Zum Inhalt springen

Tiangou

Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    259
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    1

Tiangou hat zuletzt am 5. Dezember 2019 gewonnen

Tiangou hat die beliebtesten Inhalte erstellt!

Profil Info

  • Location
    Karlsruhe

Letzte Besucher des Profils

Der "Letzte Profil-Besucher"-Block ist deaktiviert und wird anderen Benutzern nicht angezeit.

  1. Naja, es geht ja um das Szenario hier: Also nichts mit abfeiern. Bei uns gibt es jährlich eine Hackathon-Nacht, von Donnerstag auf Freitag. Man kann vorher Themen einbringen und das Management wählt dann aus, was umgesetzt werden darf, es muss natürlich was mit unseren Produkten zu tun haben und vermarktungsfähig sein. Da wird dann donnerstags recht normal gearbeitet und nachmittags wird dann Red-Bull und Pizza angekarrt und dann wird bis spät in die Nacht gecodet oder gleich ganz durch gemacht, natürlich sind dann nur noch die Entwickler da. Freitagmittag rückt dann das Management wieder an und sponsert nochmal was zu essen und wählt dann die Sieger aus. Dann gibt es Trophäen für alle und Kinogutscheine für die Sieger. Und um 14 Uhr oder so ist dann Feierabend und die Entwickler gehen heim. Einen Ausgleich gibt es nicht dafür. Ich habe da in den ganzen Jahren noch nie teilgenommen, was mir natürlich auch aus verschiedenen Ecken vorgeworfen wird. Aber ich mache schon genug unbezahlte Überstunden, im Gegensatz zu den anderen Teams, haben wir Verantwortung für unsere Produktivsysteme und müssen schon Rollouts bis in Nacht oder am Wochenende machen. Zudem bin ich Pendler, ich habe weder Bock im Büro auf dem Boden zu schlafen noch völlig übermüdet mitten in der Nacht ne Dreiviertelstunde über die Autobahn zu eiern. Früher und ohne weitere Verpflichtungen mit Familie zu Hause, wäre ich eher dazu bereit gewesen, allerdings auch nicht unter diesen Bedingungen. Ist übrigens jedes Jahr das gleiche Spiel, die Entwickler betonen bei jeder Möglichkeit, dass es nur Prototypen sind und die nicht direkt in übernommen werden können und im Anschluss will das Produktmanagement die Features haben und weil die ja schon fertig sind, dürfen die auch nichts kosten.
  2. Ich habe schon vor mehr als 10 Jahren Gehälter bei Kununu eingetragen und die stehen da immer noch. Die sind aber weder bei meinem damaligen noch bei meinem derzeitigen Arbeitgeber aktuell. Gleiches gilt übrigens auch für Glassdoor. Die Zahlen sind also sehr mit Vorsicht zu genießen.
  3. Wenn die Stunden wieder abgebaut werden können, sind sie auch nicht unbezahlt und das runterrechnen des Gehalts ist schlicht falsch.
  4. Bis in meinem Autobudget die E-Autos ankommen, wird es noch eine Weile dauern, von daher ist das nur Theorie. Aber ob das mit den öffentlichen Säulen funktioniert, hängt stark vom Fahrprofil ab. Wer zwei Mal die Woche einkaufen geht und noch dreimal die Woche im Fitnessstudio ist und es dort Lademöglichkeiten gibt, wird kein Problem haben. Mein Auto wird zu 98% zum Pendeln benutzt, pro Tag ca. 80km. Zu Hause laden funktioniert erstmal nicht und beim Arbeitgeber stehe ich in einem öffentlichen Parkhaus, dort gibt es eine Ladestation, auf der steht aber immer derselbe Tesla. Vermutlich darf der da eigentlich auch nicht den ganzen Tag parken, ist aber nichts mit dem ich planen könnte. Auf der anderen Seite gibt teilweise ziemliche hohe Strafgebühren, wenn man das vollgeladene Auto nicht wegfährt, das könnte bei einer Lademöglichkeit in Arbeitgebernähe schon echt kompliziert werden. Bevor sich zu Hause keine Möglichkeit zum laden ergibt, ist das für mich leider noch nicht alltagstauglich.
  5. Ich glaube die guten Recruiter sind noch seltener als die guten Entwickler. Allerdings gibt es da auch einen gewissen Konflikt, bevor ich kein mögliches Gehalt kenne, gibt es auch keinen Unterlagen von mir. Und ohne die, kann die Einschätzung maximal gut geraten sein.
  6. Wird zwar oft behauptet, stimmt aber nicht -> https://www.arbeitsrechte.de/arbeiten-trotz-krankschreibung/
  7. Also ich bekomme sowas auch ab und an mal, nur mit einem anderen Techstack: Die Zahlen sind aber mit Vorsicht zu genießen. Das ist für den absoluten Best Case, der dann auch wirklich alle spezifischen Anforderungen trifft. Ich hatte da auch schon für eine 90k Stelle angefragt, dann will man natürlich erstmal den CV und geht die Anforderungen durch und nachher kann man mich wegen fehlender Erfahrung in X oder Y doch nur für 75-80k vorstellen. Von den 75k in der Vorstellungen bleiben dann im Angebot noch 65-70k oder es sind große variable Anteile. Remote soweit es der Kunde zulässt, aber man kann nichts garantieren und natürlich sucht man bevorzugt Kunden in der Nähe. Am Ende kommt dann ein ähnliches Fixgehalt raus, wie ich aktuell habe, dazu noch Reisezeit in unbekanntem Ausmaß und ein variabler Anteil, für den ich aber dann vermutlich auch deutlich mehr Stunden Gesamtaufwand habe.
  8. Ich nehme an das bezieht sich auf die Gesamtabgabenlast, interessant hierzu auch der Steuerzahlergedenktag https://www.steuerzahler.de/steuerzahlergedenktag/ dieses Jahr war es der 13. Juli.
  9. Tests? Zeitmanagement? Projektmanagement? Vielleicht früher mal, auf unsere Abteilung gesehen, gibt es nur noch Sales und Entwicklung. Die Entwicklung macht alles von der Entwicklung übder Rollout, bis hin zum Betrieb. Abstimmung mit dem Kunden, teilweise auch Workshops vor Ort. Und inzwischen auch die Koordination der Entwicklung im Ausland, für die der Abteilung zugehörigen Projekte. Für unsere Portale gibt es einen 1 lvl Support, für unsere Schnittstellen oder Module die über eine Drittsoftware beim Kunden laufen, aber nicht mehr. Unsere Kunden sind von der Privatperson, über Banken bis zu großen Konzernen. Gerade letztere haben sehr strinkte Zeitpläne und es geht um sehr viel Geld. Und ja auch wir haben variable Anteile die an Erfolge oder Misserfolge gekoppelt sind, natürlich habe ich das in Kauf genommen. Tatsächlich geht es dabei aber auch nicht nur um meinen Bonus, sondern auch um den des ganzen Teams. Der Vorstand macht auch keinen Hehl daraus, wie sehr er die Freizeit seiner Mitarbeiter schätzt. Wir betreuen aktuell zu dritt insgesamt acht Projekte, zwei davon sind über 20 jahre alt, nicht dokumentiert, spezielle Maschinen für den Betrieb und zum Kompilieren, nicht debugfähig und mit Thirdparty Bibliotheken von Firmen die es seit zig Jahren nicht mehr gibt. Die Software ist voller Bugs, es hat damals wohl jemand was von OO gelesen, am Ende wurde dann doch fast alles dupliziert. Darin einen Fehler zu finden, kann Tage dauern, denn vielleicht hängt er auch in einer der tausenden stored procedures und eventuell müssen auch ein paar Millionen Datensätze neu berechnet werden... Die Software macht mehr als 50% unseres Umsatzes aus. Bis letztes Jahr wurde bei uns noch aktiv gesucht, allerdings nicht eingestellt. Denn irgendwann kam raus, wir suchen nur und haben kein Budget für die Stelle. Und es hieß, erst wenn die Zahlen stimmen, bekommen die Entwickler noch weitere Ressourcen. Bis dahin war ich auch optimistisch, dass sich die Situation wieder bessert, immerhin wurde mir auch ab einer bestimmten Personenzahl eine Leadposition zugesichert. Und bis dahin waren die Überstunden für mich ok, wir haben ja zur Entlastung gesucht und es winkte die Leadstelle. Inzwischen ist klar, es wird nicht mehr gesucht und mittlerweile haben wir auch einen Kollegen weniger. Ich bin schon seit einer Weile auf der Suche, aber bisher ohne jeglichen Erfolg. Das belastet mich zunehmend, ich habe eine Familie und finanzielle Verpflichtungen, und das führt gerade eher dazu, dass ich noch mehr arbeite und mich weniger beschwere. Dabei ist die Situation sei Homeoffice Ende und dem Zwangsumzug in ein anderes Büro, in dem schon 6 Entwickler sitzen, ein absolutes Horrorszenario. Ich bin Pendler, schon die Wegstrecke kann sich problemlos von 45 Minuten auf eineinhalb Stunden ziehen, wenn die Autobahn mal wieder dicht ist. Dreieck Karlsruhe auf die A8, immer ein Spaß. Ansonsten geht mir das aber schon meine ganze Karriere in der IT so, einen planbaren Feierabend gibt es nicht. Wenn man mal einen Termin hat, erwähnt man das auch so früh und häufig wie möglich, damit es nicht zu Missverständnissen kommt, wenn es gerade brennt und ich einfach gehe.
  10. Nein, eigentlich nicht. Die Planungen sind schon ganz gut, eigentlich bin üblichweise sogar schneller durch, da ich noch am meisten Überblick über die ganzen Projekte habe. Was bei uns Zeit kostet, sind die nicht planbaren Task, Bugs/Supportfälle und manchmal auch nur Kunden die zu blöd sind. Es ist nicht mein Chef, sondern der Vorstand und zu dem sage ich nicht Nein und gehe nach Hause wenn er für den Termin am nächten morgen noch was benötigt. Mein direkter Vorgesetzter ja, vielleicht nicht für mein Gehalt aber für das seines Vorgesetzten. Und mein direkte Vorgesetzter ist das eigentliche Problem in der ganzen Sache. Es ist schön, dass andere abgeworben oder befördert werden, ich allerdings nicht. Bei uns geht seit ein paar Jahren alles zur Neuentwicklung in die ausländische Niederlassung, die tollen neuen Sachen machen wir also schon nicht mehr und dürfen nur noch den alten Mist warten. Stellen werden nicht mehr nachbesetzt und die ganze Firma sucht in Deutschland keine Entwickler mehr. Bis letztes Jahr hatte ich noch die Teamlead Karotte vor der Nase, inzwischen ist aber klar, dass es das Team hier in Zukunft nicht mehr geben wird. Nicht das mein Verhalten vorher anders war, ich hatte nur ein paar Hüte weniger auf. Ich mache das um meinen Job zu behalten und weil ich es gewohnt bin, für mich ist die Situation nicht so ausergewöhnlich, wie das für andere erscheinen mag.
  11. Naja das ist nicht so einfach, es werden schon deutlich mehr gemacht weil sie erwartet werden oder subtil angwiesen, als das ich die aus vorauseilendem Gehorsam mache. Ich will da nicht so sehr ins Detail gehen, aber wenn was fertig werden muss oder was nicht funktioniert gibt es schon die Anweisung länger zu bleiben, genauso wenn ein nicht geplanter Rollout ansteht, die üblicherweise außerhalb der Arbeitszeiten statt finden. Dann gibt es auch noch Reisezeiten, das kann man dann für sich selbst auch anders sehen, aber wenn die Firma mir für morgens um halb sieben ein Ticket mit Rückreise und Ankunft um 21 Uhr bucht, ist schon klar, dass ich das nicht in 8 Stunden schaffe. Das ich auch noch 45 Minuten zum Bahnhof fahren muss und der ICE auf der Heimfahrt verspätung hat und erst um 22:30 ankommt, hat die Firma natürlich nicht eingplant. Gleiches gilt für den Flug der schon am Sonntag Abend startet. Ich weiß nicht was das Gesetz inzwischen dazu sagt, aber Freizeit ist es für mich nicht. Rollout und BS Update auf unserer Servern ist auch so ein Thema, manchmal geht was schief oder es dauert ausergewöhnlich lange. Zwei Stunden waren geplant und fünf gingen drauf, da kann ich nicht einfach mitten drin aufhören. Oder irgendein System steht bzw. ein Kunde ruft an, dann fühle ich mich schon gezwungen das noch zu bearbeiten. Da geht es dann auch noch um variable Gehaltsanteile, je nach aufgetretener Bugkategorien oder Stillstandszeit. Oder der Vorstand steht um 16 Uhr in der Tür und brauch ganz dringend noch irgend eine komplizierte Auswertung und schon sinds drei extra Stunden. Und dann gibt es auch noch die komplett freiwilligen Sachen, wo ich einfach noch eine Userstory fertig machen will, weil es Freitag Abend ist, ich eh schon über der Zeit bin und nur noch eine halbe Stunde brauche und nachher war es dann doch eine. Theoretisch können wir Zeiten auch abbauen, auch wenn es kein Konto gibt, aber eben nur Stundenweise, also keine ganzen Tage frei. Grob geschätzt baue ich aber von zehn Stunden nur eine wieder ab. Und ja natürlich gehören da immer zwei dazu, aber um was zu ändern, müsste ich schon mit Kündigung drohen und da bin ich zu sehr Schisser. Wenn meine Bewerbungen nicht alles so erfolglos wären, wäre ich schon lange weg und würde nicht erst damit drohen.
  12. Sehe ich auch so. Allerdings hoffe ich das bei so vielem, was ich, in mittlerweile 16 Jahren und über mehrere Arbeitgeber hinweg, erlebt habe. Für mich sind Überstunden in dem beruflichen Umfeld einfach normal. Ich habe auch kein Problem damit mal Abends, am Wochenende oder im Urlaub irgendwas zu machen. Mich stört nur, dass man das ganz selbstverständlich erwartet und ich die meisten Stunden unbezahlt leiste, weil Vertrauensarbeitszeit und abgegolten.
  13. Wir hatten so ein Thema gerade, weil Entwickler gab, die Meinung sind sie arbeiten für 5 und haben dann im Homeoffice entsprechend ihre Arbeitszeit verkürzt. Das ist auch mit einer der Hauptgründe, warum bei uns jetzt kein Homeoffice mehr gestattet ist. Es war aber nicht bei mir im Team und wenn ich von dem ausgehe, wird das sehr schwierig. Da geht es um Softwareentwicklung und insgesamt 8 Projekte, wobei es sich aufteilt in Weiterentwicklung und Pflege. Einen Vorgesetzten der das technisch noch beurteilen kann gibt es nicht, somit auch keinen der wirklich ein 40h Pensum einschätzen kann. Wir haben sowas wie Scrum, also werden die Userstories oder besser gesagt die Tasks dazu geschätzt. Eigentlich ja nur mit Storypoints, die aber wiederum nur die Komplexität wiedergeben. Das kann zwar ein Indiz für die Dauer ist, ist aber nicht sehr zuverlässig, gibt genug Aufgaben die nicht sehr komplex sind aber trotzdem lange dauern. Oder dann eben die Stundenschätzung, das Ergebnis ist aber bei der Menge an Projekten und Kenntnis der einzelnen Entwickler sehr unterschiedlich. Aus meiner Sicht, ich bin mit am längsten dabei, wird sehr großzügig geschätzt und ich bin mit den meisten Tasks deutlich schneller durch. Teilweise wird auch schlampig gearbeitet oder der Task kommt einfach nicht durch den Review, der nicht unbedingt in derselben Woche erfolgen muss. Ich bin mir sicher, wenn wir das mit dem Arbeitspensum festgelegen würden, würde die Codequalität deutlich leiden. Diese Woche in 30h geschafft wo 40h dran standen, dafür dann aber nächste Woche nochmal 20h nacharbeiten müssen... funktioniert dann auch nicht. Oder man muss nachher doch die Schätzung der einzelnen als Wertungskriterium heranziehen oder zumindest für die jeweilgen Erfahrungslevel der Entwickler seperat schätzen. Insgesamt stelle ich mir das in der Softwareentwicklung schwierig vor, außer die Projekte und Aufgaben sind wirklich simpel.
  14. Arbeitsvertrag: 40h/Woche Durchschnittliche Überstunden: 5-15h/Woche Vergütung möglich: nein Kompensation(/Abfeiern) möglich: jein Wir haben VAZ und seitens des AGs nur eine Projektzeiterfassung. Ein Abfeiern ist nur bedingt möglich, ganze Tage frei nehmen geht nicht. Mal einen privaten Termin haben, während der üblichen Arbeitszeit geht, meist wird dann aber drum herum gearbeitet. Mal ein paar Stunden weniger arbeiten pro Woche geht auch, insgesamt fällt aber deutlich mehr an. Insbesondere an den Home-Office Tagen (IcH SpArE MiR Ja dIe fAhRzEiT). Einen Teil davon habe ich mir selbst zuzuschreiben, falsches Pflichtgefühl, Perfektionismus etc. die anderen Ursachen sind, der ausufernde 3rd Level Support für Premiumkunden und die inzwischen zahlreich vorhandenen Projekte mit Rollouts, die außerhalb der Geschäftszeiten der jeweiligen Kunden statt finden müssen.
  15. Bei euren Arbeitsbedingungen? Nimm die schwersten Leetcodeaufgaben die du finden kannst, damit die Leute gleich aufgeben, das wäre noch das humanste. Oder sag ihnen zumindest, wie es wirklich bei euch läuft und erzähle nicht was von einer heilen Entwicklerwelt. Ich sucht einen Senior zum Juniorgehalt oder noch darunter, der wird anschließend eh jegliche Motivation verlieren. Ein name and shame wäre hier eher angebracht. Sorry für das off-topic.

Fachinformatiker.de, 2021 by SE Internet Services

fidelogo_small.png

Schicke uns eine Nachricht!

Fachinformatiker.de ist die größte IT-Community
rund um Ausbildung, Job, Weiterbildung für IT-Fachkräfte.

Fachinformatiker.de App

Download on the App Store
Get it on Google Play

Kontakt

Hier werben?
Oder sende eine E-Mail an

Social media u. feeds

Jobboard für Fachinformatiker und IT-Fachkräfte

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Fachinformatiker.de verwendet Cookies. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung