14. Oktober 20187 j Hallo, seit geraumer Zeit beschĂ€ftige ich mich innerlich damit Wirtschaftsinformatik zu studieren, da ein reines BWL Studium total ĂŒberlaufen ist und ich aus der Masse herausstechen möchte. Da ich Interesse an wirtschaftlichen Dingen habe kommt folglich das Studium fĂŒr mich infrage. Ist es realistisch das Studium zu schaffen ohne irgendwelche PC/Informatik Kenntnisse? Was wĂ€re sinnvoller fĂŒr mich ein duales Studium oder ein normales Studium in diesem Bereich? Zudem habe ich gelesen das die ersten Semester sehr Mathe lastig sind. Reicht da meine aktuelle 2 in Mathe aus oder muss da schon eine 1 stehen? Sollte ich mir irgendwelche BĂŒcher besorgen? Wenn ja welche ? Ich danke schonmal im voraus fĂŒr eure Hilfe :) Einen schönen Sonntag nochÂ
14. Oktober 20187 j Vorkenntnisse sind an sich nicht erforderlich, helfen aber natĂŒrlich. Bei Bemerken von LĂŒcken sollte unter UmstĂ€nden eben schnell gestopft werden. Die Anforderungen variieren von Uni zu Uni, aber man muss fĂŒr das Fach allgemein kein Mathe-Ass sein, sollte sich aber darauf einstellen, fĂŒr Mathe unter UmstĂ€nden mehr Zeit einzuplanen. Das ist aber bei vielen FĂ€chern so. Die gröĂere Frage wĂŒrde ich an die Wahl des Faches stellen. Wirtschaftsinformatik, um sich von der reinen BWL abzusetzen hört sich eben nicht so ĂŒberzeugt an, etwas Interesse an der Materie sollte man schon mitbringen, sonst wird zumindest das mit dem Herausstechen schwer. Kannst Du vielleicht eine Uni besuchen, bei Vorlesungen mal reinschauen/ insbesondere dich mit Studenten der verschiedenen Fachrichtungen unterhalten? Gerade geht es ja mit den EinfĂŒhrungsveranstaltungen los, da kann man eigentlich ganz gut sehen, welches Niveau erwartet/geboten wird. Das ist ĂŒbrigens das richtige Unterforum: https://www.fachinformatiker.de/forum/60-it-weiterbildung/ Bearbeitet 14. Oktober 20187 j von Pancake Link zu Forum
14. Oktober 20187 j Es kommt sehr auf die Hochschule/ Uni an und ob die Wirtschaftsinformatik an der BWL-FakultĂ€t oder der Informatik-FakultĂ€t angesiedelt ist. Je nachdem ist dieses Studium dann BWL- oder Informatik-lastiger. Ich studiere Informatik und bin Fachschaftsvertreter an unserer FakultĂ€t. Wirtschaftsinformatik ist bei uns auch angesiedelt und jedes Jahr werden 50% mehr Wirtschaftsinformatiker als Informatiker zugelassen. Warum? Viele Wirtschaftsinformatiker nehmen die Wichtigkeit der Informatik-FĂ€cher nicht Ernst und versuchen diese mit "Ach und Krach" zu bestehen, statt sich rein zu hĂ€ngen. Mit solchen Methoden im Jahrgang schafft es dann nur gut die HĂ€lfte der StudienanfĂ€nger ins 3. Semester und viele, die vorher BWL anstrebten, werden wegen Mathe und Informatik aus dem Studiengang geworfen. Bei uns fĂ€ngt man in Informatik extra bei 0 an, so dass auch blutige AnfĂ€nger mit Interesse das Studium schaffen können. Allerdings braucht man auch eine gewisse AffinitĂ€t fĂŒr Informatik bei uns. Wer sich gar nicht fĂŒr IT interessiert, ist an einer Informatik-FakultĂ€t leider auch in Wirtschaftsinformatik im falschen Studiengang. Es ist zwar machbar ohne groĂe Vorkenntnisse in Programmieren das Studium zu schaffen, aber man braucht die Bereitschaft dieses zu lernen. Â
15. Oktober 20187 j vor 14 Stunden schrieb siebja2: und ich aus der Masse herausstechen möchte. Das klingt nach einem völlig falschen Grund ĂŒberhaupt irgendetwas zu studieren, und ich habe meine Zweifel dass du mit der Einstellung glĂŒcklich wirst. Aber jedem das seine. Mathelastig ist relativ, kommt immer ein wenig auf die Uni an. Bei uns waren es zwei reine Mathe-Module, die man mit dem Wissen aus dem Abi relativ problemlos schaffen konnte. Ein wenig Ahnung, vor allem aber Interesse am Informatik-Anteil sollte da sein, sonst wird das ganze nicht so einfach - sowohl der theoretische, als auch der praktische Programmier-Teil.
15. Oktober 20187 j Bei uns war der Mathe-Anteil schon recht knackig. Da ist der eine oder andere daran gescheitert, auch Leute, welche fit waren. Es waren zwar nur drei dedizierte Mathe-FĂ€cher und natĂŒrlich gibt es StudiengĂ€nge, welche mathelastiger und/oder -intensiver sind, aber ein Spaziergang war das nicht. Da musste man sich schon Zeit fĂŒr investieren. Allerdings verweise ich, wie meine Vorredner, vor allem auf Deine Motivation. Wenn Du Dein Studiengang nur wĂ€hlst, um aus der Masse herauszustechen, solltest Du hier zuerst ansetzen und ĂŒberlegen, ob das ĂŒberhaupt das ist, was Du möchtest. Auch ein Bachelor braucht div. Jahre und kostet viel Zeit, Geld und MĂŒhen. Diese in ein Fach zu investieren, welches einen nicht wirklich interessiert, sollte nicht die erste Wahl sein. Die Wahrscheinlichkeit, es nicht zu Ende zu bringen ist erfahrungsgemÀà ziemlich hoch, wenn die intrinsische Motivation nicht stimmt. Daran scheitern deutlich mehr Studenten als an dem Niveau oder mangelnden Vorkenntnissen / FĂ€higkeiten. Bearbeitet 15. Oktober 20187 j von Errraddicator
15. Oktober 20187 j Derzeit habe ich vor kurzem mit d. Studium (Wirtschaftsinformatik) angefangen. Zu 90% waren die meisten von uns FISIs und die restlichen 10% hatten eine kaufm. Ausbildung. Bei uns bestehen die FĂ€cher vom ersten bis zum letzten Semester c. a 85% IT Themen, die restlichen 15% kaufm. Themen. Jemand mit einer IT-Ausbildung wird im 1 Semester es noch "leicht" haben, danach dĂŒrfen alle leiden Die Lehrer haben bisher Ihre Skripte so angepasst, dass ein AnfĂ€nger im Thema X mithalten kann. In der Vorlesung passiert es oft, dass die Professoren alles schnell erklĂ€ren und du dort drinnen sitzt und dir ĂŒberlegst WTF bitte langsamer.... Wenn du dir aber Zuhause Zeit nimmst, dann kannst du mithalten. Thema Mathe kann ich dazu bisher nichts sagen da wir es erst im 2 und 3 Semester kriegen  Bearbeitet 15. Oktober 20187 j von Zaroc
15. Oktober 20187 j Autor Morgen Leute, danke fĂŒr die schnelle RĂŒckmeldung. Ich denke ich werde in geraumer Zeit einfach mal an einer Vorlesung teilnehmen und eine EinfĂŒhrungsveranstaltung besuchen. Zum Thema Motivation kann ich nur sagen was ich anfange ziehe ich auch zu 100% durch. Ich habe kein Interesse daran mit ach und Krach zu bestehen sondern ich versuche immer der beste zu sein, egal was es ist. Schönen Tag noch
15. Oktober 20187 j Zum Thema Mathe. Mathe an UniversitĂ€ten (zumindest damalig bei meiner) ist kein stumpfes Rechnen mit den Grundrechenarten oder Stochastik wie in Abitur. Mathematik auf Uni ist ein ganz anderes Kaliber. Da lernst du, was es wirklich heiĂt, was Mathe ist. Da geht's viel mehr um Beweisverfahren bzw. Lösen von mathematischen Problemen. 1. Semester Mathe: vollstĂ€ndige Induktion. Einfach als Vorgeschmack, was dich erwarten kann! HĂ€ngt (wie schon geschrieben von den Anderen) natĂŒrlich von FH/Uni ab. Â
15. Oktober 20187 j vor 21 Stunden schrieb siebja2: Zudem habe ich gelesen das die ersten Semester sehr Mathe lastig sind. Reicht da meine aktuelle 2 in Mathe aus oder muss da schon eine 1 stehen?ï»ż Ich studiere Wirtschaftsinformatik an der FH im 5. Semester. Mach dir wegen Mathe keine Sorgen, Uni Mathe ist anders als Schul Mathe und mit lernen schafft das zumindest bei uns jeder. Zum Vergleich ich hatte im Abi ganze 2 Punkte in Mathe. In den ersten 3 Semestern (danach gibts zumindest bei uns nur noch sowas wie Kostenrechnung oder Produktionsmanagement bei dem man mit Mathematik konfontiert wird) hatte ich jeweils eine 2,0 oder besser. Wie schon hier in dem Thread erwĂ€hnt kommt das natĂŒrlich immer auf die Uni an. Aber wenn dich das Thema an sich interessiert sollte das eigentlich kein Problem sein. Solltest du nur irgendwas mit Informatik dazu machen wollen, weil du BWL alleine zu langweilig findest könnte es tatsĂ€chlich schwierig werden. Das ist zumindest der Grund wieso die Leute bei uns dann gescheitert sind. Nicht wegen fehlender Vorkenntnisse. Ein duales Studium kann sinnvoll sein um die Theorie zu vertiefen, kann aber auch sehr sehr anstrengend werden. Werde dir erstmal klar darĂŒber was genau du möchtest und welche Themen dich interessieren und vor allem wie Stressresistent und LeistungsfĂ€hig du bist.Â
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