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Einarbeitung - Verzweiflung


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Hi,

ich will mal kurz meine derzeitige Situation darstellen.

Am 21.01.2021 habe ich meine Ausbildung als FiA erfolgreich abgeschlossen. Ich wurde nicht übernommen.
Meine Ausbildung habe ich im Bereich Webentwicklung absolviert. Projekte bezogen sich hauptsächlich auf Wordpress, Shopware und Laravel.

Am 01.02. habe ich bei einer neuen Firma angefangen. Dort bin ich angestellt als Frontend-Softwareentwickler und arbeite im Bereich Salesforce B2C Commerce Cloud.

Ich habe eine Einarbeitungsaufgabe bekommen und komme damit überhaupt nicht klar. Das blöde ist, durch Corona findet alles Remote und im Home-Office statt.

Ich habe für die Einarbeitung einen Mentor zur Verfügung gestellt bekommen. Dieser hat aber nie Zeit und kümmert sich einen Dreck um mich. Bei Fragen reagiert er erst Wochen später und vertröstet mich mit der Aussage, dass er mir hilft, sobald er mal Zeit hat.

Am Dienstag habe ich ein Mitarbeitergespräch mit meinem Projektleiter. Da werde ich einige Dinge ansprechen (müssen).

Aber ist diese Situation in der Einarbeitungsphase normal? Hattet ihr auch solche Probleme beim Onboarding?
Ich habe Versagensängste und bin am Verzweifeln und bitte hier mal um Hilfe und Ratschläge.

Vielen Dank im Voraus!

Bearbeitet von webmaster95
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vor 14 Minuten schrieb webmaster95:

Am Dienstag habe ich ein Mitarbeitergespräch mit meinem Projektleiter. Da werde ich einige Dinge ansprechen (müssen).

Guck wie es ausgeht und dann schau weiter. 

vor 16 Minuten schrieb webmaster95:

Aber ist diese Situation in der Einarbeitungsphase normal? Hattet ihr auch solche Probleme beim Onboarding?

Um ehrlich zu sein, du ausgelernt. Ja, es gibt so etwas wie onboarding. Allerdings ist es auch eine Sache wie es gelebt wird. Ich musste mir bei meinem Job alles zusammen Suchen den es gab nichts und der Kollege mit dem ich zusammen arbeiten sollte war nach ein paar Monaten weg. 

Was von dir erwartet wird kann ich dir nicht genau sagen, aber ich würde sagen ein gewisses Maß an Eigeninitiative auf jeden Fall.

Wie gehst du mit dem Problem um vor dem du stehst?

Hast du nur deinen "Mentor" den du fragen kannst, oder eventuell auch andere Kollegen?

 

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Wichtig ist, kommuniziere offen über Deine aktuelle Situation. Sei dabei freundlich und konstruktiv. Remote Arbeitsszenarien, gerade im Onboarding Prozess, sind für viele AG aktuell Herausforderungen, da bist Du nicht der oder die Einzige. Stay cool. 

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vor einer Stunde schrieb webmaster95:

Aber ist diese Situation in der Einarbeitungsphase normal? Hattet ihr auch solche Probleme beim Onboarding?
Ich habe Versagensängste und bin am Verzweifeln und bitte hier mal um Hilfe und Ratschläge.

Mittlerweile gibt es bei uns ein wenig Einarbeitung. Als ich zum Unternehmen gekommen bin gab es sowas nicht. Die Einarbeitung war quasi, wir nutzen das und das und das Programm, so kriegst du Zugang zu den Entwicklungssystemen und der Datenbank, hier kannst du nicht viel kaputt machen, guck dir das erstmal an und dann eben langsam Aufgaben.

Und ja Versagensängste kenne ich auch. Ich dachte erst ich bin komplett zu unfähig, werde da niemals reinkommen und man wird ziemlich schnell merken, dass ich total unqualifiziert bin für die Aufgaben und ich werde die Probezeit nicht überstehen.

Bin dann aber halbwegs schnell mit den Tools warm geworden und habe mir den Datenfluss anhand vom Debugging/Profiling/Tracing usw. näher bringen können und das System verstehen gelernt. Dazu ein wenig YouTube, Google etc. pp. Gibt heute sicherlich noch Kollegen, die bei gewissen Projekten von vor meiner Zeit dabei waren und da mehr Know-How haben, fachlich würde ich mich heute aber hier in unseren kleinen Laden oben sehen.

Ergo nicht aufgeben. Wichtig ist denke ich mal in der IT vor allem zu lernen selbstständig zu lernen, sich an Probleme und Aufgaben heranzutasten usw. Auch kommen im jeweiligen Bereich dann bestimmte Informationsquellen zusammen und du hast irgendwann deine goto Seiten, YouTube Channels usw. Auch alte vorhandene Projekte anschauen und verstehen kann hilfreich sein. Zumindest das fachliche solltest du dir selbst erarbeiten können. Je nachdem macht natürlich auch ein Buch oder ein Kurs sinn.

Die Aufgaben müssen natürlich vernünftig definiert sein, so dass du weißt, was erwartet wird. Aber alles andere sollte man denke ich auch ohne Unterstützung im Betrieb packen. Natürlich ist es schöner, wenn einem unter die Arme gegriffen wird.

Je mehr du gesehen hast desto leichter fällt dir dann die Einarbeitung in neue Sachen. Am Ende wiederholt sich alles, hat neue Namen oder wird in anderer Kombination zusammengewürfelt. Meist gibt es einfach einen gewissen Punkt wo es Klick macht.

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Ich habe unterschiedliche Typen von Menschen bei der Einarbeitung kennengelernt. Hier unterscheidet sich die Herangehensweise beim Onboarding immens. Plakativ ausgedrückt gibt es zwei Extreme: den Frontalunterrichtler und den Selbstläufer.

  • Der Erstere setzt seine Mentoren (die das oft neben ihrer täglichen Arbeit machen müssen) oft in Bringschuld und macht sonst nichts, bis er die Information nicht bekommt.
  • Den letzteren kannst Du mit der Doku einen Monat alleine lassen und wenn Du wiederkommst, "rockt er die Bude" (Antizipation, Anwendung von Transferwissen). 

Dazwischen gibt es diverse Schattierungen.

Selbstverständlich sind die Firmen an den Leuten interessiert, die näher am Selbstläufer dran sind. Es wäre ja nicht so schlimm, wenn dieser Zustand sich nur auf die Einarbeitung beziehen würde; er wäre damit temporär. Jedoch ist das sehr häufig nicht der Fall, sondern zieht sich auch durch die Projekte durch: Wenn Du dem Frontaler beigebracht hast, wie man mit einem Opel von A nach B kommt, musst Du das erneut machen, wenn aus dem Opel ein Audi wird oder B sich in ein C ändert.

Daher gehen Firmen oft sogar dazu über, dass sie in den Interview Challenges absichtlich Lücken einbauen, um zu schauen, ob der Aspirant sich eigenständig auf Lösungssuche begibt, oder mit erhobenen Händen die "Steht da nicht, kann nicht weitermachen"-Fahne schwenkt.

Nicht falsch verstehen: Damit möchte ich dich, @webmaster95, weder der einen, noch der anderen Kategorie zuordnen. Aber vielleicht ist etwas unglückliche Onboarding auch eine Chance für dich? Denke dein Arbeitgeber kann den langsamen Start - mindestens Pandemie-bedingt - sicherlich nachvollziehen und Du kannst diesen Umstand zum Vorteil für dich nutzen.

Am besten kein Fingerpointing im MA-Gespräch, sondern höflich um Verständnis werben und deinerseits Verständnis deinem Mentor entgegenbringen. 

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