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Umschüler: Berufliche Weiterentwicklung nach Praktikum
zu 1.) Ja, erheblich geringer. Es ist natürlich nicht unmöglich eine Stelle zu bekommen, aber jemand gleichwertig Qualifiziertes mit Berufserfahrung wird dir ohne Berufserfahrung zu 99% vorgezogen werden. zu 2.) Entweder indem man halt ganz unten anfängt und eine unbeliebte Position in einem unbeliebten Unternehmen bei niedrigem Gehalt annimmt, um die Berufserfahrung zu sammeln (der Spruch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" kommt nicht von ungefähr), mit einer Übernahme im Ausbildungs-/Umschulungsbetrieb oder mit Glück. Als ich meine Umschulung gemacht hatte, war mein einziges Ziel von meinem Umschulungsbetrieb übernommen zu werden. Ich hatte während des 9-monatigen Pflichtpraktikums als Product Owner gearbeitet und viel Lob von Kunden und Vorgesetzten bekommen. Leider war aber im Budgetplan keine Vollzeit Product Owner Stelle vorgesehen, weswegen ich eine Stelle im Support angeboten bekommen habe. Ich habe mein Wunschgehalt mit 34K niedrig angesetzt (vermutlich wären auch 40K problemlos durchgegangen), aber mein Alpha und Omega Ziel war halt die Übernahme meines Umschulungsbetriebs. Fünf Jahre später arbeite ich als Netzwerk Security Specialist bei einer Sparkasse. Ich habe in der Umschulung den FIAE gemacht. Meine Mitschüler hatten teilweise auch nicht die Möglichkeit in dem Programmierjob, den sie im Praktikum gemacht haben, übernommen zu werden und hatten ebenfalls das Angebot bekommen im Support in Vollzeit anzufangen. Beide hatten mich um Rat gefragt, was ich an deren Stelle tun würde und ich habe beiden glasklar geraten die Angebote anzunehmen, eben weil als Umschüler oder Azubi die Festanstellung im Ausbildungs-/Umschulungsbetriebs so wichtig ist. Einer der beiden hat meinen Rat befolgt und arbeitet nun 5 Jahre später als Softwareentwickler mit 60K Jahresgehalt. Die andere wollte ihre Zukunftsaussichten als Softwareentwicklerin nicht "verbrennen", indem sie Vollzeit im Support statt der Softwareentwicklung arbeitet und hat bis heute keine Stelle mehr gefunden. Sie meinte, dass kein Unternehmen sie als gute Softwareentwicklerin mehr ansehen würde (auch das übernehmende Unternehmen nicht), wenn sie erst mal im Support "feststeckt". Nicht falsch verstehen. Es ist keineswegs klar, dass der Support nur der Start ist und man später in seinem eigentlich gewollten Feld arbeitet. Viele stecken tatsächlich im Support fest. Dennoch sind die Chancen im eigentlich gewollten Bereich zu arbeiten deutlich geringer, wenn man ohne Berufserfahrung Arbeitsloszeiten in Kauf nimmt, statt Berufserfahrung im IT-Sektor zu sammeln. Ich weiß natürlich nicht wie gut du als FiSi bist und welche Stacks du beherrscht. Aber wenn du trotz Azubistatus nicht deutlich herausstechend bist (dann würde dich das Klinikum vermutlich auch in eine richtige FiSi-Stelle Vollzeit übernehmen), bist du mit jedem IT-Job besser dran als mit Zocken auf eine eigentlich gewollte Stelle. So hart wie auf Harvard angenommen zu werden, ist es zwar nicht, aber so easy interessante und gut dotierte IT-Jobs als blutiger Anfänger zu ergattern, ist es dann auch nicht. Ich habe bei meinem Umschulungsunternehmen auch viele gesehen, die dort Werkstudentenjobs gemacht haben und dann dort nach guter Leistung etwas Anfangen durften (z.B. ein Sportlehrer hatte dort ein Praktikum als Demand Manager und durfte dort in die Softwareentwicklung und hat es sogar erfolgreich geschafft dann dort in dieser Position eine Festanstellung zu bekommen), was vollkommen fachfremd war. Meine jetzige Netzwerk IT Security Stelle habe ich auch im IT-Support der Sparkasse bekommen, obwohl ich seit der Umschulung (auch nicht im IT Support der Sparkasse) nichts mehr mit Netzwerk oder Programmierung zu tun hatte (und Netzwerk in der FIAE Umschulung im schulischen Teil auch nur minimale Basics). Man unterschätzt, welche Chancen sich ergeben können, wenn ein Vorgesetzter sich persönlich über längere Zeit ein Bild von deinen Charaktereigenschaften und deinen kognitiven Fähigkeiten machen kann. Dann spielt mangelnde Kenntnis oder Erfahrung weit weniger eine Rolle als bei einem Personaler, der, bis auf deine schriftliche Bewerbung, nichts von dir weiß.
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Umschüler: Berufliche Weiterentwicklung nach Praktikum
@bzz Sehe es so wie @Sullidor In deinem Fall ganz klar annehmen, denn selbst wenn du dies nicht dauerhaft machen möchtest sind deine Bewerbungsschreiben für Stellen, die dir eher vorschweben deutlich erfolgsträchtiger, wenn du dich nicht aus der Arbeitslosigkeit bewirbst, insbesondere wenn keine relevante Berufserfahrung vorhanden ist. Mit Annahme der Stelle hast du folgende Vorteile 1) nicht arbeitslos 2) Gehalt 3) du sammelst Berufserfahrung Anders wäre der Fall nur dann zu werten, wenn du gute Erfolgsaussichten hättest eine begehrte IT-Stelle zu bekommen, aber das ist bei dir als Umschüler eher unwahrscheinlich. Jedoch kannst du deine Chancen prüfen, indem du dich auf für dich begehrenswerte Stellen bewirbst, dann siehst du ja deinen Marktwert (kommt es zu Vorstellungsgesprächen und falls ja, wirst du am Ende genommen?). Da du obiges jedoch auch in einer Festanstellung machen kannst, ist der Rat ganz eindeutig die Stelle anzunehmen, denn ein IT-Job und Berufserfahrung wirst du nahezu immer benötigen, wenn du eine bessere Position haben möchtest. Sei es, dass du in dem Klinikum intern aufsteigen, oder ob du extern etwas Besseres ergattern möchtest. Ohne Berufserfahrung zu spekulieren, dass du bei Nichtannahme mehr Zeit hast relevante IT-Skills aufzubauen, ist im Vergleich dazu sich aus einer IT-Stelle heraus zu bewerben bei Personalern nahezu immer die weniger erfolgsversprechende.
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Angebot neue Position von TVÖD-S E7 Stufe 4 auf TVÖD-S E9b Stufe 4, würdet ihr wechseln?
@all Vielen dank für eure Meinungen. Ich tendiere jetzt doch dazu die neue Position anzunehmen.
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Angebot neue Position von TVÖD-S E7 Stufe 4 auf TVÖD-S E9b Stufe 4, würdet ihr wechseln?
Ich arbeite in der IT-Abteilung einer Sparkasse seit April 2025. Meine genaue Position ist IT-Hotline, bin also im Support tätig. Eingestuft bin ich in TVÖD-S E7 Stufe 4, das sind seit diesem Mai 3828 Euro monatlich. Zusätzlich kann man mit 1,72 Monatsgehältern in jährlichen Boni sicher rechnen(dies würde auch für die neue Position gelten). Nun wird durch den Abgang eines Kollegen eine Stelle in der IT-Administration frei, wo mein Abteilungsleiter mich gefragt hat, ob ich diese Stelle besetzen möchte. Jedoch beinhaltet diese Stelle viel bürokratische Tätigkeit, viele Geräte müssen in einem Administrationstool an- und abgemeldet werden, man muss häufig auf die Sparkassen FI warten, bis man irgendetwas machen kann und auch die Erstellung von Worddokumenten, wie manche Programme installiert werden müssen, gehören zum Aufgabenbereich. Diese werden ausgedruckt, wandern in einen Ordner und interessieren danach keine Sau mehr. Aber die DORA Anforderungen werden damit halt formal erfüllt. Ich gehöre zu denen, denen die Supportarbeit Spaß bereitet. Die Zeit vergeht schnell und ich gehe wirklich gerne zur Arbeit. Deswegen überlege ich, ob ich die neue Position annehmen soll und habe meinem Abteilungsleiter gesagt, dass ich diese Woche 1-2 Tage mir dort genauer die Tätigkeiten anschauen werde. Aber wirklich wissen, wie glücklich es mich dauerhaft machen würde kann ich auch dann nicht. Freunde von mir können gar nicht verstehen, was es für mich zu überlegen gibt, denn die neue Position würde mit TVÖD-S E9b Stufe 4 vergütet werden, das wären 4.690 Euro monatlich, also ca. 860 Euro brutto mehr monatlich. Außerdem meint mein Kumpel, der auch bei der Sparkasse arbeitet, dass sich im Laufe der Jahre Abteilungen und Aufgabengebiete ohnehin immer wieder ändern und deswegen ich langfristig gar nicht wüsste, ob meine jetzige oder die neue Stelle mir mehr Freude bereiten wird. Wie seht ihr das? Gibt es jemanden, der auch eine besser dotierte Position angenommen und dies im Nachhinein bereut hat? Finanziell fühle ich mich jetzt schon reich und habe auch keine finanziellen Verpflichtungen außer meiner eigenen Existenzsicherung, insofern bin ich auf den Mehrverdienst nicht angewiesen. Auch bin ich erst mit 41 nach einer Umschulung überhaupt in den IT-Bereich gekommen, d.h. ich bin in meinem Leben jetzt auch keinen Luxus gewöhnt. Jetzt mit 46 wäre 9b natürlich ein super Karriereverlauf für meinen Lebenslauf. Aber natürlich gilt der Grundsatz, dass mehr Einkommen grundsätzlich besser ist als weniger Einkommen. Bin gespannt auf eure Meinungen :-)
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Erfahrungswerte Träger: Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration in Berlin
Ich hatte von Februar 2019 bis Februar 2021 meine Umschulung bei der GFN (Sitz in Moabit) absolviert und war insgesamt sehr zufrieden mit den Dozenten und der Organisation (habe auch mit 83 Punkten letztlich abgeschlossen). Zuvor war ich für eine Weiterbildung Englisch B2 bei CBW (Charlottenburg nähe Bahnhof Zoologischer Garten) und war auch hier zufrieden. Ich wollte sogar ursprünglich hier meine Fachinformatikerumschulung machen, aber es kam nicht die Mindestanzahl an Kandidaten zusammen, so dass ich mich danach für die GFN entschieden hatte.
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Feedback Zeugnis nach fast drei Jahren Vollzeittätigkeit als IT-Consultant
@Earl Hickey @Obstkorb @allesweg Vielen Dank für euer Feedback. Der Abschnitt des Sozialverhaltens mit der Ersterwähnung der Kollegen vor der Leitung und der fehlende Kundenpart ist mir auch aufgefallen und habe auch diesen Abschnitt mit Bitte um Ersetzung im neuen Zeugnis neu formuliert, genauso wie die Schlussformel. Ansonsten habe ich auch alle mir aufgefallenen Grammatikfehler mit Bitte um Korrektur aufgezeigt. Wegen der Sache des 2x vorkommenden Wortes "übertragen" halte ich es für in Ordnung, da beide Aussagen Er identifiziert sich mit der ihm übertragenen Verantwortung und zeigt zu jeder zeit sehr großes Engagement und Freude an seiner Arbeit. Herr XYZ erfüllte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit. so für die Noten 1-2 in Quellen für Zeugniscodes vorkommen https://www.hogapage.de/nachrichten/arbeitswelt/ratgeber/was-die-formulierungen-im-arbeitszeugnis-wirklich-bedeuten/?page=1 In obiger Quelle muss sogar für die Note 1 und 2 "übertragene Verantwortung" stehen. Ab Note 3 ist nur noch die Rede von "seine Aufgaben". Die ihr übertragene Verantwortung übernahm sie zu unserer vollen Zufriedenheit. https://www.karriereakademie.de/arbeitszeugnis-stets-zu-unserer-vollen-zufriedenheit-genug "Herr Schmidt erledigte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit." und es nirgendwo als negativ ausgelegt wird, genauso wie die Floskel "Er identifiziert sich mit der ihm übertragenen Verantwortung und zeigt zu jeder Zeit sehr großes Engagement und Freude an seiner Arbeit." wo das Wort "zeigt" häufig auch in Note 1 Floskeln vorkommt. Note 1 „zeigte außergewöhnliches Engagement“ https://www.stalbohm.de/zeugnisnoten-formulierungen-fuer-das-arbeitszeugnis/ „XY erzielte herausragende Arbeitsergebnisse und zeigte außergewöhnliches Engagement.“ https://www.stepstone.de/magazin/artikel/arbeitszeugnis-formulierungen Auch die wichtige Floskel "Herr XYZ erfüllte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit." finde ich immer als Note 2 in Zeugniscodeseiten "Herr Schmidt erledigte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit." https://www.karriereakademie.de/arbeitszeugnis-stets-zu-unserer-vollen-zufriedenheit-genug Die Note 1 wäre mit "vollsten" gegeben, die Note 3 ohne "stets" Note 1 "Herr Schmidt erledigte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit." Note 3 "Herr Schmidt erledigte die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit." Mehrtägige Schulung im Singular ist korrekt, da jeder Kunde eine Schulung bekam und "beim Kunden" der Singularform entspricht (statt Plural "bei den Kunden").
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Feedback Zeugnis nach fast drei Jahren Vollzeittätigkeit als IT-Consultant
Hallo Forum, ich habe zum 01.04.25 zu einem neuen Arbeitgeber gewechselt uns gestern das Zeugnis meines alten Arbeitgebers im Briefkasten gehabt. Für mich sieht es gut aus und ich bin auch im Guten auseinandergegangen. Ich trage es mal hier vor. "Herr XYZ war vom XX bis zum XX bei XX als IT Consultant und Projektleiter im Bereich XX tätig. Darstellung des Unternehmens Herr XYZ Aufgabenschwerpunkt war die erfolgreiche Einführung von XX bei den Kunden, dieser Aufgabenschwerpunkt setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Einzelaufgaben zusammen: - Beratung, Planung, Überwachung, Einführung & Support der Software XXX in Betreuungsvereinen und Betreuungsbüros mit mehreren Mitarbeitern - Mehrtägige Schulung des Programms XXX vor Ort beim Kunden oder online (z.B. per MS Teams) - Schnittstelle zwischen kundenspezifischen Anfragen/Bedürfnissen und der Lösungsumsetzung durch die technische Abteilung - Fortlaufende Qualitätssicherung und Projektdokumentation - Zeit- und Terminmanagement zur Sicherstellung der Einhaltung von Zeitplänen und Fristen - Ressourcenmanagement, einschließlich Zuweisung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten - Konfliktmanagement und Lösung von Problemen im Projektverlauf - Untersuchung und Modellierung von Geschäftsprozessen - Ausarbeitung kundenspezifischer Lösungen - Durchführung von Qualitätsprüfungen, Tests, Übergaben und Verfahrensbetreuung - Abstimmung mit Projektbeteiligten und Stakeholdern Herr XYZ hat sich besonders, wegen seiner Vorerfahrungen als IT Consultant und seiner hohen Auffassungsgabe, seines Fleißes und seiner hohen Einsatzbereitschaft für die obenbeschriebenen (richtig oben beschriebenen) Aufgaben qualifiziert. Herr XYZ hat sich schnell und eigenständig in das für ihn neue Thema eingearbeitet. Er hat die Kunden hervorragend beraten, geschult, betreut und in das XX System eingeführt. Die Vorgehensweise von XYZ ist somit betont kundenorientiert, es gelingt ihm stets, die Möglichkeiten der Software auf die Kundenprozesse optimal anzupassen. Er identifiziert sich mit der ihm übertragenen Verantwortung und zeigt zu jeder zeit sehr großes Engagement und Freude an seiner Arbeit. Er wird von den Teamkolleginnen und - kollegen und Leitung gleichermaßen geschätzt. Er versteht es, mit seiner sehr sachlichen Art (könnte dies negativ ausgelegt werden?), stets Teamkolleginnen (und -kollegen fehlt hier) und die Leitungskräfte zu überzeugen. Herr XYZ erfüllte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit. Herr XYZ verläßt (richtig verlässt) die XX auf eigenen Wunsch. Wir bedanken uns bei Herr (richtig Herrn) Black Beauty für seine bisherige ausgezeichnete Arbeit und wünschen ihm für seine berufliche und persönliche Zukunft Alles (richtig alles) Gute. (kein Bedauern und keine Erwähnung weiteren Erfolges) Stadt XX, den XX.XX.XXXX Unterschrift Geschäftsführer Name des Geschäftsführers (Geschäftsführer) Von den grammatikalischen Fehlern abgesehen, bin ich mit dem Zeugnis zufrieden. Was mich jedoch sehr stört ist die Schlussformel, die kein Bedauern und keine Erwähnung weiteren Erfolges beinhaltet. Auch hier werde ich um Ergänzung/Korrektur bitten und bin schon ein wenig geknickt, dass es so rausgegangen ist. Dann ist da noch die Formulierung "Er versteht es, mit seiner sehr sachlichen Art, stets Teamkolleginnen und die Leitungskräfte zu überzeugen. An sich stimmt es, dass ich sehr sachlich bin, aber bin mir nicht sicher, ob es negativ als gefühlskalt aufgefasst werden könnte. Was meint ihr? Gruß Martin
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FIAE-Umschüler am verzweifeln
Ich würde mich nicht zu sehr auf die konkrete Jobrolle des Anwendungsentwicklers versteifen, nur weil dies die Fachrichtung deiner Umschulung war. Ich habe auch den FIAE als Umschüler gemacht (mit 41 mit der Note 2 beendet) und nicht eine Sekunde meines Lebens in diesem Bereich gearbeitet, weder im Praktikum, noch als Festangestellter. Dennoch habe ich leicht Jobs als IT-Consultant oder IT-Support bekommen. Insofern bringt dir dein IHK-Abschluss auf jeden fall etwas und einen Supportjob wirst du genau so einfach bekommen, wie einen Job als Elektriker, falls du in diesem Bereich deine Umschulung gemacht hättest und ich schätze, dass selbst im IT-Support das Mediangehalt etwas höher als das Mediangehalt eines Elektrikers ist. Insofern alles richtig gemacht und wenn du einen guten Abschluss machst, wirst du auch im Arbeitsmarkt unterkommen.
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Wieviel Gehalt verlangen
@Informatiker hat doch schon gearbeitet, seit 10 Jahren als Selbständiger (ich nehme mal an im Bereich Softwareentwicklung). Warum sollte die Arbeit als Selbständiger in der IT nicht als Berufserfahrung angerechnet werden?
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Umschulung zum Fisi noch ratsam?
1) Ich kann nur für mich sprechen, dass ich auf dem Jobmarkt in Koblenz (mittelstarke Wirtschaftsregion in Deutschland mit ca. 115K Einwohnern exklusive Einzugsgebiet) in den letzten Jahren keinerlei Probleme hatte mit dem FIAE Abschluss 2021 mit 41 Jahren (und davor nur ca. 4 Jahre Vollzeit sozialversicherungspflichtig gearbeitet) und ohne je in der Softwareentwicklung gearbeitet zu haben. Mein Gehalt hier waren 44K und durch Jobwechsel auf eine 1st-Level Stelle, die explizit für Einsteiger und mit ausgiebige Einarbeitung (d.h. keine speziellen Vorkenntnisse notwendig) beworben wurde 50K. Ich weiß nicht, was du derzeit beruflich machst und welches Gehalt du momentan bekommst, aber wenn du nicht in einer stark strukturschwachen Region wohnst und einigermaßen geistig fit bist, sollte die Range 40-50K absolut machbar sein, wenn du gut bist und die richtigen Karriereschritte nach der Umschulung wählst (extrem wichtig ist die Übernahme beim Praktikumsbetrieb, hier lieber nicht zu hoch pokern!, nach 1-2 Jahren kann dann hoch gepokert werden beim Arbeitgeberwechsel oder beim Wechsel innerhalb des Unternehmens auf eine höherwertige Stelle/Funktion). 2) Wie oben schon erwähnt, war die Jobsuche im 40-50K Bereich selbst mit einem Umschulungsalter Ü40 kein Problem, sollte mit 34 erst recht kein Problem sein. 3) ist wohl nicht mehr sonderlich relevant (große Konzerne die picky sein können, werden wohl auch nach Jahren Berufserfahrung die Abschlussnote und den Werdegang als relevantes Kriterium betrachten), sobald du nach der Umschulung Berufspraxis vorweisen kannst (daher auch mein Rat in 1) unbedingt zu versuchen vom Praktikumsbetrieb übernommen zu werden, zur Not auch mit unterdurchschnittlichen Konditionen). An Praktikumsplätze solltest du kommen, es gibt immer Unternehmen, die (günstige) Talente suchen. 4) AI wird absehbar keine Massen an IT-Jobs ersetzen, mittel- und langfristig sogar die menschliche Stellenanzahl erhöhen. Wird wohl ähnlich wie bei der Maschinisierung ablaufen. Zuerst fallen Jobs weg, aber da der Mensch sich nie mit dem zufrieden gibt, was er gerade hat, sondern immer mehr und besseres will, werden neue Rollen entstehen, die nur möglich sind, weil KI die vorherige personalintensive Arbeit abnimmt. Wenn wir uns mit Autos mit technischem Stand 1920 zufrieden geben würden, dann bräuchten wir heute tatsächlich kaum mehr menschliche Arbeitskräfte dafür. Die Mitarbeiterzahl bei VW stieg von 1972 192.100 Mitarbeiter auf 684.025 in 2023. Die Fortschritte der Maschinisierung und Automatisierung gingen in dieser Zeit gewiss nicht zurück 😉 5) Abschluss wenn möglich nicht unter der Note 3, besser natürlich 2. Jedoch spielt für deine Gehaltsentwicklung in den 5 Jahren nach dem Abschluss weitaus mehr eine Rolle was du dir an technischen Skills aneignest. Daher nochmals, der Praktikumsbetrieb und deine Funktion in diesem spielen eine Schlüsselrolle! 6) Leider ja und dies stört mich auch. Ich hätte gerne auch mehr Bewegung im Alltag und etwas weniger Screentime. Jedoch wüsste ich alles in allem keinen Jobbereich, den ich lieber machen würde. Jobs ohne oder wenig Screentime und sitzen haben für mich zu viele andere Nachteile (weniger Gehalt, schlechtere Arbeitszeit, Arbeiten bei schlechten Witterungsbedingungen, das Inkaufnehmen von schädlichen Emissionen (Staub, Chemikalien, etc.) als das ich diese Art von Jobs bevorzugen würde. Ich mache mindestens 3x die Woche Sport, insgesamt passt es für mich. Ich gehe aber auch im Alltag sehr gerne und bin immer zu meiner Arbeitsstelle zu Fuß gegangen (30 Minuten pro Strecke), so dass ich immer meine Mindestbewegung pro Tag habe, selbst ohne Gym/Squash. 7) Ich habe immer Udemy genommen, wenn ich mich für IT Themen interessiert habe, aber beruflich war es bisher nicht von Relevanz für mich. Mit Apss kenne ich mich diesbezüglich nicht aus.
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Wie viel verdient ihr?
Alter: 41 42 45 Wohnort: Berlin Koblenz letzter Ausbildungsabschluss (als was und wann): FIAE 2021 (83 Punkte) Angestellt als: Inhouse SAP Support (11.02.21 - 31.01.22, Eigenkündigung) / SAP-Support-Consultant Order-Entry-Support IT-Consultant (01.02.22 - 31.05.22, Eigenkündigung) / IT-Consultant für Betreuungssoftware (01.06.22 - 31.03.25), Eigenkündigung) / IT Service Manger 1st Level Support ab 01.04.2025 Berufserfahrung: 12 Monate (+ 9 Monate Praktikum im selben Ex-Betrieb, jedoch im Bereich Product Management) + 4 Monate + 2 Jahre 10 Monate Vorbildung: Abitur Arbeitsort: Berlin Koblenz Größe der Firma: ~ 260 400 180 800 MA Tarif: Nein / nein / nein / Ja TVÖD-S E7 Stufe 4 Branche der Firma: Digitalisierung im Immobilienbereich / Blutprobenanalyse / Software im Sozialbereich (Betreuungssoftware) / Finanzdienstleistungen (Sparkasse) Arbeitsstunden pro Woche laut Vertrag: 40 / 40 / 40 / 39 Arbeitsstunden pro Woche real: 40 / 40 / 42 / wird sich zeigen Gesamtjahresbrutto: 36000 / 44200 / 42000 + Erfolgsbeteiligung real ca. 44000 / 50000 inkl. Sonderzahlungen Anzahl der Monatsgehälter: 12 / 12 / 12 / 13,75 Anzahl der Urlaubstage: 30 / 30 / 25 / 32 (Heiligabend/Silvester und Rosenmontag werden nicht angerechnet) Feste Arbeitszeiten: Ja, von 09:00 bis 17:00 Uhr / Ja, Schichtdienst von 7:30 - 09:00 bis 16:00 - 17:30 Uhr (inkl. 30 Minuten Mittagspause) / Ja, von 08:00 - 17:00 Uhr (inkl. 1 Stunde fester Mittagspause), Ja, Schichtdienst von 07:30 Uhr bis 18:00 Uhr (inkl. einer Stunde fester Mittagspause) Sonder- / Sozialleistungen: Arbeitgeber 1 (Berlin): Volle Kostenübernahme ÖPNV-Ticket VRM-Jobticket (ist noch besser als normales ÖPNV-Ticket, da ich hier ein weit größeres Tarifgebiet kostenfrei nutzen kann), steuerermäßigte Urban Sports Mitgliedschaft, Vermögenswirksame Leistungen (hier muss ich erst noch nachfragen, ist aber denke ich mittlerweile Standard bei Arbeitgebern) Arbeitgeber 2 (Koblenz): Jobticket Arbeitgeber 3 (Koblenz): Nein Arbeitgeber 4 (Koblenz): Betriebsrente, Vermögenswirksame Leistungen, Jobticket und noch sonstige Vergünstigungen Variabler Anteil am Gehalt: Nein / Nein / Ja, ca. 5% bei Unternehmenszielerreichung / Ja, garantierter Anteil 75% eines Monatsgehalts + 100% Monatsgehalt (je 50% bei Unternehmenszielerreichung + 50% bei individueller Zielerreichung, welche aber ab 2025 immer gegeben ist) Verantwortung: Keine / Keine / Keine Personalverantwortung, aber Verantwortung für eigene Kunden / Keine Home-Office: Arbeitgeber 1 (Berlin) 100%, jedoch nur zu ca. 20% in Anspruch genommen Arbeitgeber 2 (Koblenz) 0% (auch so gewollt von mir, da ich wieder Kollegen und Büroatmosphäre nach 2 Jahren HO haben möchte, jedoch ist meine Arbeitsstelle nur 15 Minuten zu Fuß entfernt) Arbeitgeber 3 (Koblenz) (100%) Ich kann jeden Tag ins Büro oder Full Remote machen, Ich nehme Remote zu weniger als 5% in Anspruch (nur wenn Heizungsableser kommen oder ich schwere Pakete erwarte). Arbeitgeber 4 (Koblenz) (20%) Hier wurde mir im Bewerbungsgespräch mitgeteilt, dass von dem 4-er Team, dem ich angehören werde, immer nur einer im Homeoffice sein darf, würde also ca. 20% ausmachen, wobei ich es wie schon bei meinen vorherigen Arbeitgebern kaum in Anspruch nehmen würde. Meine Arbeitsstelle ist nur 15 Minuten zu Fuß entfernt = ideal. Tätigkeiten (Aufgaben/Aufgabenbereich): Arbeitgeber 1 (Berlin): First und Second Level Support, Aufspielen von Servern und Apps, Userverwaltung, etc. im SAP-Bereich Arbeitgeber 2 (Koblenz): Aufspielen von Software auf Rechnern von Arztpraxen, medizinischen Versorgungszentren und Krankenhäusern + Support (zu 99% remote) Arbeitgeber 3 (Koblenz): Konfiguration der Sozialsoftware, Useranlage, Beratung welche Lösungen für den Kunden existieren, Schulungen zur Systemeinführung (online und vor Ort in ganz Deutschland, vor Ort macht aber maximal einen Monat im Jahr aus), Schulungen von Kunden in Präsenz im Bürogebäude, etc. Arbeitgeber 4 (Koblenz): Laut Stellenausschreibung und Aussagen im Bewerbungsgespräch Userverwaltung / Userberechtigungen, Analyse von Störungsmeldungen, Erstellung von Hilfsdokumenten, Entgegennahme von Supportanfragen per Telefon, E-Mails /Ticketsystem, Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern. --------------------- Ich hatte in meinen 20ern ohne Abschluss Jura studiert und in meinen 30ern bis heute insgesamt 4 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet (telefonische Kundenbetreuung im Bankbereich), 1 1/2 Jahre einen Bundesfreiwilligendienst gemacht und 2 Jahre die FIAE-Umschulung absolviert, wie es dann weiterging ist ja oben beschrieben. Ich habe mir die Stadt Koblenz ausgesucht, weil hier meine familiären Wurzeln liegen und nicht aus Karriere-/Gehaltsgründen. Es war selbst mit meinem Profil recht einfach einen Job zu finden. Von 5 Bewerbungen führten 4 zu Bewerbungsgesprächen und zu zwei Jobzusagen. Update (01.06.22): Auch beim Jobwechsel innerhalb der Probezeit war es recht easy. Drei Bewerbungen waren ausreichend. Update (01.04.25): Meinen jetzigen Arbeitgeber verlasse ich schweren Herzens, da ich hier tolle Kollegen (nicht selbstverständlich!, siehe meinen Weggang bei Arbeitgeber 2 aufgrund von Mobbing) habe (für mich ist Arbeit NICHT die Gleichung Lebenszeit gegen Geld und das Umfeld für mich sehr entscheidend!) + mir auch meine Tätigkeit als Consultant sehr gefällt. Der Grund meiner Kündigung ist der, dass mein Arbeitgeber seine Büroräumlichkeiten zum 31.03.25 gekündigt hat und ca. 15 KM entfernt in einem kleineren Ort bis Jahresende plant ein ein neues Bürogebäude zu errichten. Dies würde für mich ca. ein 3/4 Jahr zwangsremote bedeuten und auch danach einen deutlich längeren und nicht so schönen Pendelweg (15 Minuten zu Fuß bis zum Hbf, dann 20 Minuten mit dem Zug und dann nochmal 5-10 Minuten bis zum Firmengebäude). Zusätzlich fahren die Züge nur jede Stunde von Koblenz dorthin und zurück, was mich weit unflexibler beim Feierabendzeitpunkt macht. Wenn ich Homeoffice mögen würde, wäre es kein Problem, da ich einfach immer von zu Hause arbeiten könnte. Ich mag jedoch Homeoffice überhaupt nicht und fühle mich weit weniger gut als im Büro, selbst dann, wenn im Büro außer mir keiner ist (was meistens der Fall ist). Alleine der morgendliche 30 minütige Fußweg und zu wissen, dass in anderen Büroräumen und im Flur Leute sind, macht für mich eine ganz andere und viel bessere Arbeitsatmosphäre. Und später täglich mindestens 45 Minuten unflexibel (angewiesen auf nicht eng getaktete Bahn) pendeln möchte ich auch nicht. Daher habe ich mich bei der Sparkasse (hatte bisher nur diese eine Bewerbung geschrieben) für den 1st Level Job beworben. Ich weiß, für viele ein Graus und Karrierekiller, aber ich kam mit Supportarbeit immer gut zurecht und liegt mir. Das ich gehaltstechnisch doch nochmal einen signifikanten Sprung mache, hatte ich nicht geplant (50K statt 44K inkl. Sonderzahlungen/Boni, 32 Tage Urlaub statt 25 (real 24, da je ein halber Tag für Heiligabend und Silvester abgezogen wird). Ich war auch sehr überrascht, dass man mir meine gesamte kurze IT "Karriere" anrechnet und mich direkt in Stufe 4 eingruppiert. Ich hatte überall gelesen, dass in der Regel nur bis max. Stufe 3 externe Bewerber eingestuft werden. Ich hatte sogar mit Stufe 2 gerechnet, da die neue Tätigkeit nicht genau das ist, was ich bisher gemacht habe (hier ist am ehesten meine erste Stelle in Berlin vergleichbar, die ich 1 Jahr ausgeübt hatte). E7 ist zwar relativ niedrig, aber für 1st-Level meiner Ansicht nach sehr gut, hier würde ich bei vergleichbaren 1st Level Jobs in der freien Wirtschaft wohl nicht so viel verdienen (abgesehen vom Luxus per Tarifvertrag von regelmäßigen Gehaltserhöhungen durch Verdi zu profitieren) Ich schreibe diesen Roman, um jeden Umschüler Mut zu machen, was alles selbst mit Abschluss jenseits der 40 noch machbar ist mit ein wenig Glück und rationalem Vorgehen 🙂 Ich hätte nie gedacht, dass ich in meinem Leben mit 45 Jahren als ITler ohne spezielle Kenntnisse mal 50K+ verdienen würde.
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Umgang mit Erschöpfung am Arbeitsplatz
Ich bin von meinem Naturell eh ein Wechsler, so alle 3 Jahre benötige ich neue Impulse im Leben. Ich bin (45 Jahre) auch schon 3x umgezogen (noch häufiger den Arbeitgeber) und hatte meine Entscheidungen nie bereut. Auch ohne Burn-/Boreout kann ich es jedem empfehlen häufiger einen Tapetenwechsel anzustreben. Viele Menschen haben schlicht ein zu großes und in meinen Augen irrationales Sicherheitsbedürfnis, welches ihnen ein besseres Leben verwirkt. Daher mein Tipp: Ja, bewerben bei anderen Arbeitgebern, am besten auch in einer anderen Stadt!
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Noch einer der gerne Fachfremd-Quereinsteigen möchte.
Als ich 2019 meine Umschulung in Berlin gestartet hatte, waren in meiner Umschulungsgruppe zwei Erzieher, zwei Krankenpfleger, eine Vertrieblerin, ein Tontechniker und ein U-Bahn-Fahrer. Keiner von Ihnen musste seine Arbeit krankheitsbedingt beenden, sondern wollten schlicht nicht mehr in diesen Berufen arbeiten. Zumindest bei den zwei Erziehern und zwei Krankenpflegern besteht eine hohe Nachfrage nach solchen Fachkräften. Vielleicht ist Berlin in dieser Hinsicht auch lockerer als andere Regionen, aber dass man in seinem bisher gelernten und ausgeübten Beruf unmöglich weiterarbeiten kann, ist nicht zwangsläufige Voraussetzung für die Bewilligung einer Umschulung. In Berlin reicht es anscheinend, dass man einige Monate arbeitssuchend ist.
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Kündigung aussprechen - wie am besten verhalten / vorgehen?
@Kellerbräune Ich war in einer ähnlichen Situation. Mobbing zwar nicht vom Chef, aber von einem Kollegen. Ich habe mir auch direkt etwas Neues gesucht und hatte auch vor der Zusage schon gekündigt gehabt, da die eigene Gesundheit an erster Stelle steht. Ich wollte zusätzlich noch anmerken, dass die derzeitige Gesetzeslage bei ALG2 sehr vorteilhaft für Menschen ist, die aus dem Job ausbrechen wollen. Normalerweise ist es so, dass bei Eigenkündigung ALG1 für 3 Monate gesperrt wird. Bei einem ärztlichen Attest, welches Mobbing bescheinigt, gibt es jedoch keine Sperre, da es sich hier um einen "wichtigen Grund" handelt, weswegen sanktionsfrei gekündigt werden darf. arbeits-abc.de/sperrfrist-alg-1 Aber selbst wenn kein ärztliches Attest vorliegt, würde es bei ALG2 bei (auch unbescheinigtem) Mobbing keine 30% Sanktion geben. https://www.hartziv.org/news/20130823-mobbing-trotz-eigenkuendigung-anspruch-auf-hartz-iv/ Vorteilhaft ist, dass bei ALG 2 generell alle Sanktionen bis Mitte nächsten Jahres außer Kraft gesetzt wurden. https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/sanktionen-grundsicherung-2009920 Und es gibt auch keine Vermögensprüfung, wenn das Vermögen unter 60.000 Euro (ab da beginnt das "erhebliche Vermögen") liegt bis Ende des Jahres. https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung-arbeitslosengeld-2#:~:text=Sie müssen Ihr Vermögen nicht,eine Höchstgrenze von 30.000 Euro. Auch wird eine Miete, welche oberhalb des ALG2 Satzes liegt (bestimmt jedes Jobcenter örtlich anders, in München ist die Maximalmiete verständlicherweise höher als in der Uckermark) 6 Monate lang übernommen, wenn der ALG2-Antrag bis zum 31.12.22 gestellt wird. https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung-arbeitslosengeld-2#1478910489384 ALG2 ist natürlich in der Regel weniger als ALG1, aber es werden die Miete und Krankenversicherung übernommen und mit dem Satz (449 Euro) kommt man halbwegs über die Runden, wenn man sparsam lebt und im besten Fall noch etwas auf der hohen Kante hat. Der einzige Nachteil bei ALG2 ist der, dass keine Wirtschaftsgemeinschaft (z.B. mit Frau/Freundin) bestehen darf. Dies hat man auch für Corona nicht geändert. Sprich, ich würde deine Entscheidung nicht von der ALG1-Berechtigung abhängig machen, wenn du nicht mit einer Frau/Freundin zusammenlebst.
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Wie viel verdient ihr?
Update vom 01.06.22
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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege
Meines Erachtens sind die zwei unterschiedlichen Tabellen schon realitätsnah, nur halte ich es für fraglich die zweite Tabelle als Zeitarbeitstabelle zu bezeichnen, denn man sieht ja ganz klar, dass die Stellenarten der Zeitarbeitstabelle eher Low-IT darstellen, während die erstere eher High-IT darstellt (warum jedoch C#-Entwickler in der Zeitarbeitstabelle auftauchen ist mir jedoch ein Rätsel), d.h. auch bei Direkteinstellung bei einem Unternehmen würde ein 1-Level-Supporter schwerlich in die 40k-Ränge hervorstoßen, selbst mit Berufserfahrung (von Hochlohnregionen wie Frankfurt, München, Stuttgart, etc. mal abgesehen). D.h. für mich sehen die Gehälter der Zeitarbeitstabelle auch bei Nicht-Zeitarbeit relativ realistisch aus. Interessant wäre gewesen zu erfahren, was ein Product Owner, ein Data Scientist, ein Business Analyst etc. in der Zeitarbeit bekommt (sofern überhaupt diese Stellen in der Zeitarbeit existieren).
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Arbeitsvertrag unterschrieben trotz nicht bekannten Abschlussprüfungtermin
Ich glaube, dass dann in der Zeit zwischen Ausbildungsende und Beginn der Arbeit kein Krankenversicherungsschutz gegeben ist.
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Arbeitsvertrag unterschrieben trotz nicht bekannten Abschlussprüfungtermin
Meines Wissens nach wird dir direkt im Anschluss deiner mündlichen Prüfung mitgeteilt, ob du bestanden hast oder nicht. Falls ja, dann ist ab diesem Zeitpunkt deine Ausbildung beendet. Auf die Zusendung des Zeugnisses mit genauen Punktzahlen und Benotung ist dafür nicht notwendig. Insofern wäre der Startzeitpunkt deines neuen Arbeitsvertrages safe. Ich bin mir nur unschlüssig, ob auch bei einem Nichtbestehen der mündlichen Prüfung die Ausbildung beendet wäre (auch wenn man natürlich die Prüfung wiederholen kann), aber davon gehe ich jetzt bei dir einfach mal nicht aus 🙂
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Remotestellen - Diskussion
Das würde ich auch tatsächlich in Erwägung ziehen. Nun lebe ich in einer 100k Stadt, welche nur wenige Coworking Spaces hat, aber das wäre für mich der nächste Schritt gewesen, wenn ich nur interessante Full-Remotejobs gefunden hätte. Bei meinem zukünftigen Arbeitgeber ist es aber zumindest so, dass ich hier noch Büroatmosphäre bekommen werde, so denke wird es hier passen.
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Remotestellen - Diskussion
Um mal ein bisschen offtopic hier reinzubringen: Was genau arbeitest Du, dass Du Remotestellen in anderen (besser bezahlten?) Regionen ausschließt? Oder ist es eine bewusste Entscheidung gegen Remotestellen? Falls ja, warum? Ja, es ist eine bewusste Entscheidung gegen Remotestellen (insb. Full-Remote, wozu ich auch das Arbeiten in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers zähle, wenn ich dort alleine sitze), weil es mir psychisch nicht gut tut. Ich habe in Berlin die letzten 2 Jahre fast durchgängig remote gearbeitet bzw. bin relativ häufig freiwillig ins Büro und saß dort überwiegend alleine oder fast alleine und es hat mich am Ende sehr geschlaucht. Deswegen bin ich auch wieder in meine Heimat gezogen und hatte einen Job mit 0% Remoteanteil angenommen, gerade deswegen. Leider verlasse ich das Unternehmen doch wieder zum Monatsende wg. eines sehr unangenehmen Arbeitskollegen und fange ab 01.06 bei einem anderen Unternehmen an, was zumindest teilweise Remote sein wird bzw. während Corona eine Remotekultur entwickelt hat, aber zumindest sind dann dort doch ein paar Leute, wenn ich ins Büro gehe (und weil es kaum remotefreie IT-Stellen gibt, ca. 80% der Stellenanzeigen geben zumindest hybrides Arbeiten an). Ich habe gelesen und es deckt sich auch mit meinen Erfahrungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, dass 85% so viel Remoteanteil wie möglich präferieren, ich gehöre zu den 15%, die das nicht tun.
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Bewerbung aus der beruflichen Sackgasse heraus
Deine Situation ist an sich gar nicht so schlecht, bis auf die wenigen Arbeitgeber in Wohnortnähe. Umschulung mit anschließender Übernahme ist schon mal gut. Drei Jahre Berufserfahrung ebenfalls. Und dann auch noch im Bereich Coding -> Top Jobchancen! Ich würde mir an deiner Stelle einfach mal potenzielle Stellenausschreibungen, die zu deiner örtlichen Präferenz passen, anschauen. Oft sind die geforderten Techskills für Programmiersprachen, Frameworks, etc. so unterschiedlich, dass es sich in meinen Augen nicht lohnt, jetzt im Voraus diese im Schnelldurchgang aneignen (dennoch in der Bewerbung deine tiefergehenden Kenntnisse in Hibernate, JSF, Spring unbedingt erwähnen, auch wenn diese für die Stelle nicht gefordert werden) und in einer Bewerbung angeben zu wollen. Dein gutes Zeugnis vor Antritt der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung + deine Berufserfahrung sollten im heutigen Markt reichen zu Bewerbungsgesprächen eingeladen zu werden. Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg bei der Jobsuche!
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Einarbeitung fällt schwer
9 Tage sind wirklich gar nichts und wenn du sogar jetzt schon in der Lage bist überhaupt Tickets zu lösen, dann ist deine Arbeitsleistung und Einarbeitung als optimal zu bezeichnen. Arbeitnehmer, welche instant die Produktivitätserwartung erfüllen, sind entweder absolute High-IQ-Überflieger oder machen eine simple Tätigkeit, wo man schon die Produktivitätserwartungen erfüllt, wenn man weiß was eine Maus und Tastatur ist. Wenn alles andere passt, dann freu dich des Lebens 🙂
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Feedback zum selbst geschriebenen Arbeitszeugnis
So werden aber die wenigsten Personaler denken, dass eventuell die gesamte Abteilung grottenschlecht gewesen ist, denn ein solches Unternehmen bzw. zumindest die Abteilung wäre dann wohl nicht mehr existent. Dies würde auch bei klassischen Zeugniscodes gelten, wo der Arbeitnehmer im Nulpenunternehmen "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" gearbeitet hat, welches bei einem Topunternehmen im Extremfall als "bemühte sich die ihm übertragenen Aufgaben zu erledigen" bezeichnet werden würde. Ein Arbeitszeugnis ist immer subjektiv und ein Personaler kann hier nie erwarten einen rein objektiv bestimmbaren Leistungsnachweis zu erhalten. Letztlich funktionieren Beurteilungen wie Noten oder Aussagen über Arbeitsleistung nur über den Vergleich. Ohne einen Vergleich würde ein Arbeitszeugnis keinen Sinn ergeben. Und ich würde intuitiv schätzen, dass konkrete Sätze, welche die Arbeitsleistung im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern einschätzen, die höchste Aussagekraft in einem Arbeitszeugnis haben.
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Feedback zum selbst geschriebenen Arbeitszeugnis
Für mich sieht das Zeugnis gut aus. ich bin kein Personaler, aber intuitiv würde ich nicht so viele Superlative verwenden, vor allen Dingen nicht solche, die allgemein als klassische Zeugniscodes bekannt sind, sondern die überdurchschnittlichen Leistungen lieber konkreter benennen (z.B. "Leistung lag über dem Durchschnitt des Teams", "arbeitete schon in kürzester Zeit völlig eigenständig", etc..). Wäre ich Personaler würde mir ein herkömmliches Zeugniscodes Note 1 Zeugnis ("stets zu unserer vollsten Zufriedenheit", etc..), welche jeder mit 2 Minuten Googlesuche erstellen kann, etwas verdächtig vorkommen, insbesondere da es sich um ein Zeugnis nach 3 1/2 Monaten in der Probezeit handelt. Personaler wissen, dass nicht selten Arbeitnehmer ihre eigenen Zeugnisse schreiben dürfen. Aber alles in alles macht das Zeugnis auf mich einen guten Eindruck. Jedoch spezifischer auf die Projekte eingehen wäre m.E. noch ein wenig besser.
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Ausbildung zum Fachinformatiker mit 50?
Verstehe ich das richtig, dass ein Zeithorizont von 10-12 Jahren als nicht langfristig angesehen wird? Von wie vielen Jahren durchschnittlicher Betriebszugehörigkeit geht ihr bei euren Azubis aus?