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Qualität der theoretischen Ausbildung (BS)?

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Hallo,

nachdem ich persönlich inzwischen einen regelrechten Hass auf die Berufsschule entwickelt habe, möchte ich hier mal fragen, welches Bild sich für euch zwecks Berufsschule ergeben hat. Die konkrete Situation ist die Folgende:

Ich bin - laut Aussagen aller meiner Lehrer sowie der Direktorin - überqualifiziert für die Berufsschule. Folglich bin ich deutlich unterfordert, störe den Unterricht aber nicht. Ich bin der Auffassung, auch wenn ich "derart überqualifiziert" bin, habe ich ein Recht darauf, etwas zu lernen. Das ist mMn nicht der Fall, weswegen ich des Öfteren nach Zusatzaufgaben gefragt habe, diese aber nie erhalten habe. Was auch der Grund ist, warum ich jenes Unterfangen aufgegeben habe.

Der Antrag auf Auslassen der zweiten Schulstufe wurde so lange hinausgezögert (Dokumente nicht vorhanden, keine Zeit zum Prüfen der Dokumente [wer's glaubt] oder Zitat Schulinspektor: "Es ist nicht so leicht, ein deutsches Zeugnis in das österreichische Schulsystem zu übertragen". FOS in DE am technischen Zweig + komplette Angabe des gelernten Stoffes ist ja auch nicht aussagekräftig oder so.), dass es in meinen Augen ein unverhältnismäßig hoher Aufwand wäre, den bereits verpassten Schulstoff der dritten Schulstufe nachzuholen.

Zudem wird mir seit wenigen Wochen regelmäßig unterstellt, ich sei frustriert (was stimmt) und lasse den Frust an den Lehrern ab (stimmt so nicht). Dass ich mit der Qualität des Unterrichts nicht zufrieden bin, war schon seit langem abzusehen, ich kümmere mich ja nicht umsonst darum, Zusatzaufgaben zu erhalten. Ich habe ein Zeugnis mit einem Schnitt von 1,2 mitgenommen aus dem ersten Schuljahr, was mich aber anhand der Qualität des Unterrichts wundert, da ich generell nicht (mehr) aufpasse. Die Lehrer sind demotiviert, es wird nicht auf Nachfragen bzgl. Zusatzaufgaben reagiert, der Unterricht ist so gestaltet, dass jeder Zerebral-Asket ohne Mühen mitkommt und eigentlich einen Schnitt von 1,7 - 2,2 erreichen müsste.

Kurzum: Ich bin der Meinung, dass die Qualität der Berufsschule, die ich besuche, absolut minderwertig ist. Auch wenn in Österreich das reguläre Eintrittsalter bei ca. 16 Jahren in die Lehre liegt, kann man sich doch zumindest ein wenig aus dem starren Modell lösen, und gute Klassen fördern (Zitat Direktorin: "Ihr seid die beste Klasse, die wir seit langem hatten. Außerdem seid ihr sehr motiviert, zu lernen, das ist uns beinahe nicht mehr bekannt" - ist inzwischen gekippt zu Zitat Englisch-Lehrerin: "Ich gehe nur ungern in die Klasse, wenn so frustrierte Schüler in der Klasse sitzen" + persönliche Anschuldigungen). Dachte ich zumindest.

Wie dem auch sei, genug von meinem Senf :)

Wie seht ihr die Berufsschule? Könnt ihr ähnliches berichten? Läuft es in deutschen Berufsschulen so viel anders ab als in dieser Berufsschule (Wien)? Ist die Situation bei mir ungewöhnlich oder eher gängig? (btw: wir haben so lächerliche Aktionen wie "Mappenkontrolle", sprich die Aufzeichnungen werden kontrolliert. In einer Klasse mit einem Altersdurchschnitt von ca. 20... haha)

LG

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<meinSenf>

Ich habe ganz ähnliche Erfahrungen in der BS gemacht. Bin jetzt im 3. LJ und hab im Januar mündliche Prüfung und habe in der gesamten Zeit der Berufsschule zwei Lehrer erlebt, die qualifiziert UND einigermaßen motiviert waren, vernünftigen Unterricht zu machen. Alle anderen Lehrer hatten entweder überhaupt keine Ahnung von dem Kram (bspw. hat ein Lehrer die Lösung zu einer seiner Klausuraufgaben von Wikipedia kopiert, wo allerdings etwas falsches stand, und mir Punkte abgezogen), oder haben keinen Bock und lassen die Schüler den gesamten Block lang Referate machen. Das ganze hatte seinen Höhepunkt im 2. Lehrjahr, wo wir während einem sechswöchigen Schulblock in 4 von 5 Unterrichtsfächern nur Referate gehört haben.

Alles in Allem habe ich in der Berufsschule nichts relevantes gelernt. Ein bisschen BWL hab ich mir mal für die Klausur reingezogen, aber eine Woche später schon wieder vergessen gehabt, weil es für mich einfach völlig nutzloses Wissen darstellte. Ansonsten nichts gelernt. Generell ist das Niveau der Berufsschule einfach lächerlich - wo sonst bekommt man noch eine 4 im Zeugnis, wenn man in jeder Unterrichtsstunde schläft und eine 5 in der Klausur schreibt? Bei uns in AWE so vorgekommen.

</meinSenf>

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dito.

Nichts gelernt, keine Praxisrelevanz, Lehrer krank/verhindert/abwesend oder demotiviert, zugesagte Zertifizierungsangebote wg. Lehrermangels abgesagt, keine nennenswerten Informationen zur IHK-Prüfung, obwohl diverse Lehrer im PA, Lehrkräfte reagieren nicht auf mehrfache konkrete Nachfragen, Klassen mit 33 Schülern. Kurz: Kein Wissenstransfer.

Schulgebäude baufällig, ohne beheizten Aufenthaltsraum, der dann auch geschlossen wurde, nachdem die Schulleitung von Schültern darauf hingewiesen wurde, dass Taubenkot vielleicht nicht die beste hygienische Umgebung zur Nahrungsaufnahme ist.

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Zu Zertifikaten fällt mir noch was tolles ein.

Es gab bei uns in der Berufsschule in der zweiten Hälfte des 1. LJ das Angebot, eine Cisco-Zertifizierung für schlappe 100€ zu machen, die 2 Jahre gültig ist, also noch vor Ende des dritten LJ wieder abgelaufen wäre. Das war neben dem Wahlpflichtkurs im 3. LJ die einzige Möglichkeit, überhaupt irgendein Zertifikat in der BS zu machen. Fand ich total klasse :D

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Also ich selbst hab ja keine Ausbildung gemacht (bloß gut, war 2001 aber kurz davor), aber so wie ich das bei den Azubis (FIAE) die ich fachlich betreut habe mitbekam, kann das nur Mist sein. Also hier in RLP ist es wohl so, dass es in der BS sogar Religion (!!! WTF???) als Fach gibt. Themen wie "Softwaretechnik" sind hingegen nur in homöopathischen Dosen vorhanden, wenn überhaupt. Was die Lehrer gerade in der Programmierung den Leuten teilweise für einen Stuss beizubringen scheinen, lässt einen erschaudern, selbst wenn mans nur hört.

Alles in allem ist das, was unsere Azubis in der BS gelernt haben als "nutzlos" zu bezeichnen. Entweder man wird im Unternehmen ordentlich ausgebildet, oder man hat verloren. Daher rate ich inzwischen jedem FIAE Azubi, vielleicht doch eher Richtung Studium (Uni oder FH, ist egal) zu schauen. Da lernt man in einem Jahr mehr als in der ganzen Ausbildung an der BS.

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die lehrer an der berfuschule sind halt entweder völlig überqualifiziert ( programmierer die aus der freien wirtschaft kamen um als berufschullehrer vom stress aus der arbeitswelt zu flüchten ) oder völlig unterqualifiziert/demotiviert.

unser sozialkunde lehrer hatte wenigstens noch den 'anstand' zuzugeben, dass er nur berufschullehrer geworden ist, weil er 2 monate urlaub pro jahr hat und lächerlich wenig leisten muss, für das was er am ende des monats bekommt.

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Ich kann die Aussagen der Vorredner nur bestätigen und möchte sie deswegen auch gar nicht wiederholen - die Lehrer waren entweder nicht qualifiziert und nicht motiviert.

Auch wir hatten die Möglichkeit diese Cisco-Zertifizierung für 100 Euro abzulegen. Die Online-Tests auf dem Cisco Portal waren gleichzeitig unsere "Klausuren". Auf wundersame Weise hatten wir dort also mehrere Male einen Klassendurchschnitt von 1,0. :)

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Ich kann auch nicht behaupten viel/etwas in der BS gelernt zu haben, außer das die IHK in ihrer eigenen kleinen Welt lebt, die nichts mit der Realität zu tun hat. Könnte aber auch daran liegen, dass ich mittlerweile ein fortgeschritteneres Alter erreicht habe. Was die Lehrer angeht hatte ich auch nur 2-3 denen ich durchaus Kompetenz zusprechen würde. Des öfteren ist auch fachliche Kompetenz vorhanden, doch kein methodisch-didaktisches (zu dieser Gattung zähle ich mich auch).

Ich kann jedoch viele Lehrer verstehen. Wenn ich mir so meine "Mitschüler" (mal meine Klasse bis auf 1-2 Ausnahmen ausgenommen, waren alle sehr vernünftig) so ansehe kommt mir das kalte grauen. Ich frag mich wirklich des öfteren wie diese "Menschen" überhaupt halbwegs selbstständig lebensfähig sind. Wenn über die Hälfte meiner Schüler sich dermaßen geben würden, hätte ich als Lehrer auch schlichtweg keine Lust mehr auf den Job. Da kommt es dann leider auch vor, das motivierte Schüler hinten runter fallen.

Meiner Meinung nach ist das Problem nicht bei den Lehrern, sondern bei den Schülern und deren Elternhaus zu suchen. Als ich in dem Alter war (ist schon >15 Jahre her), habe ich mich nicht mal getraut mich auch nur ansatzweise so zu verhalten. Da gab es Anstand, Respekt vor der Schule (und besonders deren Einrichtung)und Respekt vor den Lehrern.

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Wie seht ihr die Berufsschule? Könnt ihr ähnliches berichten? Läuft es in deutschen Berufsschulen so viel anders ab als in dieser Berufsschule (Wien)? Ist die Situation bei mir ungewöhnlich oder eher gängig? (btw: wir haben so lächerliche Aktionen wie "Mappenkontrolle", sprich die Aufzeichnungen werden kontrolliert. In einer Klasse mit einem Altersdurchschnitt von ca. 20... haha)

Bei mir in der Schule ist es so, dass die Lehrer fast kein Fachwissen haben. Also machen sie irgendwelche vorgefertigten PP-Präsentationen durch oder geben uns Aufgaben (zB aus Cisco-Schulungen) aber sobald man tiefgründigere Fragen hat, verstehen sie zum Teil die Probleme nicht oder beantworten sie nur oberflächlich bzw. "wimmeln" einen eher ab. Dann bleiben einem zwei Möglichkeiten offen: entweder man macht garnichts mehr und spielt irgendwelche Flashgames (was der Großteil der Klasse macht) oder man befasst sich selbst mit dem Thema. Meist ist es dann so, dass die Lehrer irgendetwas labern, was die, die es interessiert, bereits können und die anderen nicht zuhören. Dadurch sind alle ein wenig gefrustet, also nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer. Zur Arbeit finde ich die BS eigentlich eine recht gute Abwechslung, vor allem auch der Austausch mit den anderen Azubis. Auf der anderen Seite ist es viel vergeudete Zeit, die man im Betrieb besser nutzen könnte.

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Also hier in RLP ist es wohl so, dass es in der BS sogar Religion (!!! WTF???) als Fach gibt.

...und Sport und Sozialkunde. Ein halbes Jahr war Sozi sogar ausbildungsbezogen, danch wurden Regierungsbezirke und ehemalige Bundepräsidenten abgefragt. Was hätte man in der Zeit nicht alles sinnvolles lernen können.

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Meiner Meinung nach ist das Problem nicht bei den Lehrern, sondern bei den Schülern und deren Elternhaus zu suchen. Als ich in dem Alter war (ist schon >15 Jahre her), habe ich mich nicht mal getraut mich auch nur ansatzweise so zu verhalten. Da gab es Anstand, Respekt vor der Schule (und besonders deren Einrichtung)und Respekt vor den Lehrern.

Ich gehöre auch zu den etwas älteren und kann dem nur zustimmen. Die meisten waren einfach nur Chaoten.

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Ich bin im 2. Lehrjahr zum Anwendungsentwickler in einer Klasse aus fast 30 Anwendungsentwicklern (kein FISI dabei) und von der Berufsschule auch sehr enttäuscht...

Haben 1-2 Tage die Woche Unterricht, was ich auch besser finde als Blockunterricht.

-------------------------------------------------------------------------------------

Wir haben folgende Fächer:

BWL, D, GK, Wirtschaftskunde, Netzwerktechnik, Anwendungsentwicklung

BWL, D, GK, WK sind alle gerade mal so auf Haupt- oder Realschulniveau, da die Lehrer 1. Keinen Bock haben was vernünftiges zu machen oder 2. Keine Ahnung haben und irgendwie alles andere als Unterricht machen.

Und ob jedes dieser Fächer wirklich nötig bzw. Sinnvoll ist in unserer Ausbildung wage ich auch zu bezweifeln

Der Netzwerktechnik sowie der Anwendungsentwicklungs-Lehrer haben beide wirklich Ahnung von dem was sie unterrichten und machen guten Unterricht glücklicherweise.

Das Problem ist leider das Netzwerktechnik mit Themen wie "Patchen von Kabeln, Wie sind Kabel aufgebaut? Wie verkabelt man richtig? usw." in einer reinen AE Klasse ziemlich uninteressant ist.

Wir haben mit all diesen Dingen niemals beruflich zu tun und fragen uns wozu wir das lernen sollen wenn es doch eigentlich Systemintegrations Stoff ist... Es entsteht einfach ziemlich desinteresse in diesem Fach.

Anwendungsentwicklung ist super. Der Lehrer legt ein gutes Tempo vor und hat immer eine Antwort parat und spricht auch interessante Themen an.

Das Problem ist aber das wir im Verhältnis nur 2 Schulstunden Anwendungsentwicklung, BWL 2 Stunden und D, GK, WI, Netzwerktechnik aber 2-4 Stunden.

Dies erscheint mir sehr fragwürdig da wir ja den Beruf des Anwendungsentwicklers lernen und eben diese Themen vertieft lernen sollten.

Da gebe es so viele interessante Dinge die man lernen könnte und vor allem tiefer vermitteln könnte.

Programmiersprache mit all ihren Möglichkeiten (bei uns C#), SQL, XML, Softwarearchitektur / UML, Design Patterns, Wichtige Algorithmen, GUI entwicklung, Webtechnologien, Vielleicht Grundlagen in KI / Logischer Programmierung, OpenGL und Grafikprogrammierung und vieles mehr.

Bei uns beschränkt sich das aufgrund der wenigen Stunden in AE nur auf die Programmiersprachen Grundlagen und jetzt ein wenig SQL, da leider mehr Zeit in Sachen wie z.B. GK investiert wird als in Anwendungsentwicklung (Was ja aber unser Beruf ist)

-------------------------------------------------------------------------------------

Ich bin der Meinung die Berufsausbildungsordnung die das Berufsbild der Fachinformatiker definiert und die Lehrinhalte vorgibt sollte mal stark überarbeitet werden und an die aktuellen Verhältnisse in der IT angepasst werden.

Dadurch sollten die Lehrpläne angepasst werden und die jeweiligen Fachrichtungen einen Unterricht bekommen der auf aktuellem Stand ist und besser auf die jeweilige Fachrichtung angepasst ist.

Und auch die Prüfungen sollten dann entsprechend dem Berufszweig angepasst werden, da die bisherigen doch eher FISI-lastig sind.

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Das Problem ist aber das wir im Verhältnis nur 2 Schulstunden Anwendungsentwicklung, BWL 2 Stunden und D, GK, WI, Netzwerktechnik aber 2-4 Stunden.

Dies erscheint mir sehr fragwürdig da wir ja den Beruf des Anwendungsentwicklers lernen und eben diese Themen vertieft lernen sollten.

Wir (auch 2. Lehrjahr, 30 Schüler, davon fast die Hälfte je Fachrichtung) haben beide Fächer (ITS und SAE) recht ausgeglichen, im dritten Lehrjahr haben die einen ca. 8 Stunden mehr als die anderen für ihre Fachrichtung. Das wird denke ich bei euch auch so sein. Es ist eben trotz Fachrichtungen eine Ausbildung (über den Sinn kan man streiten) mit den identischen Grundlagen und einer individuellen Vertiefung im dritten Lehrjahr.

Es kann als AE schon recht wichtig sein zu wissen, wie ein Protokoll aufgebaut ist, wenn du eine Client/Server-Software programmierst. Oder ein SI muss auch öfter mal ein paar Scripte erstellen oder bearbeiten. Nur mal so als kleines realistisches Beispiel ;)

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BWL, D, GK, WK sind alle gerade mal so auf Haupt- oder Realschulniveau, da die Lehrer 1. Keinen Bock haben was vernünftiges zu machen oder 2. Keine Ahnung haben und irgendwie alles andere als Unterricht machen.

Und ob jedes dieser Fächer wirklich nötig bzw. Sinnvoll ist in unserer Ausbildung wage ich auch zu bezweifeln

Du verstehst Deine Gehaltsabrechnung nicht und hast absolut keine Ahnung, wie Deine Rechte als Arbeitnehmer aussehen und wie es mal aussieht, wenn Du selber ein Gewerbe gründen möchtest, wenn Dir dieses Wissen nicht vermittelt wird.

In einigen Bundesländern, z.B. Bayern, kannst Du mit Notendurchschnitt 2,5 oder besser den Realschulabschluss in der Berufsschule nachholen, zwingend dafür ist das Fach Religion und daher ist das Niveau auch nicht höher.

Das Problem ist leider das Netzwerktechnik mit Themen wie "Patchen von Kabeln, Wie sind Kabel aufgebaut? Wie verkabelt man richtig? usw." in einer reinen AE Klasse ziemlich uninteressant ist.

Wir haben mit all diesen Dingen niemals beruflich zu tun und fragen uns wozu wir das lernen sollen wenn es doch eigentlich Systemintegrations Stoff ist... Es entsteht einfach ziemlich desinteresse in diesem Fach.

Das nennt sich Grundlagenwissen, ein Kellner lernt auch Kochen und ein Koch Service um einen Blick über den Tellerrand zu werfen.

Da gebe es so viele interessante Dinge die man lernen könnte und vor allem tiefer vermitteln könnte.

Programmiersprache mit all ihren Möglichkeiten (bei uns C#), SQL, XML, Softwarearchitektur / UML, Design Patterns, Wichtige Algorithmen, GUI entwicklung, Webtechnologien, Vielleicht Grundlagen in KI / Logischer Programmierung, OpenGL und Grafikprogrammierung und vieles mehr.

Bei uns beschränkt sich das aufgrund der wenigen Stunden in AE nur auf die Programmiersprachen Grundlagen und jetzt ein wenig SQL, da leider mehr Zeit in Sachen wie z.B. GK investiert wird als in Anwendungsentwicklung (Was ja aber unser Beruf ist)

Realistisch betrachtet bist Du in der Nahrungskette ganz unten mit einer Ausbildung, willst Du den harten Stoff, geh studieren. Es geht in der Ausbildung dabei Grundlagen zu vermitteln, dass man in dem Beruf arbeiten kann, der Rest ist mehr oder minder eine Kür, in einer guten Schule/Betrieb lernst Du zusätzlich noch, wie Du Dir dieses Zusatzwissen am effektivsten aneignen kannst.

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und wie es mal aussieht, wenn Du selber ein Gewerbe gründen möchtest, wenn Dir dieses Wissen nicht vermittelt wird.

Höre ich imer wieder und, sorry, halte ich für Quatsch. Wenn ich mal irgendwann ein Gewerbe gründen will, dann reicht das seichte Gewäsch einer BS unter Hauptschulniveau dafür auf gar keinen Fall aus, sondern ich muss mich auf jeden Fall mit dem Themen auseinandersetzen. Alles auf der BS ist oberflächlich, seicht, praxisfern und geht so dermaßen an der Realität vorbei, dass es ein toller Stoff für die nächste Herbstkomödie im Kino wäre.

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Höre ich imer wieder und, sorry, halte ich für Quatsch. Wenn ich mal irgendwann ein Gewerbe gründen will, dann reicht das seichte Gewäsch einer BS unter Hauptschulniveau dafür auf gar keinen Fall aus, sondern ich muss mich auf jeden Fall mit dem Themen auseinandersetzen. Alles auf der BS ist oberflächlich, seicht, praxisfern und geht so dermaßen an der Realität vorbei, dass es ein toller Stoff für die nächste Herbstkomödie im Kino wäre.

Ja es reicht nicht aus, aber man sollte zumindest doch einmal davon gehoert haben.

Und wenn der BWL Unterricht auch nur vermittelt, dass gratis nicht umsonst ist, hat er seine Schuldigkeit in meinen Augen schon getan.

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Und wenn der BWL Unterricht auch nur vermittelt, dass gratis nicht umsonst ist, hat er seine Schuldigkeit in meinen Augen schon getan.

Wie schon gesagt wurde, das ist Quatsch. Die Zeit ist besser in fachlich relevante Themen investiert.

Wer ein Gewerbe starten will, der muss sowieso bei 0 anfangen, sich mit einem Steuerberater zusammensetzen usw. Und mal ehrlich, wie viele Leute fangen direkt nach der Ausbildung mit einem eigenen Gewerbe an?

Und hey, niemand hat mir je meinen Gehaltszettel erklärt, trotzdem versteh ich ihn :)

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Wie schon gesagt wurde, das ist Quatsch. Die Zeit ist besser in fachlich relevante Themen investiert.

Wer ein Gewerbe starten will, der muss sowieso bei 0 anfangen, sich mit einem Steuerberater zusammensetzen usw. Und mal ehrlich, wie viele Leute fangen direkt nach der Ausbildung mit einem eigenen Gewerbe an?

Und hey, niemand hat mir je meinen Gehaltszettel erklärt, trotzdem versteh ich ihn :)

Und ob Dich der Steuerberater nach Strich und Faden ********t beurteilst Du wie? Nochmals Grundwissen schadet nicht.

Und bei dem Tempo, was in der Berufsschule vorgelegt wird, kann man auch 10 Stunden pro Tag nur das berufsspezifische Fach unterrichten und kommt trotzdem nicht vorran.

Wer mehr will soll studieren gehen, dort wird dann die Ausbildung auch in nem halben Jahr durchgefruehstueckt.

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Und ob Dich der Steuerberater nach Strich und Faden ********t beurteilst Du wie? Nochmals Grundwissen schadet nicht.

Genau das ist aber das Problem. Die BS vermittelt, wenn überhaupt, nur Basiswissen, meist nicht einmal das. Sie vermittelt keine Berufskompetenz und auch nicht die Befähigung einen besch****den Steuerberater zu erkennen.

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Ich glaube eher, dass es auf die Berufsschule ankommt, wie viel und was vermittelt wird.

Ich bin mit der theoretischen Ausbildung mehr als zufrieden gewesen. Die Lehrer haben geschaut, was später im Beruf gebraucht wird und was nicht. Hat der Lehrplan Fächer vorgeschrieben, wofür man alternativ berufsspezifische Ersatzfächer anbieten konnte, und der Stoff (Deutsch) für IT-Berufe schon vorhanden sein sollte, haben die Lehrer ALLE Schüler - und nicht nur Abiturienten - in dem Ersatzfach unterrichtet. Somit hatten wir viel Rhetorik, IT- und Projektmanagement.

Wir waren auch vom 1.Lj an nach den Fachrichtungen aufgeteilt und bekamen dann so getrennt das Wissen vermittelt, was man als "Admin" braucht. Wollte jemand nicht programmieren können, kam die Begründung, wofür wir das können müssen.

Wollte die Klasse schneller lernen und mehr Input haben, konnten wir das bekommen. Tipps, die über das Grundwissen hinaus gehen, gab es auch.^^

Trotz schlechter "praktischer" Ausbildung im Betrieb, war der Einstieg in der neuen Firma ziemlich leicht. Ich dachte, mir würden praktische Fähigkeiten fehlen und hatte zuerst Angst davor. Dann bemerkte ich, dass der Betrieb eigentlich überflüssig war. Das Wissen, was uns in der Berufsschule vermittelt wurde, war mehr als ausreichend!

Selbst das Praktische, was ich als Berufsanfänger brauchte, haben wir zusammen in der Schule gelernt. Es war für mich eine Freude endlich das in der Schule erworbene Wissen in der Firma umsetzen zu dürfen. Als ich vor dem Mitarbeitergespräch las, was für Fähigkeiten man als Berufsanfänger haben sollte, überlegte ich mir, ob wir von der Schule gleich zu Advanced Admins ausgebildet werden sollten.

Von einem Azubi hörte ich dann, dass sie nur bis 13:00 Schule haben. In dieser Zeit kann man nicht so viel Stoff wie bis 15:00 durch nehmen! Zusätzlich fehlt der Erfahrungsaustausch zwischen den Azubis in der Mittagspause. Kein Wunder, dass es dann Berufsschulen gibt, wo die Qualität der Ausbildung so niedrig ist.

Wir durften so viel lernen, wie wir wollten. Die Lehrer waren dann auch begeistert und alle waren dann motiviert.

Ich kann über die Qualität nicht meckern. :)

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Ich glaube eher, dass es auf die Berufsschule ankommt, wie viel und was vermittelt wird.

[...]

Von einem Azubi hörte ich dann, dass sie nur bis 13:00 Schule haben. In dieser Zeit kann man nicht so viel Stoff wie bis 15:00 durch nehmen! Zusätzlich fehlt der Erfahrungsaustausch zwischen den Azubis in der Mittagspause. Kein Wunder, dass es dann Berufsschulen gibt, wo die Qualität der Ausbildung so niedrig ist.

[...]

Wir durften so viel lernen, wie wir wollten. Die Lehrer waren dann auch begeistert und alle waren dann motiviert.

Ich kann über die Qualität nicht meckern. :)

Da kommen aber einige Faktoren zusammen... zum einen waren die Lehrer bei Dir (noch?) motiviert, zum anaderen die Mitschüler motiviert zum Lernen und austauschen. Bei uns ging der Austausch eher darum, wer am Wochenende wieviel wovon vertragen hat, bevor es ihm schlecht ging.

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Ich glaube eher, dass es auf die Berufsschule ankommt, wie viel und was vermittelt wird.

Ich bin mit der theoretischen Ausbildung mehr als zufrieden gewesen. Die Lehrer haben geschaut, was später im Beruf gebraucht wird und was nicht. Hat der Lehrplan Fächer vorgeschrieben, wofür man alternativ berufsspezifische Ersatzfächer anbieten konnte, und der Stoff (Deutsch) für IT-Berufe schon vorhanden sein sollte, haben die Lehrer ALLE Schüler - und nicht nur Abiturienten - in dem Ersatzfach unterrichtet. Somit hatten wir viel Rhetorik, IT- und Projektmanagement.

[...]

Wir durften so viel lernen, wie wir wollten. Die Lehrer waren dann auch begeistert und alle waren dann motiviert.

Ich kann über die Qualität nicht meckern. :)

Dann bist du ein echter Glückspilz, denn ich kann nicht davon sprechen, motivierte Leher zu haben und/oder lernen zu dürfen, was und wie ich mag. Bin ich einem Lehrer zu weit im Stoff, werde ich übergangen mit "naja, Sie kennen das eh schon" oder aber "Sie bitte jetzt nicht, die anderen sollen auch was lernen", was ich nachvollziehen kann, teilweise.

Dass mir dann aber im Gegenzug "Frustration" und "Langeweile" unterstellt wird, wenn ich mich jenseits des Berufsschul-Unterrichts mit der Thematik befasse, ist mMn grundlegend ein Witz. Aber nun gut, die Berufsschule an der ich mich befinde ist ohnehin Wienweit als "lächerlich" oder "naja, is halt die Mollardburg" bekannt.

Weiterhin: Ich habe von 08:00 bis 16:05 (mitunter auch von 07:10 bis 16:05) Berufsschule, und ich würde, bei angemessenem Tempo, in 4h Selbststudium mehr lernen, als an 4 Schultagen. Wird mir aber nicht gestattet, daher kann die mir vorgeworfene Frustration und Langeweile ja nur automatisch aufkommen :D Aber danke für eure Berichte, ich bin offenbar nicht alleine x)

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