Samstag um 08:533 Tage Hallo zusammen,aktuell überlege ich gerade, das Referendariat abzubrechen für eine berufliche Umorientierung.Das bringe ich mit:* Vier Jahre Berufserfahrung im Energiesektor (Controlling, Kundenservice)* Bachelor im Wirtschaftsingenieurswesen* Staatsexamen Lehramt (Informatik/Wirtschaft)* Verschiedene Tätigkeiten in Nebenjobs und Praktika* 2 Jahre Tätigkeit im SchulwesenNachdem ich meine Stelle in der Industrie verloren hatte, war ich damals unschlüssig, wie es weitergehen soll, und hab ein Lehramtsstudium nachgeschoben. Die Entscheidung für das Fach Informatik viel dabei neben meinem Interesse am Fach aber auch, weil ich mir mit einem Auge auch Karriereoptionen außerhalb des Schulwesens im Blick behalten wollte. Das IT-Studium und -Examen in Bayern waren beileibe kein Spaziergang, und nun würde ich gerne Kapital daraus schlagen. Aber praktisch gearbeitet habe ich damit eben noch nicht.Ich bin relativ offen bezüglich Branchen, von meinem persönlichen Interesse zieht es mich aber am meisten in die Branchen Infrastruktur und Energie. Mein Interesse geht ganz klar in in Richtung Linux. Aktuell strebe ich eine Zertifizierung mit LPIC-1 und Open Source Essentials an, danach auch gern LPIC-2. Welche Tätigkeit es genau werden soll -ob Systemadministrator oder Systemingieur, etc. – kann ich Stand jetzt noch nicht zweifelsfrei beantworten, das muss ich für mich noch besser sondieren. Sehr spannend (und auch sinnstiftend) klingt für mich bpsw. IT-Sicherheit. Ich sehne mich sehr nach einer Remote- oder Hybrid-Stelle. Zum einen, weil ich einfach gern ortsunabhängig arbeiten und aus einem breiteren Stellenmarkt schöpfen können möchte. Zum anderen, weil ich aus meiner früheren Erfahrung in der Industrie weiß, dass für mich persönlich die Arbeit in einem Büro nicht unbedingt produktivitätsfördernd ist.Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ich die Aussicht auf A13, drei Monate Ferien im Jahr und eine sichere und unbefristete Stelle nicht einfach mal eben so an den Nagel hängt. Jenseits davon hat der Lehrerberuf hat für mich allerdings stark an Attraktivität eingebüßt. Ja, ich rede von Referendariat abbrechen, nicht von abschließen und dann weiterschauen. Aber um das zu erörtern, müsste ich jetzt etwas weiter ausholen. Allerdings bieten ja auch längst nicht alle Industriejobs rosige Perspektiven, inbesondere vor dem Hintergrund von KI. Und was ich gerade wahrnehme, ist, dass der Arbeitsmarkt sehr angespannt ist und sich selbst Leute mit einschlägigem Hintergrund schwer tun.Was würdet ihr mir raten? Ist es angesichts der aktuellen Wirtschaftslage wirklich erstrebenswert, sich mit meinem nicht so geradlinigen Hintergrund diesen Wechsel zu wagen? Ist es realistisch, dass ich mit LPIC-1 oder LPIC-2 und meinem weiteren Hintergrund Fuß fassen kann, und dass man mich ggf. auch Remote einstellt?Was würdet ihr sagen, müsste ich auf dem Weg zu diesem Ziel richtig kalibrieren, damit ich das Ziel erreichen könnte?Viele GrüßeJemand Bearbeitet Samstag um 08:533 Tage von Jemand
Samstag um 09:393 Tage Hallo Jemand!Wie lange geht denn dein Ref noch? Ursprünglich wollte ich auch mal den Lehrberuf anstreben, was dann aus vielen Gründen umgeplant wurde.Ich würde an deiner Stelle (Arbeitsmarkt!) das Referendariat auf jeden Fall zu Ende führen und dann aus einer sicheren Lehramtsposition überlegen, ob ich mich irgendwo in der freien Wirtschaft bewerben will. Dann hast du eine sichere Stelle und kannst auswählen. Niemand kann jetzt abschätzen, wie schlimm es noch wird und ob der tolle Job, den du jetzt in einer Firma annehmen würdest in 3 Jahren noch existiert oder das Unternehmen. Du kannst dir so dennoch alle Optionen offen halten. Warum hat der Lehrberuf für dich an Attraktivität eingebüßt?LG Venom
Samstag um 14:213 Tage Autor Hey Venom, Danke dir für die Einschätzung!Ich wollte das Fass nicht aufmachen, aber ok, ich versuche mich kurz zu fassen.Im Lehramt weiß ich dagegen relativ sicher, dass – selbst wenn ich das Ref schaffe – der Job, den ich annehme, nicht toll sein wird.Ja, das wäre aber wirklich eine Qual, noch übereineinhalb weitere Jahre, und bekanntermaßen sind die Berufseinsstiegjahre nicht viel besser (außer die Bezahlung). Zeitlich werde dabei sicher nicht dazu kommen, mich neben dem ganzen Aufwand auch noch parallel weiterzubilden und zu bewerben, das wird nicht möglich sein. Also gerade ein halbes Jahr ist rum. und das lief nicht so erfolgreich wie erhofft. Es stellen sich mir* Fragen über die Sinnhaftigkeit dieser Funktion (ich kann mich und meine Kollegen dabei häufiger nicht wirklich so ganz ernst nehmen),* ein pessimisitschen Blick auch hier in die Zukunft (Zusammenlegung Realschule/Mittelschule, Einstellungsstopp in Bayern, größere Klassen wegen Personalmangel, Bürokratie), * weil ich die Ortsgebundenheit (teilweise jahrelange Versetzungsantragsgenehmigungen) fürchte* weil mir der Lehrberuf tatsächlich einfach zu chaotisch und belastend ist, zu viel soziale Interaktion mit anstrengenden Menschen, viel Bürokratie,, etc.* weil ich Mitte 30 bin und mit der Umorientierung, sollte sie stattfinden, eigentlich nicht mehr ewig warten wollte oder sollte.Und auch der Lehrberuf gerät unter Beschuss, wenn die Kommunen aufgrund schlechter Konjunktur in Geldprobleme geraten. Das zeigt sich an mangelhafter Ausstattung von Schulen mit Personal und Material, und (wie erwähnt) auch an größer werdenden Klassen.Ich dachte mir: dann lieber nochmal reinklotzen und etwas wirklich sinnvolles machen, etwa IT-Sicherheit. Soweit meine Überlegungen in Kürze.Liebe Grüße Jemand
Samstag um 14:483 Tage Ich fürchte, da werden dir Zertifikate nicht helfen, bzw. bist du, falls du so einen Job bekommst im Zweifelsfall als erster ebenjenen wieder los, wenn die Firma in holpriges Fahrwasser kommt. Habe nicht das Gefühl, daß der Markt bald besser wird, eher schlechter. Und auch, wenn es grad eine miese Durststrecke ist, hast du gerade etwas ziemlich sicheres, wenn du es durchziehst. Eigentlich haben sie überall zu wenige Lehrer. Das mit der Zuweisung/Ortsgebundenheit ist halt leider dem Lehrerberuf innert in unserem System (So du an staatlichen Schulen unterrichtest). Im Moment einfach nur den sprichwörtlichen Arsch an die Wand bekommen und in dem, was man tut, maximalmöglich gut sein.LG
Samstag um 15:063 Tage Hmm ich gebe folgendes zu Bedenken, du sagst A13 mit Erfahrung, das sind wieviel ? 5-6500 Euronen? In der IT wärst du Anfänger, der Markt dafür ist gerade schwierig , da wirst du wohl hoch wahrscheinlich erstmal nicht das selbe verdienen. Wenn du nichts zu verlieren hast und du das unbedingt machen willst gogo! Wenn du Familie, Verantwortung hast , lass es bleiben ! So würde ich denken.
Samstag um 16:053 Tage Ich würde sagen, in der Wirtschaft wartet aktuell niemand auf dich. Zumal Wechsel Industrie, Staat, Industrie nicht so gut ankommt. Für ein ähnliches Gehalt wirst du auch einige Jahre Gas geben müssen. Vermutlich würden viele gerne mit dir tauschen.Aber: Du hast keinen Druck und kannst einfach deinen Marktwert einfach mal antesten.
Samstag um 18:403 Tage Autor vor 2 Stunden, sylenz hat gesagt:Ich würde sagen, in der Wirtschaft wartet aktuell niemand auf dich.Wenn man sich anschaut, wie man im Referendariat behandelt wird, dann wird auch im Schulwesen Neuankömmlingen keineswegs der rote Teppich ausgerollt. Gesetzt den Fall, ich schaffe das Referendariat: anscheinend können auch aufgrund von klammer Finanzlage trotz Lehrermangels nicht mehr allen Absolventen Planstellen angeboten werden.vor 2 Stunden, sylenz hat gesagt:Zumal Wechsel Industrie, Staat, Industrie nicht so gut ankommt.Kannst du das ein bisschen genauer erklären? Mich würden die Gründe interessieren. Ich weiß, zwischen der Arbeitswelt beim Staat und in der Industrie liegen Welten. Aber ich würde es gern relativieren: Immerhin habe ich gearbeitet, und war nicht langzeitarbeitslos oder habe vor mich hin studiert.vor 2 Stunden, sylenz hat gesagt:Für ein ähnliches Gehalt wirst du auch einige Jahre Gas geben müssen.Mir geht es nicht um das große Geld. Aber um Flexibilität (zum Beispiel Home Office), und um ein Arbeitsumfeld jenseits des Schulwesens (das Schulwesen ist eben einfach nicht wirklich ein attraktiver Arbeitsplatz).vor 2 Stunden, sylenz hat gesagt:Vermutlich würden viele gerne mit dir tauschen.Wer mit mir tauschen möchte, der soll es gern mal ausprobieren und ins Referendariat quereinsteigen. Und dann sprechen wir gern nochmal darüber, ob wir tauschen möchten.vor 3 Stunden, VenomVelvet hat gesagt:Ich fürchte, da werden dir Zertifikate nicht helfenAngenommen, ich wage den Umstieg: was soll ich denn sonst machen? Ich kann ja nicht einfach Berufserfahrung herbeizaubern. :-/Noch eine Frage an euch:Inwieweit ist die aktuelle EInstellungssituation wirklich KI-bedingt? Ist nicht vieles davon auch "AI Washing" infolge schlechter Konjunktur und post-pandemischem Personalüberhangs? Oder erlebt ihr tatsächlich, dass man eure Kollegen entlässt, weil sie durch KI wegoptimiert wurden?Liebe GrüßeJemand Bearbeitet Samstag um 18:593 Tage von Jemand
Sonntag um 09:082 Tage Zum Thema Zertifikat kannst du dir die Faustregel merken : es ist fast immer nur dann überhaupt etwas wert wenn du praktische Erfahrungen in diesem Gebiet Nachweisen kannst. Ein "standalone" zert ist fast immer kaum von Belang. Du sprichst aber genau das Problem an , du kannst keine Erfahrung herzaubern. Wenn du den Umstieg willst, schau das du irgendetwas bekommst in der IT Richtung in der du dich siehst , nimm jede auch noch so blöde Rahmenbedingung hin . Arbeite dort 2-3 Jahre und dann starte durch ! Dann hast du Referenzen, Projekte, Erfahrung , das ist momentan das wichtigste.
Sonntag um 09:472 Tage Autor Es ist einfach so traurig, dass ein so zeitaufwändiges Studium (es gab insbesondere zwei Programmierungs-Prüfungen, für die fast allein ein ganzes Semester Vorbereitung nötig war, und viele andere sind an ihnen gescheitert) jetzt einfach keine nennenswerte Relevanz hat.Würdet ihr sagen, um die Segel überhaupt in die Linux-Richtung setzen zu können, in die ich gehen möchte, dafür wäre es schon hilfreich, zumindest das LPIC-1 vorweisen zu können, oder? Bearbeitet Sonntag um 09:502 Tage von Jemand
Sonntag um 10:252 Tage Autor Oder gibt es irgendwelche IT-bezogenen Rollen, die ich mit meinem Ist-Stand bereits in der Wirtschaft ausüben könnte, so dass ich Erfahrung sammeln könnte? Bearbeitet Sonntag um 10:432 Tage von Jemand
Sonntag um 13:172 Tage Für dich persönlich wenn du in Linux Richtung gehen möchtest ist lpic durchaus hilfreich grundlegendes über Linux zu erfahren. Aber ob es dir in Beziehung Jobsuche hilft bezweifle ich . Was genau möchtest du denn in Linux Richtung machen ? Die Linux Richtung kann ja nun zich Dinge bedeuten.
Sonntag um 17:152 Tage Autor vor 3 Stunden, t1nk4bell hat gesagt:Für dich persönlich wenn du in Linux Richtung gehen möchtest ist lpic durchaus hilfreich grundlegendes über Linux zu erfahren. Aber ob es dir in Beziehung Jobsuche hilft bezweifle ich .Was genau möchtest du denn in Linux Richtung machen ? Die Linux Richtung kann ja nun zich Dinge bedeuten.Hi, Danke der Nachfrage! Ich schreibe Dir morgen (ich bin noch nicht mit der Unterrichtsplanung für morgen fertig..).
Sonntag um 21:291 Tag vor 18 Stunden, Jemand hat gesagt:Kannst du das ein bisschen genauer erklären? Mich würden die Gründe interessieren. Ich weiß, zwischen der Arbeitswelt beim Staat und in der Industrie liegen Welten. Aber ich würde es gern relativieren: Immerhin habe ich gearbeitet, und war nicht langzeitarbeitslos oder habe vor mich hin studiert.Also für mich als Entscheidungsträger zeigt das schon eine ziemliche Unsicherheit was der Kandidat überhaupt will. Das sind ja doch zwei Welten. Das stellt sich die Frage wie lange der Bewerber bleibt oder ob er nicht doch etwas anderes sucht. Am 21.3.2026 um 19:40, Jemand hat gesagt:Mir geht es nicht um das große Geld. Aber um Flexibilität (zum Beispiel Home Office), und um ein Arbeitsumfeld jenseits des Schulwesens (das Schulwesen ist eben einfach nicht wirklich ein attraktiver Arbeitsplatz).Kommt darauf an. Mein AG bietet noch sehr viel Home-Office an, andere nur noch sehr begrenzt. Tendenz ist eher wieder Präsenz. In deiner Situation als Wechsler nicht unbedingt so, dass du hier die Auswahl hast. Aber grundsätzlich natürlich mehr Flexibilität als im Staatsdienst.Am 21.3.2026 um 19:40, Jemand hat gesagt:Wer mit mir tauschen möchte, der soll es gern mal ausprobieren und ins Referendariat quereinsteigen. Und dann sprechen wir gern nochmal darüber, ob wir tauschen möchten.Ich kann mir vorstellen, dass man den Job mit und aus Leidenschaft tun muss, bzw. sollte. Gerade wenn man als Quereinsteiger reinwechselt sollte man das für sich selbst möglichst klar wissen und das nicht aus den falschen Gründen tun.
Gestern um 15:321 Tag Autor Also Danke nochmal für eure Beiträge.vor 17 Stunden, sylenz hat gesagt:Also für mich als Entscheidungsträger zeigt das schon eine ziemliche Unsicherheit was der Kandidat überhaupt will. Das sind ja doch zwei Welten. Das stellt sich die Frage wie lange der Bewerber bleibt oder ob er nicht doch etwas anderes sucht.Versteh ich. Aber ich kann es aber auch nicht rückgängig machen. Ich hatte meine Gründe dafür, manche davon sind nun hinfällig geworden.Die Frage ist aber, ob ich nun wirklich aufgrund von Alternativlosigkeit im Lehramt bleiben sollte. Ich mein, das geht schon, und ich denke, nicht wenige machen das auch so. "Optimal" ist aber etwas anderes. Ref durchziehen - mhh.. schwer zu sagen, ob es den Aufwand am Ende wert ist. Prinzipiell kann ich auch jetzt schon als Lehrer an Schulen mich anstellen lassen. Aber eben nicht verbeamtet.Und eine weitere Frage ist, ob ich aufgrund von erschwerter Einstiegssituation im IT-Markt etwas anderes anfangen sollte. Dann würde ich aber lieber Kapital schlagen aus dem, was ich schon mitbringe, und das ist immerhin ein IT-Studium und eine mehr als durchschnittliche Affinität für Linux und IT generell.Am 22.3.2026 um 14:17, t1nk4bell hat gesagt:Was genau möchtest du denn in Linux Richtung machen ? Die Linux Richtung kann ja nun zich Dinge bedeuten.Wie im Eingangspost schon erwähnt kann ich das Stand jetzt noch nicht zweifelsfrei beantworten. Ich brenne für Linux und freie Software, das interessiert mich schon seit Jahren.Ob ich dann als, sagen wir, Systemingenieur, Kernelentwickler oder Systemadministrator arbeiten möchte, würde sich herauskristallisieren. Im Bewerbungsprozess wäre ich da flexibel, allzu wählerlisch kann ich ja eh nicht sein. Würde mir natürlich im Vorhinein Gedanken darüber machen, worauf ich mich jeweils bewerbe.Müsste ich das denn, aus deiner Sicht, im Vorhinein zweifelsfrei festlegen?Aber apropos Erfahrungslosigkeit: gibt es denn nicht im Energiesektor einen Bedarf an Linux-Experten? Bearbeitet Gestern um 15:331 Tag von Jemand
Gestern um 17:421 Tag Bitte meine 10 Cent Meinung nicht als Beleidigung sehen. Ich werde mal meine Meinung abgeben:vor 1 Stunde, Jemand hat gesagt:Aber apropos Erfahrungslosigkeit: gibt es denn nicht im Energiesektor einen Bedarf an Linux-Experten?Es werden wie du gesagt hast Experten gesucht und keine Junioren. Man erwartet dass du nach kurzer "Einarbeitung" produktiv arbeiten kannst. Wenn man dich erst komplett anlernen muss weil dir viele Sachen fehlen bzw. die du schon seit langer Zeit nicht mehr angefasst hast, dann ist es schwieriger gegen andere zu konkurrieren, die schon 2-3 Jahre BE haben. Aufgrund der Wirtschaftlichen Lage wählen AG den besten Kandidaten und der beste ist natürlich jemand der persönlich + Skilltechnisch (NICHT THEORIE sondern Praxis) passt und leider würdest du oft d. kürzeren derzeit ziehen weil einfach die BE fehlt.vor 1 Stunde, Jemand hat gesagt:was ich schon mitbringe, und das ist immerhin ein IT-Studium und eine mehr als durchschnittliche Affinität für Linux und IT generell.Die Frage ist halt was hast du mit deinem IT-Studium gemacht? Wenn du mehrere Jahre danach IT-Fremd gearbeitet hast, ist es natürlich nice to have, aber da gibts X andere Bewerber die Ihren IT-Studium frisch abgeschlossen haben und mit dir konkurrieren.Bzgl. deine mehr als durchschnittliche Affinität für Linux und IT sage ich mal vorsichtig, dass LPIC-1 jetzt nichts besonderes ist. Wenn LPIC 1 überdurchschnittlich wäre, dann würde jeder damit sofort einen Job kriegen...vor 2 Stunden, Jemand hat gesagt:Ob ich dann als, sagen wir, Systemingenieur, Kernelentwickler oder Systemadministrator arbeiten möchte, würde sich herauskristallisieren. Im Bewerbungsprozess wäre ich da flexibel, allzu wählerlisch kann ich ja eh nicht sein.Man kann vl. am Anfang der Berufskarriere noch herumspringen, aber du solltest schon wissen wo du später sein möchtest. Systemingenieur, Kernelentwickler oder Systemadministrator haben unterschiedliche Know-Hows und unterschiedliches Niveau.
vor 2 Stunden2 h Autor Ja, ergibt für mich alles Sinn. Macht mich aber gleichzeitig traurig.Da hat man Passion, hat sich jahrelang wirklich aufgeopfert, um ein Studium zu schaffen, möchte was Sinnvolles machen, und jetzt ist es einfach alles nicht verwert- oder umsetzbar.Und je länger ich im Lehramt bleibe, desto höher werden die Opportunitätskosten und desto wertloser wird mein IT-Abschluss dort (und desto älter ich).Ich weiß gerade echt nicht, wie ich damit umgehen soll. Der Tenor hier ist ja ganz klar ein Abraten von einem Umstieg in die IT-Welt. Aber nur beim Wechsel in die IT könnte ich Kapital schlagen aus dem, was ich vom Hintergrund her mitbringe, und das wäre das, was mich am meisten interessieren würde.Soweit ihr noch irgendwelche Vorschläge für mich habt hinsichtlich Umstieg, lasst sie mich gern wissen. Bearbeitet vor 2 Stunden2 h von Jemand
vor 2 Stunden2 h Nimm' die Sicherheit in deinem Ref, bewirb' dich daraus nach Herzenslust auf IT-Stellen.Und wenn du dann eine findest, die man dir anbietet und die dir soo sehr zusagt, dass du dafür die Sicherheit aufgeben willst: Go for it! Niemand weiß, wo die Reise gerade hingeht. Du bist für die meisten im Moment vermutlich nicht der Top-Kandidat und wenn das Fahr-wasser dann schwieriger wird, vermutlich auch einer der Ersten, die gehen müssen.Was ich jetzt definitiv NICHT tun würde, wäre das Ref abzubrechen und mich aus der Arbeitslosigkeit bewerben.Just my 2 centsLG der Venom
vor 2 Stunden2 h Das liest sich alles gerade sehr nach "Entweder oder!". Andere Perspektive: Was wäre denn ein möglicher "Sweet Spot" oder dein Alleinstellungsmerkmal in der Kombination aus Lehramt-Erfahrung und IT-Affinität? Ich denke da an so Rollen wie- Medienpädagogik/ Digitalisierungsbeauftragter- IT-Administration bei Schulträgern (Stadt, Landkreis), Administration oder Software-Entwicklung bei kommunalen oder Landes-Rechenzentren usw.- Support für Lernplattformen (Moodle, IServ etc.)- IT bei Landesinstituten, Kultusbehörden- EdTech-Unternehmen, die Lernsoftware und Schulplattformen entwickeln- hab bestimmt ganz viel vergessen für einen IT-Menschen, der den Schul-Kosmos kenntDa sind die Einstiegshürden mit dem Hintergrund sicher deutlich niedriger. Home Office Anteile sind je nach Rolle unterschiedlich, aber bestimmt ausbaufähig.Nachteil: Man trägt keine Säcke voll Gold nach Hause
vor 2 Stunden2 h Autor vor 15 Minuten, VenomVelvet hat gesagt:Nimm' die Sicherheit in deinem Ref, bewirb' dich daraus nach Herzenslust auf IT-Stellen.Und wenn du dann eine findest, die man dir anbietet und die dir soo sehr zusagt, dass du dafür die Sicherheit aufgeben willst: Go for it! Niemand weiß, wo die Reise gerade hingeht. Du bist für die meisten im Moment vermutlich nicht der Top-Kandidat und wenn das Fahr-wasser dann schwieriger wird, vermutlich auch einer der Ersten, die gehen müssen.Was ich jetzt definitiv NICHT tun würde, wäre das Ref abzubrechen und mich aus der Arbeitslosigkeit bewerben.Danke für die Nachricht. Klingt sinnvoll, aber es geht mir auch schon darum, dass ich mein Linux-Kapital aufbaue, und zumindest das LPIC-1 schon mal in der Tasche hätte, gut möglich, dass ich irgendwann das 2er oder gar 3er hinterherschieße.Eins muss ich leider sagen: das Ref ist in meinem Fall eine 70-Stunden-Woche, da schreibt man nicht nebenher noch Bewerbungen, das nimmt nur Zeit von der Uhr, die man an anderer Stelle bräuchte. Geschweige denn macht man nebenbei irgendwelche Zertifizierungen.Aber ich müsste nicht arbeitslos sein nach dem Ref. Ich kann mich jederzeit an Schulen anstellen lassen. Letztes Schuljahr hab ich das gemacht. Von 7 Schulen, bei denen ich mich beworben hatte, hatten 5 Bedarf, 2 weitere haben mich auf ein Inserat hin angerufen und wollten mich anstellen.Vorteile: ich kann mir die Schule und den Stundenumfang extrem flexibel aussuchen, und werde besser bezahlt als als Referendar.Nachteil: das wäre ein Haken an meine Lehrerkarriere, denn nochmal neu einsteigen ins Ref und darin "bei 0 anfangen" würde ich glaube ich nicht übers Herz bringen.Dann muss man aber wirklich sagen: hey, ich gehe jetzt bei der IT in die Vollen. Ist das etwas, wovon ihr sagen würdet, dass sich das lohnen würde? Bearbeitet vor 2 Stunden2 h von Jemand
vor 2 Stunden2 h vor 4 Minuten, Jemand hat gesagt:Dann muss man aber wirklich sagen: hey, ich gehe jetzt bei der IT in die Vollen. Ist das etwas, wovon ihr sagen würdet, dass sich das lohnen würde?Ich glaube so ziemlich alle haben gesagt, dass das aus deiner Position heraus schwierig ist. LPIC 1 ist halt kein Merkmal. Klar, ein Anfang. CCNA ist noch bissl größer und halt Netzwerk, aber so richtig reden kannst du dann vielleicht erst ab CCNP. Und ist dann immer noch keine sichere Sache. Der Markt bricht gerade so halb zusammen. Vor 5-10 Jahren hätte man noch gesagt ja klar, mach'! Aber jetzt?
vor 2 Stunden2 h Autor vor 9 Minuten, Koboldin hat gesagt:- Medienpädagogik/ Digitalisierungsbeauftragter- IT-Administration bei Schulträgern (Stadt, Landkreis), Administration oder Software-Entwicklung bei kommunalen oder Landes-Rechenzentren usw.- Support für Lernplattformen (Moodle, IServ etc.)- IT bei Landesinstituten, Kultusbehörden- EdTech-Unternehmen, die Lernsoftware und Schulplattformen entwickeln- hab bestimmt ganz viel vergessen für einen IT-Menschen, der den Schul-Kosmos kenntVielen Dank, ich werde gern mal in die Richtung recherchieren!Das einzige Problem, das ich spontan sehe, ist, dass in der Bildungslandschaft das Thema Linux schon wirklich eher eine Rarität darstellt. Die Goldsäcke trägt ein Referendar auch nicht nach Hause. Umgerechnet arbeiten da viele von uns deutlich unter Mindestlohn. ;)
vor 1 Stunde1 h vor 5 Minuten, Jemand hat gesagt:Das einzige Problem, das ich spontan sehe, ist, dass in der Bildungslandschaft das Thema Linux schon wirklich eher eine Rarität darstellt.Meine Wahrnehmung ist eher, dass die IT-Governance im öffentlichen Dienst sich (zugegeben: laaaangsaaaaam) zunehmend in Richtung Open Source und Linux entwickelt.
vor 1 Stunde1 h Autor vor 5 Minuten, VenomVelvet hat gesagt:Ich glaube so ziemlich alle haben gesagt, dass das aus deiner Position heraus schwierig ist. LPIC 1 ist halt kein Merkmal. Klar, ein Anfang. CCNA ist noch bissl größer und halt Netzwerk, aber so richtig reden kannst du dann vielleicht erst ab CCNP. Und ist dann immer noch keine sichere Sache. Der Markt bricht gerade so halb zusammen. Vor 5-10 Jahren hätte man noch gesagt ja klar, mach'! Aber jetzt?Woran liegt das? Ist es wirklich nur die schlechte generelle Konjunkturlage? Ich höre gelegentlich, dass viele der derzeitigen Entlassungswellen ein Backlash der Übereinstellungen während der Pandemie sind, wobei diese dann gern aus Imagegründen mit KI-Effizienzgewinnen begründet werden (Stichwort: AI Washing).Oder was ist denn das Problem gerade? Ich würde es gern verstehen.vor 3 Minuten, Koboldin hat gesagt:Meine Wahrnehmung ist eher, dass die IT-Governance im öffentlichen Dienst sich (zugegeben: laaaangsaaaaam) zunehmend in Richtung Open Source und Linux entwickelt.Ja, es gibt Ansätze, Schleswig-Holstein leistet da aktuell Pionierarbeit, aber in Bayern gibt weiterhin Microsoft den Ton an. Aber ja, das Thema erhält infolge Trumps Politik etwas Rückenwind, das macht mir ja auch etwas Hoffnung, das sich das doch irgendwie auch auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Bearbeitet vor 1 Stunde1 h von Jemand
vor 1 Stunde1 h vor 7 Minuten, Jemand hat gesagt:Woran liegt das? Ist es wirklich nur die schlechte generelle Konjunkturlage? Ich höre gelegentlich, dass viele der derzeitigen Entlassungswellen ein Backlash der Übereinstellungen während der Pandemie sind, wobei diese dann gern aus Imagegründen mit KI-Effizienzgewinnen begründet werden (Stichwort: AI Washing).Oder was ist denn das Problem gerade? Ich würde es gern verstehen.Es wird - begrenzt - auch noch eingestellt, aber im Allgemeinen in höher qualifizierten Ebenen. Du kannst auch gerade kaum noch Speicher kaufen oder Chips oder... es gibt Krieg, Ressourcen sind gefährdet oder werden knapp, ...Das ist dir sicher nicht entgangen?
vor 1 Stunde1 h Autor Verstehe. Nicht, ist mir nicht entgangen. Aber mir ist nicht klar, inwieweit sich das speziell in der IT niederschlägt. Das Bildungswesen bleibt davon indes aber auch nicht verschont. :-/
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