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EIn Betrieb darf ausbilden wenn es einen Ausbilder mit Schein gibt UND jemand (anders) die Fachkompetenz hat oder/und es eine Sondergenehmigung gibt.

Wenn es ergo einen ITSE mit Erfahrung gibt darf man annehmen, daß der auch einen FiSi ausbilden kann. Damit er das darf benötigt jemand einen AdA Schein ... oder das Placet der Kammer. Das wird zu Beginn der Ausbildung abgefragt.

Ob der Weggang des Ausbilders bei einer eingetragenen Ausbildung Auswirkungen haben muss weiss ich auch nicht.

Sprich mit der IHK wenn Du das Gefühl hast dass der Betrieb Dich nicht ausbilden kann. Ob er das darf oder nicht kannst Du nicht beurteilen ;)

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vor 3 Stunden schrieb charmanta:

EIn Betrieb darf ausbilden wenn es einen Ausbilder mit Schein gibt UND jemand (anders) die Fachkompetenz hat

Das widerspricht doch den von @Whiz-zarD zitierten Paragraphen im BBiG. Dort steht klar drin, dass die Ausbilder persönlich UND fachlich geeignet sein müssen. Das würde meiner Interpretation nach bedeuten, dass irgendwer mit dem AdA Schein nicht ausreicht auch wenn es jemanden gibt der fachlich geeignet ist. Kurzgesagt: Die Personaltante mit dem AdA Schein und ein ITler ohne AdA Schein sind nicht ausreichend.

Ich habe aber den Eindruck, dass es der IHK schlichtweg egal ist oder nicht sehr stark darauf geachtet wird. 

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Ich kenne einige Fälle in denen das so gelaufen ist. Vielleicht wurde es in den Fällen nur toleriert.

Ich würde es bspw. gut finden, wenn die Dame aus der Personalabteilung einen Schein hat und sich Vollzeit mit den Azubis beschäftigt. Dann hat die Ausbildung wenigstens formal "Hand und Fuß" (es gibt die ensprechenden Pläne, wie Versetzungsplan etc. -> Schließlich soll auch ein Fachinformatiker wenigstens mal eine kaufmännische Abteilung gesehen haben!). Entsprechende IT-Themen können von den Ausbildungsbeauftragten in der IT-Abteilung dann auch vermittelt werden. 

Das macht meiner Meinung nach viel mehr Sinn, als dass in der 1-Mann-IT der Mitarbeiter den Azubi komplett alleine ausbildet (weil er irgendwann mal einen Schein gemacht hat) und die Qualität der Ausbildung aus verschiedenen Gründen (Zeit, Kündigung) dann "unter aller Sau" ist.

 

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vor 46 Minuten schrieb Listener:

Ich würde es bspw. gut finden, wenn die Dame aus der Personalabteilung einen Schein hat und sich Vollzeit mit den Azubis beschäftigt. Dann hat die Ausbildung wenigstens formal "Hand und Fuß" (es gibt die ensprechenden Pläne, wie Versetzungsplan etc. -> Schließlich soll auch ein Fachinformatiker wenigstens mal eine kaufmännische Abteilung gesehen haben!). Entsprechende IT-Themen können von den Ausbildungsbeauftragten in der IT-Abteilung dann auch vermittelt werden.

Ein Ausbilder ist aber nicht nur dafür da, um Pläne zu machen und den Azubi von A nach B zu schicken, sondern ein Ausbilder ist sowohl ein fachlicher Ansprechpartner, als auch eine Vertrauensperson. Wenn also die "Dame aus der Personalabteilung" die Aufgabe als Ausbilderin übernimmt und der Azubi nur in der IT-Abteilung rumhängt, weil er dort ausgebildet wird, dann lässt sich schwieriger eine Vertrauensbasis aufbauen, weil beide kaum Berührungspunkte haben. Dazu gehört auch, dass man den Azubi in seiner Entwicklung beobachten und ggf. Maßnahmen ergreifen muss. Wenn bestimmte Probleme auftreten (z.B. der Azubi kommt regelmäßig zu spät), dann hat der Ausbilder die Aufgabe herauszufinden, warum das so ist und den Azubi zu helfen. Dies geht aber nicht, wenn die "Dame aus der Personalabteilung" zwei Stockwerke höher sitzt und den Azubi vielleicht einmal die Woche zu Gesicht bekommt und der Azubi behauptet, es sei alles toll, weil kein Vertrauen existiert.

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Wir sollten anerkennen, dass Theorie und Praxis bei der Ausbildung zwei paar Schuhe sind.

Würde man den Standard ansetzen, der theoretisch sinnvoll wäre, gäbe es in der deutschen IT-Landschaft wohl noch eine Hand voll Ausbildungsbetriebe. Der Rest (und somit Großteil) wäre personell und fachlich nicht ausreichend aufgestellt, überhaupt eine Ausbildung zu gewährleisten, welche den Namen auch verdient hat. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen fast durch die Bank weg nicht.

Noch schlimmer wäre das im Handwerk, wo Azubis häufig nicht mehr als billige Arbeitskräfte, weit unter dem Mindestlohn sind.

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@Whiz-zarD Das ist mir sehr wohl klar. Wenn aber der Ausbilder nach der Hälfte der Ausbildungszeit kündigt und sich der Azubi selbst ausbildet (es gab 2 Fälle in meiner alten Berufsschulklasse, ohne Witz) ist das weniger zielführend. Dann würde ich die "Dame aus der Personalabteilung" in diesem Fall als Ausbilderin bevorzugen, denn die merkt dann wenigstens, dass etwas schief läuft und sie muss reagieren (schließlich ist sie die eingetragene Ausbilderin).

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vor 3 Minuten schrieb Listener:

@Whiz-zarD Das ist mir sehr wohl klar. Wenn aber der Ausbilder nach der Hälfte der Ausbildungszeit kündigt und sich der Azubi selbst ausbildet (es gab 2 Fälle in meiner alten Berufsschulklasse, ohne Witz) ist das weniger zielführend. Dann würde ich die "Dame aus der Personalabteilung" in diesem Fall als Ausbilderin bevorzugen, denn die merkt dann wenigstens, dass etwas schief läuft und sie muss reagieren (schließlich ist sie die eingetragene Ausbilderin).

Und was bringt dir die "Dame aus der Personalabteilung"? Im Endeffekt muss der Azubi sich auch in diesem Fall selbst ausbilden. Die Ausbilderin kann fachlich nichts beitragen.

vor 30 Minuten schrieb Errraddicator:

Würde man den Standard ansetzen, der theoretisch sinnvoll wäre, gäbe es in der deutschen IT-Landschaft wohl noch eine Hand voll Ausbildungsbetriebe. Der Rest (und somit Großteil) wäre personell und fachlich nicht ausreichend aufgestellt, überhaupt eine Ausbildung zu gewährleisten, welche den Namen auch verdient hat. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen fast durch die Bank weg nicht.

Noch schlimmer wäre das im Handwerk, wo Azubis häufig nicht mehr als billige Arbeitskräfte, weit unter dem Mindestlohn sind.

Vielfach sind die Probleme hausgemacht, weil man nicht gewillt ist, einen Azubi vernünftig auszubilden, weil man nur die Kosten sieht aber nicht den Nutzen. Es geht ja schon damit los, dass man den Ausbilder kaum Freiraum lässt, um wirklich den Azubi zu betreuen. Denke schon, dass man einen Azubi auch in einen 5-Mann-Betrieb gut ausbilden könnte, wenn man will aber wie du schon sagst: Vielfach werden sie nur als billige Arbeitskräfte abgestempelt, die nur die Drecksarbeit machen sollen.

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vor 3 Minuten schrieb Whiz-zarD:

Und was bringt dir die "Dame aus der Personalabteilung"? Im Endeffekt muss der Azubi sich auch in diesem Fall selbst ausbilden. Die Ausbilderin kann fachlich nichts beitragen.

Es kann reagiert werden. Wenn der Azubi alleine da sitzt, fällt das im schlimmsten Fall niemandem auf, die "Dame" muss aber dann darauf aufmerksam machen. Es muss schnellstens ein neuer Mitarbeiter in die IT-Abteilung.

Ggf. wird der Azubi in der Zwischenzeit in einer anderen Abteilung oder im Partnerunternehmen ausgebildet (das ist schließlich schon erlaubt), denn "alleine arbeiten" ist nicht drin.

Spätestens dann sollte dem Geschäftsführer auffallen, dass da etwas nicht passt. Im Endeffekt ist schließlich sie als Ausbilderin verantwortlich.

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vor 12 Minuten schrieb Listener:

Es kann reagiert werden. Wenn der Azubi alleine da sitzt, fällt das im schlimmsten Fall niemandem auf, die "Dame" muss aber dann darauf aufmerksam machen. Es muss schnellstens ein neuer Mitarbeiter in die IT-Abteilung

Es ist ja nicht so, als wäre dieser Missstand nicht bekannt, da der Name des Ausbilders im Ausbildungsvertrag steht und bei Änderung der IHK gemeldet werden muss.

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Die IHK entscheidet letzendlich wer fachlich geeignet ist. Als ich angefangen habe auszubilden, hatte ich auch noch keinen ADA-Schein. Der Bearbeiter von der IHK ist damals vorbeigekommen, hat sich alles angesehen und ein Gespräch von knapp 2 Stunden mit mir geführt. Danach hat er mir die Erlaubnis erteilt ausbilden zu dürfen, mit der Auflage den ADA-Schein innerhalb eines Jahres zu erwerben.

Und als ich mehrere Jahre später die Stelle wechselte, haben wir dies vorher auch mit der IHK in einem Gespäch geregelt. Es war kein Problem, dass eine Zeit lang kein IT-Ausbilder im Betrieb war. Aufgaben waren genug vorhanden und es gab genug Ausbilder für andere Berufse, welche die pädagogische Betreuung sichergestellt haben. Hier musste der Betrieb aber nachweißbar einen neuen IT-Ausbilder suchen. Wir wurden aber auch extra von der IHK darauf hingewiesen, dass in der Zeit des Abschlussprojektes dann zwingend ein IT-Ausbilder da sein muss.

 

/edit

Und wenn ich es richtig verstanden habe, ist hier eine IT-Kraft vorhanden (Die auch sehr wohl eine Ausnahmegenehmigung besitzen könnte und eventuell nur auf seine Schulung wartet).  Und der Arbeitgeber weiß auch noch nichts über das bevorstehende Ausscheiden des Mitarbeiters. Ich denke danach wird der AG auch schnellstmöglich einen geeigneten Nachfolger suchen.

bearbeitet von Sullidor

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