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Wie kann man schlechte Stellenangebote durch die Arbeitsagentur ausschlagen?


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Hallo,

ich bin zur Zeit arbeitssuchend gemeldet, da ich in einem befristeten Projekt beschäftigt bin, das sofern es keine Verlängerung gibt in den nächsten Wochen endet. Ich habe einige Bewerbungen laufen, bin mit verschiedenen Arbeitgebern im Gespräch und merke, dass es scheinbar sehr viele Stellen gibt, die gut zu meinem Profil passen, wofür auch eine sehr gute Bezahlung im Raum steht.

Nun hat mir die Arbeitsagentur als Vermittlungsvorschlag eine schlechte Stelle im First Level Support über eine Zeitarbeitsfirma vorgeschlagen - mit Rechtsfolgenbelehrung und erwartet von mir, mich auf diese Stelle zu bewerben und im Falle einer Zusage auch anzunehmen. Unabhängig davon, dass dies vom Gehalt ein Rückschritt wäre, bringt es mich auch in meiner Karriere eigentlich keinen Schritt weiter, die Stelle anzunehmen zumal es nur darum geht, eine firmeninterne Software zu supporten, nach der hinterher kein Hahn kräht.

Die Zeitarbeitsfirma über die das läuft hatte sich schon bei mir gemeldet, bevor ein Vermittlungsvorschlag kam. Es lief auf ein telefonisches Vorstellungsgespräch hinaus mit der Aussage, dass Ende der Woche eine Entscheidung getroffen wird.

Wie sieht das nun aus? Habe ich nun die Wahl, entweder die schlechte Stelle anzunehmen und weitere Bewerbungen bzw. den Abschluss weiterer Bewerbungsverfahren zu vergessen oder eine Sperre in Kauf zu nehmen?

Das Problem ist natürlich auch, dass man - wenn man erst einmal im Telefonsupport drin ist - sich nicht so einfach neben dem Job bewerben kann, da man telefonisch nicht erreichbar ist.

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ich habe damit bisher keine Erfahrungen gemacht, weshalb das hier nur Vermutungen sind:

spontan hätte ich gesagt, schreibe einfach eine schlechte Bewerbung an die Firma und lass dir eine absage zuschicken

notfalls hätte man das mit einem ungut wirkendem Anruf kombinieren können

da allerdings schon ein Telefongespräch stattgefunden hat, kannst du nur noch probieren, mit Hilfe von Anrufen die Entscheidungsfindung zu beeinflussen, würde ich meinen

so könntest du am Telefon andeuten, dass du aus verschiedenen Gründen nicht geeignet wärst oder dass du keine Lust hast, gerne mal ausschläfst (kommt auf Arbeitszeiten an), dass du sehr auf deine Gesundheit achtest (es sollte raus zu hören sein, dass du dich bei jedem Husten krank meldest), ...

allerdings muss man dabei auch beachten, dass du in dieser Firma keine Stelle mehr annehmen kannst (wobei eventuell auch nie eine Notwendigkeit bestehen könnte)

du darfst dabei aber nie im Bezug auf deine Qualifikationen (Ausbildung, Weiterbildung, ...) lügen

und du solltest allgemein so reden, dass du nicht lügst, aber möglicherweise missverstanden werden kannst (beim lange ausschlafen muss nicht zwingend erwähnt werden, dass damit Urlaub und Wochenende gemeint ist, in der Woche macht man sowas ja nicht ;D)

ich weiß außerdem nicht, in wie weit solche Informationen an die Agentur für Arbeit weitergereicht werden

diese sollten im Idealfall darüber gar nicht informiert werden

wie bereits am Anfang geschrieben: ich selbst habe damit keine Erfahrungen sammeln können und dementsprechende kann ich nicht dafür garantieren, dass die oben genannten Handlungsoptionen zum Erfolg führen oder andere negative Konsequenzen mit sich führen

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Ich würde an deiner Stelle offen mit deinem Sachbearbeiter reden und ihm klipp und klar sagen, dass du kein Problem siehst, zeitnah eine neue Stelle zu bekommen, die angebotene Stelle für dich jedoch definitiv nicht in Frage kommt aus den von dir genannten Gründen und dass noch diverse Bewerbungen laufen.

Hast du schon etwas konkretes in der Art von Vorstellungsgesprächen oder Terminen dafür in der Hinterhand?

Beim Amt kann man leider nie sagen, ob dein gegenüber nun einsichtig ist, oder aber einfach nur ein sturer Bock, der Dienst nach Vorschrift macht und versucht jedem einen reinzuwürgen. Gibt es leider genug Leute von dieser Richtung beim Arbeitsamt - genauso gibt es aber auch sehr engagierte Leute, die verständnisvoll sind und sich für einen einsetzen. Ich habe schon beides erlebt.

Entweder du musst dich halt bewerben (kannst dann natürlich auch die Firma anrufen und mit offenen Karten spielen, oder aber eine Bewerbung schicken, mit der man nie im Leben genommen wird) oder aber dein Bearbeiter revidiert das Angebot. Einen Versuch ist es definitiv wert.

War das denn bisher der einzige Vorschlag vom Arbeitsamt, oder hast du schon mehrere von ihnen bekommen? Hast du bisher schon eine Liste führen müssen, an wen du bereits Bewerbungen geschickt hast?

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Beim Amt kann man leider nie sagen, ob dein gegenüber nun einsichtig ist, oder aber einfach nur ein sturer Bock, der Dienst nach Vorschrift macht und versucht jedem einen reinzuwürgen.

Es gibt aber auch noch die dritte Variante: Machen auf lieb und verständnisvoll und setzen hinterher einen Vermerk in die Akte.

Insofern würde ich mich pro forma bewerben aber so, dass ich _dieses Mal_ nicht genommen werde. Wenn es bei der Stelle um Telefonsupport geht, werden die keine Gleitzeit haben... man könnte dann z.B. gerade aktuelle regelmäßig anfallende private Verpflichtungen erwähnen.

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Also ich bin der meinung du solltest auf gar keinen Fall mit jemanden vom arbeitsamt darüber sprechen das du die Stelle nicht annehmen willst. Bewirb dich, wie gewollt und setz einfach dein Wunschgehalt angemessen an. Da wird die Zeitarbeitsfirma dann schon ablehnen und das Thema ist vom Tisch. Du kannst deinen Berater allerdings auf die Qualität der Stellen ansprechen und mitteilen das die Vorschläge nicht deinen Qualifikationen entsprechen.

Das Problem ist je nach dem was für einen Mitarbeiter du bei der Agentur hast kann die ablehnende Haltung zu Sanktionen führen. Ich musste mit 20 einen Lehrgang zum Koch absolvieren obwohl es absolut nicht meinen Wünschen entsprach. Hätte ich das nicht gemacht wäre es massiv ans Geld gegangen. Naja unterm Strich hab ich Kochen gelernt, beruflich nicht relevant aber privat sehr nützlich.

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Hast du irgendwelche Nachweise, dass du Bewerbungen am Laufen hast? Z.B. Bescheinigungen der Arbeitgeber, dass du beim Vorstellungsgespräch warst usw.? Man kann sich doch die Kosten für Bewerbung, Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch usw. vom Arbeitsamt erstatten lassen. Da musst du dann doch auch Nachweise vom Arbeitgeber vorlegen. Ich denke, die meisten Sachbearbeiter sind da relativ human, wenn sie merken, dass man sich bemüht. So wenigstens meine Erfahrung.

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Ich habe mit meinem Arbeitsvermittler gesprochen. Der meinte, dass er den Vermittlungsvorschlag nicht heraus gesendet hätte, sondern irgendwer beim Arbeitsamt, der meinte ich soll mich auf die Stelle bewerben, mich aber garnicht betreut. Und der hat dabei festgelegt, dass es sich um einen Vermittlungsvorschlag mit Rechtsbelehrung handelt.

Er meinte aber auch, dass eine Sperre garnicht zulässig wäre, solange zum Zeitpunkt des Erreichens eines Vermittlungsvorschlages noch keine Arbeitslosigkeit besteht. Er hatte sich sogar eher aufgeregt, dass irgendwelche Kollegen wahrlos solche Vorschläge versenden.

Ich habe einige Bewerbungsverfahren am Laufen, die gut bezahlt werden würden und fachlich auch gut passen. Die Chancen am Arbeitsmarkt sind momentan prinzipiell gut. Durch einen aufgezwungenen Call-Job würde ich alle Chancen zu Nichte machen, da ich den ganzen Tag ein Headset auf habe, keine Anrufe wegen alternativen Stellen entgegen nehmen kann und aufgrund fehlender Gleitzeit auch schlechte Chancen habe, Vorstellungsgespräche nebenher wahrzunehmen. Daher ist dies auch keine Möglichkeit, um etwas anzufangen und innerhalb der Probezeit schnell wieder zu verschwinden.

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Hallo,

ich bin zur Zeit arbeitssuchend gemeldet, da ich in einem befristeten Projekt beschäftigt bin, das sofern es keine Verlängerung gibt in den nächsten Wochen endet. Ich habe einige Bewerbungen laufen, bin mit verschiedenen Arbeitgebern im Gespräch und merke, dass es scheinbar sehr viele Stellen gibt, die gut zu meinem Profil passen, wofür auch eine sehr gute Bezahlung im Raum steht.

Nun hat mir die Arbeitsagentur als Vermittlungsvorschlag eine schlechte Stelle im First Level Support über eine Zeitarbeitsfirma vorgeschlagen - mit Rechtsfolgenbelehrung und erwartet von mir, mich auf diese Stelle zu bewerben und im Falle einer Zusage auch anzunehmen. Unabhängig davon, dass dies vom Gehalt ein Rückschritt wäre, bringt es mich auch in meiner Karriere eigentlich keinen Schritt weiter, die Stelle anzunehmen zumal es nur darum geht, eine firmeninterne Software zu supporten, nach der hinterher kein Hahn kräht.

Die Zeitarbeitsfirma über die das läuft hatte sich schon bei mir gemeldet, bevor ein Vermittlungsvorschlag kam. Es lief auf ein telefonisches Vorstellungsgespräch hinaus mit der Aussage, dass Ende der Woche eine Entscheidung getroffen wird.

Wie sieht das nun aus? Habe ich nun die Wahl, entweder die schlechte Stelle anzunehmen und weitere Bewerbungen bzw. den Abschluss weiterer Bewerbungsverfahren zu vergessen oder eine Sperre in Kauf zu nehmen?

Das Problem ist natürlich auch, dass man - wenn man erst einmal im Telefonsupport drin ist - sich nicht so einfach neben dem Job bewerben kann, da man telefonisch nicht erreichbar ist.

Das ist direkt an dein leztes Gehalt gekoppelt. die ersten drei monate kannst du stellen ablehnen welche weniger als 85% bringen

drei weiter monate weniger 77%

und danach 70% bis zum ende des anspruchs

:)

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Es ist doch Standard das das Arbeitsamt unqualifizierte Stellen anbietet. Und dann noch "fremde" nicht zustände "Berater". Machen die auch sehr gerne. Einfach selber bewerben und auch selber um die Stellen kümmern, die man haben will und dann klappt das auch!! Viel Glück!

Achso zum Thema: Bewirb dich mit einem horrnenden Gehalt und einer schlechten Bewerbung oder halt gar nicht. Ich hatte mich damals auch nicht auf jede Stelle beworben... oO

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[...]

ich weiß außerdem nicht, in wie weit solche Informationen an die Agentur für Arbeit weitergereicht werden

diese sollten im Idealfall darüber gar nicht informiert werden

...es werden sehr wohl Informationen an die Betreuer der Arbeitsagentur gegeben, wenn der Bewerber sich so offensichtlich daneben benimmt, dass klar ist, er will die Stelle nicht.

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Die Arbeitsagentur glaubt den Arbeitgebern alles blind aufs Wort. Der Arbeitssuchende kann sich aber von Vorwürfen nur entlasten, in dem er zweifelsfreie Beweise vorlegt, sofern es die gibt. Die Arbeitsagentur bringt es sogar, Fehlverhalten einfach mal in den Raum zu stellen, ohne überhaupt einen begründeten Verdacht zu haben.

Ich musste der Arbeitsagentur einmal eine gerichtliche Urteilsbegründung einreichen, bei der es lediglich um ausstehende Lohnforderungen ging - letztendlich damit der Arbeitslosengeldanspruch unter geänderten Tatsachen berechnet werden kann. Aber die Arbeitsagentur hatte in der Urteilsbegründung nach Passagen gesucht, mit der sie eine Sperre wegen Fehlverhaltens begründen kann, aber zugleich im Zusammenhang mit den Beweggründen für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht Thema gewesen sind.

Eine Beschwerde beim Landesarbeitsamt hatte aber eine schnelle Wirkung.

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