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Ausbildung oder Studium weitermachen?


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Hallo zusammen,

ich möchte euch erst über meinen Hintergrund erzählen.

Ich studiere gerade Informatik an einer FH und bin am Anfang des 6. Semesters. Ich habe nach 5 Semestern nur ein Drittel des Studiums geschafft (70 ECTS), weil ich nebenbei arbeiten muss. Ich komme nicht aus Deutschland, deswegen ist eine finanzielle Unterstützung durch Bafög nicht möglich.

Es gibt bei meinem Studium in höheren Semestern Modulen, die rein theoretisch (Rechnerarchitektur, Künstliche Intelligenz, Theoretische Informatik) sind und mir nicht gefallen. Ich muss nächstes Semester das Modul "Rechnerarchitektur" nachholen.

Ich habe gerechnet, dass mein Studium 2,5 Jahre noch dauert. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es abschließen kann. Ich habe Angst davor, dass ich das Modul "Rechnerarchitektur" (KI und TI) nach 3 Versuchen nicht bestehen würde und würde deshalb exmatrikuliert.

Meine Frage an euch ist, ob eine Ausbildung hier sinnvoll ist.

Ich kann diesen August/September eine Ausbildung zum FIAE machen. Ich habe mich schon darüber informiert, dass diese auf 2 Jahre verkürzbar ist. Ich denke, dass ich sie in 1,5 Jahren beenden kann.

Könntet ihr mir ein paar Ratschläge geben? Vielen Dank.



 

Bearbeitet von TN236
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@bigvicMein Ziel ist es, Software-Entwickler zu werden. Auf eine Führungsposition wünsche ich es mir nicht.
Könntest du mir sagen, wie hoch das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung ist? Ich habe gelesen, dass es zwischen 1800 - 2100 Euro brutto liegt. Wenn es der Fall ist, dann reicht es mir.
Wie hoch kann sich das Gehalt weiterentwickeln? Ich wohne in Sachsen.

Bearbeitet von TN236
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vor einer Stunde schrieb TN236:

@bigvicMein Ziel ist es, Software-Entwickler zu werden. Auf eine Führungsposition wünsche ich es mir nicht.

Das kannst du auf jeden Fall auch als FIAE erreichen.

vor einer Stunde schrieb TN236:

Ich habe gelesen, dass es zwischen 1800 - 2100 Euro brutto liegt. Wenn es der Fall ist, dann reicht es mir.
Wie hoch kann sich das Gehalt weiterentwickeln? Ich wohne in Sachsen.

Ich denke zum Einstieg ist auch im ländlicheren Sachsen mehr drin. In Leipzig auch 3000 und mehr.

Wie oft bist du denn in Rechnerarchitektur schon durchgefallen? 1 Mal? Ich würde auf jeden Fall versuchen das Studium fertig zu bringen. Den FIAE würde ich nur als Backup bereithalten.

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Wieso kommen schon Zweifel auf bevor du die Fächer angegangen bist. Warum nimmst du das Studium auf, wenn es dir nicht liegt. Bei einer Ausbildung wird es nicht anders sein. Zieh es durch. Und wenn du merkst du dass du es nicht packst, kannst du Alternativplan machen mit Ausbildung. Es gibt auch Duale Studiengänge, Fernbildungen. 

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Nach Nach 5 Semestern nur 70 ECTS? Puh, das ist wenig. Wie sind denn Deine Noten so? Musstest Du außer Rechnerarchitektur eine Veranstaltung wiederholen? Wie bist Du durch Mathe gekommen? Weil TheoInf und KI ist meistens nichts anderes als Mathe. 

Wenn Du Angst vor Prüfungen hast und deswegen Klausuren schiebst oder Dein Nebenjob zu viel Zeit einnimmt, dann würde ich tatsächlich zur Ausbildung raten. 

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@TiwilMein Durchschnitt ist 2,41. Ich muss außer RA keine Veranstaltung wiederholen. Mit Mathe habe ich kein Problem. Ich habe Mathe 1 und Mathe 2 mit jeweils 1,0 und 1,7 im ersten Versuch bestanden. Ich habe eigentlich Angst nur vor Fächern, die mit viel Theorien verbunden sind, die man zum Bestehen der Klausuren viel auswendig lernen muss, wie z.B. Rechnerarchitektur und Betriebssysteme.
Ab nächstes Semester werde ich von meinen Eltern finanziell unterstützt. Dann kann ich Vollzeit studieren. Ich habe nur Zweifel daran, ob das Studium richtig für mich ist, ob es besser und einfacher ist, eine Ausbildung zu machen, um weniger theoretische Sachen zu lernen und mehr Zeit mit der Praxis zu verbringen.

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Bei solchen Mathe-Noten solltest du dir eigentlich keine Sorgen machen. Das Talent zum Bestehen des Studiums ist auf jeden Fall vorhanden. Klar ist es einfacher, die Ausbildung zu machen. Wenn du wirklich "nur" Entwickler sein willst, würde die auch reichen. Praxisnäher ist die auf jeden Fall.

Aber das Studium bringt dich auf eine höhere fachliche Ebene und ermöglicht tendenziell ein höheres Einkommen. Die theoretischen Grundlagen können zudem später in der Praxis helfen, ein tieferes Verständnis für Alltägliches zu haben.

Bei dir scheint es ja dann eher am Lernen zu liegen. WIe lernst, wann lernst du, was lernst du? Da scheint ja irgendwie etwas falsch zu sein? Besuchst du regelmäßig die Vorlesungen, Übungen und Praktika oder schiebst du das Lernen in die 2 Wochen vor den Prüfungen?

Ich hatte auch eine derartige Vorlesung und da gab es während des Semesters genug Übungen, um die theoretischen Inhalte "anzuwenden". Bspw. Programmierung/Schaltung eines Addierers, einer ALU oder das händische Simulieren von Schedulern. Such dir Lernpartner und vernetze dich anderen Studierenden. Das hilft auch, wenn man mal Fragen hat. Wir hatten zB nen Discord-Server.

 

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@TiwilDanke für deine schnelle Antwort.
Es liegt wahrscheinlich am Lernen. Ich mache nach der Vorlesung die Karteikarten, die ich vor der Prüfungen auswendig lerne. Letztes Semester habe ich die Karten kurz vor den Prüfungen gelernt und die Zeit war knapp. Es ist der Grund, warum ich die Prüfung RA nicht bestanden habe.
Wie arbeitest du den Vorlesungsstoff nach? Ich habe bei manchen Vorlesungen wöchenliche Skripte, die aus 30-40 Seiten fast mit reinen Texten bestehen. Wie lernst du die Skripte?

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Na siehste, dann weißt du doch, woran es lag. Jedenfalls nicht an mangelndem Talent. Beim nächsten Mal halt zeitlich besser organisieren.

Wie lerne ich? Ich gehe die Folien durch, schreibe wichtige Begriffe und ihre Definitionen auf. Zeichnungen von Zusammenhängen helfen auch. Generell helfen mir (!) Bilder oder auch Symbole. Toll sind natürlich auch Dozenten, die Wiederholungsfragen ans Ende der Folien stellen oder eine Gliederung der aktuellen Vorlesung anbieten. Wenn ich zu allen Fragen und Gliederungspunkten "etwas sagen" kann, habe ich zumindest die Inhalte im Überblick verstanden.

Zudem sollte man während des Semesters immer auf dem aktuellen Stand bleiben, sodass man bei der nächsten Vorlesung halbwegs alles versteht; meistens baut eine Vorlesung ja auf dem Kram der letzten (den letzten) Vorlesungen auf. Und am besten sind meiner Meinung nach Übungsaufgaben und Abgabeblätter - falls es sowas gibt.

Für Klausuren sind natürlich Musterklausuren oder Klausuren der Vorjahre interessant. Manchmal gibt es da offiziell was, manchmal hilft eine Anfrage an die Fachschaft oder andere Studierende, um an sowas "halblegal" heranzukommen.

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vor 48 Minuten schrieb Tiwil:

Wenn ich zu allen Fragen und Gliederungspunkten "etwas sagen" kann, habe ich zumindest die Inhalte im Überblick verstanden.

Das ist auch mein Ansatz.

Entsprechend der Pomodoro-Technik, befasse ich mich ~20 Minuten lang intensiv mit dem Stoff. Anschließend erkläre ich mir den Inhalt der Lektion in eigenen Worten, meistens gehe ich dabei redend durch die Wohnung :D Danach folgt eine kleines Pause und dann geht es mit dem nächsten Zyklus weiter.

Früher hatte ich zu den einzelnen Lektionen noch Zusammenfassungen mitgeschrieben, das habe ich mir aber abgewöhnt. Wenn es in einem Kurs wirklich vieles gibt, was man auswendig lernen muss, dann schreibe ich dazu gezielt ein paar Lernkarten.

Bearbeitet von PVoss
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vor 8 Minuten schrieb be98:

Ich würde mal mit der Studienberatung/ psychologischen Beratung Kontakt aufnehmen. Das Problem ist eindeutig nicht die mangelnde fachliche Eignung.

Das könnte man auch in Erwägung ziehen.

@TN236Du schafffst das. Meld dich doch sonst einfach nochmal nach einem Semester, wie es gelaufen ist.

Kannst mir auch ne PN schreiben.

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Hey ich bin in einer sehr ähnlichen Lage nur ein Jahr nach dir. Mein Plan wäre es jetzt eine Ausbildung zu beginnen (die eventuell auf 2 Jahre zu verkürzen) und nach ein bisschen Berufserfahrung eventuell die restlichen Kurse im berufsbegleitendem Studium nachzuholen womit du dein Gehalt wieder aufstocken kannst. Und man muss bedenken in der Informatik ist eher Praxiskenntnis gefragt was dir einen guten Vorsprung geben würde.

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