂŒber eine Ăffnungsklausel auch rein aber dann muss man Mal ĂŒberlegen und durchrechnen (soweit möglich) was das fĂŒr den Rest des Lebens bedeutet mit Basistarif, Kostenvorschuss wenn du Medikamente brauchst, Verwaltungsaufwand etc..
15. September 20205 j Am 9/11/2020 um 12:47 PM schrieb OkiDoki: Ich kann mir nicht vorstellen, dass du in der freien Wirtschaft mit dem VIT viel anfangen kannst ... Dazu muss ich sagen, dass es immer darauf ankommt. Meine aktuelle Firma wurde von jemanden gegrĂŒndet, der aus dem öffentlichen Dienst kommt und es gibt auch viele private Anbieter von Dienstleistungen, die sich explizit an öffentliche Einrichtungen, StĂ€dte und Kommunen richten. Wir suchen aktuell zum Beispiel idealerweise einen Verwaltungsinformatiker oder zumindest jemand, der Erfahrung im Thema öffentliche Verwaltung hat. Die Frage ist halt, ob man an der entsprechenden Thematik auch SpaĂ hat. Mit einem "normalen" Wirtschaftsinformatikstudium ist man da aber definitiv flexibler. Ich glaube jedoch, dass nach ein paar Jahren Berufserfahrung, keiner mehr danach schaut, welchen Hochschulabschluss man gemacht hat, sondern eher danach, was man fĂŒr Skills und (Projekt-)Erfahrung in der Vergangenheit eingesetzt und gesammelt hat. Die Frage ist aber ja auch, was man fĂŒr sich selber möchte. Beamter zu sein ist ja per se erst einmal nichts schlechtes. Die Bezahlung ist aber gerade im IT-Bereich in der freien Wirtschaft wesentlich attraktiver. Wenn du bereits ĂŒberlegst, in diese Richtung zu studieren, spricht mMn nichts dagegen, es zu versuchen. Mann muss ja auch erst einmal eine entsprechende Zusage fĂŒr das Verwaltungsinformatikstudium bekommen. Vielleicht wird dir auch wĂ€hrend des Bewerbungsprozesses auch klarer, ob das etwas ist, was du dir vorstellen kannst oder eben nicht. Ein berufsbegleitendes Studium kannst du ja jederzeit antreten. Am 9/11/2020 um 12:55 PM schrieb KeeperOfCoffee: Du musst dir halt im Klaren sein, dass dieses Studium nur bedingt viel mit "Informatik" zu tun hat. Du wirst mehr ĂŒber die Prozesse im ö.D. lernen, ĂŒber Recht und Gesetz, Datenschutz, WirtschaftsprĂŒfung, Ausschreibung etc. pp Nur weil da Informatik draufsteht, ist da nicht unbedingt viel Informatik drinnen. Naja, vergleicht man das Verwaltungsinformatik-Studium mit dem Wirtschaftsinformatik-Studium, sind die VerhĂ€ltnisse des IT-Teils doch ungefĂ€hr gleich. Auch bei Verwaltungsinformatik besteht der Studieninhalt aus 50% IT-Themen und die andere HĂ€lfte beschĂ€ftigt sich, analog zu den Wirtschaftsthemen beim Winf-Studium, mit Verwaltung. Am 9/11/2020 um 12:40 PM schrieb Leahcim418: FĂŒr das Studium der Verwaltungsinformatik spricht fĂŒr mich vor allem das schnellere beenden des Studiums (3 Jahre statt 4 Jahre berufsbegleitend) und das man höchstwahrscheinlich um einiges mehr an Freizeit ĂŒber die Zeit hat, als wenn man 4 Jahre lange neben einem 40h Job studiert. Ich wĂ€re mir nicht wirklich sicher, ob du mehr Freizeit haben wirst. Das Angebot fĂŒr Verwaltungsinformatik ist ein duales Studium, d.h. du wirst in deiner "Freizeit", entsprechende Praktika bei den Behörden machen und den Rest der Zeit vermutlich vor allem mit lernen beschĂ€ftigt sein. Die angeblich kĂŒrzere Studienzeit wĂŒrde ich ĂŒbrigens nicht zwingend als Vorteil sehen, da beide StudiengĂ€nge grundsĂ€tzlich erst einmal auf die selbe Zeit ausgelegt sind und man bei beiden leicht auch lĂ€nger brauchen kann. Was spricht eigentlich dagegen, ggf. seine Arbeitszeit wĂ€hrend eines berufsbegleitenden Studiums ein wenig zu reduzieren? Die so entstehenden finanziellen EinbuĂen kann man ja ggf. durch die dadurch resultierende kĂŒrzere Studiumsdauer wieder ausgleichen. Da hier der Tenor bezĂŒglich des Vewaltungsinformatikstudiums doch eher negativ ist, sei ĂŒbrigens angemerkt, dass gerade fĂŒr die ganzen "Cyber Security Freaks" es ein idealer Einstieg ist, beim Bundeskriminalamt genau dieses duale Studium zu absolvieren.
29. September 20205 j Autor Ich wĂ€re mir nicht wirklich sicher, ob du mehr Freizeit haben wirst. Das Angebot fĂŒr Verwaltungsinformatik ist ein duales Studium, d.h. du wirst in deiner "Freizeit", entsprechende Praktika bei den Behörden machen und den Rest der Zeit vermutlich vor allem mit lernen beschĂ€ftigt sein. Die angeblich kĂŒrzere Studienzeit wĂŒrde ich ĂŒbrigens nicht zwingend als Vorteil sehen, da beide StudiengĂ€nge grundsĂ€tzlich erst einmal auf die selbe Zeit ausgelegt sind und man bei beiden leicht auch lĂ€nger brauchen kann. Was spricht eigentlich dagegen, ggf. seine Arbeitszeit wĂ€hrend eines berufsbegleitenden Studiums ein wenig zu reduzieren? Die so entstehenden finanziellen EinbuĂen kann man ja ggf. durch die dadurch resultierende kĂŒrzere Studiumsdauer wieder ausgleichen. Da hier der Tenor bezĂŒglich des Vewaltungsinformatikstudiums doch eher negativ ist, sei ĂŒbrigens angemerkt, dass gerade fĂŒr die ganzen "Cyber Security Freaks" es ein idealer Einstieg ist, beim Bundeskriminalamt genau dieses duale Studium zu absolvieren.Entschuldige meine spĂ€te Antwort, ich hatte nicht damit gerechnet noch weitere RĂŒckmeldungen zu bekommen..Mit der Freizeit könntest du recht haben, ich gehe aber trotzdem mal davon aus das das VIT Studium mir etwas leichter fallen wĂŒrde, da ich mich nunmal 2 Jahre lang nur auf das Studium konzentrieren muss, statt 4 Jahre lang das ganze nebenbei zu machen.Eine Reduzierung der Arbeitszeit ist bei uns nicht allzu gerne gesehen, darĂŒber hinaus wĂŒrde ich gehaltstechnisch wahrscheinlich mit dem selben Geld nach Hause kommen, wie wenn ich dual VIT studieren wĂŒrde. Zieht man dann noch die Kosten fĂŒr das Berufsbegleitende Studium ab, bleibt mir wahrscheinlich noch weniger ĂŒbrig. Das mit dem BKA ist natĂŒrlich sehr interessant, danke.
29. September 20205 j Also VIT ist eine Beamtenlaufbahn des gehobenen Dienstes. Hochschule fĂŒr Bayern ist http://verwaltungshochschule-hof.de/ Das bedeutet du bist in deiner "Verwaltungs-FH" und hast in deinem Amt die Praktikas. Danach steigt man im Normalfall mit A 10 ein und muss halt warten bis man befördert wird. Achtung als Beamter zahlt man NICHT in die Sozialversicherungen ein. Das bedeutet ab einer gewissen Zugehörigkeit lohnt es nicht mehr in die freie Wirtschaft zurĂŒckzukehren. Bearbeitet 29. September 20205 j von HJST1979
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