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SnarlingDog

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  1. Also auch mit Selbstvertrauen ist das schwierig, wobei das mit jeder Absage eines Unternehmens auch weniger wird. Mein gestecktes Ziel war am Anfang auch, mindestens 30 Tage Urlaub und keine mit dem Gehalt abgegoltenen Überstunden oder zumindest ein brauchbares Gleitzeitkonto und die Möglichkeit auf Homeoffice. Ich kam bisher kaum dazu, über irgendwelche Konditionen zu sprechen, entweder gibt es direkt eine Absage oder dann halt nach so einer Livecodingsession. Über einen Headhunter hatte ich auch zwei Vor-Ort Gespräche und zwei Telefongespräche, angeblich haben nur Nuancen gefehlt, aber die Firma sucht immer noch. Und andere Headhunter kommen immer wieder mit dem gleichen Stellen. Ich hätte gerne mal Angebote, die ich ablehnen kann, aber derzeit fehlt nicht viel bis zur Verzweiflung. Laut eines Personalvermittlers werden lieber Absolventen, anstatt eines Fachinformatikers mit Erfahrung eingestellt. Und ich wurde nicht gekündigt und arbeite seit einigen Jahren beim selben Arbeitgeber.
  2. Diese Fragen hatte ich schon lange nicht mehr, inzwischen habe ich vermehrt die behavioral questions (Erzählen Sie mir von einer Situation, in der ihr Vorgesetzter eine Entscheidung getroffen hat, mit der sie nicht einverstanden waren. Was für eine Situation war das? Wie sind sie damit umgegangen? Würden sie das wieder so tun?). Das finde ich viel unangenehmer als die Stärken/Schwächen/Ziele fragen, entweder fällt mir nichts ein oder ich kann die Situation die mir als ersten einfällt nicht wiedergeben (Verstöße gegen Gesetze etc.). Und dann eben immer wieder Programmieraufgaben, mal am Beamer, mal auf Papier mal vor Publikum. Da bin ich auch sehr schlecht darin, von mir aus gib mir einen Bug zum suchen, den keiner gefunden hat und sperre mich in eine eine Kammer und ich komme erst wieder raus, wenn ich den Bug gefunden habe. Gerne auch Dinge mit denen ich noch nie was zu tun hat, wenn es logisch ist, fuchse ich mich da rein. Aber bitte keinen Code schreiben am Beamer, wo mir 20 Leute zugucken, auch wenn es nur ein (Enterprise)FizzBuzz oder das Ansprechen einer REST API ist. Geht mir nicht anders. Unser mit Abstand schlechteste Entwickler, der häufig mehr Arbeit verursacht hatte als er weg geschafft hat. der Releases live stellt und sagt es sei fertig ohne danach nur einmal die Seite aufzurufen (Kam dann ein 500er), der nur ein, im ersten Semester, abgebrochenes Studium vorweisen kann. Hat ein Gespräch mit einer Firma, die mich nach dem Telefoninterview schon aus dem Prozess gekickt haben, und bekommt direkt einen Vertrag mit mehr Geld als vorher und auch mehr als ich habe. Ich 10 Jahre BE, er weniger als 5. Er ist schon lange weg und ich sitze immer noch im dem bescheidenden Laden und habe letztes Jahr mehr als 10 Gespräche geführt und auf solchen Livecodings was vorgekaspert. Aber er kann sich halt verkaufen, der stellt sich vorne hin und behauptet er sei Experte in dieser und jener Programmiersprache, aber wenn du ihn dann fragst, was der Unterschied zwischen Wert- und Referenztypen ist, kann er es nicht beantworten.
  3. Leitende Postion ist aber nicht für jeden das gleiche. Mein Teamleiter hat auch eine leitende Postion bzw. erfüllt zumindest die Kriterien die dazu auf Wikipedia stehen, macht Überstunden ohne Ende, hat aber kein Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze. Ja solche Kollegen hatte ich auch schon, der hat dann am Wochenende noch Konzepte angefertigt um sie Montag morgens zu präsentieren. Irgendwann war der Kollege dann der Maßstab und jeder andere wurde an dem gemessen. Dazu kommen dann die Dinge, wie sich zu Hause "mal schnell" in irgendwelche Themen einlesen. Habe ich auch sehr lange gemacht und sah nie ein Problem darin. Ich sah es auch immer so an, dass sich ein ITler eben auch privat noch mit den Themen beschäftigt, aus reinem Interesse. Blöd wenn man dann mal aus familiären Gründen keine Zeit mehr dafür hat und schnell merkt, dass das kein nice-to-have ist, sondern schon eine Erwartungshaltung dahinter steht, egal ob von Vorgesetzten oder den Kollegen.
  4. Erste Firma 42h Woche, ein Gleitzeitkonto bis 10h, alles darüber hinaus wurde nicht erfasst. Kernarbeitszeit von 7h am Tag, Gleittage gab es nicht. Das Stempelsystem war etwas kompliziert, erst hatten wir eines am Eingang, dann wurde auf den eigenen PC und AD Authentifizierung umgestellt. Wenn was nicht lief, hatte man viel rumgerenne bis es wieder passte. Pausen wurden nach 6 Stunden automatisch gezählt, wer also nach 6:30h eine Pause von 30 Minuten gemacht hat, hatte insgesamt eine Pause in der Buchung. Für Rauchen und Kaffee musste abgestempelt werden. In der Realität hatte man sofort seine 10h voll und die Stunden gingen sofort ins Leere. Zweite Firma 30h mit dem Gehalt abgegolten. Zeiterfassung in dem Sinne gab es nicht, nur eine Projektzeiterfassung, es konnte auch vorkommen, dass man mal nichts zum buchen hatte und dann eben minus gemacht hat. Oder man Dinge machen sollte, für die es noch kein Projekt gab. Da konnte man schnell mal ins Minus rutschen. Alles über 30h wurde zum normalen Stundensatz (Gehalt/reguläre Stunden in dem Monat) ausbezahlt, aber erst Monate später. Rauchen und Kaffee lief immer auf die Projekte. Es war aber kein Stundenkonto, ein Überstundenabbau war nicht vorgesehen. Dritte und aktuelle Firma Vertrauensarbeitszeit, alle Überstunden mit dem Gehalt abgegolten. Es gibt keine Kernarbeitszeiten, aber Meetings die morgens um 8:30 statt finden. Aber auch die Erwartung, dass man zu einem Meeting um 17 Uhr noch kommt oder unsere üblichen Rollouts ab frühestens 19 Uhr. Abbauen der Stunden geht eher weniger, meistens dann im Homeoffice, wobei das dann einer Bereitschaft gleich kommt. Es gibt indirekt eine Erfassung durch die Projektzeiterfassung, es wird 90% der Zeit verplant und wenn die Summe in der Vorwoche nicht drauf steht, muss man sich schon mal erklären. In der Theorie soll man keine Stunden aufbauen, also wenn ein Rollout angesetzt ist, auch erst um 12 Uhr kommen, allerdings muss bei uns auch ab 8 Uhr jemand erreichbar sein und auf 12 Uhr kommen, können auch nur die, die keinen Parkplatz brauchen. Inzwischen finden Rollouts aber auch am Samstag statt. Seit Jahren sind wir in der Diskussion und fordern eine Bereitschaftsregelung, mit Bezahlung, aber der Vorgesetzte meint wir sollen uns im Team abstimmen und dann eben Schichten aufteilen. Wir haben diverse 24/7 laufende Systeme für die wir voll verantwortlich sind und müssen zwischen 8 und 18 Uhr reagieren, wenn es ein Problem gibt. Ich tracke selber und komme auf rund 10-15 unbezahlte Überstunden im Monat.
  5. Das war nicht als positives Beispiel gedacht. Nur das es eben, auch heute noch, Verträge mit >40h/Woche gibt. Bei denen dann eben zusätzlich noch Überstundenkontingente abgegolten sind.
  6. Es ging um jemanden, der eben Java und .NET gemacht hat. Ich persönlich habe mich immer von Webagenturen fern gehalten. Genau so habe ich das gemacht und ich hatte immer mehrere Angebote zur Auswahl. Ich bin jetzt dann seit eineinhalb Jahren auf der Suche bzw. bin offen für Angebote. Ich habe einiges an Bewerbungen geschrieben, zig Telefongespräche geführt und Vor-Ort Termine wahrgenommen. Ich kann mich nicht an ein Angebot erinnern, in dem nicht mindestens ein Kontingent an Stunden mit abgegolten gewesen wäre oder im Consulting dann eben die Reisezeit auch noch Arbeitszeit wäre. Nur deshalb bin ich noch bei meinem aktuell Arbeitgebern, denn für dieselben schlechten Bedingungen brauche ich nicht zu wechseln.
  7. Ich hatte in 2009 beim Ausbildungsbetrieb eine 42h Woche, bei 24 Tagen Urlaub und 25k€ plus Überstunden inklusive. Ich habe mich schon immer gewundert, wie man es sich leisten kann, solche Verträge abzulehnen. Ich hatte jetzt drei Arbeitgeber und bei jedem waren Überstunden abgegolten, als Kontingent oder gleich alle. Ich hatte noch nie einen Vertrag ohne abgegoltene Überstunden vorliegen. Und ich habe übrigens auch noch nie in einer Agentur gearbeitet, immer nur in der Entwicklung der eigenen Produkte des Unternehmens. Irgendwo habe ich kürzlich von einem gelesen, der meinte, dass ihm abgegoltene Überstunden und die dadurch anfallende Mehrarbeit ausschließlich in der .NET Welt untergekommen sind. Ich kann das natürlich nur für die .NET bejahen aber mangels Erfahrungen nicht für andere "Welten" verneinen. Aber es scheint sich zu bestätigen
  8. Hast du Erfahrung mit diesem Vermittler? Ich hatte nach deinem Beitrag am 2.12.19 dort inzwischen 5 Stellen angefragt, alle waren von der besseren Sorte und alle sind leider schon vergeben. Stehen, mittlerweile 6 Wochen später, aber nach wie vor auf der Webseite. Dafür schickte man mir ein Angebot, welche weit unter den ausgeschriebenen Stellen liegt, einen (Senior) Cloud Architekt bis 55k mit 28 Tagen Urlaub oder einen Senior Entwickler bis 48k. Das ist Bauernfängerei oder der mit Abstand schlechteste Vermittler im Internet, ich tippe mittlerweile auf ersteres.
  9. Ich fände den Verlauf interessant, nicht jeder ist schon 10 Jahre hier im Forum unterwegs und postet regelmäßig. Und selbst wenn er das tut, müsste man sich die Infos noch über 22 Seiten zusammensuchen.
  10. Finde ich sehr spannend, das wäre sicher auch ein eigener Thread wert. So viele Information gibt der "Wieviel verdient Ihr" Thread ja nicht her. Wobei vielleicht zusätzlich noch Einstiegsgehalt bei einer Firma und das vor dem Wechsel interessant wäre, denn zwischen 3,5 und 9 Jahre gab es ja sicher auch Erhöhungen in derselben Firma oder fand da wirklich so ein Sprung statt?
  11. Und bei uns läuft das genau andersherum. Wir haben Rollouts und Betriebssystem Updates auf zig Servern, das darf aber erst ab 19 Uhr oder samstags gemacht werden. Unsere IT hat aber nur bis 18 Uhr Bereitschaft und nicht am Wochenende. Ich bete also immer, dass jede einzelne Kiste nach dem Update wieder hochkommt. Nicht dass es für mich Konsequenzen seitens der Firma hätte, ich prangere diese Missstände seit Jahren an, aber bei mir schlagen dann die Kunden auf und das ist auch nicht angenehm. Ist übrigens nicht die Schuld der IT, die macht alles Richtig und besteht auf zusätzliche Entlohnung der Zeit, mit Aufschlägen. Noch dazu sind wir in verschiedenen Tochterfirmen, und die Leute, die über dem ganzen Stehen, wollen nur billig. Bei uns in der Tochterfirma läuft das alles über Vertrauensarbeitszeit und man muss schauen wo man die Zeit wieder herbekommt. Wobei die IT durchaus auch schon nachlässig handelt, da gibt es dann ein Firewall Update welches ohne jemandem Bescheid zu sagen eingespielt wird. Dieses hat aber die Unterstützung für TLS 1.0 entfernt und wir hatten noch 20 Jahre alte Software laufen (also die Software, wo schon seit 10 Jahren kein Entwickler in der Firma arbeitet, der daran noch gearbeitet hätte. Natürlich soll die immer mal neu gemacht werden soll, wenn Luft ist. Diese Luft, die wir seit Jahren nicht mehr hatten) und ich hatte dann das ganze Wochenende Spaß, weil ich das Problem erst nicht richtig eingrenzen konnte und dann nicht wusste wie es zustande kam.
  12. Bei uns gibt es keine DB Admins, sondern eine 3 Mann IT für die Infrastruktur, ein bisschen AD, Exchange, Telefonanlage, Benutzersupport und um Himmelswillen kein Linux, damit kennt sich nämlich keiner aus. Trotzdem wurde aus Kostengründen entschieden, dass eben diese IT die Webhosting-Infrastruktur verwaltet. Somit haben wir schon einen permanenten Kampf um Ressourcen, die IT würde nämlich am liebsten alles was nicht verwendet wird abzwacken. Und wenn der Datenbankserver im 5 Minuten Mittel nicht ausgelastet ist, kann man ja gleich ein paar Cores wegnehmen. Und der Webserver verbraucht auch nie seine 64GB RAM... Nein darf er auch nicht, sonst ist keine Luft mehr für Lastspitzen, mal davon abgesehen sind vorhandenen Ressourcen den einzelnen Anwendungen zugeteilt und jede hat ihren eigenen Puffer. Der SQL Server ist ein Cluster, am liebsten würden sie die passive Node abschalten, weil da ja nichts drauf läuft... Von den ElasticSearch Instanzen fange ich garnicht erst an ;). Kommt auf die Arbeit an und es soll auch Firmen geben, da ist es ok sich in der Telefonanlage auszuklinken, wenn man beschäftigt ist. Wenn ich vor Ort bin und nicht ans Telefon gehe, steht derjenige der versucht hat mich zu erreichen ein paar Minuten später im Büro. Bin ich im HO nicht zu erreichen, heißt es schnell, das ich ja gar nix arbeite (Kwaiken hatte das ja letztens so treffend mit der Projektion). Und auf Slack reagiere ich auch weniger, da kommt einfach zuviel rein. Meldungen von den Cloud Systemen, Tasks, Tickets, Kollegen die was wollen, Sales etc.
  13. Ja und das bei 160k im Jahr... du hast halt die absoluten Traumbedingungen. Ich fange nicht aus Spaß morgens um 6 Uhr an, eigentlich würde ich auch lieber länger schlafen. Aber so läuft es nunmal als Pendler, bevor ich jeden Tag eine zusätzliche Stunde im Stau verbringe, stehe ich lieber früher auf. Ich bin sehr froh, dass ich aktuell Donnerstags im Freitags im Homeoffice sein kann. Aber für das morgens um 6 Uhr anfangen können und das Homeoffice, bezahle ich auch mit Mehrarbeit. Heute Abend um 19 Uhr fängt ein Rollout an, wenn es glatt läuft, bin ich um 21 Uhr durch, wenn nicht dann OpenEnd. Abbauen kann ich die zusätzlichen Stunden vermutlich nicht und morgen früh um 9 habe ich schon wieder eine Status Telko mit einem Kunden. Ich bin ein Fan von New Work und wenn es nach mir ginge, würde ich auch öfter lieber 4 Tage die Woche á 10 Stunden arbeiten, bei dem Meeting, Telko, Support, Entwickeln Mix bin ich da kein Stück unproduktiver und es kommt auch so oft genug vor, das mit den 10 Stunden, die 4 Tage leider nicht. Auch Vertrauensarbeitszeit ist ein tolles Konstrukt, wenn sie denn funktioniert, ich habe aus meinem persönlichen Umfeld aber bisher nur von Leuten gehört, und das spiegelt auch meine Erfahrung wieder, dass es eben nicht funktioniert. Früher hatte ich meinen Schreibtisch, meine Ecke, man hat die Tasks abgearbeitet und nach 8,4 Stunden hatte ich Feierabend. Jeder, der nicht in der IT ist, denkt das alle Entwickler digitale Nomaden sind, arbeiten bei Starbucks, im Garten, am Strand oder wo auch immer natürlich, dass man sich die Stellen gerade aussuchen kann und die Arbeitgeber einen mit Goodies überhäufen. Dabei hat die Arbeitsverdichtung deutlich zugenommen, wie hier schon angemerkt wurde, wirkliche Softwareentwicklung ist schon echt schwierig. Ich bin Senior Entwickler, aber eigentlich auch Projektleiter, Supporter, Architekt, Admin usw. und das alles in mehreren Projekten gleichzeitig. Gehe ich auf Vorstellungsgespräche soll ich inzwischen bis zu 3 Termine wahrnehmen und logischerweise Einstellungstest bestehen, Arbeitsproben abliefern und ein gut gefülltes Github Profil haben und gefühlt sucht auch jeder Fullstack Entwickler. Man soll C# beherrschen, MSSQL, NoSQL, NodeJS, Angular, Azure, aws, verhandlungssicheres Englisch sprechen und Präsentationsskills haben und gerne vor größerem Publikum präsentieren und Vorträge halten. Und während man dann sein Arbeitsergebnis vom "Schnuppertag" der versammelten Mannschaft präsentiert, wird man noch verbal degradiert weil man die async Aufrufe nicht Normgerecht umgesetzt hat. Entschuldigt die Tirade, aber jetzt war ich gerade im Schreibfluss Ich schließe nicht aus, dass es an mir liegt bzw. ich mich verändert habe, aber ich fühle mich in der Entwicklung einfach nicht mehr zu Hause. Das was für mich den Reiz ausgemacht hat, mich wo reinzufuchsen und voll darin aufzugehen und mal Stunden mit der Optimierung oder Umsetzung eines komplexen Problems zu verbringen, das gibt es scheinbar nicht mehr. Ich habe es nicht und bei den Firmen wo ich bisher so vorstellig war, gibt es das auch nicht mehr.
  14. Es war auch eher so eine allgemeine Frage. Bei uns wird die Softwareentwicklung gerade ausgelagert, das Team im Ausland hat eigentlich Idealbedingungen. Keine Abstimmungsmeetings, jeweils nur ein Projekt pro Team und von den Entwickler in Deutschland vorher durchgeschaute und übersetzte Userstories. Bin da schon fast neidisch... nur nicht auf das Gehalt. Habe ich schon lange nicht mehr gesehen, die letzten Gespräche bei denen ich war, waren immer "Openspace" für die Entwickler, garniert mit Star Wars und Nervguns und Tischkicker oder ein Großraumbüro wo auch noch Sales oder PM mit im Büro saßen. Das einzige was in die Richtung ging, war ein 4 Personen Büro mit Glaswänden, aber ohne Türe und um das Entwicklerbüro waren Sales Innen und Sales außen. Ich saß da 4 Stunden drin für ein paar Übungsaufgaben und konnte von 3 Verkäufern jedes Wort laut und deutlich hören, auch die Privatgespräche. Der Teamleiter sagte mir, dass sie schon seit einem Jahr eine Tür haben wollen, aber das Budget dafür nicht locker gemacht wird. Sowas wird hier seit 2 Jahren gebaut und ist jetzt dann wohl fertig, kann das Ding bei uns von der Dachterrasse aus sehen: https://www.google.de/search?q=Gläserne+Softwarefabrik
  15. Gibt es das noch? Ich habe den Eindruck, dass diese Zeiten vorbei sind. Liegt vielleicht daran, das ich überwiegend im Web-Backend bin und wir immer auch noch die Systeme dazu betreuen. Aber wenn Tickets rein kommen, muss immer erst geschaut werden, ob die wichtig sind. Und dann steht auch noch locker alle Stunde einer vom Sales Team im Büro, will wissen ob dieses oder jenes umgesetzt erden kann und was das ungefähr kostet. Und Kunde SupderduperwichtigfinanziertunserallerGehalt1 meldet einen Bug, den müssen wir uns natürlich sofort anschauen und zu 98% liegt der Fehler dann allerdings auch nicht bei uns und ich kann nur die Glaskugel anwerfen oder in der Infrastruktur des Kunden nach dem Fehler suchen. Auch das "Multiprojektmanagement" führt nicht unbedingt dazu, dass ich mal in Ruhe an einem arbeiten kann, meistens haben 2-3 Projekte schon eine Deadline mit Releasetermin und wir sind nur zu dritt. In den bisherigen Vorstellungsgesprächen, hatte ich aber immer den Eindruck, dass das inzwischen normal ist, zumindest auf den Senior Postionen, wenn man mal Gehälter von 60k€+ haben will. Mehrere Projekte, am besten noch Schulungen und Vorträge vorbereiten und das alles im Großraumbüro. Aktuell versuche ich auf morgens 6 Uhr anzufangen, dann kann ich bis 9 Uhr in Ruhe arbeiten, eigentlich wäre ich dann um 14:30 durch, funktioniert aber eher selten. Und trotzdem bekomme ich den Kopf nicht frei, weil ich kaum noch zu meiner eigentlichen Arbeit komme. Und es nervt mich, denn es ist eigentlich nicht meine Schuld, aber dauernd muss mich rechtfertigen warum dieses oder jenes nicht fertig wurde, weil einfach viel Zeit auf der Strecke bleibt, wenn man zwischen zig Projekten in unterschiedlichen Programmiersprachen, zum Teil >20 Jahre alt und Onpremise, Cloud, NoSQL, MSSQL und sonst noch für Sachen hin und her switcht.

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