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Errraddicator

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Alle erstellten Inhalte von Errraddicator

  1. Errraddicator

    Ausbildung zum Ausbilder - Grundsatzfragen

    Es gibt nicht ohne Grund die Dreiteilung: Ausbildender, Ausbilder und Ausbildungsbeauftragter. Der Ausbildende ist im Regelfall der Inhaber/Geschäftsführer, der Ausbilder der mit dem Ausbilderschein und der Beauftragte derjenige, welcher sich um die konkrete Ausbildung vor Ort kümmert. Von von @kylt skizziert, hat dabei jeder unterschiedliche Aufgaben (Ausbildung überhaupt ermöglichen, Ausbildung planen und Inhalte definieren bzw. die geplante Ausbildung durchführen). Im Idealfall ist das eine gute Dreiteilung, welche vor allem für größere Betriebe Sinn macht. Mir ist jedoch klar, dass dies in der Praxis häufig weniger effektiv ausgestaltet wird. Allerdings wäre es in solchen Fällen auch nicht besser, wenn alles in Personalunion stattfinden würde. Eine gute oder schlechte Ausbildung ist, im Regelfall, das Resultat einer politischen Entscheidung des Unternehmens und hat weniger damit zu tun, wer diese durchführt.
  2. Errraddicator

    Studium abbrechen und stattdessen eine Ausbildung machen?

    Du machst Dich unnötig verrückt. Die Uni und Statuen tun zwar gerne so, als müsste man unbedingt in Regelstudienzeit beenden und wehe, wenn nicht. In der Realität hingegen ist das Überziehen wohl die Regel, nicht die Ausnahme. Auch 8 an Stelle der 6 Semester sind keine Seltenheit. Solange Du einigermaßen brauchbare Noten und etwas Inhaltliches gelernt hast, stellt dies auch keinerlei Hindernis für den Einstieg in die Berufswelt dar. Von daher: Beiß Dich durch! Jeder hat mal echte Down-Phasen im Studium, das gehört dazu. Du hast schon die Hälfte hinter Dir und es wäre wenig sinnvoll, jetzt alles wegzuschmeissen, um dann eine Ausbildung zu beginnen. Das würde Sinn machen, wenn Dir das Studium aus fachlichen oder persönlichen Gründen nicht liegt. Nicht jedoch, wenn Du es nicht in der Regelstudienzeit schaffst.
  3. Errraddicator

    Ausbildung zum Ausbilder - Grundsatzfragen

    Unabhängig davon, ob Du der Meinung bist, bereits qualifiziert genug für die Ausbildung von Azubis zu sein, würde ich es in jedem Fall mitnehmen. Das ist eine Qualifikation, welche relativ zügig gemacht ist (wenige Monate, wenn Du es nach Feierabend machst), Dich offiziell zur Ausbildung befähigt und nicht verfällt. Das ist für den Lebenslauf, zukünftige Bewerbungen sowie Karriere in jedem Fall hilfreich und hat für mich keinen ersichtlichen Pferdefuß. Wie man idealerweise ausbildet, ergibt sich schlussendlich sowieso erst, wenn Du es machst. Wie bei allem, braucht man auch dafür einige Iterationen und muss diesbezüglich reifen. Jeder fängt mal klein an und die reguläre Berufserfahrung hilft einem dort nur eingeschränkt.
  4. Errraddicator

    Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

    Das von @Tiangou genannte Beispiel ist genau das, was ich meine: Der Junior geht bis 40k, der Senior bis ca. 60k, mit Verantwortung on top vielleicht 70k oder 80k. Der Junior kann höchstwahrscheinlich Dienst nach Vorschrift machen, sich auf seine Programmierung konzentrieren und Fehler seien im verziehen. Er muss nicht halb so viele Weiterbildungen machen, kaum bis keine Freizeit investieren und hat zudem deutlich weniger Stress, weniger Kundenkontakt und keinerlei Verantwortung. Und für all das, was der Senior oder gar Projektleiter mehr leisten muss, bekommt dieser dann 50% mehr? 100% mehr leisten für 50% mehr Brutto? Ja, es bestätigt mich: Ein grottiger Deal! Noch grottiger wird er, wenn man sich diesen im Nettobetrag anschaut: Netto bei 40k = ~25k Netto bei 60k = ~35k (+ ~40%) Netto bei 80k = ~45k (+ ~80%) Genau das ist das eklatante Probleme mit Seniorstellen hierzulande. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies in den USA oder der Schweiz z.B. ähnlich gehandhabt wird. Und dann wundert man sich, dass die Eliten der Welt nicht zu uns nach Deutschland kommen.
  5. Errraddicator

    1 Jahre Freelance - Erfahrungsbericht (golem)

    Vollkommen richtig. Man stelle sich vor, Agent 47 würde ein Gewissen entwickeln und bei der Auswahl seiner Targets mitreden wollen. Wäre er noch der Profi, der er bis dato war? Wohl kaum.
  6. Errraddicator

    Fachkräftemangel - Gründe und Auswege

    Die Anforderungen an einen Senior definieren sich zumeist danach, was man kann und bisher gemacht hat, weniger nach Alter oder reiner Berufserfahrung. Weder Alter noch Berufserfahrung sagen für sich genommen etwas aus, um ehrlich zu sein. Hier bin ich voll bei dieser Argumentation und finde diese auch richtig. Ich gebe den Kritikern jedoch in dem Punkt Recht, dass das Verhältnis zwischen Mehraufwand und Mehrkenntnis auf der einen und Mehrbezahlung auf der anderen Seite zwischen Junior und Senior zumeist kein Gutes ist. Die Wirtschaft erwartet von einem Senior mehr Arbeit, mehr Kenntnisse, mehr Produktivität, mehr Stunden und mehr Verantwortung, so dass man problemlos effektiv wie 2 oder 3 Juniors sein kann. Für all diese Mehrleistung bezahlen die Unternehmen dann aber vielleicht 50% mehr Gehalt. Das ist, streng genommen, ein grottiger Deal. Wenn das üblicherweise vorhandene Junior-Gehaltsband von z. B. 35-50k geht und das eines Seniors von 55k-70k, dann läuft da etwas falsch, wenn man mich fragt. Diese Erkenntnis deckt sich jedenfalls mit meinem Erfahrung aus erster, zweiter wie dritter Hand und ist mit ein Grund, warum ich für mich bereits vor Jahren entschieden habe, nicht als Senior-Entwickler "zu enden", sondern zu versuchen im Bereich Führungskraft tätig zu werden. Dort erwartet man häufig auch nicht so drastisch viel mehr als von einem Senior, auch wenn die Arbeit eine gänzlich andere ist, aber dort fängt das Gehaltsband bei 70k an und hört nicht dort auf.
  7. Errraddicator

    Einstieg in die IT Branche.

    Ich schließe mich ebenfalls der Pro-Duales-Studium-Fraktion an: Je älter man ist, umso wichtiger wird es, dass der neu angestrebte Abschluss möglichst hochwertig ist. Alleine, weil man nicht mehr die Zeit hat, evtl. Versäumtes nachzuholen wie noch mit Anfang 20. Man hat bereits seine zweite oder dritte Chance, die sollte man nutzen und diese sollte so gut wie möglich sein. Das macht es Dir später bedeutend einfacher.
  8. Errraddicator

    FiSi versus FiAe

    Ich schließe mich der Meinung an, dass die Spezialisierung eine gravierende Rolle spielt. Gerade für die ersten Jahre. Es stimmt, dass der schulische Teil weitgehend gleich ist, allerdings ist der schulische Teil leider auch der Unwichtigere der Ausbildung. Wichtig ist, was Du im Ausbildungsbetrieb praktisch gemacht und gelernt hast. Dort trennt sich die Spreu vom Weizen. Und dort ist es entscheidend, ob Du als FiSi oder FiAe eingestellt wurdest, denn entsprechend wirst Du eingesetzt werden. Auch bei der Bewerbung auf eine Juniorstelle. Wenn ein Unternehmen einen Junior Softwareentwickler sucht und die Wahl zwischen 2 FiAes und einem FiSi hat, wer wird es dort wohl am schwersten haben? Um es kurz zu fassen: Solange Du die Wahl hast, würde ich die Spezialisierung anstreben, welche Deinen Vorstellungen am nächsten kommt.
  9. Errraddicator

    1 Jahre Freelance - Erfahrungsbericht (golem)

    Sehe ich ähnlich. Ich hätte grundsätzlich kein Problem damit, als Freelancer tätig zu sein. Ich traue mir das Ganze zu und die Verdienstmöglichkeiten sind naturgemäß höher als im Angestelltenverhältnis. Was mich jedoch immer wieder davon abhält, ist die Unsicherheit und Schwankungen welche die übliche Selbstständigkeit weit überwiegen. Wenn ich mich als Handwerker oder Arzt z. B. selbstständig mache, habe ich bei weitem nicht solche Schwankungen wie jemand der in der IT als Freelancer tätig ist. Läuft es gut, bekommt man langfristige Projekte zu horrenden Stundensätzen beim Konzern und man scheffelt richtig Kohle. zwei Monate später kann die Welt schon wieder ganz anders aussehen und man findet nichts und ist somit quasi arbeitslos. Bei allen Schwankungen, welche jeder Selbstständigkeit inne wohnen, so extrem ist das beim Handwerksmeister z. B. nicht. Für mich sind diese nahe beieinander liegenden Extreme auch der Grund, warum Freelancer weiterhin die große Ausnahme bilden, zumindest langfristig betrachtet. Klar, 70+ Euro Stundensatz klingen erst einmal verlockend, aber in der Vollkostenrechnung können 30 Euro Stundensatz beim KMU durchaus genauso attraktiv sein. Für mich lohnt sich Selbstständigkeit in der IT erst dann, wenn man bereits wieder Angestellte hat. Dann kommt man in Regionen, wo man nicht mehr dieses enorme Klumpenrisiko hat und ist wieder näher an der klassischen Selbständigkeit. Allerdings muss man da auch erst einmal genug Aufträge für bekommen und passende Mitarbeiter finden.
  10. Ich würde mich mit medizinischer Informatik z. B. beschäftigen. Da solltest Du vieles von dem, was Du bisher gelernt hast, verwenden können und sieht stringenter im Lebenslauf aus. Anschließend idealerweise etwas im Bereich Pharma/Gesundheit machen, wobei das natürlich optional ist. Eine Ausbildung steht Dir grundsätzlich ebenso offen. Mit ca. 30 bist Du zwar nicht der einzige, der erst dann in die IT wechselt, aber natürlich nicht für jeden die erste Wahl. Ich würde, in so einem Falle, klar das Studium bevorzugen, wenn irgendwie möglich. Es passt besser zu Deiner Historie, dauert vergleichbar lange und die Verdienstmöglichkeiten sind deutlich besser. Gerade zu Beginn.
  11. Ich würde mich nicht zu sehr auf Aussagen wie die oben genannten der Jobmesse verlassen. So etwas ist schnell gesagt. Wenn es aber an die Vergabe von Schlüsselpositionen, Gehälter und Verantwortungen geht, sieht die Welt häufig anders aus und ein - zumindest einigermaßen fachnahes - Studium ist dann doch wünschenswert, obwohl es zuvor doch völlig egal war. Zudem gibt es nicht nur solche Unternehmen, sondern einige, welche dediziert nur Studierte einstellen. Klar, Du bist studiert. Für viele reicht das einfache ja/nein-Prinzip. Aber für viele auch nicht. Von bleibe ich dabei, dass es in Deinem Falle Sinn macht. Hättest Du ein Elektrotechnikstudium z. B. absolviert, sähe es wohl anders aus, da dies bereits Schnittmengen mit sich bringt und fast immer entsprechend anerkannt wird, solange Du Fachkenntnisse nachweisen kannst.
  12. Errraddicator

    Bewertung Anschreiben

    In jedem Fall deutlich besser als zuvor. 👍 Am Ende des Tages wirst Du von 5 Leuten 6 Meinungen bekommen und deswegen belasse ich es dabei.
  13. Errraddicator

    Bewertung Anschreiben

    Hier, was ich ändern würde: Mein Abitur habe ich am Gymnasium xxxam 01.06.2018 erfolgreich abgeschlossen. Zurzeit studiere ich die Fächer Geographie und Sozialkunde an der Universität Trier, ursprünglich komme ich aus Ratingen(1). Ich habe gemerkt(2), dass eine Berufsausbildung meinen Vorstellungen eher entspricht (3) und mich daher für eine Berufsausbildung entschieden. Da Computer und Technik mich schon seit meiner Kindheit fasziniert haben, stand ich Familie und Freunden mit Rat und Tat bei technischen Angelegenheiten zur Seite. Aufgrund meiner Interessen habe ich mich für die Ausbildung zum Fachinformatiker (4) entschieden. Meiner Meinung nach eignet sich Ihr Unternehmen gut, um eine Ausbildung anzufangen(5), denn Sie sind auf Netzwerktechnik spezialisiert, was Sie auch auf Ihrer Homepage erwähnen und was mir persönlich sehr wichtig ist, denn dieses Themengebiet interessiert mich sehr (6). xxx Networks GmbH arbeitet mit solch großen Partnern wie Daimler AG, 3M Deutschland GmbH und vielen weiteren zusammen, was für Ihre Qualitäten und Erfahrungen als Unternehmen spricht. Genau aus diesen Gründen habe ich mich für eine Ausbildung bei xxx Networks GmbH entschieden. Durch meine Motivation und dadurch resultierende Lernbereitschaft bin ich ein geeigneter Kandidat für die Ausbildungsstelle, was ich gerne durch ein Praktikum bei Ihnen im Betrieb beweisen will. (7) Ich kann mich sowohl schriftlich als auch mündlich tadellos ausdrücken(8) und kann sowohl im Team als auch eigenständig arbeiten. Ich bin mit den gängigen Windows-, iOS- und Android-Betriebssystemen vertraut und arbeite privat täglich mit Computern. Meine MS-Office Kenntnisse sind als gut zu bezeichnen. Außerdem habe ich erste Erfahrungen mit HTML und JavaScript-Programmierungen in der Schule Im Informatikunterricht gehabt. Zurzeit versuche ich mir eigenständig Wissen über Windows Server beizubringen. (9) Mir ist klar, dass analoges(10) und logisches Denken so wie Englisch- und Mathematikkenntnisse Grundvoraussetzungen sind, welche ich mitbringe, auch wenn meine Mathematiknote auf dem Abschlusszeugnis vorerst etwas anderes vermuten lässt. Aus diesem Grund sende ich Ihnen zusätzlich mein Zeugnis aus der 9. Klasse, in der man Mathematikstoff gelernt hat, die eher für den Beruf relevant sind, als der Stoff in der Oberstufe. Ich beherrsche Französisch-Grundkenntnisse. Deutsch und Türkisch sind meine Muttersprachen. ... Anbei meine Vorschläge, was Du anders machen könntest. Wie immer gilt: Bei Bewerbungen gibt es kein 100%iges richtig oder falsch. Deswegen explizit als "Vorschläge" interpretieren. (1) würde ich weiter vorne platzieren. Ein inhaltlicher Zusammenhang zu dem aktuellen Studium ergibt sich für mich nicht. (2) festgestellt, nicht bemerkt (3) Warum entspricht eine Ausbildung eher Deinen Vorstellungen? (4) Bitte stets die konkrete Fachrichtung angeben, da Fachinformatiker zwei Berufe umfasst. (5) Beginnen, nicht anfangen (6) Würde ich weglassen. Dein Interesse hast Du zuvor bekundet (Redundanz) und die eigene Homepage wird das Unternehmen kennen. (7) Das fett unterstrichene würde ich nicht hervorheben. Das sind Floskeln, welche (meiner Meinung nach) keinen weiter bringen. (8) Vorsicht mit Extremen wie tadellos. Das wage ich zu bezweifeln, ohne Dich zu kennen, denn ein tadelloses Deutsch z.B. sprechen die Allerwenigsten. Das ist mir in meinem gesamten Leben nur sehr selten begegnet. Zumeist von Menschen, die Sprachen studiert haben. (9) Neuer Absatz, da neuer inhaltlicher Block. (10) Was meinst Du mit analogem Denken?
  14. Funktioniert ein Master Informatik für Fachfremde? Ehrlich gesagt, stelle ich mir das schwierig vor. Der B. Sc. in Informatik ist nicht bekannt dafür, verschenkt zu werden. Wenn einem das alles fehlt (oder zumindest weite Teile davon) wie soll dann ein Master dazu aussehen? Hier fehlt mir wohl die Fantasie. ... Ich persönlich würde, wenn es möglich ist, die Variante des Informatik-Bachelor´s wählen. Zum einen reden wir nicht über einen top-bezahlten 40 Stunden Job, welchen Du aufgibst, sondern über einen 19 Stunden Job im Support. Das ist nichts, dessen Abstinenz Dir nach dem Studium auf die Füße fallen würde. Zumal Du weiterhin die 5 Stunden arbeiten kannst. Mit einem Informatik B. Sc. hast Du einen, für den Beruf, deutlich höherwertigen Abschluss. Hättest Du bereits eine entsprechende Ausbildung, wäre dies wohl nicht so wichtig. Dann würde das fachfremde Studium ebenfalls genügen. So, ohne Fachbezug, fehlt doch etwas. Last but not least lernt man in einem Informatik-Studium eine Menge nützlicher Sachen. Klar, da ist viel Mist dabei, welchen man nach dem Studium nie wieder braucht. Gleichzeitig lernt man aber auch sehr vieles, welches einem dann doch wieder begegnet. Das fehlt Dir mit einem fachfremden Studium und lediglich Erfahrung im Support. So haben wir schon drei Pluspunkte für das Informatikstudium. Für den fachfremden Master fällt mir hingegen und ehrlich gesagt wenig ein, was wirklich dafür sprechen würde und mittel- bis langfristig gedacht ist.
  15. Errraddicator

    Richtige Certs finden

    Ich denke ebenfalls, dass Bewerbungen für die duale Ausbildung der sinnvollste Einstieg sind. In der Zwischenzeit das ein oder andere Zuhause üben (im gewünschten Bereich, das Internet bietet zu allem solide Grundkenntnisse) und dann sollte das schon werden. Wenn es gar nicht klappt, dann solltest Du überlegen, Studieren zu gehen. Da wirst Du so gut wie nie abgelehnt, solange Du nicht überall nur 4en hast, und mit einem Bachelor solltest Du keinerlei Probleme haben, eine Anstellung zu finden.
  16. Errraddicator

    Nach der Ausbildung als IT Supporter ?

    Support ist eine zwiespältige Sache. Auf der einen Seite bin ich der festen Überzeugung, dass es nie verkehrt sein kann, das mal gemacht zu haben. So bekommt man ein gutes Verständnis für die Probleme, welche Hard- und Software beim Endkunden so verursachen und dies kann für einen ITler (egal, welcher Prägung) nie verkehrt sein. Auf der anderen Seite ist die Bezahlung meistens dürftig, sind die Entwicklungsmöglichkeiten gering und die Gefahr, in einer Sackgasse zu enden ist nicht zu unterschätzen. Ich würde es wohl, in der Summe betrachtet, nur dann machen, wenn ich wahlweise nichts anderes habe oder die Möglichkeit sehe, im selben Betrieb dort nach 1, 2 Jahren zu entwachsen.
  17. Errraddicator

    Zeit in Nebengewerbe oder in die Karriere investieren?

    Ich kenne übrigens tatsächlich einen Kollegen, welcher sich durch Nebenjobs über wenige Jahre 50k+ angespart hat. Das ist natürlich ein Wort und kann in Aktien, Autos oder Wohnung investiert werden. Allerdings ist dieser Kollege die große Ausnahme, weil er das Wissen aus seinem Job weiter verwenden konnte, dicke Stundensätze aufgerufen hat und zudem einen dauerhaften Auftraggeber hatte. Das ist in der Kombination sehr selten, wenn es um einen Job nach Feierabend geht. Und jetzt kommt das große aber: selbst dieser Kollege ist davon mittlerweile weg und hat das Volumen drastisch reduziert, weil ihm die Zeit mit seiner Frau Zuhause wichtiger geworden ist als die 5k mehr oder weniger.
  18. Errraddicator

    Zeit in Nebengewerbe oder in die Karriere investieren?

    Ich denke, da gibt es keine klare Antwort. Ich persönlich würde zum Studium/Weiterbildung raten. Warum? Bei einer Weiterbildung erhältst Du etwas dauerhaftes. Wenn Du das bestanden hast, hast Du etwas, von dem Du, im Idealfall, auch noch 10 Jahre später profitierst. Von dem Nebenjob profitierst Du nur genau solange, wie Du ihn aktiv betreibst. Die Weiterbildung ermöglicht es Dir, den Job und die Position zu wechseln. Du hast im Anschluss gute Chancen, aus dem technischen Support in den Bereich Security zu wechseln, was Dich scheinbar interessiert. Alleine das ist ein echter Mehrwert. ... Ich frage mich bei derartigen Entscheidungen immer: "Was halte ich wohl in 10 Jahren davon?" Ob Du nun 10, 20 oder sogar 30 Tausend Euro mehr oder weniger verdient hast (durch etwaige Nebenjobs) spielt dann bei weitem nicht mehr die Rolle, wie die Frage danach, welchen Job Du zur Zeit ausübst und ob dieser Dir eher 40k oder eher 60k Jahresbrutto bringt. Dieser Blick hat mir bereits das ein oder andere Mal geholfen, Dinge richtig einschätzen zu können. Kurzfristiges Geld verleitet dazu, schnell zuzugreifen, ist jedoch nicht immer das sinnvollste Angebot. ... Ich habe übrigens bereits beides gemacht (Nebenjob und Studium) und meine Wahrnehmung stand Heute (10 bzw. 4 Jahre später) entspricht genau der geschilderten. Der Nebenjob hat mir 10k gebracht. Nice to have, habe ich heute nichts mehr von. Vom Studium profitiere ich heute noch, weil ich dadurch Jobs bekommen habe, welche zuvor undenkbar gewesen wären.
  19. Errraddicator

    Wechsel von Studium auf Ausbildung?

    Über die Berufsschule brauchst Du Dir keine Gedanken machen. Das Niveau ist weit niedriger als das des Studiums und hat kaum Mathematik. Wenn Du also mit dem Studium klar gekommen bist, sollte die Ausbildung keine Hürde darstellen. Eine Ausbildung, gerade als FiSi, ist zudem im Regelfall deutlich praktischer. Im Studium lernst Du vor allem die Grundlagen der Informatik, während Du als FiSi damit wenig zu tun hast und im Regelfall eher mit der praktischen Anwendung dieser beschäftigt bist. Also Netzwerke, Active Directory, Linux, Windows, SAN, Firewall, etc. pp.. Ich denke, das scheint ein sinnvoller Weg für Dich zu sein und damit bist Du nicht alleine. Das machen viele so.👍
  20. Errraddicator

    Klausel Weiterbildung im Arbeitsvertrag

    Hatten wir dieses Thema nicht erst vor kurzem in einem anderen Faden? Vielleicht findest Du den noch. Grundsätzlich sind solche Klauseln gültig, aber es hängt von der Höhe der Kosten, Deiner Position und der Dauer ab. 36 Monate sind in jedem Fall fragwürdig, wenn Du nur kurze Fortbildungen besucht hast. Das ist eher etwas für langjährige Kurse wie z. B. ein Studium oder den Betriebswirt. So ähnlich kenne ich das und so steht es ja auch auf der verlinkten Seite.
  21. Zum alten Arbeitgeber würde ich nicht wechseln. So wie Du es beschreibst ist das neue Unternehmen in fast jeder Hinsicht besser. Das einzige, was Dir fehlt ist etwas Spezialisierung und Dein Team. Letztgenanntes ist für mich vor allem eine Sache der Gewöhnung. Nach wenigen Monaten hat man noch nicht das Wir-Gefühl, welches sich nach Jahren einstellt. Erstgenanntes ist allerdings wohl ein reales Problem. KMU bieten nur selten die Möglichkeiten zur Spezialisierung, welche Konzerne und Großunternehmen bieten. Dafür hast Du in einem KMU mehr Freiheiten und bist nicht so strikt auf Funktion A zurecht geschnitten. Ich denke, das sollte der Knackpunkt sein, um welchen sich Deine Argumentation drehen sollte: Das klassische Thema "Generalist vs. Spezialist".
  22. Ich denke, da gibt es keine einfache Antwort. "Die Unternehmen" gibt es schließlich nicht. Das variiert von Branche zu Branche, von Stadt zu Stadt, von Größe zu Größe. Ich kenne Unternehmen, von klein bis groß, welche explizit nach deutschen Dienstleistern suchen, weil sie den heimischen Standort stärken möchten und Unternehmen, die explizit in Osteuropa oder Indien auf Shoppingtour gehen, weil es dort billiger ist. Von daher sollte die relevante Frage nicht sein "Werden wir akzeptiert?" sondern "Wo sollte ich werben, um potenzielle Kunden zu erreichen?". Ich denke, Ihr fahrt am Besten, wenn Ihr schaut, wo deutsche Unternehmen nach Dienstleistungen wie den Euren schauen und Euch dort als Anbieter positioniert.
  23. Errraddicator

    Entscheidungshilfe - Was würdet ihr nehmen?

    Normalerweise hätte ich die Option in Essen bevorzugt. Ich finde, die klingt alles in allem schlüssiger. Allerdings hat diese Reisetätigkeit und ist für mich persönlich damit raus. Ich würde es also vor allem daran fest machen. Wenn Du kein Problem mit Reisen hast, dann Option 1, anderweitig Option 2.
  24. Errraddicator

    Welche Stationen in Lebenslauf schreiben?

    Das kann definitiv Vorteile bringen, machen wir uns da nichts vor. Wenn der Vater Dr. X und die Mutter Dipl. Y ist, macht das natürlich Eindruck. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Jungspund etwas von deren Genen, Intelligenz, Fleiß und Bildung abbekommen hat, ist nun einmal hoch. Bei weniger angesehenen Berufen kann dies entsprechend sogar kontraproduktiv wirken. Ist das fair? Nein, so wie das Leben an sich nicht fair ist. Ist es logisch? Absolut.
  25. Errraddicator

    Welche Stationen in Lebenslauf schreiben?

    Ich denke, es geht beides. Der Eine schreibt wirklich jeden Step hinein, der Nächste erst ab dem, was relevant ist, also Abitur. Da gibt es wohl kein absolutes richtig oder falsch und beides sollte OK sein.

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