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Job-Suche 50+ : Rat gesucht, schnell wieder marktfit werden

Empfohlene Antworten

Hallo zusammen,

ich bin Diplom-Informatiker und habe viele Jahre in der Industrie gearbeitet. In meiner Karriere lag der Schwerpunkt auf Anforderungsanalyse, Spezifikationserstellung, Testen und Integration verschiedener Softwarekomponenten; programmieren habe ich dagegen lange nicht mehr aktiv betrieben.

Vor Kurzem wurde ich freigestellt und stehe nun mit Mitte 50 vor der Frage, wie es beruflich weitergehen soll. Die fehlende Hands-on-Erfahrung mit aktuellen Technologien bereitet mir Sorgen. Seit einigen Monaten suche ich intensiv nach Positionen wie Product Owner, Business Analyst oder Requirements Engineer. Bisher habe ich einige Dutzend Bewerbungen verschickt, ĂŒberwiegend Absagen erhalten. Lediglich Zeitarbeitsfirmen melden sich, allerdings ohne konkrete Angebote. Die finanzielle Absicherung ist vorĂŒbergehend gegeben, aber zeitlich begrenzt.

Ich sehe mehrere mögliche Wege:

1. Weiter Bewerbungen fĂŒr PO-/BA-/Requirements-Stellen (ggf. auch Projektmanagement) – die Konkurrenz ist groß, und mit 50+ erscheinen meine Chancen eher gering.

2. Kurzfristige Zertifizierungen (z. B. Scrum/PO), um die Chancen zu verbessern – aber weiterhin Konkurrenz mit JĂŒngeren.

3. Umschulung/Weiterbildung in Richtung IT-Hands-on (Zeitaufwand und Konkurrenz bedenken).

4. Initiativbewerbung fĂŒr eine betriebliche Ausbildung (schnellere Praxis, aber unsicher).

5. Quereinstieg in andere Branchen (z. B. Bahn).

6. Jobwechsel in andere TÀtigkeiten (Notlösung).

Meine Fragen an euch:

‱ Welche der Szenarien findet ihr realistisch bzw. wenig sinnvoll?

‱ Welche Kurz-Weiterbildungen (3–4 Monate) wĂŒrdet ihr empfehlen, die tatsĂ€chlich Marktwert bringen?

‱ Welche Technologien/Tools sollte ich priorisieren, um schnell wieder konkurrenzfĂ€hig zu werden (ohne komplett bei null anzufangen)?

‱ Habt ihr Tipps fĂŒr Bewerbungen aus der Arbeitslosigkeit (Ton, Strategie, Initiativansprache)?

Zeit ist kritisch – ich möchte keine ein- bis zweijĂ€hrige Umschulung starten, sondern in einigen Monaten wieder wettbewerbsfĂ€hig werden.

Vielen Dank fĂŒr ehrliche EinschĂ€tzungen und praktische Tipps!

Viele GrĂŒĂŸe

Reqba

vor 49 Minuten, Reqba hat gesagt:

ich bin Diplom-Informatiker

dafĂŒr zolle ich dir erstmal großen Respekt !

vor 50 Minuten, Reqba hat gesagt:

Die fehlende Hands-on-Erfahrung mit aktuellen Technologien bereitet mir Sorgen.

das sollte es nicht. Als Diplom-Informatiker bist du in der Lage dich in alles schnell einzuarbeiten.

vor 52 Minuten, Reqba hat gesagt:

ĂŒberwiegend Absagen erhalten

es macht mich regelrecht wĂŒtend wie man mit hochqualifizierten Leuten wie dir umgeht .

Ich wĂŒrde mich an deiner Stelle weiter bewerben. Qualifizierte Leuten / Leuten mit Ahnung muss dein Talent und dein Können irgendwann auffallen . Die Leute, denen dein Potenzial nicht erkennen können, mit denen solltest du deine Zeit auch nicht verschwenden.

vor 3 Stunden, Reqba hat gesagt:

Bisher habe ich einige Dutzend Bewerbungen verschickt, ĂŒberwiegend Absagen erhalten

Ich denke, dass zur Zeit die wirtschaftliche Lage stÀrker auf den Arbeitsmarkt einwirkt, statt die verschiedenen KI Lösungen, die auf dem Markt drÀngen oder schon vorhanden sind.

vor 3 Stunden, Reqba hat gesagt:

Seit einigen Monaten suche ich intensiv nach Positionen wie Product Owner, Business Analyst oder Requirements Engineer

Ich kann mir vorstellen, dass hier vielerorts mit KIs gearbeitet und experimentiert wird, um Kosten zu sparen. Ob das funktioniert, wird sich zeigen.

vor 3 Stunden, Reqba hat gesagt:

Quereinstieg in andere Branchen (z. B. Bahn).

Gerade als PO,BA,RE ist Branchenwissen hilfreich. Softwareentwicklunsagenturen, die fĂŒr Industriekunden agieren, könnten dein Wissen gebrauchen.

vor 3 Stunden, Reqba hat gesagt:

Welche Technologien/Tools sollte ich priorisieren, um schnell wieder konkurrenzfÀhig zu werden (ohne komplett bei null anzufangen)?

Ich wĂŒrde mir das Thema KI in Verbindung mit deinen aktuellen TĂ€tigkeiten anschauen. Lesen, hören, machen... je nach dem was am besten zu dir passt.
Schulungen, die ĂŒber die Arbeitsagentur laufen, verschaffen dir hinten raus ein wenig mehr Zeit. Die QualitĂ€t wird hier sicherlich variieren.

vor 3 Stunden, Reqba hat gesagt:

Vor Kurzem wurde ich freigestellt und stehe nun mit Mitte 50 vor der Frage, wie es beruflich weitergehen soll.

Wenn man schwarz auf weiß sieht, dass man nicht mehr gebraucht wird, kann das hart sein. Ich hoffe, du hast den ersten Schlag erst mal verdaut. Auch wenn du schon ein paar Absagen bekommen hast, und schon eine Art Enddatum feststeht, solltest du dich nicht verrĂŒckt machen lassen. Ich drĂŒcke dir die Daumen.

vor 3 Stunden, Reqba hat gesagt:

Habt ihr Tipps fĂŒr Bewerbungen aus der Arbeitslosigkeit (Ton, Strategie, Initiativansprache)?

Mein Tipps:

QualitĂ€t vor QuantitĂ€t: Lieber weniger Bewerbungen, dafĂŒr individuell zugeschnitten und mit echtem Interesse am Unternehmen. Deutliches herausstellen welche Erfahrungen und Kompetenzen Du mitbringt, diese selbstbewusst kommunizieren. Wo kann ich in diesem Unternehmen konkret einen Mehrwert liefern.

Nicht defensiv kommunizieren („Trotz meines Alters
“), sondern positiv und lösungsorientiert („Mit meiner langjĂ€hrigen Erfahrung bringe ich
“). Keine generischen Phasen. Nicht ĂŒberheblich rĂŒberkommen.

Bevor Du zeitaufwĂ€ndig in andere Richtungen investierst, wĂŒrde ich das vorhandene Potential versuchen maximal auszureizen. Eventuell eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen. Aus der Ferne kann letztlich doch nur oberflĂ€chig bewertet werden.

Ich wĂŒnsche Dir alles Gute und viel Erfolg.

Ich weiß, es ist Geschmackssache, aber zusĂ€tzlich zu deinen BewerbungsbemĂŒhungen: Netzwerken! Da tun sich oft unerwartete Möglichkeiten auf. Wenn kennst du aus deiner beruflichen TĂ€tiigkeit? Und hier nicht nur aus dem direkten Unternehmensumfeld - was ist mit Lieferanten, Kunden, Kontakten aus Fortbildungen und Messen usw.? Gibt es in deiner Region Netzwerktreffen, Barcamps, Jobmessen oder Ă€hnliche Veranstaltungen, wo du neue Kontakte knĂŒpfen kannst?

Und vielleicht magst du deine Haltung zur Zeitarbeit nochmal reflektieren - da hat sich (fĂŒr qualifizierte KrĂ€fte) bei so einigen Vermittlern in den letzten 25 Jahren auch einiges hinsichtlich der Arbeits-, Vermittlungs- und Entlohnungsbedingungen getan.

vor 1 Stunde, Koboldin hat gesagt:

Netzwerken!

Netzwerke sind ohnehin ab einer gewissen Gehaltsklasse das Kriterium fĂŒr eine Stelle ABER wenn der TE das Netzwerk jetzt braucht und es nicht hat wird es schwierig. Netzwerkaufbau dauert mitunter viele Jahre.

Das ist generell ein Tipp den man jedem direkt nach der Ausbildung mitgeben sollte. Juniorpositionen erfordern kein Netzwerk. Alles in Richtung Leitungsebene wird deutlich einfacher oder ĂŒberhaupt erst möglich wenn ein Netzwerk vorhanden ist von Personen die einem RĂŒckenwind geben können.

Gerade in der Informatik werden fachliche FĂ€higkeiten mMn deutlich ĂŒberschĂ€tzt wenn es darum geht sein Einkommen zu maximieren. 1-2 gute Kontakte schlagen so ziemlich jede Expertise. Daher wĂŒrde ich schauen, dass man diese erst aufbaut, dann ausbaut und danach priorisiert. Ein LinkedIn mit 1000 Kontakten ist nicht zwangslĂ€ufig nĂŒtzlicher als eine kleine Gruppe von Entscheidern an der richtigen Stelle.

vor 3 Stunden, steel hat gesagt:

Bevor Du zeitaufwĂ€ndig in andere Richtungen investierst, wĂŒrde ich das vorhandene Potential versuchen maximal auszureizen.

Seh ich auch so. Ein Switch mitte 50 geht zu oft mit erheblichen Einbußen einher und das muss nicht immer nur finanzieller Natur sein.

Leider wissen wir aus dem geschilderten Kontext zu wenig ĂŒber das konkrete berufliche Umfeld (z.B. Branchenkenntnisse) und die damit verbundene Jobsuche (z.B. Region, FlexibilitĂ€t bzgl. Arbeitsplatz / Wohnort etc.).

Zertifizierungen sind nur dann hilfreich, wenn damit ein konkretes Jobangebot verknĂŒpft ist (z.B. Firma XY sucht einen Spezialisten im Bereich Virtualisierung mit aktueller Zertifizierung der Firma XYZ), da hĂ€tte man evtl. die Möglichkeit ĂŒber das Amt die Zertifizierung bezahlt zu bekommen im Rahmen einer Weiterbildung, um anschließend eine konkrete Stelle besetzen zu können. Ob die Zertifizierung dann allerdings genehmigt wird, wird eine Einzelentscheidung vom Amt sein und hĂ€ngt nicht zwingend mit einem kĂŒnftigen Arbeitgeber zusammen (sofern das Amt die Kosten tragen soll).

Auch wenn das Thema Zeitarbeit schwierig ist, könnte es einen kurzfristigen Einstieg in ein Unternehmen bedeuten.

Ansonsten bleibt nur, die Bewerbungsunterlagen mal von einem Profi optimieren lassen und ggf. die Suchstrategie zu erweitern.

Was einen kompletten Wechsel der beruflichen Ausrichtung angeht. Diesen Weg wĂŒrde ich persönlich erst wĂ€hlen, wenn alle anderen Versuche gescheitert sind. Auch ein solcher Plan wird sich nicht von heute auf morgen realisieren lassen.

Letzte Alternative. Ich kenne ehemalige SAP Berater, die sich als PC Spezialist (Kapital / Finanzplan vorausgesetzt) selbststĂ€ndig gemacht haben, nachdem sie aus Ă€hnlicher Beruf aus dem Job geflogen sind. Allerdings kann ich nicht mit Sicherheit sagen, dass so eine Lösung fĂŒr jeden funktionieren wĂŒrde. Aber ich kenne mindestens 2 Leute, die aus einer Ă€hnlichen Situation in die SelbstĂ€ndigkeit gewechselt sind und bis heute darin geblieben sind.

Das sind natĂŒrlich alles schwierige Entscheidungen in einer solchen Situation. Bleibt mir nur,

Viel GlĂŒck zu WĂŒnschen !

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