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Arbeiten als FISI nach kaufmännischer Ausbildung


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Guten Tag,

 

ich bin 21 Jahre jung mache momentan eine Kaufmännische Ausbildung in einem mittelständischen Unternehmen. Durch Zufall kam ich in die IT-Abteilung und konnte dort mein Wissen, welches ich mir privat angeeignet habe (Basics C+ und fundierte Kenntnisse über PC Hardware) einsetzen. Ich habe mein Fachabitur gemacht, solide Noten in der Berufsschule und die Kollegen waren von meiner Arbeit in der IT begeistert.

Nun habe ich das Angebot bekommen in die IT übernommen zu werden, was mir grundsätzlich zusagt. Die Fragen die sich mir nun stellen: Welche Möglichkeiten habe ich, einen IHK-Abschluss als FISI zu erlangen? Habe ich die Möglichkeit den Abschluss an einer Fern-/Abendschule zu absolvieren? 

Ich möchte meine Ausbildung nun am liebsten beenden, übernommen werden und dann die Fortbildung/Umschulung zum FISI am liebsten berufsbegleitend machen.

Vielleicht hat ja jemand schon Erfahrung und kann mich dahingehend in meiner Entscheidung, ob ich das Angebot annehmen sollte, unterstützen.

 

Vielen dank euch im Voraus.

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Guten Morgen.

Mir sind folgende Methoden bekannt:

1. Duale Ausbildung zum FISI

2. Umschulung über einen Bildungsträger

3. x Jahre Berufserfahrung sammeln, anmelden zur IHK FISI Prüfung als externer Prüfling

 

Favorisieren würde ich an deiner Stelle ganz klar 3! Wobei dort zu klären wäre, wie viel Berufserfahrung man braucht oder ob man sich direkt anmelden kann, da bin ich mir nicht ganz sicher. Dann bereitest du dich mit alten Prüfungen vor, legst diese ab und bist auf dem Papier ein FISI.

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vor 3 Minuten schrieb treffnix:

Wobei dort zu klären wäre, wie viel Berufserfahrung man braucht oder ob man sich direkt anmelden kann, da bin ich mir nicht ganz sicher.

Um zur Externenprüfung zugelassen zu werden muss man in dem Beruf das 1.5-fache der vorgesehenen Ausbildungszeit gearbeitet haben:

Zitat

(2) Zur Abschlussprüfung ist auch zuzulassen, wer nachweist, dass er mindestens das Eineinhalbfache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen ist, in dem die Prüfung abgelegt werden soll. (Quelle: §45 BBiG)

 

vor 2 Stunden schrieb dbse:

Nun habe ich das Angebot bekommen in die IT übernommen zu werden, was mir grundsätzlich zusagt. Die Fragen die sich mir nun stellen: Welche Möglichkeiten habe ich, einen IHK-Abschluss als FISI zu erlangen? Habe ich die Möglichkeit den Abschluss an einer Fern-/Abendschule zu absolvieren? 

Kannst du nicht vielleicht mit deiner Firma eine Regelung treffen, dass du dort noch einmal als Azubi für FISI eingestellt wirst, aber mehr Geld bekommst? Da du ja dann deine kaufmännische Ausbildung bereits abgeschlossen hast, sollte es möglich sein, die Ausbildung auf 18 Monate zu verkürzen. Soweit ich weiß, kannst du dich dann z.B. auch von dem WISO-Prüfungsteil befreien lassen.
Was die Berufsschule angeht, kannst du dich je nach Bundesland auch davon befreien lassen oder aber nur bestimmte Fächer besuchen. Sicher gibt es in deiner Nähe auch Vorbereitungskurse auf die Abschlussprüfung, so dass du dadurch den Prüfungsstoff lernen kannst, statt in der Berufsschule. Dadurch würdest du in deiner "Ausbildung" genauso arbeiten wie als fest angestellter Mitarbeiter und da du auch im passenden Bereich arbeitest, sollte das Führen deiner Ausbildungsnachweise auch kein Problem sein.

Falls das eine Option für dich wäre, würde ich mich an deiner Stelle vor Ort erkundigen und es bei deinen Vorgesetzten ansprechen. Für die sollte es ja eigentlich auch von Interesse sein, dass du in dem Fachbereich, in dem du arbeiten wirst, eine anerkannte Ausbildung hast.

Eine Umschulung würde meines Wissens nur über einen Bildungsträger gehen und nicht aus einer Festanstellung heraus (auch wenn du sie dann in einem Betrieb absolvieren kannst - Stichwort: Betriebliche Umschulung).

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Ich würde das von Rienne vorgeschlagene präferieren. Je nachdem, wie weit Du bist, die jetzige Ausbildung beenden, dann eine erneute Ausbildung und so weit verkürzen wie es geht. Auf das eine Jahr mehr oder weniger sollte es nicht ankommen, Du bist noch jung.

Eine Umschulung ist, denke ich, nicht das richtige für Dich und von externen Prüfungen halte ich so wenig wie davon, ganz ohne Ausbildung zu bleiben. Es wird im Laufe der Jahre nicht einfacher als Quereinsteiger in der IT und die Konkurrenz schläft nicht.

Bearbeitet von Errraddicator
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vor einer Stunde schrieb treffnix:

Umschulung über einen Bildungsträger

Es gibt auch die Umschulung in einem Betrieb mit Hilfe eines Kostenträgers oder die reine Umschulung im Betrieb. Dann gibt es übrigens auch die rein schulische Berufsausbildung. Die läuft ähnlich ab wie eine Umschulung bei einem Bildungsträger aber dauert dann 3 Jahre.

Beim Ersteren überspringst du quasi das erste Lehrjahr und steigst direkt in das 2. Lehrjahr ein. Du gehst dann abwechselnd zur Berufschule und in den Betrieb. (Wobei selbst die Berufschule nicht immer in allen Fällen verpflichtend ist). Bezahlt und versichert wirst du jedoch über einen Kostenträger. Bei der Umschulung ohne Kostenträger ist der Ablauf identisch, nur wirst du dort direkt vom Betrieb bezahlt und versichert. 

vor 37 Minuten schrieb Rienne:

Eine Umschulung würde meines Wissens nur über einen Bildungsträger gehen und nicht aus einer Festanstellung heraus (auch wenn du sie dann in einem Betrieb absolvieren kannst - Stichwort: Betriebliche Umschulung).

Eine Umschulung ist weder an einen Bildungsträger noch an einen Kostenträger gebunden. Wichtig ist eigentlich nur, dass die IHK die Umschulung/den Umschulungsvertrag absegnet. Wobei die Umschulung über einen Bildungsträger wirklich mit Abstand die häufigste Art darstellt. Ich denke das liegt am finanziellen Aspekt.

Eine Umschulung kann auch Halbtags absolviert werden. Viele Umschüler die diesen Weg gehen, arbeiten nebenbei auch noch irgendwo.

vor 3 Stunden schrieb dbse:

Habe ich die Möglichkeit den Abschluss an einer Fern-/Abendschule zu absolvieren? 

Ich habe beruflich einen neu eingestellten Admin kennen gelernt, der seinen Fachinformatiker über eine Fernschule gemacht hat. Er hat dazu wohl die Fernschule absolviert und hat damit dann das Recht erworben, die Prüfung vor der IHK ablegen zu dürfen. Wobei er sich um die Prüfung dann selber kümmern musste.

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Wow, das sind ja schon sehr viele Antworten, vielen Dank erstmal dafür.

Kommen wir nun zum Knackpunkt: Die IT wird bei uns von einer Person geregelt (studierter Informatiker), der, soweit mir bekannt, nicht ausbilden darf. Ich kenne da die genauen Regelungen nicht, da Fachinformatiker oder grundsätzlich ITler bei uns so gesehen eigentlich keine Ausbildungsberuf sind.

Bearbeitet von dbse
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Ihr müsst nur einen Ausbilder im Betrieb haben (was augenscheinlich erfüllt ist)

Es wird zwischen folgenden Rollen unterschieden:

-Ausbildender -> I.d.R. der Betrieb

-Ausbilder -> Derjenige mit Ausbilderschein, im Großen und Ganzen verantwortlich, dass alles sauber durchläuft

-Ausbildungsbeauftragte -> Person vor Ort, die mit dir zusammenarbeitet und dir Aufgaben gibt

 

Einer zweiten Ausbildung steht also nichts im Wege

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Um als Externer zu einer FiSi Prüfung zugelassen zu werden benötigt man keinen "Ausbilder".

Wenn Du eh eine kaufmännische Ausbildung machst, wieso willst Du dann noch eine Ausbildung machen ?

Wenn Du nachweislich ein paar Jahre in der IT gearbeitet hast fragt ein AG eh nicht mehr nach einem "Schein".

Dann zählen eher die erworbenen Qualifikationen, nicht mehr die Erstausbildung

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vor 23 Minuten schrieb charmanta:

Wenn Du eh eine kaufmännische Ausbildung machst, wieso willst Du dann noch eine Ausbildung machen ?

Wenn Du nachweislich ein paar Jahre in der IT gearbeitet hast fragt ein AG eh nicht mehr nach einem "Schein".

Dann zählen eher die erworbenen Qualifikationen, nicht mehr die Erstausbildung

Richtig, aber 1,5 Jahre mehr Ausbildung sind jetzt allerdings kein allzu großer Schmerz. Es gibt auch Unternehmen, die nach Tarif bezahlen und da ist eine Ausbildung u.U. schon entscheidend (zumindest habe ich es so mitgekriegt), ob man vielleicht eine Stufe höher eingruppiert wird. Im Endeffekt ist es eigentlich egal, wie er sich entscheidet, allerdings ist es direkt nach der Ausbildung einfacher 1,5 Jahre länger auf ein volles Gehalt zu verzichten, als später.

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Mittel- bis langfristig würde ich dann auch gerne das Informatikstudium oben drauf legen, die Fachhochschulreife besitze ich ja bereits. 

Nachdem ich mal einen Blick auf den Rahmenplan geworfen habe, wurde mir quasi das erste Lehrjahr zum Großteil bereits in der kaufmännischen Ausbildung vermittelt. Dadurch würde ich durch die weiteren zwei Jahre ja durchaus an Know-How, vor allem überbetrieblich, gewinnen und habe im Falle des Falles immer noch den IHK-Abschluss.

 

@Listener hat da schon recht mit der tariflichen Eingruppierung, das ist in meinem Unternehmen ähnlich, wir bewegen uns bei meinem Vertrag aber mit Sicherheit außerhalb der Tarifzone, wäre auch wieder bei einem Wechsel interessant.

 

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Bloß das dass Studium zur Zeit finanziell nicht tragbar wäre und das Unternehmen das nicht bezahlen würde. Das Bafög Problem haben wir gerade mit meiner Schwester bereits durch, wodurch meine Eltern schon für sie finanziell in die Bresche springen müssen. Leider sind meine Eltern nicht selbstständig und können sich nicht arm rechnen, aber anderes Thema. 

Von daher würde ich gerne erst die Ausbildung machen und Erfahrung sammeln, sodass ein Fernstudium im Nachgang leichter zu realisieren wäre.

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Nichts für ungut, aber das ist wirklich Zeitverschwendung. Ich verstehe ja, dass man seinen Eltern nicht auf der Tasche liegen will, aber vielleicht gibt es ja auch andere Möglichkeiten.

Bspw. könntest du dich bei der FOM anmelden (die akzeptieren auch Monatsraten) und dein Studium machen.

 

Aber unter dem Gesichtspunkt, dass du studieren willst, nochmal eine Ausbildung einschieben, ist wenig zielführend.

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Ich kann mich @Errraddicator und @Listener nur anschließen. Wenn du sowieso vor hast zu studieren und bereits eine Ausbildung beendet hast, solltest du lieber direkt studieren als noch ein paar Jahre auf einen Abschluss als FISI hinzuarbeiten. DAS ist wirklich Zeitverschwendung.

Am 26.10.2018 um 14:14 schrieb dbse:

Bloß das dass Studium zur Zeit finanziell nicht tragbar wäre und das Unternehmen das nicht bezahlen würde.

Hast du denn vor in Vollzeit zu studieren? Weiter unten erwähnst du ja etwas von einem Fernstudium und du wärst zur Zeit des Studiums ja bereits mit deiner Ausbildung fertig und fest angestellt, so dass du auch enstprechend verdienen solltest.

Es gibt neben den privaten Hochschulen übrigens auch einige stattliche (Fach-)Hochschulen, die ein Fernstudium, Teilzeitstudium oder Verbundstudium anbieten, so dass man sich nicht in Umkosten stürzt und nebenbei auch noch die Zeit hat zu arbeiten. Ich selber studiere zum Beispiel aktuell an der TH Köln im Verbundstudium und zahle pro Semster lediglich den Semesterbeitrag (exklusive Semsterticket) in Höhe von knapp 200€.

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Nach einiges Tagen nachdenken bin ich zu einer ähnlichen Einsicht gekommen, dass die Ausbildung nur unnötig Zeit verschwenden würde. Es gibt hier bei mir in der Nähe (Norddeutschland) eine Uni, die dass als "Fernstudium" mit wöchentlicher Präsenz anbietet, das Modell hat es mir bis dato am meisten angetan.

Leider gibt es hier in der Umgebung keine Unis/HS die Verbundstudiengänge anbieten, dass ergibt jedenfalls eine kurze Google-Recherche. 

Ich werde nun versuchen aus der Tarifzone rauszukommen und zumindest einen Teil der entstehenden Kosten zu decken.

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