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Tiangou

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Alle erstellten Inhalte von Tiangou

  1. Naja, es geht ja um das Szenario hier: Also nichts mit abfeiern. Bei uns gibt es jährlich eine Hackathon-Nacht, von Donnerstag auf Freitag. Man kann vorher Themen einbringen und das Management wählt dann aus, was umgesetzt werden darf, es muss natürlich was mit unseren Produkten zu tun haben und vermarktungsfähig sein. Da wird dann donnerstags recht normal gearbeitet und nachmittags wird dann Red-Bull und Pizza angekarrt und dann wird bis spät in die Nacht gecodet oder gleich ganz durch gemacht, natürlich sind dann nur noch die Entwickler da. Freitagmittag rückt dann das Management wieder an und sponsert nochmal was zu essen und wählt dann die Sieger aus. Dann gibt es Trophäen für alle und Kinogutscheine für die Sieger. Und um 14 Uhr oder so ist dann Feierabend und die Entwickler gehen heim. Einen Ausgleich gibt es nicht dafür. Ich habe da in den ganzen Jahren noch nie teilgenommen, was mir natürlich auch aus verschiedenen Ecken vorgeworfen wird. Aber ich mache schon genug unbezahlte Überstunden, im Gegensatz zu den anderen Teams, haben wir Verantwortung für unsere Produktivsysteme und müssen schon Rollouts bis in Nacht oder am Wochenende machen. Zudem bin ich Pendler, ich habe weder Bock im Büro auf dem Boden zu schlafen noch völlig übermüdet mitten in der Nacht ne Dreiviertelstunde über die Autobahn zu eiern. Früher und ohne weitere Verpflichtungen mit Familie zu Hause, wäre ich eher dazu bereit gewesen, allerdings auch nicht unter diesen Bedingungen. Ist übrigens jedes Jahr das gleiche Spiel, die Entwickler betonen bei jeder Möglichkeit, dass es nur Prototypen sind und die nicht direkt in übernommen werden können und im Anschluss will das Produktmanagement die Features haben und weil die ja schon fertig sind, dürfen die auch nichts kosten.
  2. Ich habe schon vor mehr als 10 Jahren Gehälter bei Kununu eingetragen und die stehen da immer noch. Die sind aber weder bei meinem damaligen noch bei meinem derzeitigen Arbeitgeber aktuell. Gleiches gilt übrigens auch für Glassdoor. Die Zahlen sind also sehr mit Vorsicht zu genießen.
  3. Wenn die Stunden wieder abgebaut werden können, sind sie auch nicht unbezahlt und das runterrechnen des Gehalts ist schlicht falsch.
  4. Bis in meinem Autobudget die E-Autos ankommen, wird es noch eine Weile dauern, von daher ist das nur Theorie. Aber ob das mit den öffentlichen Säulen funktioniert, hängt stark vom Fahrprofil ab. Wer zwei Mal die Woche einkaufen geht und noch dreimal die Woche im Fitnessstudio ist und es dort Lademöglichkeiten gibt, wird kein Problem haben. Mein Auto wird zu 98% zum Pendeln benutzt, pro Tag ca. 80km. Zu Hause laden funktioniert erstmal nicht und beim Arbeitgeber stehe ich in einem öffentlichen Parkhaus, dort gibt es eine Ladestation, auf der steht aber immer derselbe Tesla. Vermutlich darf der da eigentlich auch nicht den ganzen Tag parken, ist aber nichts mit dem ich planen könnte. Auf der anderen Seite gibt teilweise ziemliche hohe Strafgebühren, wenn man das vollgeladene Auto nicht wegfährt, das könnte bei einer Lademöglichkeit in Arbeitgebernähe schon echt kompliziert werden. Bevor sich zu Hause keine Möglichkeit zum laden ergibt, ist das für mich leider noch nicht alltagstauglich.
  5. Ich glaube die guten Recruiter sind noch seltener als die guten Entwickler. Allerdings gibt es da auch einen gewissen Konflikt, bevor ich kein mögliches Gehalt kenne, gibt es auch keinen Unterlagen von mir. Und ohne die, kann die Einschätzung maximal gut geraten sein.
  6. Wird zwar oft behauptet, stimmt aber nicht -> https://www.arbeitsrechte.de/arbeiten-trotz-krankschreibung/
  7. Also ich bekomme sowas auch ab und an mal, nur mit einem anderen Techstack: Die Zahlen sind aber mit Vorsicht zu genießen. Das ist für den absoluten Best Case, der dann auch wirklich alle spezifischen Anforderungen trifft. Ich hatte da auch schon für eine 90k Stelle angefragt, dann will man natürlich erstmal den CV und geht die Anforderungen durch und nachher kann man mich wegen fehlender Erfahrung in X oder Y doch nur für 75-80k vorstellen. Von den 75k in der Vorstellungen bleiben dann im Angebot noch 65-70k oder es sind große variable Anteile. Remote soweit es der Kunde zulässt, aber man kann nichts garantieren und natürlich sucht man bevorzugt Kunden in der Nähe. Am Ende kommt dann ein ähnliches Fixgehalt raus, wie ich aktuell habe, dazu noch Reisezeit in unbekanntem Ausmaß und ein variabler Anteil, für den ich aber dann vermutlich auch deutlich mehr Stunden Gesamtaufwand habe.
  8. Ich nehme an das bezieht sich auf die Gesamtabgabenlast, interessant hierzu auch der Steuerzahlergedenktag https://www.steuerzahler.de/steuerzahlergedenktag/ dieses Jahr war es der 13. Juli.
  9. Tests? Zeitmanagement? Projektmanagement? Vielleicht früher mal, auf unsere Abteilung gesehen, gibt es nur noch Sales und Entwicklung. Die Entwicklung macht alles von der Entwicklung übder Rollout, bis hin zum Betrieb. Abstimmung mit dem Kunden, teilweise auch Workshops vor Ort. Und inzwischen auch die Koordination der Entwicklung im Ausland, für die der Abteilung zugehörigen Projekte. Für unsere Portale gibt es einen 1 lvl Support, für unsere Schnittstellen oder Module die über eine Drittsoftware beim Kunden laufen, aber nicht mehr. Unsere Kunden sind von der Privatperson, über Banken bis zu großen Konzernen. Gerade letztere haben sehr strinkte Zeitpläne und es geht um sehr viel Geld. Und ja auch wir haben variable Anteile die an Erfolge oder Misserfolge gekoppelt sind, natürlich habe ich das in Kauf genommen. Tatsächlich geht es dabei aber auch nicht nur um meinen Bonus, sondern auch um den des ganzen Teams. Der Vorstand macht auch keinen Hehl daraus, wie sehr er die Freizeit seiner Mitarbeiter schätzt. Wir betreuen aktuell zu dritt insgesamt acht Projekte, zwei davon sind über 20 jahre alt, nicht dokumentiert, spezielle Maschinen für den Betrieb und zum Kompilieren, nicht debugfähig und mit Thirdparty Bibliotheken von Firmen die es seit zig Jahren nicht mehr gibt. Die Software ist voller Bugs, es hat damals wohl jemand was von OO gelesen, am Ende wurde dann doch fast alles dupliziert. Darin einen Fehler zu finden, kann Tage dauern, denn vielleicht hängt er auch in einer der tausenden stored procedures und eventuell müssen auch ein paar Millionen Datensätze neu berechnet werden... Die Software macht mehr als 50% unseres Umsatzes aus. Bis letztes Jahr wurde bei uns noch aktiv gesucht, allerdings nicht eingestellt. Denn irgendwann kam raus, wir suchen nur und haben kein Budget für die Stelle. Und es hieß, erst wenn die Zahlen stimmen, bekommen die Entwickler noch weitere Ressourcen. Bis dahin war ich auch optimistisch, dass sich die Situation wieder bessert, immerhin wurde mir auch ab einer bestimmten Personenzahl eine Leadposition zugesichert. Und bis dahin waren die Überstunden für mich ok, wir haben ja zur Entlastung gesucht und es winkte die Leadstelle. Inzwischen ist klar, es wird nicht mehr gesucht und mittlerweile haben wir auch einen Kollegen weniger. Ich bin schon seit einer Weile auf der Suche, aber bisher ohne jeglichen Erfolg. Das belastet mich zunehmend, ich habe eine Familie und finanzielle Verpflichtungen, und das führt gerade eher dazu, dass ich noch mehr arbeite und mich weniger beschwere. Dabei ist die Situation sei Homeoffice Ende und dem Zwangsumzug in ein anderes Büro, in dem schon 6 Entwickler sitzen, ein absolutes Horrorszenario. Ich bin Pendler, schon die Wegstrecke kann sich problemlos von 45 Minuten auf eineinhalb Stunden ziehen, wenn die Autobahn mal wieder dicht ist. Dreieck Karlsruhe auf die A8, immer ein Spaß. Ansonsten geht mir das aber schon meine ganze Karriere in der IT so, einen planbaren Feierabend gibt es nicht. Wenn man mal einen Termin hat, erwähnt man das auch so früh und häufig wie möglich, damit es nicht zu Missverständnissen kommt, wenn es gerade brennt und ich einfach gehe.
  10. Nein, eigentlich nicht. Die Planungen sind schon ganz gut, eigentlich bin üblichweise sogar schneller durch, da ich noch am meisten Überblick über die ganzen Projekte habe. Was bei uns Zeit kostet, sind die nicht planbaren Task, Bugs/Supportfälle und manchmal auch nur Kunden die zu blöd sind. Es ist nicht mein Chef, sondern der Vorstand und zu dem sage ich nicht Nein und gehe nach Hause wenn er für den Termin am nächten morgen noch was benötigt. Mein direkter Vorgesetzter ja, vielleicht nicht für mein Gehalt aber für das seines Vorgesetzten. Und mein direkte Vorgesetzter ist das eigentliche Problem in der ganzen Sache. Es ist schön, dass andere abgeworben oder befördert werden, ich allerdings nicht. Bei uns geht seit ein paar Jahren alles zur Neuentwicklung in die ausländische Niederlassung, die tollen neuen Sachen machen wir also schon nicht mehr und dürfen nur noch den alten Mist warten. Stellen werden nicht mehr nachbesetzt und die ganze Firma sucht in Deutschland keine Entwickler mehr. Bis letztes Jahr hatte ich noch die Teamlead Karotte vor der Nase, inzwischen ist aber klar, dass es das Team hier in Zukunft nicht mehr geben wird. Nicht das mein Verhalten vorher anders war, ich hatte nur ein paar Hüte weniger auf. Ich mache das um meinen Job zu behalten und weil ich es gewohnt bin, für mich ist die Situation nicht so ausergewöhnlich, wie das für andere erscheinen mag.
  11. Naja das ist nicht so einfach, es werden schon deutlich mehr gemacht weil sie erwartet werden oder subtil angwiesen, als das ich die aus vorauseilendem Gehorsam mache. Ich will da nicht so sehr ins Detail gehen, aber wenn was fertig werden muss oder was nicht funktioniert gibt es schon die Anweisung länger zu bleiben, genauso wenn ein nicht geplanter Rollout ansteht, die üblicherweise außerhalb der Arbeitszeiten statt finden. Dann gibt es auch noch Reisezeiten, das kann man dann für sich selbst auch anders sehen, aber wenn die Firma mir für morgens um halb sieben ein Ticket mit Rückreise und Ankunft um 21 Uhr bucht, ist schon klar, dass ich das nicht in 8 Stunden schaffe. Das ich auch noch 45 Minuten zum Bahnhof fahren muss und der ICE auf der Heimfahrt verspätung hat und erst um 22:30 ankommt, hat die Firma natürlich nicht eingplant. Gleiches gilt für den Flug der schon am Sonntag Abend startet. Ich weiß nicht was das Gesetz inzwischen dazu sagt, aber Freizeit ist es für mich nicht. Rollout und BS Update auf unserer Servern ist auch so ein Thema, manchmal geht was schief oder es dauert ausergewöhnlich lange. Zwei Stunden waren geplant und fünf gingen drauf, da kann ich nicht einfach mitten drin aufhören. Oder irgendein System steht bzw. ein Kunde ruft an, dann fühle ich mich schon gezwungen das noch zu bearbeiten. Da geht es dann auch noch um variable Gehaltsanteile, je nach aufgetretener Bugkategorien oder Stillstandszeit. Oder der Vorstand steht um 16 Uhr in der Tür und brauch ganz dringend noch irgend eine komplizierte Auswertung und schon sinds drei extra Stunden. Und dann gibt es auch noch die komplett freiwilligen Sachen, wo ich einfach noch eine Userstory fertig machen will, weil es Freitag Abend ist, ich eh schon über der Zeit bin und nur noch eine halbe Stunde brauche und nachher war es dann doch eine. Theoretisch können wir Zeiten auch abbauen, auch wenn es kein Konto gibt, aber eben nur Stundenweise, also keine ganzen Tage frei. Grob geschätzt baue ich aber von zehn Stunden nur eine wieder ab. Und ja natürlich gehören da immer zwei dazu, aber um was zu ändern, müsste ich schon mit Kündigung drohen und da bin ich zu sehr Schisser. Wenn meine Bewerbungen nicht alles so erfolglos wären, wäre ich schon lange weg und würde nicht erst damit drohen.
  12. Sehe ich auch so. Allerdings hoffe ich das bei so vielem, was ich, in mittlerweile 16 Jahren und über mehrere Arbeitgeber hinweg, erlebt habe. Für mich sind Überstunden in dem beruflichen Umfeld einfach normal. Ich habe auch kein Problem damit mal Abends, am Wochenende oder im Urlaub irgendwas zu machen. Mich stört nur, dass man das ganz selbstverständlich erwartet und ich die meisten Stunden unbezahlt leiste, weil Vertrauensarbeitszeit und abgegolten.
  13. Wir hatten so ein Thema gerade, weil Entwickler gab, die Meinung sind sie arbeiten für 5 und haben dann im Homeoffice entsprechend ihre Arbeitszeit verkürzt. Das ist auch mit einer der Hauptgründe, warum bei uns jetzt kein Homeoffice mehr gestattet ist. Es war aber nicht bei mir im Team und wenn ich von dem ausgehe, wird das sehr schwierig. Da geht es um Softwareentwicklung und insgesamt 8 Projekte, wobei es sich aufteilt in Weiterentwicklung und Pflege. Einen Vorgesetzten der das technisch noch beurteilen kann gibt es nicht, somit auch keinen der wirklich ein 40h Pensum einschätzen kann. Wir haben sowas wie Scrum, also werden die Userstories oder besser gesagt die Tasks dazu geschätzt. Eigentlich ja nur mit Storypoints, die aber wiederum nur die Komplexität wiedergeben. Das kann zwar ein Indiz für die Dauer ist, ist aber nicht sehr zuverlässig, gibt genug Aufgaben die nicht sehr komplex sind aber trotzdem lange dauern. Oder dann eben die Stundenschätzung, das Ergebnis ist aber bei der Menge an Projekten und Kenntnis der einzelnen Entwickler sehr unterschiedlich. Aus meiner Sicht, ich bin mit am längsten dabei, wird sehr großzügig geschätzt und ich bin mit den meisten Tasks deutlich schneller durch. Teilweise wird auch schlampig gearbeitet oder der Task kommt einfach nicht durch den Review, der nicht unbedingt in derselben Woche erfolgen muss. Ich bin mir sicher, wenn wir das mit dem Arbeitspensum festgelegen würden, würde die Codequalität deutlich leiden. Diese Woche in 30h geschafft wo 40h dran standen, dafür dann aber nächste Woche nochmal 20h nacharbeiten müssen... funktioniert dann auch nicht. Oder man muss nachher doch die Schätzung der einzelnen als Wertungskriterium heranziehen oder zumindest für die jeweilgen Erfahrungslevel der Entwickler seperat schätzen. Insgesamt stelle ich mir das in der Softwareentwicklung schwierig vor, außer die Projekte und Aufgaben sind wirklich simpel.
  14. Arbeitsvertrag: 40h/Woche Durchschnittliche Überstunden: 5-15h/Woche Vergütung möglich: nein Kompensation(/Abfeiern) möglich: jein Wir haben VAZ und seitens des AGs nur eine Projektzeiterfassung. Ein Abfeiern ist nur bedingt möglich, ganze Tage frei nehmen geht nicht. Mal einen privaten Termin haben, während der üblichen Arbeitszeit geht, meist wird dann aber drum herum gearbeitet. Mal ein paar Stunden weniger arbeiten pro Woche geht auch, insgesamt fällt aber deutlich mehr an. Insbesondere an den Home-Office Tagen (IcH SpArE MiR Ja dIe fAhRzEiT). Einen Teil davon habe ich mir selbst zuzuschreiben, falsches Pflichtgefühl, Perfektionismus etc. die anderen Ursachen sind, der ausufernde 3rd Level Support für Premiumkunden und die inzwischen zahlreich vorhandenen Projekte mit Rollouts, die außerhalb der Geschäftszeiten der jeweiligen Kunden statt finden müssen.
  15. Bei euren Arbeitsbedingungen? Nimm die schwersten Leetcodeaufgaben die du finden kannst, damit die Leute gleich aufgeben, das wäre noch das humanste. Oder sag ihnen zumindest, wie es wirklich bei euch läuft und erzähle nicht was von einer heilen Entwicklerwelt. Ich sucht einen Senior zum Juniorgehalt oder noch darunter, der wird anschließend eh jegliche Motivation verlieren. Ein name and shame wäre hier eher angebracht. Sorry für das off-topic.
  16. Meine Erfahrungen sind da so im Bereich 55-75k, also irgendwo bei 10-20%. So nach dem Motto der Bewerber verlangt beim Wechsel 20% mehr, dann ist er auch mit 5% mehr als vorher zufrieden. Ja, wie oft kann ich aber nicht sagen. Es sind auch erstaunlich wenige, die Absagen, wenn sie die anderen Rahmenbedingungen erfahren. VAZ, Überstunden inklusive und <30 Tage Urlaub, aber gerade die VAZ wird auch maximal schön geredet. Aber ich bin nicht in der HR und bekomme größtenteils nur die Bewerbungen für mein Team mit.
  17. Das hält leider nicht alle davon ab, einen doch durch den ganzen Interviewprozess zu ziehen. Die Erfahrung habe ich selbst schon mehrfach gemacht und wird bei uns auch so gehandhabt. Unsere HR ist auch immer der Meinung, man könnte den Kandidaten noch deutlich runterhandeln und er würde nur hoch pokern. Ich finde 5k sind da schon grenzwertig, bei mir waren es schon mehr als 10k und ich hatte auch schon Kandidaten, denen ich am liebsten vorher gesagt hätte, dass wir ihm am Ende mindestens 10k weniger anbieten.
  18. Die Situation ist eine andere, du gehst von Recruitern aus, die dich auf den Portalen ansprechen. Ich bewerbe mich aktiv auf Stellen, teils über die Portale, teils auf den Firmenwebseiten. Mal mit der Gehaltsvorstellung im Anschreiben, mal gibt es ein Formularfeld. Ich habe auch nach vielen Gesprächen nicht den Eindruck gewonnen, dass eine Firma sich bei mir bewirbt. Also bin ich derjenige, der was von der Firma will und erstmal im Gespräch zeigen muss, dass ich es wert bin und dann kann ich nach den Konditionen fragen. Ich hatte vor zwei Wochen auf Xing eine sehr interessante Stelle gesehen, ausgeschrieben von einer nicht ganz unbekannten Recruiting Firma, dort habe auch ich angfragt nach Rahmenbedingungen, Gehaltsrange etc. Die Antwort war nur, bitte senden Sie mir Ihren vollständigen Lebenslauf zu, dann können wir uns austauschen. Da ich nicht jedem Recruiter gleich meinen CV schicken wollte, habe ich nicht mehr reagiert. Leider finde ich basierend auf den Daten in der Ausschreibung die Firma nicht ohne den Recruiter. Der hat aber bei mir nicht mehr nachfragt, scheint es also nicht nötig zu haben.
  19. Ich vermute auch, dass das so gehäuft nur in der IT vorkommt. Zumindest ernte ich immer ungläubige Blicke, wenn ich in nicht IT-ler Kreisen von meinen Erfahrungen berichte. Kann mich nicht erinnern, dass ich das jemals vor einem ersten Gespräch geklärt hatte. Urlaub bekommt man vielleicht noch mit, Wochenstunden gehe ich von 40 aus, weniger sind auch gut. Allerdings habe ich in letzter Zeit auch wieder häufiger von 42 Wochenstunden gelesen. Da die Verträge aber eh meistens Klauseln wie X Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten, enthalten, ist das auch egal. Gehalt so ein Thema, ich habe eine Gehaltsvorstellung, wenn die Unternehmen mich einladen, gehe ich eigentlich davon aus, dass man zumindest bereit ist diese zu bezahlen. Ich hatte aber gerade gestern den Fall, das sich ein Angebot bekommen habe, welches 10k unter meinem Gehaltswunsch liegt, dazu einen Entwicklungsplan bis zu meinem gewünschten Gehalt. Aber der Plan sieht Zertifizierungen vor, die nicht ohne sind. So soll unter anderem der Aws Solutions Architect Professional gemacht werden, die Firma zahlt nur das Cert, der Rest läuft wohl in der Freizeit und ob ich Projekte mit bezug zu dem Cert bekomme, ist nicht gesichert. Nach meiner Erfahrung mit den Associate kann ich für den Pro aber nicht einfach nur lernen, sondern brauch echte praktische und intensive Erfahrung. Und as in Kombination mit 40h Arbeitszeit + Überstunden + Reisezeit zum Kunden, wenn der kein Homeoffice gestattet. Dafür hatte ich jetzt drei sehr anstregende Gespräche. Aber ich überlege das Angebot trotzdem anzunehmen, ich suche jetzt schon eine Weile und aber schon zwei Angebote abgelehnt die genauso schlecht waren und ich bekommen langsam Panik, dass ich nichts anderes mehr finde. Zumal ich auch schon mehrere Gespräche in die hier beschriebene Richtung hatte, mit langwierigen Einstellungstests und Probearbeitstagen oder schöner formuliert, Schnuppertage um das Team kennen zu lernen und ein paar Aufgaben lösen.
  20. Ganz schlechtes Beispiel, eher sogar ein Negativbeispiel. Da wurden Fachinformatikern mit viel Berufserfahrung eine EG8 als Zieleinstufung angeboten, die erreicht man dann nach ein paar Jahren. Das sind dann auch knapp über 60k, aber nur bei einer 40h Woche, zudem wird dort eine 42h Woche gearbeitet, die zusätzlichen 2h sind nicht vergütet und laufen unter Standorterhaltung und das schon seit vielen Jahren. Das ist zwar insgesamt nicht so schlecht, aber eben auch nicht das, was man sich unter den tollen Bedingungen in IGM vorstellt.
  21. Ich bin quasi seit zwei Jahren auf dem Sprung, seit dem ersten Jahresgespräch das mir als Ziel vorgehalten wurde, wo wir dann über eine Teamleitung sprechen, damals noch stellvertretend. Das wurde aber immer wieder verschoben, erstmal noch abwarten usw. auf der anderen Seite wurde aber immer mehr Verantwortung drauf gepackt. Erst wollte ich den Bereich wechseln, in Richtung Automatisierung, Iot, vielleicht was mit Hardwarebezug und/oder auch mal raus zum Kunden. Aber keine Chance, meine bisherige Berufserfahrung geht nicht in die Richtung und die Hobbyerfahrung ist nichts wert. Dann habe ich das sein lassen und bin in verschiedene Richtungen gegangen, Teamleiter, Projektleiter, Architekt und Entwickler, aktuell stehe ich da ja auch zwischen den Stühlen. ABer das Ergebnis ist immer das gleiche, Ja wir suchen da schon jemanden mit mehr dedizierter Erfahrung als Entwickler, Projektleiter, Architekt, sie sind ja nur Entwickler und haben das ein bisschen nebenher gemacht, Auf der anderen Seite höre ich das für die Entwicklerstellen genauso, ja können sie sich überhaupt noch Vorstellen wieder zu entwickeln, oft gefolgt von irgendwelche Probearbeitstagen oder Einstellungstests, wo ich dann auch nicht sonderlich glänze, weil ich tatsächlich ein bisschen raus bin, ich mit diversen Alghorithemn oder Verschlüsselungen noch nie tiefergehend was zu tun hatte und eben auch nur eine FI Ausbildung und kein Info Studium habe. Ich bin ein guter Analysierer und Problemlöser, weniger gut was die Fachkentnisse in Frameworks angeht, ich merke mir das was geht, nicht wie. Damit überzeugt man aber nicht in einem Interview.
  22. Alter: 39 Wohnort: BW letzter Ausbildungsabschluss: FIAE (2007) Berufserfahrung: 13 Jahre Arbeitsort: Karlsruhe Größe der Firma: ca. 200 Tarif: - Branche der Firma: Software, Dienstleistung Arbeitsstunden pro Woche laut Vertrag: 40 Arbeitsstunden pro Woche real: >45 Gesamtjahresbrutto: 64k Anzahl der Monatsgehälter: 12 Anzahl der Urlaubstage: 28 Sonder- / Sozialleistungen: Zuschuss zum Parkplatz Variabler Anteil am Gehalt: 6k, jeweils 2k für Persönliche-, Team- und Unternehmensziele. Verantwortung: Eigentlich alles, Projekte, Mitarbeiter, Kunden und Betrieb der Anwendung, auf dem Papier nur Mitarbeiter fachlich, für Kunden aber auch als Projektleiter kommuniziert. Tätigkeiten: Aufrechterhaltung des Scrum Prozesses - Bereitstellung und Pflege der Tools wie Ticket und Taskverwaltung - Formulieren von Userstories aus zweizeiligen Anforderungen bzw. sammeln der Anforderungen bei den Stakeholdern - Koordinieren der Meetings - Priorisierung und Auswahl was an das externe Team gehen kann - Koordination der Rollouts Betrieb unserer Anwendungen umfasst alles ab BS und unsere Linux Kisten komplett, da unsere interne IT kein Linux macht. Also Pflege von IIS, MSSQL Cluster, Apache, MySQL etc. sowie alles was in Azure und AWS läuft. Sowie ständige Diskussionen mit der internen IT um die Ressourcen. Abstimmungen mit Kunden, Presales, Aftersales, Workshops, auch technisches wegen Schnittstellen, Zertifikaten, VPN, Anforderungen aufnehmen. Architektur und Softwareentwicklung überwiegend mit .NET (ASP.NET, .NET Core, MSSQL, ElasticSearch, Redis, Azure, AWS...) und viel Statistik Generierung mit SQL. Betrieb und Pflege von Altanwendungen, teils über 20 Jahre alt, geschrieben in VB6 und ASP. Beurteilung der Bewerber (Unterlagen und Interviews) und der anderen Entwickler im Team. Wobei ich zum reinen entwickeln kaum noch komme, ich mache hauptsächlich Bugfixing, weil ich darin einfach am schnellsten bin und den meisten Überblick über die ganzen Projekte habe. Ich bin guter Problemlöser, aber nicht unbedingt das Fachgenie, liegt inzwischen aber auch daran, dass ich kaum mal Zeit habe mich in Ruhe in was einzuarbeiten. Angestellt bin ich als Senior Entwickler, die offizielle Teamleitung steht seit Jahren im Raum und hat sich jetzt wohl erstmal erledigt. Ich hatte gestern Jahresgespräch, eine Erhöhung gibt es erstmal nicht, wirtschaftliche Lage blablabla. Zudem werden wir jetzt alles Neue von der ausländischen Niederlassung (Osteuropa) entwickeln lassen, ich vermute die Entwicklung soll in Deutschland komplett abgeschafft werden.
  23. Tiangou

    Corona Maßnahmen

    Ich kann die Sicht verstehen, ich habe die Trennung leider nicht, egal ob Corona oder nicht. Im Homeoffice habe ich keine Laufkundschaft, keiner von Sales, der mal kurz vorbeischaut und fragt ob Feature X möglich ist und was es kostet, kein kannst du noch schnell eine kleine Präsentation für das Meeting nachher vorbereiten etc. Ich habe viel mehr Ruhe beim Arbeiten, die Anfragen kommen überwiegend schriftlich und nur für die wichtigen Sachen wird angerufen, das unwichtige verschwindet von alleine. Auf der anderen Seite habe ich aber auch keine Trennung, es wird häufig heim gefahren um da noch was zu erledigen, Rollouts machen wir eigentlich immer von zu Hause, die sind eher Open End und niemand hat Lust um 22 Uhr noch eine Stunde fahren zu müssen und die wichtigen Anrufe kommen auch, wenn ich an dem Tag im Büro war. Für mich überwiegen die Vorteile von deinem dauerhaften Homeoffice deutlich. Von der Zeit mal abgesehen, verwendet ich gut einen Monatsnettolohn im Jahr nur dafür, um zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen.
  24. Ich arbeite als Inhouse Entwickler in einer mittelständischen Firma mit rund 200 Mitarbeitern Wie häufig habt ihr direkten Kontakt zu Kunden? Beinahe täglich, zumindest telefonisch, mal Kunde, mal Lieferant. Gerade mit Support muss man auch aktiv auf den Kunden zu gehen, da ist man auch mal vor Ort. Dann gibt es noch Workshops zur Einführung oder um Anforderungen einzusammeln. Ändern sich die Arbeitssituationen oder -orte? Wenn ich beim Kunde bin, ändert sich auch der Arbeitsort, aber das kommt vielleicht 2-3 mal im Monat vor, aktuell nur alle 1-2 Monate mal. Die Arbeitssituation änderts ich ständig, mal Entwicklung, mal Telefon, Rollouts, Meetings etc. Kommen unregelmäßige Arbeitszeiten vor? Eigentlich immer und für mich inzwischen einer der größten Nachteile. Wir haben eigentlich keine Kernarbeitszeit, defacto aber jeden morgen zur gleichen Uhrzeit einen Termin. Wann ich an einem Tag Feierabend habe, weiß ich erst dann, wenn ich ihn habe. Geplanter Feierabend geht manchmal, aber am besten mit Vorankündigung um 16 Uhr wenn gerade ein fetter Supportfall reingekommen ist, zu sagen dass man heute pünktlich gehen muss, wird einem auf Dauer vom Team sehr nachteilig ausgelegt. Rollouts finden üblicherweise außerhalb der üblichen Geschäftszeiten und somit nach 18 Uhr statt, sind aber mindestens 2-3 Tage vorher bekannt, wenn nicht länger.
  25. Tiangou

    Corona Maßnahmen

    Bei uns gibt es Desinfektionsmittel auf den Toiletten und zwischen den sich gegenüberstehenden Tischen gibt es Plexiglaswände, zumindest bei denen, die nicht vorher schon eine Trennwand hatte. Zu den Tischen direkt daneben gibt es nicht. Und natürlich die Anweisung das man Abstand halten soll. Interessiert aber die wenigsten, man setzt sich trotzdem noch mit zu dem Kollegen an den Schreibtisch, um was zu besprechen oder für ein Pair Programming. Homeoffice gibt es inzwischen weniger, wir haben alle Desktop Rechner und keine Laptops, wer in das Homeoffice will, muss für den entsprechenden Tag einen Laptop beantragen und kann sich dann mit dem auf seinen Rechner schalten. Aber diese Laptops sind quasi nicht mehr verfügbar. Ich habe meinen privat Laptop und unsere IT hat da Virenscanner und Firewall installiert und somit darf der auch ins VPN (nicht das ich das VPN so nicht auch meinem Desktop Rechner zu Hause zugänglich machen könnte...), aber mehr als 1-2 Tage die Woche Homeoffice ist auch jetzt nicht drin. Die Kosten sind mir relativ egal, ich spare pro Homeoffice Tag 1,5-2 Stunden Fahrt an Zeit und natürlich Sprit, soviel kann ich nicht mehr ausgeben zu Hause. Leider muss ich natürlich trotzdem den Parkplatz beim Arbeitgeber bezahlen.

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