stefan.macke

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  1. Ich würde ergänzen, dass die Nutzwertanalyse ein Werkzeug ist, um nicht-monetäre Faktoren bewerten zu können. Die von dir genannten Punkte (Zuverlässigkeit, Wartung usw.) sind nämlich alle "weich" und lassen sich nicht mit einem Euro-Bertrag versehen.
  2. ...wurde bislang noch nicht abgefragt. Was aber auch ok ist. Wer braucht denn schon wirklich ein Timing-Diagramm? Wie beschrieben setze ich die UML sehrwohl für die Modellierung ein. Allerdings nicht im Detail - also Klassen mit Attributen und allem Schnickschnack - sondern insb. für die Architekturplanung. Das detaillierte Klassendesign oder Abläufe, die man mit einem Sequenzdiagramm modellieren könnte, ergeben sich bei Anwendung von TDD erst bei der Entwicklung. Nichtsdestotrotz gibt es viele gute Werkzeuge (z.B. den Enterprise Architect), die Roundtrip-Engineering beherrschen und Code zu Modell und Modell zu Code wandeln können. Dadurch wird die Aktualisierung der Modelle ein Kinderspiel. Genau wie bei Code Das kommt auf den Grad der Abstraktion an. UML hat nicht den Anspruch, die Details perfekt abzubilden. Das kann Code tatsächlich besser. Dafür kannst du in deinen Diagrammen die Sicht und den Grad der Detaillierung frei wählen und komplexe Abläufe auf ihren Kern herunterbrechen. Von daher sehe ich die UML gerade bei komplexen Abläufen als äußerst hilfreich an. Siehe oben. Das geht sehrwohl. Allerdings sollte nicht der Anspruch sein, "fertigen" Code zu generieren, sondern z.B. Klassenrümpfe oder Pakete. Das spart dann tatsächlich sogar Zeit, wenn man mit dem Modell beginnt. Da wir auch mehrere selbst entwickelte DSLs im Einsatz haben, kann ich nur zustimmen: für die Codegenerierung optimal! Aber für die Dokumentation und grobe Modellierung würde ich trotzdem ein grafisches Werkzeug wie die UML vorziehen.
  3. In der Ist-Analyse wird der aktuelle Zustand der durch das umzusetzende Projekt zu lösenden Problemstellung dargestellt. Du erläuterst die bisherige Situation mit dem konkreten Problem, das es zu lösen gilt. Beispiel: Urlaubsanträge werden noch auf Papier eingereicht, was jetzt durch ein elektronisches System abgelöst werden soll. Dabei gehst du z.B. auf die Schwachstellen des aktuellen Zustands ein (z.B. langsamer Prozess, Medienbrüche, menschliche Fehler, hohe Kosten) und begründest, warum eine andere Lösung sinnvoll ist. Häufig geht es aber auch um eine Ist-Aufnahme und Visualisierung bestehender Prozesse, die bislang vielleicht gar nicht komplett verstanden wurden. Dabei können dann z.B. EPKs oder Aktivitätsdiagramme helfen. Letztlich soll am Ende der Ist-Analyse der aktuelle Prozess oder Zustand verständlich dokumentiert sein, sodass klar wird, warum eine neue Lösung geschaffen werden muss.
  4. Da muss ich widersprechen. Für die IHK-Prüfung sind mind. 5 UML-Diagrammtypen (Use-Cases, Aktivität, Zustand, Klassen, Sequenz) absolut relevant, da sie in den letzten Jahren fast immer abgefragt wurden. Und auch in der Praxis sehe ich nicht, dass die UML "versagt" hat. Wenn sie nicht zur Modellierung verwendet wird (worüber man in Zeiten von TDD streiten kann), so ist sie doch der allgemein akzeptierte Standard, wenn es um die Dokumentation geht. Wir verwenden z.B. regelmäßig Klassen-, Verteilungs- und Komponentendiagramme, um die Architektur von Anwendungen zu dokumentieren. Und eine gewisse Modellierungsphase vor der Entwicklung empfinde ich auch als äußerst hilfreich. Gerade um Azubis vor der Programmierung die geplanten Schichten (oder wie auch immer die Architektur aussieht) näherzubringen.
  5. Ich berichte mal aus der Prüferpraxis: Ich wäre froh, wenn Prüflinge wenigstens die Wikipedia zitieren würden! Die meisten Dokus, die ich lesen darf, enthalten nämlich einfach gar keine Quellenangaben. An die Projektdoku werden nicht so hohe Ansprüche gestellt wie an wissenschaftliche Arbeiten. Aber wenn fremde Inhalte wiedergegeben werden, ist eine Quellenangabe notwendig, damit die eigene von fremder Arbeit abgegrenzt werden kann. Allein für die Benotung ist das schon wichtig. Ich persönlich würde bei Wikipedia als Quelle ein Auge zudrücken. Immerhin besser als gar nichts! Allgemein kann ich mich der Aussage aber anschließen, dass Wikipedia nicht als Quelle angegeben werden sollte. Mit einer kurzen Google-Suche finden sich auch immer "vernünftige" Quellen (einfach mal auf das zweite Suchergebnis klicken und nicht direkt aufs erste). Oder man nimmt halt die Wikipedia als Einstieg und folgt den dort angegebenen Primärquellen. Dass das natürlich Arbeit macht, ist klar. Aber immerhin reden wir hier von einer Abschlussprüfung eines Ausbildungsberufs und nicht von einem Referat in der 7. Klasse.
  6. Das sehe ich ganz genauso! Meine Azubis fangen im zweiten Lehrjahr mit der regelmäßigen Bearbeitung von IHK-Prüfungen an. Und bereits im ersten Lehrjahr beginnen wir mit dem Durcharbeiten zentraler Literatur wie dem Handbuch für Fachinformatiker. Das hat sich bei uns absolut bewährt. Außerdem lernt man den ganzen Kram ja nicht nur für die Prüfung. Es sind auch sehr viele praxisrelevante Themenfelder zu erarbeiten, die man bei seiner täglichen Arbeit anwenden kann. Beispiel Programmierung: Da sollte man schon im ersten Lehrjahr ein Klassendiagramm zeichnen und Vererbung und Polymorphie erklären können. Das sind klassische Prüfungsthemen, die aber auch in der Praxis eine hohe Relevanz haben. Ich finde es immer schade, wenn Prüflinge die ganzen Inhalte nur für die Prüfung lernen. Man kann doch im Arbeitsalltag viele Sachen direkt anwenden und damit z.B. seinen täglichen Job besser machen.
  7. Das zweite stimmt, das erste nicht. Das ist ein Fehler, den viele Prüflinge auch in der mündlichen Prüfung machen: "Den Stundensatz darf ich Ihnen nicht nennen. Der unterliegt dem Datenschutz." Das ist falsch. Es handelt sich beim Stundensatz nicht um ein personenbezogenes Datum, da er nicht einer konkreten Person zuzuordnen ist, sondern wenn überhaupt einer Personengruppe (z.B. Azubis, Entwickler). Außerdem lässt er keinen Rückschluss auf die Höhe des Gehalts zu, da ja noch Neben- und Gemeinkosten einkalkuliert sind und bei externen Sätzen sogar der Gewinn. Nur der zweite Teil wäre richtig: "Den soll ich nicht herausgeben, da mein Chef ihn geheimhalten möchte.". Zurück zum Thema: Prüflinge müssen in ihrer Doku nicht eine komplette Umlageberechnung mit BAB und was weiß ich abliefern. Die ist im Zweifel ohnehin unvollständig, weil dem Azubi gar nicht alle Informationen vorliegen. Es reicht definitiv die Angabe von Stundensätzen aus der Buchhaltung. Allerdings sollte man das gut begründen und aufschreiben, woher die Sätze kommen! Darüber hinaus empfehle ich jedem Prüfling wärmstens, sich für das Fachgespräch auf die Erläuterung der Ermittlung dieser Stundensätze vorzubereiten (also: fixe vs. variable Kosten, Einzel vs. Gemeinkosten, BAB, Lohnnebenkosten usw.). Denn das ist klassischer Berufsschulstoff, der gerne abgefragt wird. Man muss die Stundensätze also theoretisch berechnen können (was im Fachgespräch ggfs. gefragt wird), aber in der Doku reicht die Angabe von betrieblichen Sätzen, die der Prüfling nicht selbst ermittelt hat.
  8. Du hast - mal wieder - völlig recht, was die Praxis angeht. Allerdings kann man das den Prüflingen definitiv nicht empfehlen! Die Wahrscheinlichkeit, einen Punktabzug zu bekommen bzw. sogar durchzufallen, weil die zeitlichen Vorgaben nicht eingehalten wurden, ist sehr hoch! Jeder weiß, dass die Projektarbeit geschönt ist. Dieser Fakt steht auch bei der anstehenden Neuordnung der IT-Berufe ganz oben auf der Mängelliste. Es wird überlegt, von diesem starren Projektrahmen wegzugehen. Bis es jedoch soweit ist, kann ich nur jedem Prüfling raten, die Zeit exakt einzuhalten!
  9. Einfach, um noch einmal deutlich zu widersprechen https://www.informatik-aktuell.de/aktuelle-meldungen/2017/februar/bereits-jedes-dritte-unternehmen-entwickelt-eigene-software.html -> Ein Viertel aller deutschen Unternehmen (laut der Studie) beschäftigt eigene Softwareentwickler. Ein Drittel entwickelt sogar ganz eigene Software.
  10. Das kommt auf die Prüfung an. Geht es um GA1 und GA2, die von Menschen korrigiert werden, wirst du Teilpunkte bekommen. Wenn es um die maschinell korrigierten Prüfungsteile (Zwischenprüfung, WiSo) geht, bin ich mir nicht sicher.
  11. Ich würde behaupten, dass Copy und Paste von StackOverflow auch den Alltag "fertiger" Entwickler bestimmt Allerdings sollte man immer verstehen, was man da kopiert. Btw, unterstützt dich dein/e Ausbilder/in nicht bei der Einarbeitung?
  12. Ok, das stimmt natürlich. Ich würde aber einfach mal behaupten (allein weil in allen Bewertungsmatrizen auf der ersten Google-Suchergebnisseite explizit eine Benutzerdokumentation gefordert wird), dass die meisten IHKen eine separate Benutzerdokumentation erwarten. Im Zweifel geht natürlich der Wunsch der eigenen IHK vor! Und es bietet sich natürlich auch nicht für jedes Projekt eine solche Doku an! Wenn es keine Benutzer gibt, kann man auch keine Doku für sie schreiben. Dann würde ich aber schauen, ob es andere Zielgruppen gibt (z.B. Admins, Entwickler), für die eine Dokumentation sinnvoll wäre.
  13. Da muss ich leider entschieden widersprechen. Es kann sein, dass einige IHKen auf Kunden- und/oder Entwicklerdoku verzichten, aber meiner Erfahrung nach, wollen die meisten IHKen das explizit haben. Das steht sogar in den Bewertungsmatrizen für die Dokumentation (s.u.). Zumindest die Benutzerdokumentation ist demnach Pflichtprogramm als Teil jeder Projektdokumentation. Eine Entwicklerdokumentation (z.B. mit JavaDoc) würde ich im Sinne einer guten Bewertung aber auch noch zusätzlich erstellen. Vgl. (u.a.): http://www.ihk-niederrhein.de/downloads/ihk/Bewertungsmatrix_Doku_FIAN.pdf https://www.darmstadt.ihk.de/blob/daihk24/produktmarken/aus_und_weiterbildung_channel/pruefungen/downloads/downloads/2551166/bdb388bedbc086ef6af8038551c207d2/Bewertungsmatrix_FIAE-data.pdf http://www.dortmund.ihk24.de/blob/doihk24/bildung/downloads/305454/d4d06e5b78c03eaf279dbfdb8e000292/Handreichungen_IT_Berufe-data.pdf
  14. Das ist laut der neusten Zahlen des BIBB (September 2016) falsch. Der Fachinformatiker Anwendungsentwicklung hat in den letzten Jahren stark zugelegt. Von ca. 3.000 auf knapp über 5.000 neue Ausbildungsverträge pro Jahr. Quelle: https://www.bibb.de/de/59343.php
  15. Dein Fehler sind die 16 Bit für die Hexzahl. Dafür brauchst du nur 4 Bit. 2^4 = 16 Möglichkeiten. Mit 16 Bit könntest du 2^16 = 65.536 Zahlen/Möglichkeiten abbilden. Also: 4 Bit * 60 * 24 * 11 = 63.360 Bit = 7.920 Byte.