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Errraddicator

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  1. OpenUniversity UK IT&Computing B.Sc.

    Das schönste ist: Machst Du den vergleichbaren Bachelor/Master Studiengang in Vollzeit, an Stelle nebenberuflich, wird der Studiengang beinahe kostenlos (an Stelle 10k+ zu kosten) und Du bekommst im Idealfall Bafög, wovon Dir die Hälfte erlassen wird. Wenn das kein Anreiz für die Weiterbildung von Gelernten zu Studierten neben der Arbeit ist, dann weiß ich es auch nicht. In jungen Jahren mag das relativ egal sein. Da kann man noch mal bei den Eltern einziehen, kürzer treten, usw. Sobald man aber ein gewisses Alter erreicht - im Zweifel sogar schon Familie - hat, ist der Drops für viele Willige gelutscht. Dann stellen solche "Angebote" unüberwindbare Hindernisse dar.
  2. Ungleichheit Beamtenpension vs. Rentner

    Es ist auch für mich Fakt, dass das Beamtentum in weiten Teilen Arbeits- und Rentenbedingungen vorfindet, von welchen 90% der Nicht-Beamten nur träumen können. Egal, ob das Gehalt (vor allem das Netto-Gehalt), die zahllosen Zuschüsse zu Versicherungen, bei Heirat, Familie und Co., die Krankheitsregeln oder die praktische Unkündbarkeit. Das sind enorme Vorteile welche für die meisten Menschen ein Relikt aus grauer Vorzeit sind. In der Privatwirtschaft von Heute undenkbar. Auch für die eigene Lebens- und Familienplanung im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Wenn man dazu überlegt, wer früher alles verbeamtet wurde (Post, Postbank, usw.)... Das war/ist schon eine waschechte 2-Klassen-Gesellschaft. Ähnlich, wie bei PKV vs. GKV, was wir vor kurzem hatten. Da ändern auch die Klischees von den fetten Verdiensten in der Privatwirtschaft wenig, welche für mich übrigens in ähnliche Gefilde gehören, wie der Fachkräftemangel: Märchen. Allerdings muss man dazu sagen, dass der Staat das wohl auch gemerkt hat und heute deutlich seltener verbeamtet, als dies früher der Fall war. Hinzu kommt, dass gerade bei Verbeamtung die eigene Verwandtschaft, das eigene Parteibuch und Co. nach wie vor eine große Rolle spielen. Für Außenstehende wird es deutlich schwieriger dorthin zu kommen, als für Leute, wo Papa und Opa schon Beamte waren. Gerade das Beamtentum vererbt sich gerne.
  3. Nur nach Rahmenplan lernen?

    Bei uns bietet die IHK Vorbereitungskurse für die Abschlussprüfung an. Da werden praktisch alle relevanten Themen bearbeitet und vorgestellt. Die kann ich nur jedem empfehlen. Ohne hätte ich jedenfalls deutlich schlechter abgeschnitten.
  4. OpenUniversity UK IT&Computing B.Sc.

    Das ist noch ein erster Eindruck, aber meine Frau fängt derzeit ihren Master in Informatik an der Fernuni Hagen an und hat vor kurzem die Lernunterlagen / Zugangsdaten bekommen. Der Ersteindruck ist suboptimal bis unrealistisch. Das fängt mit organisatorischem an. Jedes Modul hat von Unterlagen und Onlinesystemen her andere Formalitäten. Mal muss etwas schriftlich/postalisch erfolgen, dann via Newsfeed, dann via Onlineplattform. Dabei sehen die Onlineplattformen für jeden Kurs anders aus und die Unterlagen sind unterschiedlich strukturiert. Mal liegen sie hier, mal dort, mal im Ganzen, mal in Teilen und mal gut versteckt als Link in (gefühlter) Schriftgröße 1 auf einer nebensächlich erscheinenden Teilseite. Usability geht anders. Das geht weiter mit der Qualität der Lernunterlagen. In einem Fach (z. B. Bioinformatik) ist es so, dass die Unterlagen oberflächlich sind, breites Vorwissen voraussetzen und die Übungsaufgaben in den Lernunterlagen nicht besprochen wurden. Da sind in den Unterlagen z. B. Textblöcke, was es mit Genom X und Y auf sich hat, ohne praktischen Bezug und in den Aufgaben dazu werden ausschließlich mathematische Formeln und Berechnungen abgefragt. Wo die nötigen Formeln herkommen? Wie man die sich aneignen soll? Ich habe keine Antwort dazu finden können. Interne Foren zu diesem Fach sind voll von Beschwerden über die Unterlagen. Gemacht wird dagegen nichts. Die Studenten besorgen sich zusätzlich - für teuer Geld - Bücher von Amazon und Co. und lernen darüber. Teilweise sogar von dem zuständigen Prof., welcher die Lernunterlagen bereit gestellt hat. Das Buch soll wohl besser sein. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Und es endet bei der Masse, welche man zu bewältigen hat. Möchte man das Studium in Regelzeit schaffen, sind ~3 Fächer je Semester für ein Teilzeitstudium eingeplant. Hat man dann die Unterlagen in der Hand, blättert man diese durch und betrachtet sowohl Umfang wie auch Komplexität der Aufgaben und Texte... dann weiß man, dass Teilzeit etwas anderes ist als Berufsbegleitend. Nach Feierabend ist das nicht zu schaffen, wenn man mich fragt. Wir (Verbundstudium Wirtschaftsinformatik) hatten weniger Quantität bei weniger Qualität und es war trotzdem hart genug, am Ball zu bleiben und Arbeit, Freizeit und Studium unter einen Hut zu bringen. Und nur 1 Fach je Semester als Alternative kommt de facto auch nicht in Frage: Dann ist man nach 10 Jahren noch nicht fertig. Wie gesagt, es ist ein erster Eindruck. Das kann sich noch einmal ändern. Aber dieser bestätigt vieles Negative, was ehemalige Absolventen über die Fernuni Hagen sagen. Und das Positive, weil es so anspruchsvoll und wenig weichgespült ist. Wer das geschafft hat, hat sich echt reingehängt und kann zu Recht stolz auf diese Leistung sein. Immer eine Frage der Perspektive.
  5. Erfahrungen als Softwareentwickler mit FERCHAU?

    Auch, wenn das bei einigen hier auf Widerstand stößt, bin ich sehr wohl der Meinung, dass in unserer Branche Personaldienstleister jeglicher Art klar der Notstopfen sein sollten. Somit und nach Möglichkeit kategorisch abzulehnen. Leiharbeit und Co. sind - im heutigen Ausmaß - eine Unsitte der neoliberalen Agenda 2010 und haben sich ihren schlechten Ruf (aus Arbeitnehmersicht) redlich verdient. Das nützt nur den beauftragenden Unternehmen und generell dazu, Löhne zu drücken. Nicht umsonst hat Deutschland (sinngemäßer O-Ton Schröder:) "den besten und tollsten Niedriglohnsektor Europas". Wir können froh sein, dass solche Konzepte in unserer Branche noch nicht so flächendeckend vertreten sind, wie in anderen. Wir täten gut daran, uns mit Händen und Füßen gegen solche Konzepte zu wehren. Auch, wenn das bedeutet, ein vordergründig gutes Angebot auszuschlagen. Noch haben wir die Macht uns dagegen zu wehren. Wenn wir das Spiel erst einmal mitmachen, stellt sich die Frage, wie lange noch. Wäre die Leiharbeit ordentlich reglementiert (teurer und komplizierter für die Beauftragenden Unternehmen, so wie das meines Wissens nach in Frankreich noch der Fall ist, aber keine Sorge: Heilsbringer Macron wird es aber schon richten ), wäre das anders. Leiharbeit per se ist nicht schlecht. Aber die Schröder´schen Form der Leiharbeit definitiv. Die braucht kein Mensch und das sollten wir nicht unterstützen. Am Ende fällt uns das allen auf die Füße. Nicht jedes Pauschalurteil muss schlecht sein. Es muss nur gut begründet sein.
  6. Übernahmeangebot

    Würde ich (ohne Not) nicht machen. 1.800 sind - je nachdem, ob Du 12 oder 13 Gehälter bekommst - ca. 21 bis 23k. Das ist anno 2017 nahe an der Armut. 1.800 Euro / 173 Stunden entspricht einem Stundenlohn von ~10,40 Euro. Nicht, dass ich die Stundenlohnrechnung bevorzuge, aber sie verdeutlicht, dass du kaum über dem Mindestlohn von derzeit glaube ich 8,84 Euro liegst. Als gelernter Informatiker mit eigenen Projekten und Kundenkontakt. Sofern Du den Hauch einer Alternative hast, würde ich das Angebot ausschlagen. Schlechter kann die Alternative nicht sein. Sollte es nicht anders gehen, annehmen und weiter bewerben. Verhandeln kann man zwar immer versuchen, aber da würde ich mir keine großen Hoffnungen machen. Selbst, wenn Du handelst und z.B. 300 Euro mehr raus schlägst, sind das trotzdem nur ~25k und somit weiterhin stark unterdurchschnittlich. ... Ich habe damals z.B. ~21,5k Euro nach der Ausbildung bekommen. Das war 2004 schon sehr wenig. Aber selbst das entspräche laut Inflationsrechner heute immerhin ~25,5k. Also 2-4k mehr als bei Dir. Angemerkt dazu sei vor allem: Damals habe ich nur bedingt eigene Projekte gehabt, geschweige denn nennenswerten Kundenkontakt. Das war streng genommen eine Halbtagsstelle. Dazu habe ich Zuhause gewohnt und somit kaum Kosten gehabt. Das ist eine komplett andere Situation, als bei Dir. Und selbst bei mir war es frech, im Nachhinein betrachtet. Zudem weiß ich, wie lange ich gebraucht habe, um diesen Malus vom Start wieder wett zu machen. Das hat mich ~5 Jahre meines Berufslebens gekostet, bis ich bei ~40k gelandet bin, wo andere deutlich flotter waren. Da habe ich in der Summe zig Tausend Euros verschenkt. Das wäre ein schönes Auto oder Mobiliar gewesen.
  7. Wechsel GKV in PKV

    @Smilymarco Natürlich ist das Firmenwagen-Privileg asozial. Gegenüber der Gesellschaft im Generellen und gegenüber allen, welche keinen haben, im Speziellen. Als Privatperson kannst Du ein Kfz und all seine Kosten (Reparaturen, Benzin, usw.) weder steuerlich geltend machen noch bekommst Du die Mehrwertsteuer wieder, noch gibt es bequeme 1% Regelungen. Für Unternehmen sieht das anders aus. Von besseren Leasingangeboten für Unternehmen zu schweigen. Als Privatperson kostet Dich ein Auto in der Summe deutlich mehr als dasselbe Auto in der Firmenwagen-Version. Das ist ein einziges staatliches, semi-verstecktes Subventionsprogramm für Gut- und Topverdiener bzw. Unternehmen, ähnlich wie Beitragsbemessungsgrenzen. Während die Privatperson für alles x-fach Steuern bezahlen darf (Lohnsteuer, Mehrwert-, Kfz- und Mineralölsteuer, usw.) gilt all dies für den Firmenwagen nicht. Das ist asozial. Ähnlich wie bei GKV vs. PKV oder bei Rente vs. Pension wurde mit dem Dienstwagen-Privileg bewusst eine 2-Klassen-Gesellschaft geschaffen, wie man sie mittlerweile fast überall in der BRD finden kann. Ein System für die oberen 10-20% und ein anderes (schlechteres) für den Rest. Alle bezahlen Steuern und - oh Wunder - für Gut- und Topverdiener gibt es Ausnahmen. Diejenigen, mit den höchsten Einkommen bekommen die günstigen Konditionen beim Autokauf. Was ist die Definition von asozial, wenn nicht genau das? @Graustein Wer hat die PKV so ausgestaltet, dass solche Tricks möglich sind? Wer unternimmt nichts gegen solche Tricks und Möglichkeiten, obwohl das von Heute auf Morgen abzustellen wäre und seit Jahr und Tag bekannt ist? Richtig: Politiker. Gleiches gilt für zahlreiche Steuervermeidungen von Unternehmen. Die sind nicht zufällig da. Die waren, sind und bleiben gewollt. Durch die gleichen Politiker, welche Hartz IV einführen und jeden Cent bei Einkommensschwachen dreimal umdrehen und sanktionieren, während diese Daten bei den wirklich Reichen im Lande nicht einmal erfasst werden. Geschweige denn berechnet oder zur Kasse gebeten werden. Gleiches gilt für steuerliche Nachteile bei Immobilien für private Selbstnutzer gegenüber professionellen Vermietungsgesellschaften im großen Stil. Für steuerliche Nachteile auf Erträgen aus Lohnarbeit gemessen an denen aus leistungslosen Kapitaleinkünften, usw. usf. Diese list ist stand 2017 beinahe endlos. Du kannst nicht den Nutznießer von Möglichkeiten in Haftung nehmen und gleichzeitig den Schöpfer derselbigen aus der Verantwortung nehmen. Es ist nicht die Schuld von Apple, dass sie Möglichkeiten zur Steuervermeidung haben und diese nutzen. Es ist die Schuld von Politikern, dass es diese Möglichkeiten gibt. Gleiches gilt für die PKV mit vorhandenen Löchern. Auch Du wirst Tricks oder Pauschalbeträge bei Deiner Steuererklärung nutzen, welche Dir gegeben worden sind, auch wenn Du sie in echt gar nicht aufgewendet hast. "Möglichkeiten schaffen Begehrlichkeiten" habe ich mir mal sagen lassen. Es wird also Zeit das Problem an der Wurzel zu packen (GKV vs. PKV) und nicht nur über Symptome zu streiten (Tricksereien).
  8. Wechsel GKV in PKV

    Dann solltest Du Deinen Frust an die richten, welche dafür verantwortlich sind: Politiker, welche nichts gegen diese 2-Klassen-Gesellschaft unternehmen. CDU, SPD und wie sie alle heißen. Ich persönlich kann es Individuen, welche die ihnen gebotenen Möglichkeiten nutzen, nicht vorwerfen. Sie können es sich leisten, sie sind legal privilegiert solche Leistungen in Anspruch zu nehmen und es bringt ihnen was. Warum sollten sie sich anders entscheiden? Das kann man nicht dem Einzelnen anlasten, sondern ausschließlich dem System bzw. dessen Machern/Verwaltern. Solange es offizielle und legale Möglichkeiten für derartige Klassenunterschiede, Wechsel und Bevorteilungen gibt, ist es klar, dass sie genutzt werden. Du wirst mit Sicherheit ebenfalls steuerliche Tricks und "Absetzungen" nutzen, welche anderen auf Grund ihrer Beschäftigung verwehrt bleiben. Vielleicht hast Du sogar einen Firmenwagen, was all denjenigen gegenüber, welche dieses Privileg nicht haben, ebenfalls schwer asozial ist.
  9. Wechsel GKV in PKV

    Nicht, das man mich falsch versteht: Wenn es nach mir ginge, gäbe es GKV vs. PKV nicht. Eine Versicherung für alle und fertig. Ähnlich bei der Rente. Eine für alle und nicht für jede Sparte, jeden Beruf und jede Schicht etwas eigenes. Das ist für mich eine miese 2-Klassen-Gesellschaft verdeckt unter einem Deckmantel der scheinbaren sozialen Gerechtigkeit, wie man heutzutage so schön sagt. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass die persönlichen Vorteile für Dich als Patient bei einer PKV (im heutigen System) nicht von der Hand zu weisen sind. Dies kann den Mehrpreis durchaus rechtfertigen. Ganz wertneutral.
  10. Was ist verbreiteter, Java oder C#?

    Einige wurden weiter oben genannt. Wenn ein Unternehmen z. B. einen C# WPF-Entwickler sucht, bringen Dir Kenntnisse in WinForms wenig. Ähnlich bei ASP.NET vs. WCF vs. Web API. Obwohl alles C# mit Visual Studio ist. Ähnlich ist es bei Java. Da gibt es JSP, JSF, JavaFX, Swing, J2EE, Hibernate, Spring und tausend andere Frameworks, welche über Ja oder Nein entscheiden können.
  11. Wechsel GKV in PKV

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/155823/umfrage/gkv-pkv-mitglieder-und-versichertenzahl-im-vergleich/ 8,77 Mio. Menschen. Das sind >10% der Bevölkerung. Alles Spinner, welche sich für einen nicht existenten Benefit dumm und dusselig bezahlen?
  12. Was ist verbreiteter, Java oder C#?

    Das ist ein wichtiger Punkt. Es ist das Eine als Arbeitnehmer zu sagen "Ich kann C#, also kann ich auch Java lernen". Mag stimmen. Nur bringt Dir das wenig, wenn die Arbeitgeber sagen "Schön, dass Du das lernen kannst. Ich suche aber jemanden, der es bereits gelernt hat. Next, please!". Außerdem wurde korrekt angesprochen, dass bei Java/C# nur die Basics vergleichbar sind. Sobald es um Frameworks, Bibliotheken und Co. geht, reden wir schnell von Unterschieden wie Tag und Nacht. Genau diese Frameworks machen aber den Unterschied zwischen Job ja und nein. Da reicht es häufig aus, im korrekten Umfeld auf das falsche Framework gesetzt zu haben und man ist raus aus der Wahl. Wenn man dann noch nicht einmal im korrektem Umfeld tätig war, kommt das einem NC beim Studium gleich.
  13. Wird es künftig schwieriger in der IT ohne Studium?

    @Sheldor Sagen wir es so: Ich habe über die letzten Jahre zahlreiche Abschlussarbeiten von Gelernten, dualen und reinen Studenten gesehen. Im Schnitt ist eindeutig, wer die bessere Arbeit abliefert und wer tiefere Kenntnisse mitbringt. Die Qualität bzw. der Anspruch von Lehrplänen und Prüfungen ebenfalls. Macht auch Sinn: Der Lehrplan einer durchschnittlichen Ausbildung ist ein Bruchteil gemessen am Lehrplan eines durchschnittlichen Informatik-Bachelors. ... Mir ist klar, dass in einem Fachinformatiker-Board die Ausbildung besser abschneidet, als sie objektiv ist. Schließlich hat man sich bewusst für die Ausbildung (und gegen die Alternativen) entschieden. Bleiben offen Fragen, welche nur schlecht zu dieser Wahrnehmung passen: Warum Gelernte anschließend studieren gehen, wenn die Ausbildung inkl. Praxis im Expertenteam so voll-umfänglich war und nur das Können und Wissen in der IT-Branche zählt? Warum die Studierendenzahlen seit Jahren explodieren, während die Ausbildungen nicht im selben Maß nachgefragt wird? Warum Studierte flächendeckend mehr Geld bekommen als Gelernte? Die Wirtschaft scheint nur aus Idioten zu bestehen. Arbeitnehmer, welche sich Jahre ihres Lebens (auch noch die ihrer wertvollen Jugend) für sinn- und wirkungslose Fortbildungen um die Ohren kloppen. Arbeitgeber, welche mehr Geld für studierte Leute ausgeben, während sie die billigeren und gelernten Perlen links liegen lassen. Glaubst Du, das es so einfach ist? ... Du machst für mich die typischen Denkfehler: Du vergleichst einen Azubi mit Erfahrung mit einem Frischling von der Uni. Dass der Gelernte zu Beginn Vorteile aus seiner Praxis hat, liegt auf der Hand. Er kennt den Betrieb, die Kollegen, die Aufgaben. Der Studierte in dem Maße nicht. Wer hier den Kürzeren zieht, ist frei von Zweifeln. Aber mittelfristig unerheblich. Relevant ist, wie es 1-3 Jahren später aussieht. Im Regelfall eindeutig. Der Studierte hat mehr Backgroundwissen, auf welches er zurück greifen kann. In Kombination mit der dann erlebten Praxis wird er dieses abgreifen und verwerten können. Die Lernkurve steigt mit der Breite des Fundaments (aka theoretischer Background). Das Niveau der Ausbildung ist schwankender als das eines Studiums Das ist ein wichtiger Faktor für Betriebe: Was sagt ein Abschluss aus? Wie sehr kann ich mich auf ihn verlassen? Es ist Dein Glück, dass Du mit einem Konzern inkl. Experten und guter Ausbildung gesegnet wurdest. Auf jeden wie Dich kommen jedoch ungleich mehr Azubis, welche in kleinen bis mittleren Buden ausgebeu... ähhhh, ausgebildet... wurden. Da stand die billige Arbeitskraft im Vordergrund und nicht die Ausbildung zu kompetenten Fachkräften. Das sind Azubis, welche am Ende ihrer Ausbildung einfache Schleifen und Reports programmieren können und nicht mehr als die eine Programmiersprache ihres Betriebes gesehen haben. Welche bei ihrer Projektarbeit als größten Benefit äußern, zum ersten Mal ein ganzes Programm entwickelt zu haben. Solche Erfahrungen sind keine Ausnahmen. Hier fehlt nicht nur die Praxis, sondern auch die Theorie und die Methodik. Eigentlich alles, was einen guten Entwickler ausmachen sollte. Und die Azubis können nicht einmal was dafür. Bei einem Studium hingegen wird stärker selektiert und weniger Rücksicht auf Schwächere genommen. Man muss keine Rücksicht auf Ausbilder, Betriebe oder IHK nehmen. Wer es nicht packt, fliegt durch. Frage die Umschüler hier im Forum. Die können ein Lied davon singen, wie stark der Ruf der Umschulung/Ausbildung/Studium die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen bzw. senken kann. Unabhängig davon, wie gut oder schlecht Du bist. Soweit, das festzustellen, kommst Du häufig gar nicht mehr. Mit der Erfahrung ändert sich der Blickwinkel Manches klingt nach Klischee, stimmt aber. Einige Dinge kann man kurz nach der Ausbildung nicht beurteilen. Es fehlen die nötigen Erfahrungen, Perspektiven und Einsichten. Ich war wie Du und viele Andere hier. Jahrelang habe ich auf das Studium geschimpft und nicht verstanden, was daran besser sein soll. Ausbildung, Praxis und so: das war der Shit! Habe ich doch bei uns im Unternehmen gesehen, wer was konnte und wer nicht. Es waren nicht die Studierten. Unser Chef war ebenfalls ein nicht-studierter. Karriere geht also auch ohne Studium. Bäm! Da habt ihr es, ihr abgehobenen Besserwisser. Zudem war ich auch ohne Studium der Crack, auf dem Stand und konnte richtig was. Wie sollte das noch gesteigert werden? Heute, ca. 10 Jahre später, kann ich darüber nur lachen, so falsch lag ich in fast jedem dieser Punkte. In der Zwischenzeit habe ich andere Unternehmen kennen gelernt, selbst studiert, bin nicht nur Prüfling, sondern auch Prüfer und nicht nur Azubi, sondern auch Ausbilder gewesen und ein fachliches Niveau erreicht, welches ich mir nicht ausmalen konnte. Und trotzdem noch jeweils eine Menge Luft nach oben. Solche Erfahrungen verändern die Perspektive drastisch.
  14. Wechsel GKV in PKV

    Zahlreiche Erfahrungen aus 2. Hand. Von enger Familie, über gute Freunde bis hin zu entfernten Bekannten. Also mehr als eine glaubhafte Quelle. Überall ist es im Kern das Gleiche: PKV > GKV. Egal, ob beim Krankenhaus, Haus- oder Facharzt. Fängt bei der Terminvergabe an (für wann man einen Termin bekommt), geht weiter über die Termintreue (Wartezeiten trotz Termin) und hört bei separaten Wartezimmern, Chefarztbehandlung und Co. auf. Hinzu kommen Aussagen von mir bekannten Ärzten nach Feierabend. Sinngemäß: "Natürlich gebe ich meinen PKV Patienten mehr Service, schließlich halten diese den Laden am Laufen. An GKV verdiene ich doch nix." Deckt sich zudem mit dem öffentlich existenten Klischee, ernsthaften Berichten darüber und ist last but not least streng logisch: Warum sollten tausende von Menschen, welche es sich leisten können, zu einer PKV wechseln und mehr bezahlen, wenn es keine Vorteile bietet?
  15. Wechsel GKV in PKV

    Man darf allerdings nicht unterschlagen, wie unterschiedlich die Behandlung und die Leistungen sind. Gerade, wenn man krank ist und es wirklich braucht bekommt man mit ner PKV die Premiumbehandlung in Person, während derjenige mit GKV schön warten kann. Auf den Termin, auf das Zimmer, auf den Arzt. Im überfüllten Zimmer und auf alten Stühlen. Während Du als PKV Mensch kurzfristig einen Termin bekommst, ins leere Extra-Wartezimmer mit High-Techt-Ausstattung gehst und freundlich vom Chefarzt begrüßt wird, welcher natürlich auch mehr Zeit für Dich mitgebracht hat, als sein Kollege für die GKV-Patienten. Von daher verstehe ich schon, dass Leute mit der Möglichkeit dazu sich für eine PKV entscheiden. Die Kosten sind das Eine. Der Nutzen, die Behandlung und der Service - wenn Du ihn am nötigsten brauchst: im Krankheitsfall - das Andere. Das macht eine Menge wett. Das funzt auch mit Zusatzversicherungen nur bedingt, auch wenn dies ein großer Schritt in diese Richtung ist.
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