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Live Coding im Bewerbungsgespräch


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Hallo liebe Leute.

Ich befinde mich derzeit in einer Umschulung zum Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Ich lese oft, dass man bei Bewerbungsgesprächen auch Aufgaben zum coden gestellt bekommt. Habt ihr Erfahrungen damit gesammelt bzw könnt Beispiele nennen, die für eine Position zum Junior Softwareentwickler als Aufgaben in Bewerbungsgesprächen vorkommen können? Das interessiert mich mal und würde mich über Tipps und Antworten freuen.

Viele Grüße,

David Collins

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freeCodeCamp hat einige Challenges für Interview Preperation. Mir ist das noch nicht so untergekommen, aber es schadet nicht, dass ein oder andere zu wissen. Ist kostenlos, aber ist alles JavaScript

https://www.freecodecamp.org/learn/coding-interview-prep/

gibt auch andere, aber sehr viele sind kostenpflichtig

Ich denke aber nicht, dass man einem Junior Entwickler gewöhnlicherweise sowas fragt. Generell habe ich das Gefühl, dass solche Sachen im Ausland wesentlich üblicher sind bzw. wenn du bei den größten Unternehmen anfangen willst.

In Deutschland geht es imo. erstmal darum welchen Zettel man hat (Zertifikate), welche Ausbildung man gemacht hat (Studium, Ausbildung), wie viel Erfahrung man hat, oder ob man gut im Netzwerken ist (letzteres ist vollkommen optional, kann aber Türen öffnen).

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Möchtest du in Interviews besser werden, beschäftige dich mit Algorithmen und Datenstrukturen. Du verbesserst damit deine Problemlösungskompetenz und lernst auch viel besser Muster in Problemen zu finden.
 
Schaue dir gängige Datenstrukturen wie z. B. Listen, verknüpfte Listen, assoziative Listen, Stapel, Warteschlangen, Mengen, Graphen und Bäume an. Sinnvoll ist es auch, wenn du von Algorithmen die Zeit- und Speicherkomplexität benennen kannst. Du erhältst dadurch einen gutes Gespür dafür, ob dein Algorithmus schnell oder langsam ist.
 
Versuche gängige Operationen auf diesen Datenstrukturen selbst zu implementieren. Du wirst sehen, dass du danach auf jeden Fall ein besserer Programmierer sein wirst. 
 
Schau dir auch die Rekursion an. In deinem Koffer an Werkzeugen sollte dieses Werkzeug definitiv vorhanden sein. Durch diese sind viele Aufgabenstellungen eleganter und einfacher zu lösen. 
 
int ggT(int a, int b) { 
	int rest{a % b};
	if (rest == 0) return b; // Terminierung
	return ggT(b, rest); // Tail Rekursion bzw. hier findet der rekursive Aufruf statt
};

 

Bearbeitet von Emheonivek
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Na ja, Facebook hat dass mal gemacht in der Vergangenheit. Aber ich glaube, das ist einfach zu punktuell und der Zeitrahmen kann höchstens dazu dienen, um einen kurzen Snapshot über Fähigkeiten und Fertigkeiten von möglichen Kandidaten zu bekommen.

Da haben sich dann eher Hackathons etabliert, zu denen auch ein Preis ausgelobt wird. Hier kann dann jeder Kandidat auch zu seinem persönlichen Schwerpunkt zeigen, was er drauf hat. Nützt ja nix, wenn man von jemandem, der sich als Experte im Bereich AI bewirbt erwartet, eine Standard-Programmieraufgabe zu lösen und zu zeigen, ob er Grundlagen der Informatik beherrscht.

Die Hackathons sind natürlich dann schon quasi so etwas wie eine Auslese der Besten. Warum sollte jemand einen Kandidaten einstellen, der einen Marathon laufen kann, aber am Ende nicht unter den ersten zehn ist, wenn es darum geht, einen Top Kandidaten zu bekommen. Da ist dann ein Wettbewerb einfach das Mittel, welches geeigneter scheint. Außerdem kann sich der Kandidat fair darauf vorbereiten mit allen Mitteln, die er sonst auch am Arbeitsplatz hat.

Jemanden um 3 Uhr nachts zu wecken, um Lexikon-Wissen abzufragen, hat etwas mit Lernmethodik aus dem Mittelalter zu tun. Echte Talente müssen auch in der Lage sein, Wissen zu variieren, um Verbesserungen zu erreichen. Alles andere kann ja bestenfalls die Frage beantworten, ob jemand über ein gewisses Bestandswissen verfügt. Das ist natürlich schon viel und auch ein wichtiger Baustein, aber eben halt sehr punktuell und in meinen Augen damit auch wenig aussagefähig. Zudem fehlen in dieser Betrachtung wichtige Softskills wie z.B. Teamfähigkeit.

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@tkreutz2

Es geht darum die herauszufiltern, die zwar behaupten (und evtl. auch mit 1en belegen können), dass sie das Programmieren beherrschen, dann aber nicht einmal ein Verzweigung oder Schleife hinbekommen.

Am 12.5.2021 um 22:40 schrieb David.Collins:

Ich lese oft, dass man bei Bewerbungsgesprächen auch Aufgaben zum coden gestellt bekommt.

Wenn du die Grundlagen der Programmierung beherrscht, brauchst du keine Angst davor haben. Typische Dinge sind Sortierungen, mathematisches (Euler Sieve), etc. wo man eigentlich selten mehr als Arrays/Listen, Schleifen und Verzweigungen braucht. 

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vor 3 Stunden schrieb pr0gg3r:

Typische Dinge sind Sortierungen, mathematisches (Euler Sieve), etc. wo man eigentlich selten mehr als Arrays/Listen, Schleifen und Verzweigungen braucht. 

+ ggf. Rekursion.

Wenn man bock hat sowas zu üben: Ich kann leetcode.com empfehlen.

Ob das eine Aussage darüber ist, ob man Programmieren kann, kann ich nicht beurteilen.
Wobei das doch schon mehr ist als nur das Beherrschen von Verzweigungen oder Schleifen.

Kommt eben drauf an was das Unternehmen erwartet.

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vor einer Stunde schrieb r4phi:

+ ggf. Rekursion.

Ich weiß gar nicht, wieso so auf Rekursionen rumgeritten wird. Ja, sie können ein Algorithmus übersichtlicher machen aber außerhalb der funktionalen Sprachen sind sie immer langsamer und jede Rekursion kann man mittels einer Schleife abbilden aber nicht jede Schleife mittels einer Rekursion. Rekursionen sind nur ein Mittel und nicht die eierlegende Wollmilchsau. Für größere Datenmengen sind sie auch überhaupt nicht zu gebrauchen. In meiner täglichen Arbeit benutze ich sie kaum bis gar nicht, weil ich schon vornherein weiß, dass es ein Performancekiller wird.

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@Whiz-zarD

Keine Ahnung. Ich persönlich verstehe auch nicht den Hype um leetcode Aufgaben in Vorstellungsgesprächen. Da es aber hier in dem Thread genau darum geht ist die Ergänzung um Rekursion nur angebracht da sowas auch gesehen werden will. 

Wie gesagt: Wenn man Bock drauf hat kann man seinen Spaß an leetcode haben. Benötigt habe ich das bisher allerdings noch nicht. Positiver Nebeneffekt ist allerdings das man anfängt anders an Probleme bzw. deren Lösung rangeht. Wobei das auch wieder relativ ist. 
 

Die ganzen Sortieralgorithmen konnte ich ein oder zwei Jahre zuvor auch noch nicht aus dem Stehgreif. Mittlerweile schon. Selbiges gilt für Trees etc.  
euler sieve kannte ich bislang auch noch nicht. Scheint aber bislang noch nicht geschadet zu haben. Das Ganze ist also immer relativ zu betrachten. 

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Uff ihr seid ja top!!! 😍 mit so vielen und so hilfreichen Antworten hab ich wirklich nicht gerechnet. Da muss ich echt nen Dank mal an alle aussprechen! Die Infos & Tipps werd ich mir jetzt mal zu Herzen nehmen und zusehen, dass ich mich gut vorbereiten kann. Ich bin aktuell jetzt noch nicht so weit, aber umso interessanter von euch zu hören, auf was man sich konzentrieren sollte. Vielen lieben Dank für eure Tipps 👏🎉

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