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Meister und Techniker werden mit Bachelor gleichgestellt


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Siehe Zäher Streit über Rangliste für Berufsabschlüsse beigelegt - Freie Presse

Zitat:

Schavan betonte, die hochschulische Bildung und die berufliche Bildung seien gleichwertig. Die Entscheidung, Meister und Techniker dem gleichen Niveau zuzuordnen wie den Bachelor, werde die größte Wirkung haben. "Denn damit wird deutlich: In Deutschland hat jeder die Chance zum Aufstieg - über den akademischen Weg genauso wie über den Weg der beruflichen Bildung."

Edit:

Niveau 6 (u.a. Bachelor, Fachschule, Fachwirt, Meister)
Quelle.

Nachdem nun Meister und Techniker dem Bachelor gleichgestellt werden ist natürlich die Frage, ob dazu auch der Operativen Professionals der IHK (welche ja als "IT Meister" gilt) dazu gehört. Ich vermute ja. Daher wird es wohl zukünfitg einfacher für die OPs den Abschluss und die Wertigkeit im Lebenslauf/Personalgespräch entsprechend darzustellen und aufzutreten.

Bearbeitet von bigvic
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Eine klare Fehlentscheidung, aber gut unsere Frau Schavan ist euch nicht bekannt für gute und richtige Entscheidungen*. Es geht gar nicht um eine Wertung beider Abschlüsse, aber das eine ist doch ganz klar eine akademische Erstausbildung das andere eine berufliche Weiterbildung.

Die logische Bedeutung kann ja eigentlich nur sein mögliches Lohndumping durchzuführen, auf beiden Seiten.

Sowohl können jetzt Jungakademiker mit hohen Gehaltswünschen abgeschmettert werden (ihr seid doch auf der gleichen Stufe wie unsere erfahrenen Operativen Professionals... die bekommen x Euro), aber auch der fachlich Weitergebildete kann jetzt keine Gehaltssprünge sich erhoffen über dem des berufseinsteigenden Bachelors.

Auch führt dies natürlich jetzt zu erheblich mehr Fehlentscheidungen der Personalabteilungen. Es gibt einfach Aufgaben, gerade im Bereich Informatik wo das Programm des Operativen Professionals* nicht ausreichend fachlich vorbereitet, auf der anderen Seite werden junge Akademiker auch nicht das notwendige Wissen im Projektmanagement haben was in den Operativen Professionals wohl beigebracht werden. Wenn dann in einer Ausschreibung steht: Suchen Informatiker Level 6... was heißt das, suchen sie Pragmatiker die das Wissen haben um Teams zu leiten, alternativ können Sie auch jemanden suchen der in der Lage ist Komplexitätsprobleme zu zerlegen, Berechenbarkeitsgrenzen aufzuzeigen.

Ja alle Menschen sollten die gleiche Chancen haben, aber gleiche Chancen heißt nicht Gleichmacherei, wir müssen doch deswegen nicht alle Schuhgröße 40 tragen. Es sollten sowohl die Universitäten auch gerade im Bereich Fern- und Abendstudium ausgebaut werden, wie auch die PR Trommel gerührt werden sollte für die Operativen Professionals.

Wird dies auch noch weitere Auswirkungen haben gibt es ab sofort Masterstudiengänge für Operativen Professionals***, wird es ermöglicht als Bachelor Weiterbildungen der IHK in Anspruch zu nehmen? Ist das sinnvoll? Operativen Professionals und Jungakademiker sollten nicht um die gleichen Berufe konkurrieren müssen.

Effektiv bleibt nur zu hoffen das die Wirtschaft diese von oben herunter diktierte Gleichmacherei ignoriert wird und es immer noch bei Personal- und Gehaltsentscheidungen nur auf den Arbeitsplatz und den Fähigkeiten und beruflichen Qualifikationen des jeweiligen Bewerbers ankommt.

Eine persönliche, provokante Meinung davon ab:

IHK töte deine Operativen Professionals, sie wurden von der Wirtschaft nicht angenommen und die Hoffnungen das da noch was passiert wird wohl eher enttäuscht.

Für Weiterbildungswillige sollte der Weg zu Hochschulen transparenter gemacht werden, die entsprechenden Kurse angepasst werden und auch ergänzende Kurse angeboten werden. Gerade in der Informatik braucht man für bestimmte Aufgaben einfach mehr Hintergrundwissen, mehr Theorie auch in der Führungsebene, was in der Ausbildung selber gar nicht angesprochen wird, werden kann, was gut ist. Aber das sollte dann nachgeholt werden zusammen mit Projektleitungsmethodik.

* Studentenproteste, systematischer Abbau des Bafögs um Eliten zu fördern..

** Habe die entsprechenden Lehrpläne vor Jahren mal gesehen.

*** Habe gerade gesehen... es gibt einen Master of SCIENCE der abgeschlossen werden kann. Bisher gibt es wohl nur eine "dubiose" Uni die das anbietet, wobei wohl auch verschiedene Bundesländer ihre Gesetze angepasst haben um das zu erlauben. Ich würde jedem davon abraten und kann mir auch gerade nicht vorstellen wie jemand in Veranstaltungen wie: "Theorie der Programmierung, Komplexität, Betriebssystem, Compilerbau" in jeweils der weiterführenden Gestalt durchkommen soll ohne den ersten Teil gehört zu haben.

Falls sich jemand das dennoch zutraut und schafft, Hut ab. Damit aktiv zu werben halte ich aber für irreführend.

Bearbeitet von Wodar Hospur
Ergänzungen
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Eine klare Fehlentscheidung, aber gut unsere Frau Schavan ist euch nicht bekannt für gute und richtige Entscheidungen

Das war die Kultusministerkonferenz (= Bildungsminister ALLER Bundesländer und somit jeder Partei), nicht Frau Schavan. Es ist somit politscher Konsens in Deutschland.

Operativen Professionals und Jungakademiker sollten nicht um die gleichen Berufe konkurrieren müssen.

Es ist doch heute schon so, dass IT-Ausbildungsberufe, OPs, Techniker, Bachelor/Master (aller Informatikrichtungen), etc um die gleichen Jobs konkurrieren, da es in der IT keine klare Abstufung gibt, wer was macht. Und es behauptet niemand, dass alles "gleich" ist, sondern nur "gleichwertig". Ein Bachelor bleibt ein Bachelor und ein OP ein OP - aber keiner ist höherwertiger als der andere.

Ich finds gut und denke es hat eher den Effekt, dass nun die Meister/Techniker ihren Abschluss nutzen können um an besser dotierte Jobs zu kommen (door opener). Beweisen muss man sich oder so im Beruf - egal was für einen Abschluss man hat. Ich würde das sogar ab sofort ohne Scheu offensiv in den Lebenslauf reinschreiben, z.B. staatlich geprüften Informatiker (dem Bachelor of Science gleichgesteller Abschluss). So zeigt man gleich Flagge.

Bearbeitet von bigvic
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Und was heißt das jetzt? Das man mit dem Techniker/Meister auch ein Master-Studium beginnen kann? Na meinetwegen. Es sollte jeder selbst sehen, ob er den Anforderungen gewachsen ist. Ob das auch eine Gleichstellung in der Wirtschaft bedeutet, ist wieder eine ganze andere Frage. Wenn die Wirtschaft zwei formal gleichwertige Abschlüsse (wie z.B. bei ITA und FIAE/FISI) weiterhin anders behandelt, ist es ziemlich egal, was die Politik will. Der staatlich geprüfte Informatiker ist für mich z.B. überhaupt nicht vergleichbar mit einem Bachelor, sondern eher leicht oberhalb einer FI-Ausbildung zu platzieren.

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so einen Quatsch kann natürlich nur wieder Deutschland einfallen.

D.h. ein Studium (Bachelor) wird gleich gestellt mit einem Meister/Techniker.

Also wenn ich mir die Inhalte meines Kollegen beim Techniker anschaue und die von meinem Bachelor-Studium...... :upps

Beim Techniker werden die ersten 3 Jahre erstmal schön Deutsch, Englisch, Politik, Sozialkunde gelehrt. Das ist Allgemeinbildung. Sowas hat man bereits in der Schule.

Wie soll das denn gleiches Niveau sein?

Dann verstehe ich auch die Debatte um die Hochschulzugangsberechtigung nicht. Jetzt darf ein Techniker und Meister zum Bachelor-Studium zugelassen werden. Aber dieser darf bei 0 (NULL) anfangen. Wie jmd. mit Abitur/Fachabitur.

Fakt ist doch, Bachelor = Diplom FH, Master = Diplom Uni.

D.h. ein Techniker/Meister = Diplom FH :upps

Wieso dann überhaupt noch studieren? Unsere Regierung sagt einerseits, mehr Leute sollen schneller studieren (Bachelor). Aber jetzt wird studieren doch komplett überflüssig.

Ich bin der Meinung, Firmen wissen ein Studium zu schätzen und interessieren sich eh nicht, was die Leute aus der Regierung da für einen Quatsch beschliessen.

Nachtrag:

@Gimbo

die "richtigen" Unis/FHs werden einen Teufel tun, Meister/Techniker zum Masterstudium zuzulassen.

wie wäre es eigentlich, wenn wir den Meister gleich zum Dr. ernennen?

Bearbeitet von DarkMaster
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Was sind denn richtige Unis/FHs? Wenn die Abschlüsse formal gleichwertig sind, wird eine (staatliche) Hochschule wohl kaum darum herum kommen, auch alle Bewerber mit diesen Abschlüssen gleich zu behandeln. Alles andere wäre Diskriminierung.

Ich hätte damit auch nicht so das Problem. Wer Steuern zahlt und damit das Bildungssystem finanziert, sollte auch das Recht haben seine Möglichkeiten zu nutzen. Alles andere würde ich als ungerecht empfinden. Am fairsten wäre es, wenn jeder selbst für sich die Erfahrung machen darf, dass ihm ein Studium liegt oder nicht. Die Tore für alle aufzumachen ist für mich eher ein Problem der Praktabilität und der Kosten.

Bearbeitet von gimbo
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Und was heißt das jetzt? Das man mit dem Techniker/Meister auch ein Master-Studium beginnen kann?

Nein, es heisst nur das die Abschlüsse gleichwertig sind. Ein Master-Studium ist ein weiterer Schritt in der akademisch Laufbahn, ebenso wie der Doktor und Professor. Wer den Master will, der sollte den Weg der akademischen Laufbahn wählen und nicht den der beruflichen (und praktischen) Bildung wählen. Man kann meist nicht lustig hin und her hüpfen, da ja die Schwerpunkte ganz andere sind.

Edit: Wobei es wohl auf den Master (Stichwort: nicht-konsekutiv) ankommt, denn ...

Je nach Ausrichtung kann ein Masterstudiengang der wissenschaftlichen Vertiefung des vorherigen Studiums oder der Erschließung neuer Wissensgebiete dienen
(wiki) Bearbeitet von bigvic
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Was sind denn richtige Unis/FHs? Wenn die Abschlüsse formal gleichwertig sind, wird eine (staatliche) Hochschule wohl kaum darum herum kommen, auch alle Bewerber mit diesen Abschlüssen gleich zu behandeln. Alles andere wäre Diskriminierung.

wir werden es sehen

D.h. ein Meister ist jetzt Akademiker oder?

Naja was soll man von einer Philosophin und Theologin anderes erwarten. Die glaubt auch noch an das was sie sagt....

@Gimbo

in .de ist es doch eh fast schon so, dass man mit Geld alles erkaufen kann.

Bearbeitet von DarkMaster
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Also ich habe ein Fernstudium zum Elektrotechniker neben der beruflichen Tätigkeit durchgeführt.

Lehrgangsbersicht fr Berufsttige beim DAA-Technikum: Staatlich geprfter Techniker - Staatlich geprfter Informatiker - Technischer Betriebswirt - u.v.m.

Ich konnte also theoretische Kenntnissen direkt praxisorientiert umsetzen.

Ich würde meine Ausbildung eigentlich höher ansiedeln als den Bachelor.

LOL. Siehe mein Post von oben. Mein Kollege macht auch gerade am DAA-Technikum seinen E-Techniker...... die Inhalte sind ja ein Witz. Deutsch/Englisch/Politik.....

warum sollte dein Techniker höherwertiger sein als ein Bachelor? Bist du damit Akademiker?

Nachtrag:

ich mache auch gerade ein Fernstudium zum Bachelor und kann die Kenntnisse auch praxisorientiert umsetzen. Also würde ich meine Ausbildung eigentlich höher ansiedeln wie ein Master...... Dr. wäre eigentlich auch nicht schlecht.

Bearbeitet von DarkMaster
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LOL. Siehe mein Post von oben. Mein Kollege macht auch gerade am DAA-Technikum seinen E-Techniker...... die Inhalte sind ja ein Witz. Deutsch/Englisch/Politik.....

warum sollte dein Techniker höherwertiger sein als ein Bachelor? Bist du damit Akademiker?

Ich habe schon viele Akademiker bei uns kommen und auch wieder gehen sehen.

Ich habe auch nicht feststellen können, dass bei denen mehr theoretische Kenntnisse vorhanden sind.

Eher das Gegenteil war der Fall.

Und praktische Kenntnisse schon mal gar nicht.

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Ich habe schon viele Akademiker bei uns kommen und auch wieder gehen sehen.

Ich habe auch nicht feststellen können, dass bei denen mehr theoretische Kenntnisse vorhanden sind.

Eher das Gegenteil war der Fall.

Und praktische Kenntnisse schon mal gar nicht.

das ist jetzt aber bezogen auf deinen Job. Es heisst ja nicht, dass ein Techniker schlechtere Arbeit leistet.

Bei uns arbeiten auch Doktoren, die nur bedingt Ahnung haben und in ihrer eigenen Welt leben.

Formal ist aber ein Techniker kein Bachelor und schon garkein Akademiker.

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Ich will die Ausbildung zum Dipl. Ing. nicht schlecht machen.

Imho darf man die Ausbildung eines Technikers aber nicht schlechter stellen.

Neben der schulischen Ausbildung zum Techniker erlangt man bei der parallelen beruflichen Tätigkeit ja auch theoretisches zusätzliches Wissen.

Z.B.: Diverse Programmier- und Projektierungsstrategien.

Letzten Endes, ist für den AG nur interessant, was hinten dabei rauskommt.

Wie soll ich es sagen ?

Es ist ganz toll, wenn Du mit Hilfe der Integralrechnung beweisen kannst, dass die Fläche unter der Entladungskurve eines Kondensators die Ladungsmenge Q ist.

Es hilft dann aber aktuell bei einem Problem mit einem Frequenzumrichter nicht unbedingt weiter.

Und ich kann dir sagen, dass das zum Problem werden kann.

Insbesondere dann, wenn es um Regelungen geht.

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Ich will die Ausbildung zum Dipl. Ing. nicht schlecht machen.

Imho darf man die Ausbildung eines Technikers aber nicht schlechter stellen.

Jaja. Das was man selbst ist, ist natürlich immer das Beste und alle anderen können nichts. Wetten ein Ausgebildeter in E-Technik denkt so über die ach so tollen Techniker, die nichts drauf haben? So schließt sich der Kreis.

Schade, dass einige nicht begreifen, dass jede Ausbildung, jedes Studium, jede Techniker-Schule ihre Daseinsbereichtigung hat. Jede Ausbildung hat einen bestimmten Schwerpunkt und einen Sinn. Man ist nicht unbedingt schlechter weil man nur eine Ausbildung hat. Und ein Dr. ist nicht unbedingt besser. Es sind einfach nur andere Ansätze und andere Einsatzfelder für unterschiedlich ausgebildete Leute. Wer einen Prof. Dr. rer. nat. irgendwas für PHP und MySQL-Entwicklung einstellt, darf sich ob der Resultate später nicht wundern. Gleiches gilt für einen FIAE in der Forschung und Entwicklung an neuen Speicherhierarchie-Konzepten bei Infineon.

Ich würde das sogar ab sofort ohne Scheu offensiv in den Lebenslauf reinschreiben, z.B. staatlich geprüften Informatiker (dem Bachelor of Science gleichgesteller Abschluss). So zeigt man gleich Flagge.

Hört sich für mich eher nach einer Verzweiflungstat an, "Schaut mal, ich bin einem Akademiker gleichgestellt! Hier, huhu!".

Ich finde die Entscheidung gut. Sogar sehr gut. Zum einen ist das gut für die Jungs im öffentlichen Dienst. Dort kann man nun als Meister/Techniker auch in höheren Gehaltsgruppen einsteigen, da man die formalen Voraussetzungen erfüllt. Für die Wirtschaft bedeutet es jedoch nichts.

Jemand, der in der Wirtschaft Akademiker einstellen möchte tut das nicht unbedingt aus dem Grund, dass man das Bachelor-Wissen so sehr schätzt. Es sind Grundlagen, die die Einarbeitung in neue Dinge verinfachen weil man schon ein Fundament hat. Mehr aber auch nicht. Eher werden von den AGs die im Studium erworbenen Softskills geschätzt: sich in neue, sehr trockene und schwierige Themen in kürzester Zeit einarbeiten zu können, die gute Selbstorganisation, die im Studium beigebrachte analytische und strukturierte Herangehensweise und akademische Arbeitsweise.

Da kannst Du den Techniker, Meister, Grundschulabschluss mit dem Bachelor formal gleichstellen wie Du willst. Wenn der AG meint, dass Du die benötigten Skills auch ohne Studium erwerben kannst, braucht es keine Kultusministerkonferenz um den AG davon zu überzeugen. Und wenn er das nicht meint, dann kannst Du so oft in deine Bewerbung schreiben, dass Du mit wem auch immer gleichgestellt bist. Nützen wird Dir das nichts.

PS: spricht Bände wenn man formal den Techniker/Meister dem BSc gleichsetzt, aber den Zugang zum konsekutiven Master (der Lehrplan für einen nicht-konsekutiven Master of Computer Science ist z.B. eher... nunja... dürftig.) jedoch nur durch den Bachelor ermöglicht. Da weiß man woher der Wind weht.

Aber dennoch: ich begrüße die Entscheidung für alle, die mit formalen Kriterien zu kämpfen haben.

Bearbeitet von Kwaiken
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Naja, ich finde man darf jetzt nicht übertreiben und man sollte ganz ruhig bleiben.

Ich hab mir gerade ein paar Lehrgangsinhalte vom Operative Professional angesehen... das hat einfach mit einem akademischen Abschluss überhaupt nichts zu tun. Ich glaube auch nicht, dass jemand auf die Idee kommt, einen OP mit einem akademischen Abschluss zu vergleichen.

Wenn man bedenkt, dass man mit den "Mathematik"-Kenntissen aus der Realschule (oder sogar aus der Hauptschule) den OP schaffen kann (den so wie ich das verstanden habe, steht dort Mathematik nicht auf dem Lehrplan), dann zeigt das ja schon die grundsätzlich unterschiedlichen Ausrichtungen.

Wenn ein Unternehmen eine Mitarbeiter braucht, der mit Sachen wie Projektmanagement oder ITIL etc. vertraut sein muss, dann wird er wohl eher einen OP nehmen als einen FH/Uni Bachelor. Wenn jemand einen Akademiker braucht, der komplexe Probleme analysiert, mathematische Software programmiert etc, dann wird er mir einem OP nichts anfangen können.

Ich sehe überhaupt keine Überschneidungen zwischem den OP und einem Bachelor - von daher ist es doch eigentlich egal, ob die formal nun gleichgestellt sind oder nicht.

Und natürlich muss eine Universität keine OPs für Masterprogramme aufnehmen - da es ja inhaltlich überhaupt nicht vergleichbar ist. Eine Uni/FH muss ja auch keinen BWL-Bachelor zum Master-Informatik zulassen. Und die Überschneidungen zwischen BWL-Bachelor und Informatik-Master sind um einiges größer als zwischen OP und Informatik-Master.

Es ist schon komisch, was manche für eine Vorstellung von einem Studium haben...

Also insgesamt denke ich nicht, dass sich viel ändern wird. Und vielleicht ist es garnicht so schlecht, dass Unternehmen auch sehen, dass es andere Aus/Weiterbildungsmöglichkeiten gibt, und nicht Akademiker auf Stellen setzen, die garnicht dahin passen, während andere leer ausgehen, nur weil sie nicht ein entsprechendes Papier haben.

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Hört sich für mich eher nach einer Verzweiflungstat an, "Schaut mal, ich bin einem Akademiker gleichgestellt! Hier, huhu!".

Ach, ob man es Verzweiflung nennen soll, wenn jemand zur Vergleichbarkeit mit Gleichgestelltem "wirbt", ist jedem selbst überlassen. Ich würde es machen um dem Gegenüber schnell eine Einordnung zu ermöglichen (was ja Sinn des Lebenslaufes ist), falls jemand den unbekannteren Abschluss noch nicht kennen sollte.

Ich schreibe z.B. bei meinem Cambridge Zertifkat auch immer dazu welche Niveaustufe es ist, so dass es für Leute die z.B. nur TOEFL/IELTS kennen vergleichbar ist.

Bearbeitet von bigvic
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Ich würde Zertifikate nicht mit akademischen und technischen Abschlüssen vergleichen. Das ist ein ganz anderes Paar Schuhe. Wenn ich ein eher unbekanntes Zertifikat gemacht habe, mache ich es vergleichbar wenn ich andere erwähne. Aber wenn ich eine bekannte Ausbildung (Techniker, Meister) gemacht habe, wo der Gegenüber zu 99,9% weiß was das ist muss ich ihm eine von der Politik ausgelobte Pseudo-Gleichstellung nicht auf die Nase binden und seinen Intellekt beleidigen.

Nicht, dass der Personaler/zukünftige Vorgesetzte (der vielleicht studiert hat) sich herausgefordert fühlt und dich beim Vorstellungsgespräch mit Grundlagenthemen, die jeder Bachelor aus dem FF zieht grillt: "Also wenn ihr Techniker/Meister mit dem Bachelor gleichgestellt ist, werden Sie mir sicherlich sagen können was die O-Notation ist oder wie der Context-Switch beim Multithreading realisiert wird ist..."

Understatement fände ich da eher angebrachter.

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Aber wenn ich eine bekannte Ausbildung (Techniker, Meister) gemacht habe, wo der Gegenüber zu 99,9% weiß was das ist

In der IT kennen (noch) keine 99,9 % den OP der IHK. Schön wärs.

Nicht, dass der Personaler/zukünftige Vorgesetzte (der vielleicht studiert hat) sich herausgefordert fühlt und dich beim Vorstellungsgespräch mit Grundlagenthemen, die jeder Bachelor aus dem FF zieht grillt: "Also wenn ihr Techniker/Meister mit dem Bachelor gleichgestellt ist, werden Sie mir sicherlich sagen können was die O-Notation ist oder wie der Context-Switch beim Multithreading realisiert wird ist..."

Ich verstehe das Problem nicht. Wenn die Beantwortung so einer Frage für den Job notwendig ist, dann soll er das selbstverständlich stellen. Wäre ja schlimm, wenn er dann nicht fragt. Und ansonsten ist es wohl eher an den Haaren herbei gezogen jemand zum Vorstellungsgespräch einzuladen für eine Stelle die z.B. das KnowHow eines OP erfordert um dann irgendwelche Pseudofragen aus irgendwelchen Bachelorvorlesungen zu stellen (die wohl der ein oder andere Bachelor nach seinen eingeheimsten Credits - was ja leider oft das Hauptziel ist - auch nicht mehr weiss).

Understatement fände ich da eher angebrachter.

Sehe ich wie gesagt anders. Der Fehler zieht sich durch bis aufs Gehalt.

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Ach, ob man es Verzweiflung nennen soll, wenn jemand zur Vergleichbarkeit mit Gleichgestelltem "wirbt", ist jedem selbst überlassen. Ich würde es machen um dem Gegenüber schnell eine Einordnung zu ermöglichen (was ja Sinn des Lebenslaufes ist), falls jemand den unbekannteren Abschluss noch nicht kennen sollte.

gibt es denn eine inhaltliche Vergleichbarkeit zwischen Bachelor und Operativen Professional? Also wenn du mich fragst, ist das ein Vergleich von Äpfel und Birnen.

Die Unternehmen werden immer noch das einstellen, was für die jeweilige Position notwendig ist. Ob das jetzt ein Bachelor/OP/Master/Techniker/Meister ist, ist doch vollkommen latte. Der jeweilige Abschluss ist nur die Eintrittskarte. Wenn du Berufserfahrung in dem Bereich hast, ist es doch egal... selbst ohne Ausbildung hätte man dann Chancen.

Bei Vergleichen von irgendwelchen Titeln kann der Schuss auch ganz schnell nach hinten losgehen. Ein Elektromeister, der Schlitze klopft und Kabel zieht, würde doch nie auf den Gedanken kommen, sich mit einem Elektroingenieur (was Bachelor auch ist) zu vergleichen.

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In der IT kennen (noch) keine 99,9 % den OP der IHK. Schön wärs.

Da ist auch die Frage, warum man das Kind nicht einfach "Techniker" genannt hat. Damit wäre klargestellt wo er sich bewegt und die Abgrenzung zu irgendwelchen Zertifikaten deutlich, da die Bezeichnung Techniker in der Wirtschaft bekannt ist.

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Es ist doch heute schon so, dass IT-Ausbildungsberufe, OPs, Techniker, Bachelor/Master (aller Informatikrichtungen), etc um die gleichen Jobs konkurrieren, da es in der IT keine klare Abstufung gibt, wer was macht. Und es behauptet niemand, dass alles "gleich" ist, sondern nur "gleichwertig". Ein Bachelor bleibt ein Bachelor und ein OP ein OP - aber keiner ist höherwertiger als der andere.

Ich hoffe nicht, generell sollte das einfach weiter differenziert werden. Aufgaben für die eine Berufsausbildung reichen sollten nicht von Akademikern belegt werden, ich brauche für die Administration von Linux Servern niemanden der sich durch theoretische Informatik gearbeitet hat.

Auf der anderen Seite kann ich niemanden in Forschungsprojekten einsetzen der sich nicht durch Abstracts und Papers arbeiten kann.

Ich finds gut und denke es hat eher den Effekt, dass nun die Meister/Techniker ihren Abschluss nutzen können um an besser dotierte Jobs zu kommen (door opener). Beweisen muss man sich oder so im Beruf - egal was für einen Abschluss man hat. Ich würde das sogar ab sofort ohne Scheu offensiv in den Lebenslauf reinschreiben, z.B. staatlich geprüften Informatiker (dem Bachelor of Science gleichgesteller Abschluss). So zeigt man gleich Flagge.

Das ist reiner Zweckoptimismus, eher halte ich eine gegenseitige Lohndrückerei für möglich. Je mehr Leute formal auf einer Position sich anbieten desto besser kann ich den Preis drücken. Das heißt wenn ich neben meinen Bachelor Absolventen auch staatlich geprüfte Informatiker theoretisch! in die Diskussion einlade, desto besser kann ich als Arbeitgeber verhandeln...

Was sind denn richtige Unis/FHs? Wenn die Abschlüsse formal gleichwertig sind, wird eine (staatliche) Hochschule wohl kaum darum herum kommen, auch alle Bewerber mit diesen Abschlüssen gleich zu behandeln. Alles andere wäre Diskriminierung.

Jede Universität kann die Zulassung ihrer Masterstudiengänge einschränken. Da ich leider nicht abschätzen kann wie viele offene Masterplätze nicht verteilt werden ist es schwer abzuschätzen was passieren wird. Kann mir allerdings vorstellen das manche Hochschulen da offen mit werben werden, während Universitäten sich eher konservativ verhalten werden..

Ich hätte damit auch nicht so das Problem. Wer Steuern zahlt und damit das Bildungssystem finanziert, sollte auch das Recht haben seine Möglichkeiten zu nutzen. Alles andere würde ich als ungerecht empfinden. Am fairsten wäre es, wenn jeder selbst für sich die Erfahrung machen darf, dass ihm ein Studium liegt oder nicht. Die Tore für alle aufzumachen ist für mich eher ein Problem der Praktabilität und der Kosten.

Absolut.

Nein, es heisst nur das die Abschlüsse gleichwertig sind. Ein Master-Studium ist ein weiterer Schritt in der akademisch Laufbahn, ebenso wie der Doktor und Professor. Wer den Master will, der sollte den Weg der akademischen Laufbahn wählen und nicht den der beruflichen (und praktischen) Bildung wählen. Man kann meist nicht lustig hin und her hüpfen, da ja die Schwerpunkte ganz andere sind.

Edit: Wobei es wohl auf den Master (Stichwort: nicht-konsekutiv) ankommt, denn ...

(wiki)

Ich finde die Zulassung zu einem Master of Science einfach vollkommen falsch. Gerne Master of Business Administration, aber Science, ohne jegliches wissenschaftliches Arbeiten im Vorfeld geprüft zu haben?

Also ich habe ein Fernstudium zum Elektrotechniker neben der beruflichen Tätigkeit durchgeführt.

Lehrgangsbersicht fr Berufsttige beim DAA-Technikum: Staatlich geprfter Techniker - Staatlich geprfter Informatiker - Technischer Betriebswirt - u.v.m.

Ich konnte also theoretische Kenntnisse direkt praxisorientiert umsetzen.

Ich würde meine Ausbildung eigentlich höher ansiedeln als den Bachelor.

Autsch, die dort gelehrten theoretischen Kenntnisse sind nur leider absolut nicht vergleichbar mit dem Stoff einer Hochschule. Du magst Kenntnisse erlangt haben die meistens praxisrelevanter sind als theoretische Elektrotechnik oder Systemtheorie. Aber weil dir bestimmte Grundlagen fehlen wirst du wahrscheinlich mehr Mühe haben wissenschaftliche Artikel aufzuarbeiten oder gar selber zu verfassen.

Neben der schulischen Ausbildung zum Techniker erlangt man bei der parallelen beruflichen Tätigkeit ja auch theoretisches zusätzliches Wissen.

Z.B.: Diverse Programmier- und Projektierungsstrategien.

Du solltest mal deinen Lehrplan mit dem einer Hochschule vergleichen. Mit Theorie wird nicht gemeint zu wissen was Scrum ist oder ein Gantt Diagramm.

Es ist ganz toll, wenn Du mit Hilfe der Integralrechnung beweisen kannst, dass die Fläche unter der Entladungskurve eines Kondensators die Ladungsmenge Q ist.

Es hilft dann aber aktuell bei einem Problem mit einem Frequenzumrichter nicht unbedingt weiter.

Und ich kann dir sagen, dass das zum Problem werden kann.

Insbesondere dann, wenn es um Regelungen geht.

Ich glaube das ist für eine E-Techniker erst der Anfang, sowas wird im ersten Semester gemacht. Mehrere Kommilitonen von mir haben E-Technik als Nebenfach. Das ist viel mehr als nur die Kapazität eines Kondensators.

Schade, dass einige nicht begreifen, dass jede Ausbildung, jedes Studium, jede Techniker-Schule ihre Daseinsbereichtigung hat. Jede Ausbildung hat einen bestimmten Schwerpunkt und einen Sinn. Man ist nicht unbedingt schlechter weil man nur eine Ausbildung hat. Und ein Dr. ist nicht unbedingt besser. Es sind einfach nur andere Ansätze und andere Einsatzfelder für unterschiedlich ausgebildete Leute. Wer einen Prof. Dr. rer. nat. irgendwas für PHP und MySQL-Entwicklung einstellt, darf sich ob der Resultate später nicht wundern. Gleiches gilt für einen FIAE in der Forschung und Entwicklung an neuen Speicherhierarchie-Konzepten bei Infineon.

Naja in meinen Augen gibt es schon Überschneidungen und Redundanzen. Vereinheitlichen, mehr Wahlmöglichkeiten und transparenterer Übergang zwischen verschiedenen Lösungen. Schon würde das Problem nicht mehr bestehen. Die eigentliche Ursache ist glaub ich eher das die Wirtschaft nicht abschätzen kann was sie wirklich will. Es mag sein das ein Master of Science ihr zu alt oder zu theoretisch ist, aber ein FIAE zu unerfahren. Das sollte dann aber nicht dazu führen das sich alle in solche berufsqualifizierenden Systeme verrennen. Es wäre schön wenn die Wirtschaft einfach mal ihren Bedarf analysiert und schaut wie sie durch gezielte Weiterbildung von FIAE und Bachelor/Master diesen decken kann. Das sollte dann an die IHK kommuniziert werden. Stattdessen wird unser Berufsbild leider immer weiter ausdifferenziert. Das leistet sich sonst glaub ich kein Berufsstand.

Ich finde die Entscheidung gut. Sogar sehr gut. Zum einen ist das gut für die Jungs im öffentlichen Dienst. Dort kann man nun als Meister/Techniker auch in höheren Gehaltsgruppen einsteigen, da man die formalen Voraussetzungen erfüllt. Für die Wirtschaft bedeutet es jedoch nichts.

Oder erlaubt ein deutliches anpassen bisheriger Gehaltsgruppen mit dem Ergebnis das alle Informatiker runtergestuft werden.

Jemand, der in der Wirtschaft Akademiker einstellen möchte tut das nicht unbedingt aus dem Grund, dass man das Bachelor-Wissen so sehr schätzt. Es sind Grundlagen, die die Einarbeitung in neue Dinge verinfachen weil man schon ein Fundament hat.

Was außer Grundlagen ist dieses Bachelor-Wissen?

PS: spricht Bände wenn man formal den Techniker/Meister dem BSc gleichsetzt, aber den Zugang zum konsekutiven Master (der Lehrplan für einen nicht-konsekutiven Master of Computer Science ist z.B. eher... nunja... dürftig.) jedoch nur durch den Bachelor ermöglicht. Da weiß man woher der Wind weht.

So wie ich es verstanden habe erlaubt formal das Bundesland Hamburg auch den Zugang zu konsekutiven Masterstudiengängen, wie weit sich da dann aber die Hochschulen anpassen sei mal dahingestellt.

Wenn ein Unternehmen eine Mitarbeiter braucht, der mit Sachen wie Projektmanagement oder ITIL etc. vertraut sein muss, dann wird er wohl eher einen OP nehmen als einen FH/Uni Bachelor. Wenn jemand einen Akademiker braucht, der komplexe Probleme analysiert, mathematische Software programmiert etc, dann wird er mir einem OP nichts anfangen können.

Akademiker braucht man nicht nur für mathematische Software ;). Es gibt viele Entwicklungen wo einfach übergreifendes Wissen gebraucht wird. Das vor allem sich auch auf eine theoretisches Basis stützen kann. So denke ich fällt jemandem das Benutzen von ANTLR zum Erstellen von Compilern für eine externe DSL schwer wenn da nicht die Grundlagen zu Compilerbau, Grammatiken und Automaten gelegt ist.

Ich sehe überhaupt keine Überschneidungen zwischem den OP und einem Bachelor - von daher ist es doch eigentlich egal, ob die formal nun gleichgestellt sind oder nicht.

Es gibt keine Überschneidungen, dennoch werden sie formal gleichgestellt, tut mir leid dann sehe ich nicht was dafür sprechen sollte!

Ach, ob man es Verzweiflung nennen soll, wenn jemand zur Vergleichbarkeit mit Gleichgestelltem "wirbt", ist jedem selbst überlassen. Ich würde es machen um dem Gegenüber schnell eine Einordnung zu ermöglichen (was ja Sinn des Lebenslaufes ist), falls jemand den unbekannteren Abschluss noch nicht kennen sollte.

Ich schreibe z.B. bei meinem Cambridge Zertifkat auch immer dazu welche Niveaustufe es ist, so dass es für Leute die z.B. nur TOEFL/IELTS kennen vergleichbar ist.

Genau, was für eine Vergleichbarkeit ist das denn wo NICHTS im Lehrplan auch nur ansatzweise vergleichbar ist? Ob ich den TOEFL mache oder Cambridge, beides gibt Aussagen über meine Fähigkeiten Englisch an zu wenden (Lesen, Hören, Schreiben), wobei Cambridge sich wohl sehr viel mehr aufs Schreiben fokussiert, iirc.

Was für eine Schnittmenge von Aussagen gibt es für den Bachelor und OP?

Nicht, dass der Personaler/zukünftige Vorgesetzte (der vielleicht studiert hat) sich herausgefordert fühlt und dich beim Vorstellungsgespräch mit Grundlagenthemen, die jeder Bachelor aus dem FF zieht grillt: "Also wenn ihr Techniker/Meister mit dem Bachelor gleichgestellt ist, werden Sie mir sicherlich sagen können was die O-Notation ist oder wie der Context-Switch beim Multithreading realisiert wird ist..."

Understatement fände ich da eher angebrachter.

Das ist schon ein hohes Ross. Das Wissen was in solchen Fortbildungen im Bereich Projektmanagement vermittelt wird ist glaub ich gar nicht aufzuwiegen. Ich kenne viele Akademiker die dort sehr viel Mitnehmen könnten. Deswegen ist Understatement einfach falsch. Aber bitte offen und ehrlich auftreten. Also nicht:

Hey ich bin formal mit dem Bachelor gleichgestellt, kann also soviel wie er und will auch soviel wie er, das bisschen Theorie was der mehr hatte hab ich durch Praxiserfahrung ausgeglichen...

Sondern:

Hey, ich habe nicht so ein tiefes Verständnis der Materie, habe jedoch meine Einsatzbereitschaft und Verwendbarkeit in der Praxis bewiesen, dabei unersetzbare und unlehrbare Erfahrungen gesammelt und durch meine Weiterbildung fühle ich mich so vertraut in Bereichen der Projektführung....

Es ist alles noch viel Schlimmer als angenommen:

Damit ist entschieden, dass zunächst auf den DQR-Niveaus 1 und 2 die Berufsausbildungsvorbereitung angesiedelt wird, auf Niveau 3 die zweijährige berufliche Erstausbildung und Niveau 4 die drei- und dreieinhalbjährige berufliche Erstausbildung. Auf Stufe 5 sollen Fortbildungen, die vergleichbar sind mit dem IT-Spezialisten, verortet werden. Niveau 6 erreichen der Bachelor, der Meister, der Fachwirt und die Fachschulabschlüsse wie Techniker. Stufe 7 werden der Master und der Operative Professional (IT) zugeordnet, und Stufe 8 die Promotion.

Nein der OP soll sogar auf eine Stufe mit dem Master gestellt werden... erlaubt das jetzt also eine Promotion? Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll....

http://bildungsklick.de/pm/82263/einigung-bei-der-einfuehrung-des-deutschen-qualifikationsrahmens/

Bearbeitet von Wodar Hospur
SCHLIMMER?
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Wodar Hotspur: selbst wenn man sich mit dem Meister/Techniker irgendwann in den Master setzen kann, was soll's? Dann werden die meisten Unis/FHs einfach 2 Pflicht-Vorlesungen machen, die das Bachelor-Mathe und die TheoInf abdecken und gut ist. Wenn sich der Techniker und Meister da durchquälen und am Ende ihren Abschluss erreichen, sehe ich keinen Grund ihnen diesen zu verwehren.

Was das Understatement angeht: mein Beispiel hätte ich gerne so verstanden wie ich es gemeint hatte. Ich würde nie mit Wissen rumprahlen, das ich nicht habe. Ich halte es nur für falsch auf die formale Gleichstellung zu verweisen wenn sich das Wissen nicht großartig überschneidet.

Das Problem mit dem Gehalt sehe ich aber auch. Es erweitert den Pool an potentiellen Bewerbern ("Akademisches Studium voraussetzung. Oder vergleichbare Kenntnisse. Oder Techniker. Oder Meister. Oder Abitur. Oder realschulabschluss."). Die Unternehmen werden schon wissen, was sie möchten. Und spätestens wenn man den ersten Techniker/Meister auf eine Akademiker-Stelle in F&E setzt und dieser nicht mithalten kann wird sich das schnell herumsprechen.

Ich sehe zwar die Problematik, prinzipiell. Denke aber dass es eher ein Sturm im Wasserglas ist und sich das am Markt nicht groß durchsetzen wird.

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