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Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

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Hi,

hä? Wenn ein Bewerber nicht die gewünschten Spezialkenntnisse besitzt, ist er auch nicht qualifiziert (genug) für die gesuchte Position. D.h. ja nicht, dass er generell unterqualifiziert ist, aber für diese Stelle fehlt eben noch etwas.

Es gäbe schon qualifizierte deutsche Bewerber, die die gewünschten Spezialkenntnisse hätten, aber die sind dem Bekannten meines Vaters zu teuer. Einen neuen Mitarbeiter einzustellen und ihn selbst weiterzubilden ist ihm auch zu teuer, deswegen schreit er nach ausländischen Fachkräften, weil wir in D angeblich einen Fachkräftemangel hätten.

Das ist es, was die meisten Unternehmen unter Fachkräftemangel verstehen: Einen Mangel an BILLIGEN Fachkräften.

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Ein Grund mehr für flächendeckende Mindestlöhne, um dieser Art von Lohndumping ein wenig un lukrativer zu machen!

Genau, ein Mindestlohn von (nehmen wir die SPD-Forderung) 7,50 Euro/Stunde x 160 Stunden/Monat = 1200 Euro/Monat. Damit wäre das Problem gelöst. Hallelujah.

Wer die Ironie nicht verstanden hat:

Beim Mindestlohn geht es um geringqualifizierte (Hilfs-)Arbeiter und würde mal überhaupt nichts bringen bei ausgebildetem Fachpersonal - die kosten so oder so mehr, egal ob vom Aus- oder Inland.

bearbeitet von bigvic

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So sieht das aus. Ein Mindestlohn würde für uns genau garkeine Bedeutung haben (mal abgesehen davon das sich dann auch die untersten Einkommen Rechner und sowas leisten könnten, was gut für uns ist, mehr Rechner, mehr Probleme ;)).

Was wir brauchen ist ne Gewerkschaft.

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So sieht das aus. Ein Mindestlohn würde für uns genau garkeine Bedeutung haben (mal abgesehen davon das sich dann auch die untersten Einkommen Rechner und sowas leisten könnten, was gut für uns ist, mehr Rechner, mehr Probleme ;)).

Was wir brauchen ist ne Gewerkschaft.

Wie weit kann uns eine Gewerkschaft bei Fachkräftemangel helfen? Andererseits klingt der Ruf nach einer Gewerkschaft interessant. :mod:

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Das kommt ganz drauf an, wo du arbeitest...

Normalerweise halt in die Gewerkschaft, wo die anderen aus dem Betrieb auch reingehen würden. WÄre es z.B. IG Bergbau Chemie (IGBCE?) und Co, dann da rein. Kommt halt immer ganz drauf an, in welchem Gewerbe die Firma tätig ist, die dich angestellt hat.

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Da bist du aber immer die zweite Geige, nicht der Mittelpunkt.

Was den Facharbeitermangel angeht, warum sollte der eine Gewerkschaft verhindern oder obsolet machen? Mir fehlt da gerade der Zusammenhang.

Wenn man einen Admin-Tarif will, mit dem Lohndumping bei den Einsteigern verhindert wird (14K im Jahr, ja merken die es noch?), hat doch das mit dem Fachkräftemangel erstmal nichts zu tun.

Zum anderen ist der Fachkräftemangel in Wirklichkeit eine Ausbildungsproblematik. Gibt genug Fachinformatiker die gut genug für Weiterbildung sind. Bezahlt eben nur keiner. Und es gibt International auch genügend Höchstqualifizierte, die kann man aber nicht mit 40K abspeisen, dafür gehen die nicht in ein anderes Land.

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Ich denke, der "Fachkräftemangel" ist ein Produkt der nachlässigen (bezogen auf die Quantität) Ausbildung und der teilweise realitätsfremden Anforderungen an Fachkräfte, die sehr oft (überspitzt) in etwa so aussehen:

  1. max. 20 Jahre alt
  2. abgeschl. Informatikstudium
  3. div. zertifizierte Zusatzqualifikationen
  4. 5 Jahre Berufserfahrung
  5. max. 5,50 Euro/Stunde

Selbst, wenn man die Punkte 1 und 5 streicht, wird man solche Leute kaum mit 30K/Jahr anlocken können. Erst Recht nicht, wenn sie bislang im Ausland ihre Brötchen verdienen :upps

bearbeitet von Systemlord

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Da bist du aber immer die zweite Geige, nicht der Mittelpunkt.[...]
Nunja, wenn deine Firma einer Gewerkschaft angeschlossen ist (also die Mitarbeiter davon), dann hat sie normalerweise auch einen bestimmten Tarifvertrag unterschrieben. Der würde dann genauso auch für dich als ITler gelten.

Oder was meinst du jetzt damit?

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Gleichzeitig auch ein Artikel heute aus der FAZ: Studie: Deutschland verliert Spitzenkräfte - Wirtschaftspolitik - Wirtschaft - FAZ.NET

Deutschland verliert Spitzenkräfte

In den vergangenen Jahren kehrten im Jahresdurchschnitt etwa 40.000 deutsche Führungskräfte und Wissenschaftler ihrer Heimat den Rücken. Demgegenüber standen lediglich 38.500 Zuwanderer mit ähnlicher Qualifikation. Die Hochqualifizierten zieht es laut einer Studie vor allem nach Großbritannien und Schweden.

Und das ist meiner Meinung nach nicht mal ein Widerspruch zu dem SPON-Artikel. Deutschland ist kein attraktives Einwanderungsland für Hochqualifizierte/Fachkräfte (aus diversen Gründen), aber hat auch kein Problem damit, da es genügend im Inland produziert.

bearbeitet von bigvic

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Hi,

statt so absurden Vorschlägen wie z.B. anonymisierte Bewerbungen und Antidiskrimierungsgesetze sollte mal die Kommunikation zwischen Firma und Bewerber untersucht werden.

Wenn man nie erfährt, wieso man nicht genommen wurde, kann man auch nicht gezielt an den "Schwachstellen" arbeiten. Und wenn ich nicht weiss, ob meine Gehaltsvorstellung überhaupt akzeptabel ist (Firmen laden einen ja trotz Gehaltsangabe in der Bewerbung ein, in der Hoffnung, einen noch runterhandeln zu können), fahr ich bestimmt nicht von München nach Kiel, nur um dann eine Absage zu erhalten.

Ich hatte es schonmal irgendwo geschrieben: Wenn Firmen das zu erwartende Gehalt in die Stellenanzeige reinscheiben würden, wäre das mit Sicherheit nicht verkehrt.

Auch verstehe ich nicht, wieso man häufig von einem "Risiko" für eine Firma spricht, wenn sie einen Bewerber einstellt. Das Risiko hat fast einzig und allein der Bewerber. Wenn der die Probezeit nicht übersteht, sieht das im Lebenslauf schlecht aus, der muss sich neu bewerben, muss umziehen und muss natürlich Abstriche im Leben machen.

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Das Risiko hat fast einzig und allein der Bewerber.

so so.. Es ist auch ein Risiko für das Unternehmen. Es investiert ja in den neuen Mitarbeiter. Wenn er weg ist, ist die Investition ebenfalls futsch. Passiert das öfters kann es zu einem echten Problem werden.

Deine Punkte sind auch ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Wer sagt denn, dass er dann umziehen muss.. neu bewerben.. ja, aber das gleiche Problem hat das Unternehmen, denn die müssen neu Suchen.

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persönlich gesehen ja..

dröselt man es auf.. weiss nicht. Ein Unternehmen hat immerhin die Verantwortung für mehrere Angestellte. Geht da was schief hängt mehr als nur eine Person drin.

Bei einem Bewerber ist es vielleicht nicht so das Risiko bzw. überschaubar.. aber seh mal die Menge die u.U. ein Unternehmen einstellen und verlieren kann über die Jahre hinweg..

Denke es kommt einfach auf den Standpunkt an. Wäre ich AN würde ich mich ärgern während der Probezeit zu fliegen. Wäre ich Unternehmer würde ich schauen, dass ich Mitarbeiter einstelle die ich langfirstig halten möchte. Und wenn die Zeiten grad unrosig sind aber ich jmd brauche würde ich es mir x mal überlegen jmd einzustellen, denn derjenige kostet ja nicht nur Gehalt.

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Hi,

Wenn man nie erfährt, wieso man nicht genommen wurde, kann man auch nicht gezielt an den "Schwachstellen" arbeiten.

Das wird prinzipiell nicht (mehr) gemacht, damit der Bewerber keinen Anhaltspunkt für eine Klage hat. Abgesehen davon sind die Gründe für eine Nichteinstellung häufig nicht behebbar - sondern können nur überspielt werden.

Und wenn ich nicht weiss, ob meine Gehaltsvorstellung überhaupt akzeptabel ist [...]

Ich hatte es schonmal irgendwo geschrieben: Wenn Firmen das zu erwartende Gehalt in die Stellenanzeige reinscheiben würden, wäre das mit Sicherheit nicht verkehrt.

Dann würden sich die Unternehmen zum einen Verhandlungsspielraum nehmen Zum anderen vielleicht den einen oder anderen gut qualifizierten, der über der Vorstellung des Unternehmens liegt, nicht zu sehen bekommen.

Auch verstehe ich nicht, wieso man häufig von einem "Risiko" für eine Firma spricht, wenn sie einen Bewerber einstellt.

Weil das Unternehmen einen Mitarbeiter einarbeiten muss - was Geld kostet. Wenn dann eine neue Einstellungsrunde gefahren werden muss, dann kostet das auch wieder (viel) Geld. Deswegen wird sich ein Unternehmen einen Bewerber immer sehr gut anschauen - und nicht auf Verdacht einstellen.

GG

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