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Chancen für Ausbildung zum FISY verbessern

Empfohlene Antworten

Hallo

Mein Sohn, 22, ist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Fachinformatiker für Systemintegration. Leider bekommt er ganz viele Absagen, sofort nach dem Anschreiben. Ich vermute, dass es an seinem Zeugnis liegt. Er hat nur Realschul Abschluß, Abi abgebrochen und note 4 in Mathe und Physik, Informatik 2. (Er hatte überhaupt keine Motivation zum Lernen. Ausserdem hat er adhs.) Er hat ein BvB gerade absolviert, mit 3 Praktika an der TU Dresden, mit sehr guten Zeugnissen.

Was könnte tun, um seine Chancen zu verbessern?

Vielleicht mal das Anschreiben hier anonymisiert posten und von den Leuten hier gegenlesen lassen. Eventuell mal ein Bewerbertraining bei der Arge anfragen, damit die Unterlagen mal auf den neuesten Stand gebracht werden.

Ausbildungsplätze sind schwierig zu bekommen. Rechtzeitig auch im Portal der örtlichen Regional suchen, welche Betriebe überhaupt selbst ausbilden und aktiv suchen.

Wenn alles nicht klappt, überlegen die Schulausbildung nachzuholen bzw. höher einzusteigen z.B. 1 Jahr Fachabi und danach duales Studium starten.

Viel Glück !

vor 8 Stunden, Anonymous hat gesagt:

Mein Sohn, 22, ist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Fachinformatiker für Systemintegration.

Das ist wirklich nicht böse gemeint, aber meine Vermutung wäre, dass er so lange mit den Sachen scheitern wird, bis er lernt, sich selbst und alleine um seine Probleme und seine Zukunft zu kümmern. Ich verstehe total, dass man als Elternteil dort helfen will, aber das könnte tatsächlich auch Teil des Problems anstelle der Lösung sein. Dies bitte nur als Denkanstoß verstehen.

vor 9 Stunden, Anonymous hat gesagt:

Hallo

Mein Sohn, 22, ist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Fachinformatiker für Systemintegration. Leider bekommt er ganz viele Absagen, sofort nach dem Anschreiben. Ich vermute, dass es an seinem Zeugnis liegt. Er hat nur Realschul Abschluß, Abi abgebrochen und note 4 in Mathe und Physik, Informatik 2. (Er hatte überhaupt keine Motivation zum Lernen. Ausserdem hat er adhs.) Er hat ein BvB gerade absolviert, mit 3 Praktika an der TU Dresden, mit sehr guten Zeugnissen.

Was könnte tun, um seine Chancen zu verbessern?

Huhu,

das tut mir leid zu hören, bei vielen Freunden und bekannten ITlern ist es ähnlich. Momentan wollen viele AGs Auszubildende die sich am besten schon mit allem auskennen.

20 Jahre berufserfahrung mit 22 Jahren ungefähr. Leider hilft da nur eins, bewerben, bewerben und nochmals bewerben. Gerne wie von @tkreutz2 schon angesprochen anonymisiert hier reinschreiben, wir schauen uns gerne das anschreiben an und geben dir und deinem Sohn verbesserungsvorschläge. ☺️

Liebe Grüße Audrey 😉

Hallo,

ich erlaube mir etwas "aufzuräumen". ADHS bedeutet nicht automatisch, dass ein GdB vorliegt, Leider bringen Hinweise wie "Er muss lernen sich selber zu vertreten" in den meisten Fällen gar nix (nicht böse gemeint). Den sinnvollsten Hinweis hat @Koboldin mit den BBWs gegeben. Ich kann den Hinweis nur unterschreiben, denn ich bin Ausbilder der BvB in einem BBW.

Deshalb meine Fragen an der Stelle:
Wenn Dein Sohn eine BvB absolviert hat, hatte die eine bestimmte Fachrichtung, im Idealfall natürlich IT? Wenn ja, hat er eine Empfehlung für eine Ausbildung in der IT bekommen? Also, er muss ja irgendwie bewertet worden sein. Hat die BvB bereits in einem BBW stattgefunden? Wenn ja, gibt es dort nicht die Möglichkeit einer Ausbildung zum FISI?

Ist ADHS diagnostiziert? Wenn ja, ist es eine Einzeldiagnose? Ich frage das, weil es oft einher mit ASS (Autismus Spektrum Störung) geht. Bei jungen Menschen in seinem Alter spielt auch oft eine Depression mit rein.

Wenn er eine BvB absolviert hat, muss es eigentlich eine Rehaberaterin oder einen Rehaberater bei der Agentur für Arbeit geben. Außer es gab einen anderen Kostenträger. Gab es kein Gespräch mit dem Kostenträger, wie es weitergeht nach der BvB?

vor 15 Stunden, ZwennL hat gesagt:

Leider bringen Hinweise wie "Er muss lernen sich selber zu vertreten" in den meisten Fällen gar nix (nicht böse gemeint). Den sinnvollsten Hinweis hat @Koboldin mit den BBWs gegeben. Ich kann den Hinweis nur unterschreiben, denn ich bin Ausbilder der BvB in einem BBW.

Ich verstehe den Einwand total und respektiere dein Fachwissen in einem Bereich, von dem ich keine Ahnung habe. Aber die Frage war ja nicht, wie man einen Ausbildungsplatz trotz einer Beeinträchtigtung bekommt, sondern die Frage war, wie man die Chancen erhöht, eine 22 jährige erwachsene Person in eine Ausbildung zu bekommen. Und ich beleibe bei der Antwort: von außen gar nicht. Wenn das langfristig erfolgreich sein soll, dann muss sowas von innen heraus motiviert sein. Ich denke, diese Antwort ist sicherlich für 90-95% der Personen korrekt.

Sofern das Problem eben durch eine (ernsthaft) diagnostizierte Beeinträchtigung hervorgerufen wird, dann nehme ich das natürlich zurück. Aber dann hätte man meiner Meinung nach diese Beeinträchtigung auch etwas stärker in den Fragemittelpunkt rücken müssen und nicht nur beiläufig erwähnen dürfen.

Bearbeitet von Schliepi

@Schliepi Ich liebe Deine Antwort. Denn sie enthält sehr viel Wahrheit, driftet aber trotzdem am vorligenden Sachverhalt vorbei, der eben die Realität ist. Ich versuche es zu erklären.

Das erste, was mir auffällt, ist Deine Aussage:

Am 2.4.2026 um 13:33, Schliepi hat gesagt:

diagnostizierte Beeinträchtigung

Ja, denkt man. Habe ich auch, bevor ich den Job im BBW angenommen habe. Jedoch, wo Schatten ist, ist auch Licht. Sprichwort mal kurz umgedreht, weil es passt. Was bedeutet das?

ADHSler sind in der Regel sehr kreativ. Sie bringen neue Sichtweisen, wo 0815 Menschen nix neues mehr einfällt oder nicht genug, wenn man so will. Das ist sehr wertvoll.

Mit

Am 2.4.2026 um 13:33, Schliepi hat gesagt:

Und ich beleibe bei der Antwort: von außen gar nicht. Wenn das langfristig erfolgreich sein soll, dann muss sowas von innen heraus motiviert sein. Ich denke, diese Antwort ist sicherlich für 90-95% der Personen korrekt.

hast Du recht. Es ist jedoch so, das Menschen, die nicht in unserem gesellschaftlichen Modell laufen, in diesem Modell nicht selbstständig funktionieren können. Also, es ist etwas schräg. Wären wir alle ADHSler, wäre die Welt für uns alle normal. So ist es aber nicht. ADHSler bilden eine Minderheit. Wie es so ist mit Minderheiten, blöd, sie gehören nicht wirklich dazu. Da kommen wir zu einer weiteren Lebensrealität. Diese Menschen sind je nach Lebenskontext, mehreitlich Außenseiter.

Direkt auf Deine Aussage bezogen:
Meine TN (Teilnehmerinen und Teilnehmer) sind grade dabei Bewerbungen für einen Paraktikumsplatz zu schreiben. Das Paraktikumsplätze außerhalb eines Schülerpraktikums schwer zu bekommen sind wissen wir alle. Das habe ich auch meinen TN auch gesagt. Das ist die Stelle, an der ich froh bin berichten zu können, ich bin nicht allein für Mannschaft verantwortlich.

Es gibt ein Reha-Team. Das besteht für die TN aus dem Ausbilder, dem Bildungsbegleiter, dem Sozialpädagogen, der Psychologin und der Berufsschullehrerin. Direkt bezogen auf meine Gruppe. Für die Bewerbungen habe ich den Sozialpädagogene mit im Boot. Als Ausbilder gebe ich die Zeit vor, in der die Bewerbungen raus gehen sollen. Der Sozialpädagoge sorgt dafür, dass die Bewerbungen richtig aussehen. Also Anschreiben und Lebenslauf "funktionieren".

Die Dokumente müssen die TN natürlich eigenverantwortlich erstellen. Aber mit dem Sozialarbeiter oder ggf auch mir als Ausbilder, gibt es immer nich andere Menschen die da drauf schauen. Das klappet halt nicht komplett in Eigenverantwortung. Das Ding ist, hier gibt es ein Sytem, in dem das so funktioniert. Aber ich kann nur jeder Bewerberin und jedem Bewerber raten, alsst jemanden drauf schauen.

Quintessenz:
Wir laufen ziemlich parrallel. Aber es gibt Abweichungen, die komisch auf die Mehrheit wirken.

Zusatz aus meiner realen Erfahung:
Bevor ich die Anstellung in dem BBW bekommen habe, habe ich dort mein Umschulungs-Praktikum absolviert. Ich habe zu den TN sehr direkt einen Draht gehabt. Ich mag Menschen und es ist mir erstmal völlig egal wo sie herkommen und wer sie sind. Offenes Kennelernen.

Es gab eine TN, die mir sagte, sie sei ADHSlerin. Sie bekomme die höchste Dosis an Mdikamentierung, die man nach aktuellem Wissen verabreicht. Wir unterhielten uns und sie stand immer wieder auf, rannte rum, Ich dachte erst, sie hat ein bestimmtes Ziel. Hatte sie aber nicht. Ich habe ziemlich schnell verstanden, die muss einfach nur Energier loswerden. Sie hat sich dann auch immer wieder neben mich hingesetzt.

Sie hat mir mal eben ihr komplettes Leben erzählt. Also viel davon jedenfalls. Habe ich auch erst hinterher erfahren, das ist ADHS-typisch.

Diese TN hat dann bei einem Treffen ihre Medikamente eingenommen. Sie sagte, in 20 Munuten setzt die Wirkung ein. Ich fragte, wie sich das anfühlt. Sie sagte, statt 1 Mio. Blitze, sind dann nur noch 100.000 gleichzeitig in ihrem Gehirn vorhanden. Dann lachte sie trocken.

ADHSler sprechen oft von Blitzen im Gehirn, die gleichzeitig auftreten. Das hat etwas mit den Reizfiltern zu tun. Auf uns alle prasseln Reize ein. Das sind die Wahrnehmungen über unsere Sinne. Wir 0815 Menschen haben Filter, die alles unwichtige wegfiltern. Bei ADHSlern fehlt diese Filterung. Deshalb sind Menschen mit ADHS dauerüberlastet.

Dabei belasse ich es jetzt und hoffe zur Aufklärung beigetragen zu haben.

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