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Wer bildt hier wen aus ???


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Hallo liebe Community,

Ich habe eine Ausbildung zum Fachinformatiker in Anwendungsentwicklung am 01.09.2020 angefangen und mich total gefreut überhaupt was gefunden zu haben.

Nun zum eigentlichen Problem:

Der Betrieb in dem ich die Ausbildung absolviere ist total chaotisch.

Nach 4 Monaten es scheint dass die mich als billige Arbeitskrafte eingestellt haben und nicht als Azubi. Ich habe meinen Ausbilder noch nie gesehen und als ich nach ihm fragte, wurde mir gesagt dass er der X Geschäftsführer und hier gar nicht mehr arbeitet.

Die Anwendungsabteilung besteht aus mir und einem anderen Azubi, der seine Ausbildung vor ein paar Tage abgeschlossen hat und dafür mein erstes Projekt im Unternehmen (Frontend-Implementierung) für sein Abschlussprojekt verwendet. Seitdem arbeitet er von zu Hause während ich alleine hier im Büro sitze von die ganze IT-Abteilung.

Ich finde das unangenehm und frage mich nur wer bildt hier jetzt wen aus ?

Ich bin total unzufrieden und weiß nicht an wen ich mich wenden soll

Bitte um Hilfe!!

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An die IHK.

Der Betrieb muss dir einen Ausbilder stellen, der, so oft es geht, vor Ort sein muss, um dich entsprechend auszubilden.
Klar, in Zeiten von Homeoffice und Corona laufen die Dinge evtl. ein wenig anders, aber das klingt schon sehr nach Ausbeutung.

Ich würde zum einen schauen, ob es noch Betriebe in deiner Umgebung gibt, die dich evtl. übernehmen können, sodass du die Ausbildung dort fortsetzen kannst und mich bei der IHK melden und ihnen den Sachverhalt schildern. Die wissen meistens am besten bescheid. Soweit ich weiß, setzen die sich mit deinem jetzigen Unternehmen in Verbindung und schauen nach dem Rechten bzw. streben ein klärendes Gespräch an. Sollte dies nicht funktionieren, schauen die evtl. danach, dass du wo anders unterkommst.

Du sagst zwar, dass es für dich schwierig war, wo anders etwas zu bekommen, aber ob du dort drei Jahre Azubi sein möchtest, wage ich zu bezweifeln. Deshalb würde ich mich jetzt direkt ran halten, gerade nach vier Monaten sollte es auch der Wechseln in  andere Bereiche(andere Programmiersprache, etc.) kein Problem sein, insofern du das willst.

Aber eben weil die IHK wohl deinen Betrieb kontaktiert, würde ich in Eigeninitiative einen anderen Betrieb suchen, sodass du evtl. unangenehmen Wochen/Monaten aus dem Weg gehen kannst. Habe selbst zwei Bekannte, die diesen Schritt gehen mussten und danach sehr glücklich darüber waren, dies getan zu haben.

Kopf hoch und nicht unterkriegen lassen!

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vor 48 Minuten schrieb 0o7x:

Ich habe meinen Ausbilder noch nie gesehen und als ich nach ihm fragte, wurde mir gesagt dass er der X Geschäftsführer und hier gar nicht mehr arbeitet.

Hier muss man unterscheiden, derjenige der als Ausbilder auf dem Ausbildungsvertrag steht muss NICHT derjenige sein, der dich schlussendlich ausbildet. Irgendjemand, und da ist es wirklich shitegal wer, im Zweifel jemand aus HR, muss den AdA Schein haben, dann darf der Betrieb prinzipiell erst mal ausbilden, wenn es jemanden mit beruflicher Eignung gibt.

Dass das im Zweigfelsfall blöd ist, und ob man einem frisch Ausgelernten realistisch betrachtet die berufliche Eignung andichten kann wage ich mal zu bezweifeln.

Du kannst nun:

  • mit dem Betrieb reden. Hast du schon, bringt nix...
  • mit der IHK reden. Da kann zwischen "es passiert nichts" und "der Betrieb darf (auch dich) nicht mehr ausbilden" alles passieren. Tendenz eher zu "nichts".
  • Aktiv nach einem anderen Ausbildungsbetrieb suchen der dich übernimmt. Auch in der BS fragen, vielleicht weiß ein Lehrer oder Klassenkamerad was. Oder du kannst zusätzlich wo unter kommen, dann ist die Chance auf Übernahme zwar gering, aber das Problem kann warten.

 

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vor 7 Minuten schrieb Maniska:

Hier muss man unterscheiden, derjenige der als Ausbilder auf dem Ausbildungsvertrag steht muss NICHT derjenige sein, der dich schlussendlich ausbildet. Irgendjemand, und da ist es wirklich shitegal wer, im Zweifel jemand aus HR, muss den AdA Schein haben, dann darf der Betrieb prinzipiell erst mal ausbilden, wenn es jemanden mit beruflicher Eignung gibt.

 

Das ist nicht richtige. Der jeweilige Fachausbilder muss den AdA Schein haben. Sonst könnte eine Firma ja in 30 verschiedenen Berufen ausbilden und nur eine Person in der HR Abteilung ist offiziell der Ausbilder. Das ist nicht richtig. Wenn ein Fachinformatiker ausgebildet wird, muss zwingend eine IT-Ausbilder mit AdA Schein in der Firma vorhanden sein.

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vor 15 Minuten schrieb Meister Eder:

Wenn ein Fachinformatiker ausgebildet wird, muss zwingend eine IT-Ausbilder mit AdA Schein in der Firma vorhanden sein.

Korrekt. Oder in der Unternehmensgruppe habe ich gelernt ...

vor 16 Minuten schrieb Meister Eder:

Der jeweilige Fachausbilder muss den AdA Schein haben

Das ist in der Praxis nicht mehr so. Es sollte so sein, aber auch hier habe ich von der IHK erfahren dass EIN AdA Inhaber formal reicht um die Methodenkompetenz zu überwachen. Er kann auch die Fachkompetenz vermitteln, aber es wird wohl auch geduldet, wenn dies von Leuten ohne Schein gemacht wird.

Hat mich auch gewundert, aber es scheint gelebte Praxis. In einigen überbetrieblichen Instituten lernt man den AdA Inhaber scheinbar auch nur durch Video kennen da er/sie eher gar nicht vor Ort ist ...

 

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vor 53 Minuten schrieb Maniska:

im Zweifel jemand aus HR, muss den AdA Schein haben,

Du hast vollkommen recht 

Der Typ von die Personalabteilung hat den AdA Schein

Ich habe noch nicht mit dem Betrieb geredet, weil mir keine Lösung einfällt.

Derjenige der sich mit Programmierung auskennt, ist der frisch Ausgelernte. Wenn ich ihn technische Fragen stelle hört man oft "KEINE AHNUNG".

Ich werde nach einem anderen Ausbildungsbetrieb suchen. Diese ist die ideale Lösung 

Vielen lieben Dank an alle von Herzen

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vor 2 Stunden schrieb charmanta:

Das ist in der Praxis nicht mehr so. Es sollte so sein, aber auch hier habe ich von der IHK erfahren dass EIN AdA Inhaber formal reicht um die Methodenkompetenz zu überwachen. Er kann auch die Fachkompetenz vermitteln, aber es wird wohl auch geduldet, wenn dies von Leuten ohne Schein gemacht wird.

Für NRW kann ich dir sagen, dass der Ausbildungsvertrag gar nicht erst eingetragen wird, wenn in der jeweiligen Fachabteilung kein Ausbilder mit AdA Schein vorhanden und eingetragen ist. Da wird auch garantiert nichts "gedultet".

Es kann natürlich sein, dass das nur einmal überprüft wird und der Ausbilder vielleicht nach einigen Jahren nicht mehr in dem Unternehmen arbeitet und das Ganze einfach verschwiegen wird. Aber dann würde die Firma ja fast schon die IHK betrügen.

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vor einer Stunde schrieb 0o7x:

Du hast vollkommen recht 

Der Typ von die Personalabteilung hat den AdA Schein

Wenn "der Typ" von der Personalabteilung keine nachgewiesene Kompetenz hat einen IT-Azubi auszubilden, dann darf die Firma gar nicht in den IT-Berufen ausbilden. Man muß sich das immer sehr genau anschauen. Es kann natürlich sein, dass der Herr (nicht der Typ) in der Personalabteilung gelernter Informatikkaufmann mit AdA Schein ist. Dann darf er auch in den IT-Berufen ausbilden. Oder vielleicht war er 25 Jahre lang in der IT-Abteilung tätig und leitet jetzt auch die Peronalabteilung, auch dann darf er in den IT-Berufen ausbilden. Sitzt dort aber ein gelernter Industriekaufmann der keine Erfahrung und Kompetenz in der IT hat, dafür aber einen AdA Schein, dann darf er definitiv nicht in den IT Berufen ausbilden.

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vor einer Stunde schrieb Meister Eder:

Für NRW kann ich dir sagen, dass der Ausbildungsvertrag gar nicht erst eingetragen wird, wenn in der jeweiligen Fachabteilung kein Ausbilder mit AdA Schein vorhanden und eingetragen ist. Da wird auch garantiert nichts "gedultet".

In NRW gibt es nicht nur eine IHK.

Es geht darum, dass ein Betrieb einen zukünftigen Azubi ordentlich ausbilden kann. Wenn dann die Ausbildungsleiterin (m/w/d ;)) in der Personalabteilung einen Ausbilderschein hat und die fachliche und persönliche Eignung durch Ausbildungsbeauftragte in einer IT-Abteilung erfüllt werden kann, ist das vollkommen legitim. Denn darum geht es vorallem. Einer muss den Schein haben, darf aber an "Hinz und Kunz" den Ausbildungsauftrag übergeben, solange die persönliche und fachliche Eignung sichergestellt ist. 

 

Bearbeitet von Listener
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vor 3 Stunden schrieb Meister Eder:

Für NRW kann ich dir sagen, dass der Ausbildungsvertrag gar nicht erst eingetragen wird, wenn in der jeweiligen Fachabteilung kein Ausbilder mit AdA Schein vorhanden und eingetragen ist. Da wird auch garantiert nichts "gedultet".

Es kann natürlich sein, dass das nur einmal überprüft wird und der Ausbilder vielleicht nach einigen Jahren nicht mehr in dem Unternehmen arbeitet und das Ganze einfach verschwiegen wird. Aber dann würde die Firma ja fast schon die IHK betrügen.

In NRW kann ich dir sagen dass das bei mir nicht der Fall war

Bearbeitet von alex123321
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Jede regionale IHK ist natürlich ein wenig anders, aber ich habe so viel gelernt -> Der IHK sind die Auszubildenden sch***egal. Zeit und Energie in den Kontakt mit der IHK zu investieren ist vergeudete Zeit. Vielleicht hast du Glück, in der Anfangsphase einer Ausbildung, vor allem bei einer eher anspruchsvolleren wie dieser, springen viele ab und beenden ihre Ausbildung nach kürzester Zeit wieder. Diese Situation wäre natürlich super, höre dich also mal bei deinen Mitschülern um. Falls du Glück hast, kannst du sofort wechseln und gehst auch kein oder nur ein kleines Risiko ein - der entsprechende Mitschüler kann dir ja definitiv einen guten Eindruck vom Unternehmen mit allem drum und dran vermitteln. Ansonsten mal Jobbörsen und Ähnliches durchforsten - ich wünsche dir viel Erfolg!

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vor 12 Stunden schrieb Listener:

In NRW gibt es nicht nur eine IHK.

Es geht darum, dass ein Betrieb einen zukünftigen Azubi ordentlich ausbilden kann. Wenn dann die Ausbildungsleiterin (m/w/d ;)) in der Personalabteilung einen Ausbilderschein hat und die fachliche und persönliche Eignung durch Ausbildungsbeauftragte in einer IT-Abteilung erfüllt werden kann, ist das vollkommen legitim. Denn darum geht es vorallem. Einer muss den Schein haben, darf aber an "Hinz und Kunz" den Ausbildungsauftrag übergeben, solange die persönliche und fachliche Eignung sichergestellt ist. 

 

Auf welche IHK in Deutschland beziehst Du dich mit dieser Aussage? Darf ich fragen welche Funktion Du in dem Unternehmen hast? Bist Du dort der Ausbilder?

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vor 6 Stunden schrieb Meister Eder:

Wenn das bei dir nicht der Fall war, bedeutet das ja nicht das es bei dir richtig lief. Wer war denn bei dir der Ausbilder im Vertrag?

Eine Person aus der Abteilung für Ausbildungsleitung.

Ich bin mir sicher dass es bei mir richtig lief. Allzu viel größere Unternehmen, als das wo ich die Ausbildung gemacht habe, haben wir in Deutschland kaum.

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vor 23 Stunden schrieb Maniska:

Hier muss man unterscheiden, derjenige der als Ausbilder auf dem Ausbildungsvertrag steht muss NICHT derjenige sein, der dich schlussendlich ausbildet. Irgendjemand, und da ist es wirklich shitegal wer, im Zweifel jemand aus HR, muss den AdA Schein haben, dann darf der Betrieb prinzipiell erst mal ausbilden, wenn es jemanden mit beruflicher Eignung gibt.

Nein, das ist totaler Quatsch.

Zitat

Berufsbildungsgesetz (BBiG) § 30 Fachliche Eignung

(1) Fachlich geeignet ist, wer die beruflichen sowie die berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, die für die Vermittlung der Ausbildungsinhalte erforderlich sind.

(2) Die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, wer

  1. die Abschlussprüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat,
  2. eine anerkannte Prüfung an einer Ausbildungsstätte oder vor einer Prüfungsbehörde oder eine Abschlussprüfung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Schule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat,
  3. eine Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat oder
  4. im Ausland einen Bildungsabschluss in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung erworben hat, dessen Gleichwertigkeit nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz oder anderen rechtlichen Regelungen festgestellt worden ist
 
Sprich, die Sekretärin oder der Hausmeister, die mal vor 20 Jahren den AdA-Schein gemacht haben, dürfen keine Fachinformatiker ausbilden. Der Ausbilder kann Lehrbeauftragte ernennen aber Lehrbeauftragte sind keine Ausbilder. Somit ist die fachliche Eignung nicht gegeben.
 
Zwar wird gerne bei der IHK ein Auge zugedrückt, weil sie froh sind, wenn eine Firma überhaupt ausbildet, auch wenn es nur eine Pseudo-Ausbildung ist, aber die IHK ist auch für die Überwachung der Ausbildung zuständig und da sollte man sie auch mal auf den Pott setzen, da dies nun mal gegen das BBiG verstößt.
 
In meinem Fall war es sogar so, dass ich mein Abschlusszeugnis bei der IHK vorzeigen musste, damit ich trotz AdA-Schein überhaupt Fachinformatiker ausbilden darf.
Bearbeitet von Whiz-zarD
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vor 15 Stunden schrieb CascadingStyleSuite:

Jede regionale IHK ist natürlich ein wenig anders, aber ich habe so viel gelernt -> Der IHK sind die Auszubildenden sch***egal. Zeit und Energie in den Kontakt mit der IHK zu investieren ist vergeudete Zeit.

Wenn das jeder so sieht, ist es kein Wunder, dass es so viele schlechte Ausbildungsbetriebe gibt, die geduldet werden. Wenn es nicht gemeldet wird, wird auch nichts unternommen...

Ich hatte ein ähnliches Problem und habe meinen Betrieb bei der IHK (vor der Zwischenprüfung!) gemeldet. Ich habe sofort einen Beratungstermin erhalten. Nachdem sich nichts besserte (+ meine Lehrer die Situation bestätigten), wurde meinem Betrieb für 5 Jahre die Ausbildungsbefugnis entzogen.

Der Berater der IHK hat sogar hervorgehoben, dass die Qualität der Ausbildung im Vordergrund steht und er sich für die Azubis einsetzen muss. Allerdings trauen sich die meisten Fälle nicht solche Situationen zu melden und wenn es schlecht läuft, kommen die Meisten erst kurz vor der Abschlussprüfung zu ihnen.

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vor 1 Stunde schrieb SaJu:

Ich hatte ein ähnliches Problem und habe meinen Betrieb bei der IHK (vor der Zwischenprüfung!) gemeldet

Weißt du zufällig, ob ich die Möglichkeit hätte, als ehemaliger Azubi, meinen Ausbildungsbetrieb im Nachgang bei der IHK zu melden? 

Mir geht es nicht darum, dass ich meinem Ausbildungsbetrieb im Nachgang anschwärzen möchte, sondern eher darum, ob ich die Möglichkeit hätte, über meine damalige Siutation zu informieren. 

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vor 5 Minuten schrieb Kellerbräune:

Weißt du zufällig, ob ich die Möglichkeit hätte, als ehemaliger Azubi, meinen Ausbildungsbetrieb im Nachgang bei der IHK zu melden?

Nach der Ausbildung wirst du aus dem Register der IHK gelöscht und dann ist die IHK für dich nicht mehr zuständig. Ich wüsste auch nicht, was das bringen soll.

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vor 1 Stunde schrieb SaJu:

Wenn das jeder so sieht, ist es kein Wunder, dass es so viele schlechte Ausbildungsbetriebe gibt, die geduldet werden. Wenn es nicht gemeldet wird, wird auch nichts unternommen...

Ich hatte ein ähnliches Problem und habe meinen Betrieb bei der IHK (vor der Zwischenprüfung!) gemeldet. Ich habe sofort einen Beratungstermin erhalten. Nachdem sich nichts besserte (+ meine Lehrer die Situation bestätigten), wurde meinem Betrieb für 5 Jahre die Ausbildungsbefugnis entzogen.

Der Berater der IHK hat sogar hervorgehoben, dass die Qualität der Ausbildung im Vordergrund steht und er sich für die Azubis einsetzen muss. Allerdings trauen sich die meisten Fälle nicht solche Situationen zu melden und wenn es schlecht läuft, kommen die Meisten erst kurz vor der Abschlussprüfung zu ihnen.

Ich sehe das nicht so, ich wurde bitter enttäuscht! Also mache mich bitte nicht dafür mitverantwortlich, dass es viele schlechte Ausbildungsbetriebe gibt. Ich habe damals naiv wie ich war, eine Ausbildung bei einem sehr kleinen Unternehmen angefangen. Der Betrieb hatte drei festangestellte Entwickler inklusive zwei Azubis, mein Azubi-Kollege und ich haben zur selben Zeit angefangen. Für uns war der Chef des Unternehmens als Ausbilder zuständig, natürlich nur auf dem Papier. Abgesehen von Kontrollterminen etc. bekamen wir ihn nie zu Gesicht - hatten wir ausbildungsrelevante organisatorische Fragen oder fachliche Anliegen, wurden wir in den meisten Fällen vertröstet. Unsere Aufgaben bestanden entweder aus völlig überzogenen, unrealistischen Projekten, wie beispielsweise die Entwicklung eines Webshops mit ERP-Integration im ersten Lehrjahr, ohne Unterstützung. Die Kollegen haben uns natürlich versucht zu helfen, hatten dafür allerdings fast nie Zeit, da sie selbst durch eigene Projekte mit sehr herausfordernden Fristen ausgelastet waren. Oder sie bestanden aus ausbildungsfremden Inhalte, wie die Arbeit im Lager, also der Kommissionierung und Versendung von Produkten. Dies kam relativ häufig vor und füllte quasi zu 50% unseren beruflichen Alltag. Wir waren sehr unglücklich, hatten uns allerdings wenigstens gegenseitig als seelische Unterstützung. Nach einem 3/4 Jahr hatten wir dann genug und haben uns gemeinsam an die für uns zuständige IHK gewendet. Hierbei wurden wir von vornherein nicht ernst genommen und damit abgespeist, dass Kontakt mit dem Chef aufgenommen wird. Einige Wochen später wurden wir dann mit unserem Chef konfrontiert, der die Sache sehr persönlich genommen hatte, er sich also tatsächlich persönlich angegriffen gefühlt hat. Mit einem professionellen Verhalten hatte das nichts zutun, wir wurden danach also mit sinnlosen Aufgaben oder Langeweile bestraft. Wir hatten uns also wieder an die IHK gewendet und ab da an war die Sache gelaufen, uns wurde nicht mehr geglaubt. Aus Sicht der IHK war alles mit unserem Vorgesetzen geklärt, er hat uns als das Problem dargestellt. Mein Azubi-Kollege hatte anschließend noch ein paar Mal versucht Kontakt mit unserer IHK aufzunehmen, um eine Lösung zu finden - entweder wurde er selbst für seine Situation verantwortlich gemacht oder einfach nicht ernst genommen und mit Floskeln abgefertigt. Letztendlich haben wir mit der Hilfe unserer super netten Berufsschullehrern neue Betriebe gefunden. Unsere Lehrer waren engagiert, haben mit uns Gesprächstermine vereinbart und sich bei anderen ihrer Klassen umgehört, ob es Betriebe gibt, welche Lehrlinge suchen.  

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Ich habe das nach dem Erhalt meines IHK-Zeugnisses auch nochmal gemacht. Allerdings habe ich hier auch meine Lehrer gebeten da ihren Senf dazu zu geben, damit bei der IHK die Wichtigkeit hervorgeht. Mit den Lehrern hat das wirklich etwas gebracht. Die haben auch nach absolvierter Ausbildung noch Kontakt zur IHK und können denen mitteilen, wie sie die zukünftige Qualität der Ausbildung in einem bestimmten Betrieb sehen. Das hat dann doppeltes Gewicht.

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vor 4 Stunden schrieb alex123321:

Eine Person aus der Abteilung für Ausbildungsleitung.

Ich bin mir sicher dass es bei mir richtig lief. Allzu viel größere Unternehmen, als das wo ich die Ausbildung gemacht habe, haben wir in Deutschland kaum.

Hat die Person aus der Ausbildungsleitung "IT-Kompetenz", oder ist das einfach nur eine Person aus der Personalabteilung, die die Ausbildung koordiniert?

An der größe des Unternehmens kann man leider in der heutigen Zeit nicht mehr erkenen, ob die Ausbildung richtig und optimal abläuft. Gerade in sehr großen Konzernen läuft in der heutigen auch nicht immer alles richtig ab.

Wenn es so richtig wäre, wie manche Leute das hier in dem Thread beschreiben, dann müsste ein Großkonzern ja nur eine Person mit AdA Schein haben und diese Person dürfte alle Auszubildenden in allen Berufen ausbilden. Da muss man doch nicht lange nachdenken, dass so etwas nicht richtig sein kann.

Bearbeitet von Meister Eder
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vor 1 Stunde schrieb Kellerbräune:

Weißt du zufällig, ob ich die Möglichkeit hätte, als ehemaliger Azubi, meinen Ausbildungsbetrieb im Nachgang bei der IHK zu melden? 

Hast Du eine IT-Ausbildung absolviert und stellst so eine Frage? Irgendwie sehe ich den Sinn der Frage nicht.
Suchst Du den technischen Weg wie man etwas meldet? Telefon, E-Mail, Brief, Rauchzeichen, Brieftaube?
Warum solltest Du etwas nicht melden können?

1. Ansprechpartner bei der IHK für IT-Ausbildungsberufe auf der IHK-Webseite suchen.
2. Telefon in die Hand nehmen.
3. Wählen
4. Mit dem vorher rausgefundenen Ansprechpartner bei der IHK sprechen.

Sollte man als ehemaliger IT--Azubi das Internet nicht bedienen können, wählt man Varinate 2:

1. Auskunft anrufen und Rufnummer der IHK geben lassen.
2. IHK anrufen und sich den richtigen Ansprechpartner geben lassen
3. Mit dem richitigen Ansprechpartner bei der IHK sprechen

Was machst Du eigentlich als ausgebildeter IT-ler im Berufsalltag wenn Du solche Fragen stellst?
 

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Am 30.1.2021 um 15:17 schrieb Meister Eder:

Hast Du eine IT-Ausbildung absolviert und stellst so eine Frage? Irgendwie sehe ich den Sinn der Frage nicht.
Suchst Du den technischen Weg wie man etwas meldet? Telefon, E-Mail, Brief, Rauchzeichen, Brieftaube?
Warum solltest Du etwas nicht melden können?

1. Ansprechpartner bei der IHK für IT-Ausbildungsberufe auf der IHK-Webseite suchen.
2. Telefon in die Hand nehmen.
3. Wählen
4. Mit dem vorher rausgefundenen Ansprechpartner bei der IHK sprechen.

Sollte man als ehemaliger IT--Azubi das Internet nicht bedienen können, wählt man Varinate 2:

1. Auskunft anrufen und Rufnummer der IHK geben lassen.
2. IHK anrufen und sich den richtigen Ansprechpartner geben lassen
3. Mit dem richitigen Ansprechpartner bei der IHK sprechen

Was machst Du eigentlich als ausgebildeter IT-ler im Berufsalltag wenn Du solche Fragen stellst?
 

Wow... wie unsagbar unfreundlich. Vielleicht ist die Intention der Frage auch einfach eine andere - vielleicht sucht er nach Erfahrungswerten und möchte wissen, ob sich eine Meldung überhaupt lohnt o.Ä.

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Wenn jemand nach Erfahrungswerten sucht, dann kann er auch schreiben, dass er nach Erfahrungsberichten sucht. Wenn sich jemand als gelernter Fachinformatiker nicht klar ausdrücken kann, dann kann ich ihm nicht helfen.

Ich wundere mich immer wieder wie extrem hilfslos manche Menschen sind, die eine IT-Ausbildung absolviert haben, oder absolvieren möchten. Gerade in der IT muss man sich ein Leben lang autodidaktisch selber helfen können.

Bearbeitet von Meister Eder
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