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L-1011-500

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Alle Beiträge von L-1011-500

  1. .. in meinem Profil steht deutlich "keine Reisetätigkeit". Die schreiben mir über Xing an, hätten die TOP-Stelle ohne Reisetätigkeit. Ich bitte um Zusendung der Stellenbeschreibung. Was steht drin "projektbezogene Reisetätigkeit". Meine Erfahrung: 99% ist leeres Gewäsch und Abgreifen von Daten. Telefonate mit Personalvermittlern spare ich mir mittlerweile vollständig da mir die Zeit zu schade dafür ist.
  2. Ich habe das ISTQB - Foundation Level Zertifikat (Seit 2005) , zudem noch das Agile Zusatzzertifikat und auch zwei Advanced Level. Die Zertifikate m.E. sind ein muß wenn man als Tester arbeiten möchte. Ich selbst werde aber kein weiteres mehr ablegen. 1. weil ich nicht mehr als Vollzeit-Testmanager arbeite und 2. weil ich die Prüfungen mittlerweile für viel zu schwammig halte. Das bezieht sich auf eine agile Prüfung, die ich im April 2019 abgelegt habe. Es reicht meines Wissens nach heute nicht mehr aus, dass umfangreich erforderliche (!) Wissen zu besitzen und zu lernen. Früher konnte man bei vorhandenem Wissen von 4 Antwortmöglichkeiten einer Frage immer 2 Streichen und dann die Lösung aus den verbliebenden 2 herleiten. Mittlerweile sind die Fragen so schwammig das das wegstreichen nicht mehr möglich ist und die Beantwortung zum Ratespiel wird. Die notwendigen 65% zu erreichen ist dann schwer bis unmöglich obwohl das Wissen vorhanden ist. Vielleicht (!) werden hier künstlich die Durchfallquoten hoch getrieben ... Es gibt Alternativen wie ISQI und auch TMAP von Sogeti (Cap Gemini) . Die haben sich aber leider nicht durchgesetzt. Prüfung hin oder her: ich empfehle niemandem die Rolle des Testers. Aber das steht auf einem anderen Blatt ..
  3. Bezüglich Softwaretest mal in diesem Thread nachlesen. Ich möchte es dir nicht empfehlen. Aber frag mich gerne wenn du Fragen hast
  4. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    Enterprise Application Management hat aus meiner Sicht nichts mit der von mir geschilderten Situation zu tun
  5. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    Solche Statistiken kannst Du jeder Rolle im Projekt zigmal erklären. Du kannst sogar alle Projektmitarbeiter zum ISTQB Certified Tester schulen und diese danach zertifizieren lassen. Die meisten erkennen Testen nicht als Chance. Die wollen das nicht erkennen. Und ich wollte das auch nicht mehr ständig erklären.
  6. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    Update: bin nach 18 Jahren Vollzeittester raus aus dem Testen. Es ist und bleibt immer dasselbe ... erst will man (die GF) Testen, dann wird getestet ("oh .. das kostet Geld und verzögert mein Projekt") und dann wird alles in Frage gestellt. Das Aufdecken von Abweichungen während der Testphase wird fast immer als persönliche Kritik aufgefasst. Testen wird oft als destruktive Tätigkeit und nicht als Chance angesehen. Du kannst Abweichungen aller Art noch so positiv kommunizieren: Es führt immer wieder zu Schwierigkeiten zwischen Testern, Entwicklern, Analysten, Projektleitern, Geschäftsführern ... Immer wieder "Testen macht unser Projekt schlecht." Insbesondere in großen Projekten, in denen es verschiedene Teil-Projektleiter gibt, kommt oft an einem bestimmten Punkt des Projektfortschrittes die schlechte Nachricht vom Testmanagement. Während alle anderen Teilprojekt-Leiter GRÜN melden, verkünde ich als Testmanager berechtigterweise (!) in Bezug auf den vorgesehene Fertigstellungstermin ROT. Und dann ist man als Testmanager wieder mal der doof, weil der Überbringer dieser Nachricht auch als Verursacher des Problems angesehen wird. Den Kampf kannst Du nicht gewinnen und wenn Du Dich noch so sehr anstrengst. Das zermürbt unendlich. Mich beruhigt nur immer wieder das das alles an der Rolle hing und nicht an meiner Person. Fast alle Testmanager berichten nämlich in ähnlicher Form wie ich. Bin jetzt seit 4 Monaten Richtung Projektmanagement und Bereitstellung von kundenspezifischen System unterwegs. Das macht mir unendlich mehr Spaß und man erfährt manchmal sogar so etwas wie Wertschätzung.
  7. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Spiegel Online 1,24 Millionen unbesetzte Jobs Zahl der offenen Stellen steigt auf Rekordhoch ich weiss nicht was da gesucht wird , aber IT´ler scheinbar nicht. Habe (mit mir) einige (sehr gute), die von der Firma weg wollen und sich aktiv bewerben. Annehmbare Konditionen sind sehr sehr selten dabei?! Und mit annehmbar meine ich "normale" Konditionen. Wenn ich doch so einen Fachkräftemangel habe und dringenst Leute brauche lege ich doch als Arbeitgeber eigentlich im (normalen und nicht überzogenen!) Angebot (ein wenig) was drauf und mache den potentiellen Kollegen einen Wechsel schmackhaft. Passiert aber nicht?! Irgendwas stimmt doch nicht ...
  8. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Lohn ist keine beste Motivation .. Siehe zum Beispiel
  9. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Vielleicht liegt's an meiner Spezialisierung aber im Bereich Softwaretest oder Testmanagement kann ich diesen Mangel nicht entdecken. Ja, es werden Stellen ausgeschrieben und Recruiter klopfen regelmäßig bei mir an, aber immer wenn es ans Eingemachte geht, dann: ist die Kompensation plus Gehaltskorridor meist schlechter als das was ich jetzt bekomme (und das ist nicht berauschend) wird die dringende Suche seitens des Kunden plötzlich auf den nächsten Monat/Quartal/Jahr/irgendwann verschoben kommen Rückmeldungen wie "zu wenig / zu viel Tiefenwissen" oder das man trotz 17+ Jahren an QS-Erfahrung und nachgewiesener Kenntnisse als Arbeitgeber noch mehr erwartet - bei (unter)durchschnittlichem Gehalt Dazu werden unterschiedlichste Architekturen und Produkte in den Mixer geworfen und man hofft auf die eiligst eingeführte Software Test Abteilung die mit strukturiertem Softwaretest aus Schrott eine funktionierende Software erzeugt. Dass ich keine Qualität in die Software hinein testen kann, verstehen die Verantwortlichen meist eh nicht weil das Thema "Softwaretest" an sich schon nicht verstanden werden will (!) Vielleicht liegt's an meiner Spezialisierung und man wird als Entwickler mit Geld zugeschüttet aber beim Thema Softwaretest scheint es keinen Mangel zu geben - nur wenn's mal wieder irgendwo kracht, weil ein ahnungsloser Entwickler oder -team agil Anwendungen baut, deren Datenverarbeitung im Produktivbetrieb seltsame Ergebnisse liefert stehen wieder alle ratlos rum und schreien nach Qualität (die sie selber nicht erzeugen wollen) 4,5 Jahre noch bis zur Reduzierung meiner Arbeitszeit auf 4 Tage. Maximal 10 bis zum Ruhestand ... ich hab einfach keine Lust mehr auf diesen um sich greifenden Irrsinn in der IT-Branche. Alternativ Vorschläge (per PN) werden dankbar angenommen
  10. Hallo, ich hole das alte Thema aus aktuellem Grund nochmal hoch: Wurde von BRUNEL ganz konkret angeschrieben und habe denen dann meine Unterlagen zugesendet. Für das anschließende Vorstellungsgespräch wurden die Fahrtkosten nicht übernommen. Im Gespräch selber hat man massiv versucht meine nachweislichen Fähigkeiten (> 17 Jahre QS) klein zu reden und dann auch noch nach der Schmerzgrenze des Gehaltes gefragt. Ernsthaft wurde versucht, mein aktuelles Gehalt um 20% zu drücken. Des Weiteren hat man auch klar zum Ausdruck gebracht, dass wenn man kein Projekt mehr hätte, der Arbeitsvertrag auch nach Jahren (zügig) von Seiten der Firma aufgelöst wird. Bundesweites Reisen wird auch vorausgesetzt aber man ist bemüht ein Projekt in Tagesnähe zu finden. Ich habe das Gespräch dann auch abgebrochen. Ich denke nicht, dass die Konditionen grundsätzlich attraktiv genug sind um motivierte Mitarbeiter zu finden.
  11. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Am besten sind die Firmen, die während des 2. Vorstellungsgespräch die Vertragsverhandlungen mit einem 10% Gehaltsverzicht beginnen und Dir das dann auch noch schön reden wollen. Als ob der potentiell fachlich / menschlich passende und wechselmotivierte Bewerber nichts anderes zu tun hätte als sich verarschen zu lassen.
  12. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Arbeitswelt
    Es gibt keine Fachkräftemangel! Vier Millionen deutsche Fachkräfte arbeiten im Ausland. Das begründen sie mit den befristeten Verträgen in Deutschland. So haben zum Beispiel die Hälfte der Ingenieure befristete Verträge, obwohl die Unternehmen händeringend danach suchen. Irgendwo eine Stellenanzeige zu schalten reicht heute nicht mehr, denn sie spricht nicht die richtigen potenziellen Bewerber an. Wen möchte dein Unternehmen erreichen? Nicht alle Bewerber sind aktiv auf der Suche. Passive Bewerber würden ein Jobangebot annehmen, wenn sie es erhalten. Diese Menschen musst du selbst aktiv suchen. Obwohl Deutschland momentan einen Rekord an Fachkräften aufstellt, ist überall vom Mangel zu hören. Das hängt mit der alternden Gesellschaft zusammen. Nur wenige Unternehmen nutzen das Potenzial der über 50-Jährigen. Selbst bei einer Tätigkeit in einer anderen Branche haben sie Berufserfahrung sammeln und Seniorität gewinnen können Es gibt keine Fachkräftemangel! Es gibt nur ein Mangel an billigen, gut ausgebildeten Arbeitskräften. Aus eigener Erfahrung: Testmanager und Tester werden gesucht! Ich (49 Jahre) bin seit 17 Jahre im Softwaretest unterwegs, in diesem Bereich mittlerweile hoch qualifiziert und versuche mich immer (z.B. über aktuelle Zertifizierungen) up-to-date zu halten. Die Angebote, die ich nach Vorstellungsgesprächen erhalte, enthalten oftmals nicht: eine Festanstellung (sondern zeitlich befristet) bezahlte Überstunden (sondern 42,5 Stunden Wochenarbeitszeit + 24/7/365 verfügbar ohne Bezahlung) Urlaubs- und Weihnachtsgeld (weil ich das jetzt auch bekomme und mich nicht verschlechtern möchte) 30 Tage Urlaub (sondern nur 24 Tage im Jahr) ggf. regelmäßige Gehaltserhöhungen (weil ich das jetzt auch bekomme und mich langfristig nicht verschlechtern möchte) ggf. Bonus (weil ich das jetzt auch bekomme und mich nicht verschlechtern möchte) Warum sollte man bei Arbeitgebern , die angeblich so dringend suchen, zu Konditionen anfangen die deutlich schlechter sind als die vorhandenen? Es stimmt ggf schon: Es gibt keine / oder wenig qualifizierte Tester auf dem Markt. Aber zu beispielsweise solchen Kondition und bei einem solchen Umgang wird man auch keine finden?! Gruß Holger
  13. .. rechtfertigt ganz bestimmt ein Gehalt deutlich über 60.000€
  14. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    Im V-Model obliegen Komponenten- und Integrationstest der Entwicklung und nicht dem Test(er). Für den funktionalen System- und Abnahmetest (den Bereich den der Tester betreut) spielt eine Testautomatisierung keine oder kaum eine Rolle. Maximal kann man sich in diesem Kontext über eine Testautomatisierung im Regressionstest-Bereich unterhalten. Aber auch das ist, im klassischen Projektgeschäft, Entwicklungstätigkeit. Hier liegt eben der deutliche Unterschied zu agilen Teams die eben nicht mit dieser Trennung arbeiten. Hier ist der Tester Teil des (Entwicklungs)Teams und betreibt die Automatisierung zu einem grossen Teil selbst. Das ist ein Punkt, weshalb sich das Anforderungsprofil des Testers Richtung Entwicklungs Know-How verschiebt.
  15. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    Es liegt wohl eher an dem Wechsel vom klassischen zum agilen Projektvorgehen. Der Softwaretester mit dem Fokus auf die manuelle Testdurchführung hat im agilen Team so gut wie keine Chance schnell ein Feedback zur Qualität zu geben. Hier muss vorrangig eine schnelle Reaktion auf Änderungen, die durch kurze Iterationen ermöglicht wird, erfolgen. Das bedarf einer Testautomatisierung und die funktioniert ohne Entwicklungskenntisse nicht (Record and Playback funktioniert nicht!)
  16. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    Ich habe im übrigen soeben die Zertifizierung zum iSQI CAT Certified Agile Tester hinter mich gebracht. Aus den Gesprächen mit den anderen Lehrgangsteilnehmern wurde gundsätzlich deutlich, das ich mit meiner Einschätzung gar nicht so falsch liege: Während bei mir (als Testmanager) die Aufgaben seit Jahren in etwa gleich geblieben sind, wird von Softwaretestern im Rahmen der agilen Vorgehensmodelle immer mehr Entwicklungs-Know-How für Testautomatisierungsaufgaben gefordert. Das die Entwickler ungleich mehr Euros erhalten als die Softwaretester kann ich aber nicht bestätigen. Da gibt es ja auch einen aktuellen Gehaltsreport in den man diesbezüglich einmal reinschnuppern kann.
  17. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    Ich habe hier einen Freelance in meinem Team der als funktionaler Black-Box Softwaretester (günstige) 72,50€ + MwSt / Stunde auf die Rechung schreibt. In Richtung Agil mit Schwerpunkt Testautomatisierung steigen die Preise für einen Tester um ~15€ / Std. Testmanager (die wir hier nicht als externe haben) sind aber bereits im 3-stelligen Bereich unterwegs. Beraterfimen, die Ihre Leute aus welchem Grund auch immer hier her senden, erhalten meist ein Fixum / Monat und werden nicht auf Stundenbasis abgerechnet
  18. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    Hallo zusammen, kurzes Update: Seit etwas längerer Zeit nehmen bei mir und mir bekannten Softwaretestern die Verfügbarkeits-Anfragen extrem zu. Da ich, bis auf Stellenausschriebungen mit Reisetätigkeit, grundsätzlich immer ein offenes Ohr für solche Anfragen habe, stelle ich auch fest, das die angebotenen Gehälter und Tantiemen seit Monaten ebenfalls steil nach oben ziehen. Allerdings verschiebt sich das Anforderungprofil zunehmend: Während bei mir (als Testmanager) die Aufgaben seit Jahren in etwa gleich geblieben sind, wird von Softwaretestern im Rahmen der agilen Vorgehensmodelle immer mehr Entwicklungs-Know-How für Testautomatisierungsaufgaben gefordert. Gruß Holger
  19. NICHT wechseln! Die Vorteile des seeeehr sichereren Arbeitsplatz sind gegen nichts aufzuwiegen! Wenn Du in der Hire&Fire Branche IT das dritte mal Entlassen worden bist, weißt Du wovon ich rede. Wenn Du eine unbefristeten Vertrag hast bleib in jedem Fall in sicheren Gefilden ... gerade als Familienvater!
  20. Hatte neulich auch so ein (unverschämtes) Angebot (Testmanager) : 24 Tage Urlaub (plus 2 Tage wenn man weniger als 1Tage krank ist) 10 Prozent variabeler Anteil im Gehalt (Zur Erklärung: man bot mir nicht PLUS 10% auf mein aktuelles Gehalt sondern inklusive was letztendlich erstmal 10% minus ausmachen würde) 42,5 Stunden Woche ; kein Überstundenausgleich Parkmöglichkeit (im Herzen von Köln) eher nicht vorhanden; daher für Pendler definitiv ungeeignet Letztendlich haben die sich gewundert, das ich mich mitten im Gespräch bedankt und das Haus verlassen habe. Fahrtkosten gab es im Nachinein auch nur nach Klageandrohung. Liegt halt am Fachkräftemangel das die Stelle nach wie vor ausgeschrieben ist ...
  21. Die Aussage kann ich so nicht stehen lassen ... diese ist von zu vielen Faktoren und vor allen Dingen auch vom Persönlichen Schweinehund abhängig. Es gibt genug nachweisbare Storys die zeigen, das das funktioniert. Warum soll man nicht 50(+) noch einmal eine Ausbildung beginnen? Die Firmen müssen es nur wollen. Und wenn es nicht funktioniert gibt es immer noch eine Probezeit. Aber die Chance es zu probieren sollte nicht am Alter hängen. Ich verstehe einfach nicht, warum 50(+) jährige bis 67 Jahre (bei mir wären das dann 52 !!! Jahren Arbeitszeit) in einem Hire & Fire Bereich (IT) arbeiten sollen, gleichzeitig aber mit 50(+) bereits 17 (!) Jahre vorher mit "der ist zu alt" keine Chance mehr auf Erwerbstätigkeit haben Ich habe selber Personalverantwortung und ich hätte kein Problem damit jemand mit 55 einzustellen, wenn die Person einfach nur Lust hat den Job mit Freude auszuführen.
  22. Das ist es: gesetzlich bis 67 arbeiten müssen aber mit 50 keine Chance mehr haben? Das sind 17 (!) Jahre in denen man schon noch etwas bewegen kann und auch will. Es erschliesst sich mir absolut nicht, warum man mit 50 das Ruder nicht nochmal rumreissen soll und damit erfolgreich sein kann. Ich glaube auch nicht, das man nach 17 Jahren noch Junior Entwickler ist. Im übrigen darf man von der Generation 50(+) schon aufgrund der Lebenserfahrung einen ganz andere Umgang mit dem Arbeitsleben erwarten. Die "alten Hasen" bringen im Regelfall für die Firmen schon massiven Mehrwert ..
  23. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    SQS sucht immer. Sogeti auch. Und die andern anderen Consulting Buden auch. Wer Spaß an einem Leben aus dem Koffer hat kann hier ggf. sogar alt werden. Für mich würde es nicht mehr in Frage kommen.
  24. L-1011-500 hat auf einen Beitrag in einem Thema geantwortet in IT-Weiterbildung
    Hallo, altes Thema aber ich mag es kurz aufgreifen. Zu meiner Person: FIAE 2000 ; im Jahr 2001 nach einem missglückten Berufsstart (kleine Hardware Bude) über ein Düsseldorfer Consulting Unternehmen in den Bereich Softwaretest gerutscht. Ich mache den Job also jetzt bereits einige Jahre und ich hasse es mittlerweile! Die erste Zeit (2001 - 2003) als Consultant für ein neu gegründetes Unternehmen tätig gewesen. Vorrangiger Einsatz als Tester in Telekommunikationsunternehmen. Teilweise etwas zu testen, oft aber nichts. Fast immer 90 km Anfahrt am Tag (Firmenwagen aber Reisezeit = keine Arbeitszeit) um dann festzustellen, das aufgrund eines "Wartungsfensters" die Systeme wieder nicht zur Verfügung stehen. Also chatten im Internet und warten das irgendwas geht. Meist ging nix. Hat auch keinen interessiert. Oder aber es gab bei anderen Kunden erst gar kein Internetzugang (nur Intranet) und die Tätigkeit bestand in der Anfertigung eines täglichen Reports für die Projektleiter (Aufwand < 30 Minuten). Über das Softwaretesten hab ich wenig gelernt in der Zeit. Hat auch keinen interessiert. Fortbildungen gab es samstags. Hab alles mitgenommen was ging. 2003 dann glücklicherweise die Welt des Consultants verlassen und als Softwaretester bei einem Telekommunikationsunternehmen angefangen. Ich darf schon behaupten, dass die "angebotene" vertragliche Situation als recht positiv zu sehen war. Tarifvertraglich geregelt, stundentechnisch mit 38.5 ok, Gehalt war eher gering (~1700€ netto) aber ich war ja noch "Junior Tester". Die "reale Welt" sah dann schon anders aus: 16 - 17 Releases im Jahr, am Tag des Release "open End" (14 - 18 Stunden keine Seltenheit), kein Überstundenausgleich, keine Sonderzahlungen, keine Gehaltserhöhung. Das Testmanagement war extern besetzt und ließ das gesamte Testteam (5 - 7 Mitarbeiter) für den Projekterfolg gnadenlos "über die Klinge" springen. Es war immer genau der eine Fehler, den man übersehen hatte, der zu abmahnungsähnlichen Gesprächen geführt hat. Die 400 Abweichungen die man gefunden hatte spielten da keine Rolle. Auch nicht uninteressant zu wissen, das in den ~5 Jahren 4 Entwicklungsleiter das Unternehmen verlassen haben und ein Austausch von rund 70 Entwicklern stattgefunden hat. Fortbildungen gab es 2-3 im Jahr. Hab auch hier alles mitgenommen was ging. Über das Softwaretesten hab ich sehr viel gelernt in der Zeit und auch die ersten ISTQB Zertifizierungen mitgenommen. Das war auch die einzige Firma, bei der das Softwaretesten einen Wert (in Form von Wertschätzung) hatte und wir Tester wirklich gebraucht und gefragt wurden. Ende 2008 (fast völlig) ausgebrannt mit einer der vielen Kündigungswellen die Firma von selber verlassen und bei einer mittelständischen Firma der Kreditwirtschaft angeheuert. 40 Stundenwoche, kein Tarifvertrag, kein Überstundenausgleich. Hörte sich trotzdem erstmal alles gut an. Die "reale Welt" sah dann schon anders aus: Softwaretesten in Form von Excel Tabellen mit imaginären Testfällen. Ausschließlich Bugzilla und sonstige Open-Source-Software im Einsatz. Für eine 60€ (sechzig) - Lizenz monatelang gekämpft. Als dann der Teilprojektleiter (menschlich und fachlich sehr guter Kollege) das Unternehmen verließ wurde das Testteam (4 gesamt) in eines der hintersten Büros umgezogen. Die Aufgaben nahmen ab, die Mittagspausen mit Spaziergängen wurden länger, nach 1 Jahr gab es fast nichts mehr zu tun. Nachfragen beim Vorgesetzten erbrachten nichts. Also fuhr man morgens hin (68 km), setzte sich auf den Hintern, spielte den Tag eine Wirtschaftssimulation und durchforstete die Stellenbörsen. Oder hörte sich die Klagen vom Azubi an, das er bald ganz Wikipedia gelesen habe. Es kam wie es kommen muss: Ein neuer Investor kam, räumte auf und entließ uns Tester erstmal alle. Wir hatte 10 Minuten Zeit unsere Sachen zu packen und wurden dann wie Verbrecher vor die Türe gesetzt. War zwar rechtlich unwirksam aber da standen wir erstmal. Über das Softwaretesten hab ich sehr viel vergessen in der Zeit aber zumindest eine weitere ISTQB Zertifizierungen mitgenommen. Schulungen? Nur gegen 4-jahres Rückzahlungsverpflichtungen! Ende 2011 dann nach 3-monatiger Freistellung in eine kleine Firma für Energiewirtschaft gewechselt. Bester Chef, den ich jemals hatte! Das erste Jahr dort war bislang das einzige Jahr, in dem ich mich in der IT wohlgefühlt habe. Strukturierte Prozesse, Umgang miteinander fair und auch mit guter Streitkultur. Fokus auf Projekterfolg. Hab mich in alle Richtungen angestrengt; wollte dort endlich heimisch sein. War das erste mal Testmanager mit einem eigenen Team (studentische Hilfskräfte). Habe die (Entwickler) Kollegen im Testen geschult und zur ISTQB Prüfung geschickt. Haben alle bestanden. Und dann wandelte sich das Blatt wieder. Die Gewinne brachen ein und es gab die ersten Entlassungen, die aber nicht offen kommuniziert wurden. Die Verträge meiner studentischen Hilfskräfte wurden nicht verlängert; geredet hat mit mir vorher keiner. Mir wurde kommuniziert, dass ich nicht entlassen werde hab es aber irgendwie nicht geglaubt da sich auch die zukünftige Projektsituation als sehr unklar herausstellte und innerhalb von 2 Monaten völliges Chaos herrschte. Zudem war ich auf einmal quasi alleine auf weiter Flur. Hab die Reißleine gezogen und bin gegangen Habe dort das Softwaretesten eingeführt, war gefordert und wurde gefördert. Schulungen überhaupt kein Problem. Anfang 2014 ergab sich die Möglichkeit in ein großes, kommunales IT Unternehmen zu wechseln welches in Gänze Anteilseigener der öffentlichen Hand (Städte und Gemeinden) besaß. In der gesamten Firmengeschichte niemals Entlassungen. Tarifvertrag, Altersvorsorge und Arbeitszeitkonto. Jetzt hatte ich es geschafft oder aber eben wieder nicht. Es gab kein Softwaretesten im Unternehmen. Dies galt es zu etablieren. Also Toolauswahl, Schulungen organisiert, Prozesse definiert und sich abnehmen lassen. Ich zitiere den Vorstand der Geschäftsführung "Sie sind genau der Mann den wir brauchen. Wir müssen unbedingt testen". Der Entwicklungs-Bereich indes war unorganisiert, viele individuelle Softwareprodukte, nicht definierte Prozesse, gefühlt hunderte von Technologien im Einsatz die man nicht im Griff hatte. Das erste Projekt lief gut, der Entwickler war wenig genervt durch die ständig neu gemeldeten Abweichungen. Und am Ende stand ein Softwareprodukt welches (zumindest in meiner Zeit) zu keiner einzigen Supportanfrage geführt hat. Bingo! Das 2. Projekt war größer und ging voll in die Hose. Weit über 400 Fehler ließen sowohl den Projektleiter als auch mich verzweifeln. Aber: Nun war testen auf einmal zu teuer! Es ging nicht mehr darum, dass die Entwickler das Pflichtenheft nicht lesen und ein Fehler nach dem anderen produzieren. Das stand in den ganzen Jahren übrigens niemals im Focus. Das Projekt lief nach kurzer Zeit völlig aus dem Ruder, der Projektleiter steuerte wie wild dagegen aber die Entscheider entschieden nicht. Auch in anderen Bereichen brachen die Gewinne leicht (!) ein und die ersten Leute in der Probezeit wurden frei gestellt. Es kam wie es kommen musste: Termin bei der Geschäftsführung folgte. "Testen ist uns zu teuer. Es liegt nicht an Ihnen. Sie sind ein sehr guter Mann. Aber was können wir den tun um das Arbeitsverhältnis aufzulösen?". Den Projektleiter traf es im Übrigen genauso wie mich. Flugs was neues gefunden und mich auf einen Aufhebungsvertrag eingelassen. Habe dort das Softwaretesten eingeführt, wurde nicht sonderlich gefördert und habe mich zeitweise sogar als Fremdkörper gefühlt. Wäre von selber aber trotzdem nicht gegangen. Schulungen wurde für mich nicht genehmigt, Entwickler bekamen alles was sie wollten (auch wenn es unnütz war). Aktuell (seit Ende 2015) 38 Stundenwoche, Altersvorsorge und Arbeitszeitkonto. Sehr gute vertragliche Konditionen aber völlig unstrukturiert und ohne klare Zielsetzung. Es gab kein Softwaretesten im Unternehmen. Also wieder von vorne: Toolauswahl, Schulungen organisiert, Prozesse definiert und sich abnehmen lassen. Zwischenzeitlich habe ich die ersten Kollegen im Testen geschult und zur ISTQB Zertifizierungen geschickt. Haben fast alle bestanden. Mal sehen was nun noch so kommt. Fazit: Es scheint grundsätzlich ein sehr beliebtes Mittel der Firmen zu sein, die Mitarbeiter die man los werden möchte in die hintersten Ecken zu verfrachten, die Aufgaben zu reduzieren und abzuwarten wie lange sie das durchhalten. Gerade im Bereich des Softwaretest sind mir viele Fälle bekannt. Bei Einbruch der Gewinne wird das Testen zu teuer und die Testabteilung ist das erste was zur Disposition steht. Ich gehe mittlerweile auf die 50 zu, sehe meinen Einstieg in die IT als eher "ungeschickt gewählt" an und würde lieber was anderes machen. Ich würde auch niemandem raten, Softwaretester oder Testmanager zu werden. Der Job ist hart ("Entwickeln ist konstruktiv, Testen ist destruktiv) auch wenn man volle Rückendeckung der Vorgesetzten hat, die Stellen sind rar (im Vergleich zu Entwicklern) und man ist der erste der draußen ist, wenn die Gewinne einbrechen. Gruß Holger

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