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TooMuchCoffeeMan

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  1. Das war ein Vollzeit Studium. Ich habe während der Ausbildung Geld zurücklegen können, da ich bei meinem Vater gewohnt habe. Damit habe ich dann die Studiengebühren von damals 500€ pro Semester (+Studienbeitrag von ~200€) bezahlt. Studiert habe ich an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und bin täglich 2 Stunden (einfache Strecke) dorthin gependelt. Die HBRS hatte zu der Zeit einen sehr modernen, gerade neu gebauten Campus und einen guten Ruf im Bereich Informatik. Studiert habe ich Computer Science (Angewandte Informatik). In den späteren Semestern konnte man sich zwischen verschiedenen Wahlfächern entscheiden. Dort habe ich dann ausschließlich die IT Sicherheitsvorlesungen belegt. Durch die Nähe zu Bonn hatten wir 3 promovierte Gastdozenten vom BSI, die diese Kurse gehalten haben. Dabei ging es von Penetration Testing, über Verschlüsselungstechniken mit elliptischen Kurven zu Infrastruktursicherheit + mobiler Sicherheit (Wlan, Bluetooth) bis zu Common Criteria und ISO 27001. Kenntnisse aus der Ausbildung konnte ich vor allem im Bereich Netzwerktechnik und Betriebssysteme gebrauchen. Die Basics hatte ich in der Berufsschule alle schon mal gehört und konnte mich daher besser auf den neuen Stoff konzentrieren. Die Basics aus der Beurfsschule hatten wir allerdings innerhalb von 2 -3 Vorlesungen abgehandelt, danach kam nur noch neuer Stoff. In den ersten 3 Semestern haben wir sehr viel Mathematik gehabt (Algebra, Theoretische Informatik 1+2, Statistik, Graphentheorie etc.). Graphentheorie ist mir leicht gefallen, da es hauptsächlich abstraktes und logisches Denkvermögen erfordert. Außerdem fand ich die Themen sehr interessant. Die größten Probleme hatte ich anfangs mit Algebra und Theoretischer Informatik. Das war mit nichts aus dem Abitur oder der Ausbildung vergleichbar. Nachdem mich die Berufsschule größtenteils unterfordert hat und ich dort deshalb nie lernen musste, hat mich das erste Semester Informatik auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Da wurde gnadenlos ausgesiebt. Die Durchfallquote von Algebra lag zeitweise bei über 60%. Das war vom Dekan so gewollt und wurde durch regelmäßige Testklausuren (1x pro Woche) ermöglicht. Dadurch wurde das Niveau des Jahrgangs ermittelt und die Klausur am Ende entsprechend angepasst, so dass mindestens 50% durchfallen. Man wollte das Niveau des Abschlusses hoch halten. Man muss schon eine gewisse Affinität zu abstrakten Problemstellungen haben und logisch Denken können. Man kann viel mit sturem Lernen schaffen, aber gerade die beweislastigen Klausuren in Algebra setzen voraus, dass man den Stoff nicht nur auswendig gelernt sondern wirklich verstanden hat. Von den gut 300 Leuten die mit mir angefangen haben, haben Viele in den ersten 3 Semestern das Handtuch geworfen. Einige Genies haben den Studiengang in Regelzeit geschafft. Die meisten haben 2 Semester länger gebraucht. Freizeitmäßig kommt es darauf an wie schnell man den Stoff versteht und wie schnell man die gestellten Aufgaben löst. Für die Matheklausuren habe ich mit Sicherheit mehr Zeit aufgewandt als für die anderen Klausuren. Da ich nie der Musterstudent war, habe ich nie mehr als ein paar Stunden am Stück gelernt. Danach war ich in der Regel nicht mehr aufnahmefähig. Keine Ahnung wie Leute 8 Stunden durchlernen. Das hab' ich nie getan.
  2. Ok, verstehe. Das ist natürlich der kleinste gemeinsame Nenner In dem Beispiel gehe ich mal davon aus, dass es außer dem Berechtigungskonzept (s.u.) nichts gibt. Das Wissen in seinem Kopf kann er natürlich nicht vollständig dokumentieren, aber ich denke du meinst Wissen in Bezug auf die IT Infrastruktur eures Unternehmens. Dann würde ich (auf der grünen Wiese) erwarten, dass er u.a. erstellt / hat: - Eine Assetliste mit Desktops, Laptops, Druckern und anderen Enduser Geräten in Excel anfertigt. Inklusive Besitzern und Seriennummern. - Eine Assetliste mit Servern in Excel. Inklusive Applikationen die darauf laufen und deren entsprechende Application Owner. - Eine Übersicht über euer Netzwerk. VLANs, Router, Switches, vielleicht eine kleine Zeichnung zum Thema DMZ und was sich darin befindet. Dazu eine Übersicht in Excel welche IP Adresskreise genutzt werden und von welchen Geräten (Server, Desktops, Drucker, Kameras etc.) - Eine Übersicht der genutzten Applikationen sowohl auf Desktop Ebene. Gibt es vielleicht ein System zum Rollout? - Übersicht der gekauften und genutzten Lizenzen in Excel. - Übersicht speziell angelegter administrativer Accounts oder Service Accounts. - Übersicht speziell erstellter Software und Schnittstellen (Stichwort Frickelbude). - Übersicht aller bereits erstellter Dokumentationen, Arbeitsanweisungen, Richtlinien usw. und deren ungefährer Inhalt Zusammengefasst in einem knackigen Satz. - Übersicht genutzter externer Dienstleister und deren Kontakte, Ansprechpartner. - Übersicht geschlossener und laufender Verträge. - Übersicht über geltende SLA. - ... Ich denke ich habe mich nicht gut genug ausgedrückt. Was ich meine ist, dass es dokumentierte Vorgaben geben muss, die dann technisch umgesetzt werden. Zum Beispiel die grundsätzliche Vorgabe welche Berechtigungsgruppen es geben soll und worauf diese Zugriff haben etc. Das kann man über das Berechtigungskonzept abbilden. Die Vorgaben für die GPO würde ich dann wohl eher in einer Richtlinie zum Umgang mit Hard- und Software oder einer Security Policy erwarten. Wie auch immer man es schneiden will, die technische Umsetzung muss den schriftlichen Vorgaben entsprechen.
  3. Das kommt darauf an was mit der Dokumentation bezweckt werden soll. Geht es um das Anlernen neuer Mitarbeiter? Dann ist wahrscheinlich eine Wissensdatenbank, vielleicht in Form von Confluence oder einem Wiki die beste Möglichkeit. Wie tiefgehend die Dokumentation sein muss, hängt davon ab was den neuen Mitarbeitern beigebracht werden soll. Zumindest aber würde ich eine Dokumentation gängiger Prozesse erwarten. Wenn es Vorgaben bzgl. der Konfiguration gibt, sollten diese ebenfalls entsprechend dokumentiert sein. Wie man z.B. einen Benutzer in einer Windows Domäne anlegt, einen Port in der Firewall öffnet oder wie man mit einer IDE umgeht würde ich nicht dokumentieren. Derartiges Wissen setze ich entweder als gegeben voraus oder es muss über Schulungen vermittelt werden. Müssen Auflagen einer Zertifizierung (z.B. ISO 27001) erfüllt werden? Wenn ja, folgt man dem Buchstaben der entsprechenden Vorlage und erstellt mindestens die Dokumente die gefordert sind. Bei der Tiefe der Dokumente würde ich mich an der Unternehmensgröße und dem vorhandenen Risiko orientieren. Soll Wissen für alltägliche Problemlösungen dokumentiert werden um die Effizienz zu erhöhen? Auch hier bietet sich eine Wissensdatenbank, am besten in Verbindung mit einem Ticketmanagementsystem (Jira etc.) an. Soll die Infrastruktur dargestellt werden? Hier eignet sich vermutlich am Besten ein Asset Management System, das up-to-date gehalten wird. Vielleicht in Kombination mit einem VM System wie Nexpose, das die IP Adressen und sonstige Daten der Assets über automatisierte Scans aktualisiert. Über Drilldowns könnte man die Informationen dann so detailliert darstellen wie benötigt. Das Minimum ist hier für mich ehrlich gesagt ein Berechtigungskonzept. Die GPO ist am Ende nur die technische Umsetzung und muss meines Erachtens nach nicht dokumentiert sondern nur gesichert werden. Was über die GPO umgesetzt wird, sollte allerdings in einem möglichst ausführlichen Berechtigungskonzept aufgeführt werden. Da würden sich dann z.B. auch Service Accounts drin wieder finden. Zudem sollte der Funktionstrennung Rechnung getragen werden. Im Rahmen von ISO 27001 Audits waren die besten Lösungen die ich bisher gesehen habe diejenigen, bei denen Dokumentationen in einem DMS zentral gemanaged wurden. Dokumentationen sollten lebende Dokumente sein und Änderungen müssen über eine Historie (Wer, Wann, Was, Warum) nachvollziehbar sein. Denkbar ist hier auch ein Pyramidensystem bei dem verschiedene Detailierungsgrade absteigend sortiert sind. Standard Operating Procedures (SOPs) sollten hier die Arbeitsgrundlage für die Mitarbeiter bilden, während Leitlinien die Spitze der Pyramide darstellen. Bei Softwareentwicklung habe ich im Rahmen eines PS880 Audits gute Lösungen durch Kombinationen von Jira und Confluence gesehen. Jira für die Dokumentation von User Stories und das Abbilden der Features. Das Ganze dann verknüpft mit einer Confluence Wissensdatenbank die das Feature vertiefend beschreibt und eine Historisierung ermöglicht. Gleichzeitig kann ich über die Tickets nachweisen wann welche Features in welchem Umfang in meine Software übergegangen sind. Außerdem kann ich Tests und Abnahmen dokumentieren und nachweisen. Beim Thema Dokumentation könnte ich wahrscheinlich noch viele weitere Beispiele aus meinem Arbeitsalltag bringen, da das Prüfen von Dokumentationen zu meinen Tätigkeiten gehört. Es ist jedoch dabei immer wichtig sich die Frage nach den Vorgaben bzw. dem Zweck zu stellen. Und damit komme ich wieder auf meine anfängliche Aussage zurück: Es kommt drauf an.
  4. Wir diskutieren doch hier offensichtlich am Stammtisch. Wozu brauche ich da Quellen?
  5. Das fängt schon bei deiner Quelle an. Bitkom? Ernsthaft? Ein Bundesverband der Arbeitgeberinteressen vertritt und uns seit Jahren das Märchen vom Fachkräftemangel verkaufen will. Und du stößt genau in das gleiche Horn. Das nenne ich Polemik.
  6. Oh boy. Ich gehe trotzdem mal kurz drauf ein. Weiß ich nicht. Und du weißt es auch nicht. Das ist ja mein Punkt. Du hast mit einer polemischen Aussage eröffnet und ich habe mich bildlich gesprochen zu dir an den Stammtisch gesetzt und mich polemisch an der Diskussion beteiligt. Damit wollte ich dir eigentlich nur aufzeigen, dass es müssig ist darüber anekdotisch zu diskutieren. Nichts. Wie kommst du darauf? Das Gehaltsniveau in osteuropäischen Ländern ist niedriger als in Deutschland. Das ist keine Aussage über die Qualität der Arbeit osteuropäischer Entwickler, wie du es mir hier offenbar unterstellen willst. Polemik - "Scharfer, oft persönlicher Angriff ohne sachliche Argumente [im Rahmen einer Auseinandersetzung] im Bereich der Literatur, Kunst, Religion, Philosophie, Politik o. Ä."
  7. Also wenn du das so polemisch formulierst, werfe ich dem jetzt einfach genau so polemisch entgegen, dass die Stellen deshalb unbesetzt bleiben, weil man zu wenig bietet (Gehalt, sonstige Benefits, Home Office) und zu hohe Ansprüche stellt. Also sucht man sich vermeintlich günstigere Arbeitskräfte aus dem Ausland, die den hiesigen Markt und dessen Gehaltsgefüge nicht so gut kennen. Das sind dann allerdings nicht die Kollegen aus dem Silicon Valley, sondern eher Kollegen aus dem Osten Europas oder aus Indien.
  8. Nur damit du mal eine kleine Vorstellung davon bekommst welche Form von Mathematik dich im Studium erwartet: Algebraische Grundlagen der Informatik - Kurt Ulrich Witt Amazon bietet dir die Möglichkeit die ersten Seiten zu lesen. Schau' dir mal nur die Einführung an. Dann weißt du in etwa was dich erwartet. Und das Buch deckt nur den Stoff aus dem ersten Semester ab. In den ersten 3 Semestern wirst du in der Regel (von Statistik abgesehen) gar keine Zahlen sehen. Da geht es um das Beweisen mathematischer Theoreme oder das Erstellen theoretischer Konstrukte (Turing Maschine). Weder Prozentrechnung, noch Bruchrechnung werden dir da helfen. Das Wissen was eine rationale Zahl ist, was eine Summenfunktion ist oder wie Matrizenberechnungen funktionieren musst du bereits mitbringen. Du wirst im Studium schlicht keine Zeit haben dir diese Grundlagen noch anzueignen.
  9. Ob Vertrauensarbeitszeit für den Arbeitnehmer funktioniert hängt für mich von zwei Faktoren ab: 1.) Schafft der Arbeitgeber die nötigen Rahmenbedingungen? "Vertraut" er seinen Mitarbeitern die anfallende Arbeit in der vereinbarten Zeit zu schaffen? 2.) Um welche Art von Tätigkeit handelt es sich? Aus meiner Sicht funktioniert Vertrauensarbeitszeit am besten in Projekten. Gerade im Sysadmin Bereich kann ich es mir eher nicht vorstellen bzw. nur zu Lasten des Arbeitnehmers. Ich hatte Vertrauensarbeitszeit bisher bei 2 Unternehmen. Das erste war ein Consulting Unternehmen, bei dem man projektbasiert gearbeitet hat. Überstunden durften aufgeschrieben werden (Zeitkonto), es wurde nicht gestempelt. Man hat seine Stunden im SAP erfasst, zur Weiterberechnung an den Kunden. Im zweiten Unternehmen arbeite ich noch. Auch hier arbeiten wir projektbasiert. Überstunden müssen umständlich angeordnet und genehmigt werden. Ergo gibt es keine Überstunden. Wenn ich an einem Tag länger arbeite, z.B. aufgrund von Reisezeit, arbeite ich am nächsten Tag entsprechend weniger. Wie ich mir meine Zeit einteile kontrolliert Niemand. Hauptsache ich schaffe meine Arbeit.
  10. Wenn es dir um den Verdienst geht, ist das Studium keine schlechte Wahl. Wie bereits geschrieben, achten deutsche Unternehmen sehr stark auf den Abschluss, vor allem bei der Einstufung des Gehalts. Dass du dir Grundlagen im Selbststudium erarbeitet hast, lässt sich bei der Bewerbung nicht belegen. Da wiegt ein abgeschlossenes Studium schwerer.
  11. Die Frage lässt sich so pauschal ehrlich gesagt nicht beantworten. Es kommt darauf an, welches Ziel du mit dem Studium verfolgst. Geht es dir um das Erwerben von Wissen? Dann bist du mit Eigenstudium vermutlich besser bedient. Geht es dir um den Abschluss? Viele Betriebe in Deutschland achten leider noch immer sehr stark auf den höchsten Bildungsabschluss und weniger darauf was man kann. Vor allem bei Festlegung des Gehalts. Je mehr Berufserfahrung man hat, desto unwichtiger wird der Abschluss allerdings. Da du schon 2 Jahre arbeitest, ist fraglich ob der Punkt für dich von Bedeutung ist. Geht es dir darum Methodiken zur Bewältigung von Problemen zu lernen? Dann bist du mit einem Studium gut bedient. Was das Studium für Arbeitgeber so interessant macht ist nicht nur das erworbene Wissen, welches nach einigen Jahren ohnehin überholt ist, sondern dass man mit Bestehen des Studiums nachweist, dass man in der Lage ist Probleme strukturiert anzugehen und zu Lösen. Dass man abstrakt Denken kann und in der Lage ist seinen Horizont zu erweitern. Dass man sich in kurzer Zeit neue Themen erarbeiten kann und diese genügend durchdringt um eine Prüfung zu bestehen. Das spielt im Grunde wieder in das rein was ich oben geschrieben habe. Nachweis für den Arbeitgeber. Für mich persönlich hat sich das Studium finanziell sehr gelohnt. Ich habe vorher eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration gemacht und danach ein Studium der Informatik mit Schwerpunkt IT Sicherheit. Mein Gehalt hat sich in den letzten 6 Jahren verdoppelt. Ob das für dich auch gilt hängt davon ab wie viel du derzeit verdienst und wie die zukünftigen Verdienstaussichten in deinem Bereich mit deiner Qualifikation sind. Ein Studium ist nicht der einzige Weg zu einem guten Verdienst, vor allem wenn du schon im Berufsleben stehst.
  12. Mein bester Freund hat Medieninformatik auf Master studiert und ist dann in der Software Entwicklung mit Schwerpunkt IT Sicherheit eingestiegen. Der Verdienst ist gut, da Experten in diesem Bereich gefragt sind. Inzwischen programmiert er auch nicht mehr selbst, sondern ist Product Owner und hat stattdessen viele Akquisetätigkeiten übernommen. Du musst dich schon während dem Studium entscheiden was genau du am Ende machen willst. Mit Ü30 kannst du damit nicht warten, bis du mit dem Studium fertig bist. Oben genannter Freund hat bereits während dem Studium relevante Praktika gemacht und seine Abschlussarbeit auf den Bereich ausgerichtet in dem er arbeiten wollte. Das wird für dich schwieriger, da du Vollzeit arbeitest und zwei Kinder hast. Mit "bisschen code modizieren", "was mit grafik" und "homepage pflegen" kommt man allerdings auch nicht auf 60.000€ im Jahr, das kann ich dir jetzt schon sagen. Da muss etwas mehr kommen.
  13. Ich gebe dir in sofern recht, als dass persönliche Angriffe fehl am Platz sind. Die Korrelation zwischen Menschen die bereit sind für wenig Geld zu arbeiten und der Auswirkung die das auf andere Menschen im gleichen Berufsfeld hat, ist meiner meiner Meinung nach allerdings nicht von der Hand zu weisen. Dass man für Lohn XYZ nicht arbeiten möchte hat für die Meisten wahrscheinlich auch nichts mit der eigenen Würde zu tun. Wenn ich eine 3 jährige Ausbildung und evtl. anschließende Weiterqualifikationen wie Studium, Zertifizierung, Weiterbildung etc. mache, dann erwarte ich mir davon einen gewissen Gegenwert. Sonst kann ich mir die Zeit, die ich in meine Ausbildung investiere auch sparen und direkt als Ungelernter einen Job annehmen.
  14. Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Arbeit nicht mit der nötigen Sorgfalt erstellt wurde: Abstände, Zeichensetzung, Rechtschreibung, Tippfehler. Das stimmt den Leser vermutlich schon mal etwas negativ. Inhaltlich ist mir aufgefallen, dass häufig ein Herr aus der Supportabteilung bei wichtigen Arbeitsschritten als Helfer gelistet wird. Für mich ist hier nicht erkennbar, ob nicht Herr XY aus der Supportabteilung diesen Arbeitsschritt komplett durchgeführt hat und du hier nur die Ergebnisse auflistest. Beispiele: "Zu den APIs hat mir Herr XY erläutert, wie die Aufrufe aussehen müssen, sodass der Autor diese nur noch im Botpress realisieren musste." "Zusammen mit Herrn XY aus dem Support wurde ein Testplan erstellt" "Während dieser Phase wurden vom Autor in Zusammenarbeit mit Herrn XY aus der Supportabteilung Testszenarien erstellt und durchgeführt" "Das Lastenheft wurde ganz zu Beginn des Projekts von dem Autor zusammen mit dem Ansprechpartner Herrn XY des Supports erstellt" Für mich ist da nicht erkennbar was genau du jetzt geleistet hast. Wichtige Teile der Arbeit sind im Anhang teilweise mit (ist vorhanden) gekennzeichnet. Ich weiß nicht ob das der Anonymisierung geschuldet ist oder ob hier was fehlt. EDIT: Die eidesstattliche Erklärung fehlt auch. Oder ist das heutzutage nicht mehr Teil der Arbeit sondern wird getrennt abgegeben? EDIT 2: Die Arbeit ist immer noch nicht korrekt anonymisiert. Ich konnte durch kopieren des Textes Namen im Klartext sehen.
  15. Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob die Aussagen bezüglich Gehalt, Urlaubstage, Überstunden etc. überhaupt von einer homogenen Gruppe kommen und man das so verallgemeinern kann. Man sollte immer differenzieren. Man kennt im Zweifel den Werdegang, die Qualifikation und den Wohnort der Leute nicht, die hier posten. Und man merkt sich auch nicht immer wer gerade genau was geschrieben hat. Dadurch ergibt sich ein etwas verzerrtes Bild, glaube ich. Ich bin z.B. Jemand der in manchen Threads geschrieben hat, dass mir 30 Urlaubstage wichtig sind, dass ich mit entsprechenden Gehaltsvorstellungen in ein Gespräch gehe und die auch vertrete und dass ich unter einem gewissen Gehalt nicht wechseln würde. Ich bin allerdings kein Entwickler. Ich komme ursprünglich aus dem Bereich IT Security und wohne in einem Ballungszentrum. Bei meinem letzten Wechsel 2018 habe ich mir meine neue Stelle unter mehreren Angeboten aussuchen können, da Wissen in meinem speziellen Bereich sehr gefragt war (ist). Darunter waren auch Angebote, die ich aufgrund nicht passender Konditionen (Gehalt zu niedrig, zu wenig Urlaubstage, zu viel Reisezeit etc.) abgelehnt habe. Die Nachfrage nach IT Security Leuten ist, zumindest aus meiner Bubble heraus betrachtet, nach wie vor hoch. Daher würde ich auch jederzeit wieder mit hohen Forderungen in ein Vorstellungsgespräch gehen. Was ich damit sagen will: Nicht jeder der hier schreibt "Für das Gehalt würde ich nie arbeiten" ist in der gleichen Situation wie du, hat die gleiche Qualifikation oder wohnt im gleichen Gebiet. Die Voraussetzungen sind hier teilweise nur schwer vergleichbar und ich würde alles was du im Internet liest sowieso mit einer Prise Salz nehmen

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