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Erfahrung mit Fernstudium an der FU Hagen


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Hallo zusammen,

 

Hat hier jemand so Erfahrung mit einem Fernstudium an der FU Hagen. Wollte mich für das Wintersemester einschreiben, da ich die Zugangsvorrausetzung als Probestudent im Juni erlange.

 

Im Juni habe ich dann insgesamt 3 Jahre Berufserfahrung (außerfachlich, Metall).

Soll trotzdem gehen :)

 

Zur meiner Situation:

 

Ich bin 27 Jahre alte habe die FHR, Ausbildung zum Industriemechaniker, 3 Jahre Berufserfahrung und ehemaliger Student des Maschinenbau. Momentan arbeite ich im Schichtmodell.

 

Inwieweit ist dieses Studium für einen Menschen, der nie etwas mit Programmierung zu tun hatte zu schaffen?

 

 

Wie schaut es mit Mathe aus? Zwar ist Mathe mein Lieblingsfach jedoch bin ich gerade nicht der begabteste drin. (Klingt komisch ist aber so). Nun habe ich gesehen das man dort echt heftige Mathematik macht. Die meisten Themen kenne ich vom hören her. Werden die Inhalte im Modulhandbuch wirklich eingehalten?

 

 

Kann man später auf Vollzeit switchen?

 

 

Also wenn ihr Erfahrung habt oder noch besser schon am studieren seit, einfach mal reinschreiben. Wäre echt dankbar

 

MfG

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Hi,

Zitat

Werden die Inhalte im Modulhandbuch wirklich eingehalten?

klar, das sind ja keine Vorschläge, sondern Vorgaben. Ich fand es sehr mathelastig.

Man benötigt sehr viel Durchhaltevermögen und man muss sich immer wieder selbst motivieren können. Ich konnte das nicht und habe das Studium erstmal auf Eis gelegt, aber de facto werde ich es nicht wieder aufnehmen. Spaß gemacht hat es mir persönlich weniger, aber auch deswegen nicht, weil es (für mich) schwierig war das mit allen anderen Freizeitaktivitäten zu koordinieren.

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Ich kann bei der FU Hagen nur betonen, dass das ein hartes Brot ist. Die haben nicht ohne Grund sehr hohe Abbruchquoten. Teilweise kursierten damals Zahlen von 80+%, als ich mich damit beschäftigt habe. Das hat nachvollziehbare Gründe:

  • Zum einen ist der Stoff weitgehend identisch zu Vollzeitstudiengängen, was eine sehr große Hürde ist. Auch, wenn man weniger Fächer pro Semester hat. Andere, auf nebenberufliche Absolvierung ausgelegte, Studiengänge, sind da angepasster/abgespeckter und somit leichter verdaulich.
  • Es ist Universitätsstoff, keiner der FH. Gerade in den theorielastigen Fächern wie Mathe macht es das teilweise spürbar schwerer.
  • Es gibt keine straff organisierten/festen Präsenztermine, so dass es weniger Lernkontrolle oder Gruppendynamik gibt, an der man sich orientieren bzw. die einen mitreißen könnte.

Das alles zusammen macht die FU Hagen bitter und ist, meiner Erfahrung nach, nur etwas für Leute, die wirklich, wirklich bock auf den Scheiß haben. Zudem muss man extrem gut organisiert sein und sich im Griff haben.

Für alle anderen, inkl. mir, ist das nix und ich habe deshalb das Verbundstudium der FH Dortmund/Köln absolviert. Das war von den Kosten her ähnlich günstig, aber inhaltlich angepasst, orientierte sich am FH-Stoff und hatte verpflichtende Präsenztermine. Wer in NRW wohnt, sollte sich das als Alternative einmal anschauen.

Bearbeitet von Errraddicator
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@KeeperOfCoffee Hauptgrund wird vermutlich der Kostenpunkt sein. Die Fernuni Hagen ist und bleibt nunmal die günstigste Möglichkeit eines Hochschulstudiums in Form eines Fernstudiums.

 

@Errraddicator das Verbundstudium ist sicher eine gute Alternative. Allerdings wird reine Informatik (noch) nicht angeboten. Es gibt dort Wirtschaftsinformatik was sich in Gummersbach und Dortmund abspielt und dann noch in Iserlohn angewandte Informatik.

Bearbeitet von Rienne
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vor 1 Minute schrieb KeeperOfCoffee:

Warum überhaupt FU Hagen? Die IBUH schient doch auch beliebt zu sein, von der lest man hier im Forum derzeit immer wieder was.

~500 vs ~12.000€ 😛

Ich bin gerade dabei von der FU zur IUBH zu wechseln.

Dabei geht es mir hauptsächlich um die starren Semester-Abläufe an der Uni. Die Einsendeaufgaben müssen alle 2 Wochen abgearbeitet werden, das zieht sich 3 Monate durch, die nächsten 3 Monate ist dann... nichts... und anschließend die Klausur.

In so einem System komme ich nicht voran, ich habe nicht genug Zeit und Energie um 3 Monate lang nach der Arbeit 3 Module intensiv zu bearbeiten*. Da nehme ich lieber 6 Monate in denen ich die 3 Module für je 2 Monate nacheinander abarbeite und die Klausuren On Demand schreibe. (* und nicht die Disziplin mich bis zur Klausur weiterhin mit dem Stoff zu beschäftigen)

Hinzu kommt der etwas veraltete virtuelle Studienplatz, hier kann man inzwischen zumindest die Einsendeaufgaben virtuell abgeben und muss nichts mehr per Post senden; aber Mailinglisten zur Kommunikation mit den Professoren und anderen Studenten... boah, da macht ein Forum schon einiges her.

 

vor 14 Stunden schrieb kadir1903:

Inwieweit ist dieses Studium für einen Menschen, der nie etwas mit Programmierung zu tun hatte zu schaffen?

"Einführung in die imperative Programmierung" fängt so ziemlich bei 0 an. Es werden die Konzepte von Grund auf erklärt und im Rahmen der Programmieraufgaben der Einsendeaufgaben bekommt man auch hilfreiches Feedback.

Wie oben erwähnt, muss man diese Aufgaben allerdings relativ schnell durcharbeiten.... wenn man noch gar keine Erfahrungen hat sollte man wohl die Wochenenden mit einplanen. Die Programmiersprache und Umgebung für mich zwar neu - Pascal - dadurch, dass ich aber schon eine gewisse Erfahrung hatte ließen sich die Aufgaben trotzdem entspannt nach der Arbeit erledigen.

Das gleiche gilt für das Modul zur Objektorientierten Programmierung, hat Spaß gemacht - könnte aber viel werden wenn man es noch nicht so kann.

vor 14 Stunden schrieb kadir1903:

Wie schaut es mit Mathe aus?

[nur Erfahrung mit dem ersten Mathemodul]

Ist ok. Die Grundlagen sollten aber schon sitzen. Ich hatte ewig kein Mathe gemacht und mich auch bei der Fachhochschulreife nur knapp zur 4 gequält... da musste ich erst einiges nachholen. Brückenkurse helfen sehr. z.B. https://www.ombplus.de/ombplus/link/Start

Die Übungen und Erklärungen zur vollständigen Induktion kamen für mich zu kurz, hier hatte und habe ich noch Lücken. Beim nachfolgenden Stoff, wo es wieder konkreter wurde, sah es wieder besser aus.

Generell sollte man sich zu den einzelnen Themen noch zusätzliche Übungsaufgaben suchen.

vor 14 Stunden schrieb kadir1903:

Kann man später auf Vollzeit switchen?

Ich denke ja. IIRC interessiert es dort niemanden wie schnell du den Stoff tatsächlich durcharbeitest. Die Antwort steht aber auch irgendwo in den Faq.

Die Begrenzung entsteht allerdings durch die Klausurtermine. Wenn du 10 Module im Semester belegst und sich die Prüfungstermine überschneiden -> Pech gehabt.

 

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Also erstmal recht herzlichen Dank für eure Antworten!

Der Grund warum ich die FU Hagen ausgewählt habe ist, dass eine staatliche Uni ist. Möchte auch hier keine Diskussion zu führen. Desweiter sind wie schon benannt der Kostenfaktor.

Außerdem bietet die FU Hagen eine sehr mathematisch fokussiertern Studiengang an, was mir persönlich sehr gefällt da, ich später vor habe mich als Data Scientist zu entwickeln.


Eine Frage hätte ich noch. Wie schaut es aus wenn man zweimal im Monat auch am Wochenende arbeiten muss? Der Studiengang gefällt mir wirklich sehr gut von den Inhalten her. Ich zweifle jedoch dran dies alles zu managen.

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Wenn dir Mathe gefällt ist es sicher nicht verkehrt. Am Wochenende arbeiten macht nix aus, gibt ja keine festen Zeiten. Lernen muss man dann halt woanders. 
mich würde sagen, 20h sind so das Minimum was man aufwenden muss um in Teilzeit! fertig zu werden. Dauerhaft, also jede Woche. Die Grundlagen sind schon knackig. Gerade Mathe und theoretische Informatik (mehr Mathe) 

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Am 5.2.2020 um 00:37 schrieb kadir1903:

Im Juni habe ich dann insgesamt 3 Jahre Berufserfahrung (außerfachlich, Metall).

Soll trotzdem gehen

Da wäre ich mir nicht sicher. Hast du dir schon einmal die Seite der Fernuni Hagen angeschaut und dir durchgelesen, was die Voraussetzungen für beruflich Qualifizierte sind?

Zitat

Berufsausbildungen, die fachlich dem angestrebten Studium entsprechen

Informatik:

  • Fachinformatiker/in - Anwendungsentwicklung
  • Fachinformatiker/in - Systemintegration
  • Informationselektroniker/in FB Bürosystemtechnik
  • IT-System-Elektroniker/in
  • Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in
  • Systeminformatiker/in
  • Staatlich geprüfte/r informationstechnische/r Assistent/in
  • Staatlich geprüfte/r Informatiker/in
  • Staatlich geprüfte/r Industrietechnologe / Industrietechnologin - Datentechnik
  • Staatlich geprüfte/r Assistent/in für Softwaretechnologie
    (Quelle: https://www.fernuni-hagen.de/studium/fernuni_fuer_alle/beruflich_qualifizierte/index.shtml)

Industriemechaniker kann ich da jetzt nicht lesen, aber vielleicht müsste man das dort noch einmal erfragen.
Und da es sich um eine Hochschule in NRW handelt, ist es (soweit ich weiß), anders als in Niedersachsen und Hessen, auch nicht möglich mit einer Fachhochschulreife an einer "normalen" Hochschule zu studieren:

Zitat

Kann ich mit dem Zeugnis der Fachhochschulreife ein Bachelorstudium aufnehmen?

Nein, das ist nicht möglich. Die Fachhochschulreife berechtigt nur zur Aufnahme des Studiums an einer Fachhochschule, nicht aber an einer Universität.

Sofern Sie neben der Fachhochschulreife eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und über die erforderliche Berufspraxis verfügen, können Sie gegebenenfalls den Hochschulzugang über die berufliche Qualifikation erlangen.

(Quelle: https://www.fernuni-hagen.de/studium/fernuni_fuer_alle/beruflich_qualifizierte/faq.shtml)

 

Bearbeitet von Rienne
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Er kann das Probestudium machen

Wer als beruflich Qualifizierte/r ohne Abitur ein Fach an der FernUni Hagen studieren möchte, das nicht zu seinem bisherigen Berufsweg passt, kann über ein Probestudium oder eine Zugangsprüfung ins Studium einsteigen. Das gilt beispielsweise für Personen, die Praxiserfahrungen außerhalb ihres Ausbildungsberufs gesammelt haben, oder für Personen, deren Berufsausbildungen dem Studiengang nicht fachlich entsprechen.

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