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Ausbildung zum FI-SI mit meiner Körperbehinderung möglich?


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Hey Leute,

ich würde gerne meinen Traumberuf "Fachinformatiker für Systemintegration" lernen und wollte fragen, ob das mit meiner Behinderung möglich ist.

Ich leide an einer spastischen Hemiparese links,, sprich an einer Halbseitenlähmung, d. h. ich kann z. B. die linke Hand effektiv nicht nutzen. Jedoch ist mit der rechten Seite ist alles in Ordnung, ich kann Computer tragen, Grafikkarten, Festplaten usw. einbauen, dass ist alles kein Problem.

Ich würde gerne mal eure Einschätzung wissen.

Ich persönlich, traue mir das zu.

Ich bedanke mich schon mal im Voraus.

anonym360

Bearbeitet von anonym360
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du wirst aufgrund deiner behinderung in jedem beruf an grenzen stoßen.

ich würde auf alle fälle diese ausbildung machen. schau dich am mal im öffentlichen dienst um, da wird meiner meinung nach gleichstellungsfragen am besten umgesetzt.

hast du dir auch schon mal überlegt, den fachinformatiker-anwendungsentwicklung zu lernen? da ist der körperliche anteil bestimmt geringer als beim systemintegratoren.....

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Wenn du die Ausbildung zum Fachinformatiker machen willst, dann ziel höher als Rechner rumtragen und Grafikkarten austauschen.

Das einzige was dich wirklich etwas einschränken wird, ist das du langsamer tippen wirst, als deine Kollegen. Aber ein Netzwerk planen, dich mit Zertifikaten rumschlagen, Server aufsetzen (FISI) oder Programme entwickeln (FIAE), da ist tippen nicht der Hauptteil der Arbeit.

Du wirst in dem Beruf programmieren. Als Admin schreibst du dir Scripte, als Entwickler ganze Programme, aber in beiden Fällen kommst du auch mit einer Hand aus. Ein Script ist nicht viel Text, und eine gute Entwicklungsumgebung hat normalerweise Textvervollständigung.

Ziel höher als Rechner rumtragen, zum Rechner zusammenschrauben, da braucht man keine Ausbildung für.

Gruß

Sven

Bearbeitet von streffin
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Hallo anonym360,

ich glaube persönlich, dass du die Ausbildung zum FISI locker machen kannst. Aber ich glaube das die Firmen, dich nicht als Azubi einstellen mit Behinderung im IT-Bereich.

Was ich persönliche Schade finde.

Ich würde mich, nach einem anderen Ausbildungsberuf umschauen, wo man leichter eingestellt wird.

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Ich würde mich, nach einem anderen Ausbildungsberuf umschauen, wo man leichter eingestellt wird.

Das ist ein sehr hilfreicher Tipp. Nicht.

Ich rate dir. Bewirb dich einfach. Gib nicht auf. Schau speziell nach Firmen die schon in der Ausschreibung schon eher von konfigurieren und administrieren schreiben, was also nicht nach Schrauberbude aussieht.

Bewirb dich bei staatlichen und quasistaatlichen Stellen. Und großen Firmen. Die haben meist auch Vorgaben bezüglich bevorzugter Einstellung behinderter.

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Ich würde mich, nach einem anderen Ausbildungsberuf umschauen, wo man leichter eingestellt wird.

Wo sind denn seine Voraussetzungen besser?

Ich glaube es ist in jedem Beruf schwierig. Schwierig, aber machbar. Ich würde versuchen, eine Ausbildung zu bekommen. Wie andere schon gesagt haben, der ÖD ist bspw. ein guter Anlaufpunkt hierfür. Wenn Du in der Bewerbung und in den Gesprächen Dein Engagement zeigst, wird man Dir schon zutrauen das zu schaffen.

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Warum glaubst Du das?

Weil viele Firmen Wirtschaftlich entscheiden und nicht Menschlich. (Ich persönlich würde Menschen auch mit Behinderung einstellen)

Wo sind denn seine Voraussetzungen besser?

Vielleicht bei einem renommierten Augenoptiker, wurde selbst schon von jemanden freundlich beraten, der eine Behinderung hatte. Oder es gibt z.B. in Hamburg Hotels die sehr gerne Menschen mit Behinderung einstellen. Ob es in anderen Städten, auch sowas angeboten wird weiß ich nicht.

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Weil viele Firmen Wirtschaftlich entscheiden und nicht Menschlich. (Ich persönlich würde Menschen auch mit Behinderung einstellen)

Rein wirtschaftlich und nüchtern betrachtet... wäre es eine wirtschaftlich gute Entscheidung für eine Firma. die Behinderung schränkt zwar ein, aber nicht in einem so großem Maß, dass es die Arbeit unmöglich macht. Es besteht keine negative Prognose, d.h. es ist kein Fortschreiten der Erkrankung zu erwarten, sondern sie behält den Status bei... anders als z.B. bei chronisch kranken. Es sind vermutlich auch keine ständigen Arztbesuche erforderlich, die zu Arbeitsausfällen führen würden.

Von den Firmen oder Behörden abgesehen, die eine Quote erfüllen müssen, schreiben sich heute auch viele gern ein soziales Engagement auf die Fahne.

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Rein wirtschaftlich und nüchtern betrachtet... wäre es eine wirtschaftlich gute Entscheidung für eine Firma. die Behinderung schränkt zwar ein, aber nicht in einem so großem Maß, dass es die Arbeit unmöglich macht.

Ja stimmt, muss ich dir recht geben.

@ anonym360

Du kannst dich natürlich Bewerben, für eine Ausibldung zum FISI, aber dann musst du dich Deutschlandweit umgucken. Vielleicht gibt es ja Firmen, wo auch Menschen sitzen.

Wünsche dir natürlich viel Glück.

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Weil viele Firmen Wirtschaftlich entscheiden und nicht Menschlich. (Ich persönlich würde Menschen auch mit Behinderung einstellen)

Viele Firmen stellen Behinderte aus wirtschaftlichen Gründen ein !

1. Dank der Gesetzeslage müssen größere Firmen "Strafabgaben" entrichten, wenn sie nicht einen bestimmten Anteil Behinderte haben.

2. Behinterte Angestellte sind gut für's soziale Image einer Firma.

3. Behinterte bringen kostenlose Werbung, da Zeitungen gerne über solche Vorzeigeunternehmen berichten.

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Die machen beide ihre Ausbildung bei einem öffentlichen Träger der sich für sehbehinderte Menschen einsetzt, so etwas müste es doch auch für andere körperliche Einschränkungen geben?

Bestimmt. Aber IMHO ist eine Ausbildung in einem "richtigen" Unternehmen vorzuziehen und müßte für den Op denke ich auch möglich sein. Wenn er garnichts bekommt kann er immernoch soetwas in Erwägung ziehen. Aber seh und hörbehinderte haben denke ich nochmals einen größeren Förderbedarf als jemand der zufällig "nur" seine linke hand nicht nutzen kann.

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Wir haben auch einen körperbehinderten Azubi zum FIAE mit Quali in unserer Firma. Der kann seine linke Hand schlecht bewegen. Er hat angeblich 100 Bewerbungen geschrieben und 5 Zusagen gehabt.

Das Merkwürdige war nur, dass die (zukünftige) Ausbilderin die direkte Nachbarin von ihm ist und sie ihn als Azubi ausgesucht hat, weil er angeblich so ein Talent hat.:rolleyes:

Vieles geht über Kontakte! Schau mal in Deinem Bekanntenkreis, wer in einem IT-Unternehmen, Öffentlichen Dienst oder Großkonzern arbeitet. Vielleicht kann diese Person Dir etwas vermitteln.

Übrigens: Diese Ausbilderin bildet ihn jetzt doch nicht aus. Das macht jetzt der Geschätsführer.

Ein größeres Problem als die Körperbehinderung ist noch seine Rechtschreib-Schwäche.

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Bestimmt. Aber IMHO ist eine Ausbildung in einem "richtigen" Unternehmen vorzuziehen und müßte für den Op denke ich auch möglich sein.

Hab ich ja auch gar nichts gegenteiliges gesagt. ABer es kann nicht schaden wenn sich der OP mal nach solchen Einrichtungen erkundigt. Dort kann man ihm vielleicht auch Adressen von Firmen nennen, die schon Erfahrug mit Menschen mit Handycap haben.

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Ich hab in meine BS Klasse 2 Jungs die "stark" bis "sehr stark" sehbehindert sind und die kommen auch wunderbar mit.

Die machen beide ihre Ausbildung bei einem öffentlichen Träger der sich für sehbehinderte Menschen einsetzt, so etwas müste es doch auch für andere körperliche Einschränkungen geben?

Bestimmt. Ich arbeite in einer grossen Firma die eine ganze Reihe 100% blinder Softwareentwickler hat. Neben offensichtlichen Dingen wie Braille-Tastatur und Screenreadern muss man bei neuen Technologien aber immer aufpassen. Standard-RSA Tokens koennen bei uns zum Beispiel nicht benutzt werden weil man ja die Nummer ablesen muss. Stattdessen haben wir welche die man in den USB Port steckt und dann einen Knopf auf dem Token drueckt welcher automatisch die Nummer an den PC schickt. Auch Videokonferenzsysteme wurden so designt dass blinde Mitarbeiter diese bedienen koennen. :)

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