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Tiangou

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  1. Tiangou

    Corona Maßnahmen

    Ich kann die Sicht verstehen, ich habe die Trennung leider nicht, egal ob Corona oder nicht. Im Homeoffice habe ich keine Laufkundschaft, keiner von Sales, der mal kurz vorbeischaut und fragt ob Feature X möglich ist und was es kostet, kein kannst du noch schnell eine kleine Präsentation für das Meeting nachher vorbereiten etc. Ich habe viel mehr Ruhe beim Arbeiten, die Anfragen kommen überwiegend schriftlich und nur für die wichtigen Sachen wird angerufen, das unwichtige verschwindet von alleine. Auf der anderen Seite habe ich aber auch keine Trennung, es wird häufig heim gefahren um da noch was zu erledigen, Rollouts machen wir eigentlich immer von zu Hause, die sind eher Open End und niemand hat Lust um 22 Uhr noch eine Stunde fahren zu müssen und die wichtigen Anrufe kommen auch, wenn ich an dem Tag im Büro war. Für mich überwiegen die Vorteile von deinem dauerhaften Homeoffice deutlich. Von der Zeit mal abgesehen, verwendet ich gut einen Monatsnettolohn im Jahr nur dafür, um zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen.
  2. Ich arbeite als Inhouse Entwickler in einer mittelständischen Firma mit rund 200 Mitarbeitern Wie häufig habt ihr direkten Kontakt zu Kunden? Beinahe täglich, zumindest telefonisch, mal Kunde, mal Lieferant. Gerade mit Support muss man auch aktiv auf den Kunden zu gehen, da ist man auch mal vor Ort. Dann gibt es noch Workshops zur Einführung oder um Anforderungen einzusammeln. Ändern sich die Arbeitssituationen oder -orte? Wenn ich beim Kunde bin, ändert sich auch der Arbeitsort, aber das kommt vielleicht 2-3 mal im Monat vor, aktuell nur alle 1-2 Monate mal. Die Arbeitssituation änderts ich ständig, mal Entwicklung, mal Telefon, Rollouts, Meetings etc. Kommen unregelmäßige Arbeitszeiten vor? Eigentlich immer und für mich inzwischen einer der größten Nachteile. Wir haben eigentlich keine Kernarbeitszeit, defacto aber jeden morgen zur gleichen Uhrzeit einen Termin. Wann ich an einem Tag Feierabend habe, weiß ich erst dann, wenn ich ihn habe. Geplanter Feierabend geht manchmal, aber am besten mit Vorankündigung um 16 Uhr wenn gerade ein fetter Supportfall reingekommen ist, zu sagen dass man heute pünktlich gehen muss, wird einem auf Dauer vom Team sehr nachteilig ausgelegt. Rollouts finden üblicherweise außerhalb der üblichen Geschäftszeiten und somit nach 18 Uhr statt, sind aber mindestens 2-3 Tage vorher bekannt, wenn nicht länger.
  3. Tiangou

    Corona Maßnahmen

    Bei uns gibt es Desinfektionsmittel auf den Toiletten und zwischen den sich gegenüberstehenden Tischen gibt es Plexiglaswände, zumindest bei denen, die nicht vorher schon eine Trennwand hatte. Zu den Tischen direkt daneben gibt es nicht. Und natürlich die Anweisung das man Abstand halten soll. Interessiert aber die wenigsten, man setzt sich trotzdem noch mit zu dem Kollegen an den Schreibtisch, um was zu besprechen oder für ein Pair Programming. Homeoffice gibt es inzwischen weniger, wir haben alle Desktop Rechner und keine Laptops, wer in das Homeoffice will, muss für den entsprechenden Tag einen Laptop beantragen und kann sich dann mit dem auf seinen Rechner schalten. Aber diese Laptops sind quasi nicht mehr verfügbar. Ich habe meinen privat Laptop und unsere IT hat da Virenscanner und Firewall installiert und somit darf der auch ins VPN (nicht das ich das VPN so nicht auch meinem Desktop Rechner zu Hause zugänglich machen könnte...), aber mehr als 1-2 Tage die Woche Homeoffice ist auch jetzt nicht drin. Die Kosten sind mir relativ egal, ich spare pro Homeoffice Tag 1,5-2 Stunden Fahrt an Zeit und natürlich Sprit, soviel kann ich nicht mehr ausgeben zu Hause. Leider muss ich natürlich trotzdem den Parkplatz beim Arbeitgeber bezahlen.
  4. Da haben wir dann unterschiedliche Erfahrungen gemacht
  5. Also ich habe den Satz so verstanden, dass die Gehälter nach ein paar Jahren auf dem gleichen Niveau sind, egal ob Studium oder Ausbildung. Das der FI nach ein paar Jahren auch das Einstiegsgehalt vom studierten erreicht, ist ja kaum relevant, wenn der studierte dann schon wieder 15k mehr hat.
  6. Ja? Die Fachinformatiker die 70-100k€ p.a. machen sind eher noch die Ausnahme. Zumindest kommt in meinem Bekanntenkreis keiner auf ein solches Gehalt. Da sind ist dann egal ob 5 oder 10 Jahre, die Gehälter liegen so im Bereich 55-65k€. Bei den studierten mit 10 Jahren Berufserfahrung, sind deutlich mehr dabei, die in dem erstgenannten Gehaltrange verdienen. Liegt in meiner Blase sicher auch daran, dass vielen davon in einem IGM Betrieb arbeiten und man als FI sehr schlechte Chancen auf die höheren EGs hat.
  7. Ist denn der Projektleiter überhaupt ein üblicher Karrierepfad für Entwickler? In meiner Blase ist kein Entwickler, der zum Projektleiter aufgestiegen ist und ich kenne auch keine Firma, in der das gehen würde. Übernahme der Teilprojektleitung kenne ich, das betrifft dann überwiegend den technischen Part und ist eine zusätzliche Rolle für den Entwickler. Mir ist es auch bisher noch am ehesten in den Consulting Firmen aufgefallen, dass es einen Karrierepfad gibt. Ansonsten nur den Junior bis Senior, wobei das für mich nicht unbedingt unter Karriere fällt. Bei uns gibt es die Bezeichnung nicht, was mir aber auch schon in Interviews negativ ausgelegt wurde. Liegt vielleicht auch an meiner bisher bescheidenen Firmenauswahl, aber eine Karriere im Sinne des Aufstiegs oder Entwicklungsmöglichkeiten hatte ich bisher nicht. Mit zunehmendem Alter und vor allem auch der Unlust mich auch noch permanent in der Freizeit mit den Dingen beschäftigen zu müssen, überlege ich mir aber auch, wo die Reise mal noch hingehen soll. Zumal ich in den ganzen Vorstellungsgesprächen mit Livecodings und Einstellungstest etc. gerade ziemlich versage.
  8. Also die Anzahl der Wechsel finde ich weniger Interessant, eher den Wechsel der Tätigkeit. OP ist jetzt IT-Architekt, dafür hat er ja einen passenden Werdegang. Ich für mich habe keinen Pfad offen zum IT-Architekten. 2009 - Ende Ausbildung, Einstieg als Entwickler beim KMU (120 Mitarbeiter) 2009 - Wechsel in ein anderes KMU (150 Mitarbeiter) als Entwickler 2011 - Wechsel in ein anderes KMU (damals 120, inzwischen 250 Mitarbeiter) als Entwickler 2020? - Wechsel in ein anderes KMU als Entwickler Klar, gerade im letzten Job hat sich die Stelle über die Jahre geändert, aber trotz aller zusätzlicher Verantwortung, bin ich nur Entwickler.
  9. Ich fände es auch interessant, am besten noch mit Zahlen ;) Allerdings hat nicht jeder eine solche Karriere hingelegt. Ich arbeite seit 11 Jahren, über drei verschiedene Firmen hinweg, als Entwickler. Was anderes hat sich nie ergeben.
  10. Also auch mit Selbstvertrauen ist das schwierig, wobei das mit jeder Absage eines Unternehmens auch weniger wird. Mein gestecktes Ziel war am Anfang auch, mindestens 30 Tage Urlaub und keine mit dem Gehalt abgegoltenen Überstunden oder zumindest ein brauchbares Gleitzeitkonto und die Möglichkeit auf Homeoffice. Ich kam bisher kaum dazu, über irgendwelche Konditionen zu sprechen, entweder gibt es direkt eine Absage oder dann halt nach so einer Livecodingsession. Über einen Headhunter hatte ich auch zwei Vor-Ort Gespräche und zwei Telefongespräche, angeblich haben nur Nuancen gefehlt, aber die Firma sucht immer noch. Und andere Headhunter kommen immer wieder mit dem gleichen Stellen. Ich hätte gerne mal Angebote, die ich ablehnen kann, aber derzeit fehlt nicht viel bis zur Verzweiflung. Laut eines Personalvermittlers werden lieber Absolventen, anstatt eines Fachinformatikers mit Erfahrung eingestellt. Und ich wurde nicht gekündigt und arbeite seit einigen Jahren beim selben Arbeitgeber.
  11. Diese Fragen hatte ich schon lange nicht mehr, inzwischen habe ich vermehrt die behavioral questions (Erzählen Sie mir von einer Situation, in der ihr Vorgesetzter eine Entscheidung getroffen hat, mit der sie nicht einverstanden waren. Was für eine Situation war das? Wie sind sie damit umgegangen? Würden sie das wieder so tun?). Das finde ich viel unangenehmer als die Stärken/Schwächen/Ziele fragen, entweder fällt mir nichts ein oder ich kann die Situation die mir als ersten einfällt nicht wiedergeben (Verstöße gegen Gesetze etc.). Und dann eben immer wieder Programmieraufgaben, mal am Beamer, mal auf Papier mal vor Publikum. Da bin ich auch sehr schlecht darin, von mir aus gib mir einen Bug zum suchen, den keiner gefunden hat und sperre mich in eine eine Kammer und ich komme erst wieder raus, wenn ich den Bug gefunden habe. Gerne auch Dinge mit denen ich noch nie was zu tun hat, wenn es logisch ist, fuchse ich mich da rein. Aber bitte keinen Code schreiben am Beamer, wo mir 20 Leute zugucken, auch wenn es nur ein (Enterprise)FizzBuzz oder das Ansprechen einer REST API ist. Geht mir nicht anders. Unser mit Abstand schlechteste Entwickler, der häufig mehr Arbeit verursacht hatte als er weg geschafft hat. der Releases live stellt und sagt es sei fertig ohne danach nur einmal die Seite aufzurufen (Kam dann ein 500er), der nur ein, im ersten Semester, abgebrochenes Studium vorweisen kann. Hat ein Gespräch mit einer Firma, die mich nach dem Telefoninterview schon aus dem Prozess gekickt haben, und bekommt direkt einen Vertrag mit mehr Geld als vorher und auch mehr als ich habe. Ich 10 Jahre BE, er weniger als 5. Er ist schon lange weg und ich sitze immer noch im dem bescheidenden Laden und habe letztes Jahr mehr als 10 Gespräche geführt und auf solchen Livecodings was vorgekaspert. Aber er kann sich halt verkaufen, der stellt sich vorne hin und behauptet er sei Experte in dieser und jener Programmiersprache, aber wenn du ihn dann fragst, was der Unterschied zwischen Wert- und Referenztypen ist, kann er es nicht beantworten.
  12. Leitende Postion ist aber nicht für jeden das gleiche. Mein Teamleiter hat auch eine leitende Postion bzw. erfüllt zumindest die Kriterien die dazu auf Wikipedia stehen, macht Überstunden ohne Ende, hat aber kein Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze. Ja solche Kollegen hatte ich auch schon, der hat dann am Wochenende noch Konzepte angefertigt um sie Montag morgens zu präsentieren. Irgendwann war der Kollege dann der Maßstab und jeder andere wurde an dem gemessen. Dazu kommen dann die Dinge, wie sich zu Hause "mal schnell" in irgendwelche Themen einlesen. Habe ich auch sehr lange gemacht und sah nie ein Problem darin. Ich sah es auch immer so an, dass sich ein ITler eben auch privat noch mit den Themen beschäftigt, aus reinem Interesse. Blöd wenn man dann mal aus familiären Gründen keine Zeit mehr dafür hat und schnell merkt, dass das kein nice-to-have ist, sondern schon eine Erwartungshaltung dahinter steht, egal ob von Vorgesetzten oder den Kollegen.
  13. Erste Firma 42h Woche, ein Gleitzeitkonto bis 10h, alles darüber hinaus wurde nicht erfasst. Kernarbeitszeit von 7h am Tag, Gleittage gab es nicht. Das Stempelsystem war etwas kompliziert, erst hatten wir eines am Eingang, dann wurde auf den eigenen PC und AD Authentifizierung umgestellt. Wenn was nicht lief, hatte man viel rumgerenne bis es wieder passte. Pausen wurden nach 6 Stunden automatisch gezählt, wer also nach 6:30h eine Pause von 30 Minuten gemacht hat, hatte insgesamt eine Pause in der Buchung. Für Rauchen und Kaffee musste abgestempelt werden. In der Realität hatte man sofort seine 10h voll und die Stunden gingen sofort ins Leere. Zweite Firma 30h mit dem Gehalt abgegolten. Zeiterfassung in dem Sinne gab es nicht, nur eine Projektzeiterfassung, es konnte auch vorkommen, dass man mal nichts zum buchen hatte und dann eben minus gemacht hat. Oder man Dinge machen sollte, für die es noch kein Projekt gab. Da konnte man schnell mal ins Minus rutschen. Alles über 30h wurde zum normalen Stundensatz (Gehalt/reguläre Stunden in dem Monat) ausbezahlt, aber erst Monate später. Rauchen und Kaffee lief immer auf die Projekte. Es war aber kein Stundenkonto, ein Überstundenabbau war nicht vorgesehen. Dritte und aktuelle Firma Vertrauensarbeitszeit, alle Überstunden mit dem Gehalt abgegolten. Es gibt keine Kernarbeitszeiten, aber Meetings die morgens um 8:30 statt finden. Aber auch die Erwartung, dass man zu einem Meeting um 17 Uhr noch kommt oder unsere üblichen Rollouts ab frühestens 19 Uhr. Abbauen der Stunden geht eher weniger, meistens dann im Homeoffice, wobei das dann einer Bereitschaft gleich kommt. Es gibt indirekt eine Erfassung durch die Projektzeiterfassung, es wird 90% der Zeit verplant und wenn die Summe in der Vorwoche nicht drauf steht, muss man sich schon mal erklären. In der Theorie soll man keine Stunden aufbauen, also wenn ein Rollout angesetzt ist, auch erst um 12 Uhr kommen, allerdings muss bei uns auch ab 8 Uhr jemand erreichbar sein und auf 12 Uhr kommen, können auch nur die, die keinen Parkplatz brauchen. Inzwischen finden Rollouts aber auch am Samstag statt. Seit Jahren sind wir in der Diskussion und fordern eine Bereitschaftsregelung, mit Bezahlung, aber der Vorgesetzte meint wir sollen uns im Team abstimmen und dann eben Schichten aufteilen. Wir haben diverse 24/7 laufende Systeme für die wir voll verantwortlich sind und müssen zwischen 8 und 18 Uhr reagieren, wenn es ein Problem gibt. Ich tracke selber und komme auf rund 10-15 unbezahlte Überstunden im Monat.
  14. Das war nicht als positives Beispiel gedacht. Nur das es eben, auch heute noch, Verträge mit >40h/Woche gibt. Bei denen dann eben zusätzlich noch Überstundenkontingente abgegolten sind.
  15. Es ging um jemanden, der eben Java und .NET gemacht hat. Ich persönlich habe mich immer von Webagenturen fern gehalten. Genau so habe ich das gemacht und ich hatte immer mehrere Angebote zur Auswahl. Ich bin jetzt dann seit eineinhalb Jahren auf der Suche bzw. bin offen für Angebote. Ich habe einiges an Bewerbungen geschrieben, zig Telefongespräche geführt und Vor-Ort Termine wahrgenommen. Ich kann mich nicht an ein Angebot erinnern, in dem nicht mindestens ein Kontingent an Stunden mit abgegolten gewesen wäre oder im Consulting dann eben die Reisezeit auch noch Arbeitszeit wäre. Nur deshalb bin ich noch bei meinem aktuell Arbeitgebern, denn für dieselben schlechten Bedingungen brauche ich nicht zu wechseln.

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