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FH-Studium - Informatik oder ETechnik?


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Ich bin zur Zeit an meiner schulischen Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten (ITA) am Berufskolleg Hilden. Ich bin im Sommer fertig und tendiere nun stark zu einem Studium.

Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich Informatik studieren wollte aber ich werde immer unsicherer.

Zum einen frage ich mich ob ich mir später ein Berufsleben vorstellen kann, das vom Programmieren dominiert wird. Mir macht es zwar noch Spaß aber schon bei meinem 8wöchigen Praktikum hatte ich manchmal das Gefühl, dass ich einfach keinen Sourcecode mehr sehen kann. Wie soll das dann werden, wenn ich irgendwann mal 10Jahre als Programmierer gearbeitet habe? Was sagen die Leute die schon länger als Programmierer arbeiten dazu?

Ich hab mir jetzt mal überlegt Elektrotechnik zu studieren. So wie ich das mitbekommen habe, liegen die Haupttätigkeitsbereiche von Etechnikern in der Mikroprozessortechnik. Also Schlatungen mit solchen AVR-Prozessoren sehen schon ziemlich interressant aus und ich könnte mir auch vorstellen, dass es auch spaß macht im Beruf Schaltungen zu löten (so ein bisschen handwerklich, bastle auch gerne am PC und Moped usw.). Und der Informatikanteil scheint beim Etechnikstudium auch noch recht hoch zu sein. Ausserdem hab ich gelesen, dass Etechniker wohl sehr gesucht sind und in den nächsten Jahren wohl auch einige Stellen frei werden weil eine ältere Generation jetzt bald in Rente geht. Vielleicht können mir zur Etechnik auch noch ein paar Leute was erzählen.

Und mich würde interessieren wie es mit dem Anspruch der beiden Studiengänge im Vergleich aussieht. Hab schon ein bisschen Bammel vor dem Matheinhalt im Informatikstudium und habe gehört, dass Etechnik da noch etwas schwerer ist.

Schreibt einfach was euch zu meinem Text einfällt.

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Was sind deine Erwartungen ans Studium und an Dich selbst ?

Was willst Du nach dem Studium können wollen ?

Mathematisch ist ein ETech Studium etwas intensiver als Informatik, aber nicht so extrem.

Bedinungslose Bereitschaft zu selbständigen arbeiten und Erarbeiten von Dingen aus Büchern, Skriptum muß sowieso vorhanden sein.

MfG, Michael

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Haupttaetigkeitsfeld von E-Technikern ist keinesfalls Microprozessortechnik; das ist nur ein kleiner Tropfen in einem Ozean!

E-Technik umfasst erstmal ein umfassendes mathematisch-physikalisches Grundstudium: Hoehere Mathematik, Physik, Mechanik, Messtechnik, Grundlagen der Signal- und Systemtheorie, Elektrische Netzwerkanalyse, Elektromagnetische Felder, Elektronik, Wechselstromlehre, Programmieren.

Dann das Hauptstudium mit den Kernfaechern Feldtheorie, Regelungstechnik, Energietechnik, Antriebstechnik, Werkstoffkunde, Prozessmesstechnik, Nachrichtentechnik, Informationstechnik, Hoch- und Hoechstfrequenztechnik.

Je nach Studienrichtung gibt es noch eine Masse von Wahl- und Wahlpflichtfaechern, z. B. Laser, Lichttechnik, Biomedizinische Technik, Physiologie, uP-Technik, Radio- und Fernsehtechnik, Hochspannungstechnik und noch zig andere...

Einige Faecher sind mit Praktika verbunden.

Ganz grundsaetzlich moechte ich noch eine Beobachtung los werden, die ich immer wieder gemacht habe. E-Technik ist irgendwie etwas fuer Eingeweihte. Ich habe schon viele E-Techniker getroffen, die sich in Machinenbau, Verfahrenstechnik oder Informatik eingearbeitet haben, aber noch keinen Machinenbauer, Informatiker oder Verfahrenstechniker, der sich in E-Technik ausgekannt hat. Lediglich Physiker koennen auf dem Fach-Niveau mithalten. Es scheint sich also um eine Art technologische Schluesseldisziplin zu handeln. Man lernt, die technisch-physikalische Wirklichkeit in abstrakten Modellen zu begreifen.

Die Berufsaussichten, da hast Du recht, werden als gut eingeschaetzt. Die Betaetigungsfelder sind ausserdem aeusserst breit gefaechert. Die E-Techniker, die mit mir bis zum Diplom durchgehalten haben, sind alle in guten und einigermassen sicheren Jobs. Ich will aber nicht verschweigen, dass wir alle Schwierigkeiten hatten, einen Job zu finden, weil der Schweinezyklus mal wieder negativ zugeschlagen hatte. Davor ist man nie sicher, aber das kann einem mit jedem Fach passieren.

Ein Ingenieurstudiengang an einer guten deutschen Uni oder TH muss den internationalen Vergleich nicht scheuen. Wenn ich gelegentlich in den Scripten des MIT stoebere, so muss ich sagen, das Nivau hatte unser Studium in etwa auch. FH-Studium kann man schlecht vergleichen; das gibt es ja im Ausland nicht in der Form.

Beachtenswert vielleicht: Es gibt einige Technologiezweige, in denen Deutschland auf breiter Front Weltrang hat. Maschinenbau und Elektrotechnik gehoeren dazu. Informationstechnik aber nicht!

Das Informatikstudium hat andere Schwerpunkte. Es ist noch mathematisch-theoretischer, man bekommt eine fundiertere Ausbildung in algorithmischem Denken und hat weniger mit Hardware und Physik zu tun.

Also, wenn Du Spass dran hast, ich meine an physikalischen und technischen Dingen, wenn Du etwas Klassisches, Vielseitiges "fuer Jungs" suchst, dann mach es.

Hoehere Mathe, hoellisches Lerntempo und autodidaktisches Lernen sind keine Argumente. Das muss man in allen technisch-naturwissenschaftlichen Studiengaengen lernen. Aber daran gewoehnt man sich.

Wo die Latte haengt, die man nicht mehr ueberspringen kann, das erfaehrt man erst, wenn man es versucht hat. Die Latte, die Du ueberspringen kannst, wandert jedes Semester ein bisschen hoeher. Irgendwann so zwischen dem 6. und 8. Semester kriegst Du ploetzlich einen heftigen Brain-Bang. Es faellt Dir ploetzlich wie Schuppen von den Augen, wie die vielen verschiedenen komplizierten Theorien, Gleichungen und Rechnungen in der Tiefe miteinander verwoben sind. Du siehst die Parallelen und die Matrix, die vielen verborgen bleibt. Aber Du wirst auch erkennen, wo die Grenzen Deines Geistes liegen. Das gehoert dazu und macht eine reife Persoenlichkeit aus.

Eins moechte ich Dir noch ans Herz legen: Es gibt jede Woche einen Haufen Aufgaben, die man natuerlich vom Kommilitonen abschreiben kann. Mach das nicht. Lern mit den Kollegen, das ist wichtig, such Dir eine Clique mit netten Leuten, die zu Dir passt. Aber die Aufgaben in Mathe und Physik, die rechne selbst, und wenn es die ganze Nacht dauert. In der Vorlesung darfst Du ruhig muede sein. Du musst ja nur mitschreiben und zuhoeren. Die Kompetenz kommt beim Loesen der Aufgaben. An meinem ersten Tag an der Uni hielt der Dekan eine kurze Ansprache. Er schluss mit den Worten: "Von Ihnen wird erfahrungsgemaess nur die Haelfte das Vordiplom schaffen. Es liegt bei Ihnen, ob sie dazu gehoeren. Lassen sie sich nicht blenden. Sie haben etwas immer erst dann verstanden, wenn sie es selbst rechnen koennen." Daran hab ich gehalten, und es ist gut gegangen.

Und schliesslich ist die Studienzeit eine Riesengaudi. Es gibt auch Tiefen, nervenaufreibenden Frust, Verzweiflung, Panik und Depression. Aber insgesamt ist es einer der gluecklichsten Wegabschnitte des Lebens und eine Schmiede fuer Freundschaften, die ein Leben lang halten.

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als erstes fällt mir ein, das ein studierter informatiker oft fast nichts mit programmieren zu tun hat und ein studierter E-Techniker auch nicht an Schaltungen rumlötet.

das ganze ist sehr viel theoretischer (in beiden Fächern), aber auch sehr viel spannender als programmieren und ein paar schaltungen zusammenzubasteln.

vor der mathematik brauchst du keine angst haben, wenn man regelmäßig was tut und nicht den leichten weg geht (abschreiben), wie schon beschrieben, ist mathe immer zu schaffen.

von meiner erfahrung her, muß man für E-Technik schon ein gewisses physikalisches verständnis haben, das lernt man nicht so einfach, das besitzt man oder eben nicht. informatik ist da eher "erlernbar".

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Wenn ein studierter Informatiker nix mit programmieren zu tun hätte, gäbe es für mich in der Firma nix zu tun.

In meiner Abteilung sind sicher mehr als 70% Uni-Informatiker, die fast alle programmieren. Nur die zwei, drei Leute, die mit der Projektleitung betraut sind,programmieren naturgemäß etwas weniger (und die sind auch schon >5 Jahre bei der Firma).

In einem Informatik-Studium bekommst das Hintergrundwissen zu vielen Dingen vermittelt: Compiler, Parser, Algorithmen, Mathematik, Statistik, Verteilte Systeme, Datenbanken, ... das unbedingt notwendig ist um *neue* Dinge zu entwickeln, die auch einen technischen Fortschritt darstellen.

MfG, Miahel

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Danke für die sehr hilfreichen Antworten. Besonders gajUlis Post war ja super ausführlich und hat mir sehr geholfen. Zum einen hast du mir schon ein bisschen Angst vor dem ETechnik-Studium gemacht, wegen der ganze Themen usw. aber zum anderen auch etwas die Angst vor dem Studium allgemein genommen. Die Tipps scheinen auch gut zu sein.

Hast du deine Erfahrungen aus einem Uni-Studium?

Ich finde ETechnik schon interessant aber ich weiß nicht wie schnell ich von so viel Theorie gelangweilt bin. Mir ist klar, dass das Studium harte Arbeit wird und sicherlich nicht nur spaß machen wird aber da muss ich durch und ich denke ich kann das schaffen. Leider bin ich von der Realschule zu sehr verwöhnt worden, so dass ich für z.B. Mathe nie lernen musste und trotzdem immer auf 1 oder 2 kam. Das hat sich jetzt aber schon auf der FOS, geändert weil einfach nicht alles mehrere Male durchgekaut wird. Ich muss mich wohl daran gewöhnen für Schule/Studium richtig zu arbeiten.

Kann mir vielleicht auch jemand sagen wie es mit den Einsatzgebieten von studierten ETechniker(FH) aussieht?

Würde mich über weitere Posts sehr freuen. (natürlich auch zum ursprünglichen Post von mir)

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Einsatzgebiete: Neija, alles was irgendwie mit elektrischen Strom zu tun hat: Angefangen von der Mikroelektronik und Computertechnik, über die Nachrichtentechnik bis hin zur Starkstrom- und Hochspannungstechnik.

Das Feld der E-Techik ist breit gestreut. Da kann es schon manchmal auch auch Richtung Informatik (z.b. Computertechnik), Maschinenbau (z.b. E-Lokomotiven), Physik (z.b. Nachrichtentechnik, Mikroelektronik), usw. gehen.

Ein erfolgreich durchgezogenes E-Technik-Studium (egal ob FH oder sogar Uni) lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man 4,5 Jahre Zeit (Uni auch 1-2 Jahre länger) reinbuttert. Die Zeit muß man sich dafür nehmen.

Wie schon oft gesagt: Studiere das was dich interessiert und nicht das, von dem Du dir den besten Verdienst erhoffst.

MfG, Michael

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>Besonders gajUlis Post war ja super ausführlich und hat mir sehr geholfen. Zum einen hast du mir schon ein bisschen Angst vor dem ETechnik-Studium gemacht,

Na, Aengste sind dazu da, ueberwunden zu werden. ;)

Eine gehoerige Portion Respekt ist wohl angebracht, Angst musst Du vor E-Technik nicht haben, nicht mehr jedenfalls als vor Informatik.

>Die Tipps scheinen auch gut zu sein.

Hast du deine Erfahrungen aus einem Uni-Studium?

Grob gesagt ja, das Grundstudium habe ich an einer Uni-GH gemacht, das Hauuptstudium an einer TU/TH.

>Ich finde ETechnik schon interessant aber ich weiß nicht wie schnell ich von so viel Theorie gelangweilt bin.

Du kannst ja vielleicht auch an eine Berufsakademie gehen. Da ist sehr viel Praxis in einem Betrieb mit dabei, bei dem Du einen Teil des Studiums arbeitest.

Aber ohne Theorie hat es eben keinen Sinn, wenn man mehr von sich erwartet, wenn sich nicht zufrieden geben will mit der Verrichtung technischer Arbeiten nach Plaenen, die andere aufgestellt haben, weil sie die Sache besser beherrschen.

Weisst Du, warum ich nach der Lehre studieren gegangen bin? Aus Neugier! Ich wollte einfach nur wissen, wie "es" wirklich funktioniert.

>Kann mir vielleicht auch jemand sagen wie es mit den Einsatzgebieten von studierten ETechniker(FH) aussieht?

Entwicklung, Projektierung, Betriebsleitung, Produktionsvorbereitung, Qualitaetswesen, Vertrieb, Forschung/Lehre, Consulting, Arbeitssicherheit, Begutachtung, Patentwesen u. v. a. m.

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ich bin auch vor meinem E-Technik-Studium an der FH, allerdings in Nürnberg...

Was mich vor allem ein bisschen abschreckt ist der Mathe-Stoff, wie schon viele vor mir wahrscheinlich.

Dafür hab ich weniger Bammel vor den sonstigen Fächern, da ich von der Ausbildung und meiner Techniker-Weiterbildung profitieren werde...

Viel mehr Sorgen machen mir eher die finanziellen Dinge und so weiter... den Lebensstandard muss man eben runterschrauben, kein Auto usw...

Da ich unbedingt von zu Hause ausziehen will, werde ich es wohl nicht so leicht haben und ich werde neben dem Bafoeg noch jobben müssen.

Zumindest in den Semesterferien. Ich bin auch gespannt, wie es mit der Jobsuche wird ;-)

LG

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ich bin auch vor meinem E-Technik-Studium an der FH,

[...]

und ich werde neben dem Bafoeg noch jobben müssen.

Zumindest in den Semesterferien.

Gerade an der FH (bin auch an einer) schreibt man in den Semesterferien die Klausuren und hat kaum Zeit zu arbeiten. Die letzten WinterSem.-Ferien waren bei mir laut Plan 10 Wochen. Praktisch hatte ich davon aber nur eine Woche wirklich frei, nämlich Ostern. Den Rest verbringt man damit, jede Woche eine Klausur zu schreiben, Hausarbeiten zu machen, Programme zu entwickeln (bei den Inf.-Leuten) oder Laborberichte zu verfassen... oder sich auf mündl. Prüfungen vorbereiten.

Die Idee, in den Sem.-Ferien zu arbeiten, habe ich schon nach dem 1. Semester abgelegt. Mittlerweile bin ich im 4. Semester und arbeite nur noch während des Semesters. Wenn man seinen Plan gut legt, so hat man in der Woche mind. 2-3 freie Nachtmittage/Vormittage und das Wochenende sowieso. Dann arbeite ich im Semester und habe somit in den Ferien den Kopf frei zum Lernen (und das Geld ist auch ok, man kann es sich ja sparen).

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Gerade an der FH (bin auch an einer) schreibt man in den Semesterferien die Klausuren und hat kaum Zeit zu arbeiten. [...]

Die Beschreibung von sockä kann ich auch fuer Uni/TH voll bestaetigen. Das gilt anscheinend in allen Ingenieurfaechern. In den Semester"ferien" sind die Pruefungen. Nur der August war komplett frei. Viele haben aber an den Instituten als studentische Hilfskraefte ("Hiwi") gejobbt. Das laesst sich meist besser organisieren als ein Job in einem Betrieb.

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Das mit den Lebenstandard runterschrauben habe ich auch schon hinter mir.

Hatte ein Jahr voll gearbeitet und bin nun aus Nürnberg weggezogen um zu studieren. Dachte mir auch "naja arbeitest du halt nebenher und in den ferien". Leider ist damit bei mir eher weniger......

Stundenplan dieses Semester ist so gelegt, dass man eigentlich nie an einen Tag mal "locker" fehlen kann - Pflichtveranstaltungen, wichtige Fächer etc.

Semesterferien? wasn das ;) Wintersemester anfang hab ich innerhalb von 12 Tagen 6 Prüfungen geschrieben, dann zwar offiziel 4 Wochen frei, aber leider kamen nach den 4 Wochen nochmal 2 "große" Klausuren - wie Pyhsik ;)

Also arbeiten hätte bei mir da nicht hingehauen.

Bei uns sind die Prüfungen immer die ersten zwei Semesterferienwochen und in der letzten Woche.

Hab mir nun auch einen HiWi Job an der FH besorgt - leider werden die nicht wirklich berauschend bezahlt - aber man hat seinen Job an der FH (kann auch inzwischenstunden hin) und besser als nichts *G*

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Bei uns sind die Prüfungen immer die ersten zwei Semesterferienwochen und in der letzten Woche.

Ja, bei mir auch so ungefähr. Am Anfang zwei Wochen und am Ende zwei Wochen. Wobei die Klausuren am Ende meistens die Brocken sind wie Mathe oder Physik. Sprich, die Zeit die man dazwischen hat, kann man sich auch an die Backen schmieren, weil man für jeden Tag lernen dankbar ist.

Und HiWi-Jobs, ja, dass sind auch an meiner FH die begehrtesten Jobs. Man arbeitet quasi gleich neben dem Vorlesungsraum und kann so gut hin- und herspringen, z.B. in Leerblöcken. Diese Jobs sind aber sehr gefragt, von daher ist man mMn klar im Vorteil, wenn man an kleineren FHs oder Unis ist (oder wenns ne große Uni ist, dann ist wenigstens vielleicht der Fachbereich klein), denn dort ist "die Konkurrenz" geringer ;)

Naja, meine Erfahrungen haben gezeigt, dass man nur recht schnell durchs Grundstudium kommen sollte. Wenn man im Hauptstudium ist, kann man sich i.A. seinen Plan selber legen und ihn so machen, dass man mal einen Tag oder ein paar halbe Tag weg kann. So hat es bei mir auch geklappt. Werde zwar schlussendlich 1-2 Semester länger studieren, aber dafür ist meine Fianzierung gesichert. Man muss nur *irgendwie* die Grundstudiumszeit finanziert bekommen... ich habe dafür einen Bausparvertrag auf den Kopf gehauen... also wenn du noch irgendwo "Reserven" hast, dann würde ich die auch nehmen. Denn, wie gesagt, wenn man im Hauptstudium ist, wird einiges anders. Bei uns war z.B. das Vordiplom die große Auslese: man bekam es nur, wenn man alle Mathe-Scheine hatte, was bei den meisten das größte Problem ist. Dadurch, dass ich nicht so viel Zeit nebenher für Arbeit "verschwendet" ;) habe, war ich immer in den Vorlesungen und konnte auch zu Hause viel lernen und habe die Prüfungen auf Anhieb geschafft. Und nun ist alles "lockerer" und ich kann sehr gut neben dem Studium arbeiten.

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Danke für die Informationen, das mit den Prüfungen in der vorlesungsfreien Zeit hatte ich schon irgendwie geahnt, da ein Freund von mir, der an der Uni ist dies auch so hat.

Also dann werd ich wohl eher im Grundstudium mein Geld auf den Kopf hauen, ich muss wohl eh ziemlich viel ausgeben, damit ich einigermaßen Bafoeg bekomme. Man darf nämlich höchstens so um die 5000 Euronen besitzen. (Außerdem spielt noch das Einkommen der Eltern und das eigene Einkommen mit rein).

Mit wieviel Ausgaben pro Monat muss ich rechnen?

Wisst ihr schon was zu Studiengebühren in Bayern (Nürnberg - FH)?

danke für diesen tollen Thread...

ITSE

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Naja die Ausgaben sind wohl Stadt abhängig etc.

Ich bekomm zur Zeit Bafög + kleine Spende meiner Mom + HIWI Job

Alles in allem ca. 800 Euro.

Miete ist hier wo ich hingezogen bin absolut billig ;)

In Nürnberg wirst du wohl mit 250/300+ rechnen müssen für eine kleine Wohnung.

Ansonsten ca. 100-120 Euro Essen/Trinken (zahl auch für 1,5 Leute :))

Was du sonst noch so an festenkosten wie Handy, Internet etc haben wirst weisst du wohl besser *G*

Musste mir nun "leider" noch ein Auto anschaffen, da ich in den Kaff hier sonst nirgendshinkomm und so ;)

Eigentlich sollte man mit den Geld recht gut hinkommen, aber ich bin da noch etwas "Vollarbeitszeiten" verwöhnt :floet:

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www.bafoeg-rechner.de

der funktioniert überraschend gut, habe beim letzten Gebrauch ein 100%ig stimmiges Ergebnis bekommen, obwohl er nicht so überladen wie andere Bafoeg-Rechner ist.

Ich persönlich werde im Studium Ausgaben von ca. 450€ im Monat haben, zahle allerdings auch nicht viel Miete da ich mit meiner Freundin zusammenziehe. Im Studienberatungsheft des Arbeitsamtes habe ich etwas von 550 € gelesen, die einem durchschnittlichen Studenten pro Monat zur Verfügung stehen. Dieser Wert kann jedoch, je nachdem wo du studierst, stark schwanken. Solltest du aber nicht gerade in Hamburg oder München studieren, wirst du mit ca. 600 € wohl gut über die Runden kommen.

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Mit wieviel Ausgaben pro Monat muss ich rechnen?

Also ich lebe in Bremen, einer halbwegs günstigen Stadt (Mittelmaß würde ich sagen), und bekomme 250€ Bafög, 150€ von meinen Eltern und verdiene 400€ und komme damit gerade so über die Runden. Alles in allem brauche ich so 700€ im Durchschnitt pro Monat:

- 250€ Miete

- 100€ für Telefon, Internet, Handy, Strom, Fernsehen, Zeitung

- 200€ für Essen

- 50€ für Bücher

- 100€ "so zum Leben" (Kleidung, Weggehen etc.)

:)

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Wisst ihr schon was zu Studiengebühren in Bayern (Nürnberg - FH)
Naja, ist halt CSU-Land... CDU/CSU-Länder wollten ja nach Möglichkeit schon kommendes WI.Sem. einführen... und man muss wohl so mit 500€ pro Semester rechnen, denke ich. Zwar keine verlässliche Antwort, aber ich denke, darauf wird es herauslaufen (fürs Erststudium).
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ich meine im Focus gelesen zu haben, dass die aktuellen Pläne so aussehen, dass die Studiengebühren erst 2007 eingeführt werden, man will ja nichts überstürzen... Die Summe bewegt sich dabei zwischen 300 und 500 € pro Semester, langfristig werden diese jedoch wohl stark ansteigen.

Ich würde mich auch nicht darauf verlassen, dass SPD-Länder auf Studiengebühren verzichten, spätestens nach den Bundestagswahlen werden sie wohl auch dort eingeführt.

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ich meine im Focus gelesen zu haben, dass die aktuellen Pläne so aussehen, dass die Studiengebühren erst 2007 eingeführt werden,
Am Samstag stand in der SZ, dass Bayern als erstes Bundesland spätestens (!) zum SoSe 2006 einführen will. Andere CDU-Länder auch spätestens 2006.

dass SPD-Länder auf Studiengebühren verzichten, spätestens nach den Bundestagswahlen werden sie wohl auch dort eingeführt.
Naja, nach dem Gesetz sind Studiengebühren Ländersache. Da ist es wumpe, welche Partei die Regierung bildet...
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Am Samstag stand in der SZ, dass Bayern als erstes Bundesland spätestens (!) zum SoSe 2006 einführen will. Andere CDU-Länder auch spätestens 2006.

dann haben sich die Pläne wohl geändert, obwohl ich von Niedersachsen (auch CDU-Land) noch nichts derartiges gehört habe.

Naja, nach dem Gesetz sind Studiengebühren Ländersache. Da ist es wumpe, welche Partei die Regierung bildet...

Es ging nur darum, dass die SPD momentan damit wirbt keine Studiengebühren zu verlangen, siehe NRW. Langfristig wird sich dieses Versprechen aber nicht halten lassen, egal welche Partei nun welches Bundesland regiert.

Es wäre allerdings taktisch unklug, dass vor den Bundestagswahlen einzugestehen. Ich könnte mir allerdings auch vorstellen dass ihre Pläne schon nach den Landtagswahlen im nächsten Monat geändert werden.

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