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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

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Hi,

Das wird prinzipiell nicht (mehr) gemacht, damit der Bewerber keinen Anhaltspunkt für eine Klage hat. Abgesehen davon sind die Gründe für eine Nichteinstellung häufig nicht behebbar - sondern können nur überspielt werden.

ich schrieb ja bereits: Das AGG ist Mist. Wenn mich eine Firma nicht will, aus welchen Gründen auch immer, will ich das erfahren. Wenn sie mich nicht will, weil ich übergewichtig bin, will ich da sowieso nicht arbeiten. Das sind die typischen realitätsfernen politischen Gesetze, die mehr Schaden als Nutzen bringen.

Dann würden sich die Unternehmen zum einen Verhandlungsspielraum nehmen Zum anderen vielleicht den einen oder anderen gut qualifizierten, der über der Vorstellung des Unternehmens liegt, nicht zu sehen bekommen.

Wenn sie einen gut qualifizierten Bewerber nicht zu sehen bekommen, den sie sowieso nicht bezahlen wollen (können), ist das eine Win-Win-Situation. Beide Seiten sparen sich ein unnötiges Vorstellungsgespräch.

Und Verhandlungsspielraum ist ein Scheinargument. Entweder ich suche jemanden, dann weiss ich auch was der wert ist, oder ich riskiere Vorstellungsgespräche, die von vorneherein zum Scheitern verurteilt sind. Außerdem kann ich auch von/bis angeben, statt eine konkrete Summe zu nennen. Und wenn ich dem Bewerber dann erkläre, dass er "nur" 2 statt den geforderten 5 Jahren Berufserfahrung und "nur" Zertifikat A statt Zertifikat B hat, und daher "nur" die untere Grenze verdient, werden die meisten ja wohl akzeptieren. Sie wussten es ja im Vorfeld.

In anderen Ländern funktioniert das auch ohne Probleme:

LondonJobs Search Results

Der einzige Nachteil, der mir einfällt, sind bereits in der Firma angestellte Personen, die weniger verdienen. Aber es gibt immer Nachteile, und man muss sich überlegen, ob sie nicht den Vorteil aufwiegen oder nicht.

Zum letzten Punkt: Ich schrieb bereits, dass eine Firma in einen Mitarbeiter Zeit (=Geld) investieren muss. Aber dennoch sind i.d.R. die Konsequenzen für den Arbeitnehmer gravierender, und darum ging es.

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ja nur nach wie vor halte ich es für ein Gerücht aus o.g. Gründen, dass es für einen AN viel schlimmer ist.

Entweder ich suche jemanden, dann weiss ich auch was der wert ist,

falsch.. ich suche jemanden für eine Stelle und weiss, was ich für diese Stelle bezahlen will/kann.

Das mit dem angeben einer Lohnspanne setzt doch voraus, dass sich die Bewerber selber richtig einschätzen können. Ich hege so meine Zweifel, dass das angeben einer Gehaltsspanne soviel ändern würde. Aber du kannst doch vorher anfragen, was sie sich so vorgestellt haben. Hab ich n paar mal gemach und war auch kein Problem. Einfach vor dem Bewerben anrufen und nachfragen..

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Auch wenn wir Fachkräftemangel schreien, ein Unternehmen findet immer wieder jemand neues - im Zweifel dadurch, dass es offensiv Stellenanzeigen schaltet und ein üppiges Gehalt anbietet.

Als Arbeitnehmer kommt es drauf an. Wenn man mobil, jung und gut ist sehe ich auch, dass es eher kein Problem sein sollte wieder was zu finden. Anders sieht es aus, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat und nicht mobil sein "kann"/will.

Aber du kannst doch vorher anfragen, was sie sich so vorgestellt haben. Hab ich n paar mal gemach und war auch kein Problem. Einfach vor dem Bewerben anrufen und nachfragen..

Das führt ja den Wunsch mancher Firmen ad absurdum, wenn in der Stellenzeige dran steht "Bitte geben Sie Ihr Wunschgehalt an". Die wollen durchaus wissen, ob man sich selbst richtig einschätzt und ins Gehaltsgefüge passt. Ausserdem ist es schlechter Stil (in Deutschland), schon vorab nach dem Gehalt zu fragen. Das sollte IMMER einer der letzten Frage sein, auch wenn es für einen selbst die wichtigste Info ist und man sich ggf. dadurch viel Zeit sparen könnte (siehe Argumente von carstenj). Wobei man natürlich durch die Angabe eines Wunschgehaltes schon in der Bewerbung zeigt wo der Hase langläuft und der AG einem dann schon zügig absagen wird, wenn es deutlich zu hoch ist. Insofern ist es jetzt auch nicht soo viel mehr Aufwand für beide Seiten, als wenn es schon in der Stellenanzeige steht.

bearbeitet von bigvic

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Ich habe aber auch schon die Erfahrung gemacht eine Spanne anzugeben (war gewünscht) ich wurde eingeladen, war da und als wir übers Gehalt reden wollten hab ich gemeint.. naja steht ja in der Bewerbung und er meinte: Jaa es schreiben viele Leute viele Dinge rein und wenn man sie dann fragt, dann war es halt so der Wunsch. Ich war ca. doppelt so teuer wie die sich das vorgestellt haben. Deswegen hab ich dann bevor ich überhaupt eine Bewerbung losgeschickt habe nachgefragt. Das spart einfach mir und ihnen Zeit.

Vielleicht ticken die Firmen in meiner Region alle ein wenig anders.. k.a.

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Hi,

falsch.. ich suche jemanden für eine Stelle und weiss, was ich für diese Stelle bezahlen will/kann.

das kommt doch auf das Selber heraus. Dann schreib ich eben hin, was ich bezahlen kann/will. Wenn sich keiner bewirbt, muss ich das Gehalt entweder erhöhen oder die Stellenanzeige überarbeiten.

Das mit dem angeben einer Lohnspanne setzt doch voraus, dass sich die Bewerber selber richtig einschätzen können. Ich hege so meine Zweifel, dass das angeben einer Gehaltsspanne soviel ändern würde.

Ich glaube auch nicht, dass sämtliche Probleme in der Arbeitswelt durch das Angeben einer Gehaltssumme in der Stellenanzeige gelöst würden. Aber ich glaube schon, dass man sich so manche Enttäuschung, sowohl auf AG als auch auf AN Seite, manche Bewerbung und so manches Vorstellungsgespräch hätte ersparen können.

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Ich glaube kaum, das Unternehmen auch ohne Antidiskriminierungsgesetz konkrete Gründe für eine Absage angeben würden. Meistens werden die Absagen Blockweise von den Sekretärinnen als Serienbrief erstellt und verschickt.

Für jeden einzelnen Bewerber die genauen Gründe aufzuführen, würde (aus Sicht der Unternehmen) nur unnötig Zeit kosten.

Aber was spricht dagegen, wenn Unternehmen in einem Stellenangebot schreiben, was sie bei entsprechender Qualifikation bereit sind, maximal zu bezahlen? Dadurch ließe sich sicherlich auch ein Haufen Zeit und Geld sparen, weil Leute, denen das gebotene Maximum zu niedrig ist, sich gar nicht erst bewerben würden.

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Aber was spricht dagegen, wenn Unternehmen in einem Stellenangebot schreiben, was sie bei entsprechender Qualifikation bereit sind, maximal zu bezahlen? Dadurch ließe sich sicherlich auch ein Haufen Zeit und Geld sparen, weil Leute, denen das gebotene Maximum zu niedrig ist, sich gar nicht erst bewerben würden.

Sehe ich auch so, ist in der Schweiz übrigens schon Umgesetzt!

Das ist wieder ein Stück weit typisch Deutsch. Ein heiden Geheimnis um die Kohle zu machen. Die eine wie die andere Seite!

Ich habe aber auch schon die Erfahrung gemacht eine Spanne anzugeben (war gewünscht) ich wurde eingeladen, war da und als wir übers Gehalt reden wollten hab ich gemeint..

Ne Spanne ist allgemein unklug. Da weiss die Firma, dass Sie dich auch für das niedriegere Gehalt haben kann! Ein Preis, eine Verhandlungsgrundlage!

bearbeitet von mamamia

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Sehe ich auch so, ist in der Schweiz übrigens schon Umgesetzt!

Stimmt nicht. Geh mal auf Schweizer Jobportale, Website der Unternehmen, etc. und du wirst sehen, dass das die absolute Ausnahme ist (ÖD ausgenommen). In der Schweiz wird ein noch grösseres Geheimnis um die Kohle gemacht als in Deutschland.

bearbeitet von bigvic

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Wenn ich boshaft wäre, würde ich behaupten, das Unternehmen kein Interesse daran haben, Gehälter in Stellenangeboten zu nennen, weil man sonst ja die Gehälter schwerer drücken kann ;-)

BTW: Mein Alltime-Favorite bei den Gründen für eine Absage ist: "Überqualifikation" :D

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Stimmt schon..

So beim zweiten drüberdenken macht es eigentlich keinen Sinn.

Warum für Kanidat X, Y bezahlen, wenn ich er sich für Z bewirbt.

Das ist glaub ich ein Stück weit Bauernfängerei!

So, gut jetzt muss noch nen bissl was tun :bimei

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Ich sehe das anders: Wenn ein Unternehmen weiß, das es für die angebotene Stelle nur maximal X Euro zahlen will/kann, sollte es das auch ruhig dazu schreiben!

Aber wenn man halt nicht bereit ist, angemessene Löhne zu zahlen oder mit "offenem Visier zu kämpfen", darf man sich halt nicht über eine gewisse Personalfluktuation und Bewerbermangel beschweren ;)

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Ja und Nein.

Nur weil eine Firma die Gehaltsspanne in der Bewerbung nicht nennt, dann heisst dass doch nicht gleich, dass Sie keine "fairen" Löhne zahlen.

Ich denke es geht auch teilweise einfach nicht.

Fallbeispiel: IT Abteilung mit 2 Sysadmins. Ein dritter soll kommen.

Firma schreibt stelle aus und nennt Preis. Dann wissen die neuen Kollegen gleich was sache ist. Möglicherweise haben die bestehenden Kollegen ein höheres oder niederes Gehalt. Bedeutet also fast immer Stress.

Oder was meint Ihr? Seht es mal aus der Sicht der Firma / Abteilung.

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Hi,

Oder was meint Ihr? Seht es mal aus der Sicht der Firma / Abteilung.

sehe ich. Aber es ist ja auch unredlich, für die gleiche Tätigkeit exorbitante Gehaltsunterschiede zu zahlen. Wenn ein neuer Mitarbeiter für die gleiche Tätigkeit 1000 Euro mehr im Jahr verdient, dürfte sich die Aufregung in Grenzen halten. Sind es 10.000 Euro mehr, besteht meiner Meinung nach auch Redebedarf.

Solange der AG die Unterschiede im Gehalt begründen kann, sehe ich da kaum Probleme

Genau so sehe ich das auch. Daher halte ich diese Gehaltsverschleierungstaktik für eher kontraproduktiv.

Wie sehr da die Ansichten auseinandergehen, kann man immer wieder an den Diskussion sehen, wenn Heise eine neue Gehaltsübersicht rausbringt. Ich will nicht sagen, dass sie falsch ist, aber überprüfbar ist sie natürlich auch nicht.

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Wieso sollte der AG denn das Gehalt begründet? Sorry, aber mal knallhart ausgedrückt.. wäre ich Cheffe von Mitarbeitern würde ich einen Teufel tun und meinen Mitarbeitern gegenüber begründen warum der eine mehr als der andere verdient auch wenn es der gleiche Job ist. Ausserdem dürft ihr nicht vergessen, dass es ein paar Leute gibt die gut verhandeln können und welche die nicht gut verhandeln. Soll der Unternehmer dann demjenigen der es nicht gut kann die Kohle hinter her werfen? Ich bin ja auch dafür dass man vernünftig entlohnt wird, aber was vernünftig ist, ist eh bei jeden anders..

zu dem davor: selbst wenn ich eine Spanne angebe und die untere Grenze schon weit über dem Gehalt liegt, dass sie sich vorgestellt haben, dann muss ich nicht mehr zum Gespräch. Spannen sind im übrigen auch nicht so abwägig, da man durchaus auf Gehalt für anderes Zeug verzichten kann.

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Wieso sollte der AG denn das Gehalt begründet?

Das sehe ich genau anders herum: Wenn (m)ein Chef nicht sachlich/fachlich begründen kann, warum Kollege X mehr Geld für die gleiche Arbeit bekommt, dann darf er sich nicht wundern, wenn man sich (eventuell zurecht) ungerecht behandelt fühlt.

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Fühlen darft du dich natürlich wie du möchtest. Ich würde mich auf so eine Diskussion mit einem AN gar nicht einlassen. Es gibt bei einem Gehalt mehr Faktoren als nur fachliches. Ich finde auch, dass es ziemlich bescheiden ist, wenn jmd auf seinen nebenan schielt und sich ungerecht behandelt fühlt. Immerhin hat man sich für den Job für das Gehalt entschieden. Wenn es einem nicht passt, muss man nachverhandeln und zwar ohne das Argument des besser verdienenden Kollegen. Wenn es nicht das gewünschte Ergebnis bringt muss man sich umschauen.

Ich kann verstehen, warum hier in D. so ein Geheimnis um das Gehalt gemacht wird. Es gönnt ja keiner keinem was, der AG ist eh immer der Böse der nicht genug zahlt und wenn der dann auch noch einen anderen Kollegen bevorzugt der aus der eigenen Sicht ja genau das gleiche oder gar weniger macht... Das alle irgendwann mal selber die Entscheidung in der Hand hatten, das ganze zu beeinflussen wird gern vergessen.

hüm.. vielleicht liegts ja nicht unbedingt an den AG dass so wenig herkommen und so viele gehen.

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Ausserdem dürft ihr nicht vergessen, dass es ein paar Leute gibt die gut verhandeln können und welche die nicht gut verhandeln. Soll der Unternehmer dann demjenigen der es nicht gut kann die Kohle hinter her werfen?

Möchtest Du das nach Leistung oder nach Verhandlungsgeschick bezahlt wird?

wenn ich eine Spanne angebe und die untere Grenze schon weit über dem Gehalt liegt, dass sie sich vorgestellt haben, dann muss ich nicht mehr zum Gespräch. Spannen sind im übrigen auch nicht so abwägig, da man durchaus auf Gehalt für anderes Zeug verzichten kann.

Finde ich auch, es gibt noch eine ganze andere Menge an "Gegenwert", die das Unternehmen für die geleistete Arbeit geben kann.

Fühlen darft du dich natürlich wie du möchtest. Ich würde mich auf so eine Diskussion mit einem AN gar nicht einlassen.

Genau so eine Einstellung sollte ein Unternehmen gerade nicht haben. Gerade zufriedene / glückliche Mitarbeiter sind weitaus produktiver und versuchen das Unternehmen "positiv mitzugestalten".

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Hi,

Es gönnt ja keiner keinem was, der AG ist eh immer der Böse der nicht genug zahlt ...

das hat nie jemand behauptet. Aber wenn ich mich in diesem und anderen Foren umhöre, mit Bekannten spreche und meine eigenen Erfahrungen zu Grunde lege, schließe ich daraus: Es gibt (zumindest im IT-Bereich) keinen Fachkräftemangel, sondern es herrscht eher eine Unwilligkeit, Fachkräfte angemessen zu entlohnen.

Natürlich gibt es Ausnahmen, es gibt Menschen, die nicht gut verhandeln können, und Firmen, die nicht viel zahlen können, aber wenn mal konkret fragt, welche Stellen denn nicht zu besetzen seien, bekommt in den seltensten Fällen eine entsprechende Stellenanzeige zu sehen.

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Dazu passt auch Forscherposse beim DIW: Was nicht passt, wird passend gemacht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Und was man als Unternehmen auch nicht vergessen darf: gut bezahlte Angestellte sind in der Regel auch loyaler gegenüber dem Unternehmen und bringen sich mehr ein, da sie zufriedener sind. Schlecht bezahlte Angestellte neigen dagegen eher zum "Dienst nach Vorschrift" und suchen sehr wahrscheinlich bei der nächst besten Gelegenheit ihr Heil in der Flucht, falls sich keine Möglichkeit auf eine Gehaltserhöhung bietet.

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Möchtest Du das nach Leistung oder nach Verhandlungsgeschick bezahlt wird?

Ehrlich gesagt ist mir das vollkommen egal.

Genau so eine Einstellung sollte ein Unternehmen gerade nicht haben. Gerade zufriedene / glückliche Mitarbeiter sind weitaus produktiver und versuchen das Unternehmen "positiv mitzugestalten".

Nur weil sich jemand über seine Entscheidung wie er einen Mitarbeiter entlohnt nicht mit einem anderen Mitarbeiter diskutiert, heisst das nicht dass alle Mitarbeiter unzufrieden sind.

Was wäre denn eine angemessene Entlohnung?

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Zum Thema Lohununterschiede gibt es natürlich einige Faktoren.

Man darf auch immer nicht die akutelle Marktsituation vergessen um wieder den Bogen zum Fachkräftemangel zu bekommen. Wenn es tatsächlich Fachkräftemangel geben würde, dann würden die Gehälter für NEUE Mitarbeiter zwangsläufig nach oben schiessen, da man sonst keine bekommt. Eine automatische Gehaltsanpassung nach oben der restlichen MA wird kein Unternehmer machen, sondern erst wenn er merkt, dass er eine schädliche Fluktuation hat. Und das ich auch durchaus legitim, denn wenn es einen Fachkräfteüberschuss gibt und er für neue MA niedrigere Löhne als bisher bezahlt, dann möchte ja auch kein AN eine automatische Gehaltsanpassung nach unten. Wir haben ja eine soziale Marktwirtschaft ;)

Jetzt aber mal ganz konkret. Es ist doch die Regel in Unternehmen, dass die MA unterschiedlich gut arbeiten. Das ist doch auch normal. Und ich finde es da nur fair, dass diese auch unterschiedlich entlohnt werden. Ob der bessere Weg nun ist, dass Basisgehalt unterschiedlich zu machen, oder ob man bei allen das Basisgehalt gleich macht und unterschiedliche Boni zahlt ist Geschmackssache (AN sind logischerweise meist für höheres Basisgehalt). Oft ist eine Kombination aus beidem - so kann man das auch gut austarieren.

Aber eins muss man auch ehrlich sagen ... Transparenz führt oft zu Neid und das kann ein Betriebsklima zerstören. Es ist nämlich nicht selten, dass ein AN seine Leistung anderst beurteilt als der AG, insbesondere gegenüber anderen AN. Und wenn der dann mehr bekommt und man weiss das, dann werden manche erst unzufrieden, weil sie im Vergleich weniger bekommen, obwohl sie absolut eigentlich zufrieden wären. Und die wenigsten nehmen das sportlich.

bearbeitet von bigvic

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Hi,

Man darf auch immer nicht die akutelle Marktsituation vergessen um wieder den Bogen zum Fachkräftemangel zu bekommen. Wenn es tatsächlich Fachkräftemangel geben würde, dann würden die Gehälter für NEUE Mitarbeiter zwangsläufig nach oben schiessen, da man sonst keine bekommt.

das stimmt. Allerdings würde es meiner Meinung nach ja dann gar nicht zu einem Fachkräftemangeln in diesem angelblichen Ausmaße kommen, wenn die Gehälter transparenter wären.

Das ist ja mein erstes Argument, nämlich dass man dadurch zum einen kein Lohndumping (wobei auch das natürlich relativ ist) betrieben kann und zum anderen wüssten "Fachkräfte", welcher Bereich am lukrativsten ist.

Ich sehe das natürlich nicht als die Lösung aller Probleme an, aber es käme zumindest auf einen Versuch an. So wie es jetzt läuft ist ja offensichtlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

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