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  1. Das wird mit Sicherheit auch in die Statistik mit einfließen. Es gibt ja auch Entsendungen ins Ausland, bei denen von Anfang an klar ist, dass das zeitlich begrenzt ist. Differenziert wird hier leider nicht. Insgesamt finde ich diese "Studie" ohnehin etwas dünn. Zumindest das was davon veröffentlicht wurde.
  2. Schade, gerade auf diese These, die ich auch sehr interessant finde, geht das Policy Brief nur im Fazit mit zwei Sätzen ein: Die Ergebnisse zeigen, dass Auslandsaufenthalte meist nur für einige Jahre erfolgen und zeitlich befristet sind. Diese Form internationaler Migration führt gesellschaftlich folglich auf längere Sicht nicht zu einem „brain drain“ – also dem Verlust des gesellschaftlich in Deutschland verfügbaren Humankapitals – sondern zu einer „brain circulation“ Da fehlt mir die Auseinandersetzung mit den Gründen für die "Rückwanderung". Warum ist das so? Wenn der Nettoverdienst und die gefühlte Lebensqualität laut Studie doch der Grund zum Auswandern sind, warum wandern die Leute dann zurück nach Deutschland? Eine Antwort auf diese Fragen hätte mich interessiert.
  3. Nur weil man 5 Tage mehr Urlaub hat heißt das doch nicht, dass der Job dadurch automatisch stressiger wird bzw. man die 5 Tage zum Ausgleich des stressigen Jobs braucht. Ich verstehe nicht ganz warum hier ein kausaler Zusammenhang gesehen wird. Ich kann eine 38 Stunde Woche haben und trotzdem 30 Urlaubstage. Und wenn ich die Wahl habe, bin ich da ganz bei @Albi: mir sind die 30 Urlaubstage sehr wichtig.
  4. In der Schweiz sind die Gehälter generell höher, das stimmt. Aber auch dort halte ich 110k Brutto / Jahr zum Einstieg für unrealistisch.
  5. Deswegen habe ich dir empfohlen dir den StepStone Gehaltsreport zu Gemüte zu führen. Darin tauchen auch Gehälter (sowohl Einstieg als auch Berufserfahren) für Naturwissenschaftler auf. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt für einen Biochemiker mit Promotion (nicht Master) liegt übrigens bei 61.000 € Brutto / Jahr. Das deine Freundin direkt nach dem Studium und ohne Promotion in einem umkämpften Feld wie Biochemie 110.000 € Brutto / Jahr bekommen soll, halte ich in der Tat für extrem unrealistisch. Ich möchte das ganze mal in einen vergleichenden Kontext setzen. Meine Freundin ist Ärztin im 5. Jahr, hat promoviert, steht kurz vor ihrem Facharzt und wird nächstes Jahr Funktionsoberärztin in einem regionalen Krankenhaus. Sie verdient etwas mehr als 100.000 € Brutto / Jahr. Und das nachdem Sie einen der selektivsten Studiengänge überhaupt erfolgreich und mit sehr guten Noten abgeschlossen hat und außerdem 5 (!) Jahre Berufserfahrung hat. Und du willst mir ernsthaft erzählen eine Freundin von dir verdiene mehr Geld und das gleich zum Einstieg? Völlig ohne relevante Berufserfahrung und ohne Promotion? Du scheinst nicht den Hauch einer Ahnung zu haben was in Deutschland für Gehälter gezahlt werden und was realistisch ist und was nicht. Du wirst auch noch merken, dass man in den meisten Berufen leider nicht nach Leistung bezahlt wird. Mach' dir um mich mal keine Sorgen, ich verdiene schon ganz gut. Ich bin 35.
  6. @Chev Chellios: Ich glaube es macht keinen Sinn hier noch einzelne deiner Aussagen heraus zu picken und darauf zu antworten. Du hast deine Meinung zu dem Thema und bist offenbar unbeirrbar darauf festgelegt, egal was wir hier dazu schreiben. Falls du an Fakten interessiert bist und einen Blick über den Rand deiner Suppe aus Vorurteilen wagen willst, kann ich dir nur den Gehaltsthread dieses Forums empfehlen oder einen Blick in den jährlich erscheinenden StepStone Gehaltsreport. Darin kannst du dann gerne mal die Gehälter und den jeweils erworbenen Bildungsabschluss in Relation zueinander setzen. Das sich ergebende Bild ist ziemlich eindeutig. Wenn du mir das nicht glauben möchtest, frag mal deinen Vater aus der Personalabteilung Ich wollte dich zwar eigentlich nicht mehr zitieren, aber das hier ist einfach zu gut. Ich denke mal du meinst "5000 € Brutto" und selbst das halte ich für Unsinn. Wem fehlt hier nun der Bezug zu Geld? Bleibt mir zum Abschluss eigentlich nur noch der Verweis auf https://www.seid-seit.de/.
  7. Ich hab' erst überlegt gar nicht darauf einzugehen, da das Posting von @Chev Chellios vor Halbwissen über Studenten und (offenbar) persönlicher Enttäuschung über den eigenen Werdegang nur so strotzt, aber da das hier ein öffentliches Forum ist möchte ich einige Sätze nicht unkommentiert stehen lassen. Der schulische Teil einer dualen Ausbildung ist kein Studium. Weder inhaltlich noch vom Anspruch her. Ist hier vielleicht ein duales Studium gemeint? Da bist du dir sicher? Ich glaube da würden dir viele Leute in diesem Forum, die zunächst eine Berufsausbildung gemacht und dann studiert haben widersprechen. Unter anderem ich. Mit meinem einfachen Bachelor haben sich Türen geöffnet, die mir vorher verschlossen waren. Die Position auf der ich heute arbeite hätte ich ohne Studium nicht erreichen können. Das ist keine Aussage über die Qualität einer Ausbildung und ich halte eine Ausbildung nach wie vor für eine solide Grundlage. Aber zu behaupten, dass man mit einer Ausbildung bessere berufliche Chancen hätte als mit einem Studium, und sei es auch "nur" der Bachelor, ist schlichtweg Unsinn. Ich hoffe das liest hier nicht noch Jemand und glaubt es dir. Es mag dich überraschen, aber auch Menschen die studiert haben kommen irgendwann "ans arbeiten". Studenten als Gruppe generell die Lust auf Arbeit abzusprechen ist schon eine sehr spezielle Art von Arroganz. Von welchem Markt schreibst du da bitte? Der Markt für Berufsanfänger mit Informatik-Studium sieht meiner Erfahrung nach jedenfalls ziemlich rosig aus. Nur an den Pranger? Warum nicht gleich an die Wand mit dem faulen Studentenpack? Liegen dem armen, hart arbeitenden Steuerzahler nur auf der Tasche mir ihrem BAFÖG. /s
  8. Es gibt eine "Projektzeiterfassung". Allerdings werden dort nur ganze Tage erfasst. Letztendlich dient die Erfassung der Tage mehr als KPI und nicht als Zeiterfassung. "Projekte" sind bei uns Prüfungen und haben eine festgelegte Länge in Manntagen. Am Ende der Prüfung wird evaluiert ob die Manntage ausgeschöpft oder sogar überschritten wurden. Daraus werden Lessons Learned für die nächsten Prüfungen in ähnlich gelagerten Themenfeldern abgeleitet. Prinzipiell ja. Man soll Überstunden aufschreiben und hat die Möglichkeit eine bestimmte Anzahl Gleittage pro Monat als Ausgleich zu nehmen. In der Praxis machen wir keine Überstunden. Ich arbeite für einen großen Konzern und Überstunden müssten vom Leiter der Abteilung angeordnet und durch den Betriebsrat genehmigt werden. Da das einen großen Aufwand darstellt, werden Überstunden nie angeordnet. Daraus folgt, dass ich keine Überstunden mache. Auch nicht "off the books" oder sowas. Ich arbeite stumpf meine 38 Stunden ab.
  9. Jain. Die Regelung greift, wenn man "Besserverdiener" ist. Festgemacht wird das an der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung, die jährlich angepasst wird. Derzeit liegt die Grenze bei 80.400 € (West) und 73.800 € (Ost). Die Angaben beziehen sich auf die Jahresbruttogehälter. Zum Thema: Ich habe bisher bei zwei Unternehmen mit Vertrauensarbeitszeit (VAZ) gearbeitet (bzw. arbeite beim zweiten noch) und bei beiden keine negativen Erfahrungen bzgl. der Arbeitszeit gemacht. Wenn ich an einem Tag mal 2 Stunden früher gehe und dafür am anderen Tag 2 Stunden länger bleibe, guckt mich keiner meiner Kollegen schief an. Die machen das nämlich genau so. Es wird aber auch nicht kontrolliert ob ich tatsächlich meine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit ableiste. Mir wird vertraut. Das ist der Kern von VAZ. Ich hätte grundsätzlich auch kein Problem damit zu stempeln, aber da ich derzeit keine Probleme mit dem Modell VAZ habe, wäre Stempeln für mich nur ein unnötiger Mehraufwand. Die Erfahrungen variieren hier stark, wie der Thread zeigt, ich wollte nur mal beisteuern, dass es auch positive Beispiele geben kann.
  10. Genau das ist der Knackpunkt. Bei uns z.B. werden Firmenwagen gerne als gehaltliches Goodie oben drauf gelegt. Das setzt aber voraus, dass das Unternehmen einen unbedingt anstellen möchte. Das würde ich bei einem frisch gebackenen Junior eher in Frage stellen.
  11. Bei einer Stelle als Junior Entwickler würde ich ehrlich gesagt mit schiefen Blicken rechnen.
  12. Das zieht sich doch durch den gesamten Thread. Hier werden halt Äpfel mit Steaks verglichen. Ist ja auch logisch, da hier Jeder nur aus seiner eigenen Sicht anekdotisch beschreiben kann wie er / sie es erlebt hat bzw. zur Zeit erlebt. Auch Diejenigen die hier von 20-25 Jahren IT Erfahrung sprechen haben die Weisheit nicht für sich gepachtet und berichten nur aus ihrer eigenen kleinen Bubble. Daher bleibt das Gespräch auch auf Stammtischniveau und kann die eigentliche Frage, ob es sich nun um einen Arbeitnehmermarkt handelt oder nicht, gar nicht beantworten. Zumal die Bedeutung des Wortes Arbeitnehmermarkt sogar von einigen Threadteilnehmern noch unterschiedlich gedeutet wird.
  13. Homeoffice: Ist begrenzt auf 3 Tage / Monat. Muss durch den direkten Vorgesetzten genehmigt werden. Grundsätzlich gibt es keine Vorgaben an welchen Tagen man HO beantragt. Man muss per Telefon / E-Mail erreichbar sein. Ich nutze es eher selten, eigentlich nur bei Arztterminen oder wenn Handwerker kommen, da ich keine 2 Km vom Standort meines Arbeitgebers entfernt wohne. Arbeitszeit: Vertrauensarbeitszeit mit den üblichen 7 - 8 Stunden (38 Stunden Woche). Es wird erwartet, dass man zu den "üblichen" Zeiten erreichbar ist. Produktivität: Je nach Aufgabe bin ich im Home Office produktiver. Berichte und Dokumentationen lassen sich im Home Office schneller / leichter schreiben, da man nicht durch Kollegen abgelenkt wird. Equipment: Laptop Diensthandy Arbeitszimmer mit Tastatur, Maus und Monitor zuhause. Kommunikation: Skype for business / Lync E-Mail Diensthandy

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