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Anforderungen bei Stellenbeschreibungen


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Hallo,

inzwischen geht der Trend unverkennbar in die Richtung, dass bei sämtlichen Stellenanzeigen, egal ob Systemadministrator oder Softwareentwickler, als minimale Einstiegsvoraussetzung ein abgeschlossenes (Fach-)Hochschulstudium vorausgesetzt wird. Ich finde diesen Trend sehr bedenklich. Ohne jetzt Komplexe zu bekommen, aber als Fachinformatiker fühle ich mich so langsam wie ein Teil einer schwer vermittelbaren Randgruppe. Generell habe ich verstärkt den Eindruck, dass Arbeitsstellen im Hochtechnologiebereich in naher Zukunft nur noch mit Akademikern besetzt werden. Für "Facharbeiter" wird die Luft wohl ziemlich dünn werden. In diesem persilscheindenkenden Land Deutschland zählt eben vor allem die formale Qualifikation. Ambitionierte und nicht minder qualifizierte Facharbeiter, zu denen eben auch Fachinformatiker zählen, haben jetzt schon schlechte Karten , wie soll das erst in ein paar Jahren werden?!

Wie stellt sich die prekäre Arbeitsmarktsituation bei euch dar? Wie sind die Chancen als Fachinformatiker einen passablen Job zu bekommen? Letztere Frage wird für mich ausschlaggabend sein, da mein befristeter Vertrag in wenigen Monaten abläuft und ich mich deshalb bald auf Stellensuche begeben muss. Aber wie gesagt, bei den Anforderungen sehe ich wirklich schwarz!

Naja, ich musste dieses Thema zur Frustbewältigung einfach mal ansprechen. ;-)

Gruß

pippin

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das ist doch überall so...

klar wollen die firmen meistens studierte leute einsetzen.

man denkt hatl schnel, dass studierte wirklich die besseren arbeiter sind.

meistens steht ja aber auch studium bzw. vergleichbare ausbildung...

meiner meinung nach ist eine ausbildung + weiterbildung(en) + berufserfahrung eigentlich genau so gut und wird auch so bewertet.

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Hi,

hab mich jetzt mal neu angemeldet, das konnte ich nicht unkommentiert lassen ... .

Tja, das hast Du schon richtig erkannt. Diesen Trend gibt es, und es ist im Prinzip auch richtig und gut so. Denn: das ist ein Signal an uns alle, dass wir uns höher qualifizieren müssen und auch sollten. Wenn Du das machst, hast du damit auch überhaupt kein Problem.

Deutschland lebt eben von hochqualifizierten Leuten, und das geht eben nur über ein Hochschul- oder auch Fachhochschulstudium.

Machen wir uns nichts vor: wir alle wissen ganz genau, dass ein Studium und eine 3-jährige berufliche Ausbildung vom Anforderungs- und Anspruchsniveau her gesehen auf völlig unterschiedlichen Niveaustufen liegen.

Ich würde - wenn ich Personalverantwortlicher wäre, was ich nicht bin! - auch niemanden einstellen, der nicht studiert hat (ja, auch dann, wenn der dann natürlich ein paar Mark mehr kostet !)

Das ist nicht negativ gemeint gegenüber Fachinformatikern, aber Studierte haben eben generell eine sehr viel bessere Ausbildung genossen als das in einem Betrieb überhaupt möglich ist.

Und ich kenn das ja ganz gut ... hab vor einigen Jahren auch ne Ausbildung zum FI (AE) gemacht. 3 Jahre lang - IHK-Prüfung bestanden - Note 2 - nicht übernommen worden - ca. 3 Monate (!) arbeitslos, Bewerbungen um Bewerbungen geschickt - danach Stelle bekommen, als FI Sytemintegrator (obwohl ich Anwend. entwicklung gelernt hatte) - 1 1/2 Jahre lang - nur schlecht verdient, viel zu wenig - danach Aufhebungsvertrag - nochmal zur Schule, Abi gemacht - und jetzt studiere ich an einer Verwaltungs-FH.

Ist wesentlich besser als früher, bin jetzt also Beamter und hab damit meinen Job sicher.

Was ich dir damit sagen möchte: es liegt an jedem einzelnen, was er aus sich macht, und insofern ist die Entwicklung, die Du da - völlig richtig - beschreibst, gar nicht schlecht. :)

Denk mal darüber nach :)

Grüße fach_i_81

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Ja, und wichtig ist vor allem eines: man muss irgendwann einmal - und vor allem rechtzeitig ! - den "Absprung" schaffen, also erkennen, dass es langfristig gesehen nicht so weitergehen kann. Dass ich den Job hingeschmissen habe, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, denn alles, was danach gekommen ist, wurde dadurch erst möglich gemacht.

Sonst wäre ich jetzt immer noch in dem Büro, würde mich über das mickrige Gehalt ärgern und vor allem darüber, dass monatlich auch noch Abzüge für Renten-, Kranken- und andere Sozialversicherungen (graus) weggehen.

Also Leute, macht was aus Euren Leben! Es ist eure Entscheidung, was dabei herauskommt !

Gruß, fach_i_81

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Hallo nochmal,

angesichts der aussichtslosen Arbeitsmarktsituation werde ich meinen Job auch ziemlich sicher an den Nagel hängen, Abi nachmachen und dann schnellstmöglich einen Bachelorabschluss an der FH nachmachen. Das blöde ist nur, dass ich schon während meiner Ausbildung zu Hause ausgezogen bin und finanziell auf mich allein gestellt bin. Das Beenden meiner beruflichen Aktivität wird für mich finanzielle Engpässe bedeuten, aber da muss ich wohl durch.

@fach_i_81:

darf ich fragen wie alt du zum Studiumbeginn warst??

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Natürlich darfst Du das fragen, klar. Ich war (zu Beginn des ersten Studiums, BWL, was ich nicht fortführen werde, aus obengenanntem Grund) 25 Jahre alt, am Ende des Studiums wäre ich dann also 28, was (einer Information der FH folgend) noch absolut dem Durchschnitt entspricht. (Zumindest bei uns, ich kann nicht für andere sprechen.) Das ist also wirklich kein Problem.

Wenn Du vorher schonmal etwas gearbeitet hast, ist es ja logisch, dass Du am Ende des Studiums schon etwas älter bist, klar. Es ist aber natürlich von Vorteil, denn dann fängst Du erst später an zu arbeiten (der Trend geht ja sowieso in die Richtung, die Lebensarbeitszeit immer weiter zu verlängern, schon bis 67, und ausgleichen kannst Du das nur dadurch, indem Du entsprechend später anfängst.)

Nun ja, mich betrifft das jetzt nicht mehr. Nach der 3jährigen Probezeit kommt das "auf Lebenszeit" normalerweise automatisch, außer, Du fällst durch ein, naja, sehr "grobes" ;) Fehlverhalten auf ... .

Gruß, fach_i_81

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Hi,

kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich schaue mir regelmäßig Stellenanzeigen an, und stelle sogar einen umgekehrten Trend fest: Voraussetzung: Studium bzw. Ausbildung und in der Praxis erworbene Kenntnisse.

hab mich jetzt mal neu angemeldet, das konnte ich nicht unkommentiert lassen ...

Dann willkommen und danke für Pauschalaussagen, die es in genau der Form schon tausende Male gegeben hat und die Grund für eine Flamerei sein werden, die kein Mensch braucht.

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Guten Morgen carstenj,

also, erstmal weiß ich nicht, was dieser Kommentar bezwecken soll ("Flamerei", "Pauschalaussagen", "die kein Mensch braucht").

Es nützt doch niemandem, wenn man unumkehrbare Tatsachen einfach abstreitet. Ich selbst bestreite es auch gar nicht, dass es immer wieder mal Ausnahmefälle gibt, in denen eine 3jährige Ausbildung - vielleicht - "mehr wert" oder "besser" oder "nützlicher" als ein Studium ist, aber es geht mir hier um die übliche, allgemeine Situation, nicht um die Ausnahme.

Ob dieser Trend jetzt "bedenklich" ist oder nicht - darüber können die Meinungen auseinandergehen, aber Angriffe gegen andere helfen nicht weiter.

Stichwort "Flamerei": darunter verstehe ich - korrigiere mich bitte, falls ich falsch liegen sollte - Beleidigungen, die auf andere Teilnehmer abzielen. Das war in meinem Beitrag nun absolut nicht der Fall, ich habe niemanden beleidigt.

Im Gegenteil, ich gratuliere pippin zu seiner Entscheidung, er hat sich für das richtige entschieden. So kommen wir weiter, und nicht mit Gejammer.

Das auch Berufserfahrung nötig ist, das ist selbstverständlich und steht auf einem anderen Blatt.

(Übrigens: ja, auch ich hab mir früher sehr regelmäßig die Stellenanzeigen in Zeitungen oder auch online angeschaut. Jetzt ist das nicht mehr nötig, aber trotzdem...)

PS: die Aussage, die ich eigentlich "rüberbringen" wollte, lag im vierten Absatz des ersten Beitrags ...

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Diesen Trend gibt es, und es ist im Prinzip auch richtig und gut so. Denn: das ist ein Signal an uns alle, dass wir uns höher qualifizieren müssen und auch sollten. Wenn Du das machst, hast du damit auch überhaupt kein Problem.

Du möchtest also in Zukunft an der Wursttheke von einem Agrarwissenschaftler bedient werden?

Machen wir uns nichts vor: wir alle wissen ganz genau, dass ein Studium und eine 3-jährige berufliche Ausbildung vom Anforderungs- und Anspruchsniveau her gesehen auf völlig unterschiedlichen Niveaustufen liegen.

Ja natürlich, sonst gebe es keine unterschiedlichen Bildungswege. So ein Blödsinn!

Ich würde - wenn ich Personalverantwortlicher wäre, was ich nicht bin! - auch niemanden einstellen, der nicht studiert hat (ja, auch dann, wenn der dann natürlich ein paar Mark mehr kostet !)

Du würdest als Besitzer einer Metzgerei einen Agrarwissenschaftler einstellen, der Würstchen verkauft?

Das ist nicht negativ gemeint gegenüber Fachinformatikern, aber Studierte haben eben generell eine sehr viel bessere Ausbildung genossen als das in einem Betrieb überhaupt möglich ist.

Diesem Satz entnehme ich, dass du keinerlei Erfahrungen auf diesem Gebiet hast, sonst würde diese Aussage nicht so pauschalisiert daherkommen. Erst informieren, dann schreiben!

...bin jetzt also Beamter und hab damit meinen Job sicher.

Du weißt jetzt schon, dass du verbeamtet wirst *lol* und dein "job" ist sicher?

Hallo! hier ist die Welt. Guten Morgen!

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Oh mann,

also nochmal (jetzt etwas in Eile, aber egal)

was die letzten Anmerkungen (von Akku) angeht:

1.) Wursttheke, Agrarwissenschaftler :

das habe ich nicht behauptet.

2.) So ein Blödsinn ..

Wirklich?

Frage doch mal einen von unseren Professoren - der wird der aber was erzählen :)

3.) Besitzer einer Metzgerei einen Agrarwissenschaftler einstellen

auch das habe ich nicht behauptet - mit keinem einzigen Wort

4.) Diesem Satz entnehme ich, dass du keinerlei Erfahrungen auf diesem Gebiet hast

Das ist deine persönliche Interpretation. Zum Ablauf der Ereignisse: siehe weiter oben (erster Beitrag).

5.) Du weißt jetzt schon, dass du verbeamtet wirst *lol* und dein "job" ist sicher?

Was ist denn daran jetzt so seltsam? Die verbindliche Zusage ist bereits vorhanden, und diesen schönen "Spruch" (weißt schon, was ich meine) darf ich dann im Oktober aufsagen :D

Was dies jetzt bedeuten soll:

Hallo! hier ist die Welt. Guten Morgen!

kannst Du mir sicher mal erklären, ich interpretiere es mal so: Du gehtst davon aus, dass Beamte weltfremd sind und keine Ahnung haben - selbst dann, wenn sie vorher mal ne Ausbildung gemacht und auch schon gearbeitet haben.

Wenn Du das wirklich so meinst (ich hoffe mal nicht) dann verzichte ich darauf, es zu kommentieren - jeder hat das Recht auf seine Meinung.

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Hi,

also, erstmal weiß ich nicht, was dieser Kommentar bezwecken soll ("Flamerei", "Pauschalaussagen", "die kein Mensch braucht").

es ist halt so, dass es tausende solcher Threads (Ausbildung vs. Studium) gibt. Ein Studium und eine Ausbildung sind unterschiedlich, ohne Frage. Aber sie bilden aber auch unterschiedliche Zielgruppen aus. Und in beiden Fällen ist Eigeninitiative gefragt, d.h. ohne Weiterbildung und Interesse ist auch ein Studierte schnell unbrauchbar für den Arbeitsmarkt. Aber, wie gesagt, das wurde schon x-mal besprochen!

Natürlich kann man von keinem verlangen, dass er sich jeden Thread hier anguckt, wenn er sich neu anmeldet, aber wenn man sowas täglich liest, nervt es schon. War vielleicht von mir etwas zu krass ausgedrückt, wobei man natürlich sagen muss, dass das...

Machen wir uns nichts vor: wir alle wissen ganz genau, dass ein Studium und eine 3-jährige berufliche Ausbildung vom Anforderungs- und Anspruchsniveau her gesehen auf völlig unterschiedlichen Niveaustufen liegen.
...ein Aussage ist, die völlig unbestritten ist.
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kannst Du mir sicher mal erklären,

Gerne.

ich interpretiere es mal so: Du gehtst davon aus, dass Beamte weltfremd sind und keine Ahnung haben -

Nein. Ich diffamiere grundsätzlich keine Berufsgruppen.

Ich versuche es mal so:

In einem Unternehmen mit 120 Mitarbeitern, davon 80 Softwareentwickler, davon wiederum 25 Fachinformatiker/AE, 50 andere Berufsgruppen, die sich die Softwareentwicklung autodidaktisch beigebracht haben und 5Informatikern. Zu entwickeln sind hochkomplexe, hochperformante, skalierbare individuelle Anwendungen.

Die Entscheidung weitere Dipl. Informatiker einzustellen, wurde verworfen, da Erfahrungsgemäß (nach mehreren Anläufen) sowohl die Einarbeitungszeit, als auch die Qualifikation nicht ausreichte.

So jetzt: Keine diffamierung von Dipl. Informatikern, im Gegenteil, sie sind in einem begrenzten Einsatzgebiet brauchbar.

Das meine ich mit "Hallo Welt" und "Erfahrungen auf diesem Gebiet"; Denn wenn Du denkst, das ist eine rühmliche Ausnahme, irrst Du dich gewaltig.

Ich hoffe, wir verstehen uns jetzt besser und ich habe dir ein wenig geholfen, deinen Horizont zu erweitern!

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Also meine Meinung. Ich denke nicht das der Trend so offensichtlich ist!

Soweit wie ich das beobachten könnte wird genau darauf geachtet inwieweit die Stelle auszureizen ist. Mag sein das ein Studierte eine bessere Ausbildung hinter sich hat, aber doch auch nur weil er ein viel breiteres Spektrum abdeckt. Da gehört noch Managment, Führung und Betriebswirtschaftliche Vertiefungen dazu.

So wie ich das Personalmanagment bei mir sehen kann, werden natürlich für leitende Positionen Personen eingestellt die ein Studium hinter sich haben, allerdings weiter unten in der Hirarchie wird schon sehr genau drauf geachtet was die jeweilige Stelle zu tun hat und inwieweit dafür auch eine Berufsausbildung ausreicht.

Wäre ich Personaler oder "Chef" würde ich auch nicht blind nur hochqualifizierte Arbeitskräfte einstellen um am Ende festzustellen das ein FISI oder FIA das genauso hinbekommen hätte für weniger Kosten.

Wei gesagt, das ist meine persönliche Meinung, und das Thema ist wirklich umstritten. Es kommt sicher dabei immer auf die jeweiligen Firmen und Stellen an. Ich denke aber das man auch mit einer Berufsausbildung und evtl einer entsprechenden Weiterbildung (MSCE o.Ä.) auch sehr gute Chancen hat. Der Verdienst ist wahrscheinlich nicht unbedingt der gleiche!

mfg

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Hi carstenj,

okay, danke. So, ich hatte mich etwas über die Aussage ("So ein Blödsinn")von Akku, also nicht von dir, gestört, ich denke, so sollte man das nicht schreiben. Ansonsten hast Du sicherlich im Wesentlichen recht, mir ging es nicht darum, jemanden zu kritisieren, sondern mehr darum, etwas "Wachzurütteln", damit man erkennt, wohin die Richtung geht.

Gruß fach_i_81

@Akku

danke, jetzt ist der Beitrag ja schon viel freundlicher und versöhnlicher, das gefällt mir ... ...

Wenn die Qualifikation eines Diplom-Informatikers nicht "ausreichend" ist, muß man sich natürlich die Frage stellen, warum dann die Qualifikation bzw. Ausbildung eines Fachinformatikers (nein, ich möchte ihn nicht diffamieren) ausreichend sein soll - wenn man berücksichtigt, dass diese mit wesentlich weniger Aufwand verbunden ist und auch die IHK-Prüfungen kein Universitäts- oder FH-Niveau erreichen.

Wie gesagt, ich habe von unseren Professoren so einiges gehört - und nicht nur das, was in den Vorlesungen erzählt wird, sondern auch das, was nur manchmal "so nebenbei" erwähnt wird, und ja - gerade das kann oft sehr informativ und nützlich sein. Auch von daher kommt - zumindest ein kleiner Teil - meiner Ansichten und Meinungen.

Gruß, fach_i_81

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Hi,

dass diese mit wesentlich weniger Aufwand verbunden ist und auch die IHK-Prüfungen kein Universitäts- oder FH-Niveau erreichen.

Aufwand hin oder her, es sind einfach andere Dinge, die er lernt. Manchmal passt das, manchmal eben nicht. "Wald- und Wiesen" Fachinformatiker, die nicht mehr als die Standardfähigkeiten (wobei darunter auch jeder etwas anderes versteht) mitbringen, haben es in der Tat schwer. Aber sobald man sich auf irgendetwas spezialisieren (kann), was nicht gerade jeder in seinen Lebenslauf zimmern kann, wird es interessant.

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Als Ergänzung muß ich natürlich noch hinzufügen, dass bei mir diese "Bewerbungsphase" (mit sehr vielen, über 50 Bewerbungen) ca. Mitte bis Ende 2005 lag, also in einer Zeit, als es noch schwieriger war (als - vielleicht - jetzt.)

Aber, was auch sehr interessant ist und mit der ursprünglichen Frage des Qualifikationsniveaus zwischen Studium und Ausbildung durchaus etwas zu tun hat: man vergleiche einmal die Arbeitslosenquoten:

a) insgesamt, für die gesamte BRD (um die 8 %, war aber auch schon mal um 10 %)

B) nur für die Gruppe der Akademiker mit Uni-Abschluss (um 5 % herum)

c) nur für die Gruppe der Akademiker mit FH-Abschluss (also typischerweise Dipl. (...) FH) (um 4 % herum)

Auch das hat etwas zu bedeuten :). Ist natürlich nichts neues - klar. Aber trotzdem richtig.

Und auch die grundlegenden Voraussetzungen haben sich - weitgehend - geändert. Früher (es gab mal Zeiten ...) war das Studium fast schon eine Garantie dafür, einen gut bezahlten, sicheren Job zu bekommen, heute wird es benötigt, um überhaupt noch eine Stelle auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Sich darüber aufzuregen hilft nicht, man muß es so akzeptieren, wie es ist.

Gruß, fach_i_81

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das Thema scheint ja für viel Wirbel zu sorgen. Es ist zweifelsohne so, dass man nicht pauschal sagen kann ein Akademiker sei in allen Bereichen besser als eine gelernte Fachkraft, da der eine mehr und der andere weniger aus seiner jeweiligen Situation macht. Aber mir geht es bei diesem Thread eigentlich nicht um das leidige und überstrapazierte geflame Akademiker versus Fachinformatiker, sondern viel mehr darum, dass man als Fachinformatiker + Studium exponential bessere Chancen auf einen passablen Job hat. Und Stellenanzeigen sprechen eine ganz klare Sprache. Nennt mir ein Stellenangebot als J2EE - Entwickler bei dem nichts von "Studium" unter den Voraussetzungen auftaucht. Das statement "vergleichbare Ausbildung" bedeutet im Übrigen "Studium, das einem Informatikstudium ähnelt", sprich Mathematik, Physik, E-Technik etc. Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, bei denen auch Fachinformatiker berücksichtigt werden. Doch trotz aller Qualifikationen die ein Fachinformatiker durch ambitionierte und autodidaktische Weiterbildung einheimsen kann, bleibt unterm Strich das Ergebnis gleich. Mit Studium habe ich ganz andere Möglichkeiten als ohne. Kein Zertifikat der Welt ersetzt ein Studium. Für mich persönlich führt daher auch kein Weg am Studium vorbei. In Zukunft wird es wohl noch viel enger werden für sog. "Facharbeiter" im Hochtechnologiesektor. Und mal ehrlich, ich will wirklich nicht als Supporter oder Assistent enden. Das mag jeder differenziert sehen, aber wie gesagt, ein Studium wird immer mehr zur Pflicht statt Kür, alles andere sind für den potentiellen Arbeitgeber sog. "Quereinsteiger". Das gleiche spiegeln im Übrigen die heise - Gehaltschecks wieder. Da heisst es auch nach Zitat: "Für Quereinsteiger wird es eng auf dem Arbeitsmarkt". Der Bologna - Prozess an den Uni´s und FH´s tut sein Übriges. Nach mittlerweile drei Jahren hat man einen Bachelor - Abschluss. Für meine Begriffe ereilt damit Deutschland das gleiche Schicksal wie Amerika, Asien oder anderen Industriestaaten Europas, in denen es keine klassischen Ausbildungsberufe gibt. Da ist ein Studium nunmal der "gewöhnliche" Berufsabschluss. Alles andere sind autodidaktische "Professionals".

Bis dann

pippin

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naja, man muß schon auch dazu sagen, dass AG in Anzeigen gerne mal die "eierlegendewollmilchsau" suchen, sprich: die Anforderungen sind eher hochgeschraubt als unten angesetzt. 20 jähriger Akademiker mit 3jähriger Auslandserfahrung....

Es stimmt schon, die Tendenz geht zum studierten Arbeitnehmer. Allerdings nicht im Mittelstand. Dort werden immer noch die Facharbeiter gesucht, die praktische Erfahrungen vorweisen können, oftmals die gleichen Leistungen erbringen können (je nach persönlichem Ehrgeiz) und trotzdem billiger sind. Oder ist euch ein mittelständisches Unternehmen bekannt, das seinen Adminposten mit einem dipl Inf. besetzt hat?

Es stimmt schon: Wer heute große Karriere machen will, und zwar richtig, muß entweder ein Studium haben oder so mit Talent und Glück in der AG-Wahl gesegnet sein, dass sich die Arbeitsqualität rumspricht. Selten, aber möglich. Eine weitere Möglichkeit, sich als Facharbeiter nach oben zu arbeiten, ist die Politik. In einer Partei zu sein eröffnet viele Möglichkeiten über Parteifreunde weiterzukommen. Das eröffnet berufliche Chancen, die man als Bewerber von außen nur mit Hochschulstudium bekommt. Aber Parteien und deren Filz muß man dann schon mögen ;)

Ich fange jetzt auch ein Studium an. Karriere möchte ich keine mehr machen, die habe ich hinter mir und brauch keine Neue. Ohne Studium, aber mit viel Ergeiz und jede Menge Überstunden. Da habe ich jetzt keine Lust mehr drauf, die Karriere hat mich letztendlich mehr gekostet als ich verdient habe....und das Studium dient meiner persönlichen Erbauung;)

lg, T.:)

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@Tombazane: finde deie Einstellung, dass du jetzt quasi einfach aus Spaß am lernen studierst sehr gut :-) Ich bin auch so, ich würde am liebsten mehr lernen über interessante Themen als ich Zeit habe. Was nicht heißt, dass ich ein Streber bin. Aber es macht Spaß was Neues dazu zu lernen.

Ansonsten zum Thema:

Ja, der Trend scheint zum Studierten zu gehen. Warum? Weil es davon einfach zu viele gibt. Nach dem Motto Angebot/Nachfrage regelt den Preis.

Ist einfach so. Es gibt weniger Arbeitsplätze, viele Studierte und dann noch welche die eine Ausbildung gemacht haben. Dann werden manchmal eben schneller Studierte eingestellt. Soll keine Wertung sein. Ich kann nicht die Meinung teilen, dass Studierte besser oder schlechter sind als die, die ausschließlich eine Ausbildung machen/gemacht haben. Denn es hat ja auch immer etwas mit dem Einzelnen zu tun.

Ich persönlich mache Beides gleichzeitig. Warum? 1. wollte ich immer studieren, 2. habe ich jetzt noch die Zeit zu studieren, später ist es mir zu spät, da ich schon ein Kkind habe. Und Qualifikationen können nicht schaden. Aber in erster Linie interessiert mich, was man da lernt.

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Ja, der Trend scheint zum Studierten zu gehen. Warum? Weil es davon einfach zu viele gibt.

Hä?

Es gibt weniger Arbeitsplätze, viele Studierte und dann noch welche die eine Ausbildung gemacht haben. Dann werden manchmal eben schneller Studierte eingestellt.

Wie jetzt?

Ich kann nicht die Meinung teilen, dass Studierte besser oder schlechter sind als die, die ausschließlich eine Ausbildung machen/gemacht haben. Denn es hat ja auch immer etwas mit dem Einzelnen zu tun.

Ja, nee, Joa!

Ich persönlich mache Beides gleichzeitig. Warum? 1. wollte ich immer studieren, 2. habe ich jetzt noch die Zeit zu studieren, später ist es mir zu spät, da ich schon ein Kkind habe. Und Qualifikationen können nicht schaden. Aber in erster Linie interessiert mich, was man da lernt.

Und was ist mit dem anderen von "Beides"? War dein Motiv zu studieren immer "Ich wollte immer studieren"?

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Sehr gut, jetzt hat @pippin ja die richtige Entscheidung getroffen, etwas anderes wollte ich ja gar nicht erreichen, sondern nur mit meinem (zugegebenermaßen, etwas kritischem, aber dafür auch realistischem) Beitrag einen kleinen "Anstoß" geben, damit "die Richtung stimmt" ... ;)

das, was @Azubine27 schreibt, kann ich auch (maximal) nur teilweise nachvollziehen ... .

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"Welches Qualifikationsniveau sollten die gesuchten Fachkräfte mindestens haben?"

bild3.gif

Quelle: c't 16/2007, S. 78: Arbeitsmarkt

Spricht für sich. Was man beachten muss, ist dass man in der IT und speziell in der Softwareentwicklung Facharbeiter mit Akademikern konkurieren. In anderen Branchen/Arbeitsfelder ist dies undenkbar. Eine Krankenschwester wird nie die Arbeit eines Arztes machen und ein Bauarbeiter wird auch Kein Hochhaus planen und das beispiel mit der wurstwarenfachverkäuferin, dass hier gefallen ist ist genauso unsinn, weil es in der IT eben anders ist. In der IT ist es heute gang und gebe dass Facharbeiter und Akademiker ähnliche aufgaben verrichten, wobei je höher man kommt mehr Akademiker zu finden sind.

PS:

Und ja, traue keiner statistik die du nicht selber gefälscht hast, ich weiß ;)

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[edit verpennt deswegen neuer Beitrag]

PS²:

Hab den Artikel jetzt zu ende gelesen und kan ihn nur empfehlen, da das Problem von mehreren Seiten betrachtet wird und nicht nur die starre Bitkom Sichtweise vertritt, die ja ihre eigenen interessen haben und deshalb dauert solche statistiken veröffentlichen. DAs Szenario von A.T.Kearney klingt sehr plausibel, nur muss man den Mittelstand warscheinlich davon ausnehmen. Sprich: einfache Admins und Programmierer werden bald vielleicht nurnoch von KMUs gesucht werden.

PS³:

Jaja ist alles nur ein Blick in die Kristallkugel, nur sollte man sich trotzdem mal gedanken machen und sich seine eigene Meinug bilden

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Früher (es gab mal Zeiten ...) war das Studium fast schon eine Garantie dafür, einen gut bezahlten, sicheren Job zu bekommen, heute wird es benötigt, um überhaupt noch eine Stelle auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Sich darüber aufzuregen hilft nicht, man muß es so akzeptieren, wie es ist.

Falsch... definitiv FALSCH. Gerade erst vor wenigen Monaten ohne Dipl/Bachelor/sonstewas den Job gewechselt :) Und ich denke, dass hier nicht nur Arbeitslose oder Studierte schreiben...

Ich kenne sogar einige Stellenangebote, die nach einem fertig ausgebildeten FiSi suchen und nicht nach einem Studierten (ja, das kann ich notfalls auch belegen...).

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