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Gehalts-Unterschied zw. Akademiker und FIAE


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Hallo zusammen,

sind die Gehalts-Unterschiede zw. Akademikern und "stinknormalen" FIAEs wirklich so gravierend. Bei meinem AG verdient ein Akademiker als Einstiegsgehalt 700€ mehr als ein FIAE. Sind diese Unterschiede überall so hoch? Haben die Firma da Gehaltstabellen oder sowas in der Art, anhand derer ein AN aufgrund seines Berufs- bzw. Studienabschlusses klassifiziert wird?

Macht sich dieser Unterschied auch später (bei Gehaltserhöhungen, bei späteren Bewerbungen) auch noch so bemerkbar oder ist das nur bei Berufseinsteigern?

Ich bin schon an Überlegen, ob ich nicht neben dem Beruf studieren soll (dazu gibt schon nen Thread), um dann später auch etwas mehr zu verdienen...

newbie

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Hi newbie,

sind die Gehalts-Unterschiede zw. Akademikern und "stinknormalen" FIAEs wirklich so gravierend. Bei meinem AG verdient ein Akademiker als Einstiegsgehalt 700€ mehr als ein FIAE. Sind diese Unterschiede überall so hoch?

Nein, nicht überall. Bei uns bspw. wird in manchen Bereichen vor allem nach der Arbeit bezahlt, die verrichtet wird (Stichwort: Stellenbeschreibung).

Haben die Firma da Gehaltstabellen oder sowas in der Art, anhand derer ein AN aufgrund seines Berufs- bzw. Studienabschlusses klassifiziert wird?

Manche ja, andere nein. Manche Firmen haben Stellenbeschreibungen, andere Tarifverträge (die dann meistens Stellenbeschreibungen enthalten), wieder andere zahlen nach "Nase" und Leistung.

bimei

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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Dipl. bei Einstieg in die Firma 30% mehr Gehalt bekam, wie der Kollege, der die gleiche Arbeit in dem Unternehmen seit Jahren machte (FISI). Berufserfahrung in Jahren und Stellung gleich. Würde sich sonst ja auch nicht lohnen zustudieren, wenn man damit nicht weiter käme :)

Verkehrtmachen kann man nicht viel, wenn man ein Studium zu Ende bringt :)

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Bei meinem AG verdient ein Akademiker als Einstiegsgehalt 700€ mehr als ein FIAE.

Findest Du, dass dies so viel mehr ist? Von der Zeitdauer und den unterschiedlichen Anforderungen einmal abgesehen: Akademiker haben keine Ausbildungsvergütung enthalten und meistens selbst Kosten gehabt. Ausserden wird sich der Arbeitgeber auch mehr erhoffen, täte er dies nicht, würde er vermutlich kein besseres Angebot unterbreiten.

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Findest Du, dass dies so viel mehr ist? Von der Zeitdauer und den unterschiedlichen Anforderungen einmal abgesehen: Akademiker haben keine Ausbildungsvergütung enthalten und meistens selbst Kosten gehabt. Ausserden wird sich der Arbeitgeber auch mehr erhoffen, täte er dies nicht, würde er vermutlich kein besseres Angebot unterbreiten.

Naja, also der FIAE hat exakt dieselben Stellenbeschreibung als der Akademiker. Er macht auch haargenau dasgleiche.

Ich versteh halt nicht, dass ein Akademiker mehr verdient, nur weil er nen Studienabschluss hat. Das heißt ja noch lange nicht, dass er besser arbeitet, es kann ja auch genau das Gegenteil der Fall sein. Aber das wissen die Unternehmen ja bei der Einstellung noch nicht, daher wird der Nicht-Akademiker erstmal schlechter gestellt (was ich natürlich auch verstehen kann).

Mich würde aber interessieren, wie das nach ein paar Jahren aussehen könnte: Wird bei Gehaltserhöhungen auch der Akademiker mehr belohnt, obwohl seine Arbeit vielleicht schlechter ist? Oder schauen dann die Arbeitgeber auf die Leistung, die ein AN erzielt hat?

Und wie ist das bei späteren Bewerbungen: wird dann vielleicht mehr auf die Berufserfahrung oder Ähnliches geschaut, oder verdient dann der Akademiker auch mehr? Habt ihr da Erfahrungen?

Und angenommen der FIAE studiert dann nebenbei und hat in ca. 4 Jahren ebenfalls ein Diplom. Hat er dann das Recht auch mehr Geld zu verlangen? Wird er dann vlt. sogar automatisch höher eingestuft?

newbie

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Ich versteh halt nicht, dass ein Akademiker mehr verdient, nur weil er nen Studienabschluss hat.

Was ich andeuten wollte: Selbst um, über einen Zeitraum von X-Jahren, das gleiche zu verdienen, muss er erstmal mehr bekommen. Du hast während Deiner Ausbildung über drei Jahre pro Monat einige hundert Euro Ausbildungsvergütung bekommen, der Akademiker jedoch nicht.

Zudem dauert seine Ausbildung länger als drei Jahre, Du verdienst ab dem 4. Jahr jedoch schon. Da für eine Ausbildung als Fachinformatiker auch kein Abitur vorausgesetzt wird, kommen für manche Fachinformatiker noch weitere Jahre hinzu, in denen sie einen weiteren finanziellen Vorsprung erwerben.

Dies muss er erstmal aufholen. Zudem will er sicher auch für seine wesentlich umfangreichere Qualifikation und für sein zeitweiliges Zurückstellen finanzieller Ansprüche belohnt werden. All dies ist schon eine Motivation, mehr Geld verdienen zu wollen.

Naja, also der FIAE hat exakt dieselben Stellenbeschreibung als der Akademiker. Er macht auch haargenau dasgleiche.

Ich versteh halt nicht, dass ein Akademiker mehr verdient, nur weil er nen Studienabschluss hat. Das heißt ja noch lange nicht, dass er besser arbeitet, es kann ja auch genau das Gegenteil der Fall sein.

Du sagst "nur", vermutlich weil Du Dir über die Anforderungen nicht bewusst bist. Es ist gar nicht leicht, diesen zu erreichen.

Vielleicht übt er nur vorerst die gleiche Tätigkeit aus. Vielleicht macht er manche Dinge, trotz gleicher Aufgabenstellung, aber auch anders. Dein Chef ist zumindest bereit mehr Geld auszugeben, er wird sich schon etwas davon versprechen.

Mich würde aber interessieren, wie das nach ein paar Jahren aussehen könnte:

Das wäre wie in eine Kristallkugel schauen zu wollen, so etwas hängt IMO von zu vielen Faktoren ab, nicht nur von Fähigkeiten und Bildungsabschlüssen.

PS: Vier Jahre sind für ein Erststudium mit dem Ziel Diplom sehr knapp kalkuliert.

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Hi,

also letzten Endes kann man festhalten: Wenn es dir nur um die Kohle geht, geh studieren. Die Wahrscheinlichkeit auf ein höheres Gehalt steigt damit ziemlich an. Aber wenn du dich selber nicht gut verkaufen kannst, und das ist leider mein Eindruck sowohl bei diesem als auch bei anderen Threads, wird dir das Geld selbst dann keiner hinterherschmeissen.

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@carstenj:

Es hat hier nichts mit verkaufen oder ähnlichem zu tun. Jeder Akademiker verdient dasgleiche, und jeder FIAE auch (halt weniger als die Akademiker). Das ist vom Konzern eben so festgelegt... und wenn man direkt nach der Ausbildung neu in ein Unternehmen kommt, werden die Konzern-Vorgaben wohl nicht mal eben über Bord geworfen, nur weil jemand (den das Unternehmen ja noch nicht kennt und somit nicht weiß was derjenige kann bzw. nicht kann) behauptet, er hätte mehr Geld verdient...

Mich würde eben interessieren, ob man, wenn man dann nach 4 Jahren (oder mehr) ein Diplom hat, automatisch höher eingestuft wird (wenn man im selben Unternehmen bleibt)? Oder sollte man sich woanders bewerben, um mehr Geld zu verdienen?

newbie

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Mich würde eben interessieren, ob man, wenn man dann nach 4 Jahren (oder mehr) ein Diplom hat, automatisch höher eingestuft wird (wenn man im selben Unternehmen bleibt)? Oder sollte man sich woanders bewerben, um mehr Geld zu verdienen?

newbie

Das kann dir wohl nur dein Unternehmen sagen, ob es so wäre oder es nicht so wäre. Normal steigt der Aufgabenbereich ja auch dann an. Normal sollte ein AE zum programmieren da sein und ein Informatiker auch für Entwurf etc.

Keiner weiss, wie es dein Unternehmen handhabt oder handhaben wird, keiner weiss ob ein Studierter in deinen Unternehmen 100% die selbe Aufgabe hat wie ein AE etc.

Und wenn du dich als Akademiker nicht verkaufen kannst, dann verdienst du evtl. erst mal nichts nach deinen Studium ;)

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Verhandlungssache und es kommt doch drauf an wie man sich verkauft. Zwar gibt es gehaldsbänder in die man eingruppiert wird, allerdings ist da viel spielraum. Wenn man keine guten Argumente hat, wird man eben am unteren Ende eingestufft, wenn man verhandelt und sich gut verkauft kann man mehr bekommen.

Allerdings ist es besonders bei Konzernen oft so, dass ohne Studienabschluss irgendwann schluss ist. (außnahmen bestätigen die regel, wenn man was drauf hat ist es egal ob man studiert hat oder nicht)

Campus - Beruf und Chance - FAZjob.NET - Studium: Nur Wirtschaft und Jura rechnen sich

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Ja, ohne Studienabschluss ist irgendwann im Beruf schluss.

Heute gibt es auch keine Vorstandsmitglieder ohne Dr. oder wenigstens Diplom mehr. Früher kam es ab und an mal vor.

Heute ist für einen Nicht-Akademiker schon wesentlich unterhalb des Vorstands schluss.

Ich habe schon zwei Ausbildungen gemacht (durchweg gute-sehr gute Noten) und studiere nun.

Das "sich gut verkaufen" ist eigentlich nur bei mittelständigen Unternehmen wirchtig, da kann es auch mal vorkommen, dass der Akademiker nicht mehr (oder gar weniger) bekommt als eine ausgebildete Fachkraft die es einfach drauf hat.

Im großen Unternehmen zählt einfach die Qualifikation. Ein Personalchef hat dort ein Budget und eine gestellte Mindestanforderung nach der er sich richten muss. Und sollte er eine ausgebildete Fachkraft für eine Position einstellen, für die ein Akademiker verlangt wird, dann müsste er das schon rechtfertigen. Das kommt einfach nie/kaum vor.

Ausnahmen gibt es wohl immer, aber auf die sollte man wohl kaum setzen.

Dann gibt es oft Argumente wie "aber man kann sich auch auf Stellen bewerben, die einen Akademiker vorrausseten". Ja, oft werden ausgebildete Fachkräfte Akademikern vorgezogen, aber das passiert meistens eher um Kosten einzusparen, denn den Nicht-Akademiker kann man mit weniger Gehalt beglücken.

So gesehen haben Akademiker auch genauso Probleme einen angemessenen Job zu bekommen wie eine ausgebildete Fachkraft. Allerdings kann der Akademiker sich zur Not noch unter Wert verkaufen und hat dann trotzdem noch einen Job der weit über der "Unterschicht" steht.

Und mal fern ab von den Gehaltsaussichten hat man als Akademiker noch viel mehr Freiheiten als mit einer Ausbildung.

Wenn ihr ne dolle Geschäftsidee habt und eine Bank als Finanzierer oder die Unterstützung einer Förderorganisation braucht, müsst ihr erstmal einen Businessplan aufstellen, den einreichen und die müssen dann auch dein Potenzial und die Erfolgsaussichten abschätzen. Das macht dann einen erheblich besseren Eindruck wenn ihr Diplom Wirtschaftsinformatiker, Master of Science in business informatics oder ähnlcihes seid, als Fachinformatiker. Im runde steigt eure Kreditwürdigkeit.

Oder versucht mal als Fachinformatiker im Ausland zu arbeiten. Ist möglich, aber niemand bezahlt euch dort gut. Gerade im fernen Ausland (USA, Japan, China, aber auch hier in der EU) ist unser Ausbildungssystem recht unbekannt und wird dann mit den minderwertigen Ausbildungen im Ausland verglichen. In den USA muss man für eine Karriere obligatorisch ein Studium antreten. Im Ausland hat man nur ab einen Bachelor eine reele Chance Karriere zu machen.

Kanada und Australien wollen zum Beispiel auch nur Akademiker, andere haben keine Chance.

Und das Argument "der Akademiker muss erstmal finanziell aufholen, da er später anfängt und keine Ausbildungsvergütung bekommt" kann man auch teilweise entkräften. Denn wie hoch sind die Ausbildungsvergütungen denn? Netto 300-600 €, Tendenz zu 400 €. Wer viel Ausbildungsvergütung bekommt, bekommt eventuell (nur bei hohen Werbungskosten) kein Kindergeld mehr. Da bekommt man auch immerhin im Durchschnitt 250-400€ Bafög + Kindergeld (bis 25 Jahre). Man kann also seine Jugend (fast) genauso gut verbingen wie mit einer Ausbildung. Fast aber, weil man länger studiert (i.d.R. zumindest) als man eine Ausbildung macht. Das Bafög muss man allerdings zur Hälfte zurückzahlen (aber max. bis 10 000 €).

Und dann hat man den Pscho-Effekt. Klingt arm, ist aber so.

Wenn man als Fachinformatiker in einer Gruppe Diplom Informatiker/Ingenieuren steht, bekommen die meisten Minderwertigkeitskomplexe. Und gerade im Alter von 40 Jahren kriegen viele Männer eine Middle-Life-Crises, dann ist es wirklich gut fürs Ego wenn man einen Titel hat und einen dicken Gehaltscheck. Das ist praktisch erwiesen und kann man immer wieder beobachten.

Dass nun einige sagen werden "das is ja arm", mag ja richtig sein, aber es ist nunmal so.

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@carstenj:

Es hat hier nichts mit verkaufen oder ähnlichem zu tun. Jeder Akademiker verdient dasgleiche, und jeder FIAE auch (halt weniger als die Akademiker). Das ist vom Konzern eben so festgelegt... und wenn man direkt nach der Ausbildung neu in ein Unternehmen kommt, werden die Konzern-Vorgaben wohl nicht mal eben über Bord geworfen, nur weil jemand (den das Unternehmen ja noch nicht kennt und somit nicht weiß was derjenige kann bzw. nicht kann) behauptet, er hätte mehr Geld verdient...

Mich würde eben interessieren, ob man, wenn man dann nach 4 Jahren (oder mehr) ein Diplom hat, automatisch höher eingestuft wird (wenn man im selben Unternehmen bleibt)? Oder sollte man sich woanders bewerben, um mehr Geld zu verdienen?

newbie

Gehalt hat nichts mit verkaufen zu tun?

Aber selbstverständlich!

Du hast ein Gehalt Y im Kopf welches du verdienen möchtest.

Dein potenzieller Arbeitgeber hat das Gehalt X. In der Regel ist X<Y.

Die Spanne bewegt sich also zwischen X und Y. Jetzt kommt das Verkaufen ins Spiel. Du musst ihn überzeugen mehr Wert zu sein als sein X.

Klar gibt es Schmerzgrenzen die den Rahmen sprengen würden. Aber da ist das Geschick des Arbeitnehmers gefragt die Situation richtig einzuschätzen.

Du kannst mit gutem Selbstmarketing aber einige tausend Euro mehr heraus holen als Andere.

Die richtigen Gehaltssprünge machst du im Übrigen in der Regel nur mit einem Arbeitgeberwechsel, ansonsten wirst du alle paar Jahre mit 2 - 3 Tausend Euro mehr abgespeist. (Oder wenn man nicht Selbstbewust genug ist, mit 0 Euro mehr)

Die Diskussion bringt in der Regel wieder garnichts.

Es gibt die Gruppierung hier, die sagt eine FI Ausbildung ist nur eine Ausbildung und warum sollte man mehr verdienen.

Es gibt die Gruppierung hier, die sagt mit einer FI-Ausbildung verdient man gleich gut wie ein Akademiker. Leistung ist entscheidend.

Es gibt die Gruppe die sagt, mit einer FI-Ausbildung kann man sehr gut verdienen.

Es gibt die Gruppe, die zu einem Studium rät wenn man echtes Geld verdienen möchte.

Ich gehöre zu den letzten beiden Gruppen.

Mit einer FI-Ausbildung verdient man mMn im verhältnis zu anderen Ausbildungsberufen sehr gut(bzw. man hat deutlich mehr Entwicklungsmöglichkeiten und deswegen kann man deutlich mehr Geld verdienen)

Ein Studium ersetzr es aber nicht, wenn man möglichst weit kommen möchte.

Auch mit der FI-Ausbildung sind die Möglichkeiten und die Gehälter irgendwann gedeckelt.

Only my two cents.

@Astra_GT: Das bei den Vorständen nur studierte dabei sind stimmt nicht ganz ;-)

Schau dir René Obermann an.

Er ist Studienabbrecher.

Ist aber die Ausnahme, da gebe ich dir dann recht. :-)

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Es ist bei uns so, dass die Stellenbeschreibung und die Aufgabe genau die gleichen sind bei Diplom-Informatikern und bei FIAEs. Wenn man den Alltag im Büro sieht, ist deutlich, dass beide Berufsgruppen genau die selbe Arbeit machen. Die FIAE programmiert nicht nur, sondern "durchläuft" alle Phasen der SW-Entwicklung, also Planung, Entwurf, usw.

Das Gehalt ist eben unterschiedlich. Man wird aufgrund des fehlenden Diploms von Grund auf weiter unten angesetzt. Ich kann es ja auch verstehen, dass man nicht das Recht hat, als Berufseinsteiger genauso viel zu verlange wie ein Akademiker, sonst würde sich ein Studium ja nicht lohnen und es würde keiner mehr studieren.

Mir geht es eher darum, ob man nach einem Fernstudium oder Ähnlichem, wenn man das Diplom bzw. den Bachelor/Master dann hat, einfach sagen kann, ich hab jetzt Diplom und möchte mehr Geld? Die Aufgaben sind ja wie gesagt auch ohne die Diplom bereits jetzt haargenau dieselben...

Oder würdet ihr deswegen nicht extra ein Fernstudium machen sondern nach vlt. 2 Jahren einfach mal nach ner Gehaltserhöhung fragen, wenn sie mit eurer Arbeit sehr zufrieden sind? Hat man in dem Fall al FIAE das Recht genauso viel zu verlangen wie ein Akademiker, wenn man wie gesagt sehr gute Arbeitsergebnisse vorweisen kann?

Oder wäre es eventuell besser, jetzt doch noch ein Vollzeitstudium aufzunehmen? Ich bin mir sicher, dass ich irgendwann nicht damit klar kommen werde, wenn die Kollegen auch in 5 Jahren noch mehr verdienen als ich, nur weil sie eben ein Diplom oder was weiß ich in der Tasche haben???

@Seven1984:

Wenn man sich ohne Berufserfahrung auf ne Stelle bewirbt, wo eigentlich ein Akademiker bevorzugt wird, hat man wohl kaum Chancen in das Unternehmen rein zu kommen, wenn man von Anfang an genau dasselbe verdienen möchte wie ein Akademiker? Mal angenommen alle Bewerber haben in der Programmiersprache, die vorausgesetzt wird, noch keine Erfahrung. Nun möchte der "nur" FIAE aber genauso viel verdienen wie seine Konkurrenten (alles Akademiker). Wem traut der Personalchef zu, wer ishc am besten und schnellsten einarbeitet? Mit Sicherheit dem Akademiker, also wird dieser bevorzugt. Denn warum sollte jemand genommen werden, der "nur" ne Ausbildung gemacht hat, wenn man für dasselbe Geld nen Akademiker bekommen kann?

Mal noch ne allgemeine Frage:

Wie ist das mit Gehalterhöhungen? Geht man irgendwann (nach 2 Jahren oder wann???) zum Chef (zum wem eigentlich genau? Zum direkten Vorgesetzten oder zum höheren Vorgesetzten oder zur Personalleitung??) und fragt ob man mehr Geld möchte? Oder gib es in großen Konzernen automaisch in bestimmten Abständen Gehaltserhöhungen, bei denen dann die berücksichtigt werden, die in letzter Zeit hervorragende Leistungen erbracht haben?

newbie

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it-newbie:

Kurz: Selbstmarketing ;-)

Du Fragst nicht nach mehr Geld.

Du leistest gute Arbeit, am besten so, dass jeder es mitbekommt.

DU erweiterst deine Verantwortung.

Diese Erfolge sammelst du.

Dann setzt du dich selbstbewusst mit deinem Chef zusammen und fängst an zu erzählen was für ein toller Held du bist, ja und dann schlägst du auf Grund deiner Leistungen ein Mehr an Gehalt vor.

So habe ich es gehandhabt und bin grundsätzlich bisher gut gefahren.

Und zwar jährlich ;-)

Ergänzend noch:

Eine gute Gelegenheit ist eine große Aufgabenerweiterung oder das Personalgespräch/Jahresgespräch oder wie es bei dir heisst.

Aber wie gesagt, Richtig Asche verdienst man mit einem Arbeitgeber wechsel.

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So ungefähr ist es bei mir momentan, soll heißen: die Kollegen die meine Arbeit sehen sind mehr als zufrieden mit mir. Aber in Chefetage ist es leider noch nicht angekommen. Ich kann ja auch nicht selber hingehen und denen sagen, wie toll meine Arbeit doch ist...

Zum Thema Gehaltsverhandlung: Mit wem macht man diese? Mit dem direkten Vorgesetzten (also der Abteilungsleiter der IT), oder mit dem höheren Vorgesetzten (Mitglied der Geschäftsführung) oder mit dem Personalchef (der natürlich keine Ahnung hat, wie ich meine Arbeit mache)?

Wann wäre ein guter Zeitpunkt? Nach einem Jahr? Nach zwei Jahren?

Würde sich ein Studium vielleicht eher lohnen? Oder wäre es unsinnig, nur wegen mehr Geld jetzt den Job aufzugeben und Vollzeit zu studieren?

Ist ein Fernstudium vielleicht genauso hoch angesehen? Oder ist auch das überflüssig?

newbie

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So ungefähr ist es bei mir momentan, soll heißen: die Kollegen die meine Arbeit sehen sind mehr als zufrieden mit mir. Aber in Chefetage ist es leider noch nicht angekommen. Ich kann ja auch nicht selber hingehen und denen sagen, wie toll meine Arbeit doch ist...

Zum Marketing gehört Product placement ;-)

Du hast doch bestimmt mal Gelegenheit in einem ungezwungenen Gespräch davon zu erzählen, wie du gestern bis 22.00 das Projekt fertig gestellt hast, sodass der Kollege heute das Produkt beim Kunden einführen kannst.

Oder wie du noch neben deinem großen Kundenprojekt nebenher noch das interne Projekt xyz durchgezogen hast, welches ja eingeschlagen hat wie eine Bombe.

Kommuniziere es nicht nach dem Motto "ich bin der beste, ich bin der tollste, ich hoffe du weisst das", sondern etwas dezenter Hinweise geben.

Dies als Vorarbeit auf das Gespräch.

Im Gespräch selbst kannst du die Fakten gerne darlegen.

Mit wem führst du das Personal/Jahresgespräch?

Mit der Person!

Gibt es soetwas nicht, dann dein direkter Vorgesetzter.

Ein guter Zeitpunkt ist dann, wenn du genug Argumente hast für das Gehaltsplus.

Stell dir die Frage, was du heute für einen Mehrwert lieferst.

Fallen dir genug argumente ein, dass du deinen Marktwert für das Unternehmen erhöt hast ist ein guter Zeitpunkt.

z.B. hast du früher nur nach Anweisung programmiert und du managest heute eigene Kundenprojekte ist das ein Mehrwert den du dir bitte bezahlen lassen solltest.

Das Problem wenn man einmal arbeitet gewöhnt man sich an das Geld ;-)

Ich wollte auch etwas arbeiten und dann Studieren, mittlerweile studiere ich und arbeite vollzeit.

Ein Fernstudium ist hoch anerkannt, da jeder Pesonaler sieht, was für ein ergeiziger Mensch du bist, dich in deiner Freizeit so beschneidest um beruflich weiter zu kommen.

Viel Erfolg!

PS: Kauf dir aml ein Buch über Gehaltsverhandlungen ;)

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Kommuniziere es nicht nach dem Motto "ich bin der beste, ich bin der tollste, ich hoffe du weisst das", sondern etwas dezenter Hinweise geben.

Dies als Vorarbeit auf das Gespräch.

Im Gespräch selbst kannst du die Fakten gerne darlegen.

Bei uns gibt es sowas die jährliche Personalgespräche nicht. Ich muss also selber sagen, ich möchte ein Gespräch...

Mit wem führst du das Personal/Jahresgespräch?

Mit der Person!

Gibt es soetwas nicht, dann dein direkter Vorgesetzter.

Wer ist "die Person"?

Mein direkter Vorgesetzter wäre dann also der Leiter der IT. Ich dachte immer, sowas entscheidet die Personalabteilung...denn die wissen ja, was ich momentan verdiene.

Ein guter Zeitpunkt ist dann, wenn du genug Argumente hast für das Gehaltsplus.

Stell dir die Frage, was du heute für einen Mehrwert lieferst.

Fallen dir genug argumente ein, dass du deinen Marktwert für das Unternehmen erhöt hast ist ein guter Zeitpunkt.

z.B. hast du früher nur nach Anweisung programmiert und du managest heute eigene Kundenprojekte ist das ein Mehrwert den du dir bitte bezahlen lassen solltest.

Also ich verstehe das so, dass ich momenten (da ich ja erst angefangen habe) noch die Aufgaben zugeteilt bekomme und diese dann selbstständig erledige. Wenn es mal soweit ist, dass ich direkt eigene Projekte betreue, d.h. dass mir keiner mehr sagen muss was es zu tun gibt usw., dann bin ich nicht mehr in der Einarbeitungsphase, habe automatisch mehr Verantwortung, arbeite selbstständiger, usw. (oder?).

Ich denke, dass ich frühesten nach einam Jahr an mehr Gehalt denken kann/darf...

Das Problem wenn man einmal arbeitet gewöhnt man sich an das Geld ;-)

Ich wollte auch etwas arbeiten und dann Studieren, mittlerweile studiere ich und arbeite vollzeit.

Bist du nun Student, der nebenbei arbeitet, oder arbeitest Du und studierst nebenbei?

Ein Fernstudium ist hoch anerkannt, da jeder Pesonaler sieht, was für ein ergeiziger Mensch du bist, dich in deiner Freizeit so beschneidest um beruflich weiter zu kommen.

Denkst Du, dass das auch der eigene Personalchef erkennt und entsprechend (automatisch) honoriert?

Eine abschließende Frage noch: Lohnt es sich nur des Geldes wegen ein Fernstudium aufzunehmen (oder sogar ein Vollzeitstudium), oder kann man mehr Geld auch erreichen, wenn man wie gesagt mehr Verantwortung hat usw.?

newbie

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Und das Argument "der Akademiker muss erstmal finanziell aufholen, da er später anfängt und keine Ausbildungsvergütung bekommt" kann man auch teilweise entkräften. Denn wie hoch sind die Ausbildungsvergütungen denn? Netto 300-600 €, Tendenz zu 400 €.

Leider ist es nicht so einfach, es kommt doch recht viel Geld zusammen. Überschlagsrechnung:

Bei 3 Jahren Ausbildung 400 EUR * 36 = 14400 EUR Ausbildungsvergütung. Wer um die 600 EUR pro Monat bekommt, hätte schon 21600 EUR allein in den drei Ausbildungsjahren bekommen.

Nehmen wir nun an, dass die Ausbildungsdauer nur 2-3 Jahre kürzer ist, als die Studiendauer bis zum Diplom, und der Berufseinsteiger mit Ausbildungsabschluss nur 1400 EUR pro Monat, nach Abzug der Steuern, zur Verfügung hat. Pro Jahr wären dies 16800 EUR.

Bei einem um 2 Jahre früheren Berufseintritt kommen 33600 EUR zusammen. Bei 2.5 Jahren sind es 42000EUR. Bei 3 Jahren sind es bereits 50400 EUR.

Viele Auszubildene beginnen eine Ausbildung/Lehre bereits nach der 10. Klasse, Abitur ist keine Voraussetzung für den Ausbildungsberuf. Folglich können sie 3 weitere Jahre früher verdienen. In der Zeit kommen weitere 50400 EUR zusammen.

Insgesamt kann also ein Auszubildener einen Vorsprung von über 100000 EUR erreichen! (Er hat vermutlich noch weitere Vorteile dadurch, dass er früher in die Rentenversicherung einzahlt.)

Um 100000 EUR Vorsprung bei einer Gehaltsdifferenz von nur 700 EUR (nach Steuern) aufzuholen, sind mindestens 100000 / 700 Monate = 11.9 Jahre erforderlich. Bei nur 80000 EUR Vorsprung wären es noch 9.5 Jahre.

Wenn der Auszubildene Abitur hat, kann er trotzdem einen Vorsprung von über 50000 EUR erreichen. Um dies bei zusätzlichen 700 EUR / Monat aufzuholen, braucht man immerhin noch fast 6 Jahre.

Allein für den Teilbetrag von 14400 EUR, die ein Auszubildener bereits während der Ausbildung erhält, braucht man bei 700 EUR Gehaltsdifferenz 1.7 Jahre zum Aufholen.

Auch wenn dies alles auf groben Annahmen basiert, ist der Grundgedanke hoffentlich ersichtlich und man erkennt, dass auch solche Überlegungen miteinbezogen werden müssen.

Wer viel Ausbildungsvergütung bekommt, bekommt eventuell (nur bei hohen Werbungskosten) kein Kindergeld mehr.

Das Kindergeld ist eine Zahlung an die Erziehungsberechtigten. Aber selbst wenn sie es an das Kind weitergeben, bleibt die Grundaussage meiner obigen Überlegung erhalten.

Da bekommt man auch immerhin im Durchschnitt 250-400€ Bafög + Kindergeld (bis 25 Jahre).

Bekommt nicht jeder.

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Eine abschließende Frage noch: Lohnt es sich nur des Geldes wegen ein Fernstudium aufzunehmen (oder sogar ein Vollzeitstudium), oder kann man mehr Geld auch erreichen, wenn man wie gesagt mehr Verantwortung hat usw.?

Man könnte meinen, du hast keinen Beitrag hier gelesen. Es hängt von DIR ab, von deinen Kenntnissen, Fähigkeiten und deinem Engagement! Ein Studium kann dir dabei helfen, muss es aber nicht. Und nur wegen dem GELD: Du musst dir mal Gedanken darüber machen, was du eigentlich machen möchtest? Möchtest du überhaupt Verantwortung haben? Es gibt Menschen, die sind fachlich total super, können aber mit Verantwortung gar nicht umgehen. Darüber mal nachgedacht? Meinst du, dass jeder Akademiker ein guter Vorgesetzer wäre?

Abgesehen davon musst du auch einberechnen, dass du das Studium gar nicht schaffst, oder zumindest nicht in der Regelstudienzeit. Vielleicht stellst du auch fest, dass dir ein Studium gar nicht liegt? Tausende Eventualitäten, die man unmöglich beantworten kann.

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@carstenj: Ja ich bin mir auch bewusst, ein Studium nicht zu schaffen. Meine Ausbildung hab ich zwar sehr gut abgeschlossen, aber ein Studium ist um einiges härter. Trotzdem bin ich der Meinung, dass ich genug Ehrgeiz habe, um das durchzuziehen. Mir wurde auch empfohlen nach der Ausbildung zu studieren, habe mich dann aber (u.a. aus finanziellen Gründen) dagegen entschieden.

OK, ich denke mal dass ein Fernstudium besser wäre als ein Vollzeitstudium. In der Zeit kann ich außerdem Berufserfahrung sammeln. Das heißt ich bin dann Ende 20, habe ein Ausbildung und ein Studium erfolgreich abgeschlossen und bereits ca. 5 Jahre Berufserfahrung. Ich denke, dass ist mehr als OK.

Eine Frage ist für mich noch offen: Angenommen ihr habt das Fernstudium erfolgreich abgeschlossen. Hängt ihr das dann in eurer Firma an die große Glocke und wollt gleich mehr Geld? Kann ich mir so ehrlich gesagt nicht vorstellen...

newbie

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Nein, nach dem Studium solltest du schauen ob in deiner Firma eine "höhere" Stelle frei ist und dich bevördern lassen, oder dich wo anders Bewerben. Wenn du in der Firma bleiben willst und immernoch die gleichen aufgaben hast kannst du dein studium als gescheitert ansehen und wirst auch nicht mehr geld bekommen.

Wichtig: Du wirst nur wegen dem Abschuss nicht mehr Geld bekommen!!! Wenn du dein im Studium neu erlerntes wissen/Fähigkeiten einbringst und dadurch der Firma zu mehr erfolg verhelfen kannst wirst du mehr bekommen.

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Angenommen es wird keine höhere auf mich passende Stelle frei, dann bleibt also nur noch, dass ich mich woanders bewerbe?

Kann es nicht eventuell sein, dass die Personaler, Vorgesetzten usw. sehen, der ist sehr ehrgeizig und hat eine bessere Position verdient, und mir dann (automatisch) eine neue Stelle anbieten?

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