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Errraddicator

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Über Errraddicator

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  1. Wie wird die IT Abteilung in eurer Firma behandelt?

    "Lernen durch Schmerzen" ist ein Rezept, welches meiner Erfahrung nach und gerade bei inhabergeführten Unternehmen nur selten funktioniert. Wenn jemand 10, 20+ Jahre am Drücker ist, es gewohnt ist wenig Widerworte zu bekommen und der Laden finanziell läuft, warum sollte so jemand auch mal falsch liegen? Und selbst wenn, warum sollte man etwas ändern? Schließlich läuft doch alles.
  2. Abwerbe Angebot- Wie damit umgehen?

    Zum jetzigen Chef immer erst, wenn Du etwas Festes in der Hand hast. Sollte es doch nicht klappen mit dem Alternativangebot, bekommst Du im Zweifel ernsthafte Probleme. Ansonsten kannst Du Dir die Frage nur selbst beantworten: Was ist Dir wichtiger? Der konkrete Arbeitgeber oder das Geld? Über wie viel Unterschied beim Gehalt reden wir überhaupt? 300, 500 oder 1.000 Euro/Monat? Wenn es um z.B. letzteres geht, brauchst Du bei Deinem jetzigen Chef gar nicht erst fragen. Das wird er nicht anbieten können oder wollen. In so einem Falle wäre meine Entscheidung klar: Familienbetrieb schön und gut, aber vor allem hast Du Deine eigene Familie und Arbeit ist genau das: Arbeit, keine Familienehre.
  3. Wie wird die IT Abteilung in eurer Firma behandelt?

    Meine Erfahrung ist die, dass die Wertschätzung der IT direkt damit zusammenhängt, ob ein Unternehmen damit Geld verdient, oder nicht. Verdient das Unternehmen sein Geld mit Nicht-IT-Themen, wird diese als reiner Kostenfaktor gesehen und entsprechend behandelt. Je mehr die IT direkten und sichtbaren wirtschaftlichen Nutzen bringt, umso wertvoller wird sie für die Geschäftsleitung. Macht auf den ersten zweifelsfrei Blick Sinn. Wichtig ist, womit das Unternehmen Geld verdient und nicht das Drumherum. Wer sollte das bestreiten wollen? ... Auf den zweiten Blick jedoch ist es häufig Symptom einer - zumindest mittelfristig - problematischen Unternehmenskultur. In der heutigen Zeit kann es sich kein Unternehmen mehr leisten, "frei von IT" zu sein. Informationstechnologie ist omnipräsent in de facto allen Bereichen des Lebens und der Wirtschaft angekommen. Ohne geht nichts mehr. Dass weiterhin so viele Unternehmen (darunter gerne der gelobte, innovative und inhabergeführte deutsche Mittelstand) so tun, als wäre IT nicht mehr als Windows, Kabel und Excel ist nicht nur traurig. Es ist heute bereits verschenktes Potenzial und Morgen im Zweifel das Ausschlusskriterium, warum man mit der effizienteren, IT-Affinen Konkurrenz nicht mehr mithalten kann und zumachen kann.
  4. IT an den Nagel hängen ja oder nein

    Wie bereits gesagt wurde: Einfach bewerben. Viele Stellen schreiben explizit "oder vergleichbare Ausbildung". Damit wäre ein FiSi gemeint. Zu verlieren hast Du nichts und kannst nur gewinnen. Aber ganz generell: Wenn Du der Meinung bist, ohne Studium ginge nix in Deiner Branche, warum holst Du es dann nicht nach? Spätestens dann wärst Du fit für den Job und Dir stünden die Jobs offen, welche Dir (Deiner Meinung nach) jetzt noch verschlossen sind.
  5. Arbeitsverträge werden immer unverschämter

    Das Muster kommt auch mir mittlerweile bekannt vor. Ich habe - wie wohl jeder - über die Jahre mehr als einen kennen gelernt, welche jeden Tag über die Arbeit schimpfen, den Arbeitgeber verfluchen und "Nun ist aber endgültig genug. Jetzt kündige ich!" posaunen. Wenn sie sich dann überhaupt bewerben (viele machen das schon gar nicht), ziehen sie es aber doch nicht durch, egal, wie gut das Angebot ist. So wirkt auch Matt84 auf mich. Mehr Urlaub, mehr Geld, bezahlte Überstunden. In jeder Hinsicht eine Verbesserung. Und dazu nicht der aktuelle AG, der so schrecklich ist. Was gibt es da zu überlegen? ... Das Verhalten gibt es übrigens nicht nur im Beruf. Auch in Ehen und Beziehungen gibt es mehr als ein Paar, welches gar keinen Bock mehr aufeinander hat, aber aus Gewohnheit oder Angst vor dem Alleine sein weiter macht. Und sich dann am Laufenden Band bei den Freunden über den Partner und seine Eigenarten beschwert.
  6. Frauen in der IT

    @Vivanger Hast Du ihn in diesen Situationen argumentativ gestellt? Das angesprochen? oder selbst geschwiegen? Für mich klingt es nach Letzterem. Ansonsten hätte sich das Problem gelöst und Du müsstest es nicht mehr als aktuelle Anekdote anbringen, auf welche Du "mittlerweile genervt" reagierst. Die entscheidende Frage ist nicht, was Dritte gemacht haben, um Dir beizustehen, sondern was Du selbst gemacht hast. Auch, wenn Du versuchst Dich mit diesem Spin aus der Verantwortung zu stehlen. Wir sind eine freie Gesellschaft. Das bringt Freiheiten und Chancen, aber auch Pflichten mit sich. Der Klassenkampf ist vorbei und keiner wird Deine Kämpfe für Dich ausfechten. Wenn ein Kollege abfällig über Dich redet oder fragwürdige Pauschalurteile fällt, sollte man das hinterfragen. Und zwar dort, wo die Aussage fällt. Gerade Du, als Betroffene, solltest mit gutem Beispiele voran gehen. Keiner kann erwarten, dass Dritte solche Belange für Dich/Mich oder sonst wen Klären. So etwas muss man schon selber machen. Ein anderer wird es (meist zu Recht) nicht tun. Wenn man den unbeteiligten Dritten dann auch noch - wie Du - fehlenden Mut und mangelndes Rückgrat unterstellt, bekommt die eigene Tatenlosigkeit mehr als nur einen faden Beigeschmack. In einem IT-Forum oder nach Feierabend in der Familie lästern, das kann jeder. Aber die Kollegen stellen und ansprechen, das können wenige. Gerade im Projektmanagement eigentlich eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft. ... Dass Dein Kommentar über klassischen IT-Nerds und deren Rückgrat ein nicht minder übles Pauschalurteil wie das Deines Kollegen ist, hatte ich schon erwähnt? Eigene Nase und so.
  7. Arbeitsverträge werden immer unverschämter

    Aussage: ... Für 90% der Leute ... Ausnahmen bestätigen die Regel. ... Veto: Ich habe...
  8. Arbeitsverträge werden immer unverschämter

    Ich finde, dass diese Debatte so oder so überflüssig ist. Die Realität überholt das Hätte, Wenn und Aber. Fakt ist, dass für 90% der Leute (wenn Du nicht in einem nach IG-Metall-Tarif bezahlten Unternehmen in Bayern arbeitest, oder Spezialist einer absoluten Nische bist) 70k bei Neuverträgen anno 2017 nicht mehr zu erzielen sind. Nicht für Entwickler, Admins, Teamleader oder sonstige normale Jobs. Für mehr muss man schon Abteilungsleiter sein. Natürlich ist es gut und richtig, das Für und Wider eines Jobs abzuwägen. Und auch Zeiten und Gehälter ins Verhältnis zu setzen. Aber am Ende des Tages stellen sich diese Detailfragen nicht wirklich. Wenn Du heutzutage in der IT 70k verdienen willst, musst Du im Zweifel auch unbezahlte Überstunden machen. Wenn Du einen 9-to-5-Job willst, dann wird es nix mit 70k. Wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.
  9. Das Leben als Berater

    Fun-Fact: Ausgehend davon, dass zahlreiche Berater hier im Forum Dauergast sind, kann zumindest das Klischee vom konstant gestressten Consultant-Leben (gemessen an Inhouse-Developern wie mir) jedenfalls nicht stimmen. Aber Spaß bei Seite: Mir würde das dauernde Reisen nicht passen. Ich fahre gerne Auto und kann lange Arbeiten. Aber Abends Zuhause sein, das ist schon was. Gerade, wenn man Partner (oder gar Kinder) hat, ist das für mich unerlässlich. Spätestens dort wird es schwierig mit dem Berater-Dasein. Deswegen kommt es für mich nicht in Frage.
  10. Ihr unterliegt einem Denkfehler Eben weil die Leute auf der anderen Seite des Tisches das seit Jahren machen (und Byte nicht) ist die Rollenverteilung klar. Konträr zu dem, was Ihr hier skizziert. Die langjährigen Personal und Team-Leader wissen was ein "ich kann das sehr gut" eines 16-Jährigen Hobby-Entwicklers bedeutet und was nicht. Dass Ihr - nach x Jahren Erfahrung Eurerseits - den Frischling mit absoluten Standards (am besten gemessen an einem Senior-Entwickler) kommt, finde ich gelinde gesagt überheblich... von Euch. Ihr lebt vor, was ihr ihm lautstark anlastet. Gut und Kontext Aussagen wie "gut" sind stets im Kontext zu sehen. Das "gut" eines Grundschülers ist etwas anderes als das "gut" eines Master-Studenten. "Gute Kenntnisse" eines Ausbildungsplatzbewerbers sind etwas anders als "gute Kenntnisse" eines Senior Developer usw. Nicht der 16-Jährige Frischling muss das professionelle Verhalten mitbringen, sich selbst verkaufen und einschätzen können. Der 30+ Jährige Personaler muss professionell sein und wissen, wie man mit Jugendlichen umzugehen und wie man deren Aussagen zu nehmen hat. Ausbildung hat wenig Hürden? Der Junge macht sich Gedanken um einen Ausbildungsplatz. Auf der einen Seite wird im Forum stets betont, dass man nichts mitbringen muss für eine Ausbildung. Das wäre der Sinn einer Ausbildung. Im Unterschied zu einer Festanstellung, usw. usf. Und nun fahrt ihr einen Interessierten an, welcher (selbst bei nur grundlegenden Kenntnissen) immer noch deutlich mehr vorweisen kann, als ein großer Teil der Neu-Azubis oder Umschüler. Weil Euch die Selbsteinschätzung eines Jugendlichen nicht passt? *Klopf* *Klopf* Schon mal mit Kindern und Jugendlichen zu tun gehabt? Seine Chancen Machen wir uns nichts vor: Seine Chancen werden super sein. Die Betriebe jammern reihenweise, dass sie kaum noch Azubis bekommen, weil so viele Studieren gehen. Der Bedarf ist enorm und kaum einer findet keinen Ausbildungsplatz in unserer Branche. Er hat Vorkenntnisse, eine mittlere Reife und solide Noten. Glaubt Ihr ernsthaft, dass es nun an einer falschen Selbsteinschätzung scheitert oder diese dort etwas gefährden könnte? (Das ist übrigens mein letzter Beitrag zu dem Thema. Möchte hier keine OT-Diskussion vertiefen, sondern nur wiederholen, was ich zu derartigem Verhalten von vermeintlichen Profis und Entscheidern mit Berufserfahrung halte.)
  11. Frauen in der IT

    Hier sehe ich das nicht. Hier gibt es - bei den bisher eher wenigen Beiträgen - diverse Meinungen mit unterschiedlichen Blickwinkeln und Ansichten. Das ist nicht wie bei Google und weit entfernt von den stereotypischen und häufig einseitig-populistischen Mainstream-Meinungen aus Medien, Blogs und sozialen Medien. Von daher verstehe ich nicht, warum Du Dich selbst zensierst, obwohl kein Grund dazu besteht.
  12. Ich würde das Auftreten nicht über-interpretieren. Zum einen ist das ein Internet-Beitrag. Da kommen Aussagen gerne anders rüber, als sie gemeint waren. Das sagt wenig über das reale Auftreten aus. Zum Zweiten sind persönliche Einschätzungen immer ein Produkt des Umfelds. Wer bis dato noch weder professionelle Software entwickelt noch jahrelange Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung hat, wird unter "guten Kenntnissen" etwas anderes verstehen, als jemand, der schon 10+ Jahre im Job ist und bei Microsoft am neuen Windows arbeitet. Zum Letzten reden wir von einem wahrscheinlich ~16 Jährigen. Da kann man nicht die Maßstäbe ansetzen, welche man an >20 Jährige Abiturienten oder Studenten anlegt. Wenn ich überlege, wie ich mit 16 war: Da wusste ich auch alles am besten und war gerne auch mal Vorlaut und prollig. Ich denke, das ist normal und auch ihr werdet nicht der Hort an Zurückhaltung und gesunder Selbsteinschätzung in dem Alter gewesen sein. Hier können wir alten Säcke mal etwas von unserer Reife/Erfahrung zeigen und mehr Verständnis mit - meinetwegen auch falschen oder überheblichen Einschätzungen - von jungen Menschen haben. Potenziale soll man Formen und nicht Zurückweisen.
  13. Grundsätzlich gilt: Studium > Ausbildung. Wenn Du Interesse daran hast und bereits Vorkenntnisse, dann solltest Du diesen Weg einschlagen. Bevorzugst Du hingegen eine Ausbildung, dann geht dies problemlos auch mit Mittlerer Reife. "Problemlos" bedeutet dabei natürlich nicht, dass jede Firma Dich nicht, aber grundsätzlich spricht nichts dagegen. Gerade Vorkenntnisse (seien sie auch begrenzt) können dort etwas reißen und sind bei vielen Firmen bereits Bedingung für einen Ausbildungsvertrag.
  14. Frauen in der IT

    Kann ich von meiner Frau bestätigen. Da gibt es immer mal wieder Momente, wo Frau merkt, dass Mann sie nicht ernst nimmt. Allerdings meint sie, dass dies vorrangig von Männern kommt, welche selbst nicht zu den Eliten im Laden gehören. Würde passen. Es sind häufig diejenigen, welche wenig können und gleichzeitig am Lautesten sind. Vor allem gegenüber denjenigen, wo das Klischee sie im Vorteil wähnt (in dem Falle Mann > Frau) fühlen sie sich besonders berufen, aufzufahren. Waschechter Sexismus oder handfeste Diskriminierung hingegen ist mir bis dato nicht unter gekommen. Davon wird medial gerne berichtet, das habe ich aber weder in Ausbildung, Studium oder beruflichem Alltag mitbekommen. Noch kenne ich Geschichten aus 2. oder 3. Hand dazu. Auch die medial gepriesenen Fälle sind häufig zwielichtig und teilweise aufgebauscht. Gleichberechtigung hat meiner Erfahrung nach also in den überwiegenden Teilen der Realität Einzug gehalten und das ist gut so. Auch wenn es immer mal wieder Männer gibt, welche das nicht so sehen und noch in 1960 leben. So weit, so gut. ... Aber #1: Sexismus nur Mann -> Frau? Wir reden immer, ständig und zu Recht über die Diskriminierung von Frauen durch Männer. Gibt es nicht auch Sexismus von Frau zu Frau? Oder Frau zu Mann? Jeder kennt sie, die Geschichten vom endlosen Zickenkrieg in Frauenberufen. Ob im Kindergarten, der Pflege oder im Büro. Da wird geschimpft, gelästert und intrigiert was das Zeug hält. Hat jeder schon erlebt und ist meiner Erfahrung nach in weiblich geprägten Umfeldern spürbar schlimmer, als in männlichen Umfeldern. Wenn dann noch Faktoren wie Alter, Attraktivität, Partner usw. hinzu kommen, wird unter vielen Frauen ein Konkurrenzkampf ausgelebt, welchen ich bei Männern so deutlich seltener erlebt habe. Es gibt nicht umsonst Frauen, die betonen, dass sie lieber mit Männern als Frauen arbeiten. Auch gibt es Studien, welche nahe legen, dass Frauen in Führungspositionen zu anderen Frauen deutlich unfairer sind als männliche Führungskräfte. Das deckt sich mit meinen persönlichen Erfahrungen aus zahlreichen Händen. ... Aber #2: Generelles Aussenseiter-Dasein vs. Sexismus Jeder hat Probleme, wenn man zu den 10% Exoten gehört. Das betrifft Männer in Pflegeberufen und Kindergarten genau wie weibliche IT´ler und Maurerinnen. Das ist kein rein Sexistisches Problem, sondern vor allem eines mit Aussenseitern. Thematisiert wird häufig nur die eine Seite der Medaille: Vorstände, IT und Co. Das geht bis hin zu kontraproduktiven Quoten, welche wenigen nützen und vielen schaden. Aber wer fordert eine Frauenquote für Maurer? Eine Männerquote für Kindergärtner? Da wird es still. Gibt es wohl nicht genug zu holen. Ist Förderung nur für Frauen als Exoten sinnvoll, nicht für Männer? In einigen Behörden z.B. müssen Gleichstellungsbeauftragte explizit weiblich sein. Egal, wie gut der Mann passen würde. Er darf diesen Posten nicht bekleiden. Weil er ein Mann ist. Gesetzlich zementiert und gerichtlich bestätigt. Von der allgegenwärtigen Bevorzugung "bei gleicher Qualifikation" zu schweigen. Ich wäre auf die Reaktionen der Befürworter gespannt, wäre das Gesetz umgekehrt. Das macht die ganze Debatte leider scheinheilig, wenn immer nur die eine Seite der Medaille beleuchtet wird und nicht Diskriminierung im Generellen. Nicht umsonst hießen solche Gesetze und Regeln eine Zeit lang "Frauenförderung". Da war man wenigstens ehrlich. Mit "Gleichstellung" hat das wenig zu tun, was heute passiert. Von "Gleichberechtigung" redet eh kaum noch einer. Denn die haben wir längst. ... Aber #3: Jedes Klischee hat einen wahren Kern. Ich habe über die Jahre eine Menge Frauen in der IT kennen gelernt und leider haben viele Klischees einen wahren Kern. Das beginnt beim bloßen Interesse und Werdegang der Betroffenen. Frauen in der IT haben häufig spürbar weniger Interesse an der Materie als Männer. Das fängt bei Themen wie Zocken, Hacken oder Basteln in der Freizeit an (vor Ausbildung oder Studium, einfach weil es Spaß macht) und macht sich im beruflichen Alltag bemerkbar. Dies ändert sich auch nicht, wenn sie bereits im Beruf sind. Spätestens dort kann sich keine Frau mehr mit "Das akzeptiert die Gesellschaft nicht" freikaufen. Bei einer Informatikerin akzeptiert die Gesellschaft, dass sie nach Feierabend Informatik studieren geht, zu einer User Group rennt, in der Familie die Rechner repariert oder Open Source Software entwickelt. Passiert alles aber noch seltener, als es weibliche Entwicklerinnen gibt. Es geht weiter damit, dass Frauen sich - wenn schon IT - gerne für medizinische Informatik z.B. als Studienfach entscheiden. Warum? "Weil man da nicht so viel programmieren muss". Oder für die Rolle als SCRUM-Masterin oder eine ähnlich vermittelnde Rolle zwischen den Fachabteilungen. Wirklich IT ist das nicht. Eher "Irgendwas mit IT". Von dedizierten Frauen-Studiengängen mit vereinfachtem Mathe-Anteil nicht zu sprechen. Programmieren? Netzwerken? Das war, ist und bleibt für die meisten Frauen ein Graus. Die Möglichkeiten sind da, die Freiheiten auch, genutzt werden sie selten. Und es endet bei kaum vorhandener Durchschnitts-Expertise von IT-Frauen. Die Expertise von Frauen in der IT sind spürbar extremer was die Ausprägung angeht. Wahlweise sehr schwach oder direkt sehr stark. Die normale Durchschnittsentwicklerin z.B. ist mir jedenfalls noch nicht über den Weg gelaufen. Von einer durchschnitts-netzwerkerin ganz zu schweigen. Die scheint es generell nicht zu geben. Da es generell deutlich weniger sehr starke als schwache Fachkräfte gibt, bestätigt also diese Konstellation auch noch die falschen Vorurteile von den ganz oben genannten Deppen. Das ist aber nicht die Schuld der Männer, sondern die Schuld von Frauen, welche sich selten für einen richtigen IT-Job entscheiden. ... Was bleibt? Es ist klar, dass Frauen in der IT Probleme haben, welche Männer nicht haben. Wer das abstreitet, lügt. Aber das ist nicht zwingend Sexismus, noch ist es alleine Schuld der Männer, noch betreffen solche Probleme nur Frauen. Auch Männer müssen mit Vorurteilen leben. So, wie Alte, Junge, Große, Kleine, Arme, Reiche, usw. Eine Frau, welche bock auf IT hat, sich Mühe gibt, einliest und Gas gibt wird ohne Probleme Karriere machen können, wie ein Mann. Je nach Betrieb sogar einfacher, weil sie auf Grund ihres Exoten-Status auffällt und damit automatisch mehr Beachtung findet, als der 315. männliche Bewerber. Und komme mir bitte keiner mit Führungspositionen als Maßstab. Die werden heute im wesentlichen nach Stallgeruch, Vitamin B und Glück vergeben. Ausserdem gibt es 1 solche Stelle je 100 Bewerber. Die bekommt auch der hart arbeitende, gut gebildete und fleißige Mann nicht. Der Maßstab muss die normale Fachkarriere sein. Da hindert keiner eine Frau etwas zu werden.
  15. Bewerbungen und Reaktionen der Firmen....

    Wieder einmal ist der kleine Mann aka Bewerber aka Bürger aka Wähler an allem Schuld. Wenn bei einer Wahl ungeliebte Parteien erstarken, wo liegt das Problem? Natürlich beim Wähler! Ein abgehängter, dummer, alter Antidemokrat und Rassist. Das muss es sein! Im Zweifel auch noch Ossi. Das Schlimmste vom Schlimmen. Hätten wir doch bloß die Mauer wieder. So auch in der Arbeitswelt. Die Firmen benehmen sich wie eine offene Hose? Auf jede Stelle bewerben sich zahlreiche gute und qualifizierte Bewerber und die Unternehmen lassen ihre Machtposition raushängen? So, dass sie es nicht mal mehr nötig haben zu antworten oder einfachste Formen des menschlichen Umgangs zu pflegen? Von Löhnen und Co. gar nicht zu sprechen. Wo kann dort ein Problem liegen? Natürlich beim Arbeitnehmer! Der muss eben flexibler sein, es nicht so ernst nehmen, sich weiter bilden, den Gürtel enger schnallen, im Zweifel umziehen, usw. Das gehört dazu in der Arbeitswelt anno 2017. Respekt, Höflichkeit, Flexibilität und menschliches Miteinander kann das Unternehmen vom Bewerber verlangen. Nein, MUSS. Der Arbeitnehmer MUSS perfekt sein und alles mitmachen. Sonst ist er raus. Aber doch nicht umgekehrt. Um Himmels Willen! Wo kämen wir dahin, wenn sich die Unternehmen auch einmal anstrengen müssten? Verlangt man Vergleichbares von den Unternehmen und ihren Abteilungen (Hohes Gehalt, Home Office, echte Gleit- oder Vertrauensarbeitzeit, bezahlte Fortbildung, unbefristete Verträge, Dienstwagen, usw.) sieht man schnell, wie "fair" das Berufsleben geworden ist und wie stark der "Fachkräftemangel" in der Realität aussieht. Und nein, die Gewerkschaften sind nicht Schuld an den Bedingungen der Leiharbeit. Mitschuld? Meinetwegen. Aber in erster Linie ist die Politik von Schröder bis Merkel dafür verantwortlich. Dagegen können Gewerkschaften auch nix machen. Die bewegen sich (wie Du, ich und die Unternehmen) im politisch vorgegeben Rahmen. Nicht umgekehrt. Erschreckend, wie selbstverständlich Arbeitnehmer und "kleine Leute" heute mehr für die Interessen der Regierenden, Besitzenden und Unternehmen eintreten, als für ihre eigenen. Die tägliche Manipulation auf allen Kanälen fruchtet, wie es scheint.
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